Osterkonzert der Golden Harps und Reflex aus Oslo im Paulussaal in Freiburg

Selbst hatte ich im Paulussaal zu Gospelkonzerten schon auf der Bühne gestanden. Diesmal war es umgekehrt – es galt zu genießen und sich anstecken zu lassen. Anstecken von den Gospeln, die beim Konzert von den Golden Harps aus Lahr geboten wurden. Nebenbei bemerkt sei, dass der Paulussaal in Freiburg so um die 1 000 Besucher aufnehmen kann.

Die Pauluskirche wurde im Jahr 1905 erbaut und war die Gemeindekirche der Paulusgmeinde in Freiburg. Aufgrund ihrer Größe wurde diese Kirche später umgebaut und aufgeteilt in eine Kirche im ersten Stock und dem Paulussaal, der lange Zeit der Konzertsaal in Freiburg war. Inzwischen hat der Paulussaal Konkurrenz durch das Konzerthaus Freiburg erhalten. Träger des Paulussaal ist die Stadtmission Freiburg. Nochimmer finden im Paulussaal kirchliche Veranstaltungen statt sowie Konzerte und Kleinkunst von durchaus größeren Künstlern.

Golden Harps ist ein Gospelchor aus Lahr, der von Friedhelm Matter geleitet wird. Die Golden Harps sind eigentlich aus einem Gospelprojekt heraus entstanden, bei dem 1997 sich mehrere Musiker trafen und den innigen Wunsch hatten ein Gospelprojekt durchzuführen. Problem nur, die Region wollte mehr. Es kam eine Anfrage für die Landesgartenschau in Mosbach „Singt doch mal bei uns“ also ein Grund sich erneut zu treffen was alle so schön fanden, dass man die lockere Zusammenkunft aufgeben wollte. Die Gemeinsachaft aus Sängern wurde so nachgefragt, dass für 1998 genügend Auftrittsmöglichkeiten vorhanden waren und man beschloss ab dann unter dem Namen Golden Haprs aufzutreten. Bei Ihren Karfreitagskonzert im Paulussaal in Freiburg sind die Golden Harps zusammen mit den norwegischen Top-Gospelchor REFLEX aufgetreten. Das Oratorium „7 Tage in Jerusalem“ wurde bereits in Schweden und Dänemark in der jeweiligen Landessprache aufgeführt. In diesem Jahr war es zum ersten Mal auf Deutsch zu erleben. Leider hatte ich mich irgendwie auf 20:00 Uhr eingestellt, so dass ich bei der Vorstellung der Chöre noch nicht anwesend war. Und wie kamm man es besser ausdrücken, dass ein großes christliches Fest stattfindet und man sich erführtich verhalten als als mit dem Titel „Burden down“ was soviel bedeutet wie knie nieder.

Nachdem Felix Matter von den Golden Harps in das Osterprojekt, das seine deutsche Uraufführung am Karfreitag im Paulussaal von Freiburg hatte, übergab er die musikalische Vorstellung dem befreundeten Chor Reflex aus Oslo in Norwegen. Die Welt von Reflex ist eigentlich der Contemporary Gospel.

Im Video wird es von einer Solistin gesungen, aus dem Grund hatte Martin Alfsen von Reflex dies speziell für Chor neu arrangiert. Allerdings, wenn man „On my way“ so hört, dann kann man sich hervorragend vorstellen, dass die hervorragenden Sängerinnen und Sänger so ziemlich alle Feinheiten, die der Song bietet rausarbeiten konnten. Immerhin singt in dem Chor jeder mit seinem eigenen Mikro.

Beim nachfolgenden Song „A brand new day“ konnte der norwegische Chor Reflex

http://www.youtube.com/watch?v=wcfLbNahPUA

Musicals sind doch was tolles dachte sich wohl Reflex.Und bei diesem fetzigen Titel begann auch der ganze Saal an zu wuppen. Und die Norweger zeigten wie fröhlich und ausgelassen sie sein können. Vielleicht mag manchen das Gesangsmikro im Weg gewesen sein, um sich noch mehr ausleben zu können.

Dass der Chor aber auch gefühlvoll kann zeigte sich im letzten Tiel „One day“

Nun hiess es, dass sich der Gastgeber die Golden Harps vorstellen sollten. Das taten sie natürlich aus. Und direkt stimmstark mit diesem Titel

http://www.youtube.com/watch?v=BYi-1OmZk_U

Um wohl etwas auf das Oratorium einzustimmen hatte sich Felix Matter wohl überlegt mit einem Worshipsong die Vorstellung von Golden Harps abzuschließen. In dem nachfolgen Song geht es sehr häufig um den Tempel.

Dass auch beide Chöre gut im Gospeln sind zeigte sich dann mit dem gemeinsamen Singen von noch 3 Gospelsongs. Und vermutlich hat keiner damit gerechnet, aber auch Queen hatte mal einen Titel mit Bezug auf Gott gehabt.

Und gleich schloss nochmals ein Titel eines großen amerikanischen Gospelstars an. Keinem weniger als Fred Hammond.

Erneut war Wuppen im Paulussaal angesagt. Aber was will man auch tun, wenn ein Titel erst einmal fetzig beginnt. Die Melodie sehr eiprägsam und hat sicherlich manch einen zum Mitsingen verleitet. Damit sich die Besucher im Paulussaal in Freiburg etwas erholen konnten und einen besseren Übergang zum Oratorium „7 Tage in Jerusalem“ zu finden wurde noch was langsames gesungen.

Nach der Vorstellung der Chöre war das eigentlich Oratorium zu hören. Teilweise sehr theatralisch gestaltete sich dieses.  So teilten sich Golden Harps und Reflex bereits beim 2 Titel des Oratoriums in einen Chor für das Volk und einen Chor für den Pharisäer auf. Und schon kurz danach gab es wieder einen Teil, der gemeinsam gesungen wurde. Die Dirigenten waren dabei lustig anzusehen. Wärend man bei Friedhelm Matter sehen konnte, dass er förmlich mit der Musik mitging stand der Chorleiter des norwegischen Chors da und dirigierten präzise und gelassen seinen Chor.

In einer Radioproduktion zu 7 Tage in Jerusalem vom SWR wird kurz erzählt wie es zu dem Oratorium kam und wie es geschafft wurde, dass sich die Chöre austauschen konnten, obwohl eine gemeinsame Probe erst kurz vor dem ersten Konzert möglich war.

Mal etwas anderes war es als die Chöre von der Bühne maschierten und sich neben dem Puplikum aufstellten. Der norwegische Chor auf der Seite der Eingangstüren, die Goldenharps auf der Seite wo sich Vorhänge befinden. Erzählt wird die Ostergeschichte mit Jerusalem, einem Gebetshaus über das letzte Abendmal über den Einriß des Tempels bis hin zur Auferstehung von Jesus. Manchmal hatte man den Eindruck gehabt, es wirkt so als ob man Phantom der Oper hört. Dann wieder als ob ein Gospel auf deutsch gesungen wird. Ein anderes Mal wurde von sehr disonanten Klängen überrascht, in denen gesungen wurde und in dem Geschichtsteil die Dramatik verstärken sollten.

Die Lieblingsstelle für den Schlagzeuger muss natürlich der Geschichtsteil mit dem Einriß des Tempels gewesen sein, denn da konnte er in die Vollen gehen. Dieser Teil fing jedoch ganz harmlos an und erinnerte zu Beginn einen erst einmal ein ein leichtes klassisches Stück, da man als eine der ersten Lektionen im Klavierunterricht hätte haben können. Aber als von einem Spalt und dem Auseinanderbrechen des Tempels die Rede war, begannen Trommelwirbel und es wurde laut. Da tat sich was, es schien etwas nicht mehr in Ruhe dastehen zu wollen wie es ursprünglich bestimmt war. Man merkte buchstäblich die ganze Dramatik.

Bei dem vorletzten Geschichtspart begaben sich die Chöre wieder ins Puplikum nachdem sie jeweils ihre Einzelmikros abgelegt hatten und jeder Chor sang unverstärkt an einer Saalseite sich gegenüberstellend. Lediglich die Solistin, die die Maria sang stand noch auf der Bühne.

Zum Schlussteil kamen beide Chöre wieder auf die Bühne, jeder Sänger nahm wieder sein Mikro in die Hand und es ging zum finalen Abschluss der Auferstehung.

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