Archive for the ‘Highlights beim Gospel in Baden’ Category

Kickoff 2.0 zum Gospelkirchentag beginnt mit Chortag Baden in Karlsruhe

Saturday, October 7th, 2017

Mein Name ist Hans-Christian Jochimsen. So begrüßt der frühere Konzertpianist auf seiner Website die Besucher. Inzwischen ist er Komponist von Gospelsongs, Chorleiter, Kirchenmusiker und vermarkte mich durchaus selbst. Kirk Franklin hat sich sogar über ihn geäußert und beschreibt ihn als phänomenales Talent: Die wahre Geschichte, die er in seinen Gospelsongs vermittelt zeigt sich stets und jedes Mal wenn sein Chor einen Song performt.

Und es war diesmal nicht Malcolm Chambers, der durch nden Chortag Baden geführt hatte sondern der dänische Musiker Hans-Christian Jochimsen. Mit dem Chortag hatte die Creative Kirche zugleich den Kickoff zum erneuten Mal Gospelkirchentag in Karlsruhe verbunden. Eine Diskussionsrunde mit namhaften Größen, darunter auch ein Musikproduzent fand bereits am Freitagabend statt. Ich selbst war am Freitag noch nicht angereist, obwohl ich eine Einladung erhalten hatte und wie ich erfahren hatte von Bonita Niessen der Gospel “Take your shackles” gesungen wurden und z. B. Hans-Christian Jochimsen auch schon sein musikalisches Talent vorstellen konnte.

Begrüßt wurden wir kurz vom evangelischen Landesbischoff von Baden, allerdings wurde gleich klar gemacht, dass der Tag dem gemeinsamen Singen dienen sollte. Von der Creative Kirche war der Chortag Baden vorallem dafür gedacht mal zu erleben wie schön es klingen kann, wenn gut 200 bis 300 Menschen zusammen gospeln. In einem Jahr soll das noch wesentlich stimmgewaltiger klingen, wenn im Masschoir um die 5000 Stimmen gemeinsam gospeln. Allerdings reicht dann der Albert-Schweitzer Saal, in dem der Event im September 2017 stattfand nicht mehr aus.

Natürlich kann man Lieder singen, aber da fühlt sich das Puplikum nicht unbedingt von angesprochen. “Beim Gospel muß man den Groove spüren und das geht am besten mit den Füßen”. So veranschaulichte es Jochimsen. Nach kurzer Zeit geht das sogar ganz automatisch. “Als ihr in den Raum gekommen seit habt ihr ja auch nicht euch gesagt – rechtes Beim vor, Fuß absetzen, linkes Bein vor … rumdrehen, setzen” sondern das hat der Körper gemacht, ohne das darüber nachgedacht wurde. Und genauso sollte das beim Gospel auch funktionieren.

Als Hans-Christian ein paar Mal den Song “I will praise” angestimmt hatte, konnte man einen gewissen Durchsetzungswillen erkennen. Richtig energiegeladen und knackig wurde das “I will” in den Raum geschmettert. Vermutlich kam es daher “Frauen tut dies wie ein Mann, der Sonnenpunkt auf dem Brustbein zeigt gegen Himmel, die Arme gehen auseinander und die Körperspannung ist da” und sodann demonstrierte er mal das Gebrüll einen Gorillas. Natürlich nur angedeutet. Und bitte nicht die “Kopfkathedrale” öffnen und versuchen mir klassisch daher zu kommen.

Eine gewisse Abwechslung hatte der Song “I did not know” geboten. “Ja ich weis der Song ist nicht einfach, da sind ein paar jazzige Melodien drinn”. Mit dieser lockeren Art ermutigte Jochimsen sich doch noch mal an dem Song zu probieren. “Die Tenöre haben jetzt zu viel Jazz drinn gehabt” und es tendierte zu einer neuen Version.

Viel der gesungenen Gospel hatte Jochimsen erst kurz vor dem Chortag komponiert gehabt und geäußert, dass er jetzt den ein oder anderen Fehler noch entdecken wurde wo er die Melodie vielleicht noch ein bisschen anpasst.

Erlebbare Gospelmusik in Kehl und das schon seit 3 Jahren -> GOSPELtime

Friday, February 5th, 2016

Die Idee war eigentlich ganz simpel was die neue Abendgottesdienstreihe anbelangte. “Wir möchten einfach Gospelmusik erlebbar machen”.So äußerte sich Pfarrerin Claudia Baumann als sie mit einem Team an Projektmitarbeitern auf die Idee der GOSPELtime kam.

Fotorechte: EKD, Hannover

Vor dem Gottesdienst gab es einen Workshop mit dem an der evangelischen Johanniskirche in Kehl ansässigen Gospelchor Jo’s Voice, der von Friedhelm Matter schon damals geleitet wird. Neben den Golden Harps in Lahr der 2. Gospelchor, den Matter leitet. Schon damals war es dem Team wichtig den sozialen Gedanken zu leben und die Kollekte aus dem Gottesdienst einer sozialen Einrichtung zugute kommen zu lassen, die solche Hilfe dringen benötigten. Damals ging der Spendenerlös an die Einrichtung “einfach so”, die dann auch gleich in Form von Kochutensilien gespendet wurden.

Es sollte im Laufe der Zeit eine Plattform für Gospelchöre aus der Region entstehen, die bei den GOSPELtime-Gottesdiensten mit dem jeweils einladenden Chor die Möglichkeit erhalten sollten einen Abendgottesdienst mitzugestalten und sich gleichzeitig einem Puplikum präsentieren zu können.

Bei dem Nachmittagsworkshop und Abendgottesdienst GOSPELtime im Oktober 2014 war ich sogar selbst dabei gewesen. Eingeladen hatten die Golden Harps aus Lahr, die für interessierte Sänger zuvor einen Workshop anboten und so die Möglichkeit boten später mit ihnen zum Teil gemeinsam zu singen. Während dem Gottesdienst waren die Harpies allerdings auch alleine aufgetreten.

Genutzt konnte dieser Gottesdienst gleichzeitig, um den französischen Kirchenbesuchern die Gelegenheit zu bieten einen deutschen Gospelchor kennenzulernen und gleichzeitig auf das deutsch-französische Chorfest aufmerksam zu machen, das damals an dem Wochenende stattfand.

Zuletzt veranstaltete GOSPELtime Kehl im Herbst 2015 den Themengottesdienst “Madagaska trifft Mahlzeit”. Hier wollte man der Behinderteneinrichtung Cafè Mahlzeit in Kehl-Kork etwas Gutes tun. Aufgetreten als Chor war diesmal der multikulturelle Gospelchor Gasy Gospel Singers, bei dem die Sängerinnen und Sänger aus Madagaskar, Kongo, Frankreich und England stammten. Sie sangen in dem Gottesdienst “Amazing Grace”.

Inzwischen ist im Jahr 2016 bereits der erste GOSPELtime-Gottesdienst vorbei und man ist stolz den 3. Geburtstag feiern zu können. Vermutlich die große Feier steht dann im Herbst an, da ich mitbekommen habe, dass dann hoher Besuch in Kehl erwartet wird.

Gospelkirche in Karlsruhe wird 5 Jahre alt

Tuesday, January 6th, 2015

Ja man kann tatsächlich “Happy” sein.

Eigentlich ist die Idee mit der Gospelkirche in Karlsruhe unschwer auszumachen, denn sie wurde im Frühjahr 2010 gegründet. Damals war diese noch im Gemeindezentrum der Maria-Magdalena-Kirche in Karlsruhe beheimatet. Grund wird der Gospelkirchentag gewesen sein, bei dem entschieden wurde diesen im September in Karlsruhe stattfinden zu lassen. Die Strippen hatten damals der Bezirkskantor Joachim Bloomenkamp aus Karlsruhe-Durlach und Jochen Martin, der das Regionalbüro Süd der Creativen Kirche betreibt. Das Gemeindezentrum Maria-Magdalene-Kirche und war bis 2007 ein Ökumenisches Zentrum gewesen in der Nordstadt von Karlsruhe gewesen, das nicht nur von evangelischen und katholischen Christen sondern auch von afrikanischen Christen einer Glaubensgemeinschaft besucht wurde. Im Jahr 2012 wurde diese Kirche allerdings in eine serbisch-orthodoxe Kirche umgewandelt.

Da sich entscheiden wurde regelmäßig und zwar 1 x im Monat einen Gospelgottesdienst und ein kleines Konzert stattfinden zu lassen, hatten schon die verschiedensten Gospelchöre und Künstler aus der Karsruher Umgebung oder eben auch aus dem benachbarten Ortenaukreis direkt südlich, wie z. B. die Golden Harps Chancen erhalten dort aufzutreten. Seit 2012 hat die Gospelkirche ihren festen Platz in der Markuskirche am Yorkplatz in Karlsruhe gefunden. Die Markuskirche befindet sich in der Weststadt von Karlsruhe und im Jahre 1935 nach Plänen von Otto Bartning erbaut wurde.

Aber die Region Baden hört allerdings nicht im der Schwarzwaldstadt Lahr auf und so wurden auch Christoph Gregorii, ein Musiker, der viel im Schloss Beuggen bei badisch Rheinfelden wirkt als auch dem Gospelchor Resonance of Life aus Schopfheim im Wiesental schon Auftritte eingeräumt

Natürlich sind immer wieder der Jazz-/Pop- und Gospelchor Spirituated Voices, der von Joachim Bloomenkamp selbst geleitet wird, sowie der Spiritualchor Karlsruhe in der Markuskirche zu hören.

Am 11. Januar 2015 findet der Jubiläumsgottesdienst um 18:00 Uhr, sowie um 18:45 ein Konzert mit dem Gospelchor “Getup” aus dem benachbarten Pfinztal statt.

Spirited Voices und Fetz Domino am Gospelkirchentag in Kassel

Monday, September 22nd, 2014

Foto: Ruprecht Helms

Tja die Pfingstferien so begründen es “Spirited Voices” es, dass sie am Gospelkirchentag in Dortmund im Jahr 2012 nicht teilnehmen konnten. Im Jahr 2014 war das Datum Mitte September so günstig gewählt, dass es nach den Sommerferien Baden-Würtemberg lag. “klare Sache, Gospelkirchentag Kassel machen wir” – so wohl der Gedanke von Johannes Blomenkamp und vielen von den Spirited Voices was den Gospelgroßevent in Kassel anging.

Foto: Ruprecht Helms

Auch der Gospelchor “Fetz Domino” mit seinen etwa 30 Sängern sagte sich, dass sie ja ebenfalls ein bedeutender Gospelchor aus Karlsruhe sind, es zeitlich passt und sie neben den Spirited Voices die Badenmetropole natürlich auch am Gospelkirchentag in Kassel vertreten wollen. Im Sommer des Jahres 2012 gab es einen Wechsel in der Chorleitung worüber der Chor natürlich sehr traurig war, immerhin hatte nach 20 Jahren der  Gründer das Dirigat abgegeben und so leitet nun Cornelia Kraut den Chor. Die evangelistische Einstellung hat der Chor allerdings beibehalten.

Foto: Ruprecht Helms

“Ich bin frei” – so können sich die Spirited Voices beschreiben, da sie nicht nur Gospel singen.

In der Ehe würde man jetzt sagen “das verflixte 7. Jahr” genauso lange gibt es den Jazz und Gospelchor, die Spirited Voices aus Karlsruhe jetzt

Foto: Kirchennetz Karlsruhe, J. Blomenkamp

und man kann sagen Johannes Blomenkamp hat seinen Chor im wahrsten Sinne des Wortes zusammengecastet, denn das Auswahlverfahren war nicht gerade leicht. Neben Gospel singt der Chor auch Jazz und da er ja ein junger Chor ist, ist es klar, dass es auch moderne Arrangements sind nach denen gesungen wird.

“feiert Jesus” kommt nach Karlsruhe – der große Event mit Chris Lass

Saturday, May 17th, 2014

Ja das ist Chris Lass

Gut da denkt man erst einmal vielleicht, ein junger Mann, der sehr aufgeweckt und vielleicht etwas durchgeknall ist. Aber auf alle Fälle interessant. Aber warum soll für ihn Jesus eine wichtige Person sein, wird erst einmal nicht beantwortet. Vielleicht gibt dieses Video etwas mehr Klarheit drüber.

Nun hat Chris Lass etwas neues vor. Seine Vision “Wäre es nicht toll, Dein Chor, Deine eigene Stimme mit 100 anderen Gleichgestinnten und Kollegen anderer Chöre gemeinsam eine CD produzieren”. Drann gedacht ist hier Songs wie “what a mighty god we serve”

Oder auch Songs wie “Trading my sorrow”

aber eben nicht auf die bekannte alte gesungen sondern speziell neu arrangiert und eben anders. Zusammenwachsen ist hier die Devise. In 12 verschiedenen Städten in Deutschland findet dieses Projekt statt unter anderem in Karlsruhe und dies bereits am 31. Mai.

Foto von: Stadtwiki KA, FEG Karlsruhe

In der Freien evangelischen Gemeinde in einem Außenbezirk von Karlsruhe wird für diese Region am 31. die Möglichkeit bestehen sich an dem Projekt als Chor oder auch als Einzelperson zu beteiligen. Noten muss man nicht lesen können und ein großes sängeres Talent brauch man auch nicht besitzen.

Bei der Anmeldung erhält jeder eine Übungscd mit allen Songs, Songbook mit Partitur und Playback CD, am Ende die CD “feiert Jesus” und natürlich einen Workshop mit Chris Lass.

Es besteht die Möglichkeit sich über diesen Link online anzumelden

9. Feburar – Afrogospel in Karlsruhe

Tuesday, February 5th, 2013

zum wiederholten Male findet am 9. Februar 2013 im Johannes-Brahms-Saal des Karlsruher Kongresszentrums statt. Es muss fantastisch wirken, wenn beim großen Finale über 250 Stimmen zusammenkommen, die vorwiegend von afrikanischen Instrumente wie Djembe, Talking Drum oder einer bei uns vermutlich ganz unbekannten Mbria begleitet werden.

Allerdings treten die dort vertretenen Chöre auch einzelnen auf und so sind auch typische Klassiker oder Evergreens aus der Gospelwelt zu hören

Aber auch Titel wie “Amazing Grace” oder “Oh happy day” dürfen an dem Abend nicht fehlen.

Der Eintrittspreis orientiert sich eher an den Preisen für Veranstaltungen im Kongresszentrum. Ist somit höher als der Preis für ein übliches Gospelkonzert in einer Kirche.

Patrick Resseng gab Gospelkonzert in der Markuskirche in Karlsruhe

Sunday, November 25th, 2012

Noch vor gut 10 Jahren begann erst seine Karriere wo er den ersten Preis in “REVALATION 2002″ für die beste männliche Stimme gemacht hatte. Und das war nicht in Deutschland gewesen, das war in Kamerun.

Neben vielen Auftritten in Rundfunk und Fernsehen gibt Patrick Resseg allerdings auch Workshops, gibt Unterricht und ist ein begnadeter Solosänger. Seine Lieder begleitet er gerne mit Piano, Gitarre als auch mit Trommel. Seine ausdruckstarke Stimme rundet diese nur ab.

Mit dem Konzert am 24. November 2012 wollte Patrick Resseg gerne eine Schule in Kamerun unterstützen. Vielleicht können die Kameruner sagen,

dass sie das riesen Glück haben, dass in Kamerun alle staatlichen Schulen kostenfrei sind und sich nach Vorbildern aus Frankreich und England orientieren. Leider sieht die Praxis anders aus, sie nennen es “Einschreibegebühr” andere würden vielleicht dazu schlicht sagen, wer was lernen will muss halt zahlen. Und die Kosten sind dabei nicht unerheblich. Immerhin geht es dabei um den Transport der Kinder, es müssen Hefte und Bücher gekauft werden, die Schuluniform muss besorgt werden und dann sind die Kinder in Klassen, die durchaus mal 80 Kinder enthalten können.

In den Video kommen immer wieder Lehrkräfte zu Wort die gerade die Schwierigkeiten, die an Schulen in diesem Land bestehen aufgezeigt werden.

Seit einiger Zeit ist die Markuskirche in Karlsruhe jetzt Gospelkirche. 3000 evangelische Christen in der karlsruher Weststadt gehören zu deren Gemeinde. Etwa jeden Monat gibt es in dieser Kirche einen Gospelgottesdienst mit anschließendem Kurzkonzert, an dem sich Gospelchöre aus der Region aber auch Künstler, die im badischen Raum wirken präsentieren können.

Chor für einen ganzen Tag davon sind Miriam Schäfer und Joachim Blomenkamp in Karlsruhe überzeugt

Tuesday, November 6th, 2012

Mit unseresgleichen bei Pop und Gospelmusik eine Kirche füllen, davon sind Miriam Schäfer und Joachim Blomenkamp überzeugt, die am 17. November zum Chortag nach Karlsruhe einladen.

Und so in entwa könnte man visuell einen solchen Chortag geschreiben. Das Video zeigt einen solchen aus dem Jahr 2009, der in der Ludwigsburger Friedenskirche durchgeführt wurde. “Wir wollen nicht nur gemeinsam singen, wir wollen alle auch weiterkommen” so sagt sich Blomenkamp was das Programm und den Ablauf des Chortages in Karlsruhe angeht.

Aus dem Grund sind auch Rhythmus, Präsentation und Stimmbildung ebenfalls ein Teil an dem Chortag. Damit nicht lang rumgerätselt werden muss was an dem Tag überhaupt für Lieder gesungen werden, wurde die Chormappe 2012 mit beliebten Pop- und Gospelsongs zusammengestellt.  Miriam Schäfer, eine der beiden Hauptverantwortlichen des Chortages hatte 2010 ihren Bachelor in Pupularmusic gemacht und ist seit dem diplomierte Sängerin und Songwriterin. Sie ist inzwischen eine gefragte Workshopleiterin und macht neben Chorgesang auch Coaching für Bands sowie Stimmbildung.


Jochchim Blomenkamp hingegen hat Kirchenmusik studiert. In dieser Zeit leitete er jahrelang einen Jugendchor in Heidelberg. Er war zum einen im Vorbereitungsteam des Gospelkirchentags 2010 in Karlsruhe gewesen und hat sich mit seinem Gospel- und Jazzchor “spiritual voices” in Karlsruhe und der näheren Umgebung längst einen Namen gemacht. Vielleicht kann man es nebenbei erwähnen und es rundet lediglich sein Wirken etwas ab ist die Tatsache, dass er seit 2007 Bezirkskantor von Karlsruhe-Durlach ist. Der nächste Chortag findet am 17. November im Albert-Schweizer-Saal in Karlsruhe statt. Einzelteilnehmer sind mit 27 € dabei. Im Preis ist bereits die Chormappe enthalten. Das Catering an dem Tag kostet nochmals 12 Euro extra. Anmelden zum Chortag Baden kann man sich bereits jetzt schon.

Jazz meets Gospel oder wenn Christoph Georgii im Oktober 2012 in der Karlsruher Gospelkirche auftritt

Saturday, October 6th, 2012

Christoph Georgii aus Karlsruhe kann man als Tastenwunder ansehen, wenn man ihn bei seiner Leidenschaft dem Jazz und der Improvisation erlebt. Neben normalem Klavierspielen und Kirchenmusik studierte er allerdings auch Jazzpiano und Orgelimprovisation. Aufgrund seines guten Könnens erhielt er schnell Lehraufträge unter anderem an der Hochschule für ev. Kirchenmusik in Bayreuth sowie an der Musikhochschule von Würzburg für die Facher Jazz, Rock, Pop und Piano sowie Liturgisches Orgelspiel und das Klavierspiel im Schulalltag.

Um sein künstlerisches Wirken auch zeigen zu können steht ein Jazztrio ein gutes Beispiel, das neben Eigenkompositionen auch Jazzimprovisationen von Chorälen oder Jazz-Suiten.  Mit der Jazzgröße Wolfgang Lackerschmid trat er bereits als Organist und regelmäßig spielt er im Duo mit dem Jazzsaxophonisten Uwe Steinmetz.

2008 erhielt er den Ruf als Dozent nach Rheinfelden(Baden) ans Schloss Beuggen, das nämlich auch Haus der Kirchenmusik ist. Für ihn ist es ein Auftritt im eigenen Haus, da er sonst als Pianist in der Markuskirche, die inzwischen die Gospelkirche von Karlsruhe ist, arbeitet. Zugleich ist er auch Beauftragter für Popularmusik und das entsprechende Fortbildungsprogramm in dem Bereich der Evangelischen Landeskirche in Baden.

Am 14. Oktober 2012 ist der in der Markuskirche am Yorkplatz in Karlsruhe zu erleben. Wie üblich als Pianist während einem Gottesdienst um 18:00 Uhr und anschließend um 18:45 Uhr in einem Kurzkonzert.

Soulfamily aus Freiburg mit ein Hauptact bei Lörrach singt

Sunday, July 15th, 2012

Es gibt es schon seit Jahren, dass immer vor dem Stimmenfestival, einem Kind von Helmut Bürgel, dem früheren Geschäftsführer der Burghof GmbH der Gesangstag “Lörrach singt” durchgeführt wurde. Einigen sind vielleicht noch die afrikanischen Klänge vom Frauenchor Steinen

oder das “Trickle Trickle”, gesungen vom Jazzchor Flat & Co. aus Lörrach im Ohr. Flat & Co., der Jazzchor aus Lörrach, der vor über 20 Jahren von Annegret Brake gegründet wurde, ist in Lörrach schon ein fester Bestandteil geworden. Annegret beschreibt die Namensfindung schlicht damit, dass Flat für ein b in den Noten steht und das Co. eben für all das, was sich noch drumrum gestellt. Wie schon im letzten Jahr wurde dem 50 Sänger starken Chor die Hauptbühne beim Burghof für den Auftritt zur Verfügung gestellt.

Wir sind zwar ein Frauenchor, aber ein ganz besonderer. So in etwa beschreibt sich der Chor Jazzaffaire aus Freiburg selbst, der nach dem Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden ebenfalls auf der Burghofbühne auftreten durfte. “Wir singen eben alles was wuppt”, so beschreiben es die Sängerinnen, die sich gerne im Jazz, Swing, Pop und Latin stimmlich austoben.


Schwungvoll daherkommen so hatte sich Karl Gehweiler, Leiter des Gospelchors St. Josef aus Rheinfelden es sich gedacht. Im Gepäck daher  der Titel “Get together” vom Oslo Gospelchoir, der von vielen Chören gerne zu Beginn einen Konzertes benutzt wird.

Neben “Let us go into the house of the lord” schon seit Jahren ein Evergreen beim Chor wurde auch ein verhältnismäßig neues Stück vorgestellt, das “Goin’ to the/that holy city”. Das erste Mal hatte der Chor diesen Titel in seinem Frühjahrskonzert gesungen.

Nach dem Auftritt des Gospelchors St. Josef, Rheinfelden hatten wir Sänger uns noch den Frauenchor Jazzaffaire angehört, der auf hohem Niveau verschiedenste Titel, zum Teil recht jazzig gesungen hatte. Eine Chorschwester aus dem Alt äußerte ihr Empfinden und meinte nur, dass sei ihr irgendwie zu schräg und gleicherzeit sehr schwer zu singen.

Begonnen hatte der Freiburger Chor mit einer jazzigen Interpretation des Begees Titel “How deep is your love”. Hier konnte man sehr gut die Qualität des Chores erkennen, da er als Acapellatitel gesungen wurde. Er hatte sich weitgehend am Original gehalten. Sehr viel anders wirkte ein weiterer Titel den die Jazzaffaire aus Freiburg ebenfalls sangen, er nennt sich “Round midnight”.

Ganz andere Titel hatte sich der Gospelchor St. Josef allerdings für das Experiment “Klanggasse” ausgesucht gehabt. Hier wurden zum Teil Titel aus dem Hochzeitsrepertoire des Chor gesungen. Man war auch drauf vorbereitet andere Chöre durch Geräusche und anderen Lauten zu unterstützen. In manch einem Kopf wird wohl wumgeschwirrt sein “huch – was hat mich denn da ungewohntes zu erwarten”.
Bei einer Selbstbeurteilung, die an eine Chorschwester, die nicht teilgenommen hatte als SMS gesendet wurde hatte Karl Geweiler einfach gemeint, das Puplikum hätte applaudiert und wir hätten es als frenetisch (was immer das auch heißen mag) interpretiert.

Etwa zur gleichen Zeit trat die Formation “Soulfamily” aus Freiburg in der Innenstadt auf. Die Formation mit ihrem Leiter Joel da Silva hatte im Jahr 2010 sich so richtig zusammengefunden gehabt als einige gute Sängerinnen und Sänger, die zuvor beim Freiburg Gospel Choir mitgesungen hatten zu Soulfamily gewechselt waren. Im Gegensatz zu den Sängerinnen und Sängern um Carsten Schulz sagt sich der Chor, dass er sich eben deutlich vom Black Gospel unterscheiden möchte, zwar auch Gospel singt, aber auch Jazz, Soul und die gewissen brasilianischen Rhythmen, dem Land aus dem der Chorleiter der Formation kommt. Sie hatten auf ihrer bei der Beschreibung des Facebookevents gleich erwähnt, dass die Soul- und Gospelformation aus Freiburg gleich vier mal bei dem Event zu hören sei.

Da man mit einem eigenen Chor sehr stark eingebunden war, hatte man die anderen Chöre mehr am Rand wahrgenommen. Aber alleine auf dem alten Markplatz von Lörrach waren zwei kleine Bühnen aufgebaut und man konnte jenachdem wo man stand gleich zwei Chöre hören. Auch habe ich von anderen erfahren, dass es sich durchaus so verhalten hatte, wenn sie durch die Fußgängerzohne gingen man sich schon sehr auf einen Chor konzentrieren musste, wenn man nur einem Chor zuhören wollte. Von überall her erreichten einen Lieder, aber eben ganz verschiedene. Das Niveau der Chöre tagsüber war sehr unterschiedlich. Die Chöre, die ich sehen konnte hatten allerdings alle Noten in der Hand gehabt. Etwas, was ich beim Auftritt natürlich strikt ablehne.

Ein sehr interessantes Erlebnis war das Experiment mit der Klanggasse gewesen. Da unser Chor sehr stark vertreten war, hatte der Regisseur spontan erklärt, dass wir zwei Gruppen bilden sollten. Eine Gruppe, die tatsächlich singt und eine weitere Gruppe, die nur Geräusche machen sollte. So wurde ab und an eines unserer einstudierten Songs gesungen, ein anderes Mal hatten wir Sprech- oder Einsingübungen genommen, um einfach zu anderen Chören oder Formationen, die gerade am Singen waren entsprechende Geräusche zu machen. Die Vorgaben waren ganz unterschiedlich, mal sollte dazu geklatscht werden, eine andere Gruppe sollte einfach mal laut durcheinanderreden und wieder eine andere Gruppe hatte eine andere Aufgabe gehabt. Das Puplikum war angehalten mit geschlossenen Augen durch die Gasse zu gehen und einfach mal den Klang auf sich wirken zu lassen. Das Finale war, dass wir selbst durch die Gasse marschieren sollten, um uns anschließend wieder neu aufzustellen.

Um 18:00 Uhr war das Finale von den Tagesaktivitäten und es hat hier seit Jahren Tradition, dass sich ein spontan zusammengefundener Chor seine einstudierten Titel präsentiert und verschiedene Song auch zusammen mit dem Puplikum singt. Einen afrikanischen Titel fand ich ganz nett. Danach habe ich mich allerdings zu einer Pause entschlossen, da mit die Stücke dann zu volkstümlich vorkamen und das persönlich nicht so mein Ding ist. Allerdings die Geschmäcker sind unterschiedlich und es gab durchaus Zuhörer, die sich diesen deutschen Gesang auch angehört hatten.

Am Abend gegen 20:20 hatte die Gospelformation Soulfamily nochmals die Gelegenheit ihr Können unter Beweis zu stellen. Gleich zu Beginn stellte sich der Chorleiter Joel da Silva vor, dass er Brasilianer sei und auch aus Sao Paulo kommen würde und das ihre Lieder bunt gemischt seinen und natürlich auch Song auf Portugisisch gesungen würden.

Und relativ gleich zu Beginn  kam ein Titel, den man in der englischen Originalversion gleich als “Joshua fit the battle of Jerico” hätte erkennen können. Aber das wäre ja langweilig gewesen und so hatte der Gospelchor aus Freiburg den Titel einfach mal auf Portugisisch gesungen. Interessant anzuhören, weil eben anders und man war auch von der typischen Melodie abgewichen und hatte ihn etwas jazzig gesungen gehabt. Für Lörrach hatte sich die Soulfamily etwas besonderes überlegt gehabt und einen Beatboxer mitdazu genommen und dadurch bei manchen Titeln interessante Klangmischungen hinbekommen.

Es gehört fast schon zum Inventar von “Lörrach singt” das Buschorchester aus Freiburg, Inzwischen gibt es dieses Ensemble aus Chor und eigentlichem Orchester seit mehr als 15 Jahren. Gerade die verschiedenen afrikanischen Instrumente wie Djembe, Djonga, Bongos, Conga, aber auch Xylophon bis hin zur Steeldrum machen eben diesen gewissen swingenden Rhythmus aus, der mitreißt und auch bei “Lörrach singt” dafür gesorgt hatte, dass fast keiner mehr ruhig sitzen konnte, sondern fast die kompletten Anwesenden schlichtweg wuppen mußten.