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Gospel Factory Birsfelden aktiv in der Adventszeit

Sunday, December 18th, 2016

Den Gospelchor “Gospel Factory” scheint es wohl schon einige Zeit zu geben. Schon aus den Jahren 2003 und 2004 hatte ich bei Recherchen entsprechende Beiträge finden können. Seit 2012 ist Gospel Factory unter der Leitung von Christina Germi.

Fotorechte: Gospelchor Gospel Factory Birsfelden (Homepage)

Beim Beginn des Konzerts hatte man das Gefühl, man sieht den Chor nur schemenhaft. Als das erste Lied “Shine your light” erklang, war auch klar warum. Es war gewollt, dass man fast nichts erkannte, damit man die Sängerinnen und Sänger, die mit ihren Teelichtern reinkamen besser erkennen sollte. Sie wollten damit ausdrücken “seht her, dieses Licht ist das, was scheint”.  Allerdings direkt danach wurde das Licht wieder angemacht, damit der Chor auch entsprechend zu erkennen war.

Bei einigen Liedern meinte man von Text her, kann man eigentlich. Nur dann stellte sich heraus – auf die Melodie und den Rhythmus kann man es halt doch nicht, weil man es dann doch nicht so wie gewöhnlich singen wollte. Auch wurden durchaus weniger bekannte Gospel vorgestellt. Immer wieder aufgelockert wurde der Abend durch leicht witzige Moderationen. Auch ein Medley aus afrikanischen Songs kam vor, wo man auch Syahamba erkennen konnte. Der englischsprachige Text, der da teilweise noch dazu gesungen wird, wurde allerdings nicht gesungen.

Das Puplikum brauchts schon eine ganze Zeit, um aus sich rauszukommen. Später wurde allerdings eifrig mitgemacht. Das Konzert endete damit, dass der Chor etwa 3 Zugaben singen musste und zum Schluß gemeint hatte, dass jetzt aber wirklich Schluß sei. Wer wollte war nach dem Konzert noch zu einem Apero eingeladen.

Gospelfactory ist ein Chor von etwa 25 Sängern, die alle 14 Tage gemeinsam proben. Neben Auftritten bei Gottesdiensten der evangelisch-methudistischen Gemeinde in Birsfelden und dem Jahreskonzert singt der Chor auch zu sonstigen Gelegenheiten wie beispielsweise Hochzeiten. Was der Chor versucht ist das Liedgut des blinden und hörgeschädigten Komponisten Christoph Kamper aufzuarbeiten, der vor einiger Zeit verstorben war. Seine Songs sollen jedenfalls weiterleben. Zum Glück hat die jetzige Chorleiterin früher in der Gospelformation von Christoph Kamper mitgesungen und auch andere Sänger hatten früher mit ihm gemeinsam musiziert.

Bei The Celebration Gospel Choir hieß es in der Petruskirche Mannheim-Wallstadt aufwachen

Sunday, March 18th, 2012

Der Celebration Gospel Choir aus Mannheim hatte schon einen tollen Erfolg mit Händels Messias in der Quincy Jones-Fassung gehabt.

Mindestens genauso schwungvoll, allerdings nicht mehr auf ein Stück, das eher in der Klassik beheimatet startete der Celebration Gospel Choir sein diesjähriges Programm und hatte nach der Premiere in Viernheim (Hessen) sein zweites Konzert in Mannheim-Wallstadt in der Petruskirche. Das Motto diesmal “Wake up, everybody”

Das recht melodiöse Intro hatte wohl viele der Konzertbesucher fasziniert.  Aber als der Chor mit ihren Stimmen einsetzten merkte man gleich schnell mitgewiegt oder mitgeschnipst wurde, könnte der Titel durchaus in einer Disco bei einer 80er Jahre-Party laufen. Sehr beeidruckend waren auch die teilweise zweistimmigen Soli. Nach dem schwungvollen Einstieg sollte es allerdings erst einmal besinnlicher werden. Der Celebration Gospel Choir ist offensichtlich dem großen Trend gefolgt Lieder von Hans Christian Jochimsen mit ins Repertoire aufzunehmen. Diesen Durchbruch scheint er möglicherweise durch den Gospelkirchentag in Karlsruhe gehabt haben zu dem er den Aktionssong “Let us stand” eigens komponiert hatte. Ein Sahnepart war natürlich das Soli im “Lord hold me” gewesen, bei dem der Solist sein Bestes geben konnte und auch an den verschiedensten Stellen gekonnt über die Grundmelodie improvisiert hatte.

An diesen Gospel sollte sich eine weitere Ballade anschließen, die aus dem Film “Sister Act 2″ bekannt ist. Im Film wird sie allerdings in einem sehr kurzen Ausschnitt angespielt. Lauryn Hill, die in dem Film die aufsässige Rita Watson spielt, hat ihn zusammen mit Tanja Blount (im Film Mitschülerin Tanja) gesungen. Und hier hatte man wahrlich das Gefühl es gibt hier ein Wettstreit wer von den Sopranistinnen, Alt oder Sopran wohl als erstes ihre Augen auf den Spatz bekommen hatte, so sehr hatten sie sich zum Teil in das Miteinander und leicht versetzte Singen reingesteigert.

Wird hier wohl ein bekannter Titel von Rex Gildo gesungen. Nein “Hossa” schaffen sogar die Afrikaner in einem Lied zu singen. Aber genau das bringt irgendwie den Schwung in den afrikanischen Titel, der der Celebration Gospel Choir in der Mannheimer Petruskirche mal bewusst ins Konzertprogramm integriert hatte, um ihren Fassettenreichtum mal zu zeigen und zu zeigen, dass sie nicht nur Blackgospel singen können sondern genau auch afrikanische Titel beherrschen.

Und er regiert doch, irgendwie ging es ohne Kirk Franklin in dem Konzert in der Petruskirche von Mannheim-Wallstadt dann doch nicht. “Ok everybody, dance with me” hieß es vom Solisten und dadrauf ein sattes “O-o O-o O-o O-o” von den Männern. Das war dann offensichtlich der Apell für das Konzertpuplikum gewesen, denn es kaum noch welche, die sich nicht berufen fühlten zu tanzen. Ein früherer Chorleiter hatte immer gemeint “Gospel muss Biss haben” und genauso knackig wurde der Gospel auch gesungen. Entsprechend dazu war die Choreografie gewesen, die dem Song ein abgerundetes Ganzes gegeben hatte.

Aber nicht nur amerikanische Gospelgrößen können mitreißende Titel produzieren, auch Songwriter aus dem europäischen Norden bekommen das hin und diesmal mal nicht Tor W. Aas sondern aus Schweden von Joakim Arenius. Manche nutzen “We pray” sogar zum Einzug, hier war es ein ganz normaler Titel im Konzertprogramm gewesen, der allerdings noch einmal kräftig zum Mitsingen animiert hatte. Immerhin wurde er 2008 am Gospelkirchentag gesungen oder ist bei vielen anderweitig bekannt.