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Workshop mit Calvin Bridges und Tore W. Aas in Kehl bei Straßburg

Wednesday, August 10th, 2016

Man glaubt es kaum. Über 60 Jahre und wenn man ihn erlebt, dann meint man
er ist vielleicht gerademal 40. Seine Musikerkarriere starte er Ende der 80er Jahre.

Calvin Bridges

Fotorechte: singing gospel, Zürich

Aus der Wiki ist zu entnehmen, dass er Chorleiter vom Faith Tabernacle Choir ist. Selber ist er allerdings auch als Gospelsänger, Songwriter und Workshopleiter unterwegs.

In Deutschlang kennt man ihn vielleicht von früher von Go Gospel, was es inzwischen allerdings nicht mehr gibt. Andere werden sich sagen – “kenn ich von Chosen”. Seine Heimat ist Chicago. Hier lädt er sehr oft über die Creative Kirche Gospelbegeisterte ein, um seine Heimatstadt und die Gospelszene von Chicago erleben und kennenlernen zu können.

Tore W. Aas

Fotorechte: singing gospel (Zürich)

Bei Tore W. Aas kommt einem gleich Gründer des Oslo Gospel Choirs und so findet man ihm auch über Google. Seinen Chor hatte er 1988 gegründet und leitet seinen etwa 30 Stimmen starken Chor heute noch. Seine Idee damals, er wollte einfach Menschen aus verschiedenen Gemeinden zusammen bringen, was er in einem Interview mit dem ERF verrät. Als er beispielsweise nach dem Lied “Shine your light” gefragt wurde antwortete er, dass dies für ihn die Hauptbotschaft ist. Er möchte gerne zur Ehre Gottes singen können und dies durchaus sein ganzes Leben lang. Allerdings verrät er weiter, dass ihm auch jeden Tag Emails erreichen wo ihm für seine Musik gedankt wird, dass diese ermutigen würde und manch einer dabei eine Erfahrung mit Gott hatte.

Aufgrund eines Jubiläums hat sich der Gospelchor Jo’s Voice, der zweite Chor, der von Friedhelm Matter und das Team von Gospeltime, einer Arbeitsgemeinschaft der Johannisgemeinde in Kehl entschieden wieder einen Gospelworkshop anzubieten. Diesmal eben mit Tore W. Aas und Calvin Bridges. Bislang ist das Programm, was gesungen wird gut durchmischt. Es sind besinnliche Nummern wie das “Days of Eliah”, bekannt von Donnie McClurkin und das “I can go to god in Prayer” was von Albertina Walker gesungen wird.

Vom Oslo Gospel Choir ist jedenfalls “In your arms” dabei. Anfang August hatte das Team von Gospeltime schon ein paar Songs genannt, die gesungen werden. Allerdings war beigefügt, es wird noch mehr geben. Darf man dann gespannt sein welche. In Kehl ist man jedenfalls auf jede Menge Gospelbegeisterte eingestellt und man will natürlich auch für das leibliche Wohl sorgen. Mittags hat man allerdings das Problem, das offensichtlich der Platz nicht ausreicht und man da schon nacheinander zum Essen gehen muss. Allerdings das sollte ja das kleinere Übel sein. Was bei Gospelworkshops zählt ist ja das Gemeinschaftserlebnis und das wird man mit Sicherheit dort haben.

Für Gospelbegeisterte, die noch dabei sein möchten – schnell sein, der Workshop ist fast voll und sich über die Homepage von Jo’s Voice anmelden. Der Workshop geht von 21. bis 23. Oktober und schließt mit einem Abschlußkonzert in der Marienkirche in Kehl ab. Der Workshop selbst in der Johanneskirche, Johannesstr. 1a in Kehl statt. Die Kirche befindet sich etwas außerhalb, bitte nicht mit Johannis-Nepumuk verwechseln.

Albertina Walker – Hintergründe zum Titel I can go to god in prayer

Friday, February 18th, 2011

Vermutlich hat Ann Nesby den Titel komponiert und Albertina Walker hatte ihn nur in ihr Repertoire übernommen. Bei der Lyrikrecherche findet man zu beiden eine Lyrik.

Bildet kein Unterschied, was das Problem angeht,
(Ich kann zum Gott im Gebet gehen gemeint – ich kann mich an Gott durch ein Gebet wenden).
Ja habe ich diese gesegnete Versicherung,
(Ich kann zum Gott im Gebet gehen).
Er nimmt meinen Trübsinn und Sorge,
(mache sie zu Licht).
Er tröstet, verstärkt und hält mich,
(Ich kann zum Gott im Gebet gehen)

[Chor]
Ich kann ihn anrufen, wenn ich ihn benötige,
Unser, Vater, oben im Himmel;
Ich kann zum Gott im Gebet gehen,
Ich kann zum Gott im Gebet gehen.

[Vers 2]
Manchmal sind meine Belastungen so schwer für mich,
(Ich kann mich an Gott durch ein Gebet wenden).
Ich habe einen gefunden, wer so zuverlässig ist,
(Ich kann mich an Gott durch ein Gebet wenden).
Er nimmt meinen Trübsinn und Sorge,
(machen Sie sie zu Licht).
Er tröstet, verstärkt und hält mich,
(Ich kann zum Gott im Gebet gehen).

[Chor]

[Brücke]
Er kann sie ausarbeiten, er kann sie ausarbeiten;
(ja, kann er),
(ja, kann er),
(ja, kann er),
(oh ja, kann er).

Ich habe nicht keinen Zweifel, ich habe nicht keinen Zweifel;
(ja, kann er),
(ja, kann er),
(ja, kann er),
(oh ja, kann er).

Ich weiß, welcher Gott tun kann, er hole Sie sicher durch
(ja, kann er),
(ja, kann er),
(ja, kann er),
(oh ja, kann er).

Der Gospel beschreibt gleich in der ersten Zeile, dass man bei einem Problem erst einmal gar keinen Unterschied machen soll, ob es für einen ein großes Problem oder ein kleines ist oder man man vor hat sich um eine Lösung des Problems zu kümmern. Problem sollte Problem sein und man sollte bemüht sein es zu lösen. Man kann sich an Gott durch ein Gebet wenden, vielleicht auch, wenn man selbst nicht weiter weis.

Bibel-TV hat in seiner Sendereihe mal ein Interview geführt “Beten ist das Ringen nach Worten”. Meiner Meinung drückt dies aber aus, man hat Mühe sein Anliegen vor Gott vorzutragen und weis nicht richtig wie man es formulieren soll. Das könnte aber schnell ausgelegt werden, das Beten wird zu einem Problem.

Es kann natürlich sein, dass es manche gibt, die sich schwer tun ein Gebet zu beginnen. Wie allerdings in dem Video verdeutlich wird. Es gibt allerdings nicht was man nicht in ein Gebet packen kann. Im Gospel geht es aber weiter und da wird verdeutlicht was ein Gebet bewirken kann. Es kann einen aufbauen, es kann etwas bewirken vielleicht sogar Dinge zu Tage bringen mit denen man erst einmal überhaupt nicht gerechnet hat.  Mit einer Dame, die früher mal Geigerin war und sich jetzt als hauptberufliche Beterin bezeichnet hat Bibel-TV ebenfalls ein Interview geführt.

In der zweiten Strophe geht es vorallem darum, dass einem Gott durch das Gebet helfen kann und man ihm durchaus vertrauen soll, dass er einem auch sehr große Belastungen nehmen kann. Kurz zusammengefasst, es geht vorallem darum, dass man durch das Gebet wachsen kann und das Beten möglicherweise auch das Selbstvertrauen stärken kann.

Barbershop geht und Contemporary Gospel kommt

Thursday, March 25th, 2010

Bereits schon vor der Barbershopbewegung hat sich der Gospel stetig weiterentwickelt. Durch die Evangelisierungszeit, die auch in den Vereinigten Staaten stattfand, entstand neben dem Blackgospel auch der Whitegospel. Besonders in Städten wie New Yorkcity, Bosten und Chicago wurde viel evangelisiert. Ein sehr bekannter Titel aus dem White Gospel ist der Titel “Give me that old time religion”

Komponisten aus der Zeit waren: Baptistenprediger Robert Lowny, Charles Crozant Converse und nicht zuletzt Fanny Crospy. Charakteristisch am Whitegospel ist ein sehr gerader Takt.

Anders entwickelte sich der Blackgospel weiter, charakteristisch hier ist der Offbeat. Wie Offbeat schon andeutet ist dieser neben unserem mitteleuropäischen Takt, einfach daneben. Betont wird hier auf 2 und 4. Auch der Call & Response, den die farbigen Sklaven schon begonnen hatten wurde ausgebaut und verfeinert.

Der Komponist Charles Albert Tindley war der erste wichtige Komponist beim Blackgospel. Nachdem der Bürgerkrieg überstanden war zog er nach Philladelphia. Einer seiner bekanntesten Titel ist “Stand by me”. Auch das “Precious Lord” ist von ihm.

Einer der ersten Formationen, die den Blackgospel sangen waren “The caravans”. Ihnen gehörten unter anderem die Sängerinnen: Deloris Washington, Albertina Walker, Inez Andrews und Shirley Ceasar an. Einige von Ihnen wie Albertina Walker und Shirley Ceasar starteten später Solokarieren.

Einen gewissen Umbruch in den Jahren 1960 durch die durchmsichte Stilrichtung brachte die Formation “The Mighty Clouds of Joy”, die bereits E-Gitaare, Schlagzeug und weitere Musikinstrumente in die Gospelmusik einbrachten und die Ähra des “Contemporary Gospel”, dem mordernen Gospel einläuteten.

Etwa zeitgleich gründete sich in den Staaten der “Gospelmusik Workshop of Amerika” oder kurz GMWA. Hierbei kommen einmal jährlich alle Gospelgrößen Amerikas zum gemeinsamen Singen zusammen. Wie man sich sowas vorstellen kann, ist auf folgendem Video zu sehen

In unserem Landen ist vielleicht Andy Croach ein Begriff. Er war in der Zeit um 1965 ein angesagter Gospelsänger und Komponist. Von ihm stammen Titel wie “Soon and very soon”. Auch für Filmmusiken wie “König der Löwen” und “Free Willy” hat er Titel beigesteuert.

BeBe Winans wurde 1962 in Detroit, Michigan gebohren und sang lange Zeit erst einmal alleine Gospels. Er ist ein Teil der großen Gospelfamilie “The Winans”. Etwa 1980 holte er seine Schwester CeCe mit ins Boot und so entstand 1987 die erste gemeinsame Produktion.

Etwa zeitgleich mit BeBe Winans begann auch Edwin Hawkins mit seinem Gospelchor. Der berühmteste Titel von ihm ist das “Oh happy day”

auch “To my fathers house” ist von ihm

Jessy Dixon kam etwa 1975 auf und war in der damaligen Zeit so etwas wie der King of Gospel. Zusammen mit Andre Coach entstand “It’s alright now”. Selbst war er auch ein großer Komponist und komponierte Titel wie “I am redeemed”, “Sing to the lord a new song” und “Sunshine”.

Fred Hammond machte erst in den 80er Jahren auf sich aufmerksam. In den ersten Jahren hat er sehr viel mit der Gospelfamilie “The Winans” musiziert. Kurze Zeit später tat er sich mit den Commissioned zusammen mit denen er 10 der 12 Alben der Gruppe produzierte. Nach der Zeit mit dieser Gruppe gründete er die Gruppe “Radical for Christ” mit denen zu Ruhm kam und durch den Verkauf der Alben ein ansehliches Kapital anhäufen konnte. Im Jahre 2002 kehrte er zu den Commissioned zurück. Hier einige Videos von ihm

Fread Hammond war auch schauspielerisch tätig und tritt als sich selbst im Film “The Gospel” auf.

Kirk Franklins ist ein typischer Gospelstar der heutige Zeit, denn seine Kariere begann erst in den frühen 90er Jahren. 1993 entstand mit seiner Gruppe “Kirk Franklin and his family” sein gleichnamiges Debutalbum. Weitere folgten. 2008 war Kirk Franklin als Hauptact beim Gospelkirchentag in Hannover vertreten, bei dem er ein “Danceconcert” bot. Im letzten Jahr kam er erneut nach Deutschland und gab ein Konzert in Böblingen sowie ein weiteres Konzert in Bochum. Beide Konzerten waren als Preevent für den Gospelkirchentag von der Creativen Kirche organisiert.

Kurze Zeit nachdem Kirk Franklin sein Wirken begann, begann auch die Kariere für den Pastor Donnie McClurkin. Anfänglich unterstütze er über die Gemeindetätigkeit Marvin Winans. Mit ihm zusammen entstand 1996 der Titel “Stand“.

Mit vielen anderen Größen hat er zusammengearbeitet. So entstand mit Kirk Franklin zusammen der Titel “We fall down” oder mit Yolanda Adams der Titel “The prayer”. Wie auch Fred Hammond wirkte Donnie McClurkin im Film “The Gospel” als befreundeter Pastor mit.

Tonex

Sein eigentlicher Name ist Anthony Charles Williams II. Er ist ein wahres Multitalent, da er nicht nur Amerikaner ist sondern auch noch rappt, singt, tanzt, komponiert, diverse Musikinstrumente spielt, Produzent und Pfarrer ist. Geboren ist er 1975 in San Diego, Californien also ein Zeitgenosse und entsprechend benimmt er sich auf der Bühne. Wo andere Stars wie die Winans, Whitney Houston, Clark Sisters, … sehr auf ihr Äußeres achte, kommt er einfach in Alltagskleidung auf die Bühne. Hier ein Video von einem Auftritt in Dallas.