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Höreindruck – Livemitschnitt des Benefizkonzert vom Gospelchor Rejoy

Saturday, March 12th, 2011

1. Joy to my soul / Burden down

Es lässt direkt erst einmal Eindrücke entstehen, als ob hier ein Song aus Spaniens Südküste gespielt wird.
Sehr gefühlvoll beginnt hier eine Akustikgitarre an zu spielen und behutsam setzt die Solistin mit den ersten Zeilen ein.
Allerdings nach vielleicht gerade mal 2 Zeilen Text heisst es jetzt wird gegroovt. Und sogleich setzen E-Bass und Schlagzeug noch mit ein.
Um auf eher worshipmäßige Titel vorzubereiten schließt verhältnismäßig nahtlos der Titel “Burden down” an.

2. Sweet Jesus

Hier muss die Solistin eine wahre Freude haben erst einmal ein ausgiebiges Solo singen zu können. Und hier schraubt sie sich teilweise richtig in große Höhen. Man vermisst vielleicht nur die etwas predigtartigen Einwürfe, die die Farbige im Video noch bringt. Nach dem langen und gefühlvollen Solo sitzt der Chor mit ordentlicher Geschwindigkeit ein und sorgt dafür, dass der Hörer der CD erst einmal wach wird.

3. Lean on me

Sehr gemächlich beginnt der für viele bekannte Ohrwurm “Lean on me”. Nach einem kurzen Klaviervorspiel setzt gleich der komplette Chor ein. Die gewisse Schwerfälligkeit setzt hierbei der Chor gekonnt um und sorgt dadurch, dass der Titel sich gut einprägt und zum direkten Mitsingen animiert.

4. Here I am to worship

Der erste Part dieses Worshipsongs von Michael W. Smith wird hier Solo gesungen. Beim Einsetzen des Schlagzeuges setzt auch der Chor und die Band mit ein. Anders als im Video klingt der Chor sehr ausgewogen. Bei dem Part “I’ll never know” kommen vorallem die Männerstimmen zur Geltung und bringen eine gewisse Dynamik in den Titel.

5. We lift our hands

Bei diesem Titel richtet sich der Chor sehr an das Orinal von Tore W. Aas und dem Oslo Gospel Choir. Nach dem ersten gemeinsamen Vers übernimmt der Sopran einen Teil bevor sich der Chor wieder zum gemeinsamen Singen zusammenfügt.

6. My life is in your hands

Das dieser Titel von Kirk Franklin stammt erwartet man eigentlich weniger. Aber das tut er. Nach einem kurzen Vorspiel von und gesprochenen Einwürfen setzt der Chor in einem Unisonogesang der ersten Textteils ein. Sehr gekonnt teilen sich hier die Frauenstimmen an bestimmten Stellen von den Männern ab, um dann wieder Unisono weiterzusingen. Wie es das Original Kirk Franklin vormacht ist ein Solist immer verantwortlich als Vorsänger zu fungieren und den Text kurz vorzusprechen. Ich kann mir vorstellen, dass viele Brautpaare sich auch von Rejoy diesen Titel zu ihren Hochzeiten wünschen.

7. Hallelujah, Salvation and Glory

Nachdem das Keyboard erst einmal die Melodie, die ich von “Great is he” her kenne vorweg gespielt hat setzt hier der Chor mit dem Halleluja, Salvation, .. ein. Der Part “Great is he” versetzt der Chor dabei ersteinmal in den Hintergrund. Erst allmählich fängt der Sopran mit einem Halleluja ein. Der ganze Song wird allmählich zu einem Titel, der auch 3 Gesangsparts wird und mich an das erinnert, was ich als “Great is he” kenne und bereits selbst gesungen hatte.

8. I will call upon the Lord

Mit tollem Call & Response kommt der Titel “I will call upon the Lord”.
Und hier konnte der Chor endlich mal zeigen das er an Dynamik hat und wie toll sich hier die Männer und die Frauenstimmen abwechseln können. Der Vers läd direkt zum Mitklatschen ein. Das machte der Chor natürlich auch zum Schluss, allerdings ließen sie den Zwischenklatscher weg. Mit dem “Yeah” am Ende, wurde dem Titel noch der gewisse Pfiff zum Abschluss aufgesetzt.

9. Come see

Einen gewissen stilistischen Unterschied begeht der Chor Rejoy bei diesem Titel, da er zumindest etwas souliger im Vergleich zu den vorangegangenen Titel daher kommt. Und auch die Solistin wirkt hier mit ihrer Stimme so ein bisschen Malerin Monroe und Moulin Rouge nachzuempfinden. Der Chor übernimmt hier vorwiegend den Husummerinnen und Husummerpart.

10. Worship Christ

Beim Lesen von diesem Titel dachte mir, das ist bestimmt der Gospel “We worship christ, halleluja”. Allerdings war es entsprechend wie im Video so, dass sich hier Chor und Solist gekonnt abgewechselt hatten. Ein gewisser Call & Response zwischen Solisten und Chor wurde hier auch abgewechselt. Richtig knackig wurde der Chor als plötzlich ein schneller Part kam, schön dynamisch laut. Der anschließende Vamp wurde dagen sehr verhalten begonnen und so eine gewisse Dynamik aufgebaut.

11. I can go to God in prayer

Der Titel von Ann Nesby, der auch von Albertina Walker gesungen wird sollte wohl für eine gewisse Abwechlung
auf der CD sorgen und nicht nur da machte er es. Man merkt richtig, wie die Sängerinnen und Sänger eine wahre Freunde entwickelten endlich mal einen flotten Titel singen zu können, der so richtig in die Eingeweide gehen möchte und diese zu rhythmischen Zuckungen anregen möchte.

12. Praise ye the Lord

Erst einmal ein etwas längeres Klaviervorspiel dachte sich hier der Chor, um den Speed vom vorigen Titel noch wirken zu lassen. Aber dann wurde erst einmal ordentlich gepraist. Das kann aber nur knackig sein, denn sonst würde der gewisse Biss fehlen. Der Vers, den der Chor sang war verhältnismäßig kurz und so wurde der Titel immer wieder durch Vamps und knackigen Einlagen verlängert.

13. Give us peace / O come all ye faithful

Bevor die Reinigungskraft am Wochenende gewissene Gospelbegeisterte mühsam mit dem Besen von der Decke kratzen muss, sollte es also etwas Langsames her, um eine gewisse Cooldownphase zu haben. Und mit dem Titel “Give us peace” wurde etwas extrem Ruhiges gefunden. Vielleicht für manch einen sogar zu ruhig. Der Chor konnte so allerdings zeigen wie gut sie gemeinsam singen können und wie harmonisch das wirken kann. Offensichtlich wollte der Gospelchor Rejoy in seinem Konzertmitschnitt ein ganzes Jahr mit unterbringen und so schließt er die CD mit einem Gospel ab, den wir in unserem Land als altes deutsches Weihnachtslied kennen. Meine, es hiesse dort “Herr lass Dich anbeten”.

Höreindruck der CD “Wise up” vom Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden

Wednesday, February 9th, 2011

Something inside so strong

Gut gefühlte 1,5 Minuten beginnt der Titel mit einem recht souligen und balladenhaften Klavierintro. Nicht ganz so lange aber trotzdem ausführlich schließt sich ein Solo an. Dass es ein Livemitschnitt erkennt man schon daran, dass hier und da beim Solo geklatscht wird was sogar in den Gospelchurches vollkommen üblich ist. Der Titel bleibt allerdings nicht so langsam und wirkt kurzfristig sogar ein bisschen rockig. Er endet mit einem kurzen Männersolo.

Wise up

Jetzt ist Disco angesagt. Oder jedenfalls hat man gleich das Gefühl gleich mittanzen zu können – jedenfalls das versteht der Gospelchor unter dem Titel “Wise up”. Recht fetzig fängt die E-Gitarre und der Stringbass an in den Titel einzustimmen. Die Frauenstimmen beginnen hier mit dem Lead zu einem Call- & Responsepart, die Männer antworten hier recht knackig auf die Frauen. Nach einem Teil gemeinsamen Singen folgt eine kurze Instrumentaleinlage durch die Gitarre bevor es wieder zum Call & Response zwischen Frauen und Männern kommt. So wie es bei vielen Discotiteln üblich ist wirft das Keyboard kurz drei Akkorde mit rein bevor knackig weitergesungen wird. Dies alles unstützt den gewissen Beat des Titels.

Don’t let the sun go down on me

Mit dem typischen Klaviervorspiel so wie im Original beginnt sachte der Titel. Man merkt den Power und die Leidenschaft, die der Solist in seinen Part reinlegt.  Gekonnt übernimmt der Chor den Refrain, um dann gefühlvoll ins Husummen überzugehen. Dass auch ein Schlagzeug mitspielt merkt man kaum, so zurückhalten verhält es sich auf der CD-Aufnahme.

Oh Mary don’t you weap

Da ist aber ein gewaltiger Rhythmus zu spüren und das kündigt das Klavier gleich mal an. Zu Beginn spielt kurz eine Mundharmonika mit. Bei der Solistin merkt man, dass sie versucht so ein bisschen angerauhten Countrystyle mit ihrer Stimme zum Ausdruck zu bringen. Der Chor gibt hierbei das Fundament und singt immer versetzt zur Solistin mal vor oder wiederholt was von der Solistin. Der längere Solopart der Solistin wird von der E-Gitarre unterstützt und hebt nochmal das gewisse Feeling des Titels hervor.

Praise ye the Lord

Hier konnte das Schlagzeug mal alles geben. Der Titel beginnt mit einem kurzen Klaviervorspiel. Man erkennt gleich, dass der Titel ein Livemitschnitt ist und ab und an hat man auch den Eindruck, dass der Chor mitgeklatscht hat. Beim Schluss hat sich der Chor etwas einfallen lassen, hier ist nicht irgendwann der Titel zuende. Nein, es wird abrupt gestopt und vielleicht erst einmal 2 Sekunden gewartet. Dann folgt nochmal ein Anschwellen für den Schlusston des Songs.

Where peaceful waters flow

Extrem countrymäßig präsentiert sich der Gospelchor St. Josef bei diesem Titel. Akkustikgitarre beim Vorspiel – gibt es ja eher selten. Hier passt sie allerdings sehr gut dazu und versetzt eher so in die Zeit von Jon Baiz. Bei der Solistin hat man auch den Eindruck, dass die sich versucht den Countrystyle zu interpretieren. Die erste Strophe wird hierbei von einer Solistin aus dem Alt gesungen. Danach ist es nicht etwa so, dass gleich der ganze Chor einsetzt, sondern eine weitere Solistin, diesmal aus dem Sopran kommt hinzu und es wird nun zweistimmig weitergesungen. Erst nachdem die beiden eine ganze Zeit gemeinsam gesungen haben und neben Akkustikgitarre dezent noch von Keyboardakkorden begleitet wurden, setzt der Chor als ganzes ein.  Die Parts für den Husummerinnenchor sind immer nur kurze Phrasen, dafür aber genau da wo man sie vom Gefühl her auch platzieren würde.

Use me Lord

Hier hat man fast den Eindruck, es könnte fast acapella vom Chor gesungen werden. Das Keyboard könnte fast schon eine willkommene Unterstützung sein. Zu Beginn wirkt es sehr balladenhaft. Allerdings sind einige abgehakte Phrasen drinn, die dem ganzen ein bisschen Pepp verleihen. Gegen Schluss wird dem ganzen eine gewisse Dynamik versehen, da es kurz anschwillt und sanft abklingt.

More abundantly

Es wird wieder Zeit für etwas Flottes. Und sehr rhythmisch beginnt hier der Chor zusammen mit Keyboard und Schlagzeug den Titel. Man hat teilweise den Eindruck, dass die Frauenstimmen leicht versetzt einsetzen und dem ganzen eine leicht jazzige Note versetzen. Auch kurze Call & Responseparts sind in dem Titel enthalten.

We’ll be there

Bei der Einleitung in den Song hat man fast den Eindruck hier spielt ein Klavier und es ist da ein Erzähler, der erst einen Teil flüstert. Nur es bleibt nicht bei dem. Es wird sachte in ein gesungenes Männersolo übergegangen. Der Chor übernimmt dann den Refrainpart zuerst mit einem Husummen, dann aber mit dem “we’ll be there”. Das Schlagzeug setzt recht spät ein aber mit einem gekonnten Wirbel. Im Schlussvamp gibt es einen kleinen Harmoniewechsel bevor der Titel langsam ausklingt.

Never turn back

Nein, es wird hier nicht rockig so wie die Videoversion es vermuten lässt. Die Version des Chores ist zwar auch recht flott, aber noch melodios und dem dem gospeltypischen Offbeat. Die Solistin ist auch hier wieder im Vordergrund. Beim Chor hat man den Eindruck, dass hier Refrain gesungen wird oder er als Echo für die Solistin dienst. Einen typischen Call & Response lässt sich hier allerdings nicht erkennen, da der Chor zu schnell meiner Meinung nach antwortet.

We believe

Mit einem sehr kurzen Vorspiel, vielleicht 1 Takt beginnt dieser gefühlvolle Titel. Eher verhalten setzt die Solistin ein und singt erst einmal die erste Strophe. Dass sie beim Singen kleine Wellen in die Mellodie macht ist sicher so gewollt. Danach folgt ein kleines Zwischenspiel und erst leise setzt das Schlagzeug mit ein. Die zweite Strophe wird kurz von der Solistin vorgesungen, wird dann aber vom Chor abgenommen. Später haben offensichtlich die Männer einen kleinen Extrapart, was sie bestimmt auch mit Freude gesungen haben.

There is love

Leise beginnt hier die E-Gitarre und wird unterstützt von einem Husummerchor. In diesem Chor, der beim Backingsingen ist setzt die Solistin ein.  Nach einiger Zeit merkt man, dass Stellen im Duett gesungen werden und der Chor fast gar nichts zu singen hat oder lediglich zu husummen hat. Das ist aber nicht durchweg so, sondern beim Refrain hat man den Eindruck, dass dieser vom Chor schon mitgesungen wird. Die Begleitung der Gitarre ist stets gezupft und betont dadurch das eher Melancholische an dem Titel.. Erst zum Schluss merkt man wieder, dass es eine Liveaufnahme ist.

Jesus Christ Superstar

Da fühlen sich Keyboard und Schlagzeug wohl. Der Chor schließt das Vorspiel mit einem kurzen Husummen ab. Der männliche Solist hat einen ganzen Teil erst einmal allein zu singen. Später setzt der Chor in einen Art Call & Response ein. Den Part Jesus Christ wird allerdings vom Chor gesungen. Wobei auch hier die Männer dann nochmals einen kleinen Extrapart haben. Danach ist wieder der Solist drann. Dieser Wechsel kommt ein paar Mal vor. Man merkt hier wirklich, dass der Chor versuchte hier ein gewisses Musicalfeeling in den Titel zu bringen.

Light of the world

Mit dem Video “Little light of mine” hat der Titel allerdings nichts zu tun. Auch mit einem ähnlichen Titel von Carman hat der Titel nichts zu tun. Durch das Zusammenspiel von E-Gitarre und Stringbass wird erstmal kräftig Groove erzeugt. Die Solistin spricht den Titel erst einmal aus bevor der Chor den Refrain singt. Wie bei vielen Gospeln üblich gibt es hier auch wieder ein Call & Response zwischen Solist und Chor. Das Klavier begleitet etwa ab dem Moment ab dem der Chor singt und hat etwa in der Songmitte auch ein längeres Zwischenspiel, bei dem es von der E-Gitarre unterstützt wird. Oh man sollte ja noch einen christlichen Bezug reinbringen, so scheint es – also gibt es zum Schluss ein ordentliches Hallelujasingen vom Chor.

Let the music heal your soul

Bei diesem von Viva bekannten Titel setzt der Chor ziemlich leise ein. Es ist eher ein ruhiges Lied und man hat schnell den Eindruck, dass der Chor es schafft den Titel zu einem Ohrwurm werden zu lassen. Bei dem Solo hat man den Eindruck teilweise den Eindruck, dass der Solist durchaus improvisieren darf und sich deutlich von der typischen Melodie durchaus abhebt. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass gerade dieser letzte Titel auch dazu verleiten kann, dass sich die CD nochmals von vorn angehört wird.

Hörgenuss der aktuellen CD “Deep down in my heart” vom Gospelchor St. Josef, Rheinfelden

Thursday, January 6th, 2011

Sie ist noch relativ neu die CD “Deep down in my heart” vom Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden, die in einer dortigen Schule aufgenommen wurde.

Let go us into the house of the lord

Sehr lebhaft beginnt der erste Titel der CD. Anders als im Video fehlt bei dem Titel das Klatschen was vielleicht es noch etwas schmissiger gemacht hätte. Die Aufnahme beginnt mit einem Vorspiel aus Keyboard und Schlagzeug, das mit dem Hinzukommen einer E-Gitarre abgeschlossen wird. Sehr schön ist, dass bei der Chorversion ein Call & Responsepart eingebaut ist, der für wieder eine Portion Pepp reinbringt.

No body like Jesus

Das Original vom Chicago Mass Choir wirkt bereits recht flott. Was ein Masschoir kann, das können wir auch dachte sich wohl Karl Gehweiler und legte diesen Titel gleich als 2. Titel für die CD fest. Und die Hörer werden nicht enttäuscht zusammen mit der Band wird der gewisse Groove erzeugt, der für diesen Titel auch nötig ist. Der Chor wird vorwiegend von Keyboard begleitet, das Schlagzeug ist eher im Hintergrund. Immer wieder wird der Titel durch Soloparts aufgelockert. Im Gegensatz zum Chicago Mass Choir ist der Titel leider nicht in diesem Tempo gesungen was sicherlich noch mehr Pepp reingebracht hätte.

Honor, honor

Als ein schönes Singwechselspiel zwischen Männer und Frauen wurde der Titel “Honor, honor” arrangiert und auf der CD zum Besten gegeben.
Ab und an scheinen hier die Frauen auch die Leadstimmen zu haben, der Rest des Chor hat offensichtlich zu husummen. Zum Schluss zeigt der Chor, dass es auch Bass-Sänger hat, sie dürfen nämlich einen ganz tiefen Schlusston setzen. Sopran und Alt setzen hier ein etwas jazzigen Schlussakord dazu.

Mit Deep River schließt sich ein weiterer Acapellasong an.

Er wird gleich harmonisch sehr ausgewogen begonnen. Die ersten Strophen wird normal gesungen. Ich habe das Gefühl, dass diese sogar nochmals wiederholt wird. Dann allerdings bei der Wiederholung legt sich der Sopran mit einem Husummerpart über die anderen, die die Strophe singen und dadurch nochmals für ein noch gesteigerten harmonischen Eindruck sorgen und das Gesamtklangbild gekonnt ergänzen. Der Titel wir beendet, in dem alle in einem Husummerchor übergehen und der Sopran mit seiner eigenen Oberstimme weiter husummt.

Ezechiel saw de wheel

Ein Titel, der sich bestens für einen Acapellagesang eignet ist “Ezechiel saw de wheel” und diesen Beweis stellen sich auch die Gospelsänger aus Rheinfelden. Hier eröffnet Sopran, Alt und Tenor in einem Dreiklang durch versetzten Einsatz der Stimmen. Interessant ist, dass längst nicht alle Stimmen die Wörter immer gleichzeitig singen. Ab und an hat eine Stimme beispielsweise das Wheel in die Länge zu ziehen. Auch der Husummerchor kommt hier nicht zu kurz.  Kurz haben die Männer auch einen Einwurf zu singen, der den eher getragenen Titel etwas auflockert.

Thulazwise

Der Gospel kommt ja eigentlich aus Afrika. Warum also nicht einen afrikanischen Titel mitreinnehmen. Der Chor hält sich an die Fassung von Miriam Makeba, die auch den Titel “Pata pata” komponiert hatte und mit sie sehr erfolgreich war. Brilliant ist der Solopart zu hören, bei dem sich der Chor dezent im Hintergrund hält, das erste Husummen ist allerdings extrem leise. Mag sein, dass Walter Schneider den weiteren Backingpart nachgerelt hatte. Damit man merkt, dass der Titel aus Afrika kommt wurde eine Tschembe benutzt, um noch ein bisschen afrikanisches Trommeln reinzubringen.

Didn’t my lord deliver daniel

Recht jazzig ist dieser Titel und beweisst, dass der St. Josefschor nicht immer Gospel von einer bestimmten Stilrichtung singt, sondern durchaus auch in der Lage ist mal eher einen Jazztitel zu singen. Gekonnt rausgeholt sind hier die Disonanzen, die immer wieder in dem Titel vorkommen.

Taste and see

Nachdem der letzte Titel recht jazzig war ist der Titel “Taste and see” eher eine ruhige Ballade. Hier konnten die Sängerinnen und Sänger des Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden zeigen, dass Sie auch Balladen gefühlvoll singen können. Ein Klaviervorspiel von etwa einem Takt leitet sachte auf die jetzt folgende Ballade über. Eher etwas verhalten setzt dann der Chor ein. Das Zusammenspiel zwischen einem längeren Solo und dem Husummerchor (Backings) wirkt sehr harmonisch. Auf der Aufnahme sind alle Stimmen gut rauszuhören. Das Schlagzeug setzt erst etwa in der Songmitte ein.

Glory, glory

Eine Mundharmonika hatten sie zwar nicht, aber fast genauso soulig hatte der Gospelchor den Evergreen Glory, glory, halleluja gesungen. Vermutlich wurde hier einfach mal gedacht “Gospel muss Sex haben”. Statt der Mundharmonika gibts ein Klaviersolo. Auch hier wieder ein Call & Response zwischem Chor und Solisten. Es wirkt bewusst lätschig in die einzelnen Zeilen gegangen. Aber nur so kommt der Soul und die etwas sexy wirkende Wirkung zur Geltung. In der Mitte des Titel folgt ein Rhythmuswechsel und es wird ein wesentlich schnelleres Tempo angegangen. Und man hat plötzlich den Eindruck, jetzt fängt es so richtig an wuppen. Man möchte mitklatschen und den Refrainvamp gleich mitsingen.

Thy will be done

So wie wir bei Adrienne den Titel sehr leise begonnen hatten übernehmen hier Klavier und E-Gitarre im Wechselspiel ein leise gehaltenes Vorspiel. Das gewisse geholpere beim “over me” scheint von Joakim Arenius gewollt zu sein. Ich kann mich erinnern, dass wir das damals in Kirchzarten auch so gesungen hatten. Der Chor setzt nach dem Vorspiel gleich Acapella in einer mittleren Lautstärke ein. Im Refrainteil gibt es ein kleinen Call & Response zwischen den Frauen und den Männerstimmen. Der Titel hätte vielleicht hier ebenfalls eindrucksvoller gewirkt, wenn man diesen Part von der Lautstärke her hätte anschwellen lassen. Aber die gewisse Dynamik erfolgt bei der Aufnahme nicht.

Swing low to the saints

Sicherlich hatte sich Karl Gehweiler beim dem Titel “Swing low sweet chaliot” etwas von den Caravans inspirieren lassen und den etwas jazzig arrangiert. Auch dachte er sich wohl, dass der obige Titel etwas abgedroschen klingt, dass Stück ist ja schon recht alt und so entschloss er sich es einfach mal “Swing low to the saints” zu nennen. Der Name klingt in der Tat als ob das ein ganz neuer Titel ist. Allerdings hört man recht schnell raus, dass hier der alte Gospel eigentlich das Thema ist.

Bohemian Rhapsody

Im Gegensatz zu dem Original von Queen beginnen die Gospelsänger von St. Josef mit einem kurzen einleitenden Klavierpart. Ebenso wird der Part auch nicht in einer Accapellacombo sondern als gesamter Chor gesungen. Der erste Teil, bei dem im Original der Freddy Mercury einen Solopart hat wird hier vom Sopran des Chores übernommen. Beim dem Übergang zu “every time the wind blows”, was glaube ich in der Notefassung vom Tenor gesungen wird mischen sich die Männer auch in den Vordergrund. Es wirkt fast wie ein Fade In wie sich auch die E-Gitarre dazugesellt. Es ist natürlich klar, dass es zum Hardrockteil die E-Gitarre braucht. Die Opernparodie, die eine Art Call & Response zwischen Mercury und der Accapellacombo im Orinal sind erst einmal vom Sopran begonnen und ist dann ein Wechsel zwischen Frauen und Männern. Später folgt hier noch ein Wechsel so dass die Männer mal beginnen.

Lord, god, heavenly king
Ein Titel, der nochmal etwas peppiger ist. Durch einige Synkopen im Vorspiel meint man sogar es kommt ein gewisser Swing auf. Der Chor setzt etwa in dem selben Rhythmus ein. Danach scheint es etwas langgezogener gesungen zu werden. Es folgt ein kurzes Zwischenspiel an das sich ein kurzes Solo eines Tenors anschließt. Dieser Sänger musste natürlich sehr stimmsicher sein, da er nur etwas von der Begleitung unterstützt wurde. Der Hintergrundschor, der bei vielen anderen Titeln vorhanden war, fehlt bei dieser Solostelle nämlich. Aufgelockert wird zum einen der Titel durch ein kurzes Schlagzeugsolo und nach einem kurzen Teil Strophe durch ein Klaviersolo. Die Vamps scheinen im Arrangements offensichtlich teilweise bewusst versetzt zu sein, um die einzelnen Stimmen noch besser hervorzuholen.

Kirk Franklin – Hintergründe zum Titel “He can handle it”

Friday, September 24th, 2010

Das verwendete Video zum Titel von Kirk Franklin hat ein etwas längeres Vorspiel. Was mir besonders bei dem Titel gefällt ist vorallem der E-Basspart mit dem der Titel beginnt.

Es beginnt damit, dass geäußert wird, dass es gar nichts ausmacht was passiert. Man weis, dass Jesus da ist und er wird für Dich die Sache zu einem guten Ende bringen. Nimm es einfach leicht und bringe es mit seinem Wirken in Verbindung. Gebe es an Jesus und er wird es vollkommen machen. Er macht es. Das kann man vielfältig betrachten, er organisiert den Ablauf eines komplexeren Vorganges oder er nimmt sich sich einem kleinen Problem an, was man nicht selbst lösen konnte und sei es, dass einem die zündende Idee dazu fehlt.

Der Call & Reponse ist immer wieder
Er kann, Er kann
und es wird drauf geantwortet
er kann, er kann

Zwischendrinn merkt man an, dass man von Erlösung schon etwas gehört hat und vorallem, dass er einem diese Erlösung bringt. In einem weiteren Call & Response wird immer Jesus dazu angefeuert weiterzumachen.