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Gospelkirchentag zum zweiten Mal in Karlsruhe

Saturday, September 29th, 2018

Die Freude war natürlich groß dass der Gospelkirchentag am Wochenende 21 bis 23. September 2018 zum zweiten Mal in Karlsruhe stattfand. Diesmal stand der unter dem Motto “gonna get better” – es kann nur besser werden.  Auf die Idee ist man gekomnmen als man einfach mal reflektiert hatte was man denn ständig so mitbekommt. Ausschreitungen in Chemniz, häftige Proteste mit starkem Polizeieinsatz im Hambacher Forst (im westfälischen Braunkolerevier) bei dem sogar der Tot eines Journalisten zu beklagen war, der immer noch andauernde Konflik in Syrien oder aber  die Probleme durch den Klimawandel, die nicht zuletzt zu Dürre in Mittelafrika führen.

Sicherlich hätte man es sich sonniger gewünscht, aber die Eröffnungsveranstaltung startete leider im Regen. Gott sei dank hatte dieser dann aufgehört – vielleicht beeinflusst durch jede Menge optimistischer Gedanken. Mitdabei der slowenische Gospelchor “Bee Gesus”, der vorallem durch seinen Akapellagesang und die Imitation diverser Instrumente (quasi Natural 7 in groß) sich einen Namen gemacht hat.

und

Ein besonderes Hightlight bei der Eröffnungsveranstaltung war natürlich der Chor der Nationen. Es handelte sich hierbei um einen Projektchor, der über die Flaggen auf den getragenen T-Shirts symbolisieren sollte “auch wenn man sich sonst nicht versteht und manche sonst unter Rassismus leiden, beim Gospeln sind alles gleich und es gibt da keinen Rassismus”.

Nachdem die Eröffnungsveranstaltung zu Ende war startete die Gospelnacht mit Konzerten in verschiedensten Locations in ganz Karlsruhe sowie der näheren Umgebung. So begann der Abend in der Erlöserkirche mit einem Auftritt des Gospelchors Golden Harps aus Lahr, der erst im letzten Jahr sein 20jähriges Bestehen gefeiert hatte. Da für mich die Kirche nicht ganz leicht zu finden war, hatte ich davon leider nur 1/4 mitbekommen.

Foto: Gospelradio.de

Für mich war es nicht leicht bei der Gospelnacht die Erlöserkirche zu verlassen als nach den “Colours of Gospel” aus Mainz

dann “Gospel N’ Harmony” aus Paris drann waren. Da hatte ich dann gedacht dasss ja so gewuppt wird, dass die Kirche explodiert. Wie ich einem Beitrag von Gospelradio.de entnehmen konnte hatten diese allerdings auch Gospel aus ihrem Land oder in französischer Sprache dabei gehabt und so wusste man dann wieder woher der Chor eigentlich kommt. Es kam schon der Verdacht auf, dass man sich in einer Gospelkirche in Harlem befinden könnte.

Foto: Gospelradio.de

Eine riesen Ehre war es für den Sofia Gospel Choir zum ersten Mal beim Gospelkirchentag dabei zu sein. Beim Recherchieren über diesen bulgarischen Chor fand ich nämlich heraus, dass für die Sänger solch eine weite Reise gar nicht selbstverständlich ist. Neben einem Gospelchor aus Paris war auch der Longfield Gospel Choir aus Wien dabei.

Am Samstagnachmittag nach dem Masschoirtraining hatte man die Auswahl, ob man einfach in die Innenstadt fuhr auf verschiedenen Openairbühnen in der Innenstadt diverse Gospelchöre zu genießen wie z. B. hier den Stavanger Gospel Choir aus Norwegen

Oder beispielsweise “The Groove Company”, die aus Burladingen kommt auf dem Stefansplatz auf der Bühne der ev. Bank

Daneben wurden wieder zahlreiche Workshops von Bodypercussion über CVT bis hin zu Chorpräsenz angeboten. Abends gab es dann das Galakonzert, dass neben den bekannten für die Creative Kirche arbeitenden Musiker auch einen Auftritt von Hezekiah Walker und nicht zuletzt von  dem Gospelkünstler und mehrfachen Grammygewinner Kirk Franklin. Die Meinungen zum Kirk Franklin-Konzert unterschiedlich. Mir selbst hatte es natürlich sehr gefallen, weil es viel tanzbare Musik dabei war und ein paar Songs darunter, die ich zum  Glück kannte. Hätte mir natürlich auch Songs wie “Brighter Day”, “He can handle ist”, “He’s able” gewünscht. Es kam auch Kritik, dass es stark an Michael Jackson erinnern würde. Aber halt jedem das Seine, Geschmecker sind schlichtweg unterschiedlichg.

Kickoff 2.0 zum Gospelkirchentag beginnt mit Chortag Baden in Karlsruhe

Saturday, October 7th, 2017

Mein Name ist Hans-Christian Jochimsen. So begrüßt der frühere Konzertpianist auf seiner Website die Besucher. Inzwischen ist er Komponist von Gospelsongs, Chorleiter, Kirchenmusiker und vermarkte mich durchaus selbst. Kirk Franklin hat sich sogar über ihn geäußert und beschreibt ihn als phänomenales Talent: Die wahre Geschichte, die er in seinen Gospelsongs vermittelt zeigt sich stets und jedes Mal wenn sein Chor einen Song performt.

Und es war diesmal nicht Malcolm Chambers, der durch nden Chortag Baden geführt hatte sondern der dänische Musiker Hans-Christian Jochimsen. Mit dem Chortag hatte die Creative Kirche zugleich den Kickoff zum erneuten Mal Gospelkirchentag in Karlsruhe verbunden. Eine Diskussionsrunde mit namhaften Größen, darunter auch ein Musikproduzent fand bereits am Freitagabend statt. Ich selbst war am Freitag noch nicht angereist, obwohl ich eine Einladung erhalten hatte und wie ich erfahren hatte von Bonita Niessen der Gospel “Take your shackles” gesungen wurden und z. B. Hans-Christian Jochimsen auch schon sein musikalisches Talent vorstellen konnte.

Begrüßt wurden wir kurz vom evangelischen Landesbischoff von Baden, allerdings wurde gleich klar gemacht, dass der Tag dem gemeinsamen Singen dienen sollte. Von der Creative Kirche war der Chortag Baden vorallem dafür gedacht mal zu erleben wie schön es klingen kann, wenn gut 200 bis 300 Menschen zusammen gospeln. In einem Jahr soll das noch wesentlich stimmgewaltiger klingen, wenn im Masschoir um die 5000 Stimmen gemeinsam gospeln. Allerdings reicht dann der Albert-Schweitzer Saal, in dem der Event im September 2017 stattfand nicht mehr aus.

Natürlich kann man Lieder singen, aber da fühlt sich das Puplikum nicht unbedingt von angesprochen. “Beim Gospel muß man den Groove spüren und das geht am besten mit den Füßen”. So veranschaulichte es Jochimsen. Nach kurzer Zeit geht das sogar ganz automatisch. “Als ihr in den Raum gekommen seit habt ihr ja auch nicht euch gesagt – rechtes Beim vor, Fuß absetzen, linkes Bein vor … rumdrehen, setzen” sondern das hat der Körper gemacht, ohne das darüber nachgedacht wurde. Und genauso sollte das beim Gospel auch funktionieren.

Als Hans-Christian ein paar Mal den Song “I will praise” angestimmt hatte, konnte man einen gewissen Durchsetzungswillen erkennen. Richtig energiegeladen und knackig wurde das “I will” in den Raum geschmettert. Vermutlich kam es daher “Frauen tut dies wie ein Mann, der Sonnenpunkt auf dem Brustbein zeigt gegen Himmel, die Arme gehen auseinander und die Körperspannung ist da” und sodann demonstrierte er mal das Gebrüll einen Gorillas. Natürlich nur angedeutet. Und bitte nicht die “Kopfkathedrale” öffnen und versuchen mir klassisch daher zu kommen.

Eine gewisse Abwechslung hatte der Song “I did not know” geboten. “Ja ich weis der Song ist nicht einfach, da sind ein paar jazzige Melodien drinn”. Mit dieser lockeren Art ermutigte Jochimsen sich doch noch mal an dem Song zu probieren. “Die Tenöre haben jetzt zu viel Jazz drinn gehabt” und es tendierte zu einer neuen Version.

Viel der gesungenen Gospel hatte Jochimsen erst kurz vor dem Chortag komponiert gehabt und geäußert, dass er jetzt den ein oder anderen Fehler noch entdecken wurde wo er die Melodie vielleicht noch ein bisschen anpasst.

Chortag in Deggenhausertal mit Miriam Schäfer

Thursday, April 26th, 2012

Nach dem erfolgreichen 5. Int. Gospelkirchentag 2010 in Karlsruhe soll es in Baden weitere Angebote für Chöre und Gemeinden geben, die Gospelmusik in Ihre Gemeindearbeit integrieren wollen. Wir laden Sie herzlich ein zum Chortag in Deggenhausertal, Samstag 07. Juli 2012. Eingeladen sind Chorleiter, Sänger, Pfarrer und Interessierte, die Freude am Singen haben.

Was ist der Chortag?

Mit Gleichgesinnten einen Tag voller Gesang und Freude erleben und dabei wichtige Gesangs-Grundlagen kennenlernen und vertiefen: Das ist der Chortag für Pop- und Gospelmusik in der Kirche. Unter fachkundiger Leitung werden deutschsprachige und englischsprachige Pop-, Worship- und Gospelsongs vorgestellt und eingeübt. Eigens für die Chortage erscheint jährlich eine „Chormappe“ die die jeweils besten Lieder für Chöre aufnimmt. Darunter werden auch Jahresthemen wie „Ostern“ oder auch Kompositionen zu Jahreslosungen vorgestellt, die das Repertoire eines jeden Chores bereichern.

Was kann ich lernen?
In den Proben vermitteln die Referenten wertvolle Tipps, wie die Stimme optimal eingesetzt und der Chorgesang noch besser wird. Die Übungen sind praxisnah, leicht verständlich und motivierend. Themenschwerpunkte sind: Einsingübungen / Rhythmus / Präsentation / Stimmbildung. Außerdem gibt es natürlich jede Menge neuer Lieder aus der „Chormappe“.

Was kann ich entdecken?

Beim Chortag treffen sich viele Chöre zum Austausch. Erfahrungen und Hilfen für den eigenen Choralltag werden geteilt. Eine Notenbörse und ein kleiner „Markt der Möglichkeiten“ zeigt, was die eigene Chorarbeit und den eigenen Gesang voran bringt.

Chormappe zum Chortag 2012
Zu jedem Chortag erscheint exklusiv die Chormappe mit 20 Songs. Die Chormappe erscheint in Kooperation des Evangelischen Jugendwerkes Württemberg (EJW) mit der Creativen Kirche. Gemeinsam gehen wir auf Spurensuche nach Liedern, die den Choralltag bereichern, Spaß beim Singen vermitteln und den Chor weiter entwickeln. Zur Chormappe gibt es außerdem eine Klavierausgabe, Partitur und CD.

Deggenhausertal/ Kirchenbezirk Überlingen/Stockach,

7. Juli 2012 mit Miriam Schäfer und Hans Werner Scharnowski,.

Die Gospelkirche in Karlsruhe mit dem Vocalensemble Creativ aus Dudenhofen

Wednesday, March 7th, 2012

Erst im Jahr 2012 ist die Gospelkirche Karlsruhe umgezogen und hat als neue “Heimat” die evangelische Markuskirche an Yorckstraße im Karlsruher Stadtteil Weststadt. Immer wieder war die Kirche bereits in den vergangenen Jahren Schauplatz von Gospelveranstaltungen gewesen. So wurde sie am Gospelkirchentag 2010 genutzt oder Ostern 2011 bei einem Doppelkonzert der Goldenharps aus Lahr zusammen mit dem Gospelchor Reflex aus Norwegen.

Die Kirche schreibt über sich selbst, dass deren Gemeinde etwa 3000 protestantische Gemeindemitglieder angehören. Als offene Kirche versteht sich die Markuskirche, die unter der Woche jeweils von 8:00 bis 19:00 als Ort der Stille geöffnet ist und einem die Gelegenheit zum Gebet, einfach nur nachdenken, mal eine Kerze anzünden oder einfach nur neue Energie aus der Kraft der Ruhe tanken zu können. In den vergangenen Monaten waren bereits Getup aus Pfinztal sowie der Jazz & Gospelchor Karlsruhe zur Gottesdienstgestaltung und einem anschließenden Kurzkonzert zu Gast in der Markuskirche.

Nächster Gospelgottesdienst ist am 11. März mit dem Vokalensemble Creativ aus Dudenhofen.

“Wenig ist manchmal mehr” so könnte man es begründen warum das Vokalensemble Creativ aus Dudendorf gerademal aus 6 Sängerinnen und Sängern besteht, das sich im Jahr 2000 gegründet hatte. Der überwiegende Teil des Ensembles ist auch Solist des “Gospelchor Lingenfeld”. Auch ein Chorleiter und Organist, der über C-Examen für Kirchenmusik verfügt ist ein Teil des Ensembles was er allerdings nicht selbst leitet, sondern von einer ausgebildeten Sängerin und Kirchenmusikerin geleitet wird.

Sie selbst schreiben über sich, dass das Vokalensemble Creativ in der jetzigen Besetzung seit dem Jahr 2000 besteht. Von daher kann es gut möglich sein, dass man sich bereits früher in anderen oder wechselnden Besetzungen zusammen gefunden zum musizieren zusammen gefunden hatte, allerdings dann unter anderem Namen aufgetreten war.

In der Regel tritt die Gesangsgruppe mit Klavier- oder auch Orgelbegleitung auf, wobei sich auch das eine oder andere A-capella- Stück im Programm findet. Die Leitung des Ensembles liegt in den Händen von Pia Knoll.

Ein breites Repertoire zeichnet das Vokalensemble Creativ aus. Von Barock über Klassik bis hin zu Gospels und Neuen Geistlichen Liedern – die Kombination von „souligen“ und klassischen Stimmen lässt viele musikalische Stilrichtungen zu. Konzerte, Engagements sowie Gottesdienstgestaltungen gehören zu den Aktivitäten des Ensembles.

Mit “I found the way”, einem durchaus schwungvollen Titel glänzte die Gruppe bereits beim Weihnachtskonzert in Dudenhofen, das sie unter das Motto “Captain Noah and his floating zoo” gestellt hatten. Das Konzert damals teilte sich in zwei Teile auf. Das Motto ist zugleich eine eher moderne Kantate, die im Jahr 1970 enstand. Inhalt des Oratoriums sind 10 Geschichten aus der Schöpfungsgeschichte, die auch Genesis-Geschichte genannt wird. “Schamlos habe er einfach mal in das stilistische Sammelsurium der Popularmusik gegriffen” wie der Komponist die Ausgestaltung des Oratoriums beschreibt. Vielleicht hatte man deswegen sich einfach gesagt, dann passen moderne Gospels als Ergänzung einfach dazu.

Dass die Vocalgruppe aber auch etwas jazzige Titel beherrscht wurde mit dem Titel “Soon I will be done” bewiesen. Das Video zeigt ein bisschen theatralischen Arrangement des Titels

Nun darf man am Samstag, den 11. März 2012 also gespannt sein wie harmonisch sich sie ausgewählten Gospelsongs in den Gottesdienst einfügen und was sich das Ensemble an Gospel für das Kurzkonzert ausgesucht haben.

Zum Gospelkirchentag von Freiburg, Karlsruhe, HD/MA/LU aus nach Dortmund, der Gospelbus bringt sie hin

Saturday, February 18th, 2012

2010 war die Stimmung richtig euphorisch gewesen als in ganz Karlsruhe der Gospelkirchentag stattfand. Am Freitag hatte man an einigen Kirchen sogar den Hinweis vorfinden können “Kirche überfüllt”. Überzeugt ist man nun 2012 davon, dass sich die Stimmung auch nach Dortmund überträgt und nicht blos in einer Straßenbahn “Oh happy day” gesungen wird sondern ganze U-Bahnzüge vom Gospelklang erfüllt sind.

Sicherlich für die Badener ist es ein weiter Weg, um nach Dortmund zu kommen. Aus dem Grund hat Herr Martin vom Regionalbüro Süd der Creativen Kirche in Karlsruhe ein ganz besonderes Angebot. Für 99 Euro ist geplant einen Gospelbus von Freiburg im Breisgau über Karlsruhe, Heidelberg und Mannheim nach Dortmund fahren zu lassen. Im Preis ist bereits die Teilnahme am Gospelkirchentag sowie das Galakonzert mit den Wise Guys enthalten.

Betrachtet man die Kosten mal im Vergleich. Für einen Einzelteilnehmer, der einfach so hinfahren möchte beträgt bereits der Teilnehmerpreis bis Mitte März 74 Euro. Wenn man das Glück hat als Gruppie sich einem teilnehmenden Chor anschließen zu können, dann bezahlt man für das Wochenende immerhin 54 Euro. Für eine Übernachtung in einer Schule inklusive Frühstück bezahlt man nochmals 23 Euro.

Für einen Einzelfahrer wäre das jetzt
Teilnahmegebühr 74 €
Übernachtung     23 €
ohne Anreise

Gesamt                 97 €

Für eine einfache Fahrt von Freiburg Hbf nach Dortmund bezahlt man alleine für eine Bahnfahrt bereits zwischen 99 und 120 Euro, wenn man zu einer zivilen Uhrzeit fahren möchte. Sicherlich ist es möglich auch zu den Sparpreisen von 39 oder 49 Euro zu fahren, allerdings reist man dann in allerregel nachts oder muss man jenachdem bis zu 3 mal umsteigen, um an sein Ziel zu gelangen.

Man kann also sagen, wenn man mit dem Zug und einer Bahncard 50 anreist immerhin so mit fast 200 Euro für das Wochenende Gospelkirchentag rechnen müsste. Da wird es doch gerne gesehen, wenn es die Möglichkeit sich bieten würde bis zu 100 Euro einsparen zu können und alles was an dem Gospelkirchentag angeboten wird auch mitnehmen zu können.

Anmeldungen für den Gospelbus, der ab Freiburg fahren würde nimmt per Email Herr Jochen Martin unter  martin[at]creative-kirche.de entgegen.

Gospelday und Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden gehörte zu den Gosplern in ganz Deutschland

Saturday, September 17th, 2011

Ursprünglich als Gospelchain durch ganz Deutschland angedacht wurde draus der Gospelday. Ein Tag, an dem möglichst viele Gospelchöre in Deutschland um 12:00 Uhr gemeinsam ein Lied singen sollten und sich für eine gerechtere Welt einsetzen sollten.

Die Aktion “Gospel für eine gerechtere Welt”, die am Gospelkirchentag in Karlsruhe offiziell gestartet wurde und bei der am Abschlussgottesdienst mehrere Aktionsmitwirkende gesegnet wurden sind sollte weiterleben. Und so wurde aus der Idee der Gospelchain der Gospelday. Viele namhafte Künstler wie Dieter Falk, Nina Hagen, Miriam Schäfer, Joakim Arenius und nicht zuletzt Hans-Christian Jochimsen, aus dessen Feder der Aktionssong “Let us stand” stammt unterstützen die Aktion un den Gospelday.

Aufgerufen hatte die Creative Kirche aus Witten und recht schnell hatten sich 200 Chöre in 200 verschiedenen Städten gefunden, die alle an diesem Tag singen wollten. Da viele Chorleiter allerdings gesagt hatten, dass sie ohne viel Probeaufwand an dem Tag teilnehmen wollten wurde viel gehirnt.  Bereits vor den Sommerferein hatte sich eine stattliche Zahl an Gospelchören in ganz Deutschland gefunden, die sich alle am Gospelday beteiligen – hier die Standorte anhald von Googlemap.

Übersichtskarte der Gospelday-aktivitäten

Matthias Otto wollte schon am Start der Aktion gerne einen Aktionssong haben. Er saß mit Hans Christian Jochimsen zusammen und fragte ihn, ob er was komponieren konnte, bei dem zu erkennen ist, dass man die Welt wachrütteln muss, wenn man den Klimawandel aufhalten möchte, dann muss man jetzt ein Stopsignal setzen und der Welt sagen, dass man etwas ändern kann und vorallem, dass man in der Gemeinschaft etwas erreichen kann und man gemeinsam stark ist. Es dauerte einige Zeit, plötzlich gab es eine Email.

Foto: Badische Zeitung

“Ja ich hatte da mal so eine Songidee” kam Hans-Christian zurück und plötzlich war der Kampagnensong da.


Das entsprechende Video ist vorübergehend deaktiviert

Auch der Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden war von diesem Vorhaben begeistert. Eine kleine Deligation hatte sich zusammengeschlossen und waren im September 2010 gemeinsam zum Gospelkirchentag nach Karlsruhe gefahren. So stand bereits am Jahresanfang 2011 fest, in Rheinfelden wird sich am Gospelday der ansässige Gospelchor an dem Tag auf den Marktplatz stellen und aktiv sein.

Wer allerdings in Rheinfelden nach einem Platz sucht, der sich Marktplatz nennt, wird ein Problem haben. Es gibt zwar den Oberrheinplatz in Rheinfelden, aber keinen Marktplatz. Recht umständlich fand ich heraus, dass auf dem Rathausvorplatz immer der Wochenmarkt stattfindet und der Gospelchor St. Josef, der in Rheinfelden (Baden) beheimatet ist, wird wohl diesen als Marktplatz bezeichnen. Der Marktplatz von Rheinfelden sollte der Ort sein, an dem am Gospelday der Rheinfeldener Gospelchor auftrat. Auf den Plakaten wurde es teilweise genauer beschrieben mit Platz vor der Christuskirche, denn die kennt man in Rheinfelden (Baden) schon genauer.

Foto: Rheinfelden.net

Offensichtlich wollte man den Projektlern, die nach dem Sommerferien vermutlich noch weiter beim Chor singen möchten und vermutlich kommen da noch weitere hinzu die Möglichkeit bieten auch beim Gospelday mitsingen zu können. Aus diesem Grund wurde einfach beschlossen, dass man zum Eingrooven die Lieder vom Projektchorkonzert nimmt, die man damals zusammen mit den Projektlern einstudiert hatte.  Das “Deeper than” wurde von der Redakteurin der BZ bereits als sehr ausdruckstarkes Lied beschrieben und es von auszugehen, dass ihr offensichtlich die Choreografie (original von Hans-Christian Jochimsen leicht abgeändert, da man die Bewegungen langsamer und weicher wollte) gefallen hatte. Auch das “Get together” ist ein flotter Ohrwurm, der fast schon zum Mitsungen, Mitsingen oder sonstiges einläd.

Nach den Sommerferien wurde dann begonnen an den Feinheiten zu arbeiten. Es wurde mit der ersten Probe extra 1 Woche vor dem Ende der Sommerferien begonnen, wobei sich der Chorleiter die Zeit extra eingeräumt hatte, da er anderweitig noch viel Organisationsarbeit zu tun hatte. Begonnen wurde eine Choreografie zum Titel “Let us stand” einzustudieren und es dabei nicht los beim gegenseitigen Händereichen zu lassen. Auch das “Get together” wurde nochmal kurz durchgeprobt. Allerdings einige der Titel, die für den Tag vorgesehen waren wurden erst am 13. geprobt, der Probe zu der auch die Band hinzukam. Kurzfristig erfuhr man, dass noch 2 weitere Titel angedacht waren und dass man nun mit dem Aktionssong und dem “Amazing Grace” auf gute 10 Lieder kam und den Gospelday zu einem kleinen Benefizauftritt gemacht hatte.

Es wurde sich drauf eingestellt, dass das Puplikum durchaus häufig wechselt kann und möglicherweise unterschiedlich auf die verschiedenen Gospel reagiert wird. Aus dem Grund hiess in in der letzten Probe extra, dass es sein könnte, dass man den ein oder anderen Song vielleicht sogar weglässt, eben so wie das Puplikum reagiert. Ich selbst bin recht früh aufgebrochen, da ich wie beim Projektchorkonzert mich beim Aufbau beteiligte.

Da meiner Meinung nach eine Vortänzerin oder Vortänzer gefehlt hatte, hatte die Choreografie doch eher so ein gewisses Eigenleben gehabt – mehr oder minder stark eben. Ganz im Gegenteil die Leute, die sich zum Eintritt einfanden hatten sich dann auch alle Titel angehört und sogar beim Aktionssong “Let us stand” kräftig mitgesungen.


Video vorübergehend deaktiviert

Und immerhin meinen wir so um die 60 Personen gezählt zu haben, die sich den Auftritt  angehört hatten. Auch ein Infostand war aufgebaut, um auf die auf Punkte von der Aktion “Gospel für eine gerechtere Welt” was man selbst machen kann zu informieren. Einige Anregungen kamen auch von der ersten Vorsitzenden, Yvonne Koller, selbst, die den Puplikumstitel “Let us stand” gekonnt anmoderierte.


Video vorübergehend deaktiviert

Als ich mal auf dem Aktionsportal nachgeschaut hatte war ich ziemlich überrascht – Anmeldung für Gospelday 2012. So ein bisschen was hatte ich von Matthias Otto schon selbst gehört als ich ihn über einen Chor informiert hatte, der abgesagt hatte und gemeint hatte, dass er mal nachhaken könnte was die Crea vielleicht noch optimieren könnte. Auf dem Aktionsportal stand nämlich “krankheitsbedingt konnte unser Chor in diesem Jahr nicht auftreten, wir werden aber 2012 dabei sein”. Und offensichtlich hatte Matthias Otto und die ganze CREA-Belegschaft erst einmal ein ziemlich langes Gesicht gezogen, weil sie noch gar nicht an 2012 und eine Wiederholung gedacht hatten – es bleibt also spannend.

Neu erschienenes Gospelliederbuch von Martin Bartelworth

Sunday, November 7th, 2010

Von dem Geschäftsführer der Creativen Kirche gibt es inzwischen ein sehr umfangreiches Liederbuch mit diversen Gospelsongs. Auch enthalten sind neben Titeln von Hans Christian Jochimsen und Helmut Jost Titel von Kirk Franklin. Mag sein, dass manche hier einen anderen Geschmack haben oder den ein oder anderen Liedtitel gerne anders singen würden.

Auf Gospelblog.de gibt es eine sehr umfangreiche Buchbesprechung zu diesem Werk. Sollte Interesse an dieser Besprechung bestehen, dann empfehle ich dort im Blog zu lesen. Es wird auch auf einen Punkt eingegangen, bei dem Komponisten, Arrangeure und Musiker extrem empfindlich sind.

Gospelkirchentag – Karlsruhe, eine Stadt im Gospelfieber

Sunday, August 29th, 2010

Dass die Stadt so richtig klingt und schwingt, davon ist Landesbischof Ulrich so richtig überzeugt.

Plakatturm
Zusammen mit Martin Barthelworth, dem Geschäftsführer der Creativen Kirche, die Veranstalter vom Gospelkirchentag ist, Dekan Otto Vogel und der ersten Bürgermeisterin, Margret Mergen, von Karlsruhe wurden am 23. August einer von 10 Plakattürme der Presse vorgestellt.

Die Einstimmung auf den Großevent in Karlsruhe ist bereits perfekt im Gange. Das Programmheft, das der Post aus Witten beilag, zeigt wieviele Chöre die Chance nutzen möchten in Karlsruhe Präsenz zu zeigen. Zwei Videoempfehlungen wurde mir als Blogkomentar noch genannt und drum gebeten die noch einzubauen. Auch über Facebook, dort ist der Blog eingebunden, hatte ich auch positive Resonanz erhalten. Ich bin schon ganz gespannt, auch wie sich das Aktionsvorhaben weiterentwickelt. Immerhin habe ich hier selbst sehr viel recherchiert gehabt.

“Gospel für eine gerechtere Welt” – Botschaftertagung bei der Creativen Kirche in Witten

Tuesday, June 1st, 2010

Auf dem Kickoff zum Gospelkirchentag wurde die Aktion schon kurz angesprochen. Aber nur, dass man hierfür noch Botschafter sucht. Im Frühjahr des Jahres wurde ich von der CREA noch einmal gezielt angesprochen und hatte mich daraufhin als Botschafter für die Aktion gemeldet.

Am letzten Maiwochenende ging es dann zu einer Botschaftertagung nach Witten in Westphalen. Die CREA beschrieb es in seinem Infoschreiben für die Botschafter ganz spannend “Wir betreten Neuland und wir werden zusammen lernen”. Vorbereitet war man also auf eine Ideensammlung, die es immer beim Projektstart erst einmal braucht. Als Themenschwerpunkte wurden erst einmal eingekreist: gerechte Entwicklung, Umweltschutz und Fairtrade.

Am Freitag gab es nur einen groben Informationsüberblick über die ganze Aktion. Es traten Rednerinnen vom evangelischen Entwicklungsdienst und Brot für die Welt auf.

Was könnte Burkina Faso eigentlich besser als folgendes Video:

Der Samstag war geprägt mit dem Inhalt globale Ungerechtigkeit. Wir hinterfragten uns auch warum es uns eigentlich gut geht oder auch warum wir meinen, dass es uns gut geht. Ich denke, dass eine gewisse Empfindung für Gerechtigkeit auch in dem Animationsfilm “Das große Krabbeln” erklärt wird.

Dieser Film geht vorallem auf den Aspekt ein, gemeinsam kann man was bewirken. In einer Broschüre habe ich eine provokante Schlagzeile gelesen, die ich erst einmal so stehen lassen möchte. “Geld kann duften” !!

Und wenn man mal, wie ich VWL hatte, kommt man schnell drauf, dass Geld ja nur ein Zahlungsmittel ist oder noch krasser ein Tauschmittel und in der modernen Welt statt Abgaben von Salz, Getreide oder mittelalterlichen Fronleistungen benutzt wird. Von daher Geld an sich macht rein gar nichts. Es kommt halt drauf an wofür die Menschen es benutzen. Normalerweise gelangt das Geld an Banken, Unternehmen oder Staaten, die das Geld produktiv einsetzen, aber wofür – meist doch, um erwirtschaftete Gewinne einzufahren. Was für Auswirkungen auf Mensch und Natur dies hat wird meist weniger nachgefragt. Bei den ethischen Geldanlagen gibt es sogar etwas Kroteskes. Man schließt Unternehmen aus, aber man fördert auch Unternehmen. Und nochmehr, es findet auch eine Beeinflussung von Unternehmen statt. Negativkriterien sind beispielsweise Investitonen in Waffen, Prostitution oder schlicht wo erkannt wird, dass der Mensch mehr als Ressource angesehen wird. Aber es gibt auch Institutionen und Unternehmen, die beispielsweise im Klimaschutz was bewegen wollen und somit Positivkriterien erfüllen.

Sehr anschaulich hat dies die Website Kirchenfinanzen zusammengestellt. In diesem Zusammenhang haben wir einen provokanten Kurzfilm angeschaut:

Anschließend haben wir die Ungerechtigkeit in Burkina Faso genauer beleuchtet. Aber um die Ungerechtigkeit in diesem Land besser zu verstehen, sollte man erst einmal erfahren, wie dort überhaupt gelebt wird.

Die Ungerechtigkeit kann man jetzt vielleicht besser verstehen, wenn man dieses Land im Vergleich zu Europa, den Industrienationen aber vielleicht auch anderen afrikanischen Staaten wie den Tschad, in dem Erdöl gewonnen wird, von Südafrika wo viele sich versprechen ein neues Imperium aufzubauen oder auch anderen Staaten, die sich in Afrika bereits im Aufschwung befinden.

Manch einer wird sich bei diesem Punkt sicherlich denken, da hat jemand einen Knall “Warum mein Kühlschrank andere etwas angeht”. Wenn man zumindest mal gedanklich sich in einen Menschen aus Burkina Farso (Sahelzone) versetzt, dann kann ich mir durchaus vorstellen, dass die danach lechzen in einen Kühlschrank blicken zu können, in dem sie was finden. Sie selbst müssen sich häufig selbst die Frage stellen, wie finde ich etwas, um es in den Kühlschrank stellen zu können. Oder noch extremer, wo kriege ich einen Kühlschrank her, um zumindest über die Speisen etwas Abkühlung zu erfahren.

Inzwischen ist mir die Frage “Warum mein Kühlschrank andere etwas angeht” und vorallem warum man seinen Kühlschrank bei längerer Abwesenheit eigentlich nicht in Betrieb haben brauch bewusster geworden. Es geht hier vorallem um den Klimawandel. Zum einen hört man da, es wird trockener, zum anderen wird es feuchter und es gibt Gegenden, die mit dem Anstieg des Meeresspiegels zu kämpfen haben. Hierzu habe ich eine Produktion von Arte gefunden:

Die andere Frage, die sich jedoch stellt ist, was hat das Video mit dem Klimawandel in Afrika und möglicherweise für Burkina Faso zu tun. Auch hier hat Arte eine entsprechende Produktion mal gemacht:

Danach wurde exemplarisch mal ein Themenabend durchgespielt, wie dieser bei einem Chor aussehen könnte. Sinn macht es eigentlich erst einmal den Kontinent Afrika an sich vorzustellen als auch über den Aufschwung

Wir Mitteleuropäer sind eher von einem verhaltenen Wesen geprägt und fragen uns da schon eher, ob es Sinn macht ein Hilfsprojekt zu unterstützen was vielleicht danach untergeht. Man möchte gerne erfahren, was haben die Afrikaner eigentlich selbst schon erreicht oder wo gibt es Ansätze, die den Afrikaner zeigen – hier ergeben sich neue Möglichkeiten. Das Selbstbewusstsein dieses Kontinentes zählt also.

Aber wie kann man Selbstbewusstsein erlangen. Hier vielleicht die ungeschriebene Gegebenheit “Wissen ist Macht”.  Das Problem vorallem bei den Frauen in Afrika und auch in Burkina Faso ist, dass viele davon nicht Lesen und Schreiben können und von daher viele die Amtssprache Französisch, die in Burkina Faso gesprochen wird überhaupt können. Hier vorallem mit Bildungsangeboten ist der EED (evangelische Entwicklungsdienst) aktiv. Er gibt dort Alphabetisierungskurse und es geht sogar soweit, dass er Stipenien anbietet, um jungen Erwachsenen aus Afrika und Staaten mit einem geringen Bildungsangebot die Möglichkeit zu bieten in Deutschland und anderen Industrienationen eine Ausbildung oder ein Studium bei einer Universität machen zu können und dann mit diesem Wissen zurück in ihr Land gehen können. Wie wichtig Bildung ist, veranschaulicht folgender Film:

Was uns allen sehr gefallen hatte war eine Art Aufstellungsspiel, bei dem 2 Rechtecke auf den Boden geklebt werden. Ein großes und ein kleines. Das große ist etwa 3 x so groß wie das kleine. Das kleine soll Burkina Faso symbolisieren, das große Deutschland. Wir hatten hier zum einen die CO2-Emissionen verdeutlicht. Mit dem CO2-Rechner kann jeder selbst seine CO2-Emissionen ermitteln.

Die Deutschen hatten mehrer Packen an Streichhölzern gehabt. Die Burkener mussten mit einem einzigen auskommen. Noch besser konnte man dies an einer Schokolade verdeutlichen. Deutschland hatte einen ganzen Teller voll erhalten, die Burkener hingegen gerademal einen Riegel. Für unser Beispiel wurde später sogar noch gesagt, dass einer von den Deutschen in unserem Fall eigentlich 26 Riegel Schokolade essen müsste. Die Burkener hätten von dem kleinen Stück Schokolade, die sie sich teilen sollten sogar noch eine kleine Ecke abbrechen müssen und dies an Deutschland zurückgeben müssen.

Vorstellbar könnte sein auch einige afrikanische Titel zu singen, um sich auch mit der Musik in Afrika zu beschäftigen. Und siehe da, es gibt sogar einen Gospelsong, der aus diesem Land stammt:

aber auch ein Siyahamba oder ein anderer afrikanischer Titel passt da doch gut.

oder man nimmt dann doch Miriam Makeba