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Gospel für eine gerechtere Welt – Möglichkeit eines Themenabends

Thursday, September 16th, 2010

Letztendlich soll mit der Aktion “Gospel für eine gerechtere Welt” eine Gesundheitsstation in Burkina Faso unterstützt werden. Rollen wir jetzt erst einmal die Sache von Hinten auf und ich glaube, dass hier ein Video zu Beginn nicht verkehrt ist. Unterstützt wird die Aktion von Brot für die Welt, dem evangelischen Entwicklungsdienst und dem Bundesumweltministerium.

Ländliche Kleinspitäler in Burkina Faso from Laafi on Vimeo.

Das Video wurde von Laafi, einer Hilfsorganisation, die sich auf Gesundheitsprojekte spezialisiert hat, produziert. Wenn man die Impfempfehlungen für Burkina Faso mal durchliest, dann entdeckt man nicht nur Malaria sondern auch Impfempfehlungen gegen Gelbfieber und andere Krankheiten. Malaria wird durch die Miskito eine Stechmücke und Gelbfieber durch die Gelbfiebermücke übertragen. Gelbfiebermücke Mücken sind meistens bei ruhigen Gewässern anzutreffen und deren Larven sind Wasserbewohner.

Nicht jeder weis gleich wo sich der Staat Burkina Faso befindet, manche kennen ihn nicht mal, weil ihnen noch Obervolta vertrauter ist.
Dieser Staat befindet sich in Mittelafrika und grenzt im Norden an die Sahelzone. Über diesen Staat hat der Sender Arte ein seiner Reihe “offene Karten” eine Sendung produziert.

Aber nun zurück zum Problem der Stechmücken und dem Wasser. Aktuell wird die Gefahr von Malaria und Gelbfieber eher im südlichen Bereich anzutreffen sein, da hier die Gegend bewachsener ist und mehr subtropisch ist. Wie die Zukunft für das Land aussieht ist ungewiss, da man vom Klimawandel her nicht genau weiss, ob es in Burkina Faso eher feuchter wird ober ob sich die Wüste vom Norden her mehr ausbreiten wird. In Verbindung mit dem Klimawandel wird auch von Klimaflüchtlingen geredet. Nachfolgendes Video zeigt zuerst Beispiele, was Wasser, mehr Regen und das Ansteigen der Meeresspiegel bewirken kann.

Das Problem mit Überflutung besteht aber nicht nur in Staaten wie Bangladesh. Ganz aktuell macht eine Wasserblase im Mont Blance-Gletscher der Bevölkerung dort große Sorgen. Und dieser Berg befindet sich im französischen Teil der Alpen, also in unseren Breitengeraden.

Ein anderes Problem ist die Wüstenbildung. Hier hat der Mensch eine große Einflussnahme und kann sich schnell zum Teufelskreis entwickeln. Auch hier hat Arte eine entsprechende Sendung produziert, die die Hintergründe der Wüstenbildung erklärt.

Die Situation im Norden des Landes sieht in etwa so aus

Das das Land nicht unbedingt trockener werden muss beweist eine Überschwemmung im Jahr 2007betroffene Länder, Flutkatastrophe über die verschiedentlich berichtet wurde und zu der es viele Informationen in diesem Blog gibt.Foto - Ueberschwemmung Ein stehendes Gewässer kann auch ein nicht mehr genutzter Brunnen sein und da gesagt wird, dass die Brunnen häufig verschmutztes Wasser enthält wäre dies eine Erklärung. Ein Projekt, das beim Gospelkirchentag unterstützt wird betrifft eine Tiefbrunnenbohrung, was für sauberes Trinkwasser steht.

Warum es zu verschiedenen Krankheiten in Burkina Faso kommen kann sind vielleicht inzwischen nachvollziehbar. Im Ausgangsvideo wurde allerdings auch geäußert, dass der Patient zur Behandlung von Malaria oder einer anderen Infektion ein Rezept für die passende Medikation erhält. Und genau hier stellt sich ein weiteres Problem. Wie soll den der Burkener seine Medikamente bezahlen, wenn er kaum Geld hat und für das Haupttransportmittel, ein Esel, etwa 1 Jahr lang sparen muss. Die größten Einnahmen erziehlt Burkina Faso durch den Export von Baumwolle. Allerdings wird die Baumwollproduktion beispielsweise in den USA subventioniert und beeinflusst somit negativ den Absatz was Länder wie Burkina Faso betrifft. Hier nützt vorallem der faire Handel – wie das konkret aussieht erfährt man hier:

In einem Beitrag ist viel über die Situation mit der Gesundheitsversorgung im Land zu erfahren. Hier wird speziell von einer Gesundheitsstation erzählt, wie die aufgebaut wurde, wie Personal gewonnen und eingearbeitet wurde und wie schnell sich die Situation ändern kann, wenn durch eine Überschwemmung eine Meningitisepedemie auftritt und schnell gehandelt werden muss.

Wie man auch in dem Ausgangsvideo erfahren hat, sucht ein Burkener häufig zuerst Hilfe in tradioneller Medizin. Wenn das Gefühl aufkommt, dass der Medizinmann nicht mehr weiter weis, erst dann wird die Gesundheitsstation aufgesucht. Dann kann sich allerdings Malaria bereits im fortgeschrittenen Stadium befinden. Es mangelt also häufig an dem Wissen, dass besser geholfen werden kann, wenn man recht früh einen Schulmediziner aufsucht. In unserem Landen wird häufig geäußert “Wissen ist Macht”. Zusammen mit der Unicef-Botschafterin Eva Padberg wurde ein Video über eine Projektreise erstellt mit dem Ziel das Bildungswesen in Burkina Faso voranzutreiben.

Zu den Kindern gehört, dass diese Träume haben. Häufig ist es in Ländern wie Burkina Faso allerdings so, dass die Träume auch Träume bleiben, da die Eltern kein Geld haben. Allerdings aus dem Dilema der Armut kann man nur durch Bildung kommen, da man hier lernt Dinge und Zusammenhänge zu verstehen und auch wie man sich selbst helfen kann. Ein ganz wichtiger Faktor ist auch die Verständigung. Die Amtssprache in Burkina Faso ist Französich, eine der Weltsprachen. Aber in den ländlichen Regionen kann längst nicht jeder Französisch sondern spricht seine Einheimischensprache und schon hat man die Verständigungsprobleme.

Wir in Deutschland leben eher im Energieüberfluss. Strom ist in unseren Landen kein Problem, häufig denken wir gar nicht mehr nach wofür wir alles Strom verwenden. In Burkina Faso sieht dies anders aus. Hier gibt es Landstriche, in denen es gar keinen Strom gibt oder es sind Energieeinrichtungen vorhanden, die aber dringend gewartet werden müssten. Atmosfair hat in Bereich der Energiegewinnung in Burkina Faso ein Klimaschutzprogramm gestartet.

Atmosfair hat bei seinem Projekt auch an die Zukunft gedacht und hier bewusst auf regenerative Energien gedacht. Erdöl wird in naher Zukunft berbraucht sein. Außerdem belasten die CO2-Emmissionen die Umwelt. Am sinnvollsten ist die Nutzung von Sonnenenergie dort wo es am meisten Sonne hat und das ist in der Wüstenregion. Zum Thema Klimawandel gab es im Oktober 2009 das 7. Weltentwicklungsforum, das zufälligerweise in Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Faso, stattfand. Hierzu ein Bericht im Focus. Getan wird an co2-freier Energieproduktion schon etwas in Afrika wie folgendes Projekt beweist.

Aber auch bei uns kann man mit guten Beispiel vorangehen. So wird in der südbadischen Stadt Freiburg gerade in den südlichen Stadtteilen viel auf Sonnenenergie gesetzt. Die Personalkantine der Uniklinik Freiburg hat auf ihrem Dach eine Photovoltaikanlage im Einsatz und nutzt auch Sonnenkollektoren zur Erwärmung des Spülwassers. Der Freiburger Stadtteil Vauban wird weitgehend mit Fernwärme versorgt. Einen Schritt weiter ist man in Lörrachs Stadtteil Stetten-Süd gegangen. Dieser wird ebenfalls mit Fernwärme versorgt, die aus warmen Grundwasser im Basler Vorort Riehen bezogen wird.

Die Erde kann aber auch zum Kühlen benutzt werden und kann auf diese Weise manche Klimaanlage einsparen. Die Universität des Saarlandes setzte beim Bau eines neues Institutsgebäudes für die Belüftung die Technik der Erdkühlung ein und auch bei der Fachhochschule Osnabrück wird die Umsetzung einer Erdkühlung beschrieben und was sie der Fachhochschule der schlussendlich gebracht hat.

Nachfolgenes Video stellt das das Problem Kohle und Atom in Frage, dass zum einen für das CO2-Problem steht und zum anderen auch eine Frage der Rohstoffvorräte ist. Und auch Uran wird mal erschöpft sein und es allgemein bekannt, dass man von dem Atomstrom weg möchte. Im Video werden hier Alternativen aufgezeigt.

Wasser- und Windkraftanlagen als auch Photovoltaikanlagen haben ein Problem, sie versorgen entweder immer noch mit einer Grundlast oder sie können bei einer Windflaute oder einer Wolke auch mal zu wenig Energie produzieren. Im Gegensatz dazu produzieren Wasserkraftwerke möglicherweise nachts zuviel Energie. Auch hier gibt es im Bereich der grünen Energie eine Lösung. Pumpspeicherkraftwerke. Bei mir in der Gegend gibt 3 dieser Pumpspeicherkraftwerke. Es ist zum einen das Eggbergbecken bei Bad Säckingen, das Hornbergbecken oberhalb von Wehr und einen Kraftwerksverbund, bei dem 3 Pumpspeicherkraftwerke hintereinangergeschaltet sind. Wie ein solches Kraftwerk funktioniert wird in folgendem Video erklärt.

Hier noch mal ein Schlauplan der Schluchseewerke

Schluchseewerke

Auch im kleinen kann man schon Beiträge leisten. Beispielsweise in dem man seinen Kühlschrank in der Urlaubszeit ausschaltet. Auch in der Informationstechnologie gibt es schon sogenannte energiesparende Festplatten, die mit einer niedrigen Drehzahl routieren. Nach neuesten Informationen bringt die Kombination mit einer Solid Statedisk, die ohne bewegliche Teile arbeitet sogar noch eine wesentlich größere Energieeinsparung. Weitere Projektmöglichkeiten wie die Servervirtualisierung oder Kühlung durch Wärmeaustausch mit Grundwasser werden hier beschrieben.

Und sogar bei Straßenbahnen, die ja mit Strom betrieben werden und man sie für co2-schonender im Vergleich zu Bussen findet, kann noch in Sachen Energieverbrauch und Klimaverträglichkeit optimiert werden. So setzt seit geraumer Zeit die Stadt Heidelberg Straßenbahnzüge ein, die mit Energiespeichertechnik ausgestattet sind und es somit ermöglichen streckenweise auch ohne Oberleitung zu fahren. Diese Technik soll bei einer neuen Trassenführung durch den Campus Neuenheimer Feld eingesetzt werden. Grund dafür ist, dass die Oberleitung und vorallem das um diese Leitung bestehende Magnetfeld die Arbeiten in den sich dort befindlichen Forschungsinstituten an Geräten wie Elektronenmikroskopen stark stören könnte.

Und bei Konzerten mit seinem Chor kann man sich Gedanken machen, ob man die Beleuchtung nicht auf stromsparende LED-Technik umstellen möchte. Der Freiburg Gospel Choir benutzt schon seit ein paar Jahren farbige Spots, die auf Highpower-LED basieren. Angedacht war bei der Aktionsmitwirkendentagung in Witten eine Art Kette durch Deutschland was Gospelaktivitäten angeht. Fest steht jedenfalls das Datum. Am 17. September 2011 findet der Gospeltag statt und geplant sind hier Konzerte in Einkaufspassagen, Seniorenheimen auf Plätzen und weitere Auftrittsmöglichkeiten in kleinem Rahmen.

Im Mai wurde bei der Tagung in Witten die Frage gestellt warum der Kühlschrank andere etwas angeht. Und hier kam der nachvollziehbare Gedanke auf, dass man seinen Kühlschrank in Urlaubszeiten einfach ausschaltet, weil man ihn nicht benutzt und im Moment deswegen nicht benötigt. Die Haushaltstechnik hat sich allerdings weiterentwickelt und es kommt die Zeit, dass viele Haushaltsgeräte einem diese Denkarbeit abnehmen.
Aus nachfolgendem Beitrag Die Waschmaschine denkt mit, die zwar noch nicht selbst wissen wann jemand Urlaub machen möchte, die allerdings bereits erkennen wann ein günstiger Stromtarif zur Verfügung steht und sich auf diesen Zeitpunkt erst einschalten. Ein bisschen in dem Portal noch gestöbert stößt man plötzlich auf das erste bioklimatische Dorf der Welt, das keine CO2-Emissionen produziert.

Ein toller Gedanke wurde bei einer Tagung bei der Creativen Kirche in Witten geboren. Eine sogenannte Gospelchain. Aus dem Gedanken der Gospelchain wurde der Gospelday, vermutlich weil es zu schwierig wäre die Chöre so zu koordinieren, das diese zeitlich versetzt eingesetzt hätten. Hierbei wurde überlegt Benefizkonzerte zeitlich aneinander zu reihen, die sich örtlich allerdings über ganz Deutschland ziehen. Bereits beim Gospelkirchentag möchte man mit Taten beginnen wie man hier in Deutschland einen kleinen Beitrag leisten kann. Es werden Lebensmittel aus biologischem Anbau vertrieben und es gibt fair gehandelten Kaffee und Saft. Auch mit dem Thema Müllvermeidung hat man sich auseinandergesetzt und möchte diesmal auf Einweggeschirr verzichten. Ob sich sehr viel Energie beim Kirchentag einsparen lässt weis ich nicht. Die LED-Technik, die ursprünglich gewünscht war, liess sich jedenfalls nicht finanzieren. Aber wenn man an die Standby-Problematik bei Elektrogeräten denkt, im Urlaub mal seinen Kühlschrank ausschaltet und bewusster mit dem Wasser umgeht hat jeder schon einen kleinen Beitrag geleistet.

Gospelkirchentag sammelt Spenden für Tiefbohrungsprojekt in Burkina Faso

Friday, August 13th, 2010

Offensichtlich unabhängig vom Aktionsprojekt “Gospel für eine gerechtere Welt” werden am Gospelkirchentag Spenden für ein Tiefbohrungsprojekt in Burkina Faso gesammelt. Wer so wie ich sich über Tiefbohrungen in der Wiki schlaumacht wird schnell stutzig, denn dort steht geschrieben, dass solche Bohrungen in aller Regel für Erdöl- und Erdgasförderung gemacht werden. Inzwischen habe ich mich mal mit einem Projektleiter ausgetauscht, der bei der GTZ für Brunnenprojekte in der Golfregion (Iran, Vereinte arabische Emirate, …) zuständig ist, unterhalten. Er erklärte mir, dass es keine genaue Grenze gibt, wann man von einer Tiefbohrung sprechen kann und erklärte, dass ein Tiefbrunnen häufig nur ein Brunnen ist, der schlicht tiefer gebohrt ist als die in der Region üblichen Brunnen. Von einem Projekt der GTZ habe ich gehört, dass in Saudi Arabien ein Brunnenprojekt mit einer Bohrtiefe von 2 000 m durchgeführt werden soll, um Wasser aus einer wasserführenden Schicht zu fördern.

Irgendwie steckt es in dem Mitteleuropäer und vorallem dem erwachsenen Menschen. Er möchte die Dinge gerne verstehen und fragt natürlich nach dem Sinn, ob er es mit einem Gewissen gut vereinbaren kann eine Sache zu unterstützen. “.. unsere Leute vorort wissen genau warum so und nicht anders” sind hier meist Worte worüber man nüchtern erst einmal lächeln muss. Beim zweiten oder dritten mal lesen, wenn man dann schon etwas mehr Hintergründe erfahren hat, dann denkt man häufig anders darüber.

Burkina Faso liegt im Gebiet der Sahelzone in Afrikas Westen. Dort gibt es bereits mehrere Projekte, die sich mit Brunnenbau befassen. Allerdings wurden hier immer nur Grundwasser gewonnen, das aus relativ geringer Tiefe kam. Gepumpt wurde entweder mit Handschwengelpumpen oder es kam eine Motorpumpe zum Einsatz. Auf der Seite von wateraid werden Wassergewinnungsbeispiele in Burkina Faso vorgestellt. Bei Youtube habe ich ein Video gefunden, das von sauberem Wasser für die Hauptstadt Burkina Fasos, Quagadougou beschreibt und ein entsprechendes Projekt vorstellt.

Handschwengelpumpe

Im Video wird sehr anschaulich gezeigt, dass es durchaus Zisternen gibt und auch Brunnen. Aber häufig ist dort das Wasser verschmutzt und führt so zu Durchfällen. Krasse Beispiele werden im Video gezeigt, wo Wasser aus Erdlöchern geschöpft wird oder man nur einen Gullideckel abnehmen braucht und sich mal schnell Wasser schöpft. Aber wie schnell breiten sich in lauwarmen Wasser Bakterien aus. Auf der Website von Freunde von Nouna wird u. a. ein Brunnenbauprojekt vorgestellt. Hier wurde extra erwähnt, dass der Brunnen aus hygienischen Gründen betoniert worden ist. Und dadurch schon mal kein Schlamm und keine Erdkeime in das Wasser gelangen.

Das Wasserpumpen sogar Spaß machen kann, hat sich eine gemeinnützige Hilfsorganisation zu nutze gemacht und die sogenannte Playpump erfunden und patentieren lassen. Das Prinzip läuft wie folgt:

Funktionsprinzip Playpump

aus 40 m Tiefe, wobei diese sogar aus 100 m Tiefe fördern kann, wird über ein Karussel sauberes Wasser in einen Tank gepumpt. Die Betreiber gehen davon aus, dass sich das Karussel etwa mit 16 Umdrehungen pro Stunde dreht. Der Tank hat häufig ein Fassungsvermögen von 2 500 Litern und befindet sich 7 Meter über dem Boden. Auf diese Weise wird nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren auch ein Wasserdruck aufgebaut. Es wird davon ausgegangen, dass pro Stunde etwa 1 400 Liter Wasser produziert, bzw. aus dem Boden gehohlt wird.
Ungeklärt ist wie lange das Wasser im Tank steht und ob die Gefahr besteht, dass sich das Wasser aufheizen kann. Ich habe diese Art der Wasserförderung einfach mal mit reingenommen, da hier Wassergewinnung mit sozialer Bindung und Spaß kombiniert wird und ich so etwas einfach gut finde.

Das unterstützte Projekt muss mit dem dieser Art aber gar nichts zu tun haben.

Über die Geologie von Burkina Faso wird recht wenig geschrieben. Zu lesen ist, dass eher ein metamorphoses Gebierge vorallem im Süden Richtung Sudan hin und auch im Südwesten anzutreffen ist. Der höchste Berg mit 743 m befindet sich im Südwesten des Landes. Das Gestein besteht vorwiegend aus Gneisen und Sandstein. Über die metamorphenen Geisteine kann man sich hier informieren.

Ein anderer Anspekt für ein Brunnenprojekt ist die Agrarwirtschaft. Und in Burkina Faso wird vorallem Landwirtschaft betrieben und Baumwolle angebaut. Sehr gut kann man den zusätzlichen Nutzen durch sauberes Wasser bei einem landwirtschaftlichen Projekt sehen, dass die Organisation “Fastenopfer” in Burkina Faso durchgeführt hat.

Der wirtschaftliche Erfolg steckt vorallem im Baumwollexport. Natürlich ist hier auch der faire Handel wichtig. Aber jedes Leben braucht Wasser und von daher ist auch hier eine gewisse Wasserversorgung wichtig. Wie sich in dem Baumwollanbaugebiet der Klimawandel auswirkt kann man schlecht vorhersagen. Manche rechnen mit einer weiteren Wüstenbildung. Andere fürchten aber auch, dass die Regenfälle gerade in dem Tropenbereich zunehmen. Über den “Fraitrade” informiert dieses Video

“Gospel für eine gerechtere Welt” – Botschaftertagung bei der Creativen Kirche in Witten

Tuesday, June 1st, 2010

Auf dem Kickoff zum Gospelkirchentag wurde die Aktion schon kurz angesprochen. Aber nur, dass man hierfür noch Botschafter sucht. Im Frühjahr des Jahres wurde ich von der CREA noch einmal gezielt angesprochen und hatte mich daraufhin als Botschafter für die Aktion gemeldet.

Am letzten Maiwochenende ging es dann zu einer Botschaftertagung nach Witten in Westphalen. Die CREA beschrieb es in seinem Infoschreiben für die Botschafter ganz spannend “Wir betreten Neuland und wir werden zusammen lernen”. Vorbereitet war man also auf eine Ideensammlung, die es immer beim Projektstart erst einmal braucht. Als Themenschwerpunkte wurden erst einmal eingekreist: gerechte Entwicklung, Umweltschutz und Fairtrade.

Am Freitag gab es nur einen groben Informationsüberblick über die ganze Aktion. Es traten Rednerinnen vom evangelischen Entwicklungsdienst und Brot für die Welt auf.

Was könnte Burkina Faso eigentlich besser als folgendes Video:

Der Samstag war geprägt mit dem Inhalt globale Ungerechtigkeit. Wir hinterfragten uns auch warum es uns eigentlich gut geht oder auch warum wir meinen, dass es uns gut geht. Ich denke, dass eine gewisse Empfindung für Gerechtigkeit auch in dem Animationsfilm “Das große Krabbeln” erklärt wird.

Dieser Film geht vorallem auf den Aspekt ein, gemeinsam kann man was bewirken. In einer Broschüre habe ich eine provokante Schlagzeile gelesen, die ich erst einmal so stehen lassen möchte. “Geld kann duften” !!

Und wenn man mal, wie ich VWL hatte, kommt man schnell drauf, dass Geld ja nur ein Zahlungsmittel ist oder noch krasser ein Tauschmittel und in der modernen Welt statt Abgaben von Salz, Getreide oder mittelalterlichen Fronleistungen benutzt wird. Von daher Geld an sich macht rein gar nichts. Es kommt halt drauf an wofür die Menschen es benutzen. Normalerweise gelangt das Geld an Banken, Unternehmen oder Staaten, die das Geld produktiv einsetzen, aber wofür – meist doch, um erwirtschaftete Gewinne einzufahren. Was für Auswirkungen auf Mensch und Natur dies hat wird meist weniger nachgefragt. Bei den ethischen Geldanlagen gibt es sogar etwas Kroteskes. Man schließt Unternehmen aus, aber man fördert auch Unternehmen. Und nochmehr, es findet auch eine Beeinflussung von Unternehmen statt. Negativkriterien sind beispielsweise Investitonen in Waffen, Prostitution oder schlicht wo erkannt wird, dass der Mensch mehr als Ressource angesehen wird. Aber es gibt auch Institutionen und Unternehmen, die beispielsweise im Klimaschutz was bewegen wollen und somit Positivkriterien erfüllen.

Sehr anschaulich hat dies die Website Kirchenfinanzen zusammengestellt. In diesem Zusammenhang haben wir einen provokanten Kurzfilm angeschaut:

Anschließend haben wir die Ungerechtigkeit in Burkina Faso genauer beleuchtet. Aber um die Ungerechtigkeit in diesem Land besser zu verstehen, sollte man erst einmal erfahren, wie dort überhaupt gelebt wird.

Die Ungerechtigkeit kann man jetzt vielleicht besser verstehen, wenn man dieses Land im Vergleich zu Europa, den Industrienationen aber vielleicht auch anderen afrikanischen Staaten wie den Tschad, in dem Erdöl gewonnen wird, von Südafrika wo viele sich versprechen ein neues Imperium aufzubauen oder auch anderen Staaten, die sich in Afrika bereits im Aufschwung befinden.

Manch einer wird sich bei diesem Punkt sicherlich denken, da hat jemand einen Knall “Warum mein Kühlschrank andere etwas angeht”. Wenn man zumindest mal gedanklich sich in einen Menschen aus Burkina Farso (Sahelzone) versetzt, dann kann ich mir durchaus vorstellen, dass die danach lechzen in einen Kühlschrank blicken zu können, in dem sie was finden. Sie selbst müssen sich häufig selbst die Frage stellen, wie finde ich etwas, um es in den Kühlschrank stellen zu können. Oder noch extremer, wo kriege ich einen Kühlschrank her, um zumindest über die Speisen etwas Abkühlung zu erfahren.

Inzwischen ist mir die Frage “Warum mein Kühlschrank andere etwas angeht” und vorallem warum man seinen Kühlschrank bei längerer Abwesenheit eigentlich nicht in Betrieb haben brauch bewusster geworden. Es geht hier vorallem um den Klimawandel. Zum einen hört man da, es wird trockener, zum anderen wird es feuchter und es gibt Gegenden, die mit dem Anstieg des Meeresspiegels zu kämpfen haben. Hierzu habe ich eine Produktion von Arte gefunden:

Die andere Frage, die sich jedoch stellt ist, was hat das Video mit dem Klimawandel in Afrika und möglicherweise für Burkina Faso zu tun. Auch hier hat Arte eine entsprechende Produktion mal gemacht:

Danach wurde exemplarisch mal ein Themenabend durchgespielt, wie dieser bei einem Chor aussehen könnte. Sinn macht es eigentlich erst einmal den Kontinent Afrika an sich vorzustellen als auch über den Aufschwung

Wir Mitteleuropäer sind eher von einem verhaltenen Wesen geprägt und fragen uns da schon eher, ob es Sinn macht ein Hilfsprojekt zu unterstützen was vielleicht danach untergeht. Man möchte gerne erfahren, was haben die Afrikaner eigentlich selbst schon erreicht oder wo gibt es Ansätze, die den Afrikaner zeigen – hier ergeben sich neue Möglichkeiten. Das Selbstbewusstsein dieses Kontinentes zählt also.

Aber wie kann man Selbstbewusstsein erlangen. Hier vielleicht die ungeschriebene Gegebenheit “Wissen ist Macht”.  Das Problem vorallem bei den Frauen in Afrika und auch in Burkina Faso ist, dass viele davon nicht Lesen und Schreiben können und von daher viele die Amtssprache Französisch, die in Burkina Faso gesprochen wird überhaupt können. Hier vorallem mit Bildungsangeboten ist der EED (evangelische Entwicklungsdienst) aktiv. Er gibt dort Alphabetisierungskurse und es geht sogar soweit, dass er Stipenien anbietet, um jungen Erwachsenen aus Afrika und Staaten mit einem geringen Bildungsangebot die Möglichkeit zu bieten in Deutschland und anderen Industrienationen eine Ausbildung oder ein Studium bei einer Universität machen zu können und dann mit diesem Wissen zurück in ihr Land gehen können. Wie wichtig Bildung ist, veranschaulicht folgender Film:

Was uns allen sehr gefallen hatte war eine Art Aufstellungsspiel, bei dem 2 Rechtecke auf den Boden geklebt werden. Ein großes und ein kleines. Das große ist etwa 3 x so groß wie das kleine. Das kleine soll Burkina Faso symbolisieren, das große Deutschland. Wir hatten hier zum einen die CO2-Emissionen verdeutlicht. Mit dem CO2-Rechner kann jeder selbst seine CO2-Emissionen ermitteln.

Die Deutschen hatten mehrer Packen an Streichhölzern gehabt. Die Burkener mussten mit einem einzigen auskommen. Noch besser konnte man dies an einer Schokolade verdeutlichen. Deutschland hatte einen ganzen Teller voll erhalten, die Burkener hingegen gerademal einen Riegel. Für unser Beispiel wurde später sogar noch gesagt, dass einer von den Deutschen in unserem Fall eigentlich 26 Riegel Schokolade essen müsste. Die Burkener hätten von dem kleinen Stück Schokolade, die sie sich teilen sollten sogar noch eine kleine Ecke abbrechen müssen und dies an Deutschland zurückgeben müssen.

Vorstellbar könnte sein auch einige afrikanische Titel zu singen, um sich auch mit der Musik in Afrika zu beschäftigen. Und siehe da, es gibt sogar einen Gospelsong, der aus diesem Land stammt:

aber auch ein Siyahamba oder ein anderer afrikanischer Titel passt da doch gut.

oder man nimmt dann doch Miriam Makeba