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Bob Kauflin – Hintergründe zum Titel Clap your hands

Saturday, April 9th, 2011

Etwas was man einem Farbigen nicht extra sagen braucht, er macht es automatisch. Die Rede ist vom schlichten in die Hände zu klatschen.
Aber das kommt daher, sie erfahren schon als kleines Kind die Ungezwungenheit in den Gottesdiensten.

Die Botschaft eigentlich so selbstverständlich:

Klatsche in die Hände jeder unabhängig von seiner Nation,
Rufe den Herrn mit einem freudvollem Schrei
Der Herr ist der König über die ganze Erde
Wie groß und ehrfürchtig ist der Herr
Man (muss ihn) erheben.

Gott ist durch dem freudvollen Ruf gestiegen
der durch das Klingen der Trompete und des Horns sich ergab
Gib ihm die Herrlichkeit, die ihm zusteht
So wie Du es von ganzem Herzen singen würdest (3x)
zu dem Herrn

Gott regelt als Majestät die Nationen.
Er saß während der ganzen Zeit auf seinem Tron
Prinzen und Politiker (wörtlich hätte es Regler heissen müssen) werden ihn lobpreisen
Ihn für das Königsreich auf Erden (3x)
Nur ihn (im Sinne sein alleiniges Königreich)
Hoch

Bei der Übersetzung der Lyrik kam mir sofort wieder der Titel “Sing to the lord a new song” von Jessy Dixon in den Kopf. Inhaltlich geht es nämlich um das gleiche. Man soll den Herren doch durch ein Lied loben, ganz egal welcher Nation man angehört und vorallem man soll Dank sagen für die allen tollen Dinge, die er führ einen getan hat. In diesen Titel wird Gott vorallem als Herrscher über die Welt gelobt. Und er ist dabei ein guter Herrscher. Nicht einer wie Gadaphy in Lybien oder die Machthaber in Nordkorea, die eher ihre Machtposition im Kopf haben und so ein bisschen die Gedanken des Volkes vergessen haben. Auch vergessen haben, das es soetwas wie eine Menschenwürde gibt und das der Mensch auch ein Selbstwertgefühl hat. Gott vorallem als Regler der Nationen hat dies nicht vergessen, er berücksichtigt dies sogar und lässt einen nicht alleine – er stärkt eher noch das Selbstwertgefühl.

Vom biblischen her betrachtet kann man sagen, es geht eigentlich um zwei Dinge in dem Gospel. Es ist von Nationen die Rede. Benji ging im Auftrag von Bibel TV hierzu mal auf die Straße und fragte nach Pfingsten.

Ich habe jetzt nicht gefunden was es vielleicht theologisch belegt.  Wenn Du meinst, beim Lobpreis muss man mal alles rauslassen – tue dies, flipp aus, sei fröhlich, tanze, wenn Dir zu mute ist – auch in der Form kann man an Gott glauben. Als Königreich kann man vielleicht die Gesamtheit der Christen ansehen, wobei das einzigste was hier gewünscht wird ist, dass man an Gott glaubt. Untertanen, wie in weltlichen Königreichen gibt es eigentlich gar nicht. Allerdings die Jünger von Jesus könnte man vielleicht nennen, dass sie kleine Gehilfen von Jesus waren. In meinen Augen hatten sie aber freiwillig gewisse Botschaftertätigkeiten übernommen oder dienten auch nur dazu die Botschaft Jesus noch besser verteilen zu können.

So wie man vielleicht Königreich verstehen könnte, kann in Jesaja 60, 1 – 16 erklärt werden

Donnie McClurkin – Hintergründe zum Titel “Heart to soul”

Friday, November 5th, 2010

Auch hier kann man zusammenfassend wieder sagen, ein Song von einem selbst an Gott. Vielleicht auch ein Titel, der beschreibt wie Gott für einen ist.

Hier ist meine kleine Melodie.
Meine einfache Melodie.
Sie klingt bis ich auf den einzigen klugen und waren Gott treffe.

Es wird Lobpreissong für den Herrn gesungen. Darin wird sich nochmal bedankt, dass man jetzt
aus dem Land gekommen ist, in dem man leben musste als man voller Sünde war. Das kann beispielsweise die Wüste sein, in der man leben musste.heiliger Boden Es kann aber, wenn man an die Farbigen auf den Plantagen denkt die Gegend um New Orleans, Houston oder Staaten wie Lousianna sein, aus den man fliehen konnte und das Land Canada erreicht hatte. Beispielsweise weil das Netzwerk der Underground Railroad dem Sklaven hierbei geholfen hatte. In der Bibel befindet sich hier etwas über den Propheten Ezechil

Es wird drum geben, dass der Herr einen so nimmt wie man eben ist. Man möchte dem Herrn seine Einzigartigkeit geben. Und dies wird damit begründet, dass dies vom Sieg gekommen ist und ein Dank dafür ist, dass man gewinnen durfte. Man gibt zu erkennen, dass es eine Melodie ist, die vollgepackt mit Lobpreis oder im Englischen Worship ist. Im Prinzip sagt der Titel “Worship the lord” hier auch nur “Preise den Herrn” aus.

Im Chorus wird es nocheinmal verdeutlicht, dass es nur eine Melodie ist, eine sehr einfache Melodie. Diese aber direkt vom Herzen kommt und das Abbild des Herrn in der Seele ansprechen soll. Mit seiner eigenen Stimme möchte man auch zum Ausdruck bringen, dass Gott einem mehr bedeutet man ihn höher heben möchte.

Der erste Liedteil widmet sich vorallem Jesus. Man anerkennt, dass Jesus die Sünden der Welt als er am Kreuz hin auf sich genommen hatte und mit seinem Tod dafür bezahlt hatte.KreuzigungVon sich ist man überzeugt, dass durch den Tod Jesu am Kreuz das eigene Leben jetzt plötzlich an Wert gewonnen hat, man eine eigene Meinung darüber hat. Vor allem wurde mir (als eines dieser Individuen) Hoffnung gegeben, in der auch eine gewisse Zuversicht steckt. Du hast mich abgesichert, wenn meine Klänge etwas wehleidig wirkten.

Die Underground Railroad der farbigen Sklaven

Friday, March 26th, 2010

Bei der sogenannten “Underground Railroad” handelt es sich um ein informelles Netz, das die Sklaven für ihre Flucht benutzen. Auf  der ersten Karte sind verschiedenen Fluchtverläufe im nördlichen Amerika eingezeichnet, über die eine Vielzahl von Sklaven geflohen waren.

Fluchtwegeplan Underground Railroad und hier nochmals eine genauere Karte, die die Flüchtlingsströme von Sklaven aus den Südstaaten Amerikas zeigt. Auf dieser Karte sind auch die Staaten markiert, bei denen Sklaven gehalten werden sowie die Staaten, die keine Sklaverei hatten.

Underground Railroads - Auschnittsplan

Inzwischen sind fast 250 Jahre vergangen als es dieses Informationsnetz der “Underground Railroad” gab. Um 1860 fingen die ersten afrikanischen Sklaven an wegzurennen und manchen gelang die Flucht in die Freiheit. Im Jahr 1850 waren es etwa 2 500 Sklaven, die Fluchtpläne hatten. Der Begriff von der Eisenbahn kam auf, da es viele Freiheitshelfer gab, die die Farbigen transportierten. Wenn einem Sklaven oder einer Sklavin die Flucht gelungen war und derjenige jetzt anderen bei der Flucht helfen wollte und Kontakte aufbaute, so wurde dieser automatisch ein Teil der “Underground Railroad”.  Zum Fliehen wurden sogenannte Stationen genutzt, die den Farbigen eine Herberge boten und von denen sie zur nächsten Etappe aufbrechen konnte. Eine solche Station war beispielsweise Catherine Harris. Die Railroad bestand etwa bis 1950, also fast 100 Jahre lang.

Sklaven bei einer Underground Railroad-Station

1842 brachte Willam Brown mit einem dampfbetriebenen Boot 69 fugitive Sklaven nach Kanada. Diese Farbigen bauten das Netzwerk der “Underground Railroad” auf und verschafften so etwa an die 70 000 Sklaven zur Flucht. Vor allem die Städte Buffalo, Rochester und deren Umgebung nahmen eine führende Positon bei dieser Untergrundsbewegung ein.

Hier die Autobiografie eines fugitiv Farbigen

Gegen Ende der Underground Railroad wurde die Sklaverei abgeschafft. Plakat gegen Sklavenhandel

Es war vorallem dem Präsidenten Abraham Lincoln zu verdanken, dass die Sklaverei abgeschafft wurde. Sicherlich vielen ist auch noch die berühmte Rede “I have a dream” von Dr. Martin-Luther King ein Begriff. Auch dieser bedeutende Farbige setzte sich für die Anrekennung der Farbigen ein und drang darauf, dass die Farbigen einen gleichen Stellenwert wie die hellhäutige Bevölkerung bekommen sollten und als Menschen ebenbürdig behandelt werden sollten.

Hier mal eine zeitgenössische Karrikatur zur Anti-Sklavereibewegung

zeitgenössische Karikatur

über die Weiterentwicklung der Gospelbewegung und der Freikirchen

Monday, March 8th, 2010

Die Kirchen in den Staaten ist verständlicherweise anders organisiert als die Kirchen in Mitteleuropa. Hervorgangen aus den Praisehouses, die noch von den ehemaligen Sklaven stammten, entstanden verschiedene Glaubensgemeinden.

Recht früh um 1840 sind die Baptisten entstanden. Das Wort selber steht für untertauchen. Mit “untertauchen” wird hier nicht an die Sleeper gedacht sein oder an unliebe Machenschaften. Vielmehr ist darunter die Art und Weise zu verstehen wie neue Gläubige in die Gemeinde aufgenommen werden. Es wird so vollzogen wie man glaubt das Johannes der Täufer früher seine Leute getauft hat, nämlich in dem die Neulinge komplett gebadet werden.

Hier erst einmal ein Video über ein Interview mit Bernd Altinger, der sich mit der Zentralfigur von Johannes, dem Täufer genauer auseinandergesetzt hat.

Nun noch ein Videos, das die Aufnahmezeremonie von neuen Baptisten zeigt, wie die in Gemeinschaft der Baptisten aufgenommen und mit der Taufe einem zu verstehen geben, dass diese nun Jesus folgen wollen.

Eingang der ersten Baptistenkirche in Washington D. C.
Schon etwas früher hatten sich die Mormonen um die Zeit von 1830 gegründet. Das nachfolgende Video stellt ein Testimorial vom Buch der Mormonen vor.

Jetzt leben diese vorallem im Staate Utah sowie der umliegenden Staaten der Vereinigten Staaten. Heute sind es vorallem die Tempel in Salt-Lake, die auf die Stellung der Mormonen aufmerksam machen. Auch in San Diego steht solch ein Mormonentempel. Leider kann dieser inzwischen nicht mehr besucht werden. Begründet wird dies nach Gerüchten, dass durch Ungläubige der Tempel entweiht werden könnte.

Salt-Lake-Temple

Den weiteren Wachstum an Mormonentempeln wird in folgendem Video beschrieben, es stellt einige Tempel
vor

Der Gospelgesang ist für die Farbigen das was bei uns das Singen aus dem Gesangsbuch ist. Hier steht vorallem der Lobpreis im Vordergrund. Und wenn man seinen Gott anerkennen möchte, dann ist es längst nicht immer etwas ehrwürdiges sondern man freut sich dass es ihn gibt, dass er einem Kraft gibt und man auch immer wieder zu ihm treten kann.
Entsprechend emotional sind Predigten gestaltet.

Entsprechend ausgelassen geht es auch beim Singen zu.

So kann ein einziges Lied sich durchaus über eine längere Zeit hinziehen und aus verschiedenen Rhythmuspart bestehen, mal ist es balladenhaft, mal normales Tempo und plötzlich ist die Gemeinde in Extase und es geht in den sogenannten Hotpraise, der einen sehr schnellen Rhythmus hat.

Hier noch einige Ausschnitte aus Gottesdiensten.

Anders als bei uns wo die Pfarrer bei der Landeskirche angestellt sind, kann grundsätzlich jeder, der sich berufen fühlt in den Staaten eine Kirchengemeinde gründen. Begonnen wird in aller Regel erst einmal im eigenen Wohnzimmer, da die Referenten selbständig sind und verständlicher Weise sich erst einmal das Geld erwirtschaften müssen. Schnell kann es da passieren, dass sie soviele Menschen begeistern konnten, dass das Wohnzimmer gar nicht mehr ausreicht. Also muss
eine Kirche her und dies kann jenachdem dazu führen, dass wahre Großkirchen entstehen, in die durchaus um die 5000 Personen reinpassen, weil sich der Pastor schlicht so eine große Gemeinde inzwischen aufbauen konnte und wie es sich für eine amerikanische Gemeinde gehört, auch einen eigenen Masschoir besitzt mit dem er durchaus sein Kirche aufrechterhält

Hier 3 Ausschnitte aus dem Film “The Gospel”, der vom Aufbau einer Kirchengemeinde erzählt.

sowie

und

vom instrumentalisierten Spiritual zur Barbershopmusik

Monday, March 8th, 2010

Nach und nach wurden die Spirituals melodiöser, es bildeten sich einige Formation. Viele Farbige überlegten sich, ob es nicht geschickter ist, die Kunden beim Friseur, wenn sie geschnitten werden musikalisch zu unterhalten. Es standen dann durchaus so um die 4 Farbige um einen Kunden rum und besangen diesen mit Acapellasongs und boten ihm hierbei eine kleine Show.

Sehr bekannt aus dieser Zeit ist der Titel “Mr. Sandman”

oder auch der Titel “Over the rainbow”

In Deutschland brachte es vorallem die Gesangsformation “The Comedian Harmonists” die Barbershopmusik ins Land. Anfangs wurden die Lieder auf Deutsch gesungen. Bekannt aus dieser Zeit sind die Titel “Mein kleiner grüner Kaktus”, “Veronika der Lenz ist da”, “Ein Freund, ein guter Freund” und andere.

Leider enthielt die Formation auch Juden an Bord, so dass sie vorallem Zeit des 2. Weltkrieges von den Nazis verfolgt wurden und Auftrittsverbot bekamen. Daraufhin trennte sich die Gruppe, ein Teil flog in die Vereinigten Staaten und gründeten dort eine neue Formation. Passend von daher nachfolgender Titel:

Entstehung des Spirituals

Monday, March 8th, 2010

Das Aufkommen der Spitituals begann mit der Sklaverei als Farbige in den Südstaaten der USA als Sklaven eingeführt wurden. Um die Arbeit auf den Baumwollplantagen sich erträglicher zu machen, sangen die Arbeiter so Art “Worksongs”. So Artbeitslieder hörten sich in etwa so an

Das Arbeiterleben war damals hat und unwürdig. Da die Plantagenbesitzer natürlich nicht wollten, dass die Sklaven irgendwelche Fluchtpläne ausarbeiten und sich ohne weiteres verabreden konnten, befahlen diese den Farbigen ihre Lieder auf Englisch zu singen, denn das konnten ihre Cheffs verstehen. Was nun tun – so brachen die Farbigen Codes in ihren Liedern unter, so stand der Jordan für den Missisippi und mit dem heiligen Land war Canada gemeint. Sehr schön erklärt folgendes Video die damalige Situation.

Ein seperater Beitrag erzählt über die sogenannten Underground Railroad

“Wir sind ein Nichts, aber wir haben unsere Kirche” haben schon recht früh sich die Farbigen gesagt und nach dem die Sklaverei verboten wurde entstanden die ersten Gotteshäuser, die in den Staaten auch Praisehouse genannt wurden. Und zu einem Praisehouse brauch es erst einmal gar nicht viel. Das Bild vermittelt einen Eindruck von den Anfängen.

Praisehouse auf St. Helena Island
Zu einem Gottesdienst brauchte es nicht viel. Da reichen ein paar Bänke, ein kleiner Altartisch und ein Kreuz an der Wand vollkommen aus. Das Glaubensleben kam vorallem durch die Lobpreisung in Form von Erlebnisberichten, dem Einfliessen von Gleichnissen und nicht zuletzt durch den Lobpreis, dem Worship.

Hintergründe zum Praisehouse auf St. Helena Island

Der nächste zeitliche Meilenstein ist vom instrumentalisierten Spiritual zur Barbershopmusik

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