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Gaither Vocal Band – Hintergründe zum Titel I then shall live

Saturday, October 8th, 2011

Dass es durchaus gefühlvolle Gospel gibt beweist dieser Titel. Vielleicht ist es nicht jedermanns Sache, dass viele der Töne sehr lang ausgehalten werden.

Ich dann so lebe als einer, dem verziehen worden ist.
Ich gehe  mit Freude wissend, dass meine Schulden bezahlt worden sind.
Ich weiß, dass mein Name vor meinem Vater klar ist;
Ich bin sein Kind und ich habe keine Angst.
So groß begnadigt, verzeihe ich meinem Bruder;
Das Gesetz der Liebe, die ich froh befolge.

Ich werde dann leben als einer, der gelernt hat mit Mitleid umzugehen.
Ich bin gewesen, also geliebt, das, das ich es riskiere, auch zu lieben.
Ich weis wie die Furcht Wände anstelle von den Brücken errichtet;
Ich traue mich, die Dinge aus einem anderen Gesichtspunkt zu sehen.
Und wenn Verhältnisse Verpflichtung verlangen,
Dann bin ich da, mich darum zu kümmern und zu folgen.

Dein Königreich komme herum und durch mich und in mir;
Deine Energie und Ruhm, ließt Du durch mich glänzen.
Dein geheiligter Name, O den kann ich mit Ehre tragen,
Und kann Dein lebendes Königreich, das in mich gekommen wird.
Das Brot von Leben, O möge ich Anteil mit Ehre haben,
Und kannst Du eine hungrige Welt durch mich einziehen.

In der ersten Strophe wird sich in den Jesus hineinversetzt, der für die Christen am Kreuz gestorben war. Es wird theologisch immer davon ausgegangen, dass Jesus für die Menschen gestorben ist, um wenn er stirbt und seine Seele in den Himmel wandert automatisch die Sünden der Menschheit mitgenommen werden und  die ganzen Menschen plötzlich sündenfrei wären. Man kann so leben wie einer, dem verziehen worden ist bedeutet, dass vermutlich Jesus jemanden entdeckt hat, der verkehrt gehandelt hat. Jesus würdigt die Erkenntnis dieses Menschen, dass dieser einen Fehler begangen hat und sich gerne künftig in seinem Sinne verhalten möchte – er hat ihm diese Tat verziehen. Ich weis, dass es Gott bewusst ist, dass es Jesus ist, den er jetzt in den Himmel geholt hat und Jesus sein Sprachrohr für die Menschheit oder dieser als eine Art Veranschaulichungspuppe von Gott gedient hatte. Puppe ist in diesem Zusammenhang vielleicht etwas schwer verständlich. Aber er benutzte Jesus, damit die Menschen eines Gleichen haben und dadurch komplexere Dinge besser verstehen zu können. In dem Moment wo Jesus den Gang mit dem Kreuz über den Schultern hinauf auf den Schädelberg macht und er dort seine Hinrichtung durchs Kreuz erfährt, in dem Moment erkennt man selbst, dass man eigentlich an seiner Stelle hätte sein müssen. Aber Jesus hatte einem bereits verziehen und es tut einem schrecklich leid, dass ein anderer jetzt anstelle seiner für etwas büßen muß was man eigentlich selbst gemacht hatte. Und Jesus hatte hier nach einem Gebot gehandelt, das bereits in den 10 Geboten festgehalten ist, er hat Nächstenliebe betrieben, in dem er einen geliebt hat so wie er eigentlich selbst gerne geliebt worden wäre.

Mit Mitleid umzugehen, wenn manche die Schlagzeile lesen “Bei dem Nonecker wohnte” und wird sich vermutlich sagen, wie kann man jemanden, der der Kirche das Leben schwer gemacht hatte, der die Predigten hat bespitzeln lassen und der sogar Menschen erschießen ließ, wenn diese durch die Spree, die Berliner Mauer oder die Grenze in den Westen wollte. Aber genau diese Frage hatte sich ein Geistlicher stellen müssen und sagte sich, Honecker ist trotzdem für ihn ein Mensch, dem jetzt geholfen werden sollte.

Der Pfarrer, der nun Margot und Erich Honecker Kirchenasyl geboten hatte hat dann entsprechend Energie gehabt und durch die Anerkennung, dass er eben diesen Asyl gewährt hatte auch Ruhm bekommen und er hatte in den Augen der Honeckers geglänzt, dass da jemand einem Zuflucht in einem Haus gewährt wo man es selber vermutlich nie verdient hätte. Auch der Aspekt der Furcht wird meiner Ansicht nach in dem Interview sehr gut beantwortet. Viele von uns haben ein Sicherheitsbedürfnis. Allerdings ist Furcht häufig etwas wo der Mensch sich zurückzieht. Ganz krass war das mit dem Entstehen des Staates Deutsche Demokratische Republik. Der Staatsaperat hatte eben Angst, dass die Bevölkerung flüchten könnte, um mehr Wohlstand genießen zu können und eben dem sozialistisch-kommunistischem Denken nicht folgen. Und aus der Furcht, sie könnten fliehen wurden tatsächlich Mauern errichtet, um sie daran zu hindern. Die Welt ist aber nur dann erfolgreich, wenn sie sich vernetzt und den Austausch pflegt. Und in dem Songtext kommt auch der Vergleich mit Mauerbauen und Brücken errichten vor. Ein drastisches Beispiel zur damaligen Zeit war beispielsweise die Errichtung der Luftbrücke, um den eingeschlossenen Menschen in Berlin durch die Luft auf Initiative der Amerikaner zu helfen. Auch ein Netzwerk und ein Brückenbau war zur Entstehung der Spirituals die Underground Railroad als Netzwerk für die Farbigen eine Möglichkeit zu haben zu fliehen.

Aus einem anderen Blickwinkel sehen. Einem anderen eine Brücke errichten kann man in der Tat nur aus dem anderen Blickwinkel. Vielfach hilft es, wenn sich in die Situation reinversetzt wird, dass Personen, die sich in Not befinden geholfen wird. In Zeiten der Sklaverei konnten sich natürlich solche, die nach Kanada gelangen konnten und zuvor selbst auf einer Baumwollplantage gearbeitet hatten sich recht schnell in die Verhältnisse reinversetzen, die dort geherrt hatten und hatten den gewissen Anreiz gehabt ihren Landsleuten helfen zu wollen sie da rauszuholen. Und auch in der heutigen Zeit wird sich z. B. in die algerischen Rebellen reinversetzt, die versuchen in dem Staat eine Demokratie aufzubauen und das Regine von Ghadafi zu stürzen.

Heute kann man sich den Satz “Dein Königreich komme um mich herum und durch mich hindurch”. In der heutigen Zeit wird man sich sagen, aber Kaiser und König sind längst abgeschafft, wie soll ich mich dann wie in einem Königreich fühlen was mich umgiebt. Und wie kann ich mich vielleicht sogar so fühlen als ob ich ein König bin. Das kann man vielleicht auch nur sinnbildlich verstehen oder vielleicht auch aus der Sicht eines Kindes nach seinem Empfindungen nach, wenn besonders glückliche Momente erfährt. Es gibt vom christlichen Sender Bibel-TV ein Gepräch-Spezial

Bei der Beschreibung des Projektes durch Paul Human erkennt man viele Dinge, die in der letzten Strophe zur Sprache kommen. Sie werden das Gefühl haben, sie befinden sich in einem Königreich und vielleicht als eigener König, der sich darin entfalten kann. Gleicherzeit weis aber jedes Kind in dem Projekt, dass sie das nicht erreicht hätten, wenn jemand ihnen dieses bessere Leben ermöglich hätte, in dem dort angesetzt wurde wo die Kinder Hilfe benötigen und auch was den Kindern Spaß macht und wie sie ihre Lebensfreude wieder mehr entfalten können.

Unbeantwortet finde ich sind jetzt noch die Zeilen “Brot des Lebens” und “hungrige Welt”. Bei Hunger denkt man in erster Linie an Essen, also Nahrungsaufnahme. Allerdings kann Hunger auch geistiger Hunger bedeuten und “Brot des Lebens” für diverse existenzelle Dinge. Vielleicht beschreibt nachfolgendes Video diese Fragen noch besser.

Gerade durch die Bilder, die eher ein sehr einfaches Leben zeigen, kann ich mir gut vorstellen, dass hier die Dinge “Brot des Lebens” und “Hunger” gut beschrieben wurden.

Oslo Gospel Choir – Hintergründe zum Titel Get together

Thursday, May 26th, 2011

Es ist irgendwie ein Ohrwurm und wird gerne gesungen. Bei einem Oslo Gospel Choir-Workshop, der von Volker Dymel geleitet wurde (Tore W. Aas war auch anwesend), wurde der Song gesungen und auch im Projektchor des Gospelchors St. Josef wurde dieser Song mal wieder einstudiert.

Refrain:

Zusammenkommen soll man. Zusammenkommen im Namen des Herren

Vers

Wenn ich träge werde und die Zeiten schlecht sind und ich das Gefühl habe, dass ich die Freude verloren habe, die ich einst mal hatte, es gibt eine Lösung, einen Weg, den man gehen kann und sollte man die Last mit seinen Brüdern als Zeichen des Herrn teilen. Hebe Deine Kopf und blicke in den Himmel. Bete zum Herrn solange bis der Tag kommt an dem ich sterben werde (im Sinne man soll in seinem Leben immer wieder die Gelegenheit nutzen zu Gott zu beten). Weil er mich beschützte und mich von Zweifeln und Furcht, die mich quälten, befreite.

Refrain

Vers
Wenn ich einsam bin, wenn ich blau bin (ob Tore tatsächlich an besoffen gedacht hat .oO oder vielleicht traurig meinte), dann weis ich aber ganz genau was ich jetzt zu tun habe. Sie alle warten auf mich. Wenn ich schreie und mir die Dinge peinlich sind, wenn ich krank bin versuche ich die Ketten, in die ich mich gebunden fühle abzulegen.Ich werde unterstützt, wir sind eine Familie all meine Brüder, die an Gott glauben stehen mir bei.

Refrain

Wenn die Zeiten gut sind, die Erscheinung, die sich zeigt sollte mir entsprechen. Er ist der Grund und er ist das Ziel (der Punkt im Schwarzen oder das Tor im Fußball). Er ist der Einzigste und der einzigste, der sich in meiner Seele befindet. Wenn Du Dich wacklig fühlst und falsch platzierst fühlst und Du der Ansicht bist, dass Du ein Fehler und Abfall bist, bei Gott bist Du immer perfekt, ein kostbarer Stein. Öffne Dein Herz und Du wirst nicht mehr alleine sein.

In dem Titel geht es wie so häufig, dass man Zuversicht gewinnen soll. Man soll zusammenkommen und füreinander da sein. Vom Prinzip her das Hauptgebot der 10 Gebote leben, nämlich das Gebot der Liebe und damit meint Gott die Nächstenliebe. Gott ist vielen Situationen jemand, der einem helfen kann, der einem beisteht und der einen auch aufrichten und den Weg zeigen kann. Es ist aber auch die Rede davon, dass man die Gemeinschaft suchen soll und vielleicht auch einfach mal offen sein, sagen wo der Schuh drückt, dass man momentan ein Problem mit sich rumschleppt und vielleicht andere schon in ähnlichen Situationen gesteckt haben und einem einen Tip geben kann. Auch kenn er teilweise helfen und einem Halt bieten, wenn man über sich zweifelt, vielleicht sogar zu Depressionen neigt oder Anzeichen eines Burn-out-Syndroms zeigt.

Allzuoft findet man im Alltag vor, dass man nach Status eingruppiert wird. Als Jugendlicher kann es sein, dass man nur wer ist, wenn man in seiner Gruppe teuere Markenklamotten trägt. In Zeiten der Neweconomy war man teilweise nur ein guter Manager, wenn man ein Notebook, ein Handy von der Firma gestellt bekam und selbstverständlich auch einen Firmenwagen besaß. Personen, die obdachtlos geworden sind, vielleicht einen Job verloren hatten und von Hartz 4 leben oder Alkoholabhängige wurden meistens nur mitleidig zur Kenntnis genommen und nicht sonderlich beachtet. Ob man häufig einen zuviel getrunken hat, man vielleicht sogar kifft oder als Protistuierte arbeitet, dass ist Gott selbst vollkommen egal, er nimmt einen einfach als Mensch und jeder Mensch ist so wie er ist genau richtig.

Mit dem sich in Ketten gelegt fühlen, kann man es gut mit den afrikanischen Sklaven vergleichen. Auch aktuell gibt es immer wieder Vergleiche. Betrachtet man die Geschehnisse in Lybien oder derzeit in Syrien. Die Landsleute fühlen sich meistens den Regimen vollkommen ausgeliefert und vielleicht sogar ein moderner Knecht, der zumindest vor den Diktatoren zu kuschen haben und wehe sie bieten denen vielleicht Kontra oder gibt preis, dass dieser über verschiedene Dinge anders denkt. Wenn man sich einer Gemeinschaft anschließt, dann kann man sich schnell wie in einer Familie fühlen und das Gefühl entwickeln, gemeinsam kann etwas erreicht werden und man kann mehr erreichen.

Die letzte Strophe erinnert mich so ein bisschen an den Inhalt von “My desire” vom Kirk Franklin, im dem die Rede ist, dass man Gott immer ähnlicher werden möchte. Auch hier wünscht sich der Komponist, Tore W. Aas, dass er idealerweise eine Kopie von Gott ist. In der Bibel wird davon gesprochen, dass Gott den Menschen nach seinem Bilde erschuf, er also all die guten Eigenschaften, die er selbst besitzt normalerweise auch haben sollte. Vorallem ist man überzeugt davon, dass man ihm nacheifern sollte, weil er sehr viel gutes tut. Er ist einfach das wo man hinsteuern sollte. Beim Bogenschießen ist es der innere schwarze Kreis, im Fußball ist es das Tor, auf das gespielt wird. In der Seele des Schreibers ist Gott der einzigste, der sich darin befindet. In seinem Leben und dem Alltag zusammen mit den Mitmenschen kann man sich als Nichts fühlen, man kann der Ansicht sein, dass man eine Null-Nummer ist. Das ganze Gegenteil ist man für Gott, man wird behandelt als ob man ein Rubin oder Topaz ist. Vielleicht sogar ein Blutdiamant. Jedenfalls ein kostbarer Stein, den jeder Juvelier sofort in eine gepanzerte Vitrine stellen würde. All das kann man aber nur erreichen, wenn man sein Herz öffnet und empfänglich wird.