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Tramaine Hawkins – Hintergründe zum Titel Just in the nick of time

Saturday, July 9th, 2011

Komponiert muss es nicht unbedingt von Tramaine worden sein, denn sie hat auch viele Titel gesungen, die ihr Vater Walter Hawkins erschaffen hat. Ich schließe nicht aus, dass vom inhaltlichen manches falsch aufgenommen wurde, denn bei meiner Recherche im Internet bin ich auf keine entsprechende Lyrik gestoßen und so hiess es wie sich durchaus Gospel verbreiten sich mal wieder durch das Video hören und versuchen was man da an gesungenem versteht.

Durch meine Eingangstür geommen ermüdet und gefüllt mit Zweifel zieht mich nach oben.
Mein Gefühl sagt mir, dass ich schwach werde und das Ende fühlen kann.
Und ich erfahre das genau in diesem Augenblick, genau zu diesem Zeitpunkt.

Genau jetzt hat er mich gefunden und genau jetzt hat er mich gezeichnet.
Und ich erfahre das genau in diesem Augenblick, genau zu diesem Zeitpunkt.
Deine Liebe war die ganze Zeit über in der Du mit mir verbracht hattest gewichen.
Es ist eine ganz besondere Chance für mich.
Wecke mich auf, um sie sehen zu können.
Und ich erfahre das genau in diesem Augenblick, genau zu diesem Zeitpunkt.

Ich wurde die ganze Zeit beschützt.
So (von Dir) geführt, das Leben so erhellt.
Es war so einfach und alles war so süß.
Du kamst des Wegs und machtest mich stark.
(Ich fühle es)
Ich fühle mich so verwirrt.

Genau jetzt hat er mich gefunden und genau jetzt hat er mich gezeichnet.
Und ich erfahre das genau in diesem Augenblick, genau zu diesem Zeitpunkt.
Rette mich, wecke mich auf und hebe mich hoch.
Mein Leben ist jetzt so vollständig.
Du kamst genau im rechten Augenblick vorbei.
Genau in dem Moment hat er schütmich gezeichnet.
Genau jetzt.

Deine Liebe, Deine Liebe.
Jetzt und immer.
Genau im richtigen Moment.

In dem Titel geht es wie häufig um das Thema, dass sich jemand down fühlt. Er weis nicht mehr weiter. Und Zweifel gab es sowohl Mitte des 19. Jahrhunderts als viele Spirituals und später auch Gospelsongs entstanden als auch heute. Und manchmal können sogar Manager von betroffen sein, wenn sie plötzlich das Gefühl haben sie packen es nicht mehr. In der DDR-Zeit stellte sich oft die Frage ob man mal den Moment erleben darf wo die Mauer endlich fällt und Ost und West sich wieder vereinen. Manchmal können Zweifel sogar so stark sein, dass man in Depressionen verfällt und sich einbildet, dass man inmittelbar vor dem Ende steht und es mit einem einfach nicht mehr weiter geht. Aber plötzlich empfindet man, es ist jemand da, der zu einem spricht oder irgendetwas was einen innehalten lässt und einem sagt “Halt, stopp Du bist nicht verloren und Du bist doch wer”. Und plötzlich wird einem bewusst, man war eigentlich die ganze Zeit nie alleine gewesen, es war immer Gott da, der über einen die schützende Hand gehalten hatte.

Die Liebe von Gott, die an einen gerichtet war wurde bislang gar nicht so richtig wargenommen, sie ist an einem irgendwie abgeprallt. Wenn ich mich jetzt allerdings frage warum offensichtlich jetzt erst bemerkt wurde, dass man von Gott geliebt wurde und es einem eigentlich bislang nicht richtig bewusst war, so komme ich nur zu dem, dass man offensichtlich bislang gut gelebt hatte, man eigentlich so in den Tag hineingelebt hatte und vielleicht auch nur annahm, dass es einem gut geht. Oder aber es ist einem nicht gut gegangen und man hatte sich einfach mit seinem Schicksal abgefunden. Vielleicht dann, weil man sich schon aufgegeben hat und den Glauben an sich selbst verloren hat. Den Glauben an sich selbst kann man sicherlich auch schnell verlieren, wenn man in einer Diktatur lebt oder auch bei den farbigen Sklaven, die in Unterdrückung gelebt hatten kann ich mir das gut vorstellen.

Wenn man sich allerdings dem Herrn anvertraut können sich plötzlich ganz neue Möglichkeiten auftun. Oftmals verrennt man sich im Leben auch, wenn man einfach so vor sich hinlebt. Manch einer wird es sicherlich bestätigen, dass er in verschiedenen Situationen gerne jemand gehabt hätte, der einem eine Polizeikelle hin hält, einem vielleicht eine Ampel auf rot schaltet oder auch mal ein Stopp-Schild aufstellt und das einfach nur für die schlichte Botschaft “stopp, denk nach und entscheide dann”. Und genau das ist gemeint in dem Satz “wecke mich auf und lass sie mich sehen”. Wenn man etwas im Leben ändern kann, dann muss man diese Möglichkeit auch erst einmal realisiert haben.

In der Zeitschrift “simplify your life”, die moderne Organisationsmethoden nach dem amerikanischen Prinzip vermitteln möchte gab es mal ein Poster zur Motivation. Darauf der Satz “Wer einen Traum verwirklichen will, der muss erst einmal aufwachen”. Das heisst man kann sich im Schlaf viele Dinge vorstellen, man muss diese Sachen aber alle realisieren, man muss es mit der Machbarkeit abwägen und vorallem man muss auch den Mut besitzen, wenn es machbar ist, diese Dinge auch zu tun.

Den Ansatz Menschen zu verändern und velleicht auch neue Wege zu ebnen, das ist nach meinem Verständnis auch das Ziel der Missionsarbeit. Die Chancen, die sich hier in der Mission auftun unter dem Punkt, dass Gott ein guter Gott ist war auch Thema in der Sendung “Das Gespräch” des christlichen Senders Bibel-TV.

In dem Video kommt eigentlich vieles vom Inhalt dieses Titels sehr plastisch zur Sprache. Oftmals brauch es ein Schupser in die richtige Richtung. In Indien und speziell im Hinduismus wird oft in sogenannten Kasten gelebt und die Menschen glauben fest daran, dass das Leben vorbestimmt ist und wenn man sich gut führt hat man vielleicht das Glück in einer besseren Kaste wiedergeboren zu werden. Viele Dinge kennen sie aber nicht und oftmals öffnet ein Missional den dort lebenden Personen neue Perspektiven und macht das Miteinander lebenswerter. Die Kinder erfahren beispielsweise mehr Bildung und haben es später leichter im Beruf und können auch Karriere machen. Wenn einer, zu dem jetzt ein Entwicklungshelfer woander vielleicht ein Streetworker zurückblickt, dann sagt er sich vielleicht “Hey wieso bin ich eigentlich nicht früher drauf gekommen – das passt ja jetzt alles zusammen”. Und plötzlich hat man auch Spaß am Leben, man wird vielleicht auch von anderen geschätzt, erhält Anerkennung und fühlt sich einfach gut. Und man freut sich, dann genau im richtigen Moment Gott vorbei kam und einen auf diese ganzen Umstände aufmerksam gemacht hat.

Und plötzlich begreift man auch Gottes Liebe und begreift vielleicht, dass diese unendlich groß war und vorallem auch ist.

Hans Christian Jochimsen – Hintergründe zum Titel Lord hold me

Sunday, May 22nd, 2011

Für einen Projektchor, der vorallem zur Mitgliederanwerbung im Jahr 2011 dienen sollte wurde der Wunsch geäußert auch Lieder zu singen, die leicht zu lernen sind und eher langsam sind. Mir viel prompt der Titel “Lord hold me” von Hans Christian Jochimsen ein, da andererseits einige meinten auch Songs vom Gospelkirchentag in Karlsruhe zu singen.

Herr, Ich trete vor Dich
Hörst Du, dass ich jetzt zu Dir bete
In Deiner Anwesenheit fand ich mich geborgen/Anerkennung/Aufnahme,
Du bist mein Versteck
Herr halte mich jetzt, da ich zu Dir bete, lasse mich nie gehe Herr, ich brauche Dich
Du bist mein Versteck. Ich laufe zu Dir um Schutz zu erhalten und einen Rastplatz zu haben.

Hans Christian erzählt über den Titel, dass er diesen Song schrieb, da er sich an verschiedene Momente in seinem Leben erinnert fühlte. Er ist sein ganzes Leben lang immer in die Kirche gegangen und meinte “er sei ein guter Junge”. Und er war überzeugt davon, wenn er was braucht und nach einem Rat sucht, dann ist Gott für einen da und hilft einem seine Probleme zu lösen. Er meint, dass Gott ihm sehr wohlgesonnen ist, da er an Gott glaubt und ihn entsprechend anerkennt. Eines Tages ergab sich die Situation in seinem Leben wo er down war und er tatsächlich das Gefühl hatte, dass Gott sein Gebet erhörte. Er hatte eigentlich immer schon gebetet und war überzeugt, dass Gott sich um einen auch kümmert. Er saß vor seinem Piano und dachte gerade daran wieder einmal an Gott zu beten und plötzlich kam der Satz in seinen Kopf “Lord hold me” was soviel bedeutet wie Herr halte mich oder Herr stütze mich. Er äußerte “Herr, Du must mein Problem nicht hier und jetzt direkt lösen, aber bitte Herr halte mich, vergiss mich nicht und vielleicht kannst Du mir weiterhelfen, wenn Du dafür Zeit findest”. Und plötzlich hatte sich das Leben von Hans Christian geändert, da er merkte, dass Gott für einen da war. Und in der jetzige Zeit erinnert sich Hans Christian immer gerne an diesen Song, wenn er meint, dass in seinem Leben etwas unrund läuft und durch sein Gebet Gott wieder an einen erinnert wird und man merkt, es ist jemand für einen da. Vielleicht kann Gott auch Dich halten und Dich aufbauen, wenn Du Dich alleine fühlst, davon ist Hans Christian ebenfalls überzeugt.

UWP, arrangiert Martin Huber – Hintergründe zum Titel We’ll be there

Friday, April 1st, 2011

Dies war so mit einer der ersten Titel mit denen ich konfroniert wurde als ich beim Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden einstieg. Von einem Kollegen aus dem Bass wurde dieser Song neu arrangiert und der Husummerinnenpart (Backings) wird, vermutlich auch er hier eingefügt hat. Von Martin habe ich zwischenzeitlich erfahren, dass sich bei dem Titel an ein Original der Formation “Up with people” angelehnt wurde.

Vielleicht kurz mal was man sich unter “Up with people” vorstellen kann. Es handelt sich dabei eine internationale Bildungsorganisation, die sich 1965 gegründet hat und vorallem durch verschiedenste Musicalperformance bekannt wurde bei denen zwischen 70 und 100 Studenten im Durchschnitt aus 20 verschiedenen Ländern zusammengecastet wurden.

So dunkel kann ich mich erinnern, dass es sogar mal einen Auftritt von “Up with people” in der Aula des Hans-Thma-Gymnasiums in Lörrach gegeben hatte. In diesem Video wird der Titel von Laura Aussems im Duet mit der Formation als eine Art Masschoir gesungen.

Im Video ist der Solopartpart aufgeteilt. Im Chor wird das Solo von Martin Huber gesungen, immerhin hat er den Titel auch arrangiert.

Es gibt einen Ort – Morgen genannt, irgendwo, gerade noch erreichbar für
unsere Gedanken.

Den Weg dorthin zu finden ist nicht leicht, es gibt so viele verschiedene
Hinweise.

Doch wir haben unsere Hoffnung und wir haben unsere Erinnerungen und das
Gefühl, daß das Morgen aus diesen anstehen wird.

Wir werden dort sein, wir werden ein weiteres Lied singen, wir werden dort
sein; wenn der Weg dorthin auch noch so weit ist. Wir werden dort sein -
das Gefühl wird immer stärker. Wenn das Morgen kommt, werden wir gemeinsam
dort sein.

Morgen, das ist der fallende Regen, die Wälder und die Delphine im Meer,
und das Kind von nebenan, gerade vier Jahre alt, das Dir erzählt, was es
später einmal werden will.

Es sind jene Vergessenen, die abgeschobenen Menschen, die nie aufhörten,
von besseren Zeiten zu träumen. Und wenn wir es geschafft haben, dann
sagen wir „was ich wirklich gerne tun würde, wenn die Musik zu spielen
beginnt, ich wurde gern den ersten Tanz mit Dir tanzen”.

Wenn man versucht die Textpassage “auch wenn der Weg weit ist” auf die heutige Zeit versucht zu übertragen, kann man beispielsweise auf die Problematik der Abtreibungen bei schwangeren Frauen kommen. In Pforzheim gibt es hier den Verein “Hilfe zum Leben”, der in dieser Folge “BibelTV – das Gespräch” vorgestellt wird.

Eine Streetworkerin, die im Hamburger Stadtteil St. Georg tätig ist und die ich mal bei einem Workshop in Hamburg-Tonndorf kennengelernt hatte brachte mich auf die Idee die Textpassage “auch wenn der Weg weit ist, wir werden dort sein” aus einem anderen Blickfeld zu sehen, nämlich aus dem der Jugendarbeit und der Tätigkeit eines Streetworkers. Der Hilfe von Süchtigen von dem Drogenproblem wegzukommen, sie zu stärken und ihnen wieder Zuversicht zu bieten. Über die Arbeit im Jesuszentrum, das sich im Schanzenviertel von Hamburg befindet berichtet folgenes Interview

Irgendwie klingt die Vorstellung wie man sich den Morgen oder sich den nächsten Tag vorstellen darf etwas märchenhaft. Man fühlt sich vielleicht in eine Lichtung im Regenwald des Amazonas versetzt. Von Delphinen im Meer ist die Rede. Dass hier von einem Kind von nebenan die Rede ist soll vielleicht den ungetrübten kindlichen Blick verdeutlichen. In dem Titel “AS” von Steve Wonder kommen auch diese Glücksgefühle vor, die alle sehr märchenhaft wirken.

Vielleicht gerade das reinbringen des Kinden soll uns Erwachsenen nochmals vergegenwärtigen. Ein Kind wägt nicht groß ab ob es sinnvoll ist einer Sache nachzugehen und sich Gedanken zu machen wie es sein kann. Es glaubt an die Dinge einfach, wenn es davon erfährt. Und für das Kind wird auf diese Weise alles gut.

R. Kelly – Hintergründe zum Titel “The storm is over now”

Tuesday, January 4th, 2011

Sehr viel Text hat dieser Titel. Adrienne Morgan-Hammond hatte ihn beim Workshop im Juli 2010 vorgestellt, sich jedoch aufgrund der Textmenge und der kurzen Zeit doch dazu entschlossen ihn nicht singen zu lassen. Das Video stammt aus der Potter’s House-Church in Dallas. Der Gospelgroßkirche von Bishop T. D. Jake.

Der Sturm ist jetzt vorbei. “Komisch gehts da um Sinnflut, Jericho oder um was gehts da” wird sich so mancher denken. So wie im Gospel “Don’t wait till the battle is over” vom Walter Hawkins oder im Titel “Imprint of your footsteps” von Ruby Hagedorn geht es um den inneren Sturm. Und anders als bei vielen Gospeln, die häufig eine kurze Botschaft wiederholen wird hier von einer ganzen Begebenheit erzählt.

Ich war in einem Tunnel
Und konnte das Licht nicht sehen
Und wann immer ich oben schauen würde
Ich könnte den Himmel nicht sehen
Manchmal, wenn ich stehen bleibe
Es scheint, wie Erfolgtes dem ich meilenweit nachgelaufen war.
Und mein Herz konnte am Schreien sein
Tote mitten in einem Lächeln

Aber andererseits kletterte ich die Hügel
Und sah die Berge
Ich rief um Hilfe, weil ich verloren war
Dann glaubte ich dem starken Wind
Hörte ein kleine Stimmen sagen

Der Sturm ist vorbei
(Der Sturm ist jetzt vorbei)
Und ich kann den Sonnenschein sehen
(Irgendwo über den Wolken hinaus)
Ich glaube an den Himmel (bzw. dem Gott im Himmel), yeah
(Himmel ist über mir)
Frei habe ich es angegangen und gesetzt, wow

Jetzt inmitten meines Kampfes
Alle Hoffnung wurde genommen
Das Stadtzentrum in einer gehetzten Masse
Und ganz alleine (hatte ich) geglaubt
Und von Zeit zu Zeit
Ich (hatte) geglaubt, wie ich meinen Verstand verlieren würde
Ich bin racin für Jahre gewesen
Und noch keine Ziellinie, oh

Aber andererseits kletterte ich die Hügel
Und sahen die Berge (Berge)
Ich rief um Hilfe, weil ich verloren war
Dann glaubte ich dem starken Wind
Und dann ein kleine Stimmen sagen

Der Sturm ist vorbei
(Der Sturm ist vorbei jetzt)
Und ich kann den Sonnenschein sehen
(Irgendwo über den Wolken hinaus)
Ich kann Himmel glauben, yeah
(Himmel ist über mir)

Frei, ich habe es angegangen und gesetzt

Irgendwie trat mein Anfang nach rechts in (recht innen)
Dann stand der Glaube mein Freund (mein Freund)
Und jetzt kann ich abhängen
Auf den Stimmen des Winds
Wenn es sage (Sage)

Der Sturm ist vorbei
(Der Sturm ist jetzt vorbei)
Und ich kann den Sonnenschein sehen
(Irgendwo über den Wolken hinaus)
Ich kann Himmel glauben, yeah
(Himmel ist über mir)

Nicht werden Sie kommen, mich frei einzustellen
Nicht stellen Sie mich frei ein

Der Sturm ist vorbei
(Der Sturm ist vorbei jetzt)
Und ich kann den Sonnenschein sehen
(Irgendwo über den Wolken hinaus)
Ich kann Himmel glauben, yeah
(Himmel ist über mir)
Nicht werden Sie kommen, mich frei einzustellen

Es geht in dem Gospel vorallem daraum, dass es schön ist, wenn man seinen inneren Schweinehund schafft zu überwinden. Der Erzähler hatte den Eindruck sich so leer zu fühlen. Mitten in einem Tunnel zu stecken, bei dem das Tunnellicht aus war und wo er sich ziemlich orientierungslos drinn aufhielt. Den Himmel hatte man nicht sehen können und es kam einem vor, dass man in seinem Alltagstrott gefangen war, man beispielsweise an einer Montagestation einer Autofabrik steht und mit einem Druckluftschrauber nur die Schrauben der Räder festzieht. Allerdings das Herz könnte schreien und man fühlt sich plötzlich an Tote erinnert, die einem entgegenlächeln. Vielleicht erinnern sich Mitschüler oder auch andere Jugendlichen an ihre jungerwachsenen ehemaligen Freunde, die bei der Massenpanik auf der Loveparade 2010 zu tode kamen.

Als ich 2007 im Sommer mit einem Gospelchor auf Chorfreizeit war, wurde mit dem Chorleiter zusammen ein Ausflug unternommen. Damals waren wir im Allgäu in der Nähe von Nesselwang gewesen. Als Wanderung wurde sich die Alpspitze ausgesucht. Gut es gab einen Sessellift, den vermutlich normale Leute auch genommen hätten. Es wurde sich allerdings entschlossen den Aufstieg zu Fuß zu machen. Die ersten Schritte gingen auch noch verhältnismäßig, aber dann kam die Steigung. Und man merkte mit der Zeit die Steigung immer mehr. Eine gewisse Unlust kam schon auf, aber die Motivation und sich zu sagen “durchhalten” trieben einen weiter den Berg rauf. Draus geworden ist fast ein Tagesmarsch. Schließlich war man oben und konnte sich an einem herrlichen Panorama mit sehr weiter Sicht erfreuen. Auch der Gospel beschreibt es, dass es manchmal eine ordentliche Portion Überwindung kostet und vielleicht auch zwischendurch es einen packt, dass man doch umkehren möchte, weil es einfach bequemer ist – man vielleicht in seinen alten Trott zurückfallen möchte. Aber oben angekommen fühlt man sich plötzlich belohnt und ist stolz über seine Leistung.

Anfang Sommer mache ich es selbst immer ganz gerne, dass ich mal für 1 Woche ins Oberengandin fahre. In einer Pension, die sich in einem autofreien Tal befindet wird sich dann eingemietet. Ich habe einige Leute bereits kennengelernt, die fast jedes Jahr für 1 Woche ebenfalls an dem Ort verbingen und so wie ich die Zeit zum Wandern ausnutzen und auch, um mal abschalten zu können. Unter dem Jahr hat man meistens zu viel um die Ohren. Dauern sind irgendwelche Termine, man muss kurzfristig auf ein Meeting, ein Kunde will plötzlich was am Telefon oder sind ettliche Mails zu beantworten, am Abend ist man dann durchaus ausgepowert. Wenn dann die Zeit erreicht ist und man überzeugt ist, dass sein Akku leer ist, dann sind Zeiten der Stille einfach ideal. Man kann abhängen, losgelöst vom Alltag, es fehlt der Lärm von hupenden Autos und bimmelnden Trams und auch die Lust ist nicht verpestet von irgendwelchen Abgasen. Ab und an war es für mich ein Genuß gewesen die rötlich getauchten Berge im Abendlicht zu sehen oder zu sehen wie sich ganz langsam die Sonne über eine Bergkuppe schiebt und anfängt den morgentlichen Tau wegzudampfen. Solche tollen Stimmungen lassen sich aber auch an einem Vulkanberg oder am Meeresstrand erleben, idealerweise immer dann, wenn man Urlaub macht und soetwas richtig genießen kann.

Donnie McClurkin – Hintergründe zum Titel “Stand”

Monday, September 20th, 2010

In Balladen muss es nicht immer sein, dass man Gott für seine guten Taten preisen möchte. Es gibt durchaus Titel, in denen Gott zu einem spricht. Der nachfolgende Titel “Stand” von Donie McClurkin ist ein solcher.

Und gleich zu Beginn wendet sich Gott an einen und fragt “sag mir, was machst Du eigentlich”. Und das meint er in Verbindung, wenn man das Gefühl hat alles getan zu haben wozu man selbst in der Lage ist. Und nun kommt noch eine Steigerung in der Ausgangsfrage, denn es wird jetzt nicht nur danach gefragt, ob man alles möglich bereits getan hat sonder ob man dabei das Gefühl hat, es war nicht genug man hätte gerne noch mehr tun oder erreichen wollen.

Nun stellt er die Frage was Du sagen würdest, wenn Du feststellst, dass all Deine Freunde plötzlich weg sind und Du vollkommen alleine bist. Erzähle mir mal wenn Du alles was Du geben kannst schon hergegeben wurde und Du den Eindruck hast, dass nichts davon verwirklicht wurde. Und nun spricht Gott zu Dir. Bleib standhaft und zuversichtlich. Vorallem falle nicht zurück in alte Denkweisen. So und nun stehst Du da und bist in der Tat zuversichtlich. Und Du stellst fest, es hat schon einen Zweck, wenn Du an Gott glaubst. Nochdazu Gott hat einen Plan für mich.

Später spricht Gott auch von Kind. Klar, dass man nicht unbedingt ein Kind ist. Aber man ist immer ein Kind Gottes. Er sagt “Kind steht auf”. Im Refrain wird immer wiederholt, dass man jetzt steht. Vorallem wenn es für Dich gar nichts mehr gibt, wass Du (noch) tun kannst, Du stehst da und bist bereit etwas anzupacken.