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Gospelchor Rheinfelden überraschte in der St. Josefskirche sogar mit Klassik

Thursday, April 12th, 2012

Als Heimspiel konnte es verstanden werden, dass der Gospelchor St. Josef das Frühjahrskonzert in seiner Gemeindekirche gab. Lange Zeit war man an dem Wochenende von einem Doppelkonzert ausgegangen, allerdings ging die Organisation für die Altweiler Kiche an die Stadt über und die hatte halt andere Pläne gehabt. Insofern auch kein Problem konnte man sich so mehr auf ein einziges Konzert konzentrieren. Der Projektchor im späten Frührjahr letzten Jahres war so gut angekommen, dass 1/3 der Projektler nach dem Abschlusskonzert in der Bogenhalle von Schloss Beuggen sich entschlossen hatten im Chor zu bleiben und so konnte sich der Gospelchor um weitere 10 Sängerinnen und Sänger erweitern.

Vielleicht hatten sich einige Fans vom Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden schon gewundert gehabt warum es im Jahr 2011 kein Herbstkonzert gegeben hatte. Das hatte man aus gutem Grund entfallen lassen, weil man sich sagte, dass man sich lieber etwas mehr Zeit lässt, die Neulinge dann gut einarbeitet und so wieder zu dem bewährten Chorsound und dem gehobenen Niveau, das man von den Rheinfeldener Gosplern gewohnt ist.

Es ist aussprachtechnisch in der Josefskirche von Rheinfelden das Singen von eher rhythmischen Liedern schon eine gewisse Herausforderung, den es heisst mit einer Hallzeit von 7 Sekunden, die die Kirche aufgrund ihrer Architektur einfach mal hat, klarzukommen.
Interessant mag für die Konzertbesucher gewirkt haben, dass für sie aus der Ferne das Konzert mit einem klassischen Titel begonnen hatte, ohne das sie eigentlich richtig wussten woher dieser wohl herkommt. Begonnen wurde nämlich in der Sakrestei bevor der Chor geschlossen in 2 Reihen aufmaschiert war.

Get together eigentlich alleine schon vom Namen her ein wirklich passender Titel, um ein Konzert zu beginnen. Wirkte der Titel doch etwas auflockernd für die zahlreichen Konzertbesucher, die in die Kirche gekommen waren, um das Gospelkonzert zu genießen. Auch wtas sie Soli anging wurde für Abwechslung gesorgt, da verschiedene aus dem Chor die Möglichkeit bekamen sich an einem Solo zu beteiligen.

Deeper than kennen vielleicht manche noch vom Gospelkirchentag, denn wie “Let us stand” stammt es aus der Feder von Hans-Christian Jochimsen. Auch ein weiterer Titel im mittleren Tempo fügte direkt an. Die Choreografie bestand uberwiegend aus dem Gospelschritt. Ein bisschen ein Problem dabei, wenn man sich nicht geeinigt in welcher Richtung man jetzt mit der Bewegung startet und so wirkte manchmal wie ein Vorhang der aufgeht und sich wieder schliesst. Doch zum Glück wurde zum Schluss mit den Bewegungen auch gezeigt von was da gerade gesungen wird.

Lift Jesus up eine christliche Rocknummer, so könnte der Titel bezeichnet werden, der dem Worshipsong im mittleren Tempo folgte. Und entsprechend äußerte sich auch das Puplikum und klaschte, schnipste oder wiegte einfach nur im Rhythmus mit. Sehr sehenswert war die Choreografie für den Schluss des Liedes. Die Hände plumpsten nicht einfach so nach unten – was auch irgendwie danach ausgesehen hätte “ich bin erschöpft” sondern liefen in einer Art Welle durch den Chor, als letztes Namen die Sängerinnen vom ersten Sopran ihre Hände runter. Zu dieser Idee kam der Chor auf dem Probewochenende in einem Pfadiheim in Oberdiegten (BL) wo extra sogar ein etwa 2stündiger Tanzworkshop eingebaut war. Jesus be a fence bei dem Esther Amagou und Julia Paletta die Soli sangen wirkte im Refrain sehr knackig. Für Auflockerung hatte vorallem der Zwischenpart gesogt, bei dem die Solistinnen und der Chor im Wechselgesang gesungen hatten und vom Chor immer nur Worteinwürfe kamen.

House of the Lord
auch wenn es schon seit Jahren in den Konzerten gesungen wird schafft man es einfach nicht ein Konzert mal ohne diesen Titel zu singen. Und man merkte auch bei diesem Konzert die Nummer zieht einfach. Beim Solo merkte man sofort, dass Martin Huber dem Wort auch ein gewisses Leben verpassen will und man merkte dierekt mit wieviel Freude er “joy” sang und dass er nicht nur von Frieden singen wollte sondern diesem am besten hier und jetzt gleich gehabt hätte.

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We pray in the morning oder manchmal ist ein Gebet auch die einzigste Möglichkeit aus einer unlieben Situation wieder rauszukommen. Der Chor singt schon seit einiger Zeit diesen Titel, allerdings stets accapella. Unterstützt von rhythmischen Klatschen und wer auch noch noch den Schritt drauf hatte, stampfte dazu auch noch entsprechend. “Warum betest du”, “zu wem und warum” – man merkte direkt das Fragezeichen im Gesicht der Sänger bei diesem Fragen.

Never let me go
Im Gegensatz zu einem weiteren Titel vom Oslo Gospel Choir, is das Never let me go eher ein etwas flotterer Titel. Sicherlich gerade diese Kraft, Energie und Poesie sind Dinge, die das Puplikum gerne behalten möchte und man könnte natürlich es auch so sehen, bitte lass mich nicht ohne so einem tollen Eindruck gehen.
Thy word
Hier gab es eine besonders rührende Situation. Yvonne hatte sich gerade auf das Solistenprodium gestellt und wollte mit dem Lied anfing als ein kleines Mädchen zu ihr kam und eine Wasserflasche ihr reichte. Natürlich hatte sie diese dann entgegen genommen, einen Schluck drauf getrunken und dann dem kleinen Mädchen wieder in die Hand gedrückt. Später stellte sich heraus, dass es sich hierbei um die Tochter von Yvonne gehandelt hatte.

Thulaziswe Immer wieder schön zu hören war diese afrikanisch/englische Ballade, bei der Julia Paletta sehr gekonnt das Solo zu sang. Auf den Knacklaut beim osoku nobella wurde verzichtet, aber zugegeben die richtige Aussprache des Lautes ist auch Übungssache. Gewöhnlich haben die afrikanischen Lieder einen relativ einfachen religiösen Bezug, das Thulaziswe bezieht sich auf die Appartheid und wer sich mal mit dem Text beschäftigt kann hier erstaunliches im Text erkennen. Das afrikanische Feeling wurde dabei durch eine Djembe erzeugt, die vom Schlagzeuger gespielt wurde.

Never turn back auch hier überzeugte Romy mit ihrem Solo offensichtlich so sehr, dass die Journalistin der Badischen Zeitung es sogar erwähnte, dass hier offensichtlich spontane Bravorufe vom Puplikum erfolgt sind. “So muss es sein” wäre hier meine Äußerung gewesen, denn in den amerikanischen Gospelchurches sind Zwischenrufe, die zur Motivation von Solisten und Chor dienen ganz normal, zum Teil kommen die sogar aus dem Chor selbst. Die Botschaft des Titels eigentlich recht gut nachvollziehbar.

“Eigentlich gar kein Gospel, aber irgendwie hat es etwas” aber gerade die älteren Zuhörer waren vielleicht positiv erstaunt, dass Karl Gehweiler relativ spontan von Mendelsohn den Titel “Hebe deine Augen auf”, ein Werk das eher von klasischen Chören gesungen wird mit in das Konzertprogramm aufgenommen hatte.

Never gonna loose my way
dieser Titel wurde auch beim Projektchorkonzert im Sommer gesungen. Seit Sommer wurde noch etwas drann geschliffen und das Ergebnis war eine außerst gefühlvolle Ballade, die mit dem Solo von Julia Paletta die Vollendung gefunden hatte. Die Bewegungen dazu waren leicht wiegend und man so manche im Puplikum hörten hier ganz gespannt zu. Vielleicht konnte hier und da doch noch eine Träne unterdrückt werden, bevor der Titel zu sentimental geworden wäre.

Glory, glory ist eigentlich so ein gewisser Evergreen, obwohl er schon älter ist hat er auch diesmal wieder gesorgt, dass eine gewisse Fröhlichkeit in der Kirche entstand. Vielleicht hatte auch der eher etwas freiere Gesang von Martin Huber, der in dem Stück den Solopart gesungen hatte, den gewissen Pepp in das Lied reingebracht, der das ganze so einer richtig guten fetzigen Nummer gemacht hatte.

Mit einer ruhigeren Nummer sollte es weitergehen und Shine your light war eine solche. Sehr gefühlvoll hatte der Chor diesen Titel gesungen gehabt und auch bei Romy Marti, die das Solo für diesen Titel gesungen hatte, hatte man den Eindruck, sie wollte die Konzertbesucher gerne eintauchen lassen in das Gefühl, dass in einem selbst eine Lampe scheinen kann und dies das Licht des heiligen Geistes ist. Manche hätten es vielleicht lieber gehabt, wenn es draußen schon dunkel gewesen wäre und weniger Licht in die Kirche gefallen wäre und vielleicht wie bei vielen Openair-Konzerten üblich mit gezündeter Flamme mit dem Feuerzeug winken könnten.
Goin´ to the holy city
eingehen auf den Trauergesang der Männer zu Beginn des Titels. Allerdings war das nur die ersten Takte der Fall. Plötzlich merkte man doch, in dem Titel steckt ein gewisser Biss drinn und gleich fühlte man sich animiert mitzuschnipsen und mitzuklatschen. Vielleicht interessant war teilweise auch, dass die einen Stimmen sehr rhythmischen singen und die anderen eher langsam oder als Husummerchor.

Comin´ back

war dann wieder eine eher gefühlvolle Ballade vom Oslo Gospel Choir, die von den Gestiken sogar noch ausdrucksstärker vermittelt hätte werden können. Damit sie nicht zu monoton klingt hatten sich Yvonne Koller und (G)isela De Marbaix sich auch Zwischengesänge einfallen lassen, die durchaus gut rüberkamen. Allerdings im Original singen ja auch 2 die Soli.

Sweet Jesus Auch dieser Titel wurde bereits im Sommer gesungen und weil er bereits da sehr gut angekommen war, hatte man ihn auch ins Konzertprogramm aufgenommen gehabt als ein Grund. Der andere Grund war natürlich, die Titel waren nun sehr lange geprobt worden und auch die Neulinge, die sich nach dem Projektchor zum Weitermachen entschlossen hatten, hatten so Zeit gehabt die Stücke noch perfektionieren und mussten nicht ganz neue Titel von Grund auf lernen. Auch sehr toll fand ich hier ein Feedback einer Stuttgarterin, die auf Verwandtenbesuch war, vom Konzert erfahren hatte und extra noch ein bisschen länger geblieben war. “Sie singen mir von der Seele” so war ihr Kommentar gewesen, den ich in der Pressemitteilung in der BZ hatte lesen können.
Thy will be done hier hatte sich Karl Gehweiler ein bisschen von meinen Erzählungen inspirieren lassen wie der Titel jeweils beim Workshop mit Adrienne Morgan-Hammond in Kirchzarten (fand bereits 2 x schon statt) gesungen wurde und so wurde die Dynamik im Hauptpart von mittellaut zu richtig kräftig laut mit jedem Durchlauf gesteigert. Lediglich ich hatte mir gesagt, dass ich den Strophenteil bewusst wesentlich leiser gesungen habe, denn in Kirchzarten hatte ich dadurch gemerkt wie stark doch die Emotionen geweckt werden könnten, um ein Haar hätte dort eine Dame tatsächlich geschluchst. Hier wurde allerdings nicht ganz so leise gesungen und so konnte ich mir sagen, wenn ich meinen Nachbarn mit seiner Stimme sehr gut hören kann, dann bin ich leise genug.

Swing low with the saints
Ein Medley, das so wie “House of the lord” aus dem Konzerten fast nicht mehr wegzudenken ist. Von Karl Gehweiler ist es ein gelungenes Arrangement, das sich aus dem Titel “Swing low sweet chariot” und “When the saints go marchin in” zusammen setzt. Hierzu habe ich sogar eine kleine Annekdote. Ich hatte mir das Medley ausgesucht für eine Stunde Gesangstraining bei einem Workshop in Antalya neben einem weiteren rausgesucht gehabt. Rene hatte dann auch auf den Übersichtszettel geschrieben gehabt, dann und dann hat Ruprecht seine Stunde mit dem Titel “Oh when the saints”.
Als ich ihm dann die Noten (unglücklicherweise die Frauenstimmen) gezeigt hatte, um eine Orientierung für die Begleitung zu haben waren seine ersten Worte. “Ui, das ist ja alles vorgezogen” und offensichtlich hatte Rene damit nicht gerechnet gehabt, dass Karl Gehweiler in seinem Arrangement doch von der üblichen Weise es zu singen abgewichen war und es in dem Gospelmedley durchaus auch Phrasen gab, wo zwischen Frauen und Männern eine Art Wechselgesang stattfindet.

Als Zugabe war eigentlich nur “Let us Stand”, der Aktionssong von Gospel für eine gerechtere Welt aus dem Jahr 2010. Allerdings das Puplikum war so begeistert gewesen, dass auch noch “Goin to the holy city” und “Herr, hebe Deine Augen” gesungen werden musste. So konnte Yvonne Koller, die die Hauptmoderation für das Konzert übernommen hatte zum einen neben der Würdigung von Karl, dass der Chor es immer genießen würde mit ihm zu singen, zu arbeiten und gemeinsam Spaß zu haben auch ein großes Lob an das Puplikum aussprechen.

Gospelday und Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden gehörte zu den Gosplern in ganz Deutschland

Saturday, September 17th, 2011

Ursprünglich als Gospelchain durch ganz Deutschland angedacht wurde draus der Gospelday. Ein Tag, an dem möglichst viele Gospelchöre in Deutschland um 12:00 Uhr gemeinsam ein Lied singen sollten und sich für eine gerechtere Welt einsetzen sollten.

Die Aktion “Gospel für eine gerechtere Welt”, die am Gospelkirchentag in Karlsruhe offiziell gestartet wurde und bei der am Abschlussgottesdienst mehrere Aktionsmitwirkende gesegnet wurden sind sollte weiterleben. Und so wurde aus der Idee der Gospelchain der Gospelday. Viele namhafte Künstler wie Dieter Falk, Nina Hagen, Miriam Schäfer, Joakim Arenius und nicht zuletzt Hans-Christian Jochimsen, aus dessen Feder der Aktionssong “Let us stand” stammt unterstützen die Aktion un den Gospelday.

Aufgerufen hatte die Creative Kirche aus Witten und recht schnell hatten sich 200 Chöre in 200 verschiedenen Städten gefunden, die alle an diesem Tag singen wollten. Da viele Chorleiter allerdings gesagt hatten, dass sie ohne viel Probeaufwand an dem Tag teilnehmen wollten wurde viel gehirnt.  Bereits vor den Sommerferein hatte sich eine stattliche Zahl an Gospelchören in ganz Deutschland gefunden, die sich alle am Gospelday beteiligen – hier die Standorte anhald von Googlemap.

Übersichtskarte der Gospelday-aktivitäten

Matthias Otto wollte schon am Start der Aktion gerne einen Aktionssong haben. Er saß mit Hans Christian Jochimsen zusammen und fragte ihn, ob er was komponieren konnte, bei dem zu erkennen ist, dass man die Welt wachrütteln muss, wenn man den Klimawandel aufhalten möchte, dann muss man jetzt ein Stopsignal setzen und der Welt sagen, dass man etwas ändern kann und vorallem, dass man in der Gemeinschaft etwas erreichen kann und man gemeinsam stark ist. Es dauerte einige Zeit, plötzlich gab es eine Email.

Foto: Badische Zeitung

“Ja ich hatte da mal so eine Songidee” kam Hans-Christian zurück und plötzlich war der Kampagnensong da.


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Auch der Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden war von diesem Vorhaben begeistert. Eine kleine Deligation hatte sich zusammengeschlossen und waren im September 2010 gemeinsam zum Gospelkirchentag nach Karlsruhe gefahren. So stand bereits am Jahresanfang 2011 fest, in Rheinfelden wird sich am Gospelday der ansässige Gospelchor an dem Tag auf den Marktplatz stellen und aktiv sein.

Wer allerdings in Rheinfelden nach einem Platz sucht, der sich Marktplatz nennt, wird ein Problem haben. Es gibt zwar den Oberrheinplatz in Rheinfelden, aber keinen Marktplatz. Recht umständlich fand ich heraus, dass auf dem Rathausvorplatz immer der Wochenmarkt stattfindet und der Gospelchor St. Josef, der in Rheinfelden (Baden) beheimatet ist, wird wohl diesen als Marktplatz bezeichnen. Der Marktplatz von Rheinfelden sollte der Ort sein, an dem am Gospelday der Rheinfeldener Gospelchor auftrat. Auf den Plakaten wurde es teilweise genauer beschrieben mit Platz vor der Christuskirche, denn die kennt man in Rheinfelden (Baden) schon genauer.

Foto: Rheinfelden.net

Offensichtlich wollte man den Projektlern, die nach dem Sommerferien vermutlich noch weiter beim Chor singen möchten und vermutlich kommen da noch weitere hinzu die Möglichkeit bieten auch beim Gospelday mitsingen zu können. Aus diesem Grund wurde einfach beschlossen, dass man zum Eingrooven die Lieder vom Projektchorkonzert nimmt, die man damals zusammen mit den Projektlern einstudiert hatte.  Das “Deeper than” wurde von der Redakteurin der BZ bereits als sehr ausdruckstarkes Lied beschrieben und es von auszugehen, dass ihr offensichtlich die Choreografie (original von Hans-Christian Jochimsen leicht abgeändert, da man die Bewegungen langsamer und weicher wollte) gefallen hatte. Auch das “Get together” ist ein flotter Ohrwurm, der fast schon zum Mitsungen, Mitsingen oder sonstiges einläd.

Nach den Sommerferien wurde dann begonnen an den Feinheiten zu arbeiten. Es wurde mit der ersten Probe extra 1 Woche vor dem Ende der Sommerferien begonnen, wobei sich der Chorleiter die Zeit extra eingeräumt hatte, da er anderweitig noch viel Organisationsarbeit zu tun hatte. Begonnen wurde eine Choreografie zum Titel “Let us stand” einzustudieren und es dabei nicht los beim gegenseitigen Händereichen zu lassen. Auch das “Get together” wurde nochmal kurz durchgeprobt. Allerdings einige der Titel, die für den Tag vorgesehen waren wurden erst am 13. geprobt, der Probe zu der auch die Band hinzukam. Kurzfristig erfuhr man, dass noch 2 weitere Titel angedacht waren und dass man nun mit dem Aktionssong und dem “Amazing Grace” auf gute 10 Lieder kam und den Gospelday zu einem kleinen Benefizauftritt gemacht hatte.

Es wurde sich drauf eingestellt, dass das Puplikum durchaus häufig wechselt kann und möglicherweise unterschiedlich auf die verschiedenen Gospel reagiert wird. Aus dem Grund hiess in in der letzten Probe extra, dass es sein könnte, dass man den ein oder anderen Song vielleicht sogar weglässt, eben so wie das Puplikum reagiert. Ich selbst bin recht früh aufgebrochen, da ich wie beim Projektchorkonzert mich beim Aufbau beteiligte.

Da meiner Meinung nach eine Vortänzerin oder Vortänzer gefehlt hatte, hatte die Choreografie doch eher so ein gewisses Eigenleben gehabt – mehr oder minder stark eben. Ganz im Gegenteil die Leute, die sich zum Eintritt einfanden hatten sich dann auch alle Titel angehört und sogar beim Aktionssong “Let us stand” kräftig mitgesungen.


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Und immerhin meinen wir so um die 60 Personen gezählt zu haben, die sich den Auftritt  angehört hatten. Auch ein Infostand war aufgebaut, um auf die auf Punkte von der Aktion “Gospel für eine gerechtere Welt” was man selbst machen kann zu informieren. Einige Anregungen kamen auch von der ersten Vorsitzenden, Yvonne Koller, selbst, die den Puplikumstitel “Let us stand” gekonnt anmoderierte.


Video vorübergehend deaktiviert

Als ich mal auf dem Aktionsportal nachgeschaut hatte war ich ziemlich überrascht – Anmeldung für Gospelday 2012. So ein bisschen was hatte ich von Matthias Otto schon selbst gehört als ich ihn über einen Chor informiert hatte, der abgesagt hatte und gemeint hatte, dass er mal nachhaken könnte was die Crea vielleicht noch optimieren könnte. Auf dem Aktionsportal stand nämlich “krankheitsbedingt konnte unser Chor in diesem Jahr nicht auftreten, wir werden aber 2012 dabei sein”. Und offensichtlich hatte Matthias Otto und die ganze CREA-Belegschaft erst einmal ein ziemlich langes Gesicht gezogen, weil sie noch gar nicht an 2012 und eine Wiederholung gedacht hatten – es bleibt also spannend.

zu guter letzt gehts in Schloss, grandioses Abschlusskonzert in der Bogenhalle von Schloss Beuggen des Gospelprojektchor vom Gospelchor St. Josef, Rheinfelden

Monday, July 11th, 2011

Foto: Wladislaw Skoja (Wiki GFpL)

Nach 6 Proben für den Projektchor des Gospelchors St. Josefs im Jahr 2011, bei dem bereits bei der ersten Probe schon so um die 30 Damen und 2 Herren gekommen waren gab es ein tollen Abschlusshalle in der Bogenhalle des Schloss Beuggen am östlichen Stadtrand von Rheinfelden.

Keine Verpflichtung, die man eingeht hiess es auf dem Flyer zum Projektchor und doch sind alle, die sich für das Projekt gemeldet hatten geblieben und hatten mit Leidenschaft zwei Titel von Hans Christian Jochimsen und 2 Titel vom Oslo Gospel Choir einstudiert. Eine junge Dame im Alt brachte sich mit einer Choreografie ein. Eine ältere Dame, die sich mal im Chor probieren wollte, erklärte spontan, dass sie gerne eine Strophe beim bekannten Titel “Get together” von Tore W. Aas solistisch singen wolle. Und warun diese Menschen, die Spaß an ihrer Sache haben nicht einfach lassen.

Damit es ein nicht all zu kurzes Konzert wird, wurde überlegt dass der Gospelchor mit einigen Titeln aus ihrem Konzertrepertoire den Anfang macht.  Einen Einzug hatte man nicht gemacht, allerdings hatte der Titel “We pray” es auch hier geschafft das Puplikum gleich in seinen Bann zu ziehen

Let us go into the house of the lord

Er war schon beim Frühjahrskonzert des Gospelchor St. Josef in der Stadtkirche von Lörrach zu hören gewesen und mit Sicherheit eines der Lieblingstitel von Martin Huber, den man merkt richtig was er als Leadsänger für eine Leidenschaft in diesen Song legt.

Auch das Jesus, be a fence wurde bereits im Frühjahr gesungen und orientiert sich mehr an der Originalversion statt an der gecoverten Version von Fred Hammond, die in Freiburg gesungen wird.

Im Chor nennt sich der Titel “Shout for joy“, aber als ich auf Youtube recherchiert hatte fand ich ihn unter “Shout to the lord”. Aber es handelt esich um den selben Titel vom Oslo Gospel Choir.

Ein Medley ist Bestandteil bei vielen Gospelkonzerten und so entschloss man sich auch hier einen Titel mit reinzunehmen, der bekannte Evergreens gekonnt vereinte. Fing er langsam an und erinnerte erstmal an eine schöne balladenhafte Fassung von Swing low wechselte er plötzlich den Rhythmus und wurde richtig flott. Plötzlich wurde damit begonnen das “When the saints go marchin in” zu singen, dann aufeinmal meinte man möchte man gerne einen Jazztitel singen und viele der Sängerinnen und Sänger begannen mit dafür typischen Backinggesängen und husummten auf “Du” und langgezogenen “Aahhs”.

Und dann zusammen mit den Projektlern noch 6 weitere Titel

Mit dem sehr schmissigen Titel “Deeper than” begann der Projektchor seine einstudierten Songs vorzutragen.

Logisch, erst einmal sollte man das Puplikum zusammenbringen. Und was ist da passender als einfach zu sagen “get together” oder in

http://www.youtube.com/watch?v=oTEgOq98b1s&feature=related

Von einigen aus dem Chor, die zum Gospelkirchentag nach Karlsruhe gefahren waren war der Vorschlag gekommen doch Lieder, die man dort gelernt hatten zu singen. Ich hatte dann “Deeper than” vorgeschlagen. Ein anderer Song, ebenfalls von Hans Christian Jochimsen war “Lord hold me“, den wir bei der Aktivistentagung bei der Creativen Kirche in Witten gesungen hatte und dessen Noten ich dem Chorleiter Karl Gehweiler dann übergeben hatte.

nach diesem langsamen Titel von Hans-Christian Jochimsen wurde es mit dem Titel “Sweet Jesus” wieder um einiges schneller. Lansame Lieder klingen zwar schön aber sie können bei zu hoher Dosis auch ungewollte Nebenwirkungen hervorbringen. Vermutlich deswegen beugte man diesem mit obigem Titel vor.

Spontan mitreingenommen wurde Rakana vangeri. Und dies vorallem aus dem Grund, wiel hier das Puplikum einbezogen werden sollte. Es ist schon einige Zeit her, ich hatte 2004 bei den Konzerten in der Bonifaziuskirche und der Heilig-Kreuz-Kirche in Binningen miterlebt. Damals war in der Badischen Zeitung noch von Choreografie zwischen Kirchenbänken zu lesen.

http://www.youtube.com/watch?v=km7BDS63cA0

Eigentlich der perfekte Titel, um vorallem stimmungsvoll ein Konzert abzuschließen. Vielleicht wollte man auch ein Zeichen setzen und sagte sich, die Gospels scheinen in einem wie ein kleines Licht weiter. Da es für den Projektchor der Titel war, der als letztes einstudiert wurde, wurde auf die Verteilung von Solos verzichtet und komplett von allen gesungen.

Dies war allerdings nicht das Abschlusslied, es folgte danach noch der etwas flottere Titel “sweet Jesus“. Vielleicht erhoffte sich Karl Gehweiler dadurch, dass das Puplikum noch bleiben möchte und dass mindestens noch eine Zugabe gewünscht wurd. Eine gab es natürlich dann noch.

Damit nicht alles gleich auseinander bricht und vorallem die Neulinge, die sich am Projektchor beteiligt hatten noch einen würdigen Ausklang zu bieten wurden alle zu einem Sektempfang eingeladen und die Neulinge erhielten jeweils noch eine Rose als kleines Andenken an die schöne Zeit zusammen. In der letzten Probe vor dem großen Showdown mit Generalprobe und Konzert die große Frage “Wer von euch Projektlern könnte sich den vorstellen weiter im Chor mitzumachen”. Und sogleich äußerte sich Yvonne positiv, also von Almut und Julia (eine weitere) weis ich schon dass sie gerne weiter machen würden.  Bereits jetzt hatte der Chor von dem ganzen Projektchor auch etwas Positives, hat die Mitgliedergewinnung, die man sich durch den Projektchor erhofft hatte durchaus etwas gebracht. Die namentliche Aufzählung der Projektler war bereits lang und dann noch zu hören, dass man auf der Suche nach einem größeren Raum ist lässt wohl vermuten, dass es viele sind, die sich vom Projektchor haben anstecken lassen und jetzt gerne im Chor fest mitsingen wollten.

Oslo Gospel Choir – Hintergründe zum Titel Get together

Thursday, May 26th, 2011

Es ist irgendwie ein Ohrwurm und wird gerne gesungen. Bei einem Oslo Gospel Choir-Workshop, der von Volker Dymel geleitet wurde (Tore W. Aas war auch anwesend), wurde der Song gesungen und auch im Projektchor des Gospelchors St. Josef wurde dieser Song mal wieder einstudiert.

Refrain:

Zusammenkommen soll man. Zusammenkommen im Namen des Herren

Vers

Wenn ich träge werde und die Zeiten schlecht sind und ich das Gefühl habe, dass ich die Freude verloren habe, die ich einst mal hatte, es gibt eine Lösung, einen Weg, den man gehen kann und sollte man die Last mit seinen Brüdern als Zeichen des Herrn teilen. Hebe Deine Kopf und blicke in den Himmel. Bete zum Herrn solange bis der Tag kommt an dem ich sterben werde (im Sinne man soll in seinem Leben immer wieder die Gelegenheit nutzen zu Gott zu beten). Weil er mich beschützte und mich von Zweifeln und Furcht, die mich quälten, befreite.

Refrain

Vers
Wenn ich einsam bin, wenn ich blau bin (ob Tore tatsächlich an besoffen gedacht hat .oO oder vielleicht traurig meinte), dann weis ich aber ganz genau was ich jetzt zu tun habe. Sie alle warten auf mich. Wenn ich schreie und mir die Dinge peinlich sind, wenn ich krank bin versuche ich die Ketten, in die ich mich gebunden fühle abzulegen.Ich werde unterstützt, wir sind eine Familie all meine Brüder, die an Gott glauben stehen mir bei.

Refrain

Wenn die Zeiten gut sind, die Erscheinung, die sich zeigt sollte mir entsprechen. Er ist der Grund und er ist das Ziel (der Punkt im Schwarzen oder das Tor im Fußball). Er ist der Einzigste und der einzigste, der sich in meiner Seele befindet. Wenn Du Dich wacklig fühlst und falsch platzierst fühlst und Du der Ansicht bist, dass Du ein Fehler und Abfall bist, bei Gott bist Du immer perfekt, ein kostbarer Stein. Öffne Dein Herz und Du wirst nicht mehr alleine sein.

In dem Titel geht es wie so häufig, dass man Zuversicht gewinnen soll. Man soll zusammenkommen und füreinander da sein. Vom Prinzip her das Hauptgebot der 10 Gebote leben, nämlich das Gebot der Liebe und damit meint Gott die Nächstenliebe. Gott ist vielen Situationen jemand, der einem helfen kann, der einem beisteht und der einen auch aufrichten und den Weg zeigen kann. Es ist aber auch die Rede davon, dass man die Gemeinschaft suchen soll und vielleicht auch einfach mal offen sein, sagen wo der Schuh drückt, dass man momentan ein Problem mit sich rumschleppt und vielleicht andere schon in ähnlichen Situationen gesteckt haben und einem einen Tip geben kann. Auch kenn er teilweise helfen und einem Halt bieten, wenn man über sich zweifelt, vielleicht sogar zu Depressionen neigt oder Anzeichen eines Burn-out-Syndroms zeigt.

Allzuoft findet man im Alltag vor, dass man nach Status eingruppiert wird. Als Jugendlicher kann es sein, dass man nur wer ist, wenn man in seiner Gruppe teuere Markenklamotten trägt. In Zeiten der Neweconomy war man teilweise nur ein guter Manager, wenn man ein Notebook, ein Handy von der Firma gestellt bekam und selbstverständlich auch einen Firmenwagen besaß. Personen, die obdachtlos geworden sind, vielleicht einen Job verloren hatten und von Hartz 4 leben oder Alkoholabhängige wurden meistens nur mitleidig zur Kenntnis genommen und nicht sonderlich beachtet. Ob man häufig einen zuviel getrunken hat, man vielleicht sogar kifft oder als Protistuierte arbeitet, dass ist Gott selbst vollkommen egal, er nimmt einen einfach als Mensch und jeder Mensch ist so wie er ist genau richtig.

Mit dem sich in Ketten gelegt fühlen, kann man es gut mit den afrikanischen Sklaven vergleichen. Auch aktuell gibt es immer wieder Vergleiche. Betrachtet man die Geschehnisse in Lybien oder derzeit in Syrien. Die Landsleute fühlen sich meistens den Regimen vollkommen ausgeliefert und vielleicht sogar ein moderner Knecht, der zumindest vor den Diktatoren zu kuschen haben und wehe sie bieten denen vielleicht Kontra oder gibt preis, dass dieser über verschiedene Dinge anders denkt. Wenn man sich einer Gemeinschaft anschließt, dann kann man sich schnell wie in einer Familie fühlen und das Gefühl entwickeln, gemeinsam kann etwas erreicht werden und man kann mehr erreichen.

Die letzte Strophe erinnert mich so ein bisschen an den Inhalt von “My desire” vom Kirk Franklin, im dem die Rede ist, dass man Gott immer ähnlicher werden möchte. Auch hier wünscht sich der Komponist, Tore W. Aas, dass er idealerweise eine Kopie von Gott ist. In der Bibel wird davon gesprochen, dass Gott den Menschen nach seinem Bilde erschuf, er also all die guten Eigenschaften, die er selbst besitzt normalerweise auch haben sollte. Vorallem ist man überzeugt davon, dass man ihm nacheifern sollte, weil er sehr viel gutes tut. Er ist einfach das wo man hinsteuern sollte. Beim Bogenschießen ist es der innere schwarze Kreis, im Fußball ist es das Tor, auf das gespielt wird. In der Seele des Schreibers ist Gott der einzigste, der sich darin befindet. In seinem Leben und dem Alltag zusammen mit den Mitmenschen kann man sich als Nichts fühlen, man kann der Ansicht sein, dass man eine Null-Nummer ist. Das ganze Gegenteil ist man für Gott, man wird behandelt als ob man ein Rubin oder Topaz ist. Vielleicht sogar ein Blutdiamant. Jedenfalls ein kostbarer Stein, den jeder Juvelier sofort in eine gepanzerte Vitrine stellen würde. All das kann man aber nur erreichen, wenn man sein Herz öffnet und empfänglich wird.