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Was hat der King of Gospel mit Karlsruhe zu tun?

Tuesday, April 24th, 2018

Ich hatte wirklich zwei mal hinschauen müssen als die Creative Kirche verriet, wer denn jetzt Verträge für das Galakonzert beim Gospelkirchentag unterschrieben hatte. Viele hatten vielleicht innerlich den Wunsch gehabt, aber das Kirk Franklin 2018 nach Karlsruhe kommen würde, damit hat wohl keiner gerechnet.

Aber so wie ich es bei Hezekiah Walker gemacht hatte, sollte ich den Künstler Kirk Franklin vielleicht erst einmal vorstellen und auch warum ich ihn den King of Gospel nenne. Kirk Franklin wurde Ende Januar 1970 in Fort Worth, im amerikanischen Bundesstaat Texas geboren. Er wuchs bei seiner Großtante auf und erhielt bereits ab seinem 4. Lebensjahr Klavierunterricht. Ähnlich wie Michael Jackson, der als kleiner Junge bereits Frontsänger bei den Jackson Fives war, wurde er im Alter von 11 Jahren als er bescheiden in einem Kirchenchor mit seinen Begabungen entdeckt und durfte da bereits die Leitung des Mt. Rose Baptist Church Adult Choir übernehmen.

Die Aufnahme einer Eigenkomposition des damals 20jährigen Franklin begeisterterte den Gospelchorleiter Milton Bigham so sehr, dass er ihn einlud den Gospelmusic Workshop of America, eine internationale Konvention, die 1967 von Rev. James Cleveland gegründet wurde, im Jahr 1990 zu leiten.

Fünf Jahre nach seinem Durchstart im Jahr 1993 startete er bereits das Nu Nation-Projekt aus dem Songs wie “Lovely Day”, “He loves me” oder auch ursprünglich von Bill W. geschrieben “Lean on me”.

Die schon bekannteren Stücke wie “Brighter Day”

sowie

“Hosanna” stammen allerdings von seinem Album “The rebirth of Kirk Franklin”,  das erst im Jahr 2002 rausgekommen ist.

Auch in dem Film “The Gospel”,

Inhalt des Films ist die Würdigung von David Taylors Vater, der an Prostatakrebs leidet und daran stirbt. Ihm zu Ehren schafft er es ein Gospelkonzert zu organisieren. Nach heftigen Turbolenzen glätten sich jedoch die Verhältnisse mit David Taylor und dem Pastorennachfolger was seinen Vater angelangt und es gibt Klarheit und auch neue Offenbarungen. Hier hatte Kirk Franklin neben dem Titel “He reigns” auch Titel wie “Now behold the lamb”

Kann durchaus sein, dass Kirk Franklin bei der Gottesdienstszene Einfluss genommen hat und es bewußt wollte, dass der Gospelchor seinen Song “Now behold the lamb” singt. Es kommt in einer Textstelle in der Lyrik vor, dass das Lamm in Sünde geboren wurde und an einer anderen Stelle wird an die Stelle erinnert “Lamm Gottes, das Du hinwegnimmst die Sünde der Welt”.  Und vermutlich ist das nach Vorne kommen ein symbolischer Akt, der verdeutlichen soll. “Hey, auch Du kannst Dich frei machen – trau Dich einfach”.

Kirk Franklin ist mehrfacher Grammygewinner.

Mit verschiedensten Künstlern hat Kirk Franklin bereits zusammen gearbeitet. Obiges Video zeigt beispielsweise einen Titel, der mit Steve Wonder zusammen entstand.

Mit Whitney Houston wurde zusammen gearbeitet, selbst mit U2-Sänger Bono.

Und auch dieses Video beweist, dass auch mit anderen Gospelgrößen wie Yolanda Adams, Donnie McClurkin und Shirley Caesar bereits zusammen gearbeitet und gemeinsam aufgetritten wurde.

GMWA – Hintergründe zum Titel “I’ve got to praise him”

Friday, December 17th, 2010

Ein typischer Hotpraisetitel, bei dem es darum geht den Herrn getroffen zu haben und ihn anzubeten. Das Video zum Titel ist jetzt nicht vom Gospel Music Workshop of Amerika, es wird sich allerding von der Melodie, dem Text und dem Tempo an die Version vom GMWA angelehnt.

Wenn ich daran denke, was der Herr alles für uns getan hat.
Wenn ich daran denke, wo er mich aufnahm und wo ich jetzt stehe.
Wenn ich daran denke, was mir Gott alles gegeben/geschenkt hat.
Wenn ich an den Mann denke, der mir den Sieg gebracht hat.
Selber hatte ich mir nicht helfen können, aus dem Grunde musste ein Dankesgebet aussprechen.

AlkoholsüchtigerDieser Titel passt auf vielerlei Alltagssituationen. Etwas ist einem dermaßen über den Kopf gewachsen, dass man aus Verzweiflung zum Alkohol greift oder gar drogensüchtig wird und allzuschnell, ohne es groß zu merken ist man in eine Sucht geraten. Immer mehr Alkohol benötigt man, um zu meinen, dass man so irgendwie die Alltagssorgen wegspülen kann. Aber das ist nicht der Fall, sie werden eher mehr. Auslöser für den Griff zur Flasche kann beispielsweise eine verlorene Arbeitsstelle sein und das reinrutschen in Harz 4. Plötzlich sieht man für sich keine Zukunft mehr, es kann sein, dass man depressiv wird und irgendwie versucht den Frust irgendwie loszuwerden. Aber urplötzlich hat sich etwas neues und völlig unerwartetes für einen ergeben. Das passt im Titel dann beispielsweise zur zweiten Zeile der Strophe, dass Gott einen aus seinem “Loch” genommen hatte und gezeigt hat “Du bist wer und das ist genau das richtige für Dich”.

NierentransplantationEin Dialysepatient, der sich schon fast aufgegeben hat. Wie wird er sich über eine Spenderniere freuen und sich sagen, dass war jetzt ein Geschenk Gottes, der mir jetzt ein unbeschwerteres neues Leben geschenkt hat. Und viele Dinge merken wir eigentlich gar nicht, wie beispielsweise die Gesundheit oder auch, dass wir kreativ sein können, Dinge erschaffen können, die vielleicht sogar für andere nützlich sind. Beispielsweise ein Krebskranker, der lange Zeit mit seiner Krankheit kämpfen musste und der durch die Ärzte so behandelt werden konnte, dass der Tumor beseitigt wurde, der wird sich sagen, ich habe über den Krebs gesiegt und wer hat mich zum Sieg geführt. Das war Gott gewesen. Häufig ist man selber dann nicht in der Lage sich da rauszuziehen, man wurde vielleicht zu depressiv oder es hat der Ideenreichtum für die Selbsthilfe nachgelassen. Hier konnte man also froh sein, dass es Ärzte gab, dass sich vielleicht ein Psychologe oder Therapeut einem angenommen hatte und einem Möglichkeiten aufgezeigt hat sich neu zu orientieren. Der einen bestärkt hatte einen Alkoholenzug zu machen und durchzustehen oder Pflegekräfte, die auf einer DEMOS (Drogenentzugs- und Motivationsstation) einen soweit gebracht hat, dass man nicht mehr heroinabhängig ist und das man in seinem Leben auch wieder einen Sinn sieht.

Barbershop geht und Contemporary Gospel kommt

Thursday, March 25th, 2010

Bereits schon vor der Barbershopbewegung hat sich der Gospel stetig weiterentwickelt. Durch die Evangelisierungszeit, die auch in den Vereinigten Staaten stattfand, entstand neben dem Blackgospel auch der Whitegospel. Besonders in Städten wie New Yorkcity, Bosten und Chicago wurde viel evangelisiert. Ein sehr bekannter Titel aus dem White Gospel ist der Titel “Give me that old time religion”

Komponisten aus der Zeit waren: Baptistenprediger Robert Lowny, Charles Crozant Converse und nicht zuletzt Fanny Crospy. Charakteristisch am Whitegospel ist ein sehr gerader Takt.

Anders entwickelte sich der Blackgospel weiter, charakteristisch hier ist der Offbeat. Wie Offbeat schon andeutet ist dieser neben unserem mitteleuropäischen Takt, einfach daneben. Betont wird hier auf 2 und 4. Auch der Call & Response, den die farbigen Sklaven schon begonnen hatten wurde ausgebaut und verfeinert.

Der Komponist Charles Albert Tindley war der erste wichtige Komponist beim Blackgospel. Nachdem der Bürgerkrieg überstanden war zog er nach Philladelphia. Einer seiner bekanntesten Titel ist “Stand by me”. Auch das “Precious Lord” ist von ihm.

Einer der ersten Formationen, die den Blackgospel sangen waren “The caravans”. Ihnen gehörten unter anderem die Sängerinnen: Deloris Washington, Albertina Walker, Inez Andrews und Shirley Ceasar an. Einige von Ihnen wie Albertina Walker und Shirley Ceasar starteten später Solokarieren.

Einen gewissen Umbruch in den Jahren 1960 durch die durchmsichte Stilrichtung brachte die Formation “The Mighty Clouds of Joy”, die bereits E-Gitaare, Schlagzeug und weitere Musikinstrumente in die Gospelmusik einbrachten und die Ähra des “Contemporary Gospel”, dem mordernen Gospel einläuteten.

Etwa zeitgleich gründete sich in den Staaten der “Gospelmusik Workshop of Amerika” oder kurz GMWA. Hierbei kommen einmal jährlich alle Gospelgrößen Amerikas zum gemeinsamen Singen zusammen. Wie man sich sowas vorstellen kann, ist auf folgendem Video zu sehen

In unserem Landen ist vielleicht Andy Croach ein Begriff. Er war in der Zeit um 1965 ein angesagter Gospelsänger und Komponist. Von ihm stammen Titel wie “Soon and very soon”. Auch für Filmmusiken wie “König der Löwen” und “Free Willy” hat er Titel beigesteuert.

BeBe Winans wurde 1962 in Detroit, Michigan gebohren und sang lange Zeit erst einmal alleine Gospels. Er ist ein Teil der großen Gospelfamilie “The Winans”. Etwa 1980 holte er seine Schwester CeCe mit ins Boot und so entstand 1987 die erste gemeinsame Produktion.

Etwa zeitgleich mit BeBe Winans begann auch Edwin Hawkins mit seinem Gospelchor. Der berühmteste Titel von ihm ist das “Oh happy day”

auch “To my fathers house” ist von ihm

Jessy Dixon kam etwa 1975 auf und war in der damaligen Zeit so etwas wie der King of Gospel. Zusammen mit Andre Coach entstand “It’s alright now”. Selbst war er auch ein großer Komponist und komponierte Titel wie “I am redeemed”, “Sing to the lord a new song” und “Sunshine”.

Fred Hammond machte erst in den 80er Jahren auf sich aufmerksam. In den ersten Jahren hat er sehr viel mit der Gospelfamilie “The Winans” musiziert. Kurze Zeit später tat er sich mit den Commissioned zusammen mit denen er 10 der 12 Alben der Gruppe produzierte. Nach der Zeit mit dieser Gruppe gründete er die Gruppe “Radical for Christ” mit denen zu Ruhm kam und durch den Verkauf der Alben ein ansehliches Kapital anhäufen konnte. Im Jahre 2002 kehrte er zu den Commissioned zurück. Hier einige Videos von ihm

Fread Hammond war auch schauspielerisch tätig und tritt als sich selbst im Film “The Gospel” auf.

Kirk Franklins ist ein typischer Gospelstar der heutige Zeit, denn seine Kariere begann erst in den frühen 90er Jahren. 1993 entstand mit seiner Gruppe “Kirk Franklin and his family” sein gleichnamiges Debutalbum. Weitere folgten. 2008 war Kirk Franklin als Hauptact beim Gospelkirchentag in Hannover vertreten, bei dem er ein “Danceconcert” bot. Im letzten Jahr kam er erneut nach Deutschland und gab ein Konzert in Böblingen sowie ein weiteres Konzert in Bochum. Beide Konzerten waren als Preevent für den Gospelkirchentag von der Creativen Kirche organisiert.

Kurze Zeit nachdem Kirk Franklin sein Wirken begann, begann auch die Kariere für den Pastor Donnie McClurkin. Anfänglich unterstütze er über die Gemeindetätigkeit Marvin Winans. Mit ihm zusammen entstand 1996 der Titel “Stand“.

Mit vielen anderen Größen hat er zusammengearbeitet. So entstand mit Kirk Franklin zusammen der Titel “We fall down” oder mit Yolanda Adams der Titel “The prayer”. Wie auch Fred Hammond wirkte Donnie McClurkin im Film “The Gospel” als befreundeter Pastor mit.

Tonex

Sein eigentlicher Name ist Anthony Charles Williams II. Er ist ein wahres Multitalent, da er nicht nur Amerikaner ist sondern auch noch rappt, singt, tanzt, komponiert, diverse Musikinstrumente spielt, Produzent und Pfarrer ist. Geboren ist er 1975 in San Diego, Californien also ein Zeitgenosse und entsprechend benimmt er sich auf der Bühne. Wo andere Stars wie die Winans, Whitney Houston, Clark Sisters, … sehr auf ihr Äußeres achte, kommt er einfach in Alltagskleidung auf die Bühne. Hier ein Video von einem Auftritt in Dallas.