Posts Tagged ‘gospel für eine gerechtere welt’

mehr Aktivitäten beim 2. Gospelday in Baden beim Motto we can move mountains

Saturday, September 22nd, 2012

im Jahr 2011 dachte man eigentlich noch an einen einmaligen Event. Bei dem damaligen Event, der noch unter dem Motto “let us stand” stand waren es gerademal ein Chor in der Südwestecke. Gerademal in der Karlsruher Region fanden sich wenige Chöre, die sich zu dem deutschlandweiten Tag für eine gerechtere Welt einsetzten. War es beim Gospelday ein Rohrbrunnenprojekt in Burkina Faso, das gefördert wurde und später dann eine Gesundheitsstation in Burkina Faso, so wird in diesem Jahr  das Projekt

Schneiderinnenausbildung für junge Frauen in Kamerun

unterstützt.

Es scheint sich inzwischen rumgesprochen zu haben. Ich als Aktionsmitarbeiter der Aktion “Gospel für eine gerechtere Welt” war ziemlich überrascht gewesen als ich plötzlich von der Creativen Kirche 5 Songbooks für den diesjährigen Gospelday erhielt mit einem Schreiben dabei, das ich Exemplare ruhig an mir bekannte Personen weitergeben sollte. Zwei hatte ich in meinem Chor abgegeben und ein weiteres hatte ich den Gospelchor aus Stegen im Dreisamtal zukommen lassen, da ich dahin persönliche Kontakte habe. Inzwischen sind am Hochrhein noch zwei weitere, bislang für mich eigentlich unbekannte Chöre aufgetaucht, die plötzlich auch am Gospelday Präsenz zeigen möchten.

Karl Gehweiler, Chorleiter des Gospelchors St. Josef, Rheinfelden (Baden) vertritt hier eine klare Stellung “die Frage, ob ich mich mit meinem Chor an dem Gospelday beteilige stellt sich mir gar nicht – ich bin generell offen, wenn es darum geht Benachteiligten zu helfen, der Chor macht ja auch Benefizauftritte und -konzerte”.

Ein sich spontan zusammengefundener Chor, der sich Spontichor nennt, sang zu dieser Zeit beim Rheincenter in Weil am Rhein. Die Chöre Gospeltrain und Voices, die sich für den Gospelday zusammengetan haben und beide zur Vereinsszene Grenzach-Whylen gehören, hatten sich den Sparkassenplatz in Grenzach ausgesucht. Der Gospelchor der Matthäusgemeinde Lauchringen hatte eine ganz passende Gelegenheit gefunden gehabt. Sie konnten sich geschickt einfädeln in die faire Wochen im Weltladen, die bei einem Dritte-Weltladen beim Waldshuter Storchenturm stattfanden. So passte die Aktion des Gospeldays dort sehr gut in die ganzen Aktivitäten, die sonst so in der ganzen Woche dort liefen.

Trotz Dauerregens hatte der Gospelchor St. Josef es in Rheinfelden geschafft gleich bei seinem ersten Titel, einige Passanten zum Stehenbleiben zu animieren und sie blieben das auch bis zum Schluss. Sehr gekonnt wurde immer wieder auf den Aktionssong vorbereitet, da nach jedem Stück mit dem Puplikum der Refrain von “We can move mountains” geübt wurde. Im Gegensatz zum letzten Jahr hatte sich der Chor mehr im Halbkreis aufgestellt und hatte auch von sich selbst mehr den Eindruck gehabt, dass man sich untereinander besser hören konnte. Auch vom Puplikum her kam das Feedback, dass der Chor gut ausgesteuert war und man merkte auch beim Puplikum, dass beim Aktionssong, der so wie “Let us stand” auch aus der Feder von Hans-Christian Jochimsen stammt, kräftig mitgesungen wurde.

Gospel für eine gerechtere Welt – Konzept eines Themenabens Bildung in Kamerun

Wednesday, May 30th, 2012

Die Aktion “Gospel für eine gerechtere Welt” wir von mehreren Hilfsorganisationen mit getragen. Eine davon ist “Brot für die Welt”. Am Kirchentag in Dresden im Jahre 2011 wurde hierzu folgendes Interview produziert

Mir sagt der Inhalt des Interviews allerdings nur, es ist da schonmal eine solide Hilfsorganisation, die hinter der Aktion steht. Was dann genau unterstützt wird klingt mir zu allgemein und eher schon abgewälzt, da gleich darauf hingewiesen wurde, dass sie vor Ort mit einem entsprechenden Partner zusammenarbeiten würden, der schon wisse was konkret zu tun sei. Bei mir heisst es dann schnell “nett und genau dieses Konkrete möchte ich jetzt mal von Ihnen wissen”. Deswegen habe ich auch weiter recherchiert, mich ausgetauscht und ein paar Informationen zusammenzutragen wie in diesen Ländern die Vorortsituation aussieht. Gute Eltern sind auch nicht beruhigt darüber, dass sich das Kind z. B. über erhaltenes Geld gefreut hat, sie möchten auch gerne erfahren, ob ihr Kind dies auch sinnvoll verwendet hat.

Ein weiterere große Hilfsorganisation, die auch als Partner in die Aktion “Gospel für eine gerechtere Welt” eingebunden ist, ist der Evangelische Entwicklungsdienst – kurz EED. Er setzt vorallem stark auf Bildungsprojekte wie z. B. ein Ausbildungszentrum zur Trocknung von Früchten.

Bereits in dem letzten Themenabendkonzept für “Gospel für eine gerechtere Welt”, bei dem das Land Burkina Faso und die Problematik in Burkina-Faso im Zusammenhang mit dem Projekt einer Gesundheitsstation aufkam war der starke Glaube an Methoden aus der Naturmedizin, die von Medizinmännern praktiziert wurden. Das Wissen z. B. über Methoden aus der Schulmedizin waren einfach nicht bekannt und man fragt sich, wenn man die Völker mal besucht wie man das eigentlich vermitteln soll, wenn die gemeinsame Basis fehlt.

In Anbetracht der noch bestehenden Eurokrise fragt man sich vielleicht warum soll man sein Geld jetzt für Staaten in den Entwicklungländern investieren. Vielleicht haben die in den vergangenen Jahren einfach nicht richtig geplant und wären sonst auch etwas geworden. Wenn man davon hört, dass z. B. in der Republik sehr viel Tropenholz vorallem nach Europa exportiert wird, dann kann man natürlich erst einmal denken, durch den Export haben sie ja jede Menge Einnahmen und können so ihre Wirtschaft stärken.

Das Video zeigt allerdings die Realität und die sieht da ganz anders aus. Die Einwohner haben von dem Holzabbau so gut wie nichts. Was der Wirtschaft in solchen Ländern tatsächlich helfen würde ist der faire Handel. So wie in Burkina Faso wird auch in Kamerun Baumwolle angebaut. Wie hier fairer Handel aussehen könnte zeigt das nachfolgende Video.

Was in Kamerun erstaunlich ist, es gibt sehr viele Christen dort. Kann natürlich dadurch kommen, dass Kamerun früher mal eine deutsche Kolonie gewesen ist. “Afrika überrascht immer wieder”. Das kann es natürlich durchaus, allerdings brauch es durchaus Zeit, um ein Land, deren Einwohner und die Kultur erst einmal zu verstehen.

Und man kann viel in Kamerun bewirken. Am 08. Juni 2011 erkannte z. B. der Verein indent africa, dass die Jugendlichen in Kamerun vorallem eine gute Bildung benötigen und hier das System noch krankt. Es bringt dabei wenig den Menschen lange Vorträge zu halten wie man gute Bildung schaffen und gestalten kann, sondern sie möchten gerne als gleichwertig behandelt werden, also eine Partnerschaft in Augenhöhe. Der Verein stellte innovative Projekte zusammen, die speziell so ausgerichtet waren, dass die Abwanderung von der ländlichen Region in die Großstädte oder gar in die europäischen Industrieländer eingedämmt wird.

Eines ihrer Projekte
Traditionelle Baustoffe und Baumethoden im Norden Kameruns im Fokus der Forschung

Frauen in Kamerun leben im Wandel. Zum einen leben sie nach Traditionen, die vorallem im ländlichen Bereich anzutreffen sind, zum anderen sind sie auch modern eingestellt und entsprechend offen, wenn sie in einer Großstadt oder einer größeren Stadt wohnen. Gerade in ländlichen Regionen haben die Frauen wenig Rechte, es gilt Gehorsam zu leisten und sich unterzuordnen. Geld wird vom Mann verwaltet und das eine Frau irgendwelche Besitztümer hat ist äußerst ungern gesehen. Die Frauen haben aber im Vergleich zu Deutschland nahezu viermal soviele Kinder. Während in Deutschland die Lebenserwartung inzwischen so um die 80 Jahre beträgt, werden die Menschen in Kamerun im Durchschnitt so um die 51 Jahre alt. Kamerun kann man auch als das Land der Jungerwachsenen betrachten, denn das Durchschnittsalter dort beträgt 19, während es bei uns in Deutschland bei 43 liegt.

Vom “blos nichts sagen” ist schnell die Rede, wenn man sich in die Situation von Frauen in Kamerun hineinversetzt. Man erfährt davon, dass dort noch die Beschneidung praktiziert wird, es gibt noch die Zwangsehe und zu sexuellen Übergriffen kommt es ab und an leider auch.

Eine Kamerunerin hatte über sich selbst mal geäußert, dass ihre Landsfrauen eigentlich starke Frauen sein müssen. Die Frauen in Kamerun würde bereits morgens schon LKWs hinterherlaufen, um Waren zu verkaufen. Sie schlafen durchaus öfter mal unter freien Himmel und die Marktfrauen sind morgens die ersten Frauen, die auf den Straßen anzutreffen sind.

Für Elke S. schlägt das Herz schon lange für Kamerun. Mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn setzt sich die engagierte Frau für Kamerun ein. Die Projekte bauen aufeinander auf, erklärt Elke S., die vorallem dieses Prinzip sehr schätzt. Gerade der Netzwerkgedanke zu der Gedankenaustausch, das füreinander Dasein und sich ergänzen zählt wird hierbei sehr groß geschrieben.

Gerade das lesen und schreiben lernen wird bei etwa 100 Mädchen und Frauen gefördert, um Anschluß an die Umwelt zu erhalten und ihren Selbstwert zu stärken.  Einen ausführlichen Bericht über die Arbeit von Elke S. können sie im Beitrag “Bildung ist keine Selbstverständlichkeit” lesen.

Auch erfährt man ab und an von Gewalt wie in einem Erlebnisbericht von Mireille Makampe zu lesen ist. Das weibliche Geschlecht zählte um die Zeit von 1950 jedenfalls nicht, da galt die Vorstellung Frauen gehören an den Herd und das gibt es gar nicht, dass Töchter in die Schule geschickt werden.

Schnell hat man gerade bei weniger bekannten Hilfsorganisationen den Eindruck, an oberster Stelle kommt das “bitte, bitte gebt uns..”. Ich hatte mich kurz mal mit einer  Afrikanerin, die aus Kamerun kommt und seit länger Zeit in Deutschland lebt unterhalten. Sie leitet selber einen entsprechenden Dienst. Sie hält wenig davon, dass die Mitmenschen hier erst einmal auf den Gedanken kommen “bitte, bitte gebt uns”. Aus dem Grund wird gar nicht so auf Werbung gesetzt und sie verfolgt mehr das Motto “Findet man etwas gut, dann möchte man vielleicht denen auch was Gutes tun”. Sie sagt auch ganz klar, dass viele Europäer, wenn sie auf die Idee kommen in Afrika wirken zu wollen von den Einheimischen angeschaut werden “was will den der”. Grund ist, die Mentalität, die Kultur und die Art und Weise wie das Leben gestaltet wird ist ganz anders. Sie ist überzeugt viele Personen aus den Industrieländern kommen in einem afrikanischen Land einfach nicht zurecht. Es bringt auch wenig, wenn man Leuten aus Ländern wie Kamerun meint grundsätzlich alles zeigen zu müssen. “Hilfe zur Selbsthilfe” ist auch für sie das Zauberwort. Aus dem Grund sagt sie sich, wenn die Mütter einer Siedlung in der Lage sind ihre Kleinkinder selbst großzuziehen, erst dann kann man sie begleiten wie sie auch noch mehr Dinge in ihrem Leben optimieren können und auch begleiten, dass diese Kinder später eine Zukunft haben.

Der Direktor der Deza, Walter Fust hat es geschafft in 3 Worten zu beschreiben was Länder wie Kamerun faktisch brauchen “Unterstützung, um sich selbst helfen zu können”. Und es reicht nicht einfach mal zu zeigen so macht man es grundsätzlich. Es muss ihnen Entwicklungspotential aufgezeigt werden und sie müssen auch lernen zu erkennen wie man verschiedenste Dinge vielleicht noch besser optimieren kann.
Diese Hilfe ist eigentlich recht vielfältig.

Ein riesen Problem in diesen Ländern ist nämlich, die Abwanderung aus ländlichen Regionen. Mit dem Einkaufsmarkt hatte man es geschafft die Wirtschaft in dieser Dorfregion zu stärken und die Abwanderung einzudämmen. Der richte Absatz, Materialwirtschaft und was zu einem richtigen Handel so dazugehört musste natürlich erst einmal vermittelt werden. Man darf nicht vergessen, dass unsere Industrienationen auch von diesen Ländern abhängig sind, denn gerade die tropischen Früchte müssen wir importieren und auch viele Rohstoffe kommen aus diesen Ländern. Denke man beispielsweise an den Kaffee, den wir morgens trinken oder die Baumwollkleidung, die wir tragen.

Ein gutes Beispiel wie ein Wüstenstaat es trotzdem schafft sogar Obst und Gemüse anbauen zu können und die Elemte der Natür hier gekonnt nutzen zu können beweist der Oman.

Ähnlich den Bissen oder den Wasserläufen in Südtirol wurden sogenannte Aflaj angelegt, durchaus kilometerweite Wasserwege, die es ermöglichen weite Landstriche mit kostbarem Süßwasser aus dem Gebirge zu bewässern. Auch hier hat es guter Bildung bedurft, man musste sich lernen mit dem Wasser zu solidarisieren und es so zu organisieren, dass es immer gerecht zu verteilen, damit sich keiner benachteiligt fühlt.

Wärend man bei uns nach der Mittleren Reife oder auch nach dem Abitur mit einer Berufsausbildung beginnen kann, muss man in Burkina Faso froh sein, wenn man eine Ausbildung beginnen darf, bei der man versucht diese nach dem dualen Ausbildungssystem umzusetzen. Die Schulpflicht ist wesentlich kürzer als bei uns bereits nach 6 Jahren darf die Jugend mit einer Lehre beginnen, wobei die Jugendlichen vom Staat ein Stipenium erhalten, bei dem die Hälte der Kosten so um die 100 € im Jahr vom Staat getragen wird. Die anderen 100 € müssen sie schauen dass sie diese selbst zusammen bekommen.

Sehr informativ stellt die Tikato, die mit der Organisation “Brot für die Welt” zusammenarbeitet ein Bildungsprojekt in Burkina Faso vor

Als ich mir Gedanken gemacht hatte wie ich das Konzept für das Bildungsprojekt der Creativen Kirche aufbaue, hatte ich mit Ursula Garden ausgetauscht, sie kenne ich von Facebook her und weis, dass sie schon häufig über Hilforganisationen vor Ort in Kamerun geholfen hatte. Ich fragte sie einfach mal, wie es denn bei ihr aussehen würde, wenn sie z. B. für Bildungsmöglichkeit bei den afrikanischen Einwohnern sorgen soll. Sie erzählte mir sodann “Als ich zu einer Schule in kam, in der Kindern eines Dorfes in Kamerun Unterricht angeboten werden sollte musste ich als allererstes schauen woher ich etwas bekommen konnte, damit sie sich überhaupt Notizen machen konnte. So verwendete einen kleinen Teil an Spendengeldern ausgegeben, die mir zur Verfügung stand, glaube gerademal 5 Euro, um für die ganze Schulklasse erst einmal Bleistifte zu besorgen. Sie hatten nämlich nicht einmal dies gehabt”.

Es betrifft eigentlich ganz Afrika, denn nicht nur in Südafrika ist das Problem mit der Multiligualität anzuteffen. Alleine schon in Burkina Faso gab es immer schon verschiedenste Einheimischenstämme und jeder Stamm sprach seine eigene Sprache. Hinzu kommen dann noch soziale und ethnische Unterschiede. Wenn man jetzt Kinder aus verschiedenen Stämmen unterrichten möchte, dann gibt es ein Problem. Die unterschiedlichen Kinder müssen erst einmal eine gemeinsame Sprache haben, um denen einheitlich etwas vermitteln zu können, zum anderen, um sich auch untereinander verständlich zu machen.

Es ist vorallem für die Jugendlichen von uns kaum vorstellbar, dass es in einem Land in Afrika es tatsächlich Kinder und Jugendliche gibt, die sich sogar freuen, wenn sie zur Schule gehen dürften. Kenn man von uns eher “ieh, langweilig schon wieder in die Schule und dann wieder diesen vollöden Unterricht”. Ganz deutlich äußert sich der Lehrer, dass es früher in dem Dorf überhaupt gar keine Schule gab und der Nachwuchs lange Wege in Kauf nehmen mussten, um zu einem Dorf zu gelangen, das übereine Schule verfügte und dann stand immer noch die Frage im Raum, kann man sich die Schule für die Kinder sich finanziell überhaupt leisten. Die Bauern aus dem Dorf hatten sich selbst zusammengetan, eine Schule errichtet und einen Lehrer eingestellt, der jetzt um die 50 Kinder unterrichtet.

In der Schule lernen die Kinder nach Ansicht des Lehrers vorallem wie sie sich im Leben zurechtfinden können und genießen eine ergänzende Erziehung bzw. kriegen entsprechende Umgangsformen beigebracht. Was für ihn wichtig ist, ist die Fähigkeit selbständig Entscheidungen treffen zu können, aber das kann man nur erlangen, wenn man diese zuvor beigekriegt hat. Bei den Eltern in der Familie lernt man vieles davon nicht.

Genau die Problematik mit den großen Klassen in denen gemeinsam fast 60 Kinder unterrichtet werden müssen sieht eine Ordensschwester einer katholischen Hilfsorganisation, die sagt, dass sie an Unterrichtsstoff viel mehr vermitteln könnte, wenn die Klassen entsprechend kleiner wären. Und die Lehrer in den Schulen können froh sein, wenn sie überhaupt entsprechende Materialen für den Unterricht haben, um diesen auch entsprechend anschaulich gestalten zu können. Aber auch schon an der Lehrerausbildung und der Kontrolle des Unterricht scheitert es. Wie aus dem Video zu erfahren ist die kommunale Verwaltung nicht in der Lage notwendige Dinge wie eine gute Lehrerausbildung, Unterrichts- und Ferienzeiten festzulegen oder zu schauen ob die Schule überhaupt besucht wird.

Die Ordensschwester, die in dem Video zu Wort kommt erzählt stolz von einer Schule in der maximal nur 30 Schüler in einer Klasse sind und somit die Lehrer auch längst nicht so überfordert sind wie bei den typischen Klassen von 60 Schülern. Durch das hohe Bildungsniveau, das in dieser kirchlichen Schule herrscht erhielten diese vom Staat Nigeria sogar eine Auszeichnung.

In einem Bericht in der Stuttgarter Zeitung mit dem Titel “Afrika zu Gast in Ludwigsburg“. Zu lesen ist darin, dass in der Klasse größtenteils 4 Schüler in einer Bank sitzen, die eigentlich nur für 2 Schüler konzipiert wurde. Weiteres ist in dem Pressebeitrag zu erfahren.

Erschreckend ist zu erfahren, dass es in Nigeria zwar Grundschule gibt, viele davon allerdings unter Bäumen stattfinden, weil einfach kein Schulgebäude vorhanden ist. Zustände, die in einem modernen Industrieland wie Deutschland oder der Schweiz nicht vorstellbar wären. Da wäre allenfalls die Frage nach einer Sanierung von Gebäuden die Frage, um sie auf den energetisch neuesten Stand zu bringen. In einem anderen Blogpost wurde von einer Nähmaschine für Burkina Faso geschrieben das sogar existenzielle Dinge dort fehlen wo bei uns z. B. eine Nähmaschine schon zur Grundausstattung einer modernen Hausfrau gehört.

Was schon relativ genau das Projekt in Burkina Faso beschreiben würde, dass 2012 im Rahmen der Aktion “Gospel für eine gerechtere Welt” unterstützt werden sollte ähnelt einem Projekt von Sustainet einem Projekt, das den Landwirten in diesen Ländern vermittelt wie man nachhaltige Landwirtschaft betreibt und so auch die Ernährungsgrundlage sichert. Dazu gehört nicht nur soziale Gesichtspunkten wie man z. B. eine Arbeitsteilung organisiert sondern auch der Umgang mit Land, mit Wasser aber auch wie vertreibe ich die Produkte so, dass man sich nicht unter Wert verkauft und das man gegenüber seinem Gegenüber sein Gesicht wart.

An der Fernuni-Haagen wurde vor einiger Zeit mal eine Studienarbeit über das Südafrikanische Bildungssystem erstellt. Da die sehr umfangreich ist konzentiere ich mich einfach mal auf das Thema Sprachen als Bildungsbarrieren, da dies Problem auch in Burkina Faso anzutreffen ist.

Versetzen wir uns einfach mal in einen 8jährigen Schüler, einen Schwarzen hinein, dessen Eltern sich in der Hoffnung Arbeit in der Stadt zu finden auf den Weg machen. Nach einiger Zeit finden sie auch Arbeit auf einer Baumwollfarm. Auf der Farm erhalten sie ein einfaches Ein-Zimmer-Wohnhaus, das zum Glück über Strom und Wasser verfügt. Immerhin entsteht über die Farm der Kontakt zu einer Grundschule und der Junge, nennen wir ihn Tuando wird eingeschult. Seine Mitschüler versteht er mit unter nur begrenzt. Die einen sprechen Xhosa, andere wiederum sprechen Afrikaans und ein paar, die wohl von der Hauptstadt auf Land kamen sprechen schon die Landessprache Französisch.  Viele Fächer werden auf der Schule allerdings auf Französich unterrichtet, um die Schüler an die Amtssprache heranzuführen.

Er wächst heran und schafft es nach der höheren Schule sich an einer Highschool in Südafrika zu imatrikulieren. Viele der Vorlesungen werden dort auf Afrikaans gehalten. Das ist schonmal eine Fremdsprache für ihn. Zum anderen sind findet Tuando dort viel Literatur, die in Englisch geschrieben ist, da dies die Amtssprache in Südafrika ist als noch eine zweite Fremdsprache, die er erst einmal lernen muss.  Die Zwischenexamina und das Schlussexamen erfolgen ebenfalls in Englisch.

Von einer Bekannten, die in Bayern lebt habe ich erfahren, dass die Hilfsorganisation bei der sie ab und an arbeitet einen solchen Studenten durch Spenden ein Stipenium finanziert hatte, weil er und seine Eltern selbst gar nicht in der Lage gewesen wären das Geld für das Studium und die Miete für ein Zimmer in der Unistadt finanzieren zu können.

Das große Problem bei solchen Ländern wie Burkina Faso sehe ich das unvorbereitet sein. Haben sie sich z. B. darauf eingestellt, dass eine lange Trockenzeit besteht und sie sich jetzt daran gewöhnt haben die Felder zu wässern und auch für Düngung zu sorgen stehen die Einwohner ziemlich ratlos da, wenn es plötzlich anfängt zu regnen und es zu einer Überflutung kommt. Erst durch eine gute Bildung, die sie die Hilfe zur Selbsthilfe beibringt erfahren solche Menschen, dass es beispielsweise bei Trockenheit auch wichtig ist daran zu denken wenn man wieder Wasser vorhanden ist und das man darauf auch eingestellt sein muß, dass man beispielsweise das Wasser dann speichert, um es für Trockenphasen zu nutzen und das man auch den landwirtschaftlichen Anbau so ausrichtet, dass sowohl Pflanzen angebaut werden, die Dürre gut verkraften, allerdings auch Pflanzen die mit Hochwasser überstehen. Auch nützt es wenig, wenn man etwas anbaut es sollte sich ja auch Gedanken gemacht werden wie vertreibe ich die Produkte oder was sind Voraussetzungen damit die Früchte gut gedeien.

Ein sehr tollen Bildungsprojekt war ein Projekt gewesen, bei dem eine schweizer Hilforganisation in einem Ort in Burkina Faso das duale Ausbildungssystem eingeführt hatte.

Die traditionelle Ausbildung der Jugendlichen erfolgt meist durch die Eltern oder die Verwandschaft. Es wurde ihnen einfach abgeschaut wie die das so gemacht haben. Da ist natürlich zu hoffen, dass diese ihr Handwerk oder ihre Dienstleistung auch richtig gemacht haben. Ein guter Zweiradmechaniker kann in Burkina Faso schon ziemlich gut leben. Es sind die guten Gesten, die einem dann ein Kunde seinem Lieferanten bringt. In dem Interview im Video erzählt der Azubi, dass er sich gut fühlen kann, wenn er einem Kunden sein Moped übergeben kann und dieser ihn für seine Arbeit würdigt und ihm verspricht, dass er ihm einen Kanister Wasser kaufen wolle. Auf diese Weise hat der Mechaniker schon wieder etwas mit dem er seine Familie direkt ernähren kann.

Ein anderer Azubi berichtet ganz stolz, dass er durch den Berufsschulbesuch neben lesen und schreiben sogar Französisch lernt was die Amtssprache in Burkina Faso ist. Vorallem das auch im Umland die Möglichkeit einer Berufsausildung durch eine schweizer Hilforganisation eingeführt wurde konnte auch ein stückweit die Landflucht eingedämmt werden, da die Bevölkerung und vorallem die junge Bevölkerung plötzlich eine Perspektive bekam und sich gebraucht fühlten.

Gospelday und Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden gehörte zu den Gosplern in ganz Deutschland

Saturday, September 17th, 2011

Ursprünglich als Gospelchain durch ganz Deutschland angedacht wurde draus der Gospelday. Ein Tag, an dem möglichst viele Gospelchöre in Deutschland um 12:00 Uhr gemeinsam ein Lied singen sollten und sich für eine gerechtere Welt einsetzen sollten.

Die Aktion “Gospel für eine gerechtere Welt”, die am Gospelkirchentag in Karlsruhe offiziell gestartet wurde und bei der am Abschlussgottesdienst mehrere Aktionsmitwirkende gesegnet wurden sind sollte weiterleben. Und so wurde aus der Idee der Gospelchain der Gospelday. Viele namhafte Künstler wie Dieter Falk, Nina Hagen, Miriam Schäfer, Joakim Arenius und nicht zuletzt Hans-Christian Jochimsen, aus dessen Feder der Aktionssong “Let us stand” stammt unterstützen die Aktion un den Gospelday.

Aufgerufen hatte die Creative Kirche aus Witten und recht schnell hatten sich 200 Chöre in 200 verschiedenen Städten gefunden, die alle an diesem Tag singen wollten. Da viele Chorleiter allerdings gesagt hatten, dass sie ohne viel Probeaufwand an dem Tag teilnehmen wollten wurde viel gehirnt.  Bereits vor den Sommerferein hatte sich eine stattliche Zahl an Gospelchören in ganz Deutschland gefunden, die sich alle am Gospelday beteiligen – hier die Standorte anhald von Googlemap.

Übersichtskarte der Gospelday-aktivitäten

Matthias Otto wollte schon am Start der Aktion gerne einen Aktionssong haben. Er saß mit Hans Christian Jochimsen zusammen und fragte ihn, ob er was komponieren konnte, bei dem zu erkennen ist, dass man die Welt wachrütteln muss, wenn man den Klimawandel aufhalten möchte, dann muss man jetzt ein Stopsignal setzen und der Welt sagen, dass man etwas ändern kann und vorallem, dass man in der Gemeinschaft etwas erreichen kann und man gemeinsam stark ist. Es dauerte einige Zeit, plötzlich gab es eine Email.

Foto: Badische Zeitung

“Ja ich hatte da mal so eine Songidee” kam Hans-Christian zurück und plötzlich war der Kampagnensong da.


Das entsprechende Video ist vorübergehend deaktiviert

Auch der Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden war von diesem Vorhaben begeistert. Eine kleine Deligation hatte sich zusammengeschlossen und waren im September 2010 gemeinsam zum Gospelkirchentag nach Karlsruhe gefahren. So stand bereits am Jahresanfang 2011 fest, in Rheinfelden wird sich am Gospelday der ansässige Gospelchor an dem Tag auf den Marktplatz stellen und aktiv sein.

Wer allerdings in Rheinfelden nach einem Platz sucht, der sich Marktplatz nennt, wird ein Problem haben. Es gibt zwar den Oberrheinplatz in Rheinfelden, aber keinen Marktplatz. Recht umständlich fand ich heraus, dass auf dem Rathausvorplatz immer der Wochenmarkt stattfindet und der Gospelchor St. Josef, der in Rheinfelden (Baden) beheimatet ist, wird wohl diesen als Marktplatz bezeichnen. Der Marktplatz von Rheinfelden sollte der Ort sein, an dem am Gospelday der Rheinfeldener Gospelchor auftrat. Auf den Plakaten wurde es teilweise genauer beschrieben mit Platz vor der Christuskirche, denn die kennt man in Rheinfelden (Baden) schon genauer.

Foto: Rheinfelden.net

Offensichtlich wollte man den Projektlern, die nach dem Sommerferien vermutlich noch weiter beim Chor singen möchten und vermutlich kommen da noch weitere hinzu die Möglichkeit bieten auch beim Gospelday mitsingen zu können. Aus diesem Grund wurde einfach beschlossen, dass man zum Eingrooven die Lieder vom Projektchorkonzert nimmt, die man damals zusammen mit den Projektlern einstudiert hatte.  Das “Deeper than” wurde von der Redakteurin der BZ bereits als sehr ausdruckstarkes Lied beschrieben und es von auszugehen, dass ihr offensichtlich die Choreografie (original von Hans-Christian Jochimsen leicht abgeändert, da man die Bewegungen langsamer und weicher wollte) gefallen hatte. Auch das “Get together” ist ein flotter Ohrwurm, der fast schon zum Mitsungen, Mitsingen oder sonstiges einläd.

Nach den Sommerferien wurde dann begonnen an den Feinheiten zu arbeiten. Es wurde mit der ersten Probe extra 1 Woche vor dem Ende der Sommerferien begonnen, wobei sich der Chorleiter die Zeit extra eingeräumt hatte, da er anderweitig noch viel Organisationsarbeit zu tun hatte. Begonnen wurde eine Choreografie zum Titel “Let us stand” einzustudieren und es dabei nicht los beim gegenseitigen Händereichen zu lassen. Auch das “Get together” wurde nochmal kurz durchgeprobt. Allerdings einige der Titel, die für den Tag vorgesehen waren wurden erst am 13. geprobt, der Probe zu der auch die Band hinzukam. Kurzfristig erfuhr man, dass noch 2 weitere Titel angedacht waren und dass man nun mit dem Aktionssong und dem “Amazing Grace” auf gute 10 Lieder kam und den Gospelday zu einem kleinen Benefizauftritt gemacht hatte.

Es wurde sich drauf eingestellt, dass das Puplikum durchaus häufig wechselt kann und möglicherweise unterschiedlich auf die verschiedenen Gospel reagiert wird. Aus dem Grund hiess in in der letzten Probe extra, dass es sein könnte, dass man den ein oder anderen Song vielleicht sogar weglässt, eben so wie das Puplikum reagiert. Ich selbst bin recht früh aufgebrochen, da ich wie beim Projektchorkonzert mich beim Aufbau beteiligte.

Da meiner Meinung nach eine Vortänzerin oder Vortänzer gefehlt hatte, hatte die Choreografie doch eher so ein gewisses Eigenleben gehabt – mehr oder minder stark eben. Ganz im Gegenteil die Leute, die sich zum Eintritt einfanden hatten sich dann auch alle Titel angehört und sogar beim Aktionssong “Let us stand” kräftig mitgesungen.


Video vorübergehend deaktiviert

Und immerhin meinen wir so um die 60 Personen gezählt zu haben, die sich den Auftritt  angehört hatten. Auch ein Infostand war aufgebaut, um auf die auf Punkte von der Aktion “Gospel für eine gerechtere Welt” was man selbst machen kann zu informieren. Einige Anregungen kamen auch von der ersten Vorsitzenden, Yvonne Koller, selbst, die den Puplikumstitel “Let us stand” gekonnt anmoderierte.


Video vorübergehend deaktiviert

Als ich mal auf dem Aktionsportal nachgeschaut hatte war ich ziemlich überrascht – Anmeldung für Gospelday 2012. So ein bisschen was hatte ich von Matthias Otto schon selbst gehört als ich ihn über einen Chor informiert hatte, der abgesagt hatte und gemeint hatte, dass er mal nachhaken könnte was die Crea vielleicht noch optimieren könnte. Auf dem Aktionsportal stand nämlich “krankheitsbedingt konnte unser Chor in diesem Jahr nicht auftreten, wir werden aber 2012 dabei sein”. Und offensichtlich hatte Matthias Otto und die ganze CREA-Belegschaft erst einmal ein ziemlich langes Gesicht gezogen, weil sie noch gar nicht an 2012 und eine Wiederholung gedacht hatten – es bleibt also spannend.

Passend zur Aktion ‘Gospel für eine gerechtere Welt’

Monday, March 21st, 2011

Ich bin gerade über Facebook auf folgenden Blog aufmerksam geworden. Durch die Erdbeben- und Tsunamikathastrophe in Japan ist es verständlich, dass man sich ernsthafte Gedanken um die Gefahren, die von der atomaren Nutzung, macht. Schnell kommt hier der Gedanke wieder hoch, ob es auch keine sauberen Möglichkeiten zur Stromnutzung gibt. Beim Bundestag wurde bereits eine Petition gestellt, dass doch bitte das von Norwegen bereitgestellte Seekabel auch von ganz Deutschland für die Stromversorgung mitbenutzt wird. Das Land Niedersachsen macht dies bereits. Bei diesem Strom handelt es sich nämlich aus Strom durch Wasserkraft, der unter anderem auch durch Pumpspeicherkraftwerke gewonnen wird.

Auf Facebook wurde nun ein Ökostrom-Charity-Projekt vorgestellt. Hier empfehle ich sich den Blogbeitrag mal durchzulesen. Und warum ich das passend für die Aktion “Gospel für eine gerechtere Welt” halte ist die Tatsache, dass durch Ökostrom die CO2-Produktion gedrosselt wird und somit die Auswirkungen des Klimawandels beeinflusst werden können. Das kommt sicherlich auch der Bevölkerung von Burkina Faso wieder indirekt zu gute.

ODE-Cheff Etienne Bazier berichtet von der Projektarbeit in Burkina Faso (Gospel für eine gerechtere Welt)

Sunday, February 27th, 2011

Es war eigentlich gar nicht geplant, aber da ich Aktionsmitwirkender der Aktion “Gospel für eine gerechtere Welt” bin, wurde ich über ein plötzliches Treffen in Weimar mit Etienne Bazier von der ODE in Burkina Faso informiert.  Dank der großzügigen Spende, die beim Gospelkirchentag in Karlsruhe zusammengekommen war konnten in Burkina Faso mehrere Rohrbrunnen gebaut werden. Eine von der ODE beschäftigte junge Krankenschwester versucht einer Dorfgemeinschaft Burkener es zu erklären “Ihr dürft nur das Wasser aus dem Brunnen trinken”. Und gleich bekommt sie als Antwort “Aber wieso, das Wasser im See schmeckt doch viel besser”, worauf sie nur antworten konnte, dass man davon Durchfall bekäme. Der Grund, der See sammelt vorallem Oberflächenwasser und das Wasser heitzt sich durch die Sonneneinstrahlung auf und bietet eine hervorragende Brutstätte für Bakterien. Beim Rohrbrunnen wird das Wasser durch die Erdschichten gefiltert und ist somit sauberer, vorallem ist der Rohrbrunnen nach oben hin nicht offen.
See, Burkina Faso
Etienne berichtet von vielen Krankheiten, die es in Burkina Faso gibt. An oberster Stelle steht die Malaria. Auch die Gelbfiebermücke, die die nach ihr bekannte Tropenkrankheit überträgt, ist dort anzutreffen. Die 28jährige Martine Ouedraogo, die selbst Mutter von 3 Kindern ist, hört aufmerksam zu wie wichtig Hygiene ist, damit vorallem ihre Kinder gesund aufwachsen können. Die ODE baut dort auch eine Gesundheitsstation auf, um den Bewohnern in der Umgebung unbürokratisch medizinische Hilfe anbieten zu können, die in diesem Land auch extrem wichtig ist.

Mit einer Kirchengemeinde aus Böblingen hatte die ODE beispielsweise eine Mangoaktion gestartet. Dadurch konnten 34 Schulen in Burkina Faso unterstützt werden. Durch den Verkauf von 44 tausend direkt importierten und fair gehandelten Mangos konnte ein Reinerlös von rund 55.000 € erzielt werden.

Die ODE arbeitet in Burkina Faso auch mit der TIKATO zusammen. Eine Reisegruppe aus Braunsfeld hatte hierüber einen Bericht verfasst.

Stromfresser Suchmaschine – “Gospel für eine gerechtere Welt” mit Energietipp

Tuesday, October 19th, 2010

Wenn man gerne etwas wissen möchte, ist es Normalität geworden, ins Internet zu gehen, Google, Bing oder Co zu starten, um nach dem Gesuchten zu recherchieren. Und schon wird man mit einer Vielzahl von Ergebnissen überhäuft. Aber mit Sicherheit haben sich nur wenige Gedanken darüber gemacht, wie es eigentlich zu diesen Ergebnisse kommt. Um diese Vielzahl an Ergebnissen liefern zu können, hält Google eine riesige Datenbank vor, die auf mehrere so genannte Datacenter verteilt ist und natürlich auch permanent ab geglichen wird. Datacenter sind Rechenzentren, in den sich sehr große Serverfarmen befinden. In diesen Servern drehen sich rund um die Uhr mehrere Festplatten, die sich untereinander abgleichen, um ein hohes Maß an Ausfallsicherheit zu gewährleisten. Da diese Server viel Wärme produzieren, müssen diese aufwendig gekühlt werden. Soweit ich informiert bin, unterhält Google alleine in Deutschland 10 Datacenter, und alle benötigen viel Strom, um arbeiten zu können. In aller Regel kommt Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken, da dieser relativ preiswert zu beziehen ist. Wie viel aber hierbei an CO2 produziert wird und was man mit verbrauchten Brennstäben macht, darüber wird sich wenig Gedanken gemacht. Aber nein: manche machen sich gerade Gedanken darüber. Es gibt in Deutschland ein Rechenzentrum, das damit wirbt, das grünste Rechenzentrum zu sein. Es kühlt beispielsweise ihre Server mittels Grundwasser über Wärmetauscher.

Auch hat man beim Bau eines neuen Institutsgebäudes hat die Universität des Saarlandes bewusst auf Erdkühlung gesetzt. Durch einen riesigen Schacht wird hierbei unterirdisch die Luft zum Gebäude geführt und entsprechend auf eine konstante Temperatur gebracht. Der Vorteil dabei ist, auf aufwendige Kühltechnik konnte verzichtet werden. Die Erdkühlung wird in Saarbrücken vor allem für die Hörsaalkühlung des Institutsgebäudes verwendet. Ob sie schon für Serverkühlung ausreicht ist mir nicht bekannt.

Dass es Festplatten gibt, die als Öko gekennzeichnet sind, liegt vor allem daran, dass sie aufgrund einer geringeren Drehzahl weniger Energie verbrauchen.

Von Strato habe ich gehört, dass sie ihre Server jetzt auf Solid State Disk umgestellt haben. Bei einem solchen Speichermedium werden die Daten elektrostatisch in kleinen Chips gespeichert. Es gibt also keine beweglichen Teile mehr, wie es bei herkömmlichen Festplatten der Fall ist. Der Vorteil gegenüber Festplatten und auch energiesparenden Festplatten ist, dass die Zugriffszeiten geringer sind und ein höherer Datendurchsatz erzielt wird. Dadurch, dass nicht mehr eine runde Scheibe in Bewegung gesetzt werden muss und sich Leseköpfe bewegen, wird wieder Energie eingespart. Solid State Disks sind jedoch für den Privatbereich noch verhältnismäßig teuer. Sie sind allerdings die Zukunft, da sie stromsparender und die Zugriffszeiten auch wesentlich schneller sind.

Die Betreiber der Suchmaschine Ecosia haben sich gesagt, dass sie bewusst etwas gegen den Klimawandel unternehmen möchten und den Umweltaspekt mit in ihrer Suchmaschine berücksichtigen wollen. Dass Google pro Websuche 0,2 Gramm CO2 produziert, muss nicht sein. Mit Google konnte sich dieser Suchmaschinenbetreiber nicht zusammentun, da Google gewinnorientiert ist. Ecosia greift bei den Suchanfragen auf die Dienste Bing und Yahoo zu, die gesponserte Links bereitstellen. Natürlich nutzen Bing und Yahoo ebenso wie Google keinen Ökostrom. Allerdings wird Ecosia von den beiden Suchmaschinenbetreibern gesponsert. Ecosia selbst arbeitet mit Ökostrom. 80 % der Einnahmen spendet Ecosia an ein Regenwaldprojekt des WWF.

Gospelkirchentag – Warnung vor Kostenfalle beim SMS-Download

Friday, September 17th, 2010

Für viele hat sich der schicke und gut gemeinte Download des Songtitels “Let us stand” im Nachhinein als Kostenfalle entpuppt. Der Song ist nämlich 2,3 MB groß und verursacht vorallem Kosten bei solchen, die keine Handyflatrate besitzen. Dies sind meist ältere Handyverträge. Die Creative Kirche informiert weiterhin, dass der Song selber kostenfrei ist. Die Kosten haben zum Teil bis zu 65 € betragen und damit hat die Creative Kirche natürlich nicht gerechnet und wurde dieser im Vorfeld auch nicht signalisiert. Von den Mitorganisatoren des Gospelkirchentages, das ist u. a. die Creative Kirche wird dies als Antiwerbung gesehen und könnte auch Konfliktpotential liefern. Aus dem Grund hat der Organisator ein Musterschreiben für Widerspruch beim Mobilfunkanbieter zusammen mit ihrem Anwalt entwickelt. Es wird empfohlen, dass alle Geschädigten dieses Musterschreiben an Ihre Mobilfunkbetreiber schicken.

Gospel für eine gerechtere Welt – Möglichkeit eines Themenabends

Thursday, September 16th, 2010

Letztendlich soll mit der Aktion “Gospel für eine gerechtere Welt” eine Gesundheitsstation in Burkina Faso unterstützt werden. Rollen wir jetzt erst einmal die Sache von Hinten auf und ich glaube, dass hier ein Video zu Beginn nicht verkehrt ist. Unterstützt wird die Aktion von Brot für die Welt, dem evangelischen Entwicklungsdienst und dem Bundesumweltministerium.

Ländliche Kleinspitäler in Burkina Faso from Laafi on Vimeo.

Das Video wurde von Laafi, einer Hilfsorganisation, die sich auf Gesundheitsprojekte spezialisiert hat, produziert. Wenn man die Impfempfehlungen für Burkina Faso mal durchliest, dann entdeckt man nicht nur Malaria sondern auch Impfempfehlungen gegen Gelbfieber und andere Krankheiten. Malaria wird durch die Miskito eine Stechmücke und Gelbfieber durch die Gelbfiebermücke übertragen. Gelbfiebermücke Mücken sind meistens bei ruhigen Gewässern anzutreffen und deren Larven sind Wasserbewohner.

Nicht jeder weis gleich wo sich der Staat Burkina Faso befindet, manche kennen ihn nicht mal, weil ihnen noch Obervolta vertrauter ist.
Dieser Staat befindet sich in Mittelafrika und grenzt im Norden an die Sahelzone. Über diesen Staat hat der Sender Arte ein seiner Reihe “offene Karten” eine Sendung produziert.

Aber nun zurück zum Problem der Stechmücken und dem Wasser. Aktuell wird die Gefahr von Malaria und Gelbfieber eher im südlichen Bereich anzutreffen sein, da hier die Gegend bewachsener ist und mehr subtropisch ist. Wie die Zukunft für das Land aussieht ist ungewiss, da man vom Klimawandel her nicht genau weiss, ob es in Burkina Faso eher feuchter wird ober ob sich die Wüste vom Norden her mehr ausbreiten wird. In Verbindung mit dem Klimawandel wird auch von Klimaflüchtlingen geredet. Nachfolgendes Video zeigt zuerst Beispiele, was Wasser, mehr Regen und das Ansteigen der Meeresspiegel bewirken kann.

Das Problem mit Überflutung besteht aber nicht nur in Staaten wie Bangladesh. Ganz aktuell macht eine Wasserblase im Mont Blance-Gletscher der Bevölkerung dort große Sorgen. Und dieser Berg befindet sich im französischen Teil der Alpen, also in unseren Breitengeraden.

Ein anderes Problem ist die Wüstenbildung. Hier hat der Mensch eine große Einflussnahme und kann sich schnell zum Teufelskreis entwickeln. Auch hier hat Arte eine entsprechende Sendung produziert, die die Hintergründe der Wüstenbildung erklärt.

Die Situation im Norden des Landes sieht in etwa so aus

Das das Land nicht unbedingt trockener werden muss beweist eine Überschwemmung im Jahr 2007betroffene Länder, Flutkatastrophe über die verschiedentlich berichtet wurde und zu der es viele Informationen in diesem Blog gibt.Foto - Ueberschwemmung Ein stehendes Gewässer kann auch ein nicht mehr genutzter Brunnen sein und da gesagt wird, dass die Brunnen häufig verschmutztes Wasser enthält wäre dies eine Erklärung. Ein Projekt, das beim Gospelkirchentag unterstützt wird betrifft eine Tiefbrunnenbohrung, was für sauberes Trinkwasser steht.

Warum es zu verschiedenen Krankheiten in Burkina Faso kommen kann sind vielleicht inzwischen nachvollziehbar. Im Ausgangsvideo wurde allerdings auch geäußert, dass der Patient zur Behandlung von Malaria oder einer anderen Infektion ein Rezept für die passende Medikation erhält. Und genau hier stellt sich ein weiteres Problem. Wie soll den der Burkener seine Medikamente bezahlen, wenn er kaum Geld hat und für das Haupttransportmittel, ein Esel, etwa 1 Jahr lang sparen muss. Die größten Einnahmen erziehlt Burkina Faso durch den Export von Baumwolle. Allerdings wird die Baumwollproduktion beispielsweise in den USA subventioniert und beeinflusst somit negativ den Absatz was Länder wie Burkina Faso betrifft. Hier nützt vorallem der faire Handel – wie das konkret aussieht erfährt man hier:

In einem Beitrag ist viel über die Situation mit der Gesundheitsversorgung im Land zu erfahren. Hier wird speziell von einer Gesundheitsstation erzählt, wie die aufgebaut wurde, wie Personal gewonnen und eingearbeitet wurde und wie schnell sich die Situation ändern kann, wenn durch eine Überschwemmung eine Meningitisepedemie auftritt und schnell gehandelt werden muss.

Wie man auch in dem Ausgangsvideo erfahren hat, sucht ein Burkener häufig zuerst Hilfe in tradioneller Medizin. Wenn das Gefühl aufkommt, dass der Medizinmann nicht mehr weiter weis, erst dann wird die Gesundheitsstation aufgesucht. Dann kann sich allerdings Malaria bereits im fortgeschrittenen Stadium befinden. Es mangelt also häufig an dem Wissen, dass besser geholfen werden kann, wenn man recht früh einen Schulmediziner aufsucht. In unserem Landen wird häufig geäußert “Wissen ist Macht”. Zusammen mit der Unicef-Botschafterin Eva Padberg wurde ein Video über eine Projektreise erstellt mit dem Ziel das Bildungswesen in Burkina Faso voranzutreiben.

Zu den Kindern gehört, dass diese Träume haben. Häufig ist es in Ländern wie Burkina Faso allerdings so, dass die Träume auch Träume bleiben, da die Eltern kein Geld haben. Allerdings aus dem Dilema der Armut kann man nur durch Bildung kommen, da man hier lernt Dinge und Zusammenhänge zu verstehen und auch wie man sich selbst helfen kann. Ein ganz wichtiger Faktor ist auch die Verständigung. Die Amtssprache in Burkina Faso ist Französich, eine der Weltsprachen. Aber in den ländlichen Regionen kann längst nicht jeder Französisch sondern spricht seine Einheimischensprache und schon hat man die Verständigungsprobleme.

Wir in Deutschland leben eher im Energieüberfluss. Strom ist in unseren Landen kein Problem, häufig denken wir gar nicht mehr nach wofür wir alles Strom verwenden. In Burkina Faso sieht dies anders aus. Hier gibt es Landstriche, in denen es gar keinen Strom gibt oder es sind Energieeinrichtungen vorhanden, die aber dringend gewartet werden müssten. Atmosfair hat in Bereich der Energiegewinnung in Burkina Faso ein Klimaschutzprogramm gestartet.

Atmosfair hat bei seinem Projekt auch an die Zukunft gedacht und hier bewusst auf regenerative Energien gedacht. Erdöl wird in naher Zukunft berbraucht sein. Außerdem belasten die CO2-Emmissionen die Umwelt. Am sinnvollsten ist die Nutzung von Sonnenenergie dort wo es am meisten Sonne hat und das ist in der Wüstenregion. Zum Thema Klimawandel gab es im Oktober 2009 das 7. Weltentwicklungsforum, das zufälligerweise in Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Faso, stattfand. Hierzu ein Bericht im Focus. Getan wird an co2-freier Energieproduktion schon etwas in Afrika wie folgendes Projekt beweist.

Aber auch bei uns kann man mit guten Beispiel vorangehen. So wird in der südbadischen Stadt Freiburg gerade in den südlichen Stadtteilen viel auf Sonnenenergie gesetzt. Die Personalkantine der Uniklinik Freiburg hat auf ihrem Dach eine Photovoltaikanlage im Einsatz und nutzt auch Sonnenkollektoren zur Erwärmung des Spülwassers. Der Freiburger Stadtteil Vauban wird weitgehend mit Fernwärme versorgt. Einen Schritt weiter ist man in Lörrachs Stadtteil Stetten-Süd gegangen. Dieser wird ebenfalls mit Fernwärme versorgt, die aus warmen Grundwasser im Basler Vorort Riehen bezogen wird.

Die Erde kann aber auch zum Kühlen benutzt werden und kann auf diese Weise manche Klimaanlage einsparen. Die Universität des Saarlandes setzte beim Bau eines neues Institutsgebäudes für die Belüftung die Technik der Erdkühlung ein und auch bei der Fachhochschule Osnabrück wird die Umsetzung einer Erdkühlung beschrieben und was sie der Fachhochschule der schlussendlich gebracht hat.

Nachfolgenes Video stellt das das Problem Kohle und Atom in Frage, dass zum einen für das CO2-Problem steht und zum anderen auch eine Frage der Rohstoffvorräte ist. Und auch Uran wird mal erschöpft sein und es allgemein bekannt, dass man von dem Atomstrom weg möchte. Im Video werden hier Alternativen aufgezeigt.

Wasser- und Windkraftanlagen als auch Photovoltaikanlagen haben ein Problem, sie versorgen entweder immer noch mit einer Grundlast oder sie können bei einer Windflaute oder einer Wolke auch mal zu wenig Energie produzieren. Im Gegensatz dazu produzieren Wasserkraftwerke möglicherweise nachts zuviel Energie. Auch hier gibt es im Bereich der grünen Energie eine Lösung. Pumpspeicherkraftwerke. Bei mir in der Gegend gibt 3 dieser Pumpspeicherkraftwerke. Es ist zum einen das Eggbergbecken bei Bad Säckingen, das Hornbergbecken oberhalb von Wehr und einen Kraftwerksverbund, bei dem 3 Pumpspeicherkraftwerke hintereinangergeschaltet sind. Wie ein solches Kraftwerk funktioniert wird in folgendem Video erklärt.

Hier noch mal ein Schlauplan der Schluchseewerke

Schluchseewerke

Auch im kleinen kann man schon Beiträge leisten. Beispielsweise in dem man seinen Kühlschrank in der Urlaubszeit ausschaltet. Auch in der Informationstechnologie gibt es schon sogenannte energiesparende Festplatten, die mit einer niedrigen Drehzahl routieren. Nach neuesten Informationen bringt die Kombination mit einer Solid Statedisk, die ohne bewegliche Teile arbeitet sogar noch eine wesentlich größere Energieeinsparung. Weitere Projektmöglichkeiten wie die Servervirtualisierung oder Kühlung durch Wärmeaustausch mit Grundwasser werden hier beschrieben.

Und sogar bei Straßenbahnen, die ja mit Strom betrieben werden und man sie für co2-schonender im Vergleich zu Bussen findet, kann noch in Sachen Energieverbrauch und Klimaverträglichkeit optimiert werden. So setzt seit geraumer Zeit die Stadt Heidelberg Straßenbahnzüge ein, die mit Energiespeichertechnik ausgestattet sind und es somit ermöglichen streckenweise auch ohne Oberleitung zu fahren. Diese Technik soll bei einer neuen Trassenführung durch den Campus Neuenheimer Feld eingesetzt werden. Grund dafür ist, dass die Oberleitung und vorallem das um diese Leitung bestehende Magnetfeld die Arbeiten in den sich dort befindlichen Forschungsinstituten an Geräten wie Elektronenmikroskopen stark stören könnte.

Und bei Konzerten mit seinem Chor kann man sich Gedanken machen, ob man die Beleuchtung nicht auf stromsparende LED-Technik umstellen möchte. Der Freiburg Gospel Choir benutzt schon seit ein paar Jahren farbige Spots, die auf Highpower-LED basieren. Angedacht war bei der Aktionsmitwirkendentagung in Witten eine Art Kette durch Deutschland was Gospelaktivitäten angeht. Fest steht jedenfalls das Datum. Am 17. September 2011 findet der Gospeltag statt und geplant sind hier Konzerte in Einkaufspassagen, Seniorenheimen auf Plätzen und weitere Auftrittsmöglichkeiten in kleinem Rahmen.

Im Mai wurde bei der Tagung in Witten die Frage gestellt warum der Kühlschrank andere etwas angeht. Und hier kam der nachvollziehbare Gedanke auf, dass man seinen Kühlschrank in Urlaubszeiten einfach ausschaltet, weil man ihn nicht benutzt und im Moment deswegen nicht benötigt. Die Haushaltstechnik hat sich allerdings weiterentwickelt und es kommt die Zeit, dass viele Haushaltsgeräte einem diese Denkarbeit abnehmen.
Aus nachfolgendem Beitrag Die Waschmaschine denkt mit, die zwar noch nicht selbst wissen wann jemand Urlaub machen möchte, die allerdings bereits erkennen wann ein günstiger Stromtarif zur Verfügung steht und sich auf diesen Zeitpunkt erst einschalten. Ein bisschen in dem Portal noch gestöbert stößt man plötzlich auf das erste bioklimatische Dorf der Welt, das keine CO2-Emissionen produziert.

Ein toller Gedanke wurde bei einer Tagung bei der Creativen Kirche in Witten geboren. Eine sogenannte Gospelchain. Aus dem Gedanken der Gospelchain wurde der Gospelday, vermutlich weil es zu schwierig wäre die Chöre so zu koordinieren, das diese zeitlich versetzt eingesetzt hätten. Hierbei wurde überlegt Benefizkonzerte zeitlich aneinander zu reihen, die sich örtlich allerdings über ganz Deutschland ziehen. Bereits beim Gospelkirchentag möchte man mit Taten beginnen wie man hier in Deutschland einen kleinen Beitrag leisten kann. Es werden Lebensmittel aus biologischem Anbau vertrieben und es gibt fair gehandelten Kaffee und Saft. Auch mit dem Thema Müllvermeidung hat man sich auseinandergesetzt und möchte diesmal auf Einweggeschirr verzichten. Ob sich sehr viel Energie beim Kirchentag einsparen lässt weis ich nicht. Die LED-Technik, die ursprünglich gewünscht war, liess sich jedenfalls nicht finanzieren. Aber wenn man an die Standby-Problematik bei Elektrogeräten denkt, im Urlaub mal seinen Kühlschrank ausschaltet und bewusster mit dem Wasser umgeht hat jeder schon einen kleinen Beitrag geleistet.

Gospelkirchentag – Tolle Tage in Karlsruhe gehen zu Ende

Thursday, September 16th, 2010

Der zentrale Titel aus dem Poporatiorum “Die 10 Gebote” war mir natürlich auch bekannt, dieser war für Sonntagmorgen vorgesehen. Immerhin hatte ich diesen bereits gesungen gehabt. Den Anlass, an dem ich diesen Titel singen konnte sieht man in nachfolgenden Video.

Allerdings wurde dieser Titel am Sonntag einstudiert als wir Aktionsbeteiligte mal wieder uns besprochen hatten, um Dinge für den Abschlussgottesdienst zu besprechen. An dem Tag gab es am Morgen auch eine Masschoirprobe und endlich auch mal ein gemeinsames Mittagessen.

Abschlussgottesdienst

Bis auf wenige Titel wurden nahezu alle gelernten Titel im Abschlussgottesdienst nochmals gesungen.

Speziell für den Gottesdienst kam auch der German Gospel Choir zusammen, der nur aus Chorleitern bestand. Ein auf dem Gospelkirchtag sehr wichtiger Titel, er ist gleichzeitig der Kampagnensong wurde auch gesungen:

Und ich fand es witzig, ich hatte mich relativ schnell daran beteiligt, dass sich spontan im Abschlussgottesdienst eine Händekette gebildet hatte und wie auf dem Video zu sehen ist, sich nahezu alle Anwesenden in der Europahalle die Hände gereicht hatten.

Spendenendergebnis

Ganz nebenbei sei auch erwähnt, dass beim Gospelkirchentag die Spendenbereitschaft so hoch war, dass in Burkina Faso bei dem Projektvorhaben, dass durch den Gospelkirchentag 4 von 5 geplanten Brunnen gebohrt werden können und jeder Brunnen kostet 10 000 Euro bei der Erstellung. Für einen 5. Brunnen hat es nicht ganz gereicht.

Gospelkirchentag sammelt Spenden für Tiefbohrungsprojekt in Burkina Faso

Friday, August 13th, 2010

Offensichtlich unabhängig vom Aktionsprojekt “Gospel für eine gerechtere Welt” werden am Gospelkirchentag Spenden für ein Tiefbohrungsprojekt in Burkina Faso gesammelt. Wer so wie ich sich über Tiefbohrungen in der Wiki schlaumacht wird schnell stutzig, denn dort steht geschrieben, dass solche Bohrungen in aller Regel für Erdöl- und Erdgasförderung gemacht werden. Inzwischen habe ich mich mal mit einem Projektleiter ausgetauscht, der bei der GTZ für Brunnenprojekte in der Golfregion (Iran, Vereinte arabische Emirate, …) zuständig ist, unterhalten. Er erklärte mir, dass es keine genaue Grenze gibt, wann man von einer Tiefbohrung sprechen kann und erklärte, dass ein Tiefbrunnen häufig nur ein Brunnen ist, der schlicht tiefer gebohrt ist als die in der Region üblichen Brunnen. Von einem Projekt der GTZ habe ich gehört, dass in Saudi Arabien ein Brunnenprojekt mit einer Bohrtiefe von 2 000 m durchgeführt werden soll, um Wasser aus einer wasserführenden Schicht zu fördern.

Irgendwie steckt es in dem Mitteleuropäer und vorallem dem erwachsenen Menschen. Er möchte die Dinge gerne verstehen und fragt natürlich nach dem Sinn, ob er es mit einem Gewissen gut vereinbaren kann eine Sache zu unterstützen. “.. unsere Leute vorort wissen genau warum so und nicht anders” sind hier meist Worte worüber man nüchtern erst einmal lächeln muss. Beim zweiten oder dritten mal lesen, wenn man dann schon etwas mehr Hintergründe erfahren hat, dann denkt man häufig anders darüber.

Burkina Faso liegt im Gebiet der Sahelzone in Afrikas Westen. Dort gibt es bereits mehrere Projekte, die sich mit Brunnenbau befassen. Allerdings wurden hier immer nur Grundwasser gewonnen, das aus relativ geringer Tiefe kam. Gepumpt wurde entweder mit Handschwengelpumpen oder es kam eine Motorpumpe zum Einsatz. Auf der Seite von wateraid werden Wassergewinnungsbeispiele in Burkina Faso vorgestellt. Bei Youtube habe ich ein Video gefunden, das von sauberem Wasser für die Hauptstadt Burkina Fasos, Quagadougou beschreibt und ein entsprechendes Projekt vorstellt.

Handschwengelpumpe

Im Video wird sehr anschaulich gezeigt, dass es durchaus Zisternen gibt und auch Brunnen. Aber häufig ist dort das Wasser verschmutzt und führt so zu Durchfällen. Krasse Beispiele werden im Video gezeigt, wo Wasser aus Erdlöchern geschöpft wird oder man nur einen Gullideckel abnehmen braucht und sich mal schnell Wasser schöpft. Aber wie schnell breiten sich in lauwarmen Wasser Bakterien aus. Auf der Website von Freunde von Nouna wird u. a. ein Brunnenbauprojekt vorgestellt. Hier wurde extra erwähnt, dass der Brunnen aus hygienischen Gründen betoniert worden ist. Und dadurch schon mal kein Schlamm und keine Erdkeime in das Wasser gelangen.

Das Wasserpumpen sogar Spaß machen kann, hat sich eine gemeinnützige Hilfsorganisation zu nutze gemacht und die sogenannte Playpump erfunden und patentieren lassen. Das Prinzip läuft wie folgt:

Funktionsprinzip Playpump

aus 40 m Tiefe, wobei diese sogar aus 100 m Tiefe fördern kann, wird über ein Karussel sauberes Wasser in einen Tank gepumpt. Die Betreiber gehen davon aus, dass sich das Karussel etwa mit 16 Umdrehungen pro Stunde dreht. Der Tank hat häufig ein Fassungsvermögen von 2 500 Litern und befindet sich 7 Meter über dem Boden. Auf diese Weise wird nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren auch ein Wasserdruck aufgebaut. Es wird davon ausgegangen, dass pro Stunde etwa 1 400 Liter Wasser produziert, bzw. aus dem Boden gehohlt wird.
Ungeklärt ist wie lange das Wasser im Tank steht und ob die Gefahr besteht, dass sich das Wasser aufheizen kann. Ich habe diese Art der Wasserförderung einfach mal mit reingenommen, da hier Wassergewinnung mit sozialer Bindung und Spaß kombiniert wird und ich so etwas einfach gut finde.

Das unterstützte Projekt muss mit dem dieser Art aber gar nichts zu tun haben.

Über die Geologie von Burkina Faso wird recht wenig geschrieben. Zu lesen ist, dass eher ein metamorphoses Gebierge vorallem im Süden Richtung Sudan hin und auch im Südwesten anzutreffen ist. Der höchste Berg mit 743 m befindet sich im Südwesten des Landes. Das Gestein besteht vorwiegend aus Gneisen und Sandstein. Über die metamorphenen Geisteine kann man sich hier informieren.

Ein anderer Anspekt für ein Brunnenprojekt ist die Agrarwirtschaft. Und in Burkina Faso wird vorallem Landwirtschaft betrieben und Baumwolle angebaut. Sehr gut kann man den zusätzlichen Nutzen durch sauberes Wasser bei einem landwirtschaftlichen Projekt sehen, dass die Organisation “Fastenopfer” in Burkina Faso durchgeführt hat.

Der wirtschaftliche Erfolg steckt vorallem im Baumwollexport. Natürlich ist hier auch der faire Handel wichtig. Aber jedes Leben braucht Wasser und von daher ist auch hier eine gewisse Wasserversorgung wichtig. Wie sich in dem Baumwollanbaugebiet der Klimawandel auswirkt kann man schlecht vorhersagen. Manche rechnen mit einer weiteren Wüstenbildung. Andere fürchten aber auch, dass die Regenfälle gerade in dem Tropenbereich zunehmen. Über den “Fraitrade” informiert dieses Video