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Gospelsymphonic – Lätitia Chor und Orso Freiburg führten Porgy und Bess auf

Saturday, January 28th, 2012

Selbst bezeichnet sich das Orso als kulturelle Institution in Freiburg, in ihr sind verschiedene Chöre und Orchester vereint. Aus dem ursprunglich von Wolfgang Roese im Jahr 1993 gegründete Orchester, das sich aus einem Stutenten und Schülerorchester heraus entwickelte, gestellte sich bereits 1 Jahr später ein gemischter Chor hinzu. Bereits damals war das Orso recht offen was die Musikrichtung anbelangte und so gehörten immer schon Rockmusicals neben Werken, die üblicherweise von Symphonieorchestern aufgeführt werden. Orso selbst ist nur eine Abkürzung und steht für Ortenau Rock Symphony Orchestra. Längst  ist das Orso allerdings eine Marke geworden, die vorallem für außergewähnliche Musikprojekte steht. Heute würde man das Orso eher Freiburger Chor und Orchestergesellschaft bezeichnen. Inzwischen gibt es auch die Orso-Vocals, die von ihren 70 Sängerinnen und Sängern durchaus Höchstleistung erwarten, denn ihre Stilrichtung reicht von Oper über Gospel bis hin zu Jazz.

Ganz nüchtern beschreibt sich der Lätitachor. Ein Gospelchor aus Neukirchen bei Furtwangen. So beschreibt sich der Lätitiachor, der sich kurz vor der Jahrtausendwende im Jahr 1996 gegründet hatte. Wie bei manchen Chören hatte sich hier ein lockerer Singkreis einfach weiterentwickelt. Mag sein, dass der Name “Laetitia” was soviel wie Freude und Fröhlichkeit bedeutet dem Temperament ihrer Chorleiterin Regina Aust zu verdanken.

Orso und Lätitia Chor versuchen einen in die Catfish Row von Charleston im Jahre 1870 hineinzuversetzen, in der der verkrüppelte Porgy lebt. Unglücklicherweise wird das Geld der Männer was sie durch den Fischfang verdienen gleich wieder durch ein Würfelspiel verloren. Hinzugesellt sich der betrunkene Crown mit seiner Geliebten Bess. Im Eifer des Spiels ist Crown so verärgert, dass er gegen einen Robbins verloren hatte, dass er diesen kurzer Hand getötet hatte. Während Crown nun die Flucht ergreift bricht Serana neben ihrem dem toten Robbins zusammen. Bess, dessen Liebhaber geflohen ist sucht nun Zuflucht bei dem verkrüppelten Porgy, der immer schon ein Auge auf sie geworfen hatte.

Als Ort für die Opernaufführung hatten sich das Orso und der Lätitia Gospelchor das Freiburger Konzerthaus ausgesucht. Das Konzerthaus in Freiburg, das verkehrsgünstig gelegen sich direkt beim Hauptbahnhof von Freiburg befindet und gleich daneben das Novotel Freiburg hat, kann man eher als Kulturzentrum betrachten, denn nicht nur Konzerte werden dort aufgeführt, auch so mancher Kongress findet in diesem Gebäude und ab und an ist ea auch Schauplatz für Bälle wie den Freiburger Presseball. Auch der Sowetho Gospelchoir war in dem Freiburger Konzerthaus bereits zu hören gewesen.

Wenn an Porgy und Bess denkt, dann denkt man unmittelbar bestimmt an die Arie “Summertime”. Natürlich war es ein Highlight in dem Projekt gewesen, dass Yvonne Frazier als Bess kaum besser hätte singen können. Gerne wird dieser Titel auch nachgespielt und so hatte ich den Song schon auf E-Gittarre gespielt auf der Hochzeit einer früheren Chorschwester von einem im Breisgau beheimateten Gospelchor zu hören bekommen.

Der Lätitia Chor stellt die Bewohner der Catfish Row dar. Ein toller Wechselgesang zwischen dem Lätitia Chor und der Solistin, Yvonne Frazier, die die Bess singt ensteht. Der Titel ist ein typischer Gospel und auch der Inhalt erzählt von der Rückkehr ins gelobte Land. Wenn man jetzt an das Alte Thestament sich erinnert, dann kommt man schnell auf die Heimführung der Israeliten zurück nach Palästina bzw. Israel aus der Gefangenschaft bei den Ägyptern. Da die Handlung im Jahr 1870 spielt kann in dem Titel auch eine versteckte Botschaft stecken, dass beispielsweise Porgy hofft mit Hilfe der Underground Railroad, die es bei der Entstehung der Spirituals, dem Vorgänger der Gospel gab einen Weg zu finden wie er nach Kanada kommen kann und vielleicht nicht mehr alleine vom Fischfang leben braucht.

Sehr nachvollziehbar singt hier Derrick Lawrence, der den Porgy spielt das er die schöne Bess als seine Freunin haben möchte. War Bess, gesungen von Yvonne Frazier doch kurz zuvor zu ihm geflohen, da ihr früherer Liebhaber, Crown, aufgrund eines Mordes verflüchtigt hatte. Dadurch das in der modernen Oper Porgy und Bess mehrere Charaktere vorkommen. Dies kam natürlich dem Lätitiachor aus der Nähe von Furtwangen sehr gelegen, konnten sie die Charaktere doch gleich mit guten Solisten aus dem Gospelchor besetzen. Sowohl die Sopranistinnen als auch die Tenöre hatten ihre Rollen hierbei hervorragend gesungen.

Mottoevent beim Laetitia Chor (Gospelchor Furtwangen) – Wenn ich alle Sprachen der Welt könnte

Friday, July 1st, 2011

Sehr eingehend beschäftigte sich der Laetitia Chor Neukirch bei Furtwangen nachfolgender Problematik.

Bereits in einem Gottesdienst war “Wenn ich alles Sprachen dieser Welt sprechen könnte” ein zentrales Thema gewesen.

Der Liedtext des zentralen Titels hierzu lautet wie folgt:

Wenn ich alle Sprachen dieser Welt sprechen könnte, und ich könnt´ sie alle verstehen,
wenn ich den Gesang des Paradieses verstünde, sänge wie die Engel so schön,
dann wär´ meine Sprache nur Sprachlosigkeit, wie lärmede Pauken, wie Glockengeläut,
wie überstende Felsen, wie Glas das zerbricht, hätte ich die Liebe nicht! Refr.
2) Wenn ich auch Visionen hätte wie die Propheten, wär´ mir kein Geheimnis verhüllt,
könnte ich mit meinem Glauben Berge versetzen, und wär´ ganz mit Weisheit erfüllt,
dann wär´n diese Gaben nur wertloser Tand, wie Steine im Wasser, wie rieselnder Sand,
wie welkende Blätter im herbstlichen Licht, hätte ich die Liebe nicht! Refr.
3) Wenn ich all mein Hab und Gut an Arme verschenkte und bekämpfte Hunger und Not;
wenn ich auf Gerechtigkeit und Freiheit bestünde, stürbe gar den Märtyrertod,
dann wäre mein Leben vergebene Zeit, ein sinnloses Streben nach Vollkommenheit,
dann trüge ich Masken vor meinem Gesicht, hätte ich die Liebe nicht! Refr.
Refr.: Die Liebe ist gütig, gedulig und freundlich, die Liebe verletzt nicht und redet nicht schlecht.
Die Liebe sucht Frieden, freut sich an der Wahrheit, sie trägt Dir nichts nach, und sucht nicht ihr Recht.
Die Liebe verändert der Welten verlauf, die Liebe hört niemals auf.

Zentral geht es um das Verstehen. Die erste Zeile erinnert mich ein bisschen an die Flowerpowerzeit wo man gerne eine große Gemeinschaft sein wollte, jeder versteht jeden, jeder ist für den Weltfrieden und wenn man Bilder und Filme aus der Zeit sieht hat man das Gefühl – alle finden die Welt schön und bunt. Wenn man eine Oase mit der Wüste vergleicht, dann kann man schnell den Eindruck vom Paradies bekommen. Hier wächst was und man kann sich schnell an den Früchten (meist Datteln) bedienen und durchaus auch Landwirtschaft betreiben. Dort gehts einem gut wobei man in der Einöde eher vor sich hinsiecht.

Mit Worten kann man allerdings viel erreichen. Man kann sich mitteilen. Mit Parolen und Apellen kann man etwas bewegen. Man kann entweder Protest ausdrücken, aber man kann so wie Politiker es durchaus gerne tun auch jemanden beeinflussen. Allerdings sollte man über seine Worte auch nachdenken. Es kommt immer drauf an wie die beim anderen verarbeitet werden. Es können Worte sein, die auf ein solides Fundament setzen – Fakten, Fakten, Fakten wie es der Chefredakteur von Focus immer wieder gerne mal äußert und was eine Zeit auch der Werbeslogen des Magazins war. Allerdings können Worte auch verletzen, wenn sie nicht so ankommen wie man vielleicht wollte oder aber man vielleicht jemanden bewusst kränken wollte. Dann wirkt ein Wort wie ein Glas, das man fallen lässt oder mit voller Wucht in die Ecke schmeißt und das dann zerbricht.

Aber auch in der amerikanischen Lebensphilosophie sind Worte durchaus wichtig. Hier lebt man nach Abraham Maslows Bedürfnispyramide und strebt die Selbstverwirklichung an. Und oftmals reichen hier Wort bereits aus, um jemanden Anerkennung zu zeigen. Und mit diesen Worten kann man den Glauben und nicht zuletzt den Glauben an sich selbst, dass man im Stande ist etwas zu leisten und am Ende etwas auf die Beine gestellt zu haben über das man stolz sein kann und das auch von anderen geschätzt wird. Das Streben nach Fortentwicklung und Selbstverwirklichung kann man mit einem Samenkorn vergleichen. Leider kommt es un unseren Kreisen gerne mal vor, dass man feststellt “Huch hier wächst was, also schnell aus- und kaputt-treten”. Und so ist der Samen im Keim erstickt und tot. Lässt man ihn einfach, dann gedeiht er und bringt vielleicht eine schöne Pflanze zu tage oder in der Wüste vielleicht auch ein Baum, der Schatten spendet.

Nach dem Gottesdienst schloss der Chor noch ein Konzert an, bei dem weitere Titel aus ihrem Repertoire zu hören waren. Als Einstieg brachte der Chor den Boney M-Ohrwurf “Rivers of Babylon”. Auf dem Video wird es allerdings von Mano Ezoh im Rahmen eines Totalpraise-Masschoirprojekts gesungen.

Und da in der früheren Christenheit häufig Latain gesprochen wurde folgte nachfolgender Titel

Ein Song, der vorallem auf die Leiden von Jesus Bezug nimmt war ein weiterer Titel, der im Konzert dargeboten wurde.


vergospelter Blumengruß – Laetitia-Chor machte Konzertreise zur Insel Mainau

Wednesday, February 23rd, 2011

Es lässt sich eigentlich kaum steigern, ein Ort, der für Blumenpracht steht, der übers Jahr von unzähligen Touristen besucht wird und dann noch Lieder zu singen, die Lebensfreude der Gospel ausdrücken. Genau diese Gelegenheit bot sich dem Laetitia-Chor, einem Gospelchor bei Furtwangen als Sie eine Konzertreise auf die Insel Mainau machten, um dort in der Schlosskirche aufzutreten. Das hierbei Konstanz mit dem Münster und dem Konzilgebäude auch besichtigt wurde, verstand sich von selbst.

Konstanzer KonzilbauViele Konzertbesucher konnten sich vom Erfolg des Gospelchors direkt in der Schlosskirche überzeugen. Regina Aust begründet das mit den kurzen Worten “wir sind authentisch” und hierbei versucht sie die Musik und die Religion in Einklang zu bringen. Das Video zeigt einige Szenen vom Auftritt auf in der Schlosskirche der Bernadottes auf der Insel Mainau am Bodensee.

Nach dem Auftritt schlenderten die Sängerinnen und Sänger des Laetitia-Chores noch über die Mainau, um die Blumenpracht zu genießen. Es gehört zur Tradition der Mainau-GmbH, dass immer wieder der Event klingende Mainau veranstaltet wird, um Besucher auf die Insel zu locken und hier die botanischen Vorzüge mit denen der Musik zu kombinieren. Sehr gut lassen sich von der Insel Ausflüge nach Überlingen oder anderen Orten am Bodensee machen, da die Mainau von der Bodenseeflotte angesteuert wird.

Engen Wenn man aus dem mittleren Schwarzwald direkt an den Bodensee fahren möchte, dann fährt man praktisch direkt südöstlich. Schnell gelangt man hier in die Landschaft des Hegau, der vorallem durch seine Kegelberge aus Phonolith- und Basaltbergen bestehen. Sie sind alle erloschene Vulkane, am bekanntestesten sind die Berge Hohenhewen bei Engen, Hohenkrän oder praktisch deren Hausberg der Hohentwiel bei Singen. Wie ein kleines abgeschiedenes Idyll ist die Altstadt von Engen anzusehen. Kirche Mariä HimmelfahrtDas die Stadtkirche Mariä Himmelfahrt eine wahre Sehenswürdigkeit ist, ahnt man auf den ersten Blick gar nicht. Liegt sie doch sehr bescheiden inmitten der Altstadt.