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Gospelchor St. Josef gab weiteres Jubiläumskonzert in Rheinfelden-Karsau

Monday, November 11th, 2013

Wenn ein Chor 25 Jahre alt geworden ist, dann gibt es schon was zu feiern.

Foto: Wladyslaw Sojka (Wiki copyleft)

Bereits Ende Juni 2013 hatte der Chor sein Sommerkonzert in der Bogenhalle des Schloss Beuggen gegeben gehabt. Diesmal hatte er sich die in relativer Nähe befindliche Kirche St. Michael im Rheinfeldener Stadtteil Karsau ausgesucht gehabt. Im Gepäck viele bekannte Titel, auch viele Spirituals, die ständig vom Chor gesungen werden. Das Konzert stand unter dem Motto “Time to celebrate” und so hatte der Chor den gleichnamigen Titel von Joakim Arenius wieder ausgegraben gehabt und mit in das Konzertprogramm genommen.

In dem Jahr neu hinzu sind die Titel “Halleluja” von Leonard Cohen, das bereits im Juni gesungen wurde und ungewöhnlicherweise ein Titel aus dem Bereich “contemporary gospel”, das Shackles von Mary & Mary. Bislang hatte sich der Gospelchor St. Josef immer schwer getan was den contemporary gospel betraf, schlicht und einfach wegen der Tatsache, dass es schwer ist Noten von diesen Titeln zu erwerben und zum Einstudieren der  Chor einfach Noten gewöhnt ist. Es bleibt spannend wie es mit den Rheinfeldenern weiter geht, da dieses Konzert für Karl Gehweiler zugleich der Abschied vom Chor ist. Wobei er dem Chor bis zum Jahresende noch erhalten bleibt. Allerdings gibt es schon mehrere Kandidaten, die sich beim Chor für die Position des Chorleiters beworben haben.

Es mag vielleicht ziemlich ungünstig sein, wenn sich ein Chorleiter auspowert und nach Jahrzehnten plötzlich feststellt, dass er  jetzt ausgelaugt ist und einfach nicht mehr kann. Karl Gehweiler und mir ist hier so ein Fall aus Lörrach bekannt oder zumindest hatten wir da den Eindruck gehabt. Er selber hatte mir gegenüber mal geäußert, dass sich ganz und gar nicht ausgepowert fühlt, sondern jetzt einfach seinen musikalischen Schwerpunkt anders ausrichten möchte und einfach nur den Gospelbereich für sich abschließen möchte.

Chormitglieder hatten sich selbst in einem bekannten Social Network schon geäußert, dass sie es ein sehr gelungenes Konzert fanden und sich auch mindestens einen Tag danach immer noch in so einem gewissen Schwebezustand fühlen würden.

Gospelchor St. Josef, Rheinfelden wurde 25 und gab sein erstes Jubiläumskonzert

Friday, July 5th, 2013

Kaum glauben konnte es Peter Konetschy, dass aus seinem Traum von einem Jugendchor es nach 25 Jahren immer noch einen Chor mit dem Namen St. Josef gibt. Gute 1.800 km war er angereist gewesen, um sich das 1. Jubiläumskonzert anzuhören. Wolfgang Schwander, der in der Anfangszeit den Chor als er noch ein Jugendchor geleitet hatte führte auch kurz durch die Entstehungsgeschichte des Chores und ließ sich auch nicht lumpen, dass dem Chor ziemlich schnell die Bezeichnung “Hosenträgerchor” auferlegt wurde, denn die Hosenträger, die bei den Männern zu einem weißen Hemd und Jeans getragen wurden war einfach das Markenzeichen des Chores gewesen.

Stefan Reiser als Solist ganz alleine auf Bühne eröffnete mit dem Titel “Something inside so strong” den Songpart des Retrochors, bei dem über 40 Sängerinnen und Sänger aus Berlin, Düsseldorf, aus München, Nürnberg, Mannheim und anderen Orten innerhalb Deutschlands extra zu diesem Konzertevent angereist waren.

Nach der Eröffnung gingen sie allerdings ein Lied zurück und sangen den allersten Titel des Chores “Oh what a day”, der im Repertoire des Chors auch stolz die Nummer 1 trägt.

Schon damals musste es nicht unbedingt Gospel sein, den der Chor sangt. Mit “Where peaceful water flow” bewies der Retrochor, dass er auch sehr gefühlvolle Balladen von Chris de Burg singen kann.

Auch der sehr gefühlvolle Titel von Barkley James Harvest, der natürlich standesgemäß mit Accustikgitarre begleitet wurde durfte nicht fehlen. Bei manchen wird die Botschaft des Songs “bitte nicht versuchen zu fliegen, auch nicht versuchen zu Gott zu fliegen – Du könntest abstürzen” wurde sicherlich bei manchem emotional anders umgesetzt. Man merkte es einfach im Puplikum wie so mancher total ergriffen von diesem Titel war.

Fast ein Must bei jedem Konzert und bei jeder Hochzeit das obligatorische “Oh happy day”. Auch die lokale Presse nahm diesen bekannten Titel gleich auf und nutze diesen zu beschreiben wie toll eigentlich dieser ganze Konzertnachmittag gewesen war. Der Retrochor hatte diesen Titel zum Abschluss seines Parts ausgewählt gehabt und war in den letzten Takten dieses Titels durch die Menge von der Bühne gegangen. Was sicherlich viele nicht bemerkt hatten war, dass der “Chor heute”, wie sich der aktuelle Chor bezeichnete gleichzeitig auf die Bühne marschierte, denn diese machen den zweiten Block des Konzertnachmittages.

Mit dem beschwingten Titel “Sana sananina” eröffnete der aktuelle Gospelchor St. Josef seinen Part an dem Konzertnachmittag und sorgte gleich, dass das Puplikum entsprechend locker wurde und mehr oder minder mitwippte. Auch die Helfer an der Theke nahme den Gospelbeat in sich auf und haben ebenfalls ordentlich mitgewiegt.

Danach ging es gleich mit einer “Wuppnummer” weiter und mit “get together” hieß es auch nochmals bitte zusammenkommen und kräftig mitmachen. Sehr schön untermalt sicherlich von der gekonnt winkenden Armbewegung, die sich der Chor als Choreografie zu den kurzen Husummerparts, die jede zweite Strophe begleiteten sich einfallen ließ.

Kaum besser hatte Julia Parletta mit ihrem Solo den Song “Never gonna loose my way” interpretiert, den der Chor als nette Ballade aufgenommen hatte, um einen kleinen Kontrast in das Programm aufgenommen hatte und bewieß damit, dass der Chor auch hervorragend langsame und gefühlvolle Gospel vom Oslo Gospel Choir singen kann.

“aber ihr sollt jetzt nicht einschlafen” hatte sich der Chor gedacht, als sie dann gleich wieder mit dem “Praise ye the lord” eine fetzige und etwas ältere Nummer anstimmten.

Allerdings Bässe können auch sehr gut singen und dies zeigte sich gleich beim Titel “Thy word”, der vom Michael W. Smith und Amy Grant stand und bei dem Yvonne Koller das Solo sang. Es war hier immer ein gekonnter Wechsel zwischem Chor und Solist gewesen. Für viele sicherlich fenomenal das Ende des Liedes wo lediglich noch zwei Sänger aus dem Bass die Solistin begleitet hatten.

Die Gruppe Up with people, von denen der Titel “we’ll be there” stammt war eigentlich ein riesengroßer Chor von Studenten aus allenmöglich Ländern, die früher große Gospelevents mit einer sehr großen Sängerschaft gemacht hatten. Mit der rauchigen Stimme eines Joe Cocker sang Martin Huber den Solopart dieses Titels, der bei dem er auch sehr häufig völlig alleine sang.

In den Gospelchurches der Farbigen ist es üblich, dass das Puplikum in das ganze Gospelgeschehen eingebunden ist. So dachte es sich auch Karl Gehweiler als er es einfach ansprach, dass sie jetzt einfach mal aufstehen und einen kleinen Wechselschritt machen. Und direkt stieg er ein ein das Yakana Vangheri. Das Puplikum hatte es natürlich gut, denn sie hatten zum einen einen Chor gehabt, der den afrikanischen Titel gesungen hatten und zugleich in einer Masse als Choreograf für das Puplikum anzusehen war.

Danach folgte eine sehr bekannte Ballade, die auch gerne für Hochzeiten verwendet wird – “You’ve got a friend”. Allerdings hatte die Karl Gehweiler etwas umarrangiert und einen kleinen Jazzakzent eingeflochten.

Man konnte froh sein, dass es bei dem Halleluja nicht bei der Ursprungsversion geblieben ist. Irgendwo hatte ich recherchiert gehabt, dass Leonard Cohen seinem Titel angeblich mal 80 Stofen gegönnt hatte. Wenn man sich das vorstellt, dann hätte der Titel warscheinlich ein komplettes Konzert ausgemacht gehabt. Viele werden den Titel allerdings aus Animationsfilmen wie Shrek kennen. Auch Mano Ezoh hatte diesen Titel bei seinem Weltrekordversuch in der Olympiahalle gesungen gehabt. Die Version, die der Gospelchor St. Josef gesungen hatte beinhaltete allerdings kein Solo.

“Let us go into the house of the lord” kann man als einen Dauerbrenner bei den Joseflern ansehen. Immer wieder ist dieser Titel an Konzerten zu hören. Vielleicht liegt es auch an Martin Huber, der in diesem Song das Solo singt daran, dass er den gewissen Groove reinbringt und so auch das Puplikum zum Wuppen bringt.

Mit etwas besinnlichen Titeln beendete der “Chor heute” seinen Gesangspart. Anschließend war es Zeit für den “Joint Choir”, bei dem es auf der Bühne richtig eng wurde, da hier Ehemalige und aktuelle Chorsänger gemeinsam die Titel “Never turn back” und “Gospeltrain” gesungen hatten. Da es während der Zeit, in der der Titel gesungen mehrere gab, die das Solo übernommen hatten, wurde hier das Solo von 3 Solistinnen gesungen. Choreografisch ging es später dann bei “Gospeltrain” zur Sache und mit Sicherheit hatte die Art des Klatschens nochmal so manchen im Puplikum zum Mitklatschen animiert gehabt.

Für die Konzerbesucher aber auch Ehemaligen und aktuelle war es sehr angenehm gewesen, dass nach dem Konzert ein Apero angeboten wurde und so die Gelegenheit zum Gespräch und zum Austausch über frühere und jetzige Zeiten anbot. Zum Teil waren auch die Konzertbesucher von weit angereist gewesen, so hatte beispielsweise ein Ehepaar mit Tochter sich aus dem Kanton Aargau auf den Weg zum Konzert gemacht gehabt.

Gospelchor St. Josef gaben Benefizkonzert zugunsten des Fördervereins Hospiz am Buck

Monday, November 19th, 2012

In diesen Jahr sollte es nicht nur ein Herbstkonzert geben sondern der Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden hatte am Tag drauf noch ein Benefizkonzert zugunsten des Fördervereins Hospiz am Buck gegeben.

Foto: Förderverein Hospiz a. Buck

Sehr lobenswert hatte sich auch der Vorsitzende des Fördervereins geäußert, dass sie normalerweise vom Verein her auf die Gruppen zugehen müssen und fragen, ob sie für den Förderverein etwas machen wollen. In diesem Fall war es allerdings anders gewesen und der Gospelchor aus Rheinfelden war von sich aus sogar auf den Förderverein zugekommen.

Das Leben kann durchaus recht unterschiedlich laufen und nicht immer kann man sich freuen, dass man bis an sein Lebensende gesund bleibt. Mitunter kann der Mensch plötzlich eine Krankheit erhalten, die in Krankenhäusern nicht mehr geheilt werden kann und auch Pflegeheime sagen nur, dass sie dann lediglich noch einen aufnehmen würden für den auch sie nichts mehr tun können. Solche Menschen sind unheilbar krank, wünschen sich allerdings nicht sehnlicher als menschenwürdig sterben zu können.

Foto: Förderverein Hospiz a. Buck

Genau für solche Fällen wo den Menschen vielleicht einfach die Ansprechpartner und nahen Personen fehlen ist ein Hospiz da, in dem auch versucht wird den Alltag in etwa so nachzubilden wie sie es von zu Hause her gewohnt sind. Sie erhalten hier professionelle Hilfe von Pflegekräften, die auch speziell auf Schmerz und Trauerverarbeitung hin ausgebildet sind.  Da die Hospize 10 % ihrer Kosten selbst schauen müssen wie sie diese zusammen bekommen ist der Förderverein da, der  jährlich schaut diese Summe an Kosten für den Hospizbetrieb reinholen zu können.

Das Programm hat dem vom Herbstkonzert des Gospelchors St. Josef entsprochen.Sehr erstaunt war der Chor, dass offensichtlich wenige Gäste bereits nach dem Abendgottesdienst in der Kirche geblieben waren.

Foto: Wladyslaw Sojka (Wiki copyleft)

Foto: Wladyslaw Sojka (Wiki GFpL)

Viele weitere Gäste waren kontinuierlich in die Kirche geströmt als sich der Chor noch bei der Stellprobe und beim Soundcheck befand. Die Vorsitzende des Chore fasste spontan den Entschluss diese Gäste zu begrüßen und erwähnte, dass das Konzert erst eine halbe Stunde später beginnen würde und sich der Chor noch beim Einsingen und dem Soundcheck befinden würde, das Konzert dann aber noch besser werden würde. Das sollte sich dann auch bewahrheiten. Das erste Konzert war zwar gut, aber der Chor hatte selbst den Eindruck gehabt, dass sie noch wesentlich stimmsicherer waren und auch beim Puplikum war der Funken noch wesentlich schneller übergesprungen und die Anwesenden hatten fast geschlossen bei jedem etwas flotteren Gospel richtig einen gewuppt. Auch bei den Balladen hatte man den Eindruck gehabt, dass die Ohren gespitzt wurden und zum teil richtig mitgefühlt worden war wie emotional die gesungen worden waren.

Gospelchor aus Rheinfelden gaben Herbstkonzert in der katholischen Kirche von Wyhlen

Sunday, November 18th, 2012

Nachdem im letzten Jahr das Herbstkonzert ausgefallen war, ist der Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden (Baden) wieder zu seinen Traditionen zurückgekehrt.

Foto: kath. Kirche, Grenzach-Wyhlen

Diemal als erster Auftritt für das eigentliche Herbstkonzert war die katholische Kirche St. Georg in Grenzach-Wyhlen ausgewählt worden.  Die spontane Meinung von meinem Kollegen aus dem Bass, als die Generalprobe für die zwei Herbstkonzerte in dieser Kirche stattfand “hervorragend für gregorianisch Gesänge – wegem dem Hall verschwimmt ja alles”.
Als Einzugslied hatte man sich für Sanna sananima entschieden gehabt und wegen der eher etwas schwierigeren Akustik wurde es so gehalten, dass die Instrumentalisten zu beginn etwas freier gespielt hatten und je mehr Sänger nach vorne kamen und sich aufstellen wurde auch rhythmischer gespielt.

Offensichtlich für die älteren Puplikumsteilnehmer war offensichtlich der Hinweis von Yvonne Koller gewesen, dass die gesungenen Lieder halt vorwiegend englisch seinen, da bei der Entstehung der Gospel die amerikanischen Plantagenbesitzer dies von ihren Sklaven halt so gefordert hatten.

Foto: Wladyslaw Sojka (Wiki GFpL)

Für die jungen Erwachsenen wird dies vermutlich eher selbstverständlich sein. Sehr ergriffen war das Puplikum gleich vom ersten Titel, einem perfekten Stück gleich für den Beginn mit dem treffenden Titel “Get together”, der ja auf deutsch “lasst uns zusammenkommen” heisst.

Dass der Chor allerdings nicht nur schmissige Songs wie “The house of the lord”, “Glory, glory” und “Swing low with the saints”, letzteres hatte Karl Gehweiler als Medley aus dem Stücken “Swing low sweet chariot” und “When the saints go marching in” selbst arrangiert und mit Elementen aus der Bigbandwelt und dem Jazz versehen auch ruhige Balladen vorbereitet hatte.

Richtig zur Geltung kam da vorallem der Kontrabass der von der Spielerin gestrichen worden war. Viele Gospelchöre nutzen als Bass häufig nur einen E-Bass. Aber eben ein richtiges akustisches Holzstreichinstrument hatte hier einfach den besonderen Kick ausgemacht gehabt.

Das Stück von Joakim Arenius, bei dem es um einen hilfesuchenden Menschen geht, dessen Augen auf einen Spatz gerichtet sind und der sich an Weggabelung befindet, einfach nicht mehr weiterweis und in seiner Verzweiflung zu Gott wurde allerdings in einer durchschnittlichen Lautstärke gesungen, ich hätte mir da wesentlich mehr Dynamik und vorallem kürzere Artikulation gewünscht.

Aber das das Puplikum immer nur still in den Bänken sitzen sollte, das ging auf Dauer eigentlich gar nicht. Aus dem Grund präsentierte der Gospelchor St. Josef den Gospel Yakana Vangheri

und plötzlich hieß es drei Schritte nach links und drei Schritte nach rechts und das immer schön im Wechselschritt und dazu noch klatschen. Beim Chor kam natürlich noch dazu, dass dazu auch noch gesungen wurde.

Vorallem bei den Titel “Glory, glory” und auch beim Jesus, be a fence merkte man, dass der Funke auf das Puplikum übergesprungen war – gerade da und mit unter doch mitgewuppt wurde

Allerdings wurde im Gegensatz zum Video die ältere Version von Sam Cook gesungen.  Allerdings gab es auch welche wo man sich als Chorsänger nur an eine Annekdote von Adrienne Morgan-Hammond erinnern konnte “… wir Deutschen freuen uns halt so”.

Soulfamily aus Freiburg mit ein Hauptact bei Lörrach singt

Sunday, July 15th, 2012

Es gibt es schon seit Jahren, dass immer vor dem Stimmenfestival, einem Kind von Helmut Bürgel, dem früheren Geschäftsführer der Burghof GmbH der Gesangstag “Lörrach singt” durchgeführt wurde. Einigen sind vielleicht noch die afrikanischen Klänge vom Frauenchor Steinen

oder das “Trickle Trickle”, gesungen vom Jazzchor Flat & Co. aus Lörrach im Ohr. Flat & Co., der Jazzchor aus Lörrach, der vor über 20 Jahren von Annegret Brake gegründet wurde, ist in Lörrach schon ein fester Bestandteil geworden. Annegret beschreibt die Namensfindung schlicht damit, dass Flat für ein b in den Noten steht und das Co. eben für all das, was sich noch drumrum gestellt. Wie schon im letzten Jahr wurde dem 50 Sänger starken Chor die Hauptbühne beim Burghof für den Auftritt zur Verfügung gestellt.

Wir sind zwar ein Frauenchor, aber ein ganz besonderer. So in etwa beschreibt sich der Chor Jazzaffaire aus Freiburg selbst, der nach dem Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden ebenfalls auf der Burghofbühne auftreten durfte. “Wir singen eben alles was wuppt”, so beschreiben es die Sängerinnen, die sich gerne im Jazz, Swing, Pop und Latin stimmlich austoben.


Schwungvoll daherkommen so hatte sich Karl Gehweiler, Leiter des Gospelchors St. Josef aus Rheinfelden es sich gedacht. Im Gepäck daher  der Titel “Get together” vom Oslo Gospelchoir, der von vielen Chören gerne zu Beginn einen Konzertes benutzt wird.

Neben “Let us go into the house of the lord” schon seit Jahren ein Evergreen beim Chor wurde auch ein verhältnismäßig neues Stück vorgestellt, das “Goin’ to the/that holy city”. Das erste Mal hatte der Chor diesen Titel in seinem Frühjahrskonzert gesungen.

Nach dem Auftritt des Gospelchors St. Josef, Rheinfelden hatten wir Sänger uns noch den Frauenchor Jazzaffaire angehört, der auf hohem Niveau verschiedenste Titel, zum Teil recht jazzig gesungen hatte. Eine Chorschwester aus dem Alt äußerte ihr Empfinden und meinte nur, dass sei ihr irgendwie zu schräg und gleicherzeit sehr schwer zu singen.

Begonnen hatte der Freiburger Chor mit einer jazzigen Interpretation des Begees Titel “How deep is your love”. Hier konnte man sehr gut die Qualität des Chores erkennen, da er als Acapellatitel gesungen wurde. Er hatte sich weitgehend am Original gehalten. Sehr viel anders wirkte ein weiterer Titel den die Jazzaffaire aus Freiburg ebenfalls sangen, er nennt sich “Round midnight”.

Ganz andere Titel hatte sich der Gospelchor St. Josef allerdings für das Experiment “Klanggasse” ausgesucht gehabt. Hier wurden zum Teil Titel aus dem Hochzeitsrepertoire des Chor gesungen. Man war auch drauf vorbereitet andere Chöre durch Geräusche und anderen Lauten zu unterstützen. In manch einem Kopf wird wohl wumgeschwirrt sein “huch – was hat mich denn da ungewohntes zu erwarten”.
Bei einer Selbstbeurteilung, die an eine Chorschwester, die nicht teilgenommen hatte als SMS gesendet wurde hatte Karl Geweiler einfach gemeint, das Puplikum hätte applaudiert und wir hätten es als frenetisch (was immer das auch heißen mag) interpretiert.

Etwa zur gleichen Zeit trat die Formation “Soulfamily” aus Freiburg in der Innenstadt auf. Die Formation mit ihrem Leiter Joel da Silva hatte im Jahr 2010 sich so richtig zusammengefunden gehabt als einige gute Sängerinnen und Sänger, die zuvor beim Freiburg Gospel Choir mitgesungen hatten zu Soulfamily gewechselt waren. Im Gegensatz zu den Sängerinnen und Sängern um Carsten Schulz sagt sich der Chor, dass er sich eben deutlich vom Black Gospel unterscheiden möchte, zwar auch Gospel singt, aber auch Jazz, Soul und die gewissen brasilianischen Rhythmen, dem Land aus dem der Chorleiter der Formation kommt. Sie hatten auf ihrer bei der Beschreibung des Facebookevents gleich erwähnt, dass die Soul- und Gospelformation aus Freiburg gleich vier mal bei dem Event zu hören sei.

Da man mit einem eigenen Chor sehr stark eingebunden war, hatte man die anderen Chöre mehr am Rand wahrgenommen. Aber alleine auf dem alten Markplatz von Lörrach waren zwei kleine Bühnen aufgebaut und man konnte jenachdem wo man stand gleich zwei Chöre hören. Auch habe ich von anderen erfahren, dass es sich durchaus so verhalten hatte, wenn sie durch die Fußgängerzohne gingen man sich schon sehr auf einen Chor konzentrieren musste, wenn man nur einem Chor zuhören wollte. Von überall her erreichten einen Lieder, aber eben ganz verschiedene. Das Niveau der Chöre tagsüber war sehr unterschiedlich. Die Chöre, die ich sehen konnte hatten allerdings alle Noten in der Hand gehabt. Etwas, was ich beim Auftritt natürlich strikt ablehne.

Ein sehr interessantes Erlebnis war das Experiment mit der Klanggasse gewesen. Da unser Chor sehr stark vertreten war, hatte der Regisseur spontan erklärt, dass wir zwei Gruppen bilden sollten. Eine Gruppe, die tatsächlich singt und eine weitere Gruppe, die nur Geräusche machen sollte. So wurde ab und an eines unserer einstudierten Songs gesungen, ein anderes Mal hatten wir Sprech- oder Einsingübungen genommen, um einfach zu anderen Chören oder Formationen, die gerade am Singen waren entsprechende Geräusche zu machen. Die Vorgaben waren ganz unterschiedlich, mal sollte dazu geklatscht werden, eine andere Gruppe sollte einfach mal laut durcheinanderreden und wieder eine andere Gruppe hatte eine andere Aufgabe gehabt. Das Puplikum war angehalten mit geschlossenen Augen durch die Gasse zu gehen und einfach mal den Klang auf sich wirken zu lassen. Das Finale war, dass wir selbst durch die Gasse marschieren sollten, um uns anschließend wieder neu aufzustellen.

Um 18:00 Uhr war das Finale von den Tagesaktivitäten und es hat hier seit Jahren Tradition, dass sich ein spontan zusammengefundener Chor seine einstudierten Titel präsentiert und verschiedene Song auch zusammen mit dem Puplikum singt. Einen afrikanischen Titel fand ich ganz nett. Danach habe ich mich allerdings zu einer Pause entschlossen, da mit die Stücke dann zu volkstümlich vorkamen und das persönlich nicht so mein Ding ist. Allerdings die Geschmäcker sind unterschiedlich und es gab durchaus Zuhörer, die sich diesen deutschen Gesang auch angehört hatten.

Am Abend gegen 20:20 hatte die Gospelformation Soulfamily nochmals die Gelegenheit ihr Können unter Beweis zu stellen. Gleich zu Beginn stellte sich der Chorleiter Joel da Silva vor, dass er Brasilianer sei und auch aus Sao Paulo kommen würde und das ihre Lieder bunt gemischt seinen und natürlich auch Song auf Portugisisch gesungen würden.

Und relativ gleich zu Beginn  kam ein Titel, den man in der englischen Originalversion gleich als “Joshua fit the battle of Jerico” hätte erkennen können. Aber das wäre ja langweilig gewesen und so hatte der Gospelchor aus Freiburg den Titel einfach mal auf Portugisisch gesungen. Interessant anzuhören, weil eben anders und man war auch von der typischen Melodie abgewichen und hatte ihn etwas jazzig gesungen gehabt. Für Lörrach hatte sich die Soulfamily etwas besonderes überlegt gehabt und einen Beatboxer mitdazu genommen und dadurch bei manchen Titeln interessante Klangmischungen hinbekommen.

Es gehört fast schon zum Inventar von “Lörrach singt” das Buschorchester aus Freiburg, Inzwischen gibt es dieses Ensemble aus Chor und eigentlichem Orchester seit mehr als 15 Jahren. Gerade die verschiedenen afrikanischen Instrumente wie Djembe, Djonga, Bongos, Conga, aber auch Xylophon bis hin zur Steeldrum machen eben diesen gewissen swingenden Rhythmus aus, der mitreißt und auch bei “Lörrach singt” dafür gesorgt hatte, dass fast keiner mehr ruhig sitzen konnte, sondern fast die kompletten Anwesenden schlichtweg wuppen mußten.

Gospelchor St. Josef wiedermal für Hochzeit in Bad Säckingen gebucht

Saturday, June 16th, 2012

Bereits im letzten Jahr kann ich mich erinnern wurde der Gospelchor aus Rheinfelden angesprochen, ob er nicht bei einer Hochzeit in Bad Säckingen singen könnte. Auch in 2012 wurde der Gospelchor St. Josef wieder für eine Hochzeit in der evangelischen Stadtkirche von Bad Säckingen gebucht.

Von Bad Säckingen hätte man es ohne Wiki eigentlich gar nicht gewusst, dass die Stadt mal von einem Alemannen namens Secco gegründet wurde und der jetzige Name sich eigentlich durch Wortwandlung ergeben hat. Seit 1978 ist die Stadt zur Kurstadt erklärt worden, weil man zur damaligen Zeit in Säckingen auf Thermalwasser gestoßen war.  Die Stadt bildete sich damals um das gleichnamige Kloster, das vom heiligen Fridolin gegründet worden sein sollte.

Mit diesem aus alter Zeit her bekannten Spiritual zog das Brautpaar in die Kirche ein. Hier wurde sich einer alten Sitte bedient, denn das Brautpaar wollte abgeholt werden und so standen die beiden erst einmal da bis der Pfarrer sie dann in die Kirche führte und der Einzug stattfand. “Gospel steht für Fröhlichkeit und Ungezwungenheit” so in etwa hatte man auch die Ansprache vom Pfarrer interpretieren können, der vorallem damit erreichen wollte, dass die Hochzeitsgemeinde nicht still und andächtig in ihrem Bänken sitzt, sondern das dies auch ein freudiger Anlass ist und weniger ein bisschen anderer Gottesdienst.

Ein eher unbekanntes Lied, das die Hochzeitsgemeinde sang und das die Liebe bekräftigen sollte wurde daraufhin angestimmt und von dem Chorleiter begleitet. Nunja die Anwesenden konnten sich von danach freuen, denn selbst singen war danach nicht mehr verlangt. Das Brautpaar hatte sich zum Einzug das Amazing Grace gewünscht, bei dem Daniela Weiß und Martin Pfund das Solo sangen.

Sehr geschickt eingefädelt war der Gospel “Shine your light” zwischen den Sätzen des Pfarrers, der versuchte das Trauwort, das aus Korinther 16,14 “Lasst alles bei Euch in Liebe geschehen!” etwas zu erklären und mehreren Lesungen, die vor der eigentlichen Trauung erfolgten. Sehr nachempfindbar war hier das Solo, das von einer schon etwas älteren Sängerin aus dem Alt gesungen wurde.

Das Lied hatte der Hochzeitsgemeinde so gut gefallen, dass spontan darauf applaudiert worden war.

Ein gern verwendeter Gospel gegen Ende war das “Oh happy day”, bei dem sich der Pfarrer auch sehnlichst gewünscht hatte, dass der Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden es schaffen würde, den Funken überspringen zu lassen und das die Hochzeitsgemeinde mitschnipst und mitklatscht.

Zum Auszug wurde vom Oslo Gospel Choir das “Shout for joy to the lord” gesungen und somit noch wohlklingende Gospelklänge in den weiteren Tag mitgegeben, da man richtig merken konnte, dass es dem Brautpaar und der Hochzeit richtig gefallen hatte, dass sie mit dem Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden genau den richtigen Gospelchor gebucht hatten.

Gospelchor Rheinfelden überraschte in der St. Josefskirche sogar mit Klassik

Thursday, April 12th, 2012

Foto: Wladyslaw Sojka (Wiki GFpL)

Alxs Heimspiel konnte es verstanden werden, dass der Gospelchor St. Josef das Frühjahrskonzert in seiner Gemeindekirche gab. Lange Zeit war man an dem Wochenende von einem Doppelkonzert ausgegangen, allerdings ging die Organisation für die Altweiler Kiche an die Stadt über und die hatte halt andere Pläne gehabt. Insofern auch kein Problem konnte man sich so mehr auf ein einziges Konzert konzentrieren. Der Projektchor im späten Frührjahr letzten Jahres war so gut angekommen, dass 1/3 der Projektler nach dem Abschlusskonzert in der Bogenhalle von Schloss Beuggen sich entschlossen hatten im Chor zu bleiben und so konnte sich der Gospelchor um weitere 10 Sängerinnen und Sänger erweitern.

Vielleicht hatten sich einige Fans vom Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden schon gewundert gehabt warum es im Jahr 2011 kein Herbstkonzert gegeben hatte. Das hatte man aus gutem Grund entfallen lassen, weil man sich sagte, dass man sich lieber etwas mehr Zeit lässt, die Neulinge dann gut einarbeitet und so wieder zu dem bewährten Chorsound und dem gehobenen Niveau, das man von den Rheinfeldener Gosplern gewohnt ist.

Es ist aussprachtechnisch in der Josefskirche von Rheinfelden das Singen von eher rhythmischen Liedern schon eine gewisse Herausforderung, den es heisst mit einer Hallzeit von 7 Sekunden, die die Kirche aufgrund ihrer Architektur einfach mal hat, klarzukommen.
Interessant mag für die Konzertbesucher gewirkt haben, dass für sie aus der Ferne das Konzert mit einem klassischen Titel begonnen hatte, ohne das sie eigentlich richtig wussten woher dieser wohl herkommt. Begonnen wurde nämlich in der Sakrestei bevor der Chor geschlossen in 2 Reihen aufmaschiert war.

Get together eigentlich alleine schon vom Namen her ein wirklich passender Titel, um ein Konzert zu beginnen. Wirkte der Titel doch etwas auflockernd für die zahlreichen Konzertbesucher, die in die Kirche gekommen waren, um das Gospelkonzert zu genießen. Auch wtas sie Soli anging wurde für Abwechslung gesorgt, da verschiedene aus dem Chor die Möglichkeit bekamen sich an einem Solo zu beteiligen.

Deeper than kennen vielleicht manche noch vom Gospelkirchentag, denn wie “Let us stand” stammt es aus der Feder von Hans-Christian Jochimsen. Auch ein weiterer Titel im mittleren Tempo fügte direkt an. Die Choreografie bestand uberwiegend aus dem Gospelschritt. Ein bisschen ein Problem dabei, wenn man sich nicht geeinigt in welcher Richtung man jetzt mit der Bewegung startet und so wirkte manchmal wie ein Vorhang der aufgeht und sich wieder schliesst. Doch zum Glück wurde zum Schluss mit den Bewegungen auch gezeigt von was da gerade gesungen wird.

Lift Jesus up eine christliche Rocknummer, so könnte der Titel bezeichnet werden, der dem Worshipsong im mittleren Tempo folgte. Und entsprechend äußerte sich auch das Puplikum und klaschte, schnipste oder wiegte einfach nur im Rhythmus mit. Sehr sehenswert war die Choreografie für den Schluss des Liedes. Die Hände plumpsten nicht einfach so nach unten – was auch irgendwie danach ausgesehen hätte “ich bin erschöpft” sondern liefen in einer Art Welle durch den Chor, als letztes Namen die Sängerinnen vom ersten Sopran ihre Hände runter. Zu dieser Idee kam der Chor auf dem Probewochenende in einem Pfadiheim in Oberdiegten (BL) wo extra sogar ein etwa 2stündiger Tanzworkshop eingebaut war. Jesus be a fence bei dem Esther Amagou und Julia Paletta die Soli sangen wirkte im Refrain sehr knackig. Für Auflockerung hatte vorallem der Zwischenpart gesogt, bei dem die Solistinnen und der Chor im Wechselgesang gesungen hatten und vom Chor immer nur Worteinwürfe kamen.

House of the Lord
auch wenn es schon seit Jahren in den Konzerten gesungen wird schafft man es einfach nicht ein Konzert mal ohne diesen Titel zu singen. Und man merkte auch bei diesem Konzert die Nummer zieht einfach. Beim Solo merkte man sofort, dass Martin Huber dem Wort auch ein gewisses Leben verpassen will und man merkte dierekt mit wieviel Freude er “joy” sang und dass er nicht nur von Frieden singen wollte sondern diesem am besten hier und jetzt gleich gehabt hätte.

Foto: Wladyslaw Sojka (Wiki GFpL)

We pray in the morning oder manchmal ist ein Gebet auch die einzigste Möglichkeit aus einer unlieben Situation wieder rauszukommen. Der Chor singt schon seit einiger Zeit diesen Titel, allerdings stets accapella. Unterstützt von rhythmischen Klatschen und wer auch noch noch den Schritt drauf hatte, stampfte dazu auch noch entsprechend. “Warum betest du”, “zu wem und warum” – man merkte direkt das Fragezeichen im Gesicht der Sänger bei diesem Fragen.

Never let me go
Im Gegensatz zu einem weiteren Titel vom Oslo Gospel Choir, is das Never let me go eher ein etwas flotterer Titel. Sicherlich gerade diese Kraft, Energie und Poesie sind Dinge, die das Puplikum gerne behalten möchte und man könnte natürlich es auch so sehen, bitte lass mich nicht ohne so einem tollen Eindruck gehen.
Thy word
Hier gab es eine besonders rührende Situation. Yvonne hatte sich gerade auf das Solistenprodium gestellt und wollte mit dem Lied anfing als ein kleines Mädchen zu ihr kam und eine Wasserflasche ihr reichte. Natürlich hatte sie diese dann entgegen genommen, einen Schluck drauf getrunken und dann dem kleinen Mädchen wieder in die Hand gedrückt. Später stellte sich heraus, dass es sich hierbei um die Tochter von Yvonne gehandelt hatte.

Thulaziswe Immer wieder schön zu hören war diese afrikanisch/englische Ballade, bei der Julia Paletta sehr gekonnt das Solo zu sang. Auf den Knacklaut beim osoku nobella wurde verzichtet, aber zugegeben die richtige Aussprache des Lautes ist auch Übungssache. Gewöhnlich haben die afrikanischen Lieder einen relativ einfachen religiösen Bezug, das Thulaziswe bezieht sich auf die Appartheid und wer sich mal mit dem Text beschäftigt kann hier erstaunliches im Text erkennen. Das afrikanische Feeling wurde dabei durch eine Djembe erzeugt, die vom Schlagzeuger gespielt wurde.

Never turn back auch hier überzeugte Romy mit ihrem Solo offensichtlich so sehr, dass die Journalistin der Badischen Zeitung es sogar erwähnte, dass hier offensichtlich spontane Bravorufe vom Puplikum erfolgt sind. “So muss es sein” wäre hier meine Äußerung gewesen, denn in den amerikanischen Gospelchurches sind Zwischenrufe, die zur Motivation von Solisten und Chor dienen ganz normal, zum Teil kommen die sogar aus dem Chor selbst. Die Botschaft des Titels eigentlich recht gut nachvollziehbar.

“Eigentlich gar kein Gospel, aber irgendwie hat es etwas” aber gerade die älteren Zuhörer waren vielleicht positiv erstaunt, dass Karl Gehweiler relativ spontan von Mendelsohn den Titel “Hebe deine Augen auf”, ein Werk das eher von klasischen Chören gesungen wird mit in das Konzertprogramm aufgenommen hatte.

Never gonna loose my way
dieser Titel wurde auch beim Projektchorkonzert im Sommer gesungen. Seit Sommer wurde noch etwas drann geschliffen und das Ergebnis war eine außerst gefühlvolle Ballade, die mit dem Solo von Julia Paletta die Vollendung gefunden hatte. Die Bewegungen dazu waren leicht wiegend und man so manche im Puplikum hörten hier ganz gespannt zu. Vielleicht konnte hier und da doch noch eine Träne unterdrückt werden, bevor der Titel zu sentimental geworden wäre.

Glory, glory ist eigentlich so ein gewisser Evergreen, obwohl er schon älter ist hat er auch diesmal wieder gesorgt, dass eine gewisse Fröhlichkeit in der Kirche entstand. Vielleicht hatte auch der eher etwas freiere Gesang von Martin Huber, der in dem Stück den Solopart gesungen hatte, den gewissen Pepp in das Lied reingebracht, der das ganze so einer richtig guten fetzigen Nummer gemacht hatte.

Mit einer ruhigeren Nummer sollte es weitergehen und Shine your light war eine solche. Sehr gefühlvoll hatte der Chor diesen Titel gesungen gehabt und auch bei Romy Marti, die das Solo für diesen Titel gesungen hatte, hatte man den Eindruck, sie wollte die Konzertbesucher gerne eintauchen lassen in das Gefühl, dass in einem selbst eine Lampe scheinen kann und dies das Licht des heiligen Geistes ist. Manche hätten es vielleicht lieber gehabt, wenn es draußen schon dunkel gewesen wäre und weniger Licht in die Kirche gefallen wäre und vielleicht wie bei vielen Openair-Konzerten üblich mit gezündeter Flamme mit dem Feuerzeug winken könnten.
Goin´ to the holy city
eingehen auf den Trauergesang der Männer zu Beginn des Titels. Allerdings war das nur die ersten Takte der Fall. Plötzlich merkte man doch, in dem Titel steckt ein gewisser Biss drinn und gleich fühlte man sich animiert mitzuschnipsen und mitzuklatschen. Vielleicht interessant war teilweise auch, dass die einen Stimmen sehr rhythmischen singen und die anderen eher langsam oder als Husummerchor.

Comin´ back

war dann wieder eine eher gefühlvolle Ballade vom Oslo Gospel Choir, die von den Gestiken sogar noch ausdrucksstärker vermittelt hätte werden können. Damit sie nicht zu monoton klingt hatten sich Yvonne Koller und (G)isela De Marbaix sich auch Zwischengesänge einfallen lassen, die durchaus gut rüberkamen. Allerdings im Original singen ja auch 2 die Soli.

Sweet Jesus Auch dieser Titel wurde bereits im Sommer gesungen und weil er bereits da sehr gut angekommen war, hatte man ihn auch ins Konzertprogramm aufgenommen gehabt als ein Grund. Der andere Grund war natürlich, die Titel waren nun sehr lange geprobt worden und auch die Neulinge, die sich nach dem Projektchor zum Weitermachen entschlossen hatten, hatten so Zeit gehabt die Stücke noch perfektionieren und mussten nicht ganz neue Titel von Grund auf lernen. Auch sehr toll fand ich hier ein Feedback einer Stuttgarterin, die auf Verwandtenbesuch war, vom Konzert erfahren hatte und extra noch ein bisschen länger geblieben war. “Sie singen mir von der Seele” so war ihr Kommentar gewesen, den ich in der Pressemitteilung in der BZ hatte lesen können.
Thy will be done hier hatte sich Karl Gehweiler ein bisschen von meinen Erzählungen inspirieren lassen wie der Titel jeweils beim Workshop mit Adrienne Morgan-Hammond in Kirchzarten (fand bereits 2 x schon statt) gesungen wurde und so wurde die Dynamik im Hauptpart von mittellaut zu richtig kräftig laut mit jedem Durchlauf gesteigert. Lediglich ich hatte mir gesagt, dass ich den Strophenteil bewusst wesentlich leiser gesungen habe, denn in Kirchzarten hatte ich dadurch gemerkt wie stark doch die Emotionen geweckt werden könnten, um ein Haar hätte dort eine Dame tatsächlich geschluchst. Hier wurde allerdings nicht ganz so leise gesungen und so konnte ich mir sagen, wenn ich meinen Nachbarn mit seiner Stimme sehr gut hören kann, dann bin ich leise genug.

Swing low with the saints
Ein Medley, das so wie “House of the lord” aus dem Konzerten fast nicht mehr wegzudenken ist. Von Karl Gehweiler ist es ein gelungenes Arrangement, das sich aus dem Titel “Swing low sweet chariot” und “When the saints go marchin in” zusammen setzt. Hierzu habe ich sogar eine kleine Annekdote. Ich hatte mir das Medley ausgesucht für eine Stunde Gesangstraining bei einem Workshop in Antalya neben einem weiteren rausgesucht gehabt. Rene hatte dann auch auf den Übersichtszettel geschrieben gehabt, dann und dann hat Ruprecht seine Stunde mit dem Titel “Oh when the saints”.
Als ich ihm dann die Noten (unglücklicherweise die Frauenstimmen) gezeigt hatte, um eine Orientierung für die Begleitung zu haben waren seine ersten Worte. “Ui, das ist ja alles vorgezogen” und offensichtlich hatte Rene damit nicht gerechnet gehabt, dass Karl Gehweiler in seinem Arrangement doch von der üblichen Weise es zu singen abgewichen war und es in dem Gospelmedley durchaus auch Phrasen gab, wo zwischen Frauen und Männern eine Art Wechselgesang stattfindet.

Als Zugabe war eigentlich nur “Let us Stand”, der Aktionssong von Gospel für eine gerechtere Welt aus dem Jahr 2010. Allerdings das Puplikum war so begeistert gewesen, dass auch noch “Goin to the holy city” und “Herr, hebe Deine Augen” gesungen werden musste. So konnte Yvonne Koller, die die Hauptmoderation für das Konzert übernommen hatte zum einen neben der Würdigung von Karl, dass der Chor es immer genießen würde mit ihm zu singen, zu arbeiten und gemeinsam Spaß zu haben auch ein großes Lob an das Puplikum aussprechen.

Gospelchor St. Josef begleitet die Lithurgische Nacht in Rheinfelden

Saturday, November 26th, 2011

Nicht das erste Mal was es, dass sich der Gospelchor St. Josef an der lithurgischen Nacht in seiner “Hausgemeinde” mitgewirkt hat. Diese Nacht fand am letzten Freitag im November abends statt. Wie die Stadt Rheinfelden übrigens tagsüber aussieht kann man hier mal sehen.

Es blieb bis zuletzt spannend wie es mit der Sängerbeteiligung aussah, aber schlussendlich hatten sich genügend gefunden. Ich hatte die Gelegenheit genutzt gehabt, da ich eine Frage einer Chorschwester im internen Nachrichtenboard vom Chor gefunden hatte gleich zu fragen wie denn das zeitlich aussehen würde und sie hatte mich schon darauf vorbereitet, dass es sehr spät werden könnte.

Begonnen wurde diese Nacht mit einer Begrüßung durch den Pfarreiausschuss und einstimmenden Worten vom Vikar der die anwesende Gemeinde auf die bevorstehende Adventszeit vorbereitet hat. Die Stimmung in der Kirche war eindrucksvoll, sämtliche Lichter waren ausgemacht und die Kirche war nur von diversen Kerzen erleuchtet. Mal abgesehen von dem Lämpchen für den Keyboarder und dem am Rednerpult. Der Vikar erklärte, dass Lithurgie für allumfassenden Gottesdienst stehen würde, allerdings war dieser irgendwie so praktiziert, dass jeder in der Gemeinde sich seinen Gottesdienst modular zusammenstellen konnte. Neben dem eigentlichen Programm hatte man die Möglichkeit auf einem Blatt seine Gedanken zu Jesaja oder ein einfaches Gebet niederzuschreiben. Man konnte Kerzen aufstellen, es gab einen Ort der Ruhe, Besinnung und Meditation und es war auch ein entsprechender Geistlicher anwesend wo Gläubige ihre Beichte ablegen konnten.

Als erster Programmpunkt kamen ein kleines Grüppchen italienischer Frauen drann, die sich langsame Adventslieder aus ihrer Heimat sangen. Worum es ging wurde zwar ziemlich simultan auf Deutsch übersetzt, aber trotzdem waren es doch das vorweihnachtliche Verständnis eines Mittelmeerlandes und das ist doch etwas anderes.

Was 1 Dollar und 87 Cent so alles bewirken können. Da macht sich eine Frau an, geht zu einem Friseur nur weil sie weis, dass dieser Friseur Haare ankauft. Über die hinzuverdienten 20 € freute sie sich auch riesig und kaufte für ihren Freund gleich eine Platinarmkette für seine Uhr, die er sehr gerne ablas. Auch der Freund hatte sich um ein Weihnachtsgeschenk bemüht und für seine Freundin einen extravaganten Haarschmuck erstanden. Wieder in der gemeinsamen Wohnung angekommen wurde zuerst das Geschenk an die Freundin ausgehändigt, die sich darüber sehr freute und einfach sagte, dass ihre Haare ja schnell nachwachsen würde. Sie hätte von ihren Haaren sich sein Geschenk leisten können. Freudig überreichte sie ihrem Freund jetzt das Platinarmband und sagte gleich, dass es für seine Uhr sei (er hatte nur ein einfaches Lederband drann gehabt) und er diese jetzt noch öfters ablesen könne. Daraufhin lächelte ihr Freund und sagte, lass uns hier auf der Coach kuscheln. Als die Beiden sich es dann gemütlich gemacht hatten sagte er, er habe seine Uhr nämlich verkauft und hätte sich so das Geschenk für seine Freundin leisten können. Von daher sind die Geschenke, die an das Innere gerichtet sind immer noch die besten Geschenke, da die aktuellen Geschenke irgendwie in der Verwendung gerade etwas unpassend sind.

Aufgelockert wurde es anschließend mit einigen Taizeliedern, die einen an seine Jugend erinnert hat und so die 80er Jahre wo in den Kirchen plötzlich moderneres Liedgut seinen Einzug fand. Dies waren dann Lieder wie etwa dieses hier

oder auch dieses bekannteren Song.

hinzu kamen noch einige Taizegesängen zum Teil sogar auf Deutsch, die ich allerdings nicht kannte.  Verblüffend war, dass irgendjemand in der Kirche einfach mit dem Lied anfing nachdem die Lyrik per Beamer auf ne Leinwand projeziert war.

Eher bekannter waren hier die Adventslieder vom Kirchenchor, da dies die Lieder waren, die in den Familien und auch auf den deutschen Weihnachtsmärkten überall zu hören sind.

Eine tolle Idee fand ich die Idee mit einer Lichteinlage.

So aufwendig dann doch nicht sondern mit einem wandernden Licht. Beabsichtig war, des jeder etwa 3 x eine Kerze weitergegeben hat und das Licht dabei durch die ganze Kirche wandern würde.

Bei großen Events gehört es irgndwie dazu, dass der Prozess bis alles steht immer sehr lebhaft ist und so gab es am Montag nochmal die Bekanntgabe, dass sich mal wieder etwas umgestellt hat. Auch der Gospelchor St. Josef  war mit einem viertelstündigen Auftritt in den Abend eingebaut. Wie bei Gottesdiensten üblich die deutsche Übersetzung der Songs jeweils vorzulesen. Kurzfristig eben doch noch später. Trotzdem hatte man gesagt, dass die Zeit, um sich einzusingen und die 4 Lieder noch einmal durchsingt bleibt.

Der Song “What child is this” erinnert mich immer an Karl May, Winetou I. Hier meine ich das der Gospelsong als Filmmusik eingesetzt wird. Ein anderes Video benutzt Zeichentricksequenzen und man merkt gleich, dass eigentlich ein Weihnachtsgospel ist und offensichtlich das Kind in der Krippe beschreibt.

Bei den Fürbitten erwartet man meist vom Herrn, dass sein Wille geschehen soll. Dies kann man kaum besser ausdrücken als mit dem Titel “Thy will be done”, den dieser heisst übersetzt “Dein Wille geschehe”.

Meiner Meinung nach wirkt der Titel um so besser je leiser man diesen beginnt, da man dann richtig Dynamik reinbringen kann. Allerdings kommt es da immer auf den Chorleiter drauf an wie er dies haben möchte. Der Gospelchor St. Josef hat es in sofern gut, dass auch singfähig ist, wenn der eigentliche Chorleiter mal nicht kann und ein Kollege aus dem Bass in der Lage ist ihn zu vertreten. Die Idee ein stückweit Dynamik in den Song reinzubringen fand er gar nicht so verkehrt und konnte ich den Vamp ungeniert anschwellen lassen.

Bevor der Titel jeweils gesungen wurde, hatten 2 Damen und ich jeweils die deutsche Übersetzung des Titels direkt vorgelesen. Mich hatte nach dem Auftritt mein Basskollege Martin, der das Dirigat übernommen und uns auf der Akustikgitarre begleitet hatte angesprochen und gleich geäußert, dass ich den Beginn wohl frei übersetzt hätte, die Bedeutung mit Spatz wollte er gleichmal nachschauen. Als ich ihn fragte, ob es gut vorgetragen worden sei äußerte er nur “war eher dramatisch gewesen” und betonte dann nochmals die Stelle “Dein Wille geschehe” den ich auch etwas apellartig betont hatte.

Anschließend wäre die Nacht noch mit einer Multimediapräsentation und Panflötenklängen weitergegangen bis viertel nach 12 nachts dann mit einer gestalteten Anbetung und dem Segen im katholischen Sinne geendet wäre. Allerdings sind wir vom Gospelchor nach dem Auftritt geschlossen gegangen. Für mich galt es vorallem zum Bahnhof zu kommen, da es galt den allerletzten Bus, der an dem Tag noch fuhr zu bekommen.

Gospelday und Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden gehörte zu den Gosplern in ganz Deutschland

Saturday, September 17th, 2011

Ursprünglich als Gospelchain durch ganz Deutschland angedacht wurde draus der Gospelday. Ein Tag, an dem möglichst viele Gospelchöre in Deutschland um 12:00 Uhr gemeinsam ein Lied singen sollten und sich für eine gerechtere Welt einsetzen sollten.

http://www.youtube.com/watch?v=-Y8hLFzLkcQ

Die Aktion “Gospel für eine gerechtere Welt”, die am Gospelkirchentag in Karlsruhe offiziell gestartet wurde und bei der am Abschlussgottesdienst mehrere Aktionsmitwirkende gesegnet wurden sind sollte weiterleben. Und so wurde aus der Idee der Gospelchain der Gospelday. Viele namhafte Künstler wie Dieter Falk, Nina Hagen, Miriam Schäfer, Joakim Arenius und nicht zuletzt Hans-Christian Jochimsen, aus dessen Feder der Aktionssong “Let us stand” stammt unterstützen die Aktion un den Gospelday.

Aufgerufen hatte die Creative Kirche aus Witten und recht schnell hatten sich 200 Chöre in 200 verschiedenen Städten gefunden, die alle an diesem Tag singen wollten. Da viele Chorleiter allerdings gesagt hatten, dass sie ohne viel Probeaufwand an dem Tag teilnehmen wollten wurde viel gehirnt.  Bereits vor den Sommerferein hatte sich eine stattliche Zahl an Gospelchören in ganz Deutschland gefunden, die sich alle am Gospelday beteiligen – hier die Standorte anhald von Googlemap.

Übersichtskarte der Gospelday-aktivitäten

Matthias Otto wollte schon am Start der Aktion gerne einen Aktionssong haben. Er saß mit Hans Christian Jochimsen zusammen und fragte ihn, ob er was komponieren konnte, bei dem zu erkennen ist, dass man die Welt wachrütteln muss, wenn man den Klimawandel aufhalten möchte, dann muss man jetzt ein Stopsignal setzen und der Welt sagen, dass man etwas ändern kann und vorallem, dass man in der Gemeinschaft etwas erreichen kann und man gemeinsam stark ist. Es dauerte einige Zeit, plötzlich gab es eine Email.

Foto: Badische Zeitung

“Ja ich hatte da mal so eine Songidee” kam Hans-Christian zurück und plötzlich war der Kampagnensong da.


Das entsprechende Video ist vorübergehend deaktiviert

Auch der Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden war von diesem Vorhaben begeistert. Eine kleine Deligation hatte sich zusammengeschlossen und waren im September 2010 gemeinsam zum Gospelkirchentag nach Karlsruhe gefahren. So stand bereits am Jahresanfang 2011 fest, in Rheinfelden wird sich am Gospelday der ansässige Gospelchor an dem Tag auf den Marktplatz stellen und aktiv sein.

Wer allerdings in Rheinfelden nach einem Platz sucht, der sich Marktplatz nennt, wird ein Problem haben. Es gibt zwar den Oberrheinplatz in Rheinfelden, aber keinen Marktplatz. Recht umständlich fand ich heraus, dass auf dem Rathausvorplatz immer der Wochenmarkt stattfindet und der Gospelchor St. Josef, der in Rheinfelden (Baden) beheimatet ist, wird wohl diesen als Marktplatz bezeichnen. Der Marktplatz von Rheinfelden sollte der Ort sein, an dem am Gospelday der Rheinfeldener Gospelchor auftrat. Auf den Plakaten wurde es teilweise genauer beschrieben mit Platz vor der Christuskirche, denn die kennt man in Rheinfelden (Baden) schon genauer.

Foto: Wladyslaw Sojka (Wiki GFpL)

Offensichtlich wollte man den Projektlern, die nach dem Sommerferien vermutlich noch weiter beim Chor singen möchten und vermutlich kommen da noch weitere hinzu die Möglichkeit bieten auch beim Gospelday mitsingen zu können. Aus diesem Grund wurde einfach beschlossen, dass man zum Eingrooven die Lieder vom Projektchorkonzert nimmt, die man damals zusammen mit den Projektlern einstudiert hatte.  Das “Deeper than” wurde von der Redakteurin der BZ bereits als sehr ausdruckstarkes Lied beschrieben und es von auszugehen, dass ihr offensichtlich die Choreografie (original von Hans-Christian Jochimsen leicht abgeändert, da man die Bewegungen langsamer und weicher wollte) gefallen hatte. Auch das “Get together” ist ein flotter Ohrwurm, der fast schon zum Mitsungen, Mitsingen oder sonstiges einläd.

Nach den Sommerferien wurde dann begonnen an den Feinheiten zu arbeiten. Es wurde mit der ersten Probe extra 1 Woche vor dem Ende der Sommerferien begonnen, wobei sich der Chorleiter die Zeit extra eingeräumt hatte, da er anderweitig noch viel Organisationsarbeit zu tun hatte. Begonnen wurde eine Choreografie zum Titel “Let us stand” einzustudieren und es dabei nicht los beim gegenseitigen Händereichen zu lassen. Auch das “Get together” wurde nochmal kurz durchgeprobt. Allerdings einige der Titel, die für den Tag vorgesehen waren wurden erst am 13. geprobt, der Probe zu der auch die Band hinzukam. Kurzfristig erfuhr man, dass noch 2 weitere Titel angedacht waren und dass man nun mit dem Aktionssong und dem “Amazing Grace” auf gute 10 Lieder kam und den Gospelday zu einem kleinen Benefizauftritt gemacht hatte.

Es wurde sich drauf eingestellt, dass das Puplikum durchaus häufig wechselt kann und möglicherweise unterschiedlich auf die verschiedenen Gospel reagiert wird. Aus dem Grund hiess in in der letzten Probe extra, dass es sein könnte, dass man den ein oder anderen Song vielleicht sogar weglässt, eben so wie das Puplikum reagiert. Ich selbst bin recht früh aufgebrochen, da ich wie beim Projektchorkonzert mich beim Aufbau beteiligte.

Da meiner Meinung nach eine Vortänzerin oder Vortänzer gefehlt hatte, hatte die Choreografie doch eher so ein gewisses Eigenleben gehabt – mehr oder minder stark eben. Ganz im Gegenteil die Leute, die sich zum Eintritt einfanden hatten sich dann auch alle Titel angehört und sogar beim Aktionssong “Let us stand” kräftig mitgesungen.


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Und immerhin meinen wir so um die 60 Personen gezählt zu haben, die sich den Auftritt  angehört hatten. Auch ein Infostand war aufgebaut, um auf die auf Punkte von der Aktion “Gospel für eine gerechtere Welt” was man selbst machen kann zu informieren. Einige Anregungen kamen auch von der ersten Vorsitzenden, Yvonne Koller, selbst, die den Puplikumstitel “Let us stand” gekonnt anmoderierte.


Video vorübergehend deaktiviert

Als ich mal auf dem Aktionsportal nachgeschaut hatte war ich ziemlich überrascht – Anmeldung für Gospelday 2012. So ein bisschen was hatte ich von Matthias Otto schon selbst gehört als ich ihn über einen Chor informiert hatte, der abgesagt hatte und gemeint hatte, dass er mal nachhaken könnte was die Crea vielleicht noch optimieren könnte. Auf dem Aktionsportal stand nämlich “krankheitsbedingt konnte unser Chor in diesem Jahr nicht auftreten, wir werden aber 2012 dabei sein”. Und offensichtlich hatte Matthias Otto und die ganze CREA-Belegschaft erst einmal ein ziemlich langes Gesicht gezogen, weil sie noch gar nicht an 2012 und eine Wiederholung gedacht hatten – es bleibt also spannend.

Gospelchor St. Josef begleitet Hochzeit in der evangelischen Kirche von Bad Säckingen

Saturday, August 20th, 2011

Eine etwas andere Buchung für eine Hochzeit hatte der Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden gegen Ende August bei der evangelischen Kirche in Säckingen gehabt. Sang allerdings nur zu Beginn und das Schlusslied. Das Brautpaar sollte von einer guten Freundin überrascht werden, was sicherlich auch gut gelungen war. Zur großen überraschung wurde auch der Titel Halleluja in der Quincy Jones-Fassung gesungen.
Das Brautpaar hatte sich allerdings nicht das Fridolismünster für ihre Hochzeit ausgesucht sondern hatte in der evangelischen Kirche von Bad Säckingen gereitet, die allerdings auch sehr malerisch aussieht.  Wie ich allerdings auf Videos sehen konnte ist der Innenraum dieser Kirche eher schlicht gehalten und nicht so reich verziert wie das Munster, das im Barockstil gebaut wurde. Aber auch nach einer Hochzeit zu singen hat was dachte sich der Chor und das Brautpaar hatte sich auch nicht viel an Liedern gewünscht. Zwei Lieder waren es, die gewünscht waren und da erlaubte sich der Chor sogar diese noch schnell Vorort aufzufrischen, diese gehören ja zum Hochzeitsrepertoire des Chors.

Der erste Titel hatte sich gut in den großen Tag eingefügt, sang man doch vom “oh, what a day” und stellte immer wieder fest wie glücklich man an diesem Tag sein konnte. Und nachdem man festgestellt hatte wie schön dieser Tag war wurde die Hochzeitsgemeinde musikalisch noch mitgenommen. Es folgte eine Einladung für die “Gospeltrain”.

Beide Titel sind sehr bei der Hochzeitsgemeinde angekommen und hatten eine gewisse Abwechslung in den Apero reingebracht. Nicht einfach nur an Tischen stehen und kleines Fingerfood genießen, nein es gab auch etwas für die Ohren. Und solche eher schmissigen Titeln passen da bekanntlich am besten.