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Gospelchor St. Josef gab weiteres Jubiläumskonzert in Rheinfelden-Karsau

Monday, November 11th, 2013

Wenn ein Chor 25 Jahre alt geworden ist, dann gibt es schon was zu feiern.

St. Michael, Karsau

Foto: Ruprecht Helms

Bereits Ende Juni 2013 hatte der Chor sein Sommerkonzert in der Bogenhalle des Schloss Beuggen gegeben gehabt. Diesmal hatte er sich die in relativer Nähe befindliche Kirche St. Michael im Rheinfeldener Stadtteil Karsau ausgesucht gehabt. Im Gepäck viele bekannte Titel, auch viele Spirituals, die ständig vom Chor gesungen werden. Das Konzert stand unter dem Motto “Time to celebrate” und so hatte der Chor den gleichnamigen Titel von Joakim Arenius wieder ausgegraben gehabt und mit in das Konzertprogramm genommen.

In dem Jahr neu hinzu sind die Titel “Halleluja” von Leonard Cohen, das bereits im Juni gesungen wurde und ungewöhnlicherweise ein Titel aus dem Bereich “contemporary gospel”, das Shackles von Mary & Mary. Bislang hatte sich der Gospelchor St. Josef immer schwer getan was den contemporary gospel betraf, schlicht und einfach wegen der Tatsache, dass es schwer ist Noten von diesen Titeln zu erwerben und zum Einstudieren der  Chor einfach Noten gewöhnt ist. Es bleibt spannend wie es mit den Rheinfeldenern weiter geht, da dieses Konzert für Karl Gehweiler zugleich der Abschied vom Chor ist. Wobei er dem Chor bis zum Jahresende noch erhalten bleibt. Allerdings gibt es schon mehrere Kandidaten, die sich beim Chor für die Position des Chorleiters beworben haben.

Es mag vielleicht ziemlich ungünstig sein, wenn sich ein Chorleiter auspowert und nach Jahrzehnten plötzlich feststellt, dass er  jetzt ausgelaugt ist und einfach nicht mehr kann. Karl Gehweiler und mir ist hier so ein Fall aus Lörrach bekannt oder zumindest hatten wir da den Eindruck gehabt. Er selber hatte mir gegenüber mal geäußert, dass sich ganz und gar nicht ausgepowert fühlt, sondern jetzt einfach seinen musikalischen Schwerpunkt anders ausrichten möchte und einfach nur den Gospelbereich für sich abschließen möchte.

Chormitglieder hatten sich selbst in einem bekannten Social Network schon geäußert, dass sie es ein sehr gelungenes Konzert fanden und sich auch mindestens einen Tag danach immer noch in so einem gewissen Schwebezustand fühlen würden.

Gospelchor St. Josef, Rheinfelden wurde 25 und gab sein erstes Jubiläumskonzert

Friday, July 5th, 2013

Kaum glauben konnte es Peter Konetschy, dass aus seinem Traum von einem Jugendchor es nach 25 Jahren immer noch einen Chor mit dem Namen St. Josef gibt. Gute 1.800 km war er angereist gewesen, um sich das 1. Jubiläumskonzert anzuhören. Wolfgang Schwander, der in der Anfangszeit den Chor als er noch ein Jugendchor geleitet hatte führte auch kurz durch die Entstehungsgeschichte des Chores und ließ sich auch nicht lumpen, dass dem Chor ziemlich schnell die Bezeichnung “Hosenträgerchor” auferlegt wurde, denn die Hosenträger, die bei den Männern zu einem weißen Hemd und Jeans getragen wurden war einfach das Markenzeichen des Chores gewesen.

Stefan Reiser als Solist ganz alleine auf Bühne eröffnete mit dem Titel “Something inside so strong” den Songpart des Retrochors, bei dem über 40 Sängerinnen und Sänger aus Berlin, Düsseldorf, aus München, Nürnberg, Mannheim und anderen Orten innerhalb Deutschlands extra zu diesem Konzertevent angereist waren.

Nach der Eröffnung gingen sie allerdings ein Lied zurück und sangen den allersten Titel des Chores “Oh what a day”, der im Repertoire des Chors auch stolz die Nummer 1 trägt.

Schon damals musste es nicht unbedingt Gospel sein, den der Chor sangt. Mit “Where peaceful water flow” bewies der Retrochor, dass er auch sehr gefühlvolle Balladen von Chris de Burg singen kann.

Auch der sehr gefühlvolle Titel von Barkley James Harvest, der natürlich standesgemäß mit Accustikgitarre begleitet wurde durfte nicht fehlen. Bei manchen wird die Botschaft des Songs “bitte nicht versuchen zu fliegen, auch nicht versuchen zu Gott zu fliegen – Du könntest abstürzen” wurde sicherlich bei manchem emotional anders umgesetzt. Man merkte es einfach im Puplikum wie so mancher total ergriffen von diesem Titel war.

Fast ein Must bei jedem Konzert und bei jeder Hochzeit das obligatorische “Oh happy day”. Auch die lokale Presse nahm diesen bekannten Titel gleich auf und nutze diesen zu beschreiben wie toll eigentlich dieser ganze Konzertnachmittag gewesen war. Der Retrochor hatte diesen Titel zum Abschluss seines Parts ausgewählt gehabt und war in den letzten Takten dieses Titels durch die Menge von der Bühne gegangen. Was sicherlich viele nicht bemerkt hatten war, dass der “Chor heute”, wie sich der aktuelle Chor bezeichnete gleichzeitig auf die Bühne marschierte, denn diese machen den zweiten Block des Konzertnachmittages.

Mit dem beschwingten Titel “Sana sananina” eröffnete der aktuelle Gospelchor St. Josef seinen Part an dem Konzertnachmittag und sorgte gleich, dass das Puplikum entsprechend locker wurde und mehr oder minder mitwippte. Auch die Helfer an der Theke nahme den Gospelbeat in sich auf und haben ebenfalls ordentlich mitgewiegt.

Danach ging es gleich mit einer “Wuppnummer” weiter und mit “get together” hieß es auch nochmals bitte zusammenkommen und kräftig mitmachen. Sehr schön untermalt sicherlich von der gekonnt winkenden Armbewegung, die sich der Chor als Choreografie zu den kurzen Husummerparts, die jede zweite Strophe begleiteten sich einfallen ließ.

Kaum besser hatte Julia Parletta mit ihrem Solo den Song “Never gonna loose my way” interpretiert, den der Chor als nette Ballade aufgenommen hatte, um einen kleinen Kontrast in das Programm aufgenommen hatte und bewieß damit, dass der Chor auch hervorragend langsame und gefühlvolle Gospel vom Oslo Gospel Choir singen kann.

“aber ihr sollt jetzt nicht einschlafen” hatte sich der Chor gedacht, als sie dann gleich wieder mit dem “Praise ye the lord” eine fetzige und etwas ältere Nummer anstimmten.

Allerdings Bässe können auch sehr gut singen und dies zeigte sich gleich beim Titel “Thy word”, der vom Michael W. Smith und Amy Grant stand und bei dem Yvonne Koller das Solo sang. Es war hier immer ein gekonnter Wechsel zwischem Chor und Solist gewesen. Für viele sicherlich fenomenal das Ende des Liedes wo lediglich noch zwei Sänger aus dem Bass die Solistin begleitet hatten.

Die Gruppe Up with people, von denen der Titel “we’ll be there” stammt war eigentlich ein riesengroßer Chor von Studenten aus allenmöglich Ländern, die früher große Gospelevents mit einer sehr großen Sängerschaft gemacht hatten. Mit der rauchigen Stimme eines Joe Cocker sang Martin Huber den Solopart dieses Titels, der bei dem er auch sehr häufig völlig alleine sang.

In den Gospelchurches der Farbigen ist es üblich, dass das Puplikum in das ganze Gospelgeschehen eingebunden ist. So dachte es sich auch Karl Gehweiler als er es einfach ansprach, dass sie jetzt einfach mal aufstehen und einen kleinen Wechselschritt machen. Und direkt stieg er ein ein das Yakana Vangheri. Das Puplikum hatte es natürlich gut, denn sie hatten zum einen einen Chor gehabt, der den afrikanischen Titel gesungen hatten und zugleich in einer Masse als Choreograf für das Puplikum anzusehen war.

Danach folgte eine sehr bekannte Ballade, die auch gerne für Hochzeiten verwendet wird – “You’ve got a friend”. Allerdings hatte die Karl Gehweiler etwas umarrangiert und einen kleinen Jazzakzent eingeflochten.

Man konnte froh sein, dass es bei dem Halleluja nicht bei der Ursprungsversion geblieben ist. Irgendwo hatte ich recherchiert gehabt, dass Leonard Cohen seinem Titel angeblich mal 80 Stofen gegönnt hatte. Wenn man sich das vorstellt, dann hätte der Titel warscheinlich ein komplettes Konzert ausgemacht gehabt. Viele werden den Titel allerdings aus Animationsfilmen wie Shrek kennen. Auch Mano Ezoh hatte diesen Titel bei seinem Weltrekordversuch in der Olympiahalle gesungen gehabt. Die Version, die der Gospelchor St. Josef gesungen hatte beinhaltete allerdings kein Solo.

“Let us go into the house of the lord” kann man als einen Dauerbrenner bei den Joseflern ansehen. Immer wieder ist dieser Titel an Konzerten zu hören. Vielleicht liegt es auch an Martin Huber, der in diesem Song das Solo singt daran, dass er den gewissen Groove reinbringt und so auch das Puplikum zum Wuppen bringt.

Mit etwas besinnlichen Titeln beendete der “Chor heute” seinen Gesangspart. Anschließend war es Zeit für den “Joint Choir”, bei dem es auf der Bühne richtig eng wurde, da hier Ehemalige und aktuelle Chorsänger gemeinsam die Titel “Never turn back” und “Gospeltrain” gesungen hatten. Da es während der Zeit, in der der Titel gesungen mehrere gab, die das Solo übernommen hatten, wurde hier das Solo von 3 Solistinnen gesungen. Choreografisch ging es später dann bei “Gospeltrain” zur Sache und mit Sicherheit hatte die Art des Klatschens nochmal so manchen im Puplikum zum Mitklatschen animiert gehabt.

Für die Konzerbesucher aber auch Ehemaligen und aktuelle war es sehr angenehm gewesen, dass nach dem Konzert ein Apero angeboten wurde und so die Gelegenheit zum Gespräch und zum Austausch über frühere und jetzige Zeiten anbot. Zum Teil waren auch die Konzertbesucher von weit angereist gewesen, so hatte beispielsweise ein Ehepaar mit Tochter sich aus dem Kanton Aargau auf den Weg zum Konzert gemacht gehabt.

Gospelchor St. Josef, Rheinfelden sucht zu Anfang 2014 eine neue Chorleiterin oder Chorleiter

Friday, May 24th, 2013

Foto: Gesangsverein Weil

Sehr traurig für den Chor war zu erfahren, dass der jetzige Chorleiter, Karl Gehweiler vorhat sich im Jahr 2014 zu verändern und zum Jahresende 2013 den Chor verlassen möchte. “Ich bin ein rastloser Mensch”, so bezeichnete sich Karl selbst, der an der staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg studiert hatte und neben dem Gospelchor in Rheinfelden noch den gemischten Chor der Singgemeinschaft Lörrach in Weil, die Formation Voice in Motion, gegründet 2008 und den Kinderchor Weil am Rhein leitet, Flötist sowie Flötenpädagoge, stellvertretender Leiter der Musikschule Weil am Rhein und dazu noch selbst als Countertenor singt.

Nun sucht der Gospelchor einen neuen Chorleiter, der sowohl in der Gospelwelt zu hause ist als auch offen ist ab und an auch weltliche Lieder einzustudieren. Im Gegensatz zu manch anderen Gospelchören wird allerdings beim Gospelchor in Rheinfelden bislang nach Noten gesungen und ich selbst hatte auch gemerkt wie mit den Augen gerollt wurde und großes Erstaunen aufkam als ich von mir selbst sage, dass ich nach Textblatt oder im Idealfall direkt auswendig singen würde.

Foto: Nordpool Media

Ein sehnlicher Wunsch von Gehweiler war im Sommer des Jahres 2012 das Angebot einer Stimmbildung
in den Chor mit aufzunehmen mit dem Gedanken, dass der Chor so zu einer besseren stimmlichen Qualität kommt. Hierfür konnte im Jahr 2012 Frau Iris Benesch, eine Sopranistin mit klassischer Ausbildung, für die Stimmbildung gewonnen werden. Allerdings ist man was die neue Chorleiterin oder den neuen Chorleiter nicht festgelegt, ob das weiterhin so sein muss, ob er das selbst machen möchte oder es sogar als Sowohl-als-auch-Lösung anbieten möchte.

Auch die traditionellen Gospel, die u. a. sich im Repertoire des Chors befinden müssen nicht immer der bekannten Version entsprechen. So hatte Karl Gehweiler zu manchen Stücken ein eigenes Arrangement geschrieben, um so Improvisationsparts für das Klavier oder auch Elemente aus dem Bigbandbereich oder Jazz mit einfließen zu lassen.  Beim Blackgospel kommt man eh nicht drumrum, wenn man die Sänger nach Noten singen lassen möchte, das Titel sich rausgehört und arrangiert werden müssen. So ist es unabdingbar, dass der Chorleiter auch mit moderner Notensatzsoftware umgehen kann und auch ab und an Singalongs produzieren kann. Der Chor verfügt zwar auch über eigene Solisten, allerdings sollte auch der Chorleiter über eine gute Singstimme verfügen, denn nicht immer beherrscht ein Solist bereits einen neuen Song oder aber es sind auch mal Teile vorzusingen. Da der Chorleiter über ein Musikstudium verfügen sollte oder bereits viele Jahre als Chorleiter aktiv war versteht es sich von selbst, dass er am Piano in der Lage sein sollten den Chor zu begleiten und auch entsprechende Partitur lesen kann.

Den Schalk im Nacken, das muss nicht unbedingt sein. Aber es macht schon enorm etwas aus, wenn alle Chorsänger von sich sagen können, dass sie mit Freude zur Probe kommen, sich immer wieder motiviert fühlen und auch das Gefühl haben, man lernt zwar viel während einer Probe, es geht aber auch locker und humorvoll zu.  Es ist die gewisse Ansteckung, die einfach überspringen muss.

Der Chor probt wöchentlich dienstags von 19:45 bis 21:30 im Pfarreizentrum der St. Josefsgemeinde in Rheinfelden. Gerne möchte der Chor es beibehalten 2 bis 3 x im Jahr ein Konzert geben zu können und auch bei kleineren Veranstaltungen innerhalb und außerhalb der Gemeinde auftreten zu können.

Chorleiterinteressenten können sich gerne an vorstand[at]gospelchor-rheinfelden.de  per Email melden.  Um sich einen Überblick zu verschaffen hilft die Homepage des Gospelchor St. Josef, Rheinfelden weiter.

Go spell – Der Gospeltag Basel geht in die 5. Runde

Tuesday, October 30th, 2012

Jetzt zum 5. Mal hieß es am 28. Oktober 2012 wieder “Go spell” oder wie sich auch der Gospeltag von Basel nennt.

Der erste Chor “Let’s Gospel” ging eigentlich aus dem Basileia Gospel Chor aus Riehen hervor. Es handelt sich hierbei um eine kleine Abspaltung dieses Chores, die selber natürlich auch eine Band und Percussioninstrumente besitzen. Leider hatten sie diese allerdings nicht mitgebracht gehabt sondern sangen mit Unterstützung vom mp3.

“Whitney Houston, Michael Jackson und Bob Marley oder auch Sister Act – das ist so der Bereich wo wir uns bewegen”, so beschreibt sich der Chor auf seiner Homepage Kreacenter. Plötzlich entdeckt man dort auch, dass sie auch Projekte machen zu den sie jedermann, der singen kann oder vielleicht einfach noch nicht gewusst hatte, dass er singen kann und es dort entdecken möchte, einladen.

Ein weiterer Titel dieser Formation.

Als zweiter Chor war die Gospelformation aus Lörrach an der Reihe. Sie hatten sich selbst beschrieben, dass sie aus der Not heraus entstanden waren und es hätte mit dem Pfarrer zu tun. Der Leiter dieser Formation ist zugleich der Chorleiter des Chors New Formation, die sich allerdings eher vom Gospel abgewand haben und jetzt mehr Musicals und Songs aus den 60er und 70er Jahren singen. Viele der Chorsänger der Formation hatten selbst schon früher in Gospelchören gesungen, so singt z. B. die frühere Chorleiterin des Gospelchors Hohes C, die im Markgräfler Land zu hausen waren, sowie ein weiterer Sänger dieses Chores dort mit. Bei einer Sopranistin könnte es gut sein, dass diese sogar Gesang studiert hatte, jedenfalls hatte man entsprechende sängerische Fähigkeiten direkt spüren können.

Es kann gut sein, dass Sabine Bürgin den Titel Order my steps  der Formation vorgeschlagen hatte, da ich den Titel bereits selber bei der Gospelnacht in Badenweiler vor einigen Jahren gesungen hatte und dort meines Wissens sogar noch “Hohes C” mit aufgetreten war. Dieser Titel war damals der Abschlusstitel gewesen, der mit allen Chören und Musikern gemeinsam gesungen wurde.

Man kann eigentlich nur staunen und viele hatten sich in dem Gospelchor, in dem ich mitsinge gefragt wie schafft Christoph Kamper es eigentlich einen Chor zu leiten, wenn er zum einen gar nichts sieht und zum anderen nur dank seiner zwei Hörgeräte etwas von der Umwelt mitbekommt. Aber sobald er am Flügel saß war er ein anderer Mensch, quasi in seinem musikalischen Element.

Schon beim ersten Titel vom Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden (Baden) ging es schwungvoll zu und die passenden Armbewegungen beim zwischenhusummen fügten sich harmonisch in den Song ein und bewirkten, dass die Botschaft noch deutlicher wurde.

Nicht ganz so plakativ war lediglich die Choreografie beim zweiten Titel “Let us go into the house of the lord”, der anschließend vom Chor gesungen wurde.

Mit einem gewissen sängerischen Fingerspitzengefühl wurde das Solo von Isela gesungen. Die noch fehlenden Emotionen wurden dann von den restlichen Sängern des Chors hinzugefügt. Vielleicht konnte man sich geradenoch glücklich schätzen, dass der Saalboden noch trocken blieb und die Ergriffenheit von dem Song noch nicht auf die Tränendrüse beim Puplikum gedrückt hatte, was sonst ja durchaus hätte passieren können.

So richtig gewuppt wurde dann beim Glory, Glory

als auch beim Medley “Swing low by the saints”, bei denen die Spirituals “Swing low sweet chariot” und “Oh when the saints” gekonnt ineinander gefügt wurden und von Karl Gehweiler zum Teil sogar mit Jazzelementen versehen wurden.

Den Abschluss des Tages machte die Gospelchurch, die zum ersten Mal bei den ganzen Events Gospeltag “Go spell”  in dieser Form abgehalten wurde und das Masschoirsingen, bei dem alle Chöre nochmal zusammenkamen kombiniert mit einem freien Gottesdienst verbunden war durchgeführt wurde. Allerdings wer sich jetzt lange Gebete oder eine Predigt vorstellte hat hier falsch gedacht, die Wortpassagen waren eher kurze christliche Andachttexte.

Gospelchor St. Josef singt bei Hochzeit in Lörrach-Brombach

Sunday, September 30th, 2012

Foto: kath. Kirche, Lörrach

Ob es Zufall war oder bewusst, dass der Rheinfeldener Gospelchor, der ebenfalls Gospelchor St. Josef sich nennt für eine Hochzeit in einer Kirche gebucht wurde, die ebenfalls eine St. Josefskirche ist. Wer weis. Leider war der Tag vom Wetter nicht ganz so schön gewesen, weil ziemlich verregnet – aber vielleicht hatte die heitere Stimmung immerhin gesorgt gehabt, dass es währenddessen aufgehört hatte.

Als Lesung wurde ein Korintherbrief gelesen, den mal unter die Rubrik “traumhaft heiraten” platzieren könnte.
Hätte ich die Liebe nicht, nütze es mir nichts
Strebt aber nach den höheren Gnadengaben! Ich zeige euch jetzt noch einen anderen Weg, einen, der alles übersteigt: Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüßte und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts. Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts. Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, läßt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf.

Pfarrer Ihbach begann meiner Ansicht nach sehr interessant seine Predigt. Führte er doch plötzlich eine Schale ein. Erst einmal würde sich einfach nur denken “netter Gegenstand”. Allerdings das darauffolgende war irgendwie direkt nachvollziehbar. Man kann in die Schale etwas reinlegen, man kann aber auch etwas herausnehmen. Und genauso übertrug er das auf die Liebesbeziehung – jeder kann was geben und jeder kann sich von dem anderen etwas nehmen. Allerdings wurde die Schale immer so betrachtet, dass sie auf dem Tisch stehen würde. Jedenfalls habe ich den Eindruck. Ein Ei beispielsweise hat auch eine Schale und hier hat die Schale sogar eine Schutzfunktion. Das man vielleicht eine Schale auch mal auf den Kopf stellen kann und das z. B. wie mit einem Ei vergleichen kann, daran wurde irgendwie noch nicht gedacht. Dann kann die Schale nämlich wie schützende Hände wirken und man kann im übertragenen Sinne davon sprechen, dass Gott seine schützende Hand über die Ehe hält.

Ein sehr schönes Abschlussgebet hatte sich das Brautpaar ausgesucht, dass von Franz von Assisi stammt und das mit der Hochzeitsgemeinde zusammen gebetet wurde:

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens.
Wo Hass herrscht, lass mich Liebe entfachen.
Wo Beleidigung herrscht, lass mich Vergebung entfachen.
Wo Zerstrittenheit herrscht, lass mich Einigkeit entfachen.
Wo Irrtum herrscht, lass mich Wahrheit entfachen.
Wo Zweifel herrscht, lass mich Glauben entfachen.
Wo Verzweiflung herrscht, lass mich Hoffnung entfachen.
Wo Finsternis herrscht, lass mich Dein Licht entfachen.
Wo Kummer herrscht, lass mich Freude entfachen.
O Herr, lass mich trachten:
nicht nur, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste,
nicht nur, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe,
nicht nur, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe,
denn wer gibt, der empfängt,
wer sich selbst vergisst, der findet,
wer verzeiht, dem wird verziehen,
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.

Quasi als “Rausschmeißer” wurde dann wieder ein bekannter Ohrwurm gewählt, was es fast bei jeder Hochzeit gibt “Oh happy day”. Und hier konnte dann auch nochmals die Gemeinde mitsingen, mitklatschen und mitschipsen.

Gospelchor St. Josef begleitet die Lithurgische Nacht in Rheinfelden

Saturday, November 26th, 2011

Nicht das erste Mal was es, dass sich der Gospelchor St. Josef an der lithurgischen Nacht in seiner “Hausgemeinde” mitgewirkt hat. Diese Nacht fand am letzten Freitag im November abends statt. Wie die Stadt Rheinfelden übrigens tagsüber aussieht kann man hier mal sehen.

Es blieb bis zuletzt spannend wie es mit der Sängerbeteiligung aussah, aber schlussendlich hatten sich genügend gefunden. Ich hatte die Gelegenheit genutzt gehabt, da ich eine Frage einer Chorschwester im internen Nachrichtenboard vom Chor gefunden hatte gleich zu fragen wie denn das zeitlich aussehen würde und sie hatte mich schon darauf vorbereitet, dass es sehr spät werden könnte.

Begonnen wurde diese Nacht mit einer Begrüßung durch den Pfarreiausschuss und einstimmenden Worten vom Vikar der die anwesende Gemeinde auf die bevorstehende Adventszeit vorbereitet hat. Die Stimmung in der Kirche war eindrucksvoll, sämtliche Lichter waren ausgemacht und die Kirche war nur von diversen Kerzen erleuchtet. Mal abgesehen von dem Lämpchen für den Keyboarder und dem am Rednerpult. Der Vikar erklärte, dass Lithurgie für allumfassenden Gottesdienst stehen würde, allerdings war dieser irgendwie so praktiziert, dass jeder in der Gemeinde sich seinen Gottesdienst modular zusammenstellen konnte. Neben dem eigentlichen Programm hatte man die Möglichkeit auf einem Blatt seine Gedanken zu Jesaja oder ein einfaches Gebet niederzuschreiben. Man konnte Kerzen aufstellen, es gab einen Ort der Ruhe, Besinnung und Meditation und es war auch ein entsprechender Geistlicher anwesend wo Gläubige ihre Beichte ablegen konnten.

Als erster Programmpunkt kamen ein kleines Grüppchen italienischer Frauen drann, die sich langsame Adventslieder aus ihrer Heimat sangen. Worum es ging wurde zwar ziemlich simultan auf Deutsch übersetzt, aber trotzdem waren es doch das vorweihnachtliche Verständnis eines Mittelmeerlandes und das ist doch etwas anderes.

Was 1 Dollar und 87 Cent so alles bewirken können. Da macht sich eine Frau an, geht zu einem Friseur nur weil sie weis, dass dieser Friseur Haare ankauft. Über die hinzuverdienten 20 € freute sie sich auch riesig und kaufte für ihren Freund gleich eine Platinarmkette für seine Uhr, die er sehr gerne ablas. Auch der Freund hatte sich um ein Weihnachtsgeschenk bemüht und für seine Freundin einen extravaganten Haarschmuck erstanden. Wieder in der gemeinsamen Wohnung angekommen wurde zuerst das Geschenk an die Freundin ausgehändigt, die sich darüber sehr freute und einfach sagte, dass ihre Haare ja schnell nachwachsen würde. Sie hätte von ihren Haaren sich sein Geschenk leisten können. Freudig überreichte sie ihrem Freund jetzt das Platinarmband und sagte gleich, dass es für seine Uhr sei (er hatte nur ein einfaches Lederband drann gehabt) und er diese jetzt noch öfters ablesen könne. Daraufhin lächelte ihr Freund und sagte, lass uns hier auf der Coach kuscheln. Als die Beiden sich es dann gemütlich gemacht hatten sagte er, er habe seine Uhr nämlich verkauft und hätte sich so das Geschenk für seine Freundin leisten können. Von daher sind die Geschenke, die an das Innere gerichtet sind immer noch die besten Geschenke, da die aktuellen Geschenke irgendwie in der Verwendung gerade etwas unpassend sind.

Aufgelockert wurde es anschließend mit einigen Taizeliedern, die einen an seine Jugend erinnert hat und so die 80er Jahre wo in den Kirchen plötzlich moderneres Liedgut seinen Einzug fand. Dies waren dann Lieder wie etwa dieses hier

oder auch dieses bekannteren Song.

hinzu kamen noch einige Taizegesängen zum Teil sogar auf Deutsch, die ich allerdings nicht kannte.  Verblüffend war, dass irgendjemand in der Kirche einfach mit dem Lied anfing nachdem die Lyrik per Beamer auf ne Leinwand projeziert war.

Eher bekannter waren hier die Adventslieder vom Kirchenchor, da dies die Lieder waren, die in den Familien und auch auf den deutschen Weihnachtsmärkten überall zu hören sind.

Eine tolle Idee fand ich die Idee mit einer Lichteinlage.

So aufwendig dann doch nicht sondern mit einem wandernden Licht. Beabsichtig war, des jeder etwa 3 x eine Kerze weitergegeben hat und das Licht dabei durch die ganze Kirche wandern würde.

Bei großen Events gehört es irgndwie dazu, dass der Prozess bis alles steht immer sehr lebhaft ist und so gab es am Montag nochmal die Bekanntgabe, dass sich mal wieder etwas umgestellt hat. Auch der Gospelchor St. Josef  war mit einem viertelstündigen Auftritt in den Abend eingebaut. Wie bei Gottesdiensten üblich die deutsche Übersetzung der Songs jeweils vorzulesen. Kurzfristig eben doch noch später. Trotzdem hatte man gesagt, dass die Zeit, um sich einzusingen und die 4 Lieder noch einmal durchsingt bleibt.

Der Song “What child is this” erinnert mich immer an Karl May, Winetou I. Hier meine ich das der Gospelsong als Filmmusik eingesetzt wird. Ein anderes Video benutzt Zeichentricksequenzen und man merkt gleich, dass eigentlich ein Weihnachtsgospel ist und offensichtlich das Kind in der Krippe beschreibt.

Bei den Fürbitten erwartet man meist vom Herrn, dass sein Wille geschehen soll. Dies kann man kaum besser ausdrücken als mit dem Titel “Thy will be done”, den dieser heisst übersetzt “Dein Wille geschehe”.

Meiner Meinung nach wirkt der Titel um so besser je leiser man diesen beginnt, da man dann richtig Dynamik reinbringen kann. Allerdings kommt es da immer auf den Chorleiter drauf an wie er dies haben möchte. Der Gospelchor St. Josef hat es in sofern gut, dass auch singfähig ist, wenn der eigentliche Chorleiter mal nicht kann und ein Kollege aus dem Bass in der Lage ist ihn zu vertreten. Die Idee ein stückweit Dynamik in den Song reinzubringen fand er gar nicht so verkehrt und konnte ich den Vamp ungeniert anschwellen lassen.

Bevor der Titel jeweils gesungen wurde, hatten 2 Damen und ich jeweils die deutsche Übersetzung des Titels direkt vorgelesen. Mich hatte nach dem Auftritt mein Basskollege Martin, der das Dirigat übernommen und uns auf der Akustikgitarre begleitet hatte angesprochen und gleich geäußert, dass ich den Beginn wohl frei übersetzt hätte, die Bedeutung mit Spatz wollte er gleichmal nachschauen. Als ich ihn fragte, ob es gut vorgetragen worden sei äußerte er nur “war eher dramatisch gewesen” und betonte dann nochmals die Stelle “Dein Wille geschehe” den ich auch etwas apellartig betont hatte.

Anschließend wäre die Nacht noch mit einer Multimediapräsentation und Panflötenklängen weitergegangen bis viertel nach 12 nachts dann mit einer gestalteten Anbetung und dem Segen im katholischen Sinne geendet wäre. Allerdings sind wir vom Gospelchor nach dem Auftritt geschlossen gegangen. Für mich galt es vorallem zum Bahnhof zu kommen, da es galt den allerletzten Bus, der an dem Tag noch fuhr zu bekommen.

zu guter letzt gehts in Schloss, grandioses Abschlusskonzert in der Bogenhalle von Schloss Beuggen des Gospelprojektchor vom Gospelchor St. Josef, Rheinfelden

Monday, July 11th, 2011

Foto: Wladislaw Skoja (Wiki GFpL)

Nach 6 Proben für den Projektchor des Gospelchors St. Josefs im Jahr 2011, bei dem bereits bei der ersten Probe schon so um die 30 Damen und 2 Herren gekommen waren gab es ein tollen Abschlusshalle in der Bogenhalle des Schloss Beuggen am östlichen Stadtrand von Rheinfelden.

Keine Verpflichtung, die man eingeht hiess es auf dem Flyer zum Projektchor und doch sind alle, die sich für das Projekt gemeldet hatten geblieben und hatten mit Leidenschaft zwei Titel von Hans Christian Jochimsen und 2 Titel vom Oslo Gospel Choir einstudiert. Eine junge Dame im Alt brachte sich mit einer Choreografie ein. Eine ältere Dame, die sich mal im Chor probieren wollte, erklärte spontan, dass sie gerne eine Strophe beim bekannten Titel “Get together” von Tore W. Aas solistisch singen wolle. Und warun diese Menschen, die Spaß an ihrer Sache haben nicht einfach lassen.

Damit es ein nicht all zu kurzes Konzert wird, wurde überlegt dass der Gospelchor mit einigen Titeln aus ihrem Konzertrepertoire den Anfang macht.  Einen Einzug hatte man nicht gemacht, allerdings hatte der Titel “We pray” es auch hier geschafft das Puplikum gleich in seinen Bann zu ziehen

Let us go into the house of the lord

Er war schon beim Frühjahrskonzert des Gospelchor St. Josef in der Stadtkirche von Lörrach zu hören gewesen und mit Sicherheit eines der Lieblingstitel von Martin Huber, den man merkt richtig was er als Leadsänger für eine Leidenschaft in diesen Song legt.

Auch das Jesus, be a fence wurde bereits im Frühjahr gesungen und orientiert sich mehr an der Originalversion statt an der gecoverten Version von Fred Hammond, die in Freiburg gesungen wird.

Im Chor nennt sich der Titel “Shout for joy“, aber als ich auf Youtube recherchiert hatte fand ich ihn unter “Shout to the lord”. Aber es handelt esich um den selben Titel vom Oslo Gospel Choir.

Ein Medley ist Bestandteil bei vielen Gospelkonzerten und so entschloss man sich auch hier einen Titel mit reinzunehmen, der bekannte Evergreens gekonnt vereinte. Fing er langsam an und erinnerte erstmal an eine schöne balladenhafte Fassung von Swing low wechselte er plötzlich den Rhythmus und wurde richtig flott. Plötzlich wurde damit begonnen das “When the saints go marchin in” zu singen, dann aufeinmal meinte man möchte man gerne einen Jazztitel singen und viele der Sängerinnen und Sänger begannen mit dafür typischen Backinggesängen und husummten auf “Du” und langgezogenen “Aahhs”.

Und dann zusammen mit den Projektlern noch 6 weitere Titel

Mit dem sehr schmissigen Titel “Deeper than” begann der Projektchor seine einstudierten Songs vorzutragen.

Logisch, erst einmal sollte man das Puplikum zusammenbringen. Und was ist da passender als einfach zu sagen “get together” oder in

http://www.youtube.com/watch?v=oTEgOq98b1s&feature=related

Von einigen aus dem Chor, die zum Gospelkirchentag nach Karlsruhe gefahren waren war der Vorschlag gekommen doch Lieder, die man dort gelernt hatten zu singen. Ich hatte dann “Deeper than” vorgeschlagen. Ein anderer Song, ebenfalls von Hans Christian Jochimsen war “Lord hold me“, den wir bei der Aktivistentagung bei der Creativen Kirche in Witten gesungen hatte und dessen Noten ich dem Chorleiter Karl Gehweiler dann übergeben hatte.

nach diesem langsamen Titel von Hans-Christian Jochimsen wurde es mit dem Titel “Sweet Jesus” wieder um einiges schneller. Lansame Lieder klingen zwar schön aber sie können bei zu hoher Dosis auch ungewollte Nebenwirkungen hervorbringen. Vermutlich deswegen beugte man diesem mit obigem Titel vor.

Spontan mitreingenommen wurde Rakana vangeri. Und dies vorallem aus dem Grund, wiel hier das Puplikum einbezogen werden sollte. Es ist schon einige Zeit her, ich hatte 2004 bei den Konzerten in der Bonifaziuskirche und der Heilig-Kreuz-Kirche in Binningen miterlebt. Damals war in der Badischen Zeitung noch von Choreografie zwischen Kirchenbänken zu lesen.

http://www.youtube.com/watch?v=km7BDS63cA0

Eigentlich der perfekte Titel, um vorallem stimmungsvoll ein Konzert abzuschließen. Vielleicht wollte man auch ein Zeichen setzen und sagte sich, die Gospels scheinen in einem wie ein kleines Licht weiter. Da es für den Projektchor der Titel war, der als letztes einstudiert wurde, wurde auf die Verteilung von Solos verzichtet und komplett von allen gesungen.

Dies war allerdings nicht das Abschlusslied, es folgte danach noch der etwas flottere Titel “sweet Jesus“. Vielleicht erhoffte sich Karl Gehweiler dadurch, dass das Puplikum noch bleiben möchte und dass mindestens noch eine Zugabe gewünscht wurd. Eine gab es natürlich dann noch.

Damit nicht alles gleich auseinander bricht und vorallem die Neulinge, die sich am Projektchor beteiligt hatten noch einen würdigen Ausklang zu bieten wurden alle zu einem Sektempfang eingeladen und die Neulinge erhielten jeweils noch eine Rose als kleines Andenken an die schöne Zeit zusammen. In der letzten Probe vor dem großen Showdown mit Generalprobe und Konzert die große Frage “Wer von euch Projektlern könnte sich den vorstellen weiter im Chor mitzumachen”. Und sogleich äußerte sich Yvonne positiv, also von Almut und Julia (eine weitere) weis ich schon dass sie gerne weiter machen würden.  Bereits jetzt hatte der Chor von dem ganzen Projektchor auch etwas Positives, hat die Mitgliedergewinnung, die man sich durch den Projektchor erhofft hatte durchaus etwas gebracht. Die namentliche Aufzählung der Projektler war bereits lang und dann noch zu hören, dass man auf der Suche nach einem größeren Raum ist lässt wohl vermuten, dass es viele sind, die sich vom Projektchor haben anstecken lassen und jetzt gerne im Chor fest mitsingen wollten.

Gospelchor St. Josef erneut zu Hochzeit im Schloss Beuggen gebucht

Saturday, July 2nd, 2011

Foto: Ruprecht Helms

Erneut war der Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden zu einer Hochzeit in der Schlosskirche von Schloss Beuggen gebucht wurden. Bis zum Einsingen in Beuggen waren alle Mitsänger darauf eingestellt gewesen, dass der Chor selbst die Hochzeit bestreitet, um so überraschender war es als plötzlich der Chorleiter aufgetaucht war und sagte “selbstverständlich begleitet er uns am der Hochzeit” und so wurde sowohl mit Piano begleitet als auch der Titel Hymn zusätzlich mit Akustikgitarre begleitet. Auch hier wurden die Solisten verstärkt. Was vielleicht so gesehen werden etwas schade, der Chor sang von der Empore runter, die sich in der Kirche ziemlich weit oben befindet.

Der Termin stand schon länger fest und trotz der Tatsache, dass der Termin noch in mitten der Projektchorphase lag ließen es einige nicht nehmen auch an der Hochzeit zu singen.

Es war eigentlich sehr interessant zu erfahren, dass das Brautpaar, die jetzt ihre Hochzeit in der Schlosskirche von Schloss Beuggen feierten sich erst seit ein paar Jahren kennen und jetzt den Bund der Ehe eingehen wollten. Das für die Trauung die romantische Location bei Rheinfelden ausgesucht wurde bleibt ein offenes Geheimnis, da das Ehepaar selbst in Mainz zusammenlebt. Eigentlich kannte ich es, dass der Gospelchor das “Oh happy day”  immer als auffrischender Abschluss einer Hochzeit genutzt wurde, hier sollte der Titel wohl als Einstimmung an einen stimmungsvollen Hochzeitsgottesdienst dienen.

Bei der Lesung wurde auf den Psalm 73 und eine Stelle von den Korinthern zurückgegriffen, die mich irgendwie an den Song in der Rothausarena in Freiburg erinnerte. “Liebe ist das Gebot”. Es wurde auch ein bisschen auf Adam und Eva eingegangen. Selbst grinsen musste ich als tatsächlich auf die Stelle zu sprechen kam “seit fruchtbar und mehret euch”. Dieses Zitat hatte ich ab und gerne mal zur Situationscomic benutzt gehabt, wusste allerdings, dass es in der Bibel vorkommt.

http://www.youtube.com/watch?v=wJZ3bcPr-Ds

Die Predikt war sehr gekonnt aufgebaut. Begann es mit einer gewissen Selbstverständlichkeit. Da in der englischen Marine sehr viel gekaut wurde kamen sie irgendwann auf die Idee, dass ein roter Wollfaden in das Tau mit eingedreht wurde, um es zu markieren. Auch Göthe wurde schon auf dieses aufmerksam und so prägte sich der Begriff “es brauch den roten Faden”. Auch durch die Ehe sollte sich der rote Faden ziehen, der für eine Stetigkeit steht und als Orientierungshilfe dient.

Der letzte Song war in der ersten Probe für die Hochzeit noch unsicher und man hatte schon einen Alternativsong sich zurechtgelegt gehabt. Allerdings dem sehnlichen Wunsch des Brautpaares gab man nach und legte sich auf Caravan of love fest, das obwohl viele es zum allerersten Mal gesungen hatten sogar relativ gut geklappt hatte.

Bei der Hochzeit selbst hatte ich den Eindruck, er war sogar noch etwas besser rübergekommen als bei der ersten Probe selbst. Am Apero sofern dieser für die Hochzeitsgemeinde geplant war wurde allerdings nicht teilgenommen. Das Orgateam nutze nämlich die Gelegenheit sich die Bogenhalle anzusehen, da am Sonntag drauf dies die Location für ein Projektchorkonzert sein sollte und man auch noch noch ein paar Dinge ausprobieren wollte.

Die Gospelrebellen vom Hochrhein wollen es wissen und stellen sich dem Chormeisterwettkampf

Wednesday, April 6th, 2011

Ja von Stromrebellen hat man ja schon was gehört, die gibt es in Schönau im Schwarzwald. Aber Gospelrebellen?  Den Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden (Baden) könnte man so bezeichnen. In der Zeit wo sich viele Gospelchöre gegründet haben, entstand auch der Gospelchor St. Josef. Wer aber meint, davor gab es keinen Chor dort, der irrt. Davor war es der Jugendchor St. Josef, dessen Markenzeichen  die übergroßen Jeans mit Hosenträgern waren. Schon damals wollten sie es wissen und waren überzeugt, den Song “Oh what a (beautyful) day”, der von Paul Hofrichter arrangiert war, kriegen wir hin.

Paul Hofrichter war in der Zeit der Musikus bei der Missionsgemeinschaft Janzzteam gewesen, die selbst christliche Songs performt hatten und in ihrem Gebäude in Lörrach-Stetten sogar über ein Tonstudio verfügten.

Damals noch 18 Sänger, die es wissen sollten. Inzwischen sind diese Jungs und Mädels schon noch älter als 18 sie wollen es immer noch wissen und das Ziel hat sich nicht verändert. Verändert hat sich aber das Repertoire, das jetzt über mehr als 100 Songs umfasst und auch die Zahl der Mitglieder sind etwa so um die 50.

Imagevideo des Chors

Wie soll man es bezeichnen über 20 Jahre lassen viel Raum zu Veränderung. Seit 2003 ist Karl Gehweiler der Chorleiter des Gospelchores. Erst bei der Probe zu Anfang April hiess es plötzlich “Ja ich bin der Erwin, ich habe von Euch in der Zeitung gelesen und möchte mich gerne mal im Bass ausprobieren”. Ein strahlendes Gesicht bei der Schriftführerin machte sich breit, die praktisch auch zur Mitgliederbetreuung des Chors gehört und für Neulinge der Erstkontakt ist, machte sich breit. Und man konnte gleich merken. Ein weiterer Mann – soetwas ist doch super.

Ich selbst war so etwa gegen Mitte Februar zum Chor gestoßen, nachdem ich 6 Jahre im Breisgau bei einem Chor gesungen hatte und etwa noch 1 Woche brauchte, um mich von Heiserkeit aufgrund eines Workshops in Antalya zu befreien. Wobei dieser Workshop immer wieder viel Spaß macht und man viel lernt. Und schon 2 Wochen später – ein bekanntes Gesicht für mich “Wir kennen uns doch, hast Du nicht in Freiburg gesungen. Und ich ja bei einem gewissen Chor – Achja daher”. Und siehe da Sybille R. war plötzlich aufgetaucht.

Aktuell befindet sich der Chor in einer heissen Phase, ein Konzert will bestritten werden. Und wie man auf der Chorhomepage lesen kann, das Repertoire reicht von Acapella – wie z. B. “Steal away”

bis hin zu fetzigen Titeln wie “we pray in the morning”.

Aber auch afrikanische Titel wie “Thula sizwe”

und “Sanna sannanina” gehören dazu.

Von dem deutschlandweiten Chorwettkampf “Chormeister” verspricht sich der Gospelchor eine professionelle CD-Aufnahme, um Nachwirkungen von guten Konzerten hinterlassen zu können und natürlich auch, um über Höreindrücke seine Qualität zu zeigen und vielleicht auch als Demo für Hochzeitsbuchungen zu dienen.

Und gerne darf man hier seine Stimme abgeben und für den Gospelchor St. Josef voten

UWP, arrangiert Martin Huber – Hintergründe zum Titel We’ll be there

Friday, April 1st, 2011

Dies war so mit einer der ersten Titel mit denen ich konfroniert wurde als ich beim Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden einstieg. Von einem Kollegen aus dem Bass wurde dieser Song neu arrangiert und der Husummerinnenpart (Backings) wird, vermutlich auch er hier eingefügt hat. Von Martin habe ich zwischenzeitlich erfahren, dass sich bei dem Titel an ein Original der Formation “Up with people” angelehnt wurde.

Vielleicht kurz mal was man sich unter “Up with people” vorstellen kann. Es handelt sich dabei eine internationale Bildungsorganisation, die sich 1965 gegründet hat und vorallem durch verschiedenste Musicalperformance bekannt wurde bei denen zwischen 70 und 100 Studenten im Durchschnitt aus 20 verschiedenen Ländern zusammengecastet wurden.

So dunkel kann ich mich erinnern, dass es sogar mal einen Auftritt von “Up with people” in der Aula des Hans-Thma-Gymnasiums in Lörrach gegeben hatte. In diesem Video wird der Titel von Laura Aussems im Duet mit der Formation als eine Art Masschoir gesungen.

Im Video ist der Solopartpart aufgeteilt. Im Chor wird das Solo von Martin Huber gesungen, immerhin hat er den Titel auch arrangiert.

Es gibt einen Ort – Morgen genannt, irgendwo, gerade noch erreichbar für
unsere Gedanken.

Den Weg dorthin zu finden ist nicht leicht, es gibt so viele verschiedene
Hinweise.

Doch wir haben unsere Hoffnung und wir haben unsere Erinnerungen und das
Gefühl, daß das Morgen aus diesen anstehen wird.

Wir werden dort sein, wir werden ein weiteres Lied singen, wir werden dort
sein; wenn der Weg dorthin auch noch so weit ist. Wir werden dort sein -
das Gefühl wird immer stärker. Wenn das Morgen kommt, werden wir gemeinsam
dort sein.

Morgen, das ist der fallende Regen, die Wälder und die Delphine im Meer,
und das Kind von nebenan, gerade vier Jahre alt, das Dir erzählt, was es
später einmal werden will.

Es sind jene Vergessenen, die abgeschobenen Menschen, die nie aufhörten,
von besseren Zeiten zu träumen. Und wenn wir es geschafft haben, dann
sagen wir „was ich wirklich gerne tun würde, wenn die Musik zu spielen
beginnt, ich wurde gern den ersten Tanz mit Dir tanzen”.

Wenn man versucht die Textpassage “auch wenn der Weg weit ist” auf die heutige Zeit versucht zu übertragen, kann man beispielsweise auf die Problematik der Abtreibungen bei schwangeren Frauen kommen. In Pforzheim gibt es hier den Verein “Hilfe zum Leben”, der in dieser Folge “BibelTV – das Gespräch” vorgestellt wird.

Eine Streetworkerin, die im Hamburger Stadtteil St. Georg tätig ist und die ich mal bei einem Workshop in Hamburg-Tonndorf kennengelernt hatte brachte mich auf die Idee die Textpassage “auch wenn der Weg weit ist, wir werden dort sein” aus einem anderen Blickfeld zu sehen, nämlich aus dem der Jugendarbeit und der Tätigkeit eines Streetworkers. Der Hilfe von Süchtigen von dem Drogenproblem wegzukommen, sie zu stärken und ihnen wieder Zuversicht zu bieten. Über die Arbeit im Jesuszentrum, das sich im Schanzenviertel von Hamburg befindet berichtet folgenes Interview

Irgendwie klingt die Vorstellung wie man sich den Morgen oder sich den nächsten Tag vorstellen darf etwas märchenhaft. Man fühlt sich vielleicht in eine Lichtung im Regenwald des Amazonas versetzt. Von Delphinen im Meer ist die Rede. Dass hier von einem Kind von nebenan die Rede ist soll vielleicht den ungetrübten kindlichen Blick verdeutlichen. In dem Titel “AS” von Steve Wonder kommen auch diese Glücksgefühle vor, die alle sehr märchenhaft wirken.

Vielleicht gerade das reinbringen des Kinden soll uns Erwachsenen nochmals vergegenwärtigen. Ein Kind wägt nicht groß ab ob es sinnvoll ist einer Sache nachzugehen und sich Gedanken zu machen wie es sein kann. Es glaubt an die Dinge einfach, wenn es davon erfährt. Und für das Kind wird auf diese Weise alles gut.