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Gospelworkshop mit Micha Keding in Singen-Bohlingen

Thursday, May 19th, 2011

Jung und dynamisch kann man Michael Keding bezeichnen, der Jahrgang 76 ist und Dipl. Jazzmusiker. Anfangs hat er ja noch gerne an den langen Seiten des Kontrabasses und der etwas handlicheren Version in Form eines E-Basses gezupft. Aber inzwischen reicht das ihm nicht mehr, das zeigt sich an seinen 2 Gospelchören, einem Jazzchor und der Tatsache, dass er noch komponiert, arrangiert und Chor- und Klaviernoten herausbringt.

Das nachfolgende Video zeigt ihn zusammen mit Miriam Schäfer und einem Workshopchor, das anlässlich der Pogo in Witten entstanden ist.

Von 20. bis 22. Mai 2011 bietet er nun einen Workshop in der schönen Hegaulandschaft an.

Singen Das Foto zeigt die Stadt Singen aufgenommen vom Hohentwiel, einem Tafelberg am Rand von Singen. Er ist gleichzeitig auch das Wahrzeichen der Stadt. Die Tafelberge, die häufig aus Basalt sind sind ganz typisch für die Gegend und zeugen von einem ordentlichen Vulkanismus in früheren Zeiten. Im Gegensatz zu der Eifel sind die Hegauvulkane alle erloschen.

Ein Blick in die Workshops vom Gospelkirchentag zeigt, auch dessen Frau gab dort Workshops und so ist vorstellbar, dass der Workshop möglicherweise als Ehepaar gemacht wird, so wie es Adrienne Morgan Hammond auch praktiziert. Die Einsingübungen seiner Frau, die sie am Gospelkirchentag gelehrt hatten klangen schon fantastisch. Sterne greifen, Becken seitlich kippen, Congract (Schildkrötenrücken) bis hin zu eher sportlichen Übungen mit dem Knie anziehen. Erinnert doch einen sehr stark an die Körperübungen, die jeden Donnerstag beim einem Chor im Südwesten als Warmup gemacht werden. Aber wenn man so wie ich schon auf Workshops war wo diese nicht gemacht wurden merkt man, wie gut die Übungen sind und man plötzlich doch tiefer einatmen kann als lossingen wie ein “hanging around”.

In seinem Chorleiterworkshop hat er selbst sehr Intonation und auch Rhythmus betont. Auch Ausstrahlung kam etwas vor. Gut in solch einem Workshop muss natürlich auf die verschiedenen Stilrichtungen wie klassischer Chorgesang und Popularmusik eingegangen werden. Es bleibt also spannend wie er diese Theorien auf einen ausschließlich auf Gospelmusik zugeschnittenen Workshop hin anwendet. Aber viele Rhythmusübungen zum Offbeat kann ich mir hier durchaus vorstellen. Aber ich sage mir auch, solange man den Workshop nicht mitgemacht hat kann man im Vorfeld nur spekulieren und es ist viel spannender, wenn man unbelastet sich Neuem gibt.

Kontaktemail für den Workshop ist widurs, at, web-de

Schade nur, dass in diesem Jahr der Workshop sogar zu Beginn des Jahres mit gut 100 Teilnehmern bereits ausgebucht war. Spricht allerdings auch dafür Micha Keding kommt einfach an.

Die Gospelrebellen vom Hochrhein wollen es wissen und stellen sich dem Chormeisterwettkampf

Wednesday, April 6th, 2011

Ja von Stromrebellen hat man ja schon was gehört, die gibt es in Schönau im Schwarzwald. Aber Gospelrebellen?  Den Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden (Baden) könnte man so bezeichnen. In der Zeit wo sich viele Gospelchöre gegründet haben, entstand auch der Gospelchor St. Josef. Wer aber meint, davor gab es keinen Chor dort, der irrt. Davor war es der Jugendchor St. Josef, dessen Markenzeichen  die übergroßen Jeans mit Hosenträgern waren. Schon damals wollten sie es wissen und waren überzeugt, den Song “Oh what a (beautyful) day”, der von Paul Hofrichter arrangiert war, kriegen wir hin.

Paul Hofrichter war in der Zeit der Musikus bei der Missionsgemeinschaft Janzzteam gewesen, die selbst christliche Songs performt hatten und in ihrem Gebäude in Lörrach-Stetten sogar über ein Tonstudio verfügten.

Damals noch 18 Sänger, die es wissen sollten. Inzwischen sind diese Jungs und Mädels schon noch älter als 18 sie wollen es immer noch wissen und das Ziel hat sich nicht verändert. Verändert hat sich aber das Repertoire, das jetzt über mehr als 100 Songs umfasst und auch die Zahl der Mitglieder sind etwa so um die 50.

Imagevideo des Chors

Wie soll man es bezeichnen über 20 Jahre lassen viel Raum zu Veränderung. Seit 2003 ist Karl Gehweiler der Chorleiter des Gospelchores. Erst bei der Probe zu Anfang April hiess es plötzlich “Ja ich bin der Erwin, ich habe von Euch in der Zeitung gelesen und möchte mich gerne mal im Bass ausprobieren”. Ein strahlendes Gesicht bei der Schriftführerin machte sich breit, die praktisch auch zur Mitgliederbetreuung des Chors gehört und für Neulinge der Erstkontakt ist, machte sich breit. Und man konnte gleich merken. Ein weiterer Mann – soetwas ist doch super.

Ich selbst war so etwa gegen Mitte Februar zum Chor gestoßen, nachdem ich 6 Jahre im Breisgau bei einem Chor gesungen hatte und etwa noch 1 Woche brauchte, um mich von Heiserkeit aufgrund eines Workshops in Antalya zu befreien. Wobei dieser Workshop immer wieder viel Spaß macht und man viel lernt. Und schon 2 Wochen später – ein bekanntes Gesicht für mich “Wir kennen uns doch, hast Du nicht in Freiburg gesungen. Und ich ja bei einem gewissen Chor – Achja daher”. Und siehe da Sybille R. war plötzlich aufgetaucht.

Aktuell befindet sich der Chor in einer heissen Phase, ein Konzert will bestritten werden. Und wie man auf der Chorhomepage lesen kann, das Repertoire reicht von Acapella – wie z. B. “Steal away”

bis hin zu fetzigen Titeln wie “we pray in the morning”.

Aber auch afrikanische Titel wie “Thula sizwe”

und “Sanna sannanina” gehören dazu.

Von dem deutschlandweiten Chorwettkampf “Chormeister” verspricht sich der Gospelchor eine professionelle CD-Aufnahme, um Nachwirkungen von guten Konzerten hinterlassen zu können und natürlich auch, um über Höreindrücke seine Qualität zu zeigen und vielleicht auch als Demo für Hochzeitsbuchungen zu dienen.

Und gerne darf man hier seine Stimme abgeben und für den Gospelchor St. Josef voten

Ein Probewochenende mit Schnuppermöglichkeit im März 2011 – Stimmen-los aus Bernau

Saturday, March 26th, 2011

“Ja wo gibts denn sowas” wird man sich sagen. Und doch gab es das am Wochenende 26 – 27. März 2011, das der Gospelchor Stimmenlosbot und gleichzeitig für kurze Zeit der Bevölkerung die Möglichkeit in die Chorarbeit “reinzuschnuppern” ermöglichte. Und hier versteht man sich gospelmäßig, natürlich darf man passiv in einer Ecke sitzen und nur zuhören. Wen es aber packt und sich berufen fühlt sich gesanglich bemerkbar zu machen. “Lass es raus” hiess oder heisst hier die Devise.

So manch einer wird von den Höreindrücken sicherlich inspiriert worden sein. Und Gospel ist ja eine fröhliche Angelegenheit, man kann sich bewegen und man kann auch seine Gefühle damit ausdrücken. Und nicht zuletzt, eine tolle Gemeinschaft, die dazugehört.

vergospelter Blumengruß – Laetitia-Chor machte Konzertreise zur Insel Mainau

Wednesday, February 23rd, 2011

Es lässt sich eigentlich kaum steigern, ein Ort, der für Blumenpracht steht, der übers Jahr von unzähligen Touristen besucht wird und dann noch Lieder zu singen, die Lebensfreude der Gospel ausdrücken. Genau diese Gelegenheit bot sich dem Laetitia-Chor, einem Gospelchor bei Furtwangen als Sie eine Konzertreise auf die Insel Mainau machten, um dort in der Schlosskirche aufzutreten. Das hierbei Konstanz mit dem Münster und dem Konzilgebäude auch besichtigt wurde, verstand sich von selbst.

Konstanzer KonzilbauViele Konzertbesucher konnten sich vom Erfolg des Gospelchors direkt in der Schlosskirche überzeugen. Regina Aust begründet das mit den kurzen Worten “wir sind authentisch” und hierbei versucht sie die Musik und die Religion in Einklang zu bringen. Das Video zeigt einige Szenen vom Auftritt auf in der Schlosskirche der Bernadottes auf der Insel Mainau am Bodensee.

Nach dem Auftritt schlenderten die Sängerinnen und Sänger des Laetitia-Chores noch über die Mainau, um die Blumenpracht zu genießen. Es gehört zur Tradition der Mainau-GmbH, dass immer wieder der Event klingende Mainau veranstaltet wird, um Besucher auf die Insel zu locken und hier die botanischen Vorzüge mit denen der Musik zu kombinieren. Sehr gut lassen sich von der Insel Ausflüge nach Überlingen oder anderen Orten am Bodensee machen, da die Mainau von der Bodenseeflotte angesteuert wird.

Engen Wenn man aus dem mittleren Schwarzwald direkt an den Bodensee fahren möchte, dann fährt man praktisch direkt südöstlich. Schnell gelangt man hier in die Landschaft des Hegau, der vorallem durch seine Kegelberge aus Phonolith- und Basaltbergen bestehen. Sie sind alle erloschene Vulkane, am bekanntestesten sind die Berge Hohenhewen bei Engen, Hohenkrän oder praktisch deren Hausberg der Hohentwiel bei Singen. Wie ein kleines abgeschiedenes Idyll ist die Altstadt von Engen anzusehen. Kirche Mariä HimmelfahrtDas die Stadtkirche Mariä Himmelfahrt eine wahre Sehenswürdigkeit ist, ahnt man auf den ersten Blick gar nicht. Liegt sie doch sehr bescheiden inmitten der Altstadt.

Hörgenuss der aktuellen CD “Deep down in my heart” vom Gospelchor St. Josef, Rheinfelden

Thursday, January 6th, 2011

Sie ist noch relativ neu die CD “Deep down in my heart” vom Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden, die in einer dortigen Schule aufgenommen wurde.

Let go us into the house of the lord

Sehr lebhaft beginnt der erste Titel der CD. Anders als im Video fehlt bei dem Titel das Klatschen was vielleicht es noch etwas schmissiger gemacht hätte. Die Aufnahme beginnt mit einem Vorspiel aus Keyboard und Schlagzeug, das mit dem Hinzukommen einer E-Gitarre abgeschlossen wird. Sehr schön ist, dass bei der Chorversion ein Call & Responsepart eingebaut ist, der für wieder eine Portion Pepp reinbringt.

No body like Jesus

Das Original vom Chicago Mass Choir wirkt bereits recht flott. Was ein Masschoir kann, das können wir auch dachte sich wohl Karl Gehweiler und legte diesen Titel gleich als 2. Titel für die CD fest. Und die Hörer werden nicht enttäuscht zusammen mit der Band wird der gewisse Groove erzeugt, der für diesen Titel auch nötig ist. Der Chor wird vorwiegend von Keyboard begleitet, das Schlagzeug ist eher im Hintergrund. Immer wieder wird der Titel durch Soloparts aufgelockert. Im Gegensatz zum Chicago Mass Choir ist der Titel leider nicht in diesem Tempo gesungen was sicherlich noch mehr Pepp reingebracht hätte.

Honor, honor

Als ein schönes Singwechselspiel zwischen Männer und Frauen wurde der Titel “Honor, honor” arrangiert und auf der CD zum Besten gegeben.
Ab und an scheinen hier die Frauen auch die Leadstimmen zu haben, der Rest des Chor hat offensichtlich zu husummen. Zum Schluss zeigt der Chor, dass es auch Bass-Sänger hat, sie dürfen nämlich einen ganz tiefen Schlusston setzen. Sopran und Alt setzen hier ein etwas jazzigen Schlussakord dazu.

Mit Deep River schließt sich ein weiterer Acapellasong an.

Er wird gleich harmonisch sehr ausgewogen begonnen. Die ersten Strophen wird normal gesungen. Ich habe das Gefühl, dass diese sogar nochmals wiederholt wird. Dann allerdings bei der Wiederholung legt sich der Sopran mit einem Husummerpart über die anderen, die die Strophe singen und dadurch nochmals für ein noch gesteigerten harmonischen Eindruck sorgen und das Gesamtklangbild gekonnt ergänzen. Der Titel wir beendet, in dem alle in einem Husummerchor übergehen und der Sopran mit seiner eigenen Oberstimme weiter husummt.

Ezechiel saw de wheel

Ein Titel, der sich bestens für einen Acapellagesang eignet ist “Ezechiel saw de wheel” und diesen Beweis stellen sich auch die Gospelsänger aus Rheinfelden. Hier eröffnet Sopran, Alt und Tenor in einem Dreiklang durch versetzten Einsatz der Stimmen. Interessant ist, dass längst nicht alle Stimmen die Wörter immer gleichzeitig singen. Ab und an hat eine Stimme beispielsweise das Wheel in die Länge zu ziehen. Auch der Husummerchor kommt hier nicht zu kurz.  Kurz haben die Männer auch einen Einwurf zu singen, der den eher getragenen Titel etwas auflockert.

Thulazwise

Der Gospel kommt ja eigentlich aus Afrika. Warum also nicht einen afrikanischen Titel mitreinnehmen. Der Chor hält sich an die Fassung von Miriam Makeba, die auch den Titel “Pata pata” komponiert hatte und mit sie sehr erfolgreich war. Brilliant ist der Solopart zu hören, bei dem sich der Chor dezent im Hintergrund hält, das erste Husummen ist allerdings extrem leise. Mag sein, dass Walter Schneider den weiteren Backingpart nachgerelt hatte. Damit man merkt, dass der Titel aus Afrika kommt wurde eine Tschembe benutzt, um noch ein bisschen afrikanisches Trommeln reinzubringen.

Didn’t my lord deliver daniel

Recht jazzig ist dieser Titel und beweisst, dass der St. Josefschor nicht immer Gospel von einer bestimmten Stilrichtung singt, sondern durchaus auch in der Lage ist mal eher einen Jazztitel zu singen. Gekonnt rausgeholt sind hier die Disonanzen, die immer wieder in dem Titel vorkommen.

Taste and see

Nachdem der letzte Titel recht jazzig war ist der Titel “Taste and see” eher eine ruhige Ballade. Hier konnten die Sängerinnen und Sänger des Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden zeigen, dass Sie auch Balladen gefühlvoll singen können. Ein Klaviervorspiel von etwa einem Takt leitet sachte auf die jetzt folgende Ballade über. Eher etwas verhalten setzt dann der Chor ein. Das Zusammenspiel zwischen einem längeren Solo und dem Husummerchor (Backings) wirkt sehr harmonisch. Auf der Aufnahme sind alle Stimmen gut rauszuhören. Das Schlagzeug setzt erst etwa in der Songmitte ein.

Glory, glory

Eine Mundharmonika hatten sie zwar nicht, aber fast genauso soulig hatte der Gospelchor den Evergreen Glory, glory, halleluja gesungen. Vermutlich wurde hier einfach mal gedacht “Gospel muss Sex haben”. Statt der Mundharmonika gibts ein Klaviersolo. Auch hier wieder ein Call & Response zwischem Chor und Solisten. Es wirkt bewusst lätschig in die einzelnen Zeilen gegangen. Aber nur so kommt der Soul und die etwas sexy wirkende Wirkung zur Geltung. In der Mitte des Titel folgt ein Rhythmuswechsel und es wird ein wesentlich schnelleres Tempo angegangen. Und man hat plötzlich den Eindruck, jetzt fängt es so richtig an wuppen. Man möchte mitklatschen und den Refrainvamp gleich mitsingen.

Thy will be done

So wie wir bei Adrienne den Titel sehr leise begonnen hatten übernehmen hier Klavier und E-Gitarre im Wechselspiel ein leise gehaltenes Vorspiel. Das gewisse geholpere beim “over me” scheint von Joakim Arenius gewollt zu sein. Ich kann mich erinnern, dass wir das damals in Kirchzarten auch so gesungen hatten. Der Chor setzt nach dem Vorspiel gleich Acapella in einer mittleren Lautstärke ein. Im Refrainteil gibt es ein kleinen Call & Response zwischen den Frauen und den Männerstimmen. Der Titel hätte vielleicht hier ebenfalls eindrucksvoller gewirkt, wenn man diesen Part von der Lautstärke her hätte anschwellen lassen. Aber die gewisse Dynamik erfolgt bei der Aufnahme nicht.

Swing low to the saints

Sicherlich hatte sich Karl Gehweiler beim dem Titel “Swing low sweet chaliot” etwas von den Caravans inspirieren lassen und den etwas jazzig arrangiert. Auch dachte er sich wohl, dass der obige Titel etwas abgedroschen klingt, dass Stück ist ja schon recht alt und so entschloss er sich es einfach mal “Swing low to the saints” zu nennen. Der Name klingt in der Tat als ob das ein ganz neuer Titel ist. Allerdings hört man recht schnell raus, dass hier der alte Gospel eigentlich das Thema ist.

Bohemian Rhapsody

Im Gegensatz zu dem Original von Queen beginnen die Gospelsänger von St. Josef mit einem kurzen einleitenden Klavierpart. Ebenso wird der Part auch nicht in einer Accapellacombo sondern als gesamter Chor gesungen. Der erste Teil, bei dem im Original der Freddy Mercury einen Solopart hat wird hier vom Sopran des Chores übernommen. Beim dem Übergang zu “every time the wind blows”, was glaube ich in der Notefassung vom Tenor gesungen wird mischen sich die Männer auch in den Vordergrund. Es wirkt fast wie ein Fade In wie sich auch die E-Gitarre dazugesellt. Es ist natürlich klar, dass es zum Hardrockteil die E-Gitarre braucht. Die Opernparodie, die eine Art Call & Response zwischen Mercury und der Accapellacombo im Orinal sind erst einmal vom Sopran begonnen und ist dann ein Wechsel zwischen Frauen und Männern. Später folgt hier noch ein Wechsel so dass die Männer mal beginnen.

Lord, god, heavenly king
Ein Titel, der nochmal etwas peppiger ist. Durch einige Synkopen im Vorspiel meint man sogar es kommt ein gewisser Swing auf. Der Chor setzt etwa in dem selben Rhythmus ein. Danach scheint es etwas langgezogener gesungen zu werden. Es folgt ein kurzes Zwischenspiel an das sich ein kurzes Solo eines Tenors anschließt. Dieser Sänger musste natürlich sehr stimmsicher sein, da er nur etwas von der Begleitung unterstützt wurde. Der Hintergrundschor, der bei vielen anderen Titeln vorhanden war, fehlt bei dieser Solostelle nämlich. Aufgelockert wird zum einen der Titel durch ein kurzes Schlagzeugsolo und nach einem kurzen Teil Strophe durch ein Klaviersolo. Die Vamps scheinen im Arrangements offensichtlich teilweise bewusst versetzt zu sein, um die einzelnen Stimmen noch besser hervorzuholen.

Benefizkonzert des Gospelchor Rheinfelden anlässlich dem Kirchenbrand von St. Bonifazius, Lörrach

Wednesday, January 5th, 2011

Inzwischen ist das Ereignis sicherlich in Vergessen geraten. Im Dezember 2010 fand das erste Orgelkonzert an der neuen Orgel in Sankt Bonifazius statt. Es ist inzwischen schon über 3 Jahre her als am 15. Juli 2007 ein Kabelbrand im Dach der St. Bonifaziuskirche in Lörrach einen Großbrand auslöste. “Die Kirche hat selbst Alarm geschlagen” hatte es damals gehiessen, da aus bisher ungeklärten Gründen das Läutwerk der Kirche aktiviert worden war und so die Glocken in Betrieb setzte.

Etwa ein dreiviertel Jahr später veranstaltete der Gospelchor Sankt Josef aus Rheinfelden ein Benefizkonzert, um mit den Spenden sich am Wiederaufbau der Kirche zu beteiligen. Da es lange gedauert hatte bis die Kirche überhaupt wieder genutzt werden konnte, fand das Konzert in der Kirche Peter und Paul in Inzlingen statt. Es ist die kleine evangelische Dorfkirche in Inzlingen, das vorallem durch sein Wasserschloss bekannt ist.

Und was passt als Einstieg in ein gutes Gospelkonzert wohl, ein eher schmissiges Lied. Und da hat der Chor aus Rheinfelden was auf Lager. Vorstellbar gewesen wäre, dass sie es mit diesem Titel begonnen haben.

Zugegeben die Choreografie wie dort in dem Video hat der Chor aus Rheinfelden noch nicht drauf, es hätte aber bestimmt noch mehr Schwung in den Titel reingebracht und gleich nochmals mehr für Begeisterung gesorgt. Ebenfalls flott finde ich das, was ich mir beim Konzert gut vorstellen konnte.

Gerne gesungen wird natürlich auch “Swing low to the saints”, was ein bekannter Spiritual in neuem Gewand war. Nicht einfach nur so acapella gesungen sondern genau an der richtigen Stelle Elemente aus dem Jazz implementiert sorgten für das Besondere bei diesem Gospel.

Stimmgewaltig präsentierte sich der Chor bei dem Titel “Wade in the water”.

Und in der Tat, wenn man den Titel hört, der vor einigen Jahren neu arrangiert worden ist so hat man den Eindruck, dass man tatsächlich durch aufgewöhltes Wasser geht. Der Chor jedenfalls erzeugte wahrhaftige vokale Wasserwellen. Eine sehr schöne Acapellanummer war auch der Titel  I couldn’t hear nobody”.

http://www.youtube.com/watch?v=d1tdD1OAYas&feature=related

Hier fühlte sich das Puplikum richtig angetan. Aber das Chor auf afrikanisch singen kann zeigte er beim Titel “Rakanaka Vangeri”

Die Version aus dem Video ist eine bisschen moderne Fassung. Und das komplette Puplikum reihte sich mit Schrittfolge und Klatschen in das afrikanische Reigen des Chores mit ein. Der Titel wurde allerdings ohne die Unterstützung der Band gesungen.  Wichtig ist immer, dass man mit etwas nach Hause geht, dass noch eine Zeit lang nachwirkt. Aus dem Grunde gabs zum Abschluss unter anderem “The Gospeltrain”

Happy People aus Wehr begleitet Hochzeit im St. Fridolinsmünster in Bad Säckingen

Saturday, January 1st, 2011

Fridolinsmünster in Bad SäckingenSolch eine Kirche einer Kirche zu heiraten ist für ein Brautpaar natürlich etwas ganz besonderes. Das Sankt Fridolinsmünster in Bad Säckingen hatte gleich mehrere Stilepochen durchlebt bis die heutige Kirch draus wurde. Ursrünglich konzipiert war sie als romantische Kirche. Als sie allerdings einem Brand zum Opfer fiel wurde sie als gothische Kirche neu aufgebaut. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Kirche erweitert und so fanden auch Elemente des Barocks in der Kirche seine Anwendung. Charakteristisch und weithin zu sehen in Bad Säckingen sind die Doppeltürme des Münsters.

Zum Einzug sang der Chor den Gospelevergreen “This little light of mine”.

So sorgte der Chor gleich für eine fröhliche Einstimmung auf die bevorstehende Hochzeit. In einer solchen Kirche kann man schlecht einen Wortgottesdienst abhalten. Immer wieder wurden hier Lieder gesungen oder auch Gäste aus der Hochzeitsgemeinde bemühten sich ihren eigenen Beitrag zur Trauung zu leisten.

Sehr gerührt war vorallem die Braut als bei Ihrer Hochzeit der Gospelchor Happy People den traditionellen Gospel “Amazing Grace” anstimmten

Da musste sich so manche Träne weggewischt werden, so ergreifend wurde der Song vom Chor und der entsprechenden Solistin dargeboten. Ein weiteres Lied, das eher schon etwas flotter war und auch schon von Elvis Presley gesungen wurde war der Titel “Put your hands in the hand of the man”.

Vielleich hätte sich hier das Hochzeitspaar gedanklich vorgestellt, lege jeder doch die Hand in die Hand seines Ehepartners. Allerdings genauso sinn macht es für die Ehe auch, dass man sich sagt lasse Dich vom Herrn auf seinem künftigen Leben begleiten und lege die Hände von sich in die Hände des Herrn. Und der Chor Happy People lässt sich gerne für Hochzeiten buchen. Sehr gekommt kombiniert bringt er den Aufruf den Chor zu Hochzeiten zu engagieren mit einem Fernsehauftritt im SWR rüber. Auf diese Weise können sich interessierte Brautpaare gleich ein Bild vom dem Chor machen, können feststellen, dass der Chor nicht einfach steif auf der Stelle steht sondern sich auch bewegt und auch der Höreindruck des Chores kommt nicht zu kurz.

Hochzeit in Kehl wurde mit Gospeln von Golden Harps angereichert

Saturday, January 1st, 2011

Sie erinnert eher an ein großes, helles Zimmer. Die Rede ist von der freien evangelischen Kirche in Kehl. Ziemlich am Stadtrand von Kehl befindet sich diese Freikirche, die ein Hochzeitspaar für seine Hochzeit ausgesucht hatte und zu der der Gospelchor Golden Harps gebucht worden war. Die Stadt liegt auf der deutschen Seite unmittelbar gegenüber der französischen Großstadt Straßburg mit seinem berühmten Münster. Da durchaus Veranstaltungen in solchen Freikirchen stattfinden ist häufig auch die entsprechende Infrastruktur vorhanden. So hatte ich das jedenfalls bei der freien Christengemeinde in Freiburg Lehen erlebt. Und dies war natürlich ein Vorteil für die Golden Harps gewesen, diese für die Mitgestaltung der Hochzeit benutzen konnten.

Und was passt am besten zu einer Hochzeit, die nicht in einer klassischen Kirche gefeiert wurde sondern in der freien evangelischen Geminde von Kehl, einer freien Gemeinde – natürlich ein Song, in dem es darum geht, dass Gott etas bewegt.

Und immerhin hatte sich das Brautpaar vor einigen Jahren zusammengefunden und an diesem großen Tag nun beschlossen dies auch öffentlich vor Gott und der Hochzeitsgemeinde zu bekunden. Das Lied war sehr gefühlvoll und passte auch gut in den in freien Gemeinden eher üblichen Stil der Anbetung bei Gottesdiensten. Aber eine Hochzeit ist auch immer ein freudiges Erlebnis und so wurde auch von den Golden Harps ein Titel gewünscht, der das zum Ausdruck bringt. Im Video wurde dieser vom Missisippi Mass Choir gesungen.

Sehr persönlich wurde auch der Pfarrer als er nochmal kurz darauf eingegangen war wie sich das Brautpaar kennengelernt hatte und wie sich die Beziehung weiter entwickelt hatte. Bewegende Momente für das Brautpaar. Allerdings war die ganze Trauung auch mehr unkonventionell gehalten und auf ältere Kirchenlieder wurde verzichtet. Natürlich hatte auch hier am Schluss das “Oh happy day” nicht gefehlt.

Da sich um die Kirche ein Wohngebiet befindet wurde auf einen ausgiebigen Apero direkt vor der Kirche verzichtet. Vielmehr wird sich für den einen oder andren vielleicht noch die Gegenheit geboten haben einen kleinen Spaziergang zu machen. Ein kleines Gewässer befindet sich in relativer Nähe zur Kirche. Kurzum einen Hochzeit, bei der sich alles gut zusamen gefügt hatte.

Hochzeit mit Gospel in der Liebfrauenkirche von Offenburg-Fessenbach

Tuesday, December 28th, 2010

Sie liegt sehr edillisch am Rande von Zell-Weierbach, einem Stadtteil von Offenburg gelegen. Die Kirche dient 2 Gemeinden, der vom Ort Fessenbach und dem Ort Zell-Weierbach. Zudem liegt sie an einem kleinen Hügel an dem Weinbau betrieben wird. Nach Fessenbach kann man hier in wenigen Minuten durch die Weinberge laufen, was ich in der Zeit wo ich in Offenburg mal gelebt hatte auch gerne getan hatte.

Liebfrauenkirche

Passend zu der im gothischen Stil erbauten Kirche hatte sich das Brautpaar auch einen guten Gospelchor aus der näheren Region von Offenburg gewünscht und so fiel die Entscheidung auf die Golden Harps aus Lahr.

Glasfenster
Vorallem das große Glasfenster der Liebfrauenkirche über dem Eingangsportal tauchte die Hochzeit in ein stimmungsvolles eher bläuliches Licht ein. Die Golden Harps hatten die Titel auch mehr acapella gesungen, was bei Hochzeiten auch üblich ist. Sehr schöne Titel, die ich mir gut für Hochzeiten vorstellen kann, hatte ich auf der Homepage der Golden Harps gefunden. Vorallem das “Oh happy day” kam bei der Hochzeitsgemeinde gut an. Es ist eben ein Ohrwurm, den sich viele wünschen und der wegen seiner Bekanntheit einfach zum Mitklatschen annimiert. Da die Hochzeit im Frühjahr des Jahres 2010 stattfand und die Bäume neben der Kirche als auch die Büsche und Bäume auf dem Hügel in Blüte standen bot es natürlich auch eine schöne Kulisse für die Hochzeit und lud auch mal zu einem Spaziergang ein. Zell-Weiherbach ist eher ein bescheidener kleiner Ort, der in einem kleinen Kessel liegt. So kann man sagen, dass das Gasthaus dort auch ein gewisser Dorfmittelpunkt ist und der Hochzeitsgemeinde gute Gelegenheit zum Tafel geboten haben könnte.

Gospelchoir on the ice – Soulfamily aus Freiburg rief zu süddeutschlands größtem Weihnachtschor auf

Monday, December 20th, 2010

Zugegeben von den Staaten kennt man es ja, dass vor eimem Footballspiel das Puplikum durch die Cheerleaders erst einmal heissgemacht bzw. angefeuert werden. Aber ein Soul- und Gospelchor wie die Soulfamily auf der Eisfläche. Haben sich da nicht ein paar Jungs und Mädels doch verirrt. Nein! Ganz und gar nicht. Etwas ganz besonderes hatten sich die Soulfamily aus Freiburg ausgedacht. Es sollte Süddeutschlands größter Weihnachtschor entstehen und das bei einem Spiel im Eissportstadion von Freiburg. Also warum nicht mal gemeinsam “Oh Du Fröhliche” und “Stille Nacht, heilige Nacht” singen. Vom ersten ist mir weniger eine internationale Version bekannt. Das zweite, “Stille Nacht” hat es als “Silent night” bereits um die ganze Welt geschafft und selbst in Japan singt man das traditionell deutsche Weihnachtslied.

Bemerkenswert finde ich auch, dass die Veranstaltung der Wölfe under der Soulfamily als Benefizveranstaltung konzipiert ist. Die Spendeneinnahmen sollen der Aktion “Kinder helfen Kindern” zugute kommen, die 1975 von der Badischen Zeitung ins Leben gerufen wurde. Diese Aktion von der Badischen Zeitung ist vorallem gedacht geistig und körperlich behinderten Kindern zu helfen und auch körperlich kranken Kindern etwas Gutes zu tun. An dem Eishockeyspiel, an dem die Soulfamily als Soul- und Gospelchoir auftrat waren die Einnahmen für den Verein Herzklopfen bestimmt. Und sehr romantisch wurde es dann auch, denn jeder Besucher bekam eine Kerze und es kam gleich die weihnachtliche Stimmung auf, die bei den vielen Besuchern, die in die Halle passen natürlich enorm ist. Solch eine Einstimmung kommt natürlich beiden zu gute. Die Besucher werden auf das bevorstehende Eishockeyspiel der Freiburger Wölfe eingestimmt und für den Chorleiter der Soulfamily heisst es, aufmerksam gemacht in einer großen Menge von Gästen. Und wer weis, vielleicht konnten wieder ein paar Studenten gewonnen werden, die bekanntlich für Vieles zu begeistern sind.

Hier noch ein paar Eindrücke der Soulfamily in ihrem aktuellen Imagevideo