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Calvin Bridges gestaltete die erste Gospelmesse im Stil der Farbigen in Lörrach

Saturday, October 15th, 2011

Da Calvin Bridges nicht nur Musiker sondern auch Pastor in den Vereinigten Staaten ist, hat er sich in seinem Chosenworkshop, der erstmalig in Lörrach stattfand sich etwas ganz besonderes einfallen lassen. Ein bisschen was hatte ich schon gehört wie unkonventionell der Gottesdienst in einer schwarzamerikanischen Gospelchurch abläuft, es aber einmal selbst mitzumachen ist da schon etwas besonderes.

Am Samstagabend um 20:00 Uhr fand die etwas andere Messe statt. Vielleicht am Anfang würde man nicht unbedingt denken, dass diese sich groß von einer typisch deutschen Messe starten würde. Sie begann mit einem recht harmlosen Gebet. Inhalt des Gebetes hautsächlich, dass Gott einen erhören soll und einem wohl gesonnen sein soll. Aber schon nach dem Gebet wurde es anders. Gleich in Anschluss hatte man den Eindruck, dass Calvin einige selbstkomponierte Titel präsentieren wollte. Für ihn als Pastor war es vielleicht lediglich, dass er halt ein paar “Kirchenlieder” oder spezieller Worshipsongs auf dem Keyboard spielen wollte.Und gleich wurde in der Kirche aufgestanden, alle klatschen mit und als ob man sich abgesprochen hätte hatte sich die ganze Kirchengemeinde in einem Block geschlossen entsprechend dem Gospelschritt auf 2 und 4 nach links und nach rechts gewegt.

Auch die Predigt war sehr lang und vorallem ungelaublich nachvollziehbar. Man hatte den Eindruck, Calvin berichtet von sich selbst was er für eine Erfahrung mit Jesus gemacht hat.  Und auf einmal hatte man den Eindruck gehabt man befindet sich mitten in einer Wunderheilung von Jesus. Fleht doch lautstark ein Blinder Jesus an ihm zu helfen, solch eine schauspielerische Leistung bring Calvin plötzlich in seiner Predigt. Und er erklärt vorallem, dass der Blinde durch Jesus plötzlich wieder sehen kann und es für diesen so fantastisch ist, dass er gleich die frohe Botschaft anderen weitererzählen möchte. Sehr geschickt leitete er zu seinem wichtigsten Song über, den er vor einiger Zeit selbst geschrieben hatte “Chosen.

Der Song selbst wurde nicht gesungen. Aber er erzählte das Intro von dem Song, weil dieser sich noch gut in die Messe einfügte und sein Workshop, den er am Wochenende veranstaltet hat sich auch “Chosen” nennt. Er erklärt erst einmal was Church eigentlich heisst. Und war stammt es vom Wort Eklecia und meint damit, dass wir die Kirche oder alle zusammen die Gemeinde von Jesus sind. Und wir sind berufen worden aus der Dunkelheit herauszukommen und dieses wunderbare Licht zu genießen. Und in dem Titel “Chosen” geht es darum, dass wir ausgewählt wurden für den Meister, in demfall Gott den Herren zu arbeiten. Und zusammengefaßt, wir allen verbreiten die gute Nachricht von Jesus Christus.

Bei diesem Song kam der ganze Workshop vor zum Altar und sang diesen Song vor. Wer natürlich wollte konnte die Melodie mitsingen und fröhlich mitklatschen, mitschnipsen oder das tun wozu er lustig war. Auch ein weiterer Song wurde mit dem Chor zusammen gesungen.

Abschließend wurde zusammen mit der Gemeinde noch “Oh happy day” gesungen und dies schien ist einen extremlangen Vamp überzugehen, denn das war nach 3 Minuten nicht zu ende und irgendwann sind mir auch die Hände vom langen Überkopfklatschen, was eigentlich im späteren Verlauf erst kommt müde und schwer geworden und so musste auf Schulterhöhe weitergeklatscht werden.

Happy People bestreiten Narrengottesdienst in Wehr

Thursday, March 3rd, 2011

Schon der Psalm 150 sagt aus, dass man den Glauben so leben soll wie man es für richtig hält. Dabei darf es ruhig heiter zugehen. Wer aber jetzt an eine Parodie eines Gottesdienstes denkt, der hat sich getäuscht. Es ist einfach ein Gottesdienst der etwas anderen Art, der am Samstagabend in der Kirche St. Martin gefeiert wird und der von der Wehrer Fröschezunft angeregt wurde. Wann hat schon eine Gottesdienstgemeinde die Gelegenheit mal außergewöhnlich zu kommen. Fasnachtskostüm – kein Problem. Dies wurde schon beim letzten Narrengottesdienst so gemacht und da jetzt wieder die närrischen Tage anstehen, warum also dann nicht mal so.  Allerdings die Larve wie man im Allemannischen für Maske sagt wird nicht getragen. Ein bisschen Ehrgefühl sollte ja schließlich sein.

“I wänn sie härzlig grieeße zum Norregottesdienscht und I hoff, des gräftig zuglost wird was Gott uns wöd soge”. Und man merkt, es geht Allemanisch zu. Aber der Dialekt gehört auch zu den Zünften und den ganzen Narrencliquen. Die Lieder sind auch andere und so kann man sich gut vorstellen, dass der Gospelchor Happy People wieder zu seinem Halleluja

und dem Ohrwurm “Oh happy day” anstimmen wird.

Die Fürbitten werden wohl wieder von Mitgliedern der Fröschezunft vorgetragen. Wofür das Opfer sein soll da gibt es ja mehrere Möglichkeiten. Sei es als Erdbeebenhilfe in Neuseeland,  als  Cyclonhilfe für Australien. Die Spenden lassen sich also vielfältig einsetzen.

Soulfamily bringt neuen Wind in den ESG-Semestereröffnungsgottesdienst in Freiburg

Thursday, September 30th, 2010

Lange Zeit hatte beim Semestereröffnungsgottesdienst, den die ESG immer zweimal im Jahr gemacht hatte und offensichtlich auch weiterhin anbietet der Freiburg Gospel Choir gesungen. Inzwischen macht der Chor dies nicht mehr und bietet somit jungen Formationen eine Gelegenheit die Möglichkeit es für sich zu nutzen, Präsenz zu zeigen und bekannt zu werden.

Soulfamily

aktuelles Foto der Soulfamily

Bis vor einigen Jahren wurde dieser Gottesdienst von Pfarrer Raabe durchgeführt. Das Problem war nur, dass man seinen Predigten irgendwie nie folgen konnte – ging ab und an einfach zu sehr ins Element und man wünschte sich also eine 2. Predigt, die den eigentlichen Sinn und vorallem das Warum der ersten Predigt erklärt hätte. Gut diese 2. Predigt gabs eben nicht. Nachdem Herr Raabe dort aufgehört hatte, hatte Cäcilie Flamm dann die Durchführung der Gottesdienste übernommen. Die Dame, die bei uns schlicht Zilla genannt wurde, war nach meinem Eindruck die persönliche Assistentin des Pfarrers und die Dame, die für fast alles zuständig war. Inzwischen hat die ESG mit Herrn Michael Phillipi einen neuen Studentenpfarrer erhalten, der jetzt zusammen mit dem ESG-Team den Gottesdienst durchführt.

singen

Auf dem Bild ist nicht die Formation Soulfamily abgebildet

Man darf diesmal gespannt sein, da die Formation Soulfamily aus Freiburg als Gospelchor auftritt und natürlich einen eigenen Stil mitbringen wird. Vorgenommen mir die mal anzuhören, hatte ich immer schon und so kann man einfach mal unbelastet sich einen Eindruck verschaffen. Ich gehe von einem neuen Wind aus, da auch der Leiter Joel da Silva vom Alter her eher noch jung und dynamisch ist und sich neben seinem Beruf gerne in der Musik verwirklicht. Selbst hatte ich diese Gottesdienste immer als eher kleinere Runde, die im Chorraum gebildet wurde kennengelernt. Es wurden Stühle im Kreis aufgestellt und dann gemeinsam gefeiert. Und für die gesungenen Titel hatte es nie viel gebraucht, das Klavier aus der Ecke hatte gereicht.

Die Möglichkeit die Soulfamily kennenzulernen ist am Sonntag, den 24. Oktober ab 18:00 Uhr in der Chistuskirche in der Turnseestraße (Wiehre) geboten. Wer dies aus irgendwelchen Gründen aber nicht konnte, es gibt hier ein Video, dass bei diesem Auftritt entstand.

Eine schöne Ballade, die mit sehr viel Audruck gesungen wurde und ab und mit einigen souligen Harmonien erwänzt war. Mit einem schönen Solos des Chorleiters selbst wurde dieser Titel begonnen.

Anschließend wurde in den Räumlichkeiten der ESG meistens ein Essen zubereitet und die Erstsemestler dazu eingeladen. Soetwas bietet natürlich immer die Möglichkeit Kontakte zu knüpfen, mal zu chillen und einen netten Abend zu haben.

Entstehung des Spirituals

Monday, March 8th, 2010

Das Aufkommen der Spitituals begann mit der Sklaverei als Farbige in den Südstaaten der USA als Sklaven eingeführt wurden. Um die Arbeit auf den Baumwollplantagen sich erträglicher zu machen, sangen die Arbeiter so Art “Worksongs”. So Artbeitslieder hörten sich in etwa so an

Das Arbeiterleben war damals hat und unwürdig. Da die Plantagenbesitzer natürlich nicht wollten, dass die Sklaven irgendwelche Fluchtpläne ausarbeiten und sich ohne weiteres verabreden konnten, befahlen diese den Farbigen ihre Lieder auf Englisch zu singen, denn das konnten ihre Cheffs verstehen. Was nun tun – so brachen die Farbigen Codes in ihren Liedern unter, so stand der Jordan für den Missisippi und mit dem heiligen Land war Canada gemeint. Sehr schön erklärt folgendes Video die damalige Situation.

Ein seperater Beitrag erzählt über die sogenannten Underground Railroad

“Wir sind ein Nichts, aber wir haben unsere Kirche” haben schon recht früh sich die Farbigen gesagt und nach dem die Sklaverei verboten wurde entstanden die ersten Gotteshäuser, die in den Staaten auch Praisehouse genannt wurden. Und zu einem Praisehouse brauch es erst einmal gar nicht viel. Das Bild vermittelt einen Eindruck von den Anfängen.

Praisehouse auf St. Helena Island
Zu einem Gottesdienst brauchte es nicht viel. Da reichen ein paar Bänke, ein kleiner Altartisch und ein Kreuz an der Wand vollkommen aus. Das Glaubensleben kam vorallem durch die Lobpreisung in Form von Erlebnisberichten, dem Einfliessen von Gleichnissen und nicht zuletzt durch den Lobpreis, dem Worship.

Hintergründe zum Praisehouse auf St. Helena Island

Der nächste zeitliche Meilenstein ist vom instrumentalisierten Spiritual zur Barbershopmusik

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