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Kickoff 2.0 zum Gospelkirchentag beginnt mit Chortag Baden in Karlsruhe

Saturday, October 7th, 2017

Mein Name ist Hans-Christian Jochimsen. So begrüßt der frühere Konzertpianist auf seiner Website die Besucher. Inzwischen ist er Komponist von Gospelsongs, Chorleiter, Kirchenmusiker und vermarkte mich durchaus selbst. Kirk Franklin hat sich sogar über ihn geäußert und beschreibt ihn als phänomenales Talent: Die wahre Geschichte, die er in seinen Gospelsongs vermittelt zeigt sich stets und jedes Mal wenn sein Chor einen Song performt.

Und es war diesmal nicht Malcolm Chambers, der durch nden Chortag Baden geführt hatte sondern der dänische Musiker Hans-Christian Jochimsen. Mit dem Chortag hatte die Creative Kirche zugleich den Kickoff zum erneuten Mal Gospelkirchentag in Karlsruhe verbunden. Eine Diskussionsrunde mit namhaften Größen, darunter auch ein Musikproduzent fand bereits am Freitagabend statt. Ich selbst war am Freitag noch nicht angereist, obwohl ich eine Einladung erhalten hatte und wie ich erfahren hatte von Bonita Niessen der Gospel “Take your shackles” gesungen wurden und z. B. Hans-Christian Jochimsen auch schon sein musikalisches Talent vorstellen konnte.

Begrüßt wurden wir kurz vom evangelischen Landesbischoff von Baden, allerdings wurde gleich klar gemacht, dass der Tag dem gemeinsamen Singen dienen sollte. Von der Creative Kirche war der Chortag Baden vorallem dafür gedacht mal zu erleben wie schön es klingen kann, wenn gut 200 bis 300 Menschen zusammen gospeln. In einem Jahr soll das noch wesentlich stimmgewaltiger klingen, wenn im Masschoir um die 5000 Stimmen gemeinsam gospeln. Allerdings reicht dann der Albert-Schweitzer Saal, in dem der Event im September 2017 stattfand nicht mehr aus.

Natürlich kann man Lieder singen, aber da fühlt sich das Puplikum nicht unbedingt von angesprochen. “Beim Gospel muß man den Groove spüren und das geht am besten mit den Füßen”. So veranschaulichte es Jochimsen. Nach kurzer Zeit geht das sogar ganz automatisch. “Als ihr in den Raum gekommen seit habt ihr ja auch nicht euch gesagt – rechtes Beim vor, Fuß absetzen, linkes Bein vor … rumdrehen, setzen” sondern das hat der Körper gemacht, ohne das darüber nachgedacht wurde. Und genauso sollte das beim Gospel auch funktionieren.

Als Hans-Christian ein paar Mal den Song “I will praise” angestimmt hatte, konnte man einen gewissen Durchsetzungswillen erkennen. Richtig energiegeladen und knackig wurde das “I will” in den Raum geschmettert. Vermutlich kam es daher “Frauen tut dies wie ein Mann, der Sonnenpunkt auf dem Brustbein zeigt gegen Himmel, die Arme gehen auseinander und die Körperspannung ist da” und sodann demonstrierte er mal das Gebrüll einen Gorillas. Natürlich nur angedeutet. Und bitte nicht die “Kopfkathedrale” öffnen und versuchen mir klassisch daher zu kommen.

Eine gewisse Abwechslung hatte der Song “I did not know” geboten. “Ja ich weis der Song ist nicht einfach, da sind ein paar jazzige Melodien drinn”. Mit dieser lockeren Art ermutigte Jochimsen sich doch noch mal an dem Song zu probieren. “Die Tenöre haben jetzt zu viel Jazz drinn gehabt” und es tendierte zu einer neuen Version.

Viel der gesungenen Gospel hatte Jochimsen erst kurz vor dem Chortag komponiert gehabt und geäußert, dass er jetzt den ein oder anderen Fehler noch entdecken wurde wo er die Melodie vielleicht noch ein bisschen anpasst.

Chor der Universität Manila zu Gast beim Gospelchor St. Josef in Rheinfelden

Saturday, June 13th, 2015

Man kann sagen es wird international. Gerade frisch befindet sich der Chor der Universität der Philipinen in Manila auf Europatournee, ist unter anderem in Basel und Genf unterwegs, macht aber erstaunlicherweise auch Station in Rheinfelden (Baden) wo er sich mit dem Gospelchor St. Josef, der im Gemeindehaus der katholischen Gemeinde St. Josef probt, trifft und gemeinsam ein kleines Kozert gibt.

Foto: Chorale University of Phillipines, Maninal (Chorhomepage)

Der Chor wurde 1992 von ein paar Stundenten gegründet, die an der Universität in Manila Sozialwissenschaften studiert hatten. Durch die Jahre stellte sich die Formation sehr breit gefächert auf und sang neben der eigenen phillipinischen Musik auch Jazz, Gospel und Spirituals, Volksmusik aber auch Pop.  Schaut man auf die Homepage des Chores wird man feststellen, dass sie sogar an einigen Wettbewerben teilgenommen hatten und sich unter den Top 50 für Pop/Gospel & Spiritual sowie Barbershopchören befinden.

Wirkte der Chor auf dem ersten Video vielleicht etwas steife, zeigt dieser doch, dass er auch anders kann, sogar Lieder kann, die in Deutschland sind und eine kleine Choreografie zu dem Song einstudiert hat.

Die Verbindung zum Gospelchor St. Josef ergab sich über die Chorleiter, wie zu erfahren war. Das Repertoire vom Gospelchor St. Josef liegt mehr auf Spirituals, aber auch Gospeln vom Oslo Gospel Choir, von Joakim Arenius oder auch von Hans-Christian Jochimsen. Im Jahr 2014 hat der Chor einen neuen Leiter erhalten nachdem sein Vorgänger nach 10 Jahren und zwei erfolgreichen Jubiläumskonzerten zum 25jährigen Chorjubiläum den Chor abgegeben hatte, um durch einen neuen Nachfolger wieder frischen Geist und Schwung in den Chor bringen zu können.

Am Benefizkonzert, das der Gospelchor St. Josef gemeinsam mit dem Chor aus Manila im Pfarreizentrum St. Josef gestalten wird, wird jeweils zur Hälfte das Konzert vom gastgebenden Gospelchor sowie dem Chor von den Phillipinen gestaltet werden. Es beginnt um 20:00 Uhr im großen Saal und der Eintritt ist kostenfrei.

Hans Christian Jochimsen – Hintergründe zum Titel I’ve been changed

Friday, June 29th, 2012

Erst vor kurzem wurde ich von meinem Basskollegen gefragt, ob Hans-Christian Jochimsen irgendwie nur Balladen schreiben würde. Ich hatte ihm daraufhin geantwortet, dass ab und an auch mal eine Partynummer wie “I have just heard a song” oder “Deeper Than” von ihm geschrieben wurde oder eben auch dieser Titel “I’ve been changed”.

Chorus:
Ich habe mich verändert, fürimmer
Der Weg, den ich zum Leben nutzte lebe ich jetzt nicht mehr
Ich habe mich verändert, fürimmer

Ich werde durch diese Tür nie mehr zurückgehen
Nichts wird mich auf meinem Weg aufhalten
Ich habe mich besonnen und ich werde bleiben
Ich werde niemals mehr der Gleiche sein

Vers 1:
Gott hatte mir diesen Song zum Singen gegeben
Hier ist meine Melodie
Hier sind die Waffen meines Lebens und nun … sehe ich
Ich habe einen Weg für mich eingeschlagen
Ich habe mein Leben umgekrempelt
Ich habe mich verändert

Ich habe mich verändert – zum Chorus

Gott hörte meine Schreie um Hilfe
Er nahm mich genau in diesem Moment zu sich
Als ich mich verloren fühlte und ich niemanden hatte, der mir zeigte wohin ich gehen sollte
Das Leben, das ich zuvor gelebt hatte war einfach kein Leben.
Nun bin ich verändert und ich werde nie, nie, nie, nie mehr der Selbe sein
Ich habe mich verändert

Keiner wird mich von meinem Weg abhalten
Es existiert kein Grund mich umzustimmen
Ich habe mich besonnen, ich bleibe
Ich werde niemals der Selbe sein
Der Gleiche, der Gleiche

Hans Christian erzählt in der zweiten Unterbrechung kurz wie es zu dem Song gekommen ist. Er begründet es damit dass es die Liebe vo Gott ist, die er zu spüren bekam und die sein Leben verändert hat.

In der Inhaltsangabe zu folgendem Video las ich “Sie staunt immer noch über die Liebe Gottes”.

Vielleicht wird manch einer stutzig, wenn er gleich mit der ersten Aussage konfrontiert wird “Gott beschäftigt sich mit mir”. Da wird sich manch einer sicherlich fragen warum dieser das überhaupt tut. Man ist doch in der Welt eigentlich eher ein unbedeutendes Blatt, einer von vielen einfach. Zugegeben, der eine mag vielleicht studiert haben und sich in einer guten Position befinden. Ein anderer lebt da vielleicht in einer anderen Situation. Alles in allem wird man vielleicht sagen, auf einen Nenner gebracht sind es doch alles Menschen – was soll eben das besondere sein, dass sich jemand gerade mit mir beschäftigen möchte.

Die Liebe Gottes kann man allerdings auch auf andere Weise erfahren. Vieles dabei kommt wohl durch Selbsterkenntnis, was ein weiteres Video vermittelt

Hans-Christian Jochimsen – Hintergründe zum Titel We can move mountains

Thursday, May 3rd, 2012

Es ist der Song, den Hans Christian Jochimsen als Aktionssong für das Jahr 2012 zumindest arrangiert hatte. Es gibt nämlich noch eine weitere Version von “We can move mountains”, die bei Youtube als Originalversion bezeichnet wird. Diese ist aber mehr im Countrystile gehalten.

Strophe:

Mehr, mehr als eine Millionen Dinge können wir tun.Mehr, mehr als eine Millionen strahlende Gesichter für dich und mich. Wir können etwas tun, lass uns die Hände reichen und einfach anfangen die Welt mit Liebe zu verändern.

Chorus:

Wir können Berge versetzen, wenn wir glauben.Komm zur Quelle, dort wartet ein Segen auf dich.
Mehr als eine Millionen Leben können wir berühren …
einer von einer Millionen, das könnte einer von uns sein.

Bridge:

Warst du jemals an einem Ort, an dem dir das Leid ins Gesicht gesprungen ist, wo Menschen in Verzweiflung leben und sich keiner um sie kümmert?

Ich nehm dich an die Hand, denn zusammen sind wir stark.
Jetzt kommt es auf dich und mich an, der Welt zu zeigen …

Chorus:

Wir können Berge versetzen, wenn wir glauben.
Komm zur Quelle, dort wartet ein Segen auf dich.
Mehr als eine Millionen Leben können wir berühren …
einer von einer Millionen, das könnte einer von uns sein.

Die Botschaft im Song “We can move mountains” ist, das man etwas bewegen kann. Emilie Körber wollte gerne etwas bewegen und sich direkt dafür einsetzen. Aus dem Grund hatte sie sich zu einem freiwilligen sozialen Jahr in Israel über die Aktion Sühnezeichen entschieden.

Aber man muss um etwas bewegen zu wollen nicht unbedingt ins Ausland. Auch hierzulande gibt es so manchens wo man anfangen könnte etwas zu bewegen. In der katholischen Kirche stellt sich z. B. die Frage, warum dürfen Frauen nicht auf die Kanzel. Beim Islam könnte die Frage aufkommen, könnte das Kopftuch vielleicht eine Art Unterdrückung der Frau darstellen? Viele Meinungen wurden hier bei einer Talkrunde im Sender Phönix dagelegt.

Zum Refrainteil, in dem erwähnt wird, dass man auch einen Segen dafür bekommt, wenn man gutes getan hat

Untereinander wird man den Begriff Segen, wie er im Video verwendet wird, eher als geschätzt werden verstehen. Die Mitmenschen möchten gerne geachtet werden. Joyce Meyer agumentiert allerdings, dass falsche zwischenmenschliche Behandlung auch bedeuten kann, dass der Segen Gottes einem verwehrt bleibt. Was sie mit dem Video vorallem ausdrücken will ist, dass man zum Geber werden soll. Und zwar meint sei, dass wenn jeder möchte es gerne versuchen darf in seinem Charakter Gott ähnlicher zu werden. Ich selbst gehe davon aus, dass man es nie schaffen wird auch charakterlich gleichwertig wie Gott zu sein – allerdings kann ich mir vorstellen, wenn man solch einen als gutmütigen Menschen zu schätzen versteht, diesem auch sehr viel Respekt zuerkannt wird. Man möchte einem solchen Menschen dann vermutlich für vieles danken was er für andere einfach gemacht hat.

Ich kann mich an die Grundschule erinnern wo man auch soziales Miteinander beigebracht bekommen hatte und ich versuche die Aussage “behandle einen anderen so wie Du selbst gerne behandelt werden möchtest” auch zu leben. Für mich bedeutet das vorallem sehr viel Transparenz. Ich möchte mich z. B. gerne auf Aussagen von anderen verlassen kann, genauso sage ich mir, dass ich selbst einfach zu meinen Worten stehen muss.

Gerade, wenn wieder das Jahr zu ende geht und im Fernsehen wieder die Spendengalas ausgestrahlt werden kommt bei manchen vielleicht schnell der Eindruck, dass man irgendwie gezwungen werden soll etwas von seinem Wohlstand herzugeben. Für Gott ist dies allerdings etwas unnatürliches. Ich verstehe es auch so, dass man das innere Bedürfnis hat einem anderen eine Anerkennung zukommen zu lassen – “man macht dies von Herzen” würde manch einer das nennen. Und auch in der Bibel wird davon gesprochen, dass man Freude empfindet, wenn man aus seinem inneren Herzen des anderen etwas von sich geben kann quasi als Zeichen der Anerkennung. Natürlich kann man ein riesen Geldgeschenk einem zukommen lassen, manchmal reicht es allerdings schon aus, wenn man sich für den anderen einfach mal Zeit nimmt und ihm vielleicht nur zuhört.