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Oslo Gospel Choir – Hintergründe zum Titel Comin’ back

Friday, September 23rd, 2011

Wenn ein Auftritt gerade vorbei ist, dann heisst es in einem Chor meist – jetzt wird was neues einstudiert. Und genau dies hiess es prompt auch bei der Chorprobe in Rheinfelden. Frisch gekauft war ein Songbook vom Oslo Gospel Choir und gings gleich an die Ballade Comin’ back

Wann immer mein Herz bemüht wird, wann immer ich mich ängstlich  fühle,
dann erinnere  ich mich, an was Jesus sagte:
Der Grund, dass er wegging, war, für mich einen Platz zu errichten. Und er wird kommen, um mich eines Tages dahin mitzunehmen. Ich warte, dass die Trompete erklingt. Er steigt von einer Wolke herab. Er kommt für mich zurück. Ich lebe ewig im süßen Haus nach und nach werde ich es schaffen ihn im Himmel anzutreffen. Er kommt für mich zurück Jedes Mal seit dem Tag, den wir uns trafen, jede Versprechung er gehalten hat, und es kam noch nie vor, dass er sich vertan hat. Er sagte mir weder den Tag noch die Zeit wann er plant mich an einen Ort mitzunehmen, der schöner als das Paradies ist. Ich warte darauf, dass die Trompete erklingt. Er wird (dann) von einer Wolke herabsteigen.

Die erste Zeile des Textes erinnert mich an die Aussage vom Titel “Again” von Donnie McClurkin. Jesus sagt einem, ich bin für Dich immer da, auch in Zeiten wenn Du traurig bist oder vor irgendetwas Angst hast. Und gleichzeitig wird auch eine Einladung ausgesprochen, denn er möchte nicht nur ein Coach für einen sein solange man lebt sondern er möchte einen auch zu sich nehmen, wenn man irgendwann einmal das zeitliche gesegnet hat.  Er möchte einem dann einen Platz freihalten.  Wie man es eigentlich richtig verstehen kann “er kommt von einer Wolke herabgestiegen” kann man vielleicht nur sinnbildlich verstehen und ich denke es wird mit folgendem Interview klarer.

Die Aussage “Er kommt zu mir zurück…” findet ich wird in dem nachfolgenden Zweiteiler ziemlich deutlich.

Was in dem Beitrag gleich erkannt wird ist, dass Hartmut ein besonderer Obdachloser ist, nämlich einer, der sich organisiert hat und der sich nicht aufgegeben hat. Nach meinem Eindruck lebt er genau diese Aussage “Jesus kommt zu mir zurück (macht mich stark und wird mich aufnehmen, wenn die Zeit gekommen ist). Vermutlich wird sich das auch Troy Davis gedacht haben, dessen Hinrichtung erst wenige Tage vor Veröffentlichung dieses Postings erfolgte. Ihm wurde vorgeworfen einen Polizisten ermordet zu haben wobei seine Schuld eigentlich nie bewiesen werden konnte und er möglicherweise sogar unschuldig war. Gute 20 Jahre hatte er deswegen eingesessen, vielleicht teilweise in Hochsicherheitsgefängnissen. Wenn man tatsächlich unschuldig war, dann fühlt man sich zwangläufig Leuten ausgeliefert, die einen anders haben möchten als man wirklich ist. Vermutlich wird er bei seinem letzten Gang gesagt haben “und er kommt zu mir zurück und genau jetzt wird er mich an einen absolut tollen Ort mitnehmen”.

Die Aussage, dass Jesus oder der Herr einem immer wieder helfen wird kommt auch im Titel “Again” vor. In meinen Augen ist es auch der gewisse Halt, den man durch den Glauben erhält. Und irgendwie hat sich all dies immer bewahrheitet, was der Herr einem geweissagt oder zu geraten hat. Es wird auch der Ort beschrieben an dem er einen mitnehmen wird. Dieser Ort wird in den vielfältigsten Gospeln bereits besungen. Edwin Hawkings singt z. B. in seinem Titel “To my father’s house” darüber und auch Tramaine Hawkins sind in ihrem Titel “The potter’s house von eben diesem Haus in das unzählige Menschen aufgenommen werden können, für jeden dort ein Platz vorhanden ist und vorallem wo die Menschen dort ein unheimliches Glück verspüren.

F.C. Barnes – Hintergründe zum Titel “It was a great thing”

Monday, December 20th, 2010

Gelernt hatte ich diesen Titel auf dem Gospelworkshop mit Adrienne Morgan-Hammond in Kirchzarten. Ein typischer Ostergospel, da hier auf Golgatha Bezug genommen wird.

Der Herr hatte mir all meine Sorgen genommen. Und als ich ihn verließ, war er trotzdem für mich da gewesen (hatte mich nicht fallen gelassen). Er hatte immer zu mir gestanden egal wieviele Probleme ich auch hatte. Als ich ihn verloren hatte, lies er mich nicht wie ein Umherirrender gehen. Er nahm mir meine Sünden und bewahrte meine Seele. Er säuberte mich und richtete mich auf.

Jesus starb auf Golgatha, so dass die ganze Welt ihn sehen konnte. Es war eine großartige Sache, dass er das für mich getan hatte.

Es war eine tolle Sache, dass er das für mich getan hat.
Es war eine tolle Sache, dass er mich auf diese Weise frei werden lies.
Jesus starb auf Golgatha, so dass die ganze Welt ihn sehen konnte. Es war eine großartige Sache, dass er das für mich getan hatte.
Es war eine tolle Sache, dass er das für mich getan hat.

Er war mein Arzt gewesen, er war mein Anwalt gewesen.
Mein Gott war gut zu mir gewesen, er war mein Freund gewesen.
Er war die Decke gewesen, in die ich mich kuscheln konnte, wenn ich mich alleine gefühlt hatte.
Und als ich verloren war, war er es, der mich aufgenommen hatte.

In dem Song geht es eigentlich um den Tod von Jesus und damit Verbunden die feste Meinung der Christen, dass in dem Moment Jesus die ganzen Sünden der Welt von den Menschen genommen haben soll und praktisch in den Himmel transportiert haben soll. Wenn man den Tod Jesus historisch betrachtet, dann wird man vielleicht davon ausgehen es gab hier jemanden, den gerade die römische Regierung als Scharlatan ansah und vielleicht als eine Art Sektenführer, der sein Volk auf eine bestimmte Sichtweise lenken wollte. Wie auch im Dritten Reich ist anzunehmen, dass man Schizofrene oder psychiatrisch auffällige Personen aus dem Verkehr ziehen wollte. In historischen Aufzeichnungen ist zu finden, dass Christus von Pontius Pilatus hingerichtet worden wäre, da es durch ihn zu Unruhen gekommen sei.

Dies wird im ersten Teil einer zweiteiligen Produktion im Rahmen der BibelTV-Sendereihe “Das Gespräch” erklärt

GolgathaGolgatha heisst übersetzt Schädelberg. Also eine Stätte, die für Hinrichtung stand. Zur damaligen Zeit benutzten die Römer gerne die Tötungsmethode der Kreuzigung. In der Bibel berichtet Matthäus in 28,11 von der Kreuzigung Jesus. Allerdings ist man uneins wo sich diese Stätte genau befunden hat, Matthäus sagt schlicht ausserhalb der Stadt und Johannes wiederum nahe der Stadt. Da an Gogatha viele vorbeigegangen sein sollen nimmt man an, dass diese sich in der Nähe eines Stadttores befand.

Um man den Tod Jesus aber komplett verstehen zu können, sollte man diesen auch unter theologischem Gesichtspunkt betrachten. Auch dies hatte BibelTV gemacht und dies im 2. Teil der Produktion im Rahmen der Sendereihe “Das Gespräch”.