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Mary & Mary – Hintergründe zum Titel Shackless

Saturday, January 21st, 2012

Es könnte genauso in der Disco gespielt werden. Und wie im Video zu sehen wurde der Titel auch schon in einer typischen Popmusiksendung “Top of the pops” aufgeführt. Ich meine das bei ihrem Auftritt an der Gospelnacht in Karlsruhe die Colours of Gospel diesen Titel gesungen hatten. Jedenfalls war er 2012 unter den Songs gewesen, die beim Workshop Gospel und Wellness einstudiert werden sollten.

Refrain:
Entferne Du die Fesseln von meinen Füßen so daß ich tanzen kann
Ich möchte Dich gerade jetzt dafür preisen
Ich möchte Dich gerade jetzt dafür preisen
Du brachst die Ketten so daß ich meine Hände heben kann
Und ich werde Dich dafür preise
Ich werde Dich preisen

Vers:
In den Ecken meines Verstandes scheine ich keinen Grund dafür zu finden zu glauben
Damit ich mich befreien kann, Du siehst es ja, so war ich eben bislang
Ich fühlte mich so lange down als ob alle Hoffnung von mir gegangen war
Aber als ich meine Hände erhob verstand ich es, dass ich Dich dafür preisen sollte
Bedingt durch meine Umstände

Refrain

Vers:
Alles, das falsch gehen könnte
Alles ging auf einmal schief
Soviel Druck fiel auf mich
Ich dachte, dass ich dran war, meinen Verstand zu verlieren
Herr, ich weiß, dass Du mich sehen möchtest
Wenn ich es durch diese Versuche schaffe
Aber ich benötige Dich, um diese Last anzuheben
weil ich sie nicht nicht mehr auf mich nehmen kann

Refrain:

Bridge:
Gewesen durch das Feuer und den Regen
Grenze in jeder Art Weise
Aber Gott hat jede Kette gebrochen
Lassen Sie mich so gehen im Augenblick

Refrain:

Wenn ich die erste Zeile des Gospels Shackless von Mary & Mary lese, dann lese ich, dass Gott einem die Fesseln nehmen soll. Ich habe mir hier einfach mal gedacht was passt am besten auf Fesseln und ich denke die Dokumentation von Shelter Now “Entführung in Afghanistan”.

Die Dokumentation verdeutlicht eigentlich zweierlei. Es ist auch von Flüchtlingen die Rede, die aus Afghanistan nach Pakistan geflohen sind, weil es für sie im Land zu gefährlich wurden. Die Hilfsorganisation Shelter now hat durch den Einsatz von Tanklastern mit Trinkwasser, medizinischen Projekten und weiteren Maßnahmen den Flüchtlingen erst ein gutes Leben ermöglicht. Sie waren fähig vor Freude zu Tanzen. Im übertragenen Sinne hatte Gott ihnen die Fesseln gebrochen gehabt, leider hatte die Bevölkerung von Afghanistan immer wieder Fessen angelegt bekommen z. B. durch die proislamischen Mudschahedins. Aber das Spüren da ist jemand da, der das Leid erkennt und der bereit ist einem zu helfen, der ist wert gepriesen zu werden.

Im ersten Vers bekommt man schnell den Eindruck, da fühlt sich jemand leer. Er hat zwar schomal was von Glauben gehört, aber in jeder Ecke wo er nach sicht findet er keinen Glauben, vorallem auch wenn er in seinem Kopf auf die Suche danach geht, irgendwie sind die Ecken alle leer oder es steht zwar was nur nichts was man mit einem Glauben verbinden könnte.

Es ist vielleicht ein interessanter Ansatz, wenn in einer Folge von “BibelTV das Gespräch” mal über ein Buch mit dem Titel “Kraftwerk Glauben” geredet wird. Der Autor dieses Buches verbindet hierbei den Glauben mit Erfolg haben. Und Erfolg bedeutet für ihn nicht unbedingt jedes Jahr eine höhere Umsatzsteigerung zu haben sondern wohl auch, dass man den innerlich gesteckten Zielen etwas näher kommt und stolz sein kann was man alles geleistet hat. Durch die Erkenntnis, wenn man den Erfolg am besseren Erreichen der Selbsterkenntnis oder vielleicht auch der Selbstverwirklichung was meiner Meinung der Glaube eigentlich bezweckt fühlt man wesentlich befreiter und auch in seinem Selbstwertgefühl gestärkt. Plötzlich fühlt man sich nicht mehr down und so als ob jeder Funken Hoffnung einem gewichen ist, ganz im Gegenteil plötzlich ist man wieder wer. Diese Erkenntnis erlangte der Songwriter des Titels Shackless als er die Hände erhob, er hatte es plötzlich verstanden was Glaube ausmacht und er möchte Gott dafür danken. Vorallem erkennt er, dass er Fehler gemacht hatte und dadurch erst zum richtigen Glauben gefunden hatte.

In der Bridge wird vorallem erklärt wie eingeschränkt man sich gefühlt hatten. Immer waren da die Fesseln vorhanden, sie waren da, wenn es geregnet hatte, sie waren da, wenn es heiss war. Vermutlich auch wenn es kalt oder im Prinzip sogar von den Temperaturen her angenehm war. Es war halt immer eine Grenze da. Vielleicht zu vergleichen mit der alten DDR-Grenze – “hier verlassen sie die Deutsche Demokratische Republik, keinen Schritt weiter”.  Sehr anschaulich ist hier vielleich die Dokumentation “Der kalte Krieg – Der Fall der Mauer”.