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Gaither Vocal Band – Hintergründe zum Titel Satisfied

Thursday, August 11th, 2011

Von der Gaither Vocal Band hatte ich in den vergangenen Jahren schon den Titel “John the revaluter” lernen können.  Obwohl Bill Gaither eigentlich im Gospel eher zur Whitecommunity zählt haben seine Titel starken christlichen Bezug.

Ich habe die Religion der alten Zeit
Diese Religion der alten Zeit habe ich erhalten
Das ist der Grund warum ich erfüllt bin

Gut, Du kannst mich jetzt fragen, ob ich glücklich bin
Wenn ich den angenehmen (süßen) Frieden in mir habe
Wenn ich mir Sorgen wegen morgen mache
Wenn ich das Ende meiner Reise erreiche.

Gut, ich bin mit meinem Jesus zufrieden
Und wenn er bei mir klopft, werden ihn eintreten lassen
Und er läuft mit mir das Tal durch
Für mich weiß ich , dass er mein Freund ist

Erfüllt, erfüllt

Keine Mühe kann mich überhaupt unten erhalten
Wenn meine Augen im Tod geschlossen werden
Mit meinem Jesus bin ich im Ruhezustand
Dann weisst Du, dass ich erfüllt bin

Ich habe diese alte Religion der alten Zeit
Diese Religion der alte Zeit erhalten
Das ist, warum ich erfüllt bin

Wenn meine Freunde sie alle mich verlassen
Und sie drehen mich von ihrer Tür
Wenn sie keine Samen der Freundlichkeit säen
Stellst Du die Dornen in meinem Weg und lässt sie wachsen

Gut macht er nicht vorbei yonder aus
Wenn ich dass andere Seite erreiche
Gut werde ich mich mit meinem Jesus hinsitzen
Erfüllt, bin ich erfüllt

Erfüllt, erfüllt
Keine Mühe kann mich überhaupt unten erhalten
Wenn meine Augen im Tod geschlossen werden
Mit meinem Jesus bin ich im Ruhezustand
Dann wissen Sie, dass ich erfüllt bin

Erfüllt, erfüllt
Keine Mühe kann mich überhaupt unten erhalten
Wenn meine Augen im Tod geschlossen werden
Mit meinem Jesus bin ich im Ruhezustand
Dann wissen Sie, dass ich erfüllt bin

Ich habe diese alte Zeitreligion
Diese alte Zeitreligion erhalten
Das ist, warum ich erfüllt bin

Wenn man nur die paar Worte “ich hab die alte” belächelt man all zu oft denjenigen, der von sich sagt, dass er was altes hat und an etwas vergangenem festhalten möchte. Schnell sagt man sich, der lebt im Damals und möchte nicht vorankommen. Aber vielleicht ist das genau hier der springene Punkt, man fühlt sich näher an der Art des Glaubens, wie man ihn damals praktiziert halt als wie man den Glauben heute lebt oder vielleicht auch was bei einem an Eindruck entstanden ist wie allgemein in seiner Umwelt geglaubt wird, wenn überhaupt an Gott geglaubt wird. Vielleicht sehr gut kann dies folgendes Interview erklären:

Was Bill Gaither in der ersten Strophe jedenfalls zur Sprache bringt, dass er es gerne möchte, dass er nicht an geldlichen Reichtum oder sonst etwas Vergängliches glauben darf, sondern, dass er an Gott glauben darf und er der Ansicht ist, dass dadurch sein Leben erfüllt ist.

Und viele fragen sich vermutlich immer noch was hat ein Mensch davon, dass er an Gott glaubt. Gott gibt ihm kein Geld. Gott kann man nicht als Zahlungsmittel einsetzen, um Lebensmittel zu kaufen. Wenn man beispielsweise Atheist ist fragt man sich schnell wie denn einer dann glücklich sein kann. Ich habe mal kurz die ersten Minuten dieses Film angesehen:

Mann kann sich natürlich jetzt Sorgen um all das machen, was im Film angesprochen wird. Das ist dann vergleichbar mit der Aussage “wenn ich mir Sorgen wegen Morgen mache”.  Wenn man versucht allerdings sich über die materiellen Dinge zu stellen oder sich einfach sagt, es brauch dies zwar im Leben, aber das nicht allen im Leben. Vielleicht hat man dann schon Frieden mit sich gefunden. Ein Einwohner von Somalia wird sich schon glücklich fühlen, wenn er merkt, dass es Mitmenschen gibt, die sich seinem Leid annehmen und ihm etwas zu Essen geben, ihm medizinische Leistungen bietet und ihm schlicht ein Überleben bietet. Zusammengefasst, es gibt zwar den geldlichen Wert, aber es gibt auch den eigenen Wert. Sich was wert fühlen, überzeugt sein, dass man wer ist – so kann man schon zu seinem Frieden finden. Jesus wird sich vermutlich die Frage nach seinem Tod beantwortet haben “ich bin zwar jetzt Tod, aber ich hab der Menschheit gezeigt, dass jeder an sich glauben kann, sich etwas wert fühlen kann und dass das eigene Leben absolut etwas wert war. Und das war genau die Bestimmung gewesen, die man jetzt vollendet hat, man an sein Ende erreicht hat.

Dass man Jesus einfach so in sein Haus oder seine Wohnung lässt ist eigentlich schon mit einem starken Vertrauen verbunden. Es ist ja nicht normal, dass man einfach jeden x-beliebigen in seine Räume lässt sondern schon ziemlich genau abwägt. Und man möchte ganz gerne Jesus als Coach haben, das bedeutet aber auch, dass man zugibt noch nicht alles zu wissen und von Jesus noch einiges hinzulernen möchte. Um allerdings aufnahmefähig zu werden, muss man ab und an vielleicht erst einmal aufwachen. In dem Interview wird dies an einem Beispiel “Arno Backhaus stellt sich auf eine Leiter und trägt ein Schild – ich bin ein höheres Wesen” sehr gut zur Geltung. Mancher geht vielleicht vorbei, weil er das einfach nur nett findet. Andere bleiben aber stehen und fragen sich was der Typ einem sagen möchte. Und es ist gut nachvollziehbar, dass man immer nach Karriere strebt, dass man eigentlich immer höher möchte. Meiner Meinung ist das auch nicht verkehrt, ungeklärt bleibt allerdings, ob man sich da trotzdem noch frei fühl oder ob man sich doch einem Leistungszwang beugt. Wenn man sich allerdings frei fühlt, dann kann man auch einem folgen von dem man bereit ist noch etwas zu lernen.

Ich habe einfach mal bewusst dieses Video eingebaut. Vielleicht kann man daran die letzte Strophe besser verstehen. Meiner Meinung nach trifft die Aussage von dem “Samariter” es genau auf den Punkt. Man kann in seinem Leben durchaus manches angestellt haben, was andere vielleicht nicht in Ordnung fanden und was vielleicht sogar mit dem Gesetz in Konflikt geraten kann. Was Gott sich allerdings sicherlich wünscht ist, wenn irgendwann der Zeitpunkt kommt und man sich sagt, dass dies ja alles Mist war und nicht so gelebt hat wie es Gott vielleicht will und man sich vornimmt einige Dinge im Leben künftig anders zu machen. Bill Gaither nimmt hier den Tod als Punkt zum revuepassieren lassen und man kann mit sich zufrieden sein, vielleicht kann man dann ein gutes Gefühl haben, wenn man sich sagen kann, man hat mit Jesus seinem Leben ein gutes Fundament gegeben.

Tramaine Hawkins – Hintergründe zum Titel Just in the nick of time

Saturday, July 9th, 2011

Komponiert muss es nicht unbedingt von Tramaine worden sein, denn sie hat auch viele Titel gesungen, die ihr Vater Walter Hawkins erschaffen hat. Ich schließe nicht aus, dass vom inhaltlichen manches falsch aufgenommen wurde, denn bei meiner Recherche im Internet bin ich auf keine entsprechende Lyrik gestoßen und so hiess es wie sich durchaus Gospel verbreiten sich mal wieder durch das Video hören und versuchen was man da an gesungenem versteht.

Durch meine Eingangstür geommen ermüdet und gefüllt mit Zweifel zieht mich nach oben.
Mein Gefühl sagt mir, dass ich schwach werde und das Ende fühlen kann.
Und ich erfahre das genau in diesem Augenblick, genau zu diesem Zeitpunkt.

Genau jetzt hat er mich gefunden und genau jetzt hat er mich gezeichnet.
Und ich erfahre das genau in diesem Augenblick, genau zu diesem Zeitpunkt.
Deine Liebe war die ganze Zeit über in der Du mit mir verbracht hattest gewichen.
Es ist eine ganz besondere Chance für mich.
Wecke mich auf, um sie sehen zu können.
Und ich erfahre das genau in diesem Augenblick, genau zu diesem Zeitpunkt.

Ich wurde die ganze Zeit beschützt.
So (von Dir) geführt, das Leben so erhellt.
Es war so einfach und alles war so süß.
Du kamst des Wegs und machtest mich stark.
(Ich fühle es)
Ich fühle mich so verwirrt.

Genau jetzt hat er mich gefunden und genau jetzt hat er mich gezeichnet.
Und ich erfahre das genau in diesem Augenblick, genau zu diesem Zeitpunkt.
Rette mich, wecke mich auf und hebe mich hoch.
Mein Leben ist jetzt so vollständig.
Du kamst genau im rechten Augenblick vorbei.
Genau in dem Moment hat er schütmich gezeichnet.
Genau jetzt.

Deine Liebe, Deine Liebe.
Jetzt und immer.
Genau im richtigen Moment.

In dem Titel geht es wie häufig um das Thema, dass sich jemand down fühlt. Er weis nicht mehr weiter. Und Zweifel gab es sowohl Mitte des 19. Jahrhunderts als viele Spirituals und später auch Gospelsongs entstanden als auch heute. Und manchmal können sogar Manager von betroffen sein, wenn sie plötzlich das Gefühl haben sie packen es nicht mehr. In der DDR-Zeit stellte sich oft die Frage ob man mal den Moment erleben darf wo die Mauer endlich fällt und Ost und West sich wieder vereinen. Manchmal können Zweifel sogar so stark sein, dass man in Depressionen verfällt und sich einbildet, dass man inmittelbar vor dem Ende steht und es mit einem einfach nicht mehr weiter geht. Aber plötzlich empfindet man, es ist jemand da, der zu einem spricht oder irgendetwas was einen innehalten lässt und einem sagt “Halt, stopp Du bist nicht verloren und Du bist doch wer”. Und plötzlich wird einem bewusst, man war eigentlich die ganze Zeit nie alleine gewesen, es war immer Gott da, der über einen die schützende Hand gehalten hatte.

Die Liebe von Gott, die an einen gerichtet war wurde bislang gar nicht so richtig wargenommen, sie ist an einem irgendwie abgeprallt. Wenn ich mich jetzt allerdings frage warum offensichtlich jetzt erst bemerkt wurde, dass man von Gott geliebt wurde und es einem eigentlich bislang nicht richtig bewusst war, so komme ich nur zu dem, dass man offensichtlich bislang gut gelebt hatte, man eigentlich so in den Tag hineingelebt hatte und vielleicht auch nur annahm, dass es einem gut geht. Oder aber es ist einem nicht gut gegangen und man hatte sich einfach mit seinem Schicksal abgefunden. Vielleicht dann, weil man sich schon aufgegeben hat und den Glauben an sich selbst verloren hat. Den Glauben an sich selbst kann man sicherlich auch schnell verlieren, wenn man in einer Diktatur lebt oder auch bei den farbigen Sklaven, die in Unterdrückung gelebt hatten kann ich mir das gut vorstellen.

Wenn man sich allerdings dem Herrn anvertraut können sich plötzlich ganz neue Möglichkeiten auftun. Oftmals verrennt man sich im Leben auch, wenn man einfach so vor sich hinlebt. Manch einer wird es sicherlich bestätigen, dass er in verschiedenen Situationen gerne jemand gehabt hätte, der einem eine Polizeikelle hin hält, einem vielleicht eine Ampel auf rot schaltet oder auch mal ein Stopp-Schild aufstellt und das einfach nur für die schlichte Botschaft “stopp, denk nach und entscheide dann”. Und genau das ist gemeint in dem Satz “wecke mich auf und lass sie mich sehen”. Wenn man etwas im Leben ändern kann, dann muss man diese Möglichkeit auch erst einmal realisiert haben.

In der Zeitschrift “simplify your life”, die moderne Organisationsmethoden nach dem amerikanischen Prinzip vermitteln möchte gab es mal ein Poster zur Motivation. Darauf der Satz “Wer einen Traum verwirklichen will, der muss erst einmal aufwachen”. Das heisst man kann sich im Schlaf viele Dinge vorstellen, man muss diese Sachen aber alle realisieren, man muss es mit der Machbarkeit abwägen und vorallem man muss auch den Mut besitzen, wenn es machbar ist, diese Dinge auch zu tun.

Den Ansatz Menschen zu verändern und velleicht auch neue Wege zu ebnen, das ist nach meinem Verständnis auch das Ziel der Missionsarbeit. Die Chancen, die sich hier in der Mission auftun unter dem Punkt, dass Gott ein guter Gott ist war auch Thema in der Sendung “Das Gespräch” des christlichen Senders Bibel-TV.

In dem Video kommt eigentlich vieles vom Inhalt dieses Titels sehr plastisch zur Sprache. Oftmals brauch es ein Schupser in die richtige Richtung. In Indien und speziell im Hinduismus wird oft in sogenannten Kasten gelebt und die Menschen glauben fest daran, dass das Leben vorbestimmt ist und wenn man sich gut führt hat man vielleicht das Glück in einer besseren Kaste wiedergeboren zu werden. Viele Dinge kennen sie aber nicht und oftmals öffnet ein Missional den dort lebenden Personen neue Perspektiven und macht das Miteinander lebenswerter. Die Kinder erfahren beispielsweise mehr Bildung und haben es später leichter im Beruf und können auch Karriere machen. Wenn einer, zu dem jetzt ein Entwicklungshelfer woander vielleicht ein Streetworker zurückblickt, dann sagt er sich vielleicht “Hey wieso bin ich eigentlich nicht früher drauf gekommen – das passt ja jetzt alles zusammen”. Und plötzlich hat man auch Spaß am Leben, man wird vielleicht auch von anderen geschätzt, erhält Anerkennung und fühlt sich einfach gut. Und man freut sich, dann genau im richtigen Moment Gott vorbei kam und einen auf diese ganzen Umstände aufmerksam gemacht hat.

Und plötzlich begreift man auch Gottes Liebe und begreift vielleicht, dass diese unendlich groß war und vorallem auch ist.