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Gospelkirchentag zum zweiten Mal in Karlsruhe

Saturday, September 29th, 2018

Die Freude war natürlich groß dass der Gospelkirchentag am Wochenende 21 bis 23. September 2018 zum zweiten Mal in Karlsruhe stattfand. Diesmal stand der unter dem Motto “gonna get better” – es kann nur besser werden.  Auf die Idee ist man gekomnmen als man einfach mal reflektiert hatte was man denn ständig so mitbekommt. Ausschreitungen in Chemniz, häftige Proteste mit starkem Polizeieinsatz im Hambacher Forst (im westfälischen Braunkolerevier) bei dem sogar der Tot eines Journalisten zu beklagen war, der immer noch andauernde Konflik in Syrien oder aber  die Probleme durch den Klimawandel, die nicht zuletzt zu Dürre in Mittelafrika führen.

Sicherlich hätte man es sich sonniger gewünscht, aber die Eröffnungsveranstaltung startete leider im Regen. Gott sei dank hatte dieser dann aufgehört – vielleicht beeinflusst durch jede Menge optimistischer Gedanken. Mitdabei der slowenische Gospelchor “Bee Gesus”, der vorallem durch seinen Akapellagesang und die Imitation diverser Instrumente (quasi Natural 7 in groß) sich einen Namen gemacht hat.

und

Ein besonderes Hightlight bei der Eröffnungsveranstaltung war natürlich der Chor der Nationen. Es handelte sich hierbei um einen Projektchor, der über die Flaggen auf den getragenen T-Shirts symbolisieren sollte “auch wenn man sich sonst nicht versteht und manche sonst unter Rassismus leiden, beim Gospeln sind alles gleich und es gibt da keinen Rassismus”.

Nachdem die Eröffnungsveranstaltung zu Ende war startete die Gospelnacht mit Konzerten in verschiedensten Locations in ganz Karlsruhe sowie der näheren Umgebung. So begann der Abend in der Erlöserkirche mit einem Auftritt des Gospelchors Golden Harps aus Lahr, der erst im letzten Jahr sein 20jähriges Bestehen gefeiert hatte. Da für mich die Kirche nicht ganz leicht zu finden war, hatte ich davon leider nur 1/4 mitbekommen.

Foto: Gospelradio.de

Für mich war es nicht leicht bei der Gospelnacht die Erlöserkirche zu verlassen als nach den “Colours of Gospel” aus Mainz

dann “Gospel N’ Harmony” aus Paris drann waren. Da hatte ich dann gedacht dasss ja so gewuppt wird, dass die Kirche explodiert. Wie ich einem Beitrag von Gospelradio.de entnehmen konnte hatten diese allerdings auch Gospel aus ihrem Land oder in französischer Sprache dabei gehabt und so wusste man dann wieder woher der Chor eigentlich kommt. Es kam schon der Verdacht auf, dass man sich in einer Gospelkirche in Harlem befinden könnte.

Foto: Gospelradio.de

Eine riesen Ehre war es für den Sofia Gospel Choir zum ersten Mal beim Gospelkirchentag dabei zu sein. Beim Recherchieren über diesen bulgarischen Chor fand ich nämlich heraus, dass für die Sänger solch eine weite Reise gar nicht selbstverständlich ist. Neben einem Gospelchor aus Paris war auch der Longfield Gospel Choir aus Wien dabei.

Am Samstagnachmittag nach dem Masschoirtraining hatte man die Auswahl, ob man einfach in die Innenstadt fuhr auf verschiedenen Openairbühnen in der Innenstadt diverse Gospelchöre zu genießen wie z. B. hier den Stavanger Gospel Choir aus Norwegen

Oder beispielsweise “The Groove Company”, die aus Burladingen kommt auf dem Stefansplatz auf der Bühne der ev. Bank

Daneben wurden wieder zahlreiche Workshops von Bodypercussion über CVT bis hin zu Chorpräsenz angeboten. Abends gab es dann das Galakonzert, dass neben den bekannten für die Creative Kirche arbeitenden Musiker auch einen Auftritt von Hezekiah Walker und nicht zuletzt von  dem Gospelkünstler und mehrfachen Grammygewinner Kirk Franklin. Die Meinungen zum Kirk Franklin-Konzert unterschiedlich. Mir selbst hatte es natürlich sehr gefallen, weil es viel tanzbare Musik dabei war und ein paar Songs darunter, die ich zum  Glück kannte. Hätte mir natürlich auch Songs wie “Brighter Day”, “He can handle ist”, “He’s able” gewünscht. Es kam auch Kritik, dass es stark an Michael Jackson erinnern würde. Aber halt jedem das Seine, Geschmecker sind schlichtweg unterschiedlichg.

Gospelday und Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden gehörte zu den Gosplern in ganz Deutschland

Saturday, September 17th, 2011

Ursprünglich als Gospelchain durch ganz Deutschland angedacht wurde draus der Gospelday. Ein Tag, an dem möglichst viele Gospelchöre in Deutschland um 12:00 Uhr gemeinsam ein Lied singen sollten und sich für eine gerechtere Welt einsetzen sollten.

Die Aktion “Gospel für eine gerechtere Welt”, die am Gospelkirchentag in Karlsruhe offiziell gestartet wurde und bei der am Abschlussgottesdienst mehrere Aktionsmitwirkende gesegnet wurden sind sollte weiterleben. Und so wurde aus der Idee der Gospelchain der Gospelday. Viele namhafte Künstler wie Dieter Falk, Nina Hagen, Miriam Schäfer, Joakim Arenius und nicht zuletzt Hans-Christian Jochimsen, aus dessen Feder der Aktionssong “Let us stand” stammt unterstützen die Aktion un den Gospelday.

Aufgerufen hatte die Creative Kirche aus Witten und recht schnell hatten sich 200 Chöre in 200 verschiedenen Städten gefunden, die alle an diesem Tag singen wollten. Da viele Chorleiter allerdings gesagt hatten, dass sie ohne viel Probeaufwand an dem Tag teilnehmen wollten wurde viel gehirnt.  Bereits vor den Sommerferein hatte sich eine stattliche Zahl an Gospelchören in ganz Deutschland gefunden, die sich alle am Gospelday beteiligen – hier die Standorte anhald von Googlemap.

Übersichtskarte der Gospelday-aktivitäten

Matthias Otto wollte schon am Start der Aktion gerne einen Aktionssong haben. Er saß mit Hans Christian Jochimsen zusammen und fragte ihn, ob er was komponieren konnte, bei dem zu erkennen ist, dass man die Welt wachrütteln muss, wenn man den Klimawandel aufhalten möchte, dann muss man jetzt ein Stopsignal setzen und der Welt sagen, dass man etwas ändern kann und vorallem, dass man in der Gemeinschaft etwas erreichen kann und man gemeinsam stark ist. Es dauerte einige Zeit, plötzlich gab es eine Email.

Foto: Badische Zeitung

“Ja ich hatte da mal so eine Songidee” kam Hans-Christian zurück und plötzlich war der Kampagnensong da.


Das entsprechende Video ist vorübergehend deaktiviert

Auch der Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden war von diesem Vorhaben begeistert. Eine kleine Deligation hatte sich zusammengeschlossen und waren im September 2010 gemeinsam zum Gospelkirchentag nach Karlsruhe gefahren. So stand bereits am Jahresanfang 2011 fest, in Rheinfelden wird sich am Gospelday der ansässige Gospelchor an dem Tag auf den Marktplatz stellen und aktiv sein.

Wer allerdings in Rheinfelden nach einem Platz sucht, der sich Marktplatz nennt, wird ein Problem haben. Es gibt zwar den Oberrheinplatz in Rheinfelden, aber keinen Marktplatz. Recht umständlich fand ich heraus, dass auf dem Rathausvorplatz immer der Wochenmarkt stattfindet und der Gospelchor St. Josef, der in Rheinfelden (Baden) beheimatet ist, wird wohl diesen als Marktplatz bezeichnen. Der Marktplatz von Rheinfelden sollte der Ort sein, an dem am Gospelday der Rheinfeldener Gospelchor auftrat. Auf den Plakaten wurde es teilweise genauer beschrieben mit Platz vor der Christuskirche, denn die kennt man in Rheinfelden (Baden) schon genauer.

Foto: Rheinfelden.net

Offensichtlich wollte man den Projektlern, die nach dem Sommerferien vermutlich noch weiter beim Chor singen möchten und vermutlich kommen da noch weitere hinzu die Möglichkeit bieten auch beim Gospelday mitsingen zu können. Aus diesem Grund wurde einfach beschlossen, dass man zum Eingrooven die Lieder vom Projektchorkonzert nimmt, die man damals zusammen mit den Projektlern einstudiert hatte.  Das “Deeper than” wurde von der Redakteurin der BZ bereits als sehr ausdruckstarkes Lied beschrieben und es von auszugehen, dass ihr offensichtlich die Choreografie (original von Hans-Christian Jochimsen leicht abgeändert, da man die Bewegungen langsamer und weicher wollte) gefallen hatte. Auch das “Get together” ist ein flotter Ohrwurm, der fast schon zum Mitsungen, Mitsingen oder sonstiges einläd.

Nach den Sommerferien wurde dann begonnen an den Feinheiten zu arbeiten. Es wurde mit der ersten Probe extra 1 Woche vor dem Ende der Sommerferien begonnen, wobei sich der Chorleiter die Zeit extra eingeräumt hatte, da er anderweitig noch viel Organisationsarbeit zu tun hatte. Begonnen wurde eine Choreografie zum Titel “Let us stand” einzustudieren und es dabei nicht los beim gegenseitigen Händereichen zu lassen. Auch das “Get together” wurde nochmal kurz durchgeprobt. Allerdings einige der Titel, die für den Tag vorgesehen waren wurden erst am 13. geprobt, der Probe zu der auch die Band hinzukam. Kurzfristig erfuhr man, dass noch 2 weitere Titel angedacht waren und dass man nun mit dem Aktionssong und dem “Amazing Grace” auf gute 10 Lieder kam und den Gospelday zu einem kleinen Benefizauftritt gemacht hatte.

Es wurde sich drauf eingestellt, dass das Puplikum durchaus häufig wechselt kann und möglicherweise unterschiedlich auf die verschiedenen Gospel reagiert wird. Aus dem Grund hiess in in der letzten Probe extra, dass es sein könnte, dass man den ein oder anderen Song vielleicht sogar weglässt, eben so wie das Puplikum reagiert. Ich selbst bin recht früh aufgebrochen, da ich wie beim Projektchorkonzert mich beim Aufbau beteiligte.

Da meiner Meinung nach eine Vortänzerin oder Vortänzer gefehlt hatte, hatte die Choreografie doch eher so ein gewisses Eigenleben gehabt – mehr oder minder stark eben. Ganz im Gegenteil die Leute, die sich zum Eintritt einfanden hatten sich dann auch alle Titel angehört und sogar beim Aktionssong “Let us stand” kräftig mitgesungen.


Video vorübergehend deaktiviert

Und immerhin meinen wir so um die 60 Personen gezählt zu haben, die sich den Auftritt  angehört hatten. Auch ein Infostand war aufgebaut, um auf die auf Punkte von der Aktion “Gospel für eine gerechtere Welt” was man selbst machen kann zu informieren. Einige Anregungen kamen auch von der ersten Vorsitzenden, Yvonne Koller, selbst, die den Puplikumstitel “Let us stand” gekonnt anmoderierte.


Video vorübergehend deaktiviert

Als ich mal auf dem Aktionsportal nachgeschaut hatte war ich ziemlich überrascht – Anmeldung für Gospelday 2012. So ein bisschen was hatte ich von Matthias Otto schon selbst gehört als ich ihn über einen Chor informiert hatte, der abgesagt hatte und gemeint hatte, dass er mal nachhaken könnte was die Crea vielleicht noch optimieren könnte. Auf dem Aktionsportal stand nämlich “krankheitsbedingt konnte unser Chor in diesem Jahr nicht auftreten, wir werden aber 2012 dabei sein”. Und offensichtlich hatte Matthias Otto und die ganze CREA-Belegschaft erst einmal ein ziemlich langes Gesicht gezogen, weil sie noch gar nicht an 2012 und eine Wiederholung gedacht hatten – es bleibt also spannend.

Stromfresser Suchmaschine – “Gospel für eine gerechtere Welt” mit Energietipp

Tuesday, October 19th, 2010

Wenn man gerne etwas wissen möchte, ist es Normalität geworden, ins Internet zu gehen, Google, Bing oder Co zu starten, um nach dem Gesuchten zu recherchieren. Und schon wird man mit einer Vielzahl von Ergebnissen überhäuft. Aber mit Sicherheit haben sich nur wenige Gedanken darüber gemacht, wie es eigentlich zu diesen Ergebnisse kommt. Um diese Vielzahl an Ergebnissen liefern zu können, hält Google eine riesige Datenbank vor, die auf mehrere so genannte Datacenter verteilt ist und natürlich auch permanent ab geglichen wird. Datacenter sind Rechenzentren, in den sich sehr große Serverfarmen befinden. In diesen Servern drehen sich rund um die Uhr mehrere Festplatten, die sich untereinander abgleichen, um ein hohes Maß an Ausfallsicherheit zu gewährleisten. Da diese Server viel Wärme produzieren, müssen diese aufwendig gekühlt werden. Soweit ich informiert bin, unterhält Google alleine in Deutschland 10 Datacenter, und alle benötigen viel Strom, um arbeiten zu können. In aller Regel kommt Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken, da dieser relativ preiswert zu beziehen ist. Wie viel aber hierbei an CO2 produziert wird und was man mit verbrauchten Brennstäben macht, darüber wird sich wenig Gedanken gemacht. Aber nein: manche machen sich gerade Gedanken darüber. Es gibt in Deutschland ein Rechenzentrum, das damit wirbt, das grünste Rechenzentrum zu sein. Es kühlt beispielsweise ihre Server mittels Grundwasser über Wärmetauscher.

Auch hat man beim Bau eines neuen Institutsgebäudes hat die Universität des Saarlandes bewusst auf Erdkühlung gesetzt. Durch einen riesigen Schacht wird hierbei unterirdisch die Luft zum Gebäude geführt und entsprechend auf eine konstante Temperatur gebracht. Der Vorteil dabei ist, auf aufwendige Kühltechnik konnte verzichtet werden. Die Erdkühlung wird in Saarbrücken vor allem für die Hörsaalkühlung des Institutsgebäudes verwendet. Ob sie schon für Serverkühlung ausreicht ist mir nicht bekannt.

Dass es Festplatten gibt, die als Öko gekennzeichnet sind, liegt vor allem daran, dass sie aufgrund einer geringeren Drehzahl weniger Energie verbrauchen.

Von Strato habe ich gehört, dass sie ihre Server jetzt auf Solid State Disk umgestellt haben. Bei einem solchen Speichermedium werden die Daten elektrostatisch in kleinen Chips gespeichert. Es gibt also keine beweglichen Teile mehr, wie es bei herkömmlichen Festplatten der Fall ist. Der Vorteil gegenüber Festplatten und auch energiesparenden Festplatten ist, dass die Zugriffszeiten geringer sind und ein höherer Datendurchsatz erzielt wird. Dadurch, dass nicht mehr eine runde Scheibe in Bewegung gesetzt werden muss und sich Leseköpfe bewegen, wird wieder Energie eingespart. Solid State Disks sind jedoch für den Privatbereich noch verhältnismäßig teuer. Sie sind allerdings die Zukunft, da sie stromsparender und die Zugriffszeiten auch wesentlich schneller sind.

Die Betreiber der Suchmaschine Ecosia haben sich gesagt, dass sie bewusst etwas gegen den Klimawandel unternehmen möchten und den Umweltaspekt mit in ihrer Suchmaschine berücksichtigen wollen. Dass Google pro Websuche 0,2 Gramm CO2 produziert, muss nicht sein. Mit Google konnte sich dieser Suchmaschinenbetreiber nicht zusammentun, da Google gewinnorientiert ist. Ecosia greift bei den Suchanfragen auf die Dienste Bing und Yahoo zu, die gesponserte Links bereitstellen. Natürlich nutzen Bing und Yahoo ebenso wie Google keinen Ökostrom. Allerdings wird Ecosia von den beiden Suchmaschinenbetreibern gesponsert. Ecosia selbst arbeitet mit Ökostrom. 80 % der Einnahmen spendet Ecosia an ein Regenwaldprojekt des WWF.

Gospel für eine gerechtere Welt – Möglichkeit eines Themenabends

Thursday, September 16th, 2010

Letztendlich soll mit der Aktion “Gospel für eine gerechtere Welt” eine Gesundheitsstation in Burkina Faso unterstützt werden. Rollen wir jetzt erst einmal die Sache von Hinten auf und ich glaube, dass hier ein Video zu Beginn nicht verkehrt ist. Unterstützt wird die Aktion von Brot für die Welt, dem evangelischen Entwicklungsdienst und dem Bundesumweltministerium.

Ländliche Kleinspitäler in Burkina Faso from Laafi on Vimeo.

Das Video wurde von Laafi, einer Hilfsorganisation, die sich auf Gesundheitsprojekte spezialisiert hat, produziert. Wenn man die Impfempfehlungen für Burkina Faso mal durchliest, dann entdeckt man nicht nur Malaria sondern auch Impfempfehlungen gegen Gelbfieber und andere Krankheiten. Malaria wird durch die Miskito eine Stechmücke und Gelbfieber durch die Gelbfiebermücke übertragen. Gelbfiebermücke Mücken sind meistens bei ruhigen Gewässern anzutreffen und deren Larven sind Wasserbewohner.

Nicht jeder weis gleich wo sich der Staat Burkina Faso befindet, manche kennen ihn nicht mal, weil ihnen noch Obervolta vertrauter ist.
Dieser Staat befindet sich in Mittelafrika und grenzt im Norden an die Sahelzone. Über diesen Staat hat der Sender Arte ein seiner Reihe “offene Karten” eine Sendung produziert.

Aber nun zurück zum Problem der Stechmücken und dem Wasser. Aktuell wird die Gefahr von Malaria und Gelbfieber eher im südlichen Bereich anzutreffen sein, da hier die Gegend bewachsener ist und mehr subtropisch ist. Wie die Zukunft für das Land aussieht ist ungewiss, da man vom Klimawandel her nicht genau weiss, ob es in Burkina Faso eher feuchter wird ober ob sich die Wüste vom Norden her mehr ausbreiten wird. In Verbindung mit dem Klimawandel wird auch von Klimaflüchtlingen geredet. Nachfolgendes Video zeigt zuerst Beispiele, was Wasser, mehr Regen und das Ansteigen der Meeresspiegel bewirken kann.

Das Problem mit Überflutung besteht aber nicht nur in Staaten wie Bangladesh. Ganz aktuell macht eine Wasserblase im Mont Blance-Gletscher der Bevölkerung dort große Sorgen. Und dieser Berg befindet sich im französischen Teil der Alpen, also in unseren Breitengeraden.

Ein anderes Problem ist die Wüstenbildung. Hier hat der Mensch eine große Einflussnahme und kann sich schnell zum Teufelskreis entwickeln. Auch hier hat Arte eine entsprechende Sendung produziert, die die Hintergründe der Wüstenbildung erklärt.

Die Situation im Norden des Landes sieht in etwa so aus

Das das Land nicht unbedingt trockener werden muss beweist eine Überschwemmung im Jahr 2007betroffene Länder, Flutkatastrophe über die verschiedentlich berichtet wurde und zu der es viele Informationen in diesem Blog gibt.Foto - Ueberschwemmung Ein stehendes Gewässer kann auch ein nicht mehr genutzter Brunnen sein und da gesagt wird, dass die Brunnen häufig verschmutztes Wasser enthält wäre dies eine Erklärung. Ein Projekt, das beim Gospelkirchentag unterstützt wird betrifft eine Tiefbrunnenbohrung, was für sauberes Trinkwasser steht.

Warum es zu verschiedenen Krankheiten in Burkina Faso kommen kann sind vielleicht inzwischen nachvollziehbar. Im Ausgangsvideo wurde allerdings auch geäußert, dass der Patient zur Behandlung von Malaria oder einer anderen Infektion ein Rezept für die passende Medikation erhält. Und genau hier stellt sich ein weiteres Problem. Wie soll den der Burkener seine Medikamente bezahlen, wenn er kaum Geld hat und für das Haupttransportmittel, ein Esel, etwa 1 Jahr lang sparen muss. Die größten Einnahmen erziehlt Burkina Faso durch den Export von Baumwolle. Allerdings wird die Baumwollproduktion beispielsweise in den USA subventioniert und beeinflusst somit negativ den Absatz was Länder wie Burkina Faso betrifft. Hier nützt vorallem der faire Handel – wie das konkret aussieht erfährt man hier:

In einem Beitrag ist viel über die Situation mit der Gesundheitsversorgung im Land zu erfahren. Hier wird speziell von einer Gesundheitsstation erzählt, wie die aufgebaut wurde, wie Personal gewonnen und eingearbeitet wurde und wie schnell sich die Situation ändern kann, wenn durch eine Überschwemmung eine Meningitisepedemie auftritt und schnell gehandelt werden muss.

Wie man auch in dem Ausgangsvideo erfahren hat, sucht ein Burkener häufig zuerst Hilfe in tradioneller Medizin. Wenn das Gefühl aufkommt, dass der Medizinmann nicht mehr weiter weis, erst dann wird die Gesundheitsstation aufgesucht. Dann kann sich allerdings Malaria bereits im fortgeschrittenen Stadium befinden. Es mangelt also häufig an dem Wissen, dass besser geholfen werden kann, wenn man recht früh einen Schulmediziner aufsucht. In unserem Landen wird häufig geäußert “Wissen ist Macht”. Zusammen mit der Unicef-Botschafterin Eva Padberg wurde ein Video über eine Projektreise erstellt mit dem Ziel das Bildungswesen in Burkina Faso voranzutreiben.

Zu den Kindern gehört, dass diese Träume haben. Häufig ist es in Ländern wie Burkina Faso allerdings so, dass die Träume auch Träume bleiben, da die Eltern kein Geld haben. Allerdings aus dem Dilema der Armut kann man nur durch Bildung kommen, da man hier lernt Dinge und Zusammenhänge zu verstehen und auch wie man sich selbst helfen kann. Ein ganz wichtiger Faktor ist auch die Verständigung. Die Amtssprache in Burkina Faso ist Französich, eine der Weltsprachen. Aber in den ländlichen Regionen kann längst nicht jeder Französisch sondern spricht seine Einheimischensprache und schon hat man die Verständigungsprobleme.

Wir in Deutschland leben eher im Energieüberfluss. Strom ist in unseren Landen kein Problem, häufig denken wir gar nicht mehr nach wofür wir alles Strom verwenden. In Burkina Faso sieht dies anders aus. Hier gibt es Landstriche, in denen es gar keinen Strom gibt oder es sind Energieeinrichtungen vorhanden, die aber dringend gewartet werden müssten. Atmosfair hat in Bereich der Energiegewinnung in Burkina Faso ein Klimaschutzprogramm gestartet.

Atmosfair hat bei seinem Projekt auch an die Zukunft gedacht und hier bewusst auf regenerative Energien gedacht. Erdöl wird in naher Zukunft berbraucht sein. Außerdem belasten die CO2-Emmissionen die Umwelt. Am sinnvollsten ist die Nutzung von Sonnenenergie dort wo es am meisten Sonne hat und das ist in der Wüstenregion. Zum Thema Klimawandel gab es im Oktober 2009 das 7. Weltentwicklungsforum, das zufälligerweise in Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Faso, stattfand. Hierzu ein Bericht im Focus. Getan wird an co2-freier Energieproduktion schon etwas in Afrika wie folgendes Projekt beweist.

Aber auch bei uns kann man mit guten Beispiel vorangehen. So wird in der südbadischen Stadt Freiburg gerade in den südlichen Stadtteilen viel auf Sonnenenergie gesetzt. Die Personalkantine der Uniklinik Freiburg hat auf ihrem Dach eine Photovoltaikanlage im Einsatz und nutzt auch Sonnenkollektoren zur Erwärmung des Spülwassers. Der Freiburger Stadtteil Vauban wird weitgehend mit Fernwärme versorgt. Einen Schritt weiter ist man in Lörrachs Stadtteil Stetten-Süd gegangen. Dieser wird ebenfalls mit Fernwärme versorgt, die aus warmen Grundwasser im Basler Vorort Riehen bezogen wird.

Die Erde kann aber auch zum Kühlen benutzt werden und kann auf diese Weise manche Klimaanlage einsparen. Die Universität des Saarlandes setzte beim Bau eines neues Institutsgebäudes für die Belüftung die Technik der Erdkühlung ein und auch bei der Fachhochschule Osnabrück wird die Umsetzung einer Erdkühlung beschrieben und was sie der Fachhochschule der schlussendlich gebracht hat.

Nachfolgenes Video stellt das das Problem Kohle und Atom in Frage, dass zum einen für das CO2-Problem steht und zum anderen auch eine Frage der Rohstoffvorräte ist. Und auch Uran wird mal erschöpft sein und es allgemein bekannt, dass man von dem Atomstrom weg möchte. Im Video werden hier Alternativen aufgezeigt.

Wasser- und Windkraftanlagen als auch Photovoltaikanlagen haben ein Problem, sie versorgen entweder immer noch mit einer Grundlast oder sie können bei einer Windflaute oder einer Wolke auch mal zu wenig Energie produzieren. Im Gegensatz dazu produzieren Wasserkraftwerke möglicherweise nachts zuviel Energie. Auch hier gibt es im Bereich der grünen Energie eine Lösung. Pumpspeicherkraftwerke. Bei mir in der Gegend gibt 3 dieser Pumpspeicherkraftwerke. Es ist zum einen das Eggbergbecken bei Bad Säckingen, das Hornbergbecken oberhalb von Wehr und einen Kraftwerksverbund, bei dem 3 Pumpspeicherkraftwerke hintereinangergeschaltet sind. Wie ein solches Kraftwerk funktioniert wird in folgendem Video erklärt.

Hier noch mal ein Schlauplan der Schluchseewerke

Schluchseewerke

Auch im kleinen kann man schon Beiträge leisten. Beispielsweise in dem man seinen Kühlschrank in der Urlaubszeit ausschaltet. Auch in der Informationstechnologie gibt es schon sogenannte energiesparende Festplatten, die mit einer niedrigen Drehzahl routieren. Nach neuesten Informationen bringt die Kombination mit einer Solid Statedisk, die ohne bewegliche Teile arbeitet sogar noch eine wesentlich größere Energieeinsparung. Weitere Projektmöglichkeiten wie die Servervirtualisierung oder Kühlung durch Wärmeaustausch mit Grundwasser werden hier beschrieben.

Und sogar bei Straßenbahnen, die ja mit Strom betrieben werden und man sie für co2-schonender im Vergleich zu Bussen findet, kann noch in Sachen Energieverbrauch und Klimaverträglichkeit optimiert werden. So setzt seit geraumer Zeit die Stadt Heidelberg Straßenbahnzüge ein, die mit Energiespeichertechnik ausgestattet sind und es somit ermöglichen streckenweise auch ohne Oberleitung zu fahren. Diese Technik soll bei einer neuen Trassenführung durch den Campus Neuenheimer Feld eingesetzt werden. Grund dafür ist, dass die Oberleitung und vorallem das um diese Leitung bestehende Magnetfeld die Arbeiten in den sich dort befindlichen Forschungsinstituten an Geräten wie Elektronenmikroskopen stark stören könnte.

Und bei Konzerten mit seinem Chor kann man sich Gedanken machen, ob man die Beleuchtung nicht auf stromsparende LED-Technik umstellen möchte. Der Freiburg Gospel Choir benutzt schon seit ein paar Jahren farbige Spots, die auf Highpower-LED basieren. Angedacht war bei der Aktionsmitwirkendentagung in Witten eine Art Kette durch Deutschland was Gospelaktivitäten angeht. Fest steht jedenfalls das Datum. Am 17. September 2011 findet der Gospeltag statt und geplant sind hier Konzerte in Einkaufspassagen, Seniorenheimen auf Plätzen und weitere Auftrittsmöglichkeiten in kleinem Rahmen.

Im Mai wurde bei der Tagung in Witten die Frage gestellt warum der Kühlschrank andere etwas angeht. Und hier kam der nachvollziehbare Gedanke auf, dass man seinen Kühlschrank in Urlaubszeiten einfach ausschaltet, weil man ihn nicht benutzt und im Moment deswegen nicht benötigt. Die Haushaltstechnik hat sich allerdings weiterentwickelt und es kommt die Zeit, dass viele Haushaltsgeräte einem diese Denkarbeit abnehmen.
Aus nachfolgendem Beitrag Die Waschmaschine denkt mit, die zwar noch nicht selbst wissen wann jemand Urlaub machen möchte, die allerdings bereits erkennen wann ein günstiger Stromtarif zur Verfügung steht und sich auf diesen Zeitpunkt erst einschalten. Ein bisschen in dem Portal noch gestöbert stößt man plötzlich auf das erste bioklimatische Dorf der Welt, das keine CO2-Emissionen produziert.

Ein toller Gedanke wurde bei einer Tagung bei der Creativen Kirche in Witten geboren. Eine sogenannte Gospelchain. Aus dem Gedanken der Gospelchain wurde der Gospelday, vermutlich weil es zu schwierig wäre die Chöre so zu koordinieren, das diese zeitlich versetzt eingesetzt hätten. Hierbei wurde überlegt Benefizkonzerte zeitlich aneinander zu reihen, die sich örtlich allerdings über ganz Deutschland ziehen. Bereits beim Gospelkirchentag möchte man mit Taten beginnen wie man hier in Deutschland einen kleinen Beitrag leisten kann. Es werden Lebensmittel aus biologischem Anbau vertrieben und es gibt fair gehandelten Kaffee und Saft. Auch mit dem Thema Müllvermeidung hat man sich auseinandergesetzt und möchte diesmal auf Einweggeschirr verzichten. Ob sich sehr viel Energie beim Kirchentag einsparen lässt weis ich nicht. Die LED-Technik, die ursprünglich gewünscht war, liess sich jedenfalls nicht finanzieren. Aber wenn man an die Standby-Problematik bei Elektrogeräten denkt, im Urlaub mal seinen Kühlschrank ausschaltet und bewusster mit dem Wasser umgeht hat jeder schon einen kleinen Beitrag geleistet.

Gospelkirchentag sammelt Spenden für Tiefbohrungsprojekt in Burkina Faso

Friday, August 13th, 2010

Offensichtlich unabhängig vom Aktionsprojekt “Gospel für eine gerechtere Welt” werden am Gospelkirchentag Spenden für ein Tiefbohrungsprojekt in Burkina Faso gesammelt. Wer so wie ich sich über Tiefbohrungen in der Wiki schlaumacht wird schnell stutzig, denn dort steht geschrieben, dass solche Bohrungen in aller Regel für Erdöl- und Erdgasförderung gemacht werden. Inzwischen habe ich mich mal mit einem Projektleiter ausgetauscht, der bei der GTZ für Brunnenprojekte in der Golfregion (Iran, Vereinte arabische Emirate, …) zuständig ist, unterhalten. Er erklärte mir, dass es keine genaue Grenze gibt, wann man von einer Tiefbohrung sprechen kann und erklärte, dass ein Tiefbrunnen häufig nur ein Brunnen ist, der schlicht tiefer gebohrt ist als die in der Region üblichen Brunnen. Von einem Projekt der GTZ habe ich gehört, dass in Saudi Arabien ein Brunnenprojekt mit einer Bohrtiefe von 2 000 m durchgeführt werden soll, um Wasser aus einer wasserführenden Schicht zu fördern.

Irgendwie steckt es in dem Mitteleuropäer und vorallem dem erwachsenen Menschen. Er möchte die Dinge gerne verstehen und fragt natürlich nach dem Sinn, ob er es mit einem Gewissen gut vereinbaren kann eine Sache zu unterstützen. “.. unsere Leute vorort wissen genau warum so und nicht anders” sind hier meist Worte worüber man nüchtern erst einmal lächeln muss. Beim zweiten oder dritten mal lesen, wenn man dann schon etwas mehr Hintergründe erfahren hat, dann denkt man häufig anders darüber.

Burkina Faso liegt im Gebiet der Sahelzone in Afrikas Westen. Dort gibt es bereits mehrere Projekte, die sich mit Brunnenbau befassen. Allerdings wurden hier immer nur Grundwasser gewonnen, das aus relativ geringer Tiefe kam. Gepumpt wurde entweder mit Handschwengelpumpen oder es kam eine Motorpumpe zum Einsatz. Auf der Seite von wateraid werden Wassergewinnungsbeispiele in Burkina Faso vorgestellt. Bei Youtube habe ich ein Video gefunden, das von sauberem Wasser für die Hauptstadt Burkina Fasos, Quagadougou beschreibt und ein entsprechendes Projekt vorstellt.

Handschwengelpumpe

Im Video wird sehr anschaulich gezeigt, dass es durchaus Zisternen gibt und auch Brunnen. Aber häufig ist dort das Wasser verschmutzt und führt so zu Durchfällen. Krasse Beispiele werden im Video gezeigt, wo Wasser aus Erdlöchern geschöpft wird oder man nur einen Gullideckel abnehmen braucht und sich mal schnell Wasser schöpft. Aber wie schnell breiten sich in lauwarmen Wasser Bakterien aus. Auf der Website von Freunde von Nouna wird u. a. ein Brunnenbauprojekt vorgestellt. Hier wurde extra erwähnt, dass der Brunnen aus hygienischen Gründen betoniert worden ist. Und dadurch schon mal kein Schlamm und keine Erdkeime in das Wasser gelangen.

Das Wasserpumpen sogar Spaß machen kann, hat sich eine gemeinnützige Hilfsorganisation zu nutze gemacht und die sogenannte Playpump erfunden und patentieren lassen. Das Prinzip läuft wie folgt:

Funktionsprinzip Playpump

aus 40 m Tiefe, wobei diese sogar aus 100 m Tiefe fördern kann, wird über ein Karussel sauberes Wasser in einen Tank gepumpt. Die Betreiber gehen davon aus, dass sich das Karussel etwa mit 16 Umdrehungen pro Stunde dreht. Der Tank hat häufig ein Fassungsvermögen von 2 500 Litern und befindet sich 7 Meter über dem Boden. Auf diese Weise wird nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren auch ein Wasserdruck aufgebaut. Es wird davon ausgegangen, dass pro Stunde etwa 1 400 Liter Wasser produziert, bzw. aus dem Boden gehohlt wird.
Ungeklärt ist wie lange das Wasser im Tank steht und ob die Gefahr besteht, dass sich das Wasser aufheizen kann. Ich habe diese Art der Wasserförderung einfach mal mit reingenommen, da hier Wassergewinnung mit sozialer Bindung und Spaß kombiniert wird und ich so etwas einfach gut finde.

Das unterstützte Projekt muss mit dem dieser Art aber gar nichts zu tun haben.

Über die Geologie von Burkina Faso wird recht wenig geschrieben. Zu lesen ist, dass eher ein metamorphoses Gebierge vorallem im Süden Richtung Sudan hin und auch im Südwesten anzutreffen ist. Der höchste Berg mit 743 m befindet sich im Südwesten des Landes. Das Gestein besteht vorwiegend aus Gneisen und Sandstein. Über die metamorphenen Geisteine kann man sich hier informieren.

Ein anderer Anspekt für ein Brunnenprojekt ist die Agrarwirtschaft. Und in Burkina Faso wird vorallem Landwirtschaft betrieben und Baumwolle angebaut. Sehr gut kann man den zusätzlichen Nutzen durch sauberes Wasser bei einem landwirtschaftlichen Projekt sehen, dass die Organisation “Fastenopfer” in Burkina Faso durchgeführt hat.

Der wirtschaftliche Erfolg steckt vorallem im Baumwollexport. Natürlich ist hier auch der faire Handel wichtig. Aber jedes Leben braucht Wasser und von daher ist auch hier eine gewisse Wasserversorgung wichtig. Wie sich in dem Baumwollanbaugebiet der Klimawandel auswirkt kann man schlecht vorhersagen. Manche rechnen mit einer weiteren Wüstenbildung. Andere fürchten aber auch, dass die Regenfälle gerade in dem Tropenbereich zunehmen. Über den “Fraitrade” informiert dieses Video

“Gospel für eine gerechtere Welt” – Botschaftertagung bei der Creativen Kirche in Witten

Tuesday, June 1st, 2010

Auf dem Kickoff zum Gospelkirchentag wurde die Aktion schon kurz angesprochen. Aber nur, dass man hierfür noch Botschafter sucht. Im Frühjahr des Jahres wurde ich von der CREA noch einmal gezielt angesprochen und hatte mich daraufhin als Botschafter für die Aktion gemeldet.

Am letzten Maiwochenende ging es dann zu einer Botschaftertagung nach Witten in Westphalen. Die CREA beschrieb es in seinem Infoschreiben für die Botschafter ganz spannend “Wir betreten Neuland und wir werden zusammen lernen”. Vorbereitet war man also auf eine Ideensammlung, die es immer beim Projektstart erst einmal braucht. Als Themenschwerpunkte wurden erst einmal eingekreist: gerechte Entwicklung, Umweltschutz und Fairtrade.

Am Freitag gab es nur einen groben Informationsüberblick über die ganze Aktion. Es traten Rednerinnen vom evangelischen Entwicklungsdienst und Brot für die Welt auf.

Was könnte Burkina Faso eigentlich besser als folgendes Video:

Der Samstag war geprägt mit dem Inhalt globale Ungerechtigkeit. Wir hinterfragten uns auch warum es uns eigentlich gut geht oder auch warum wir meinen, dass es uns gut geht. Ich denke, dass eine gewisse Empfindung für Gerechtigkeit auch in dem Animationsfilm “Das große Krabbeln” erklärt wird.

Dieser Film geht vorallem auf den Aspekt ein, gemeinsam kann man was bewirken. In einer Broschüre habe ich eine provokante Schlagzeile gelesen, die ich erst einmal so stehen lassen möchte. “Geld kann duften” !!

Und wenn man mal, wie ich VWL hatte, kommt man schnell drauf, dass Geld ja nur ein Zahlungsmittel ist oder noch krasser ein Tauschmittel und in der modernen Welt statt Abgaben von Salz, Getreide oder mittelalterlichen Fronleistungen benutzt wird. Von daher Geld an sich macht rein gar nichts. Es kommt halt drauf an wofür die Menschen es benutzen. Normalerweise gelangt das Geld an Banken, Unternehmen oder Staaten, die das Geld produktiv einsetzen, aber wofür – meist doch, um erwirtschaftete Gewinne einzufahren. Was für Auswirkungen auf Mensch und Natur dies hat wird meist weniger nachgefragt. Bei den ethischen Geldanlagen gibt es sogar etwas Kroteskes. Man schließt Unternehmen aus, aber man fördert auch Unternehmen. Und nochmehr, es findet auch eine Beeinflussung von Unternehmen statt. Negativkriterien sind beispielsweise Investitonen in Waffen, Prostitution oder schlicht wo erkannt wird, dass der Mensch mehr als Ressource angesehen wird. Aber es gibt auch Institutionen und Unternehmen, die beispielsweise im Klimaschutz was bewegen wollen und somit Positivkriterien erfüllen.

Sehr anschaulich hat dies die Website Kirchenfinanzen zusammengestellt. In diesem Zusammenhang haben wir einen provokanten Kurzfilm angeschaut:

Anschließend haben wir die Ungerechtigkeit in Burkina Faso genauer beleuchtet. Aber um die Ungerechtigkeit in diesem Land besser zu verstehen, sollte man erst einmal erfahren, wie dort überhaupt gelebt wird.

Die Ungerechtigkeit kann man jetzt vielleicht besser verstehen, wenn man dieses Land im Vergleich zu Europa, den Industrienationen aber vielleicht auch anderen afrikanischen Staaten wie den Tschad, in dem Erdöl gewonnen wird, von Südafrika wo viele sich versprechen ein neues Imperium aufzubauen oder auch anderen Staaten, die sich in Afrika bereits im Aufschwung befinden.

Manch einer wird sich bei diesem Punkt sicherlich denken, da hat jemand einen Knall “Warum mein Kühlschrank andere etwas angeht”. Wenn man zumindest mal gedanklich sich in einen Menschen aus Burkina Farso (Sahelzone) versetzt, dann kann ich mir durchaus vorstellen, dass die danach lechzen in einen Kühlschrank blicken zu können, in dem sie was finden. Sie selbst müssen sich häufig selbst die Frage stellen, wie finde ich etwas, um es in den Kühlschrank stellen zu können. Oder noch extremer, wo kriege ich einen Kühlschrank her, um zumindest über die Speisen etwas Abkühlung zu erfahren.

Inzwischen ist mir die Frage “Warum mein Kühlschrank andere etwas angeht” und vorallem warum man seinen Kühlschrank bei längerer Abwesenheit eigentlich nicht in Betrieb haben brauch bewusster geworden. Es geht hier vorallem um den Klimawandel. Zum einen hört man da, es wird trockener, zum anderen wird es feuchter und es gibt Gegenden, die mit dem Anstieg des Meeresspiegels zu kämpfen haben. Hierzu habe ich eine Produktion von Arte gefunden:

Die andere Frage, die sich jedoch stellt ist, was hat das Video mit dem Klimawandel in Afrika und möglicherweise für Burkina Faso zu tun. Auch hier hat Arte eine entsprechende Produktion mal gemacht:

Danach wurde exemplarisch mal ein Themenabend durchgespielt, wie dieser bei einem Chor aussehen könnte. Sinn macht es eigentlich erst einmal den Kontinent Afrika an sich vorzustellen als auch über den Aufschwung

Wir Mitteleuropäer sind eher von einem verhaltenen Wesen geprägt und fragen uns da schon eher, ob es Sinn macht ein Hilfsprojekt zu unterstützen was vielleicht danach untergeht. Man möchte gerne erfahren, was haben die Afrikaner eigentlich selbst schon erreicht oder wo gibt es Ansätze, die den Afrikaner zeigen – hier ergeben sich neue Möglichkeiten. Das Selbstbewusstsein dieses Kontinentes zählt also.

Aber wie kann man Selbstbewusstsein erlangen. Hier vielleicht die ungeschriebene Gegebenheit “Wissen ist Macht”.  Das Problem vorallem bei den Frauen in Afrika und auch in Burkina Faso ist, dass viele davon nicht Lesen und Schreiben können und von daher viele die Amtssprache Französisch, die in Burkina Faso gesprochen wird überhaupt können. Hier vorallem mit Bildungsangeboten ist der EED (evangelische Entwicklungsdienst) aktiv. Er gibt dort Alphabetisierungskurse und es geht sogar soweit, dass er Stipenien anbietet, um jungen Erwachsenen aus Afrika und Staaten mit einem geringen Bildungsangebot die Möglichkeit zu bieten in Deutschland und anderen Industrienationen eine Ausbildung oder ein Studium bei einer Universität machen zu können und dann mit diesem Wissen zurück in ihr Land gehen können. Wie wichtig Bildung ist, veranschaulicht folgender Film:

Was uns allen sehr gefallen hatte war eine Art Aufstellungsspiel, bei dem 2 Rechtecke auf den Boden geklebt werden. Ein großes und ein kleines. Das große ist etwa 3 x so groß wie das kleine. Das kleine soll Burkina Faso symbolisieren, das große Deutschland. Wir hatten hier zum einen die CO2-Emissionen verdeutlicht. Mit dem CO2-Rechner kann jeder selbst seine CO2-Emissionen ermitteln.

Die Deutschen hatten mehrer Packen an Streichhölzern gehabt. Die Burkener mussten mit einem einzigen auskommen. Noch besser konnte man dies an einer Schokolade verdeutlichen. Deutschland hatte einen ganzen Teller voll erhalten, die Burkener hingegen gerademal einen Riegel. Für unser Beispiel wurde später sogar noch gesagt, dass einer von den Deutschen in unserem Fall eigentlich 26 Riegel Schokolade essen müsste. Die Burkener hätten von dem kleinen Stück Schokolade, die sie sich teilen sollten sogar noch eine kleine Ecke abbrechen müssen und dies an Deutschland zurückgeben müssen.

Vorstellbar könnte sein auch einige afrikanische Titel zu singen, um sich auch mit der Musik in Afrika zu beschäftigen. Und siehe da, es gibt sogar einen Gospelsong, der aus diesem Land stammt:

aber auch ein Siyahamba oder ein anderer afrikanischer Titel passt da doch gut.

oder man nimmt dann doch Miriam Makeba