Posts Tagged ‘let us never forget the love of jesus’

Anna Weister-Andersson – Hintergründe zum Titel The love of Jesus

Monday, October 14th, 2013

Ich war sehr froh, dass ich diesen Titel bei einer Workshopwoche im VHS-Heim Inzigkofen von Angelika Rehaag lernen durfte. Auch war ich sehr dankbar, dass mir Angelika Rehaag den Kontakt zu Anna Weister-Andersson herstellte. Wir hatten diesen beim Abschlusskonzert des Workshops im Jahr 2013 gesungen.

Lasst uns Jesus Liebe niemals vergessen. In uns, durch uns, lasst es uns ausleben. Lasst uns niemals den Grund, warum wir eigentlich leben, vergessen. Weil ich für dich hier bin und du für mich und durch Jesus Liebe sind wir frei!

Refrain: Lasst uns Gott preisen durch unsere Art zu leben. Lasst uns Gott durch Großzügigkeit preisen. Lasst uns Gott lobpreisen. Alle stehen zusammen und mit Jesus Liebe (auch) die Gehandicapten und Kleinen.

Und mit Jesus Liebe (auch) die Gehandicapten und Kleinen.

Wenn man sich mit den Hintergründen beschäftigen möchte, was ist eigentlich die Liebe Jesus oder wie kann man diese Liebe verstehen, ist mir bei einer Recherche auf Youtube dieses Video aufgefallen, das sich auf den 2. Kolosserbrief bezieht.

In dem Brief wird auf die Situation eingegangen wie Jesus mit einer Ehebrecherin umgeht. Nach den 10 Geboten heißt es ja “Du sollst nicht ehebrechen”. Die Frau hatte aber die Ehe gebrochen und war in den Augen der Gelehrten also eine Sünderin, die bestraft gehört. Als die Gelehrten allerdings zum Nachdenken gezwungen wurden und durch einen Steinwurf beweisen sollten, dass sie ohne Sünde seien kehrten sie sich von Jesus ab und ließen ihn und die Frau alleine. Jesus hatte ihr allerdings nur zu verstehen gegeben, dass sie offensichtlich etwas unüberlegtes getan hatte, sie für ihn allerdings trotzdem ein Mensch ist, den er achtet. Beleuchten wir hier mal den zweiten Teil der Geschichte. Die Frau war nicht gegangen sondern ist mit Jesus. Es kam von ihr kein Wort wo junge Erwachsene sagen würden “o. k. ich hab Mist gebaut oder Scheiße war’s”. Sie sind in dem Moment einfach nur zusammen.

Im Refrain des Gospelsongs wird immer wieder angesprochen, dass Jesus für die Schwachen und Gehandicapten da war. Da wird man sich vielleicht fragen, warum machte der das überhaupt. Für viele in der heutigen Zeit ergibt das keinen Sinn oder aber sie sind zusehr mit ihrem Alltag beschäftigt, dass darüber viel zu wenig nachgedacht wird.

Vielleicht versteht man dies, wenn man dies einfach mal auf die heutige Zeit überträgt. Der Interviewpartner in der Bibel TV-Produktion hatte in der Quizsendung “Wer wird Millionär” mitgespielt gehabt mit dem Zeit einem verschuldeten Freund zu helfen. Er hatte gewonnen und dann seinen Gewinn verschenkt.

Der Pfarrer gibt im weiteren Verlauf des Gespräches preis, dass es die Verbidung zu Gott ist, die ihn dazu bewegt auch anderen etwas zu geben. Er sieht das quasi als Auftrag von Gott, das sich für ihn auch durch seinen Glauben an ihn ergibt.

Was allerdings immer noch im Raum steht – warum leben wir eigentlich und was ist eigentlich der Grund, das wir leben. Warscheinlich so direkt lässt es sich beantworten. Nüchtern hätte man gesagt, dass die Eltern halt wollten, dass man geboren wird. Aus einem anderen Gesichtpunkt kann man es vielleicht verstehen, wenn man mal den Unterschied zwischen gesund und krank  beläuchtet. Einige sagen, dass sie sich aus einer Krankheit ziehen möchten, in dem sie halt voller Hoffnung sind, andere setzen da an den Glauben das alles gut wird und vorallem auch, dass die Freunde, Verwandten und Bekannten zu einem stehen. Die Pastorin setzt hier sehr stark ein Argument dagegen was ein Passant auf der Straße geäußert hatte “Gott hilft ihm jedenfalls nicht”. Sie ist aber davon überzeugt, dass Gott auch möchte, dass sie wieder gesund wird und dies entsprechend steuert und sagt hinzu, dass wenn es Gott möchte der Verlauf einer MS-Erkrankung einen Tag später plötzlich auch wesentlich schwerer sein kann, dieser allerdings zwangsläufig nicht immer schwerer sein muss sondern plötzlich auch wesentlich erträglicher und leichter sein kann.

Hans-Christian Jochimsen hatte sich auch Gedanken über die Liebe zu Gott und Jesus gemacht gehabt und das in seinem Titel “Deeper than” bildhaft beschrieben. Gottes liebe ist für ihn höher als der Himmel, breiter als der Sonnenschein und wesentlich weiter in die Tiefe gehend als dies ein Ozean sein kann, obwohl die Ozeane schon den größten Teil der Erde bedecken.

Weiterhin möglicherweise unbeantwortet kann allerdings noch die Frage sein, warum soll Gott großzügig sein. Ich glaube am besten wird dies über das Gleichnis des verlorenen Sohns geklärt, dass in diesem Interview Spezial beleuchtet wird.

Eine Woche gospeln in ehemaligen Kloster an der Donau

Sunday, September 15th, 2013

Ich hatte von der Möglichkeit zufällig erfahren gehabt. Im Februar hatte ich nach einer Möglichkeit gesucht preiswert gospeln zu können und nicht die Kosten zu haben, die ich bei einem inzwischen Schicki-Micki-Gospelworkshop in Antalya gehabt hätte. Und alles in allem habe ich sogar 400 Euro weniger ausgegeben als ich für eine Woche Workshop Ende Januar 2014 in Antalya ausgegeben hätte.

Foto: Klaus Graf

Die Anreise war recht unkompliziert und führte über das Höllental mit Umsteigen in Neustadt im Schwarzwald direkt nach Sigmaringen und weiter mit dem Bus nach Inzigkofen. Der Workshop fand dort im VHS-Heim, das sich im ehemaligen Kloster befand. Da sich unter den Teilnehmern auch Damen aus St. Peter im Schwarzwald befanden zeigt es, dass die Chorwoche durchaus auch für Badener interessant ist.

Es ist schon was Angenehmes, wenn man in dem Gebäude, in dem man den Workshop hat auch gleich 3 x am Tag verpflegt wird. Jedenfalls gehörte es zum Angebot, dass man in dem jetzigen VHS-Heim neben Frühstück auch ein Mittagessen sowie ein Abendessen bekommen hatte und selbstverständlich alles frisch gekocht. Wer wollte und im benachbarten Gasthaus untergebracht war, konnte natürlich auch dort frühstücken.

Foto: VHS-Heim, Inzigkofen

Mit Angelika Rehaag gospeln heisst nicht jeden Tag die letzte Luft aus seiner Lunge zu Quetschen. Immer wieder wurde korrigiert. Die Damen mussten lernen mehr in die Nase hinein zu singen und beim Singen vorallem die Zähne zu zeigen. “Ich möchte den Sound von kleinen Kindern haben” – so hatte es fast jedes Mal gehießen. Hatte aber auch einen Grund dafür gegeben, auf diese Art und Weise wurde plötzlich das Gesungene wesentlich strahlender und wirkte nicht mehr so gelangweilt.

Morgens hatte man vielleicht teilweise das Gefühl gehabt, das man riesen große Seifenblasen ausspucken würde, wenn mit den Tönen jongliert wurde und man dazu Armbewegungen machen sollte als ob man Kugeln aufeinanderschichten wolle. Später wurde es kombiniert als ob die hohen Töne wie Regentropfen runterfallen würden. Auf diese Art und Weise hatte man beim Einsingen auch einen gewissen Spaßfaktor gehabt.

Manche Titel kann man nicht einfach so in die Menge brüllen, dann wirken sie nicht. Vielleicht gerademal den Refrain von “Let us never forget the love of jesus” und es war sofort klar warum. Man kann die Liebe Gottes nur warnehmen, wenn man das mit Staunen singt. Ansonsten hätte man genau das was man nicht will – die Botschaft ist verpufft und schnell ist genau das vergessen worum es geht.

Ein bisschen schade ist es, dass die Chorwoche, so wie sich der Kurs beim VHS-Heim sich nennt nur alle 2 Jahre stattfindet. Nächste Gelegenheit ist also 2015 und üblicherweise ist das immer in der letzten Woche der baden-württembergischen Sommerferien.

Foto: VHS-Heim, Inzigkofen