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Lyn Hopkins – Hintergründe zum Titel I will never be the same again

Monday, November 21st, 2016

Diesmal ist es allerdings kein Sportler. Vielmehr ist der Song bekannt von Hillsong. Die Hillsong Church wurde 1983 als Megachurch der Pfingstbewegung im australischen Sydney gegründet und soll nach eigenen Angaben bereits in Australien 21 000 Mitglieder haben. Seit 1999 hat sie diesen Namen. Gesungen wird der Song hier von den Heritage Singers, einer amerkanischen Gospelformation, die etwas vergleichbar mit Musikgruppen der Hillsong Church sind. Gegründet wurde die Formation von Max Mace und seiner Frau Lucy und ihren beiden Kindern Val und Greg.

Ich werde nie wieder der Selbe sein,
Ich kann nie zurück, habe ich die Tür geschlossen.
Ich werde den Weg gehen, ich werde das Rennen bestreiten
Und ich werde nie wieder der Selbe sein.

Ich werde nie wieder der Selbe sein,
Ich kann nie zurück, habe ich die Tür geschlossen.
Ich werde den Weg gehen, ich werde das Rennen betreiten
Und ich werde nie wieder der Selbe sein.

Falle  wie Feuer, genieße es wie den Regen,
Wie tosendes Wasser, wie es fließt.
Fege die Dunkelheit hinweg, verbrenne Du die Spreu,
Und lasse Du die Flamme brennen, um Deinen Namen zu verherrlichen.

Es gibt größere Höhen, gibt es tiefer See,
Alles, was Du tun musst, Herr Du bist in mir.
Die Herrlichkeit Gottes füllt mein Leben,
Und ich werde nie wieder dasselbe sein.

Falle wie Feuer, genieße es wie den Regen,
Wie tosende Wasser wieder fließen.
Putze die Dunkelheit weg, die Spreu wegbrennen
Und lasse eine Flamme brennen, um Deinen Namen zu verherrlichen.

Fallen Sie wie Feuer, genießen Sie wie Regen,
Wie tosende Wasser wieder fließen.
Werfe mal die Dunkelheit weg, verbrenne die Spreu,
Und lasse eine Flamme brennen, um Deinen Namen zu verherrlichen.

Ich werde nie wieder dasselbe sein,
Ich kann nie zurück, habe ich die Tür geschlossen.
Ich werde den Weg gehen, ich werde laufen, Rennen
Und ich werde nie wieder dasselbe sein.
Und ich werde nie wieder dasselbe sein.
Und ich werde nie wieder dasselbe sein.

Eigentlich kann man sich beim Pfingstfest hinterfragen. Es wird da so schön gepredit über Feuer und Zungen, die es geschafft haben sollten, dass die Menschen in unterschiedlichen Sprachen gesprochen hatten und sich trotzdem verstanden. Es wird gesagt, dass an dem Tag Gott den Glauben ausgeschüttet hat. Klingt ja nett – nur was hat das jetzt mit diesem hier zu tun.

Natürlich wird man physikalisch immer der selbe bleiben.

Wenn man es allerdings aus dem Blickwinkel von einem solchen Menschen her betrachtet, der plötzlich eine göttliche Zunge erhalten hat und der das Gefühl hatte, man versteht ihn plötzlich, dann fühlt man sich doch wie ausgewechselt.

Vielleicht das warum plötzlich anders erklärt das Interview mit Johannes Hartl, das der christliche Sender Bibel TV in der Serie “Bibel TV das Gespräch” geführt hatte.

Der Satz “Ich kann nie zurück, ich habe die Tür geschlossen” beschreibt praktisch, dass man jetzt überzeugt ist und diesen neuen Schritt gehen möchte. Es kann z. B. einen obdachlosen Jugendlichen beschreiben, dem plötzlich geholfen wurde und eingesehen haben, dass der neue Weg jetzt gut für sie ist.

Pro7 Taff, Folge über Straßenkinder in Berlin

Noch besser, dass man einen  neuen Lebensweg beschreiten möchte beschreibt wohl der Ausschnitt aus der Sendung Taff, Pro7.

Die Phrase “falle wie Feuer, genieße es wie Regen” kann man von der Pfingstbotschaft her ableiten wo Feuer auf die Erde kam und sich förmlich ergossen hatte. Da sich Regen zu Bächen und Flüssen sammelt, passt es hier mit dem genießen und sich über eine breite Fläche ausbreiten. Weiter heißt es schlicht, dass man sich frei machen soll. Einfach mal alle Sorgen und Nöte aus seinem Leben verbannen, offen sein für Neues und das positive Gefühl genießen. Einfach mal auf den Kern konzentrieren – das drückt auch das Sprichwort “die Spreu vom Weizen trennen” aus. Lasse den festen Glauben in die leben, lasse ihn in Dir pulsieren wie eine Flamme, die lodert. Betreibe einfach mal Lobpreis und sagt einfach mal “danke Gott”.

Man hat mit dem Fehler, den man bislang gemacht hat abgeschlossen. Es wurde hier einfach mal die Tür zu gemacht. Vielleicht sogar abgeschlossen. Jetzt ist man für den neuen, besseren Weg bereit und möchte diesen beschreiten. Zurück geht hier einfach nicht mehr – aus und vorbei.

Hezekiah Walker Hintergründe zum Titel I feel your spirit

Wednesday, May 20th, 2015

Von dem Bischoff Hezekiah Walker ist bekannt, dass er schön für viele recht schwungvolle Gospel gesorgt hat. Bekannt sind Titel wie “I am souled out”. Geboren wurde er im Dezember 1962 und hat heute  eine protestantische Großkirche im New Yorker Stadtteil Brooklyn.

[Solist:]
Ich fühle deinen Geist über mir
[X 2]

Es liegt in meiner Hand
in meiner Seele
und ab und an in meinen Füßen
Ich fühle deinen Geist
über mir (ja)

[Chorus:]
Ich fühle deinen Geist
über mir
[X 2]

Es liegt in meiner Hand
in meiner Seele
und ab in meinen Füßen
Ich fühle deinen Geist
über mir

[Führen:]
Ich fühle deine Anwesenheit
über mir
[X 2]

Es liegt in meiner Hand
in meiner Seele
und ab in meinen Füßen
Ich fühle deine Anwesenheit
über mir

[Chorus:]
Ich fühle deine Anwesenheit
über mir
[X 2]

Es liegt in meiner Hand
in meiner Seele
und ab in meinen Füßen
Ich fühle deine Anwesenheit
über mir
Verschieben [X 3]
Unten in meiner Seele

[Führen:]
Ich fühle deinen Ruhm
über mir
[X 2]

Es liegt in meiner Hand
in meiner Seele
und ab in meinen Füßen
Ich fühle deinen Ruhm
über mir (ja)

[Chorus:]
Ich fühle deinen Ruhm
über mir
[X 2]

Es liegt in meiner Hand
In meiner Seele
Und ab in meinen Füßen
Ich fühle deinen Ruhm
Über mir

Ich fühle deine Kraft
All over me [X 2]

Es liegt in meiner Hand
In meiner Seele
Und ab in meinen Füßen
Ich fühle deine Kraft
Über mir

[Chorus:]
Ich fühle deine Kraft
überall in mir  [X 2]

Es liegt in meiner Hand
In meiner Seele
Und ab in meinen Füßen
Ich fühle deine Kraft
Über mir
Verschieben [X 9]
Unten in meiner Seele

[Solist:]
Weil jeder
Hier in seine Hände klatscht
Ach, ich fühle Gott
Weil man einfach in der Lage ist auch zu tanzen

Komm schon, fühle ich ihn (bewegend)
Ich fühle ihn daherkommend (bewegend)
Ich fühle ihn in Anmarsch (bewegend)


Wenn man den Geist fühlt, dann wird man schnell an Pfingsten erinnert, da man hier die Ausschüttung des Heiligen Geistes feiert. In einer Predigt einer Göttinger Pfarrerin. Man muss in der Predikt über ein kleines Mädchen grinsen, dass versucht das Spüren vom heiligen Geist mit einem Haarfön zu erklären, in dem sie den Fön in Richtung des Fragers hält und ihn dann fragt, ob er was spürt. Er würde lediglich den warmen Luftstrom spüren.  Aber man kann dies auch im übertragenen Sinne verstehen. Der warme Luftstrom soll einfach mal für die Ausschüttung stehen. Und gleich in der ersten Strophe erfährt man wo überall im Körper der heilige Geist gespürt wurde. Er hat sich in der Seele verfestigt, auch an anderen Stellen ist er zu spüren und manchmal fühlt man sich einfach frei und möchte vielleicht vor Freude sogar tanzen.

Auch ein sehr interessanter Predigttext behandelt einen Brief an die Römer zur Pfingstzeit . Interessant ist hier ab und an die Fragestellung des Pfarrers, ob Jesus und der heilge Geist in einem wohnt oder ob der Pfarrer jetzt zum Partymacher werden muss, damit die Gemneinde etwas spüren kann. Es ist davon die Rede “der Pfarrer muss wohl beim Diskjockey in die Lehre gehen”. Die Kernaussage der Predigt ist, es gibt natürlich Leute, die einen bespaßen und künstlich das Gefühl von Glück aufbauen und man sich vielleicht einen kurzen Moment in seinem Leben auch frei fühlt. Wenn man aber die Disco dann verlässt holt einen der triste Alltagstrott schnell wieder ein. Anders verhält es sich, wenn Gott in einem wohnt. Man nimmt die Dinge anders war und weis vorallem, es ist jemand da, für den man wichtig ist, der an einen glaubt und der einem vielleicht auch einen entscheidenden Tipp gibt, wenn man mal nicht mehr weiter weis. Meist ist es dann nicht gerade, dass einem etwas gesagt wird, man erfährt dies allerdings sehr oft durch Selbsterkenntnis und dass einem plötzlich die Lösung einfällt.

“Gott kommt”. Ich glaube, wenn man das Video gesehen hat muss man dies in einem anderen Zusammenhang verstehen. Er kommt nämlich nicht wirklich sondern das Pfingstfest war fest geplant und plötzlich stellt man fest, plötzlich versteht man Gott und vorallem was Gott einem sagen möchte. Das ganze funktioniert dadurch, dass  die Menschen plötzlich sämtliche Sprachen verstehen und auch in der Lage sind mit den unterschiedlichsten Dialekten klarzukommen. In der Predigt wird auch deutlich, dass eher die Juden gebeten wurden zum Herrn zu kommen, weil er ihnen gerne etwas sagen wollte.

Im Relionsunterricht eines Schulzentrums in Baden-Württemberg ging es mal um “komm heiliger Geist“. Wenn man diesen Aufsatz, der zum Teil kindgerecht aufbereitet ist so durchliest, dann wird einem schnell bewusst, dass er in die Zeit zwischen Ostern und Pfingsten passt. Das Kommen ist hier in mehrere Teil aufgespaltet. Beginnend ab Ostern mit der Wiedergeburt. Mancher Jugendliche wird dies vielleicht so auslegen “ätschi, ätsch – ihr kriegt mich nicht tot, ich komme wieder”. Und bereits da beweist Jesus, dass er wiederkommt, in dem er aufersteht. Allerdings vcrweilt er nur einige Zeit noch auf der Erde bis Christi Himmelfahrt wo er sich sagt, dass er jetzt genug auf der Erde gelebt hatte und in den Himmel auffährt. Aber auch dann beweist der Geist mit dem Pfingstfest, dass er nicht weg ist sondern sich zeigt.

Im letzten Teil des Textes “komm heiliger Geist” geht es um die Erfüllung und es wird Bezug auf das Abendmal genommen. Ich denke, dass das Video sehr anschaulicht macht was hinter dem Sinn des Christichen Abendmal steckt, womit in dem Text die Erfüllung begründet wird.

Celebration 20th – Hintergründe zum Titel Let everything that has breath

Friday, June 6th, 2014

Als ich mich mit diesem Gospel befasst hatte dachte ich nur, dass der eigentlich hervorragend zu Pfingsten passt.

Mag sein, dass in dieser Version teilweise etwas anders gesungen wird. Zu dem Gospel selbst habe ich allerdings eine Lyrik gefunden, die ich übersetzt habe und das müsste auch weitgehend dem entsprechen was die Sängerinnen und Sänger singen:

“Lasse alles, was Atem hat …”

Lass alles,
alles,
Alles,
was Atem hat …, lobe den Herrn

Lass alles,
alles,
Alles,
was Atem hat …, lobe den Herrn

Lobe an dem Morgen
Lobe abends
Lobe ihn, wenn ich jung bin
und wenn ich alt bin

Lobe ihn, wenn ich lache, bin
Lobe ihn, wenn ich betrübt bin
Lobe jeden
Saison der Seele

Wenn wir sehen, könnte
wieviel du Wert bist
Deine Kraft,
Kraft,
Deine endlose Liebe
Dann wäre sicherlich wir
wir würden nie aufhören zu loben

Lobe in den Himmeln
Gemeinsam mit den Engeln
Lobe immer und den selben Tag

Lobe jetzt auf der Erde
Gemeinsam mit der Schöpfung
Aufruf aller Nationen, Ihr Lob

Wenn sie sehen könnten
wie viel du wert bist
Deine Kraft,
Kraft,
Deine endlose Liebe
Dann wäre sie sicherlich
nie aufhören zu loben

Ich werde ihn anbeten,
Ich werde ihn anbeten
Ich werde ihn anbeten
mit jedem Atemzug

Ich werde ihn anbeten,
Ich werde ihn anbeten
Ich werde ihn anbeten
mit jedem Atemzug

Im Prinzip geht es um den Psalm 150

Lobt den Herrn mit allen Instrumenten!
Halleluja – lobt den Herrn! Lobt Gott in seinem Tempel! Lobt ihn, den Mächtigen im Himmel!
Lobt ihn für seine gewaltigen Taten! Lobt ihn, denn seine Größe ist unermesslich!
Lobt ihn mit Posaunen, lobt ihn mit Harfe und Zither!
Lobt ihn mit Tamburin und Tanz, lobt ihn mit Saitenspiel und Flötenklang!
Lobt ihn mit Zimbelschall und Paukenschlag!
Alles, was lebt, lobe den Herrn! Halleluja!

Genauer gesagt – alles was lebt soll gepriesen werden. Denn alles was einen Atem hat, also ob Mensch oder Tier ist ein Geschenk von Gott und soll dem gedacht werden.

Es ist schon interessant wie Pfarrer versuchen den Psalm 150 für Kirchengemeinden begreibar zu machen. Zum einen wird auf die Musikinstrumente eingegangen. Man kann den Psalm zum einen natürlich für Weihnachten nutzen und hier an das Lied “Oh Du fröhliche denken”. Allerdings genauso passt er zu Pfingsten. Immerhin geht es am Pfingstfest darum, dass der heilige Geist ausgeschüttet wird und alle Menschen einander plötzlich verstehen. Leute suchen allerdings nicht die Kommunikation, wenn sie traurig sind – eher suchen sie das Gespräch und wollen einen überzeugen, wenn sie froh gestimmt sind und jemanden überzeugen möchten.

In einem schweizer Predigttext zum Psalm 150 und dem Bezug zum Pfingstfest wird sogar Bezug auf das “Halleluja” von Leonard Cohen genommen.

Sinngemäß kann hier der Textpart übersetzt werden:

Wenn ich mal total versagen sollte,  ich werde trotzdem vor meinem Gott,
dem Gott der Lieder stehen und das mit einem einzigen Wort, einem sehr wichtigen Wort für mich
“Halleluja”.

Ebenfalls ein sehr guter Predigttext ist der Bibelkommentar von Alexander Seibel zum Thema was sagt die Bibel zum Tanzen. Weiter unten im Text erkennt man auch warum in mitteleuropäischen Gottesdiensten für viele alles so steif ist. Der Kommentor schreibt hier “die Bibel kennt kein Tanzen”. Und hier erkennt man auch, dass die afroamerikanischen Farbigen ursprünglich den Gospel gar nicht als Anbetungslieder gedacht hatten, sondern das sie hier immer etwas Festliches mit verbunden hatten und froh waren zumindest ihren Gott zu haben, an dem sie sich festhalten können – also etwas Fröhliches, das sie auch feiern können.

In seinem Text wird auch auf die Korinther eingegangen. Zu der Bibelstelle 1. Korinther gibt es noch eine andere Pfingstpredigt

Für den modernen Menschen von heute lassen sich die Geschehnisse an Pfingsten und warum man alles würdigen soll was einen Atem besitzt mit vielleicht folgendem Video verständlich machen: