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singen macht glücklich, offene Probe beim Chor The Voices in Schömberg

Friday, July 22nd, 2011

Dort Ort Schömberg in der Nähe von Pforzheim hatte sich bereits vor einiger Zeit zur Glücksgemeinde erklärt und gegen Ende Juli stand dort auch wieder die Glückswoche an. Bürgermeisterin Frau Mettler erklärt es sehr anschaulich in ihrem Podcast wie es dazu gekommen ist.

“Wir wollen auch Glück versprühen” sagte sich auch Gospelchor The Voices aus Schömberg und hierfür Ende Juli eine offene Probe an, um Interessenten die Möglichkeit zu bieten mal in eine Chorprobe reinzuschnuppern und vielleicht ein verborgenes Talent zu entdecken von dem sie möglicherweise noch gar nichts gewusst haben.

Sie haben sich ursprünglich selbst mit “junger Chor” beschrieben, der damals offensichtlich bereits vom Namen her als Platzhalter angedacht war, um sich später mal einen wesentlich besseren Namen geben zu können.  Und es hat sich bis heute gehalten, dass das Repertoire des Chors recht bunt ist. Ein Blich in den Bereich Songs und man findet dort Rock- und Popsongs, die sich mit Evergreens aus den Zeiten des Barbershops paaren, Spirituals sind dabei, mit “One hand, one heart” findet man einen bekannten Song aus dem Musical Westsidestory und mit dem Titel “As times goes by” hat man einen bekannten Klassiker aus dem Film Casablanca.

Eine gewisse Choreografie macht immer Spaß, wenn man die Titel nicht nur singt sonder man sich im Gospelwechselschritt auf 2 und 4 hin und herbewegt, man dazu klatschen oder schnipsen darf. “Es ist so irgendwie nicht so langweilig als wenn man nur steif dasteht” bekommt man schnell den Eindruck.

“Wir greifen nach den Sternen”, da wird sich so mancher gefragt haben, sind wir hier irgendwie in einem Meditationstempel, aber schnell konnte man nicht anders und rechte sich was man nur konnte, um mit seinen Händen ganz oben in der Luft nach etwas zu greifen, was eigentlich gar nicht vorhanden war. Auch die weiteren Übungen mit Schultern kreisen, Becken in alle nach vorne und zur Seite kippen, Hüften kreisen lassen erinnerte mehr an eine Gymnastikstunde als an eine Gruppe, die noch singen möchte. Aber schnell merkte man als die ersten Töne gesungen wurden, irgendwie fühlt man sich befreiter, man hat mehr Luft.

Wenn man zu einer Probe einläd, bei denen möglichst viele mitmachen sollen, brauch es auch anziehende Songs, die in einem nachwirken. Gut der Song “I just have heard a song” hat der Chor leider nicht im Repertoire. Aber mit dem Ohrwurm “The lions sleep tonight” kann man Massen in seinen Bann ziehen.

Und um nicht gleich ganz ausgepowert sich zu fühlen, gab es im Anschluss etwas Obst. Nein da stand keine Fruchtschale. Es reichte, dass man sich dem “Banana boot song” gewittmet hatte.

Und am besten man übt diesen Song genauso gelassen ein wie es Harry Belafonte in dem Video mit den Muppets macht.

Soulfamily aus Freiburg beim Kulturabend der Mannheimer Targobank

Saturday, February 5th, 2011

Verblüfft war ich als plötzlich eine Chorschwester von mir auftauchte mit kräftig aufgelockten Haar. Von ihr wusste ich bereits, dass sie bei Soulfamily Freiburg mitsingt und sie hatte mir auch stolz gesagt, dass sich auf Facebook Bilder vom Auftritt in der ESG befinden würden. Als ich sie ansprach leuchtende Augen und “ja gestern hatten wir einen Auftritt bei der Targobank in Mannheim gehabt”.

Der Kulturabend fand in der Vereinshalle des SV Seckenheim statt.

Seckenheim ist eine kleine Stadt direkt vor den Toren Mannheims und wurde auch als Stadtteil schon vor einiger Zeit eingemeindet. Das Programm war sehr durchmischt gewesen von Pop bis hin zu Gospel wurde so einiges geboten. Die Soulfamily aus Freiburg hat dabei ihren eigenen Stil. Kein Blackgospel, der mehr an an Dancekonzert alle Kirk Franklin erinnert sondern eher Gospel, der sich etwas soulig anhört, manchmal auch sehr gefühlvoll.

Gesungen wurde in unterschiedlichen Besetzungen und so fand man sich einmal sogar zusammen, um spontan im Foyer des Vereinsheims in einer kleinen Combo im Kreis zu singen. Um die Gäste ersteinmal auf den Event der Targobank vorzubereiten fand eine halbe Stunde vor dem Auftritt der Soulfamily ein Sektempfang statt, damit alle schoneinmal gut gelaunt ihre Plätze einnehmen konnten. Sehr angetan äußerte sich nach dem Firmenevent der Targobank Mannheim auch die lokale Zeitung, der “Mannheimer Morgen” und beschrieb den Event als ein besonderer Event, bei dem der Chor Soulfamily aus Freiburg richtig geglänzt hätte.

Die Soulfamily singt aber nicht nur bei Firmenevents von Banken. Sie lässt sich auf für Hochzeiten oder andere Feierlichkeiten buchen.

wenn ein Chor volljährig wird – Temoral ist inzwischen 20

Monday, December 6th, 2010

Sehr fassettenreich könnte man den Chor Temporal bezeichnen, denn nicht nur in Pop und Gospel fühlt er sich wohl. Genauso ist Latino und Jazz sein Metier. Durchaus turbulent soll es mit unter zugegangen sein und Achim Frey, Jugendreferent vom Untermakgräfler Sängerbund, der mit elf Aktivisten den Chor installierte hatte sich bei dem Namen auch etwas gedacht – Wirbelsturm. “Ich hatte nicht immer Zustimmung erhalten” kann sich Frey erinnern. Doch die Kritik nützte nichts und rauskam das erste Konzert in der Martinskirche im Dezember 1990.

Mit dem Medley “California Dreamin‘” hatte der Temporalchor an diese Zeit erinnert. Vor dem inneren Auge der Zuhörer erstanden nicht nur mit “Monday, Monday” die späten 60er und frühen 70er Jahre. Die besondere Rhythmik brachte dann der Titel “Blue Skies”.

In der Ära Frey meinte “Oh, Fräulein Grethe” nur – jetzt heisst ab mit dem Tango. Nach dem pointiert-rhythmischen Welthit “Birldland”

, wobei ich den ersteinmal mit “Lullaby of birdland” verwechselt hatte, meinte der Pop-, Jazz- und Gospelchor was er denn danach anstellen könnte und im fiel hier nur der Titel “Wenn ich einmal reich wär” ein. Bei der bekannten Ballade “My Funny Valentine” aus dem Broadway-Musical “Babes in Arms” hat Frey ein Klavier-Solo eingebaut, das Thomas Barth ausführte. “Für mich genau das Richtige, wo ich mich endlich mal austoben kann” musste wohl Thomas Barth gedacht haben als ihm Frey ein Klavier-Solo in die Ballade “My Funny Valentine”, das Teil des Broadway-Musicals “Babes in Arms” ist, eingeräumt hatte.

Die klassische Phase begann für den Chor Temporal aus der Nähe von Müllheim mit Peter Hilfinger 1999. Als Hommage wählten die Temporal-Aktivisten die “Cantique de Jean Racine”, eine poetisch-religiöse Musik, die Vizedirigentin Sonja Hänig am Klavier zum Schwingen brachte. Im Kontrastprogramm hatten sie den souveränen Beat-Sound von “Keep it Hot”.

Ab 2000 folgten sechs Jahre mit Dirigent Karl Gehweiler. Gehweiler liebte es gefühlsvoll und brachte die lyrische Romantik im Broadway-Stil in den Chor. Ein Beispiel hier der Titel “The Continental”.

Er lebte schlicht vom Solo des Armin Held und verlieh dem stimmungsvollen Gospel “Lord god heavenly king” zusammen mit dem Temporal-Vorsitzenden Achim Hänig einen Lobpreis für die Seele. Zu Gehweilerszeiten gab es auch mal ein gemeinsames Konzert mit der New Formation in der evangelischen Kirche in Binzen. Hier wurde mir bekannt, dass der Chor bekannt war, dass unpluggt gesungen wurde.

Potenzial bewies der Chor Temporal aus der Müllheimer Region nicht nur mit “Let’s do it” von Cole Porter. Zur Bestform lief er auf bei den lateinamerikanischen Rhythmen von “Too hot to Samba”, bei dem sich David Manke sich näher mit seiner Gitarre beschäftigte, Wolfgang Fernow aus den 4 Saiten seines Kontrabasses rausholte was nur so ging und Wolfgang Minarik auf seinem Schlagzeug zeigte, dass es auch einen ordentlichen Beat hinbekommt.

“Platzregen” ist das was man an Temporal liebt und der selbstredend natürlich auch vertreten war. Carmen Fröhlich gab dem afroamerikanischen Gospelsong “Thulasizwe” von Miriam Makeba mit dem typischen “Call and Response” erst den richtigen Glanz.

“And now some totaly different” das hätte jetzt Monty Phython gesagt und ähnlich sagte es sich 2007 auch Thomas Schmidt, auch wenn er als Chorleiter nur mal kurz beim Chor Temporal reingeschaut hatte. Aber trotzdem hatte hatte er vorallem durch die grandiose Soloeinlagen bei der Kaffee-Tee-Hymne “Java Jive” sich zumindest in die Köpfe eignemeißelt.

Den absoluten Treffer landete Temporal 2007 mit dem Chorleiter Thomas Wiedenhof. Und so wurde nochmals ein toller Regenbogen über die Geschichte des Chores gespannt und er brachte dem Chor sogar nochmal einen Pusch durch die magische Stimmkraft. Den Titel “Mr. Bojangles” hatte der Dirigent selbst arrangiert und durch das Solo von Achim Hänig kombiniert mit einem Stepptanz von keinem weniger als den Vizeeuropameister Volker Mandau aus Kandern den gewissen Flair.

Höhepunkt mit meisterhaftem Trompeteneinsatz von Christian Grässlin war das “Alleluja” aus dem aufsehenerregenden Dreiländereck-Konzert 2008, dem zeitgenössischen Weihnachtsoratorium, mit dem der Chor im Dezember in Estland gastiert. Den Standing Ovations folgte die “Bohemian Rhapsody”, ein Popmusik-Stück mit unterschiedlichen Abschnitten von einem A-cappella-Intro über eine Opern-Parodie bis hin zum Hard-Rock.

Der ehemalige Jugendchor, der inzwischen richtig erwachsen geworden ist, sang zwar zum Abschied noch leise “Servus”. Aber hören wird man von ihm bestimmt wieder.