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Der Willkommensgruß vom Spiritualchor Karlsruhe

Sunday, March 11th, 2018

Als die Chronik vom  Spiritualchor Karlsruhe gelesen hatte und die erste Jahreszahl dachte ich mir gleich “Wo gibts den schon lange”. Aber warum starte ich so den Blogbeitrag. Im Jahr 2018 ist der Gospelkirchentag zum zweiten Mal in Karlsruhe und wie ich mitbekommen habe, ist der Chor für die Eröffnung des Gospelkirchentages vorgesehen.

Fotorechte: Spiritualchor Karlsruhe (Chor-HP)

Wie so manche Gospelchöre hatte im Jahr 1971 der Chor erstmal als reiner Jugendchor der Markus- und westlichen Markusgemeinde gestartet. Die Markuskirche ist heute die Gospelkirche Karlsruhe schlechthin.

In den 90er Jahren wurde dieser Titel von Richard Smallwood einstudiert, der allerdings auch von Witney Houston gesungen wurde.  Der Chor versuchte wohl recht früh bereits zu zeigen so etwas wie in die Richtung Spiritual gibt es wohl auch in Europa, beispielsweise in Spanien und so wurde die Misa Criolla 1996 in das Programm genommen, im selben Jahr die CD “Rhythm of life” produziert.

“Back to the roots” – Zurück an die Wurzeln, ok nicht ganz aber in die amerikanischen Südstaaten dachte sich 1999 wohl der Chor als dieser eine Reise nach New Orleans, die Wiege des Jazz, Blues und auch der Dixiemusik. Die Vorstellungen wie sich wohl der Gospel dort anhören könnten waren vielleicht so:

Vielleicht haben sich manche dann gewurdert, dass sich der Gospel dort durchaus so anhören kann.

Seit 2009 hat der Spiritualchor nun Núria Cunillera Salas als Chorleiterin, die mit ihrem Humor und ‘Temperament ein gutes Händchen für den Chor hat und hat auch schon so manchen lateinamerikanischen Titel dem Chor beigebracht.

Schaut man sich eine Pressemitteilung an, die der Chor auf seiner Homepage veröffentlicht hat, dann sicht etwas direkt ins Auge. Sie haben etwas Spezielles wie sie sein wollen, einen eigenen Charakter. Sie können alles – sehr ruhig sein, heimelig, aber auch mitreißend und viel Temperament haben. Dass Núria Cunillera Salas aus Spanien kommt merkt man direkt. Sie lebt die Musik und verpasst ihr durch ihre Mimik und Gestik wares Leben. Die gewisse Frische mag sich die Chorleiterin durch die Arbeit mit Jugendchören erhalten haben, da über sie selbst zu lesen ist, dass sie eher aus der klassischen Richtung kommt.

Mit Spannung erwartet der Chor im zweiten Halbjahr 2018 die Mitwirkung beim 9. Gospelkirchentag, der zum zweiten Mal in Karlsruhe ist.

Richard Smallwood – Hintergründe zum Titel Total praise

Sunday, May 7th, 2017

Richard Smallwood ist ein amerikanischer Musiker, der am 30. November 1948 in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia geboren wurde. Etwa 30 Jahre später gründete er in Washington DC die Richard Smallwood-Singer. Den Durchbruch schaffte er 1982 als er mit seiner LP 87 Wochen lang sich in den Billboard’s Gospelcharts sich befand. Inzwischen hat er Aufnahmen mit Künstlern wie Destiny’s Child, Yolanda Adams, Karen Clark-Sheard (von den Clark-Sisters) und vielen weiteren gemacht. Einen Gramy bekam er für seine Produktion des Quincy Jones-Projektes “Handel’s Messiah – A soulful celebration”.

Herr,  ich werde meine Augen zu den Hügeln richten
Zu wissen, meine Hilfe kommt von dir
Deinen Frieden, gibst Du mir (auch) in der Zeit des Sturms
Du bist die Quelle meiner Stärke
Du bist die Stärke meines Lebens
Ich hebe meine Hände, um Dich in Allem zu preisen

Du bist die Quelle meiner Stärke
Du bist die Stärke meines Lebens
Ich hebe meine Hände, um Dich in Allem zu preisen

Amen, Amen (Amen)
Amen, Amen (Amen)
Amen, Amen (Amen)
Amen, Amen (Amen)

Du bist die Quelle meiner Stärke
Du bist die Stärke meines Lebens
Ich hebe meine Hände, um Dich in Allem zu preisen

Aus Sicht der Bibel bezieh sich der erste Satz auf Ezechiel und diese Bibelstelle . Eine Göttnger Predigt beleuchte diese Bibelstelle. Allerdings kann einer nur vernünftig in neine Machtposition kommen, wenn es auf der anderen Seite Menschen gibt, die einem vertrauen. Man erinnert sich z. B. an die Vertrauensfrage von Gerhard Schröder an den Bundestag. Vertrauen heißt allerdings auch anerkennen. Häufig vertraut man beispielsweise Menschen nicht, die sich nicht an Normen halten. Sie werden oft in der Zivilisation nicht für voll genommen, man sagt oft “der hat irgendeine Macke”.

In dem zweiten Satz in dem Songtext wird klar, man schenkt Gott sein Vertrauen. In dem Fall hat Gott die Macht, allerdings er benutzt die Macht im Guten. Man weis, dass er einem helfen wird. “Die Hilfe, die ich erfahre kommt von Dir”.

“Deinen Frieden gibt Du mir auch in den Zeiten des Sturms”. Hier werde ich an das Geoziddenkmal erinnert, das ich Pfingsten 2016 in Jeriwan besucht hatte.

Heute haben die Armenier ihren Frieden gefunden, in den Zeiten des Völkermords durch die Türken hatte das armenische Volk jedoch ungewisse Zeiten durchmachen müssen und bei der Depotation nach Syrien einen Marsch ins Ungewisse gehen müssen, ohne das sie wußten wofür. Lediglich, dass sie zu diesem Marsch gezwungen wurden.

Im weiteren Verlauf des Songtextes kommt allerdings der Zwiespalt zwischen Angst und Hoffnung zum Vorschein.

Im Video wird ein Teil aus der Südosttürkei vorgestellt, in dem eine Minderheit an Christen leben. Es gilt allerdings als Prüfkriterium, ob man bereit ist die Türkei in die Mitgliedschaft in der EU aufnimmt. Es ist für diese Christen immer ein Bangen, ob sie in dem islamisch geprägten Land akzeptiert werden oder ob sie sich dem Glauben und der Macht Erdogans beugen müssen und dass sie wegen ihrem anderen Glauben in diesem Land nicht geduldet werden.

Der Pfarrer, der in dem Video interviewt wird hatte aus Angst jahrelang in der Schweiz gelebt. Man merkt es jetzt an seiner Aussprache. Enorm finde ich seine Meinung, die er vertritt als er in das Kurdengebiet in der Türkei zurückgekehrt war. “Man muß auch dem Risiko hier bewußt sein, wenn man hier etwas aufbauen möchte. Allerdings man muß auch die Hoffnung haben”. Diese Aussage des Pfarrers trifft genau auf die Textpassagen des Songs zu: “Du bist die Quelle meiner Stärke” – Du bist der Grund, warum ich mich dem Risiko stelle. “Du bist die Stärke meines Lebens” – Du bist der Grund warum ich noch nicht aufgegeben habe, sondern weiterhin voller Hoffnung bin. Ich möchte was erreichen.

So sei es.

Golden Haprs sangen auf der Hochzeit in Herbolzheim

Sunday, June 17th, 2012

Die Golden Harps sind bekannt, dass sie für Hochzeiten buchbar sind und diesmal wurden sie für eine Hochzeit in der Wallfahrtskirche Maria Sand in Herbolzheim gebucht.

Seit über 250 Jahre steht die jetzige Wallfahrtskapelle. Soweit wir wissen, standen am gleichen Platz davor drei andere Kapellen, alle kleiner als die jetzige. So ist dieser Ort ein Ort des Gebetes für unzählige Menschen über Jahrhunderte hinweg.
Unter dem Pfarrer Anton Machleid wurde die jetzige Kapelle gebaut, der wenige Jahre später auch für den Neubau der Pfarrkirche sorgte.
Dankbar sind wir den Christen, die sich im 18. Jahrhundert mit viel Eifer für den Erhalt der Wallfahrtskirche einsetzten.

Geborgenheit sollte wohl vermittelt werden, warum zum Einzug der Titel “Beautifil saviour” gewünscht worden war.

“Mit Gospel kann man viel ausdrücken” so begann der Pfarrer die Begrüßung der Gemeinde und spannte auch den Bogen, dass man bevor man den großen Schritt mit der Hochzeit begeht sich häufig in der Beziehung annähert, sich darin eben auch ein stückweit geborgen fühlt. Und geborgen kann man sich auch bei einem Erlöser fühlen. Um wohl für etwas Auflockerung vor einem längeren Wortpart, der auch ein paar Lesungen und der Predigt bestand zu sorgen, sangen die Golden Harps aus Lahr den Titel “Give us peace”, der von Richard Smallwood geschrieben, aber von Edwin Hawkins produziert wurde.

Immer der Höhepunkt einer kirchlichen Hochzeit ist das Eheversprechen und der Ringtausch. Mit dem nachfolgenden Titel, der von dem Lahrer Gospelchor Goldenharps gesungen wurde kann man mit dem Titel “Like a mighty river” den fortlaufenden Fluss der Ehe kaum besser beschreiben.

zum Abschluss gab es noch einen Ohrwurm für die Hochzeitsgemeinde “Ain’t no mountain high enough”, ein Discotitel von Diana Ross, der durch Sister Act 2 nochmal ein Comeback feierte. Und natürlich versäumte der Pfarrer nicht zu erwähnen, dass dies halt jetzt mal nicht “Oh happy day” ist, aber es genauso eine Nummer ist, die mitreißt und das sollte doch die Hochzeitsgemeinde einfach mal einwirken lassen und mitmachen, bevor sie die Kirche verlassen und dem weiteren Verlauf des besonderen Tages folgen.