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Kirk Franklin – Hintergründe zum Titel Free

Thursday, November 15th, 2018

Er war im Herbst 2018 erst zum  zweiten Mal beim Gospelkirchentag in Deutschland, Kirk Franklin. Zahlreiche Songs wie “Hosanna”, “Brighter day”, “Lovely day”, “I smile” und weitere sind ihm zu verdanken. Aber auch diese Ballade stammt aus seiner Feder. Ich durfte diesen Song 2018 bei einem Workshop im unterfränkischen Hammelburg lernen.

Ich kenne den Schmnerz den dun in dir fühlst
und die Tränen, die du zu verstecken suchst,
in Deinem Herzen frast du Gott: Warum,
kannst Du mir helfen, wirst Du mir bitte helfen.
Nimm meine Schmerz weg.
Wo ist die Sonne, ich fühle den Regen.
Dann höre ich Deinen Geisten – Das bin ich (da bin – im Sinn hier bin ich)

Frei, frei meine Hände zu heben,
frei “Amen” zu sagen,
frei zu wissen, das ich eines Tages wieder lächeln werde.
Ich bin frei,
zu lachen und nicht zu weinen,
frei zu leben, nicht zu sterben,
weil Du liebst (vermutlich im Sinn – weil ich weis, dass Du mich liebst)
bin ich frei.

Ich weiß Dzu bist duch deine Vergangenheit verletzt
und Du versuchgst es hinter einer Maske zu verstecken.
Das Elend scheint die Nacht zu überdauern
aber es ist gut,
Freude ist nuzr ein Gebet entfernt,
schau nicht auf gestern.
Sondern höre Deinen Geist sprechen
Das bin ich

Frei. Frei (zu sein) meine Hände zu heben,
frei “Amen” zu sagen,
frei nzu wissen, das ich eines Tages wieder lächeln werde.
ich bin frei,
frei zu leben, nicht zu sterben,
weil Du (mich) liebst,
bin ich frei

Keine Ketten mehr, keine Einsamkeit,
denn Christus hat mich befreit.
Denn wir sind mehr als Eroberer.
Durch seine Liebe sehe ich jetzt,
dass bin ich (und zwar diesmal in Form einer Selbsterkenntnis)

In dem Song beschreibt Kirk Franklin Situationen z. B. von Brandopfern oder Menschen, die von einer Lebenssituation gezeichnet wurden.

Das Video beschreibt einen kleinen Jungen, der sich schwere Brandverletzungen während einem Ferienlager sich zugezogen hatte und anfangs mit einem Kompressionsanzug leben mußte. Er freut sich als ihm der Arzt sagt, dass man einen kleinen Schritt zur Lockerung machen kann und er den Anzug nur noch 12 Stunden tragen muß. Eine junge Frau hatte ebenfalls einen Brandunfall erlitten und beschreibt wie sehr sie bei den Therapien gelitten hat, Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme hatte und merkte wie es bei ihr anfangs bergab ging. Solche Opfer sehnen sich danach endlich mal ohne Schmerzen leben zu können. Der Junge in dem Video freut sich riesig als ihm gesagt wurde dass er die Gesichtsmaske jetzt tagsüber weglassen kann und seine Mitschülern ihn jetzt mit seinem natürlichen Gesichts zu sehen bekommen, dass vielleicht noch ein paar Narben enthält, aber schon wesentlich regenerierter aussieht. “Wo ist die Sonne, ich fühle nur Regen”. Dies bringt zum Ausdruck, dass man sich runtergezogen fühlt, es fehlt das gewisse Etwas im Moment, an dem man sich erfreuen kann. Häufig sagt man ja auch – Sonne erhellt das Gemüt.

Mancher ursprünglich Ostdeutscher oder auch Osteuropäer erinnert sich vielleicht noch an das DDR-Regime oder auch an Ungarn als noch eine kommunistische Regierung bestand. Manch einer wird sich in dem Land unwohl gefühlt haben. Gerade in der DDR wo die Regierung ständig Angst hatte, dass es Bürger gibt die nicht regierungskonform sind, die vielleicht anders denken oder gar auf die Idee kommen den Staat verlassen zu wollen. Man war nicht sicher ob der Freund jetzt ein wahrer Freund ist oder ob es vielleicht doch jemand, der mit der Stasi zusammenarbeitet und sobald er etwas in Erfahrung gebracht hat dieses an die Staatsicherheit verrät. Demjenigen dann womöglich Haft drohen. Oder auch die Gewissheit, dass es fast ein Ding der Unmöglichkeit ist die Mauer in Berlin oder die Grenzanlagen an der Außengrenze zu überwinden, man mußte in Kauf nehmen dass man eine Republikflucht mit seinem Leben bezahlt.

Noch mehr leiden hatten die Afroamerikaner vor den Zeiten des “Civilrightmovement” der Bürgerrechtsbewegung, die in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten stattfand. Sie waren gehasst und hatten teilweise sogar mit dem Tod zu rechnen, weil sie in den Konflik mit einem Weißen kamen.

Ein Umdenken begann als die Farbige Rosa Parks sich einfach wiedersetzte einem Weißen den Platz frei zu machen, weil sie sich sagte auf dem Platz hat sie zuerst gesessen, er kann sich jetzt ebenfalls einen Sitzplatz suchen. Das war natürlich ein Ding der Unmöglichkeit und es hatte einem Gerichtsentscheid benötigt, der die Rassentrennung in Bussen aufgehoben hatte. Allerdings wußte sie von Martin-Luther King, deren Baptistengemeinde sie angehörte, dass er von dem Urteil wußte, dass die Rassentrennung in Bussen im Jahre 1955 bereits aufgehoben war und sie ruhig einmal standhaft sein sollte. Immer wieder hatten es die Farbigen schwer gehabt sich durchzusetzen und häufig wurden sie bei ihrem gewaltlosen Widerstand von Truppen der Polizei gestoppt. Geendet hatte die Bürgerrechtsbewegung mit der Ermordung von Martin-Luther King. Allerdings seine berühmte Rede “I have a dream” sollte sich bewahrheiten. Zum Glück kamen Poliker an die Macht, die sich sagten dass dieses auch Menschen sind, sie vielleicht lediglich eine andere Hautfarbe haben, aber die selben Fähigkeiten und geistiges Leistungsvermögen wie Menschen mit heller Hautfarbe. Und endlich konnten die Schwarzen von sich sagen – jetzt sind sie frei.

Eternal – Hintergründe zum Titel I wanna be

Tuesday, January 3rd, 2012

Vor einiger Zeit wurde ich von einer Gospelschwester von Lean on Gospel auf den Song aufmerksam, als sie in Facebook postete, dass endlich mal wieder ein neuer Titel einstudiert würde. So gesehen hatte es mich dann nicht mehr so verwundert als ich den auf der Songliste für den Workshop Gospel & Wellness 2012 gelesen hatte.

Intro:
Solist: Ich möchte wer sein, ich möchte wer sein, ich möchte wer sein
Frauen: Ich möchte wer sein, ich möchte wer sein, ich möchte wer sein
Chor: Ich möchte wer sein, ich möchte wer sein, ich möchte wer sein

Vers:
Ja, ich sehe Deine Tränen
Und ich führe Dein gebrochenes Herz
Ich kann Deinen Schmerz fühlen
Und immer noch versteckst Du Dich hinter einer Maske
Wenn Du mich läßt (wirst Du erstaunt feststellen)
Ich bin alles was du brauchst

Refrain:
Ich möchte derjenige sein, der Dich hält (Dich vor dem Regen schützt)
Ich möchte derjenige sein, der Dich tröstet (allen Schmerz ausradieren)
Ich möchte derjenige sein, der Dich lieben darf (immer wieder)
Ich möchte der einzige sein (der Einzige, das bin ich)

Intro:

Vers 2:
Du verdienst eine Villa – yeah (5x)
Du kannst das schönste Leben haben – yeah (5x)
Mit allen was ich Dir gebe
Falls Du die Chance ergreifst
Bin ich dieses Risiko wert, wert sich zu ändern

Bridge:
Wenn Du mich lässt (2x)
Ich bin alles was Du brauchst – yeah (5x)
Wenn Du die Chance nutzt (2x)
Ich bin der Wert, der sich aus dem Wandel ergibt – yeah (5x)
Wenn Du mich genau jetzt liebst
Du wirst glücklich sein mich zu sehen, ich bin alles was Du brauchst

Refrain:
Ich möchte derjenige sein, der Dich hält (Dich vor dem Regen schützt)
Ich möchte derjenige sein, der Dich tröstet (allen Schmerz ausradieren)
Ich möchte derjenige sein, der Dich lieben darf (immer wieder)
Ich möchte der einzige sein (der Einzige, das bin ich)

Harmoniesprung + Refrain:
Ich möchte derjenige sein, der Dich hält (Dich vor dem Regen schützt)
Ich möchte derjenige sein, der Dich tröstet (allen Schmerz ausradieren)
Yeahhhh
Ich möchte derjenige sein, der Dich lieben darf (immer wieder)
Yeahhhh
Ich möchte der einzige sein (der Einzige, das bin ich)
yeahhhh

Refrain mit Yeah:
Ich möchte derjenige sein, der Dich hält (Dich vor dem Regen schützt)
Ich möchte derjenige sein, der Dich tröstet (allen Schmerz ausradieren)
Ich möchte derjenige sein, der Dich lieben darf (immer wieder)
Ich möchte der einzige sein (der Einzige, das bin ich)

Schluss:
Husummen – Der einzigste, der ich bin

Bei diesem Gospel habe ich den Eindruck, dass mit Gott ein Dialog geführt wird. Im Introteil könnte ein Obdachloser oder jemand, der momentan unter einem Burnout leidet zu Gott beten. Vielleicht kurz erstmal zu dem was eigentlich Burnout ist

Und es wird Gott gebeten “Man möchte gerne wieder wer sein”. Und vorallem man möchte nicht kaputtgehen.

Im ersten Vers antwortet bereits Gott dem Hilfesuchenden und sagt ihm, dass er erkennt, dass er traurig ist. Vielleicht sogar mehr, Gott hat bereits erkannt, dass sich der Mensch am Boden zerstört fühlt, dass er vielleicht bereits depressiv geworden ist. Gott fühlt, dass da ein gebrochenes Herz vorhanden ist und es einem innerlich sogar weh tut. Aber der Mensch scheint momentan wohl noch in der Frühphase des Burnouts zu sein, er versucht sich derzeit noch zu stressen und sich einem Leistungsdruck auszusetzen. Und genau das sagt Gott auch zu ihm, komm endlich hinter Deiner Maske hervor. Aber natürlich erkennt Gott, der Mensch muss auch den Willen dazu haben, ohne dem geht es nicht. Aber durch den Willen gelangt man zur Erkenntnis und ist erstaunt. Schnell begreift man, dass Gott der einzige ist, aber auch derjenige, der jedenfalls immer für einen da ist.

Ich sehe den Refrainteil etwas anders.  Wörtlich übersetzt würde er bedeutet, dass Gott oder derjenige, der zu dem Obdachlosen spricht der einzige sein möchte, der ihn aufbaut und sonst soll das bitte keiner tun. Ich denke, dass Gott eher damit meint, er möchte zumindest der Einzige  neben vielleicht den Eltern oder besten Freunden sein, die zu ihm halten, der ihn wieder aufbaut und vorallem vor dem Untergang, der hier durch Regen, vermutlich in Anlehnung an die Sinnflut, die im Alten Testament erwähnt wird, bewahren. Gott möchte gerne der Tröster sein und er möchte auch der einzigste Gott an den geglaubt werden darf.

In der 2. Strophe werde ein Stück weit an den Inhalt des Gospels The Potter’s house da Gott beschreibt, dass man immer zu ihm kommen kann und es einem dort auch gut geht. Nicht direkt erwähnt er, dass er die Scherben, die das menschliche Leben manchmal hinterlässt auch wieder zusammenkittet und einen neu aufstellt. Auch in dem Gospel
“To my father’s house” von Edwins Hawkins geht es darum, dass das Haus des Herrn mit einer großen Villa oder vielleicht sogar einem Schloss vergleichen werden kann.

Und als Mensch kann man es in dem Haus des Herrn besser haben als in dem bisherigen Leben. Vielleicht fühlt man sich dann selbst wie ein König, da der Herr einem wirklich alles gibt. Allerdings gibt es das nicht so, sondern man muss ihm eine Chance dazu gewähren und diese Chance gibt man, in dem man an Gott glaubt. Weiterhin sagt Gott dem Menschen, dass er keine gesundheitlichen Folgen erleidet, er wird vom Staat auch nicht bestraft oder es geht ihm sonst wie schlecht sondern ganz im Gegenteil, der Mensch hat sogar einen Vorteil, wenn vielleicht ab und an über sein Leben nachdenkt und einen Wandel vollzieht. Wenn man Gott liebt, dann zeigt er sich einem auch.

Sehr gut erklärt wird dies meiner Meinung nach in dieser Folge von “Bibel-TV Das Gespräch”