Posts Tagged ‘Schreien’

Dexter Walker – Hintergründe zum Titel I open my mouth

Wednesday, January 18th, 2012

Als ich zum ersten Mal mir mal das mp3 von “I open my mouth” dachte ich nur, ja klar ich öffne meinen Mund und schreie infach mal irgendwas in den Raum. Allerdings wenn man den Titel ein paar mal durchhört, dann merkt man das dies nur am Arrangement liegt. Gut genug war er jedenfalls, um auf der Songliste für Gospel & Wellness 2012 zu gelangen.

Ich öffne meinen Mund zum Herren
Und ich werde nicht zurück kehren
Ich werde gehen, ich sollte gehen
Um zu sehen wie das Ende aussieht

Ganz banal könnte man erst sagen, man spricht es aus. Dann würde es vielleicht in etwa dem Inhalt wie im Film “Zeitgeist” sein. Darin kommt bereits Jesus Christus vor und man könnte hier durchaus sagen, dass indirekt über den Herrn gesprochen wird. Allerdings ist dort meiner Ansicht nach das Sprechen noch zu vielfältig. Allerdings steht in der ersten Zeile des Liedtextes “Ich öffne meinen Mund zum Herren”. In der nächten Zeile dann ein Entschluss “Ich werde nicht zurückkehren”. Beides zusammen beweist mir, dass hier jemand von etwas überzeugt ist, es ist von Gottvertrauen die Rede. Ganz offenkundig wollte der Songwriter gerne sagen, dass der Herr ihn aufnehmen soll.

Beate Ling erklärt es nach meinem Verständnis sehr gut, sie möchte gerne verstanden werden. In Gott hat sie jemanden, der sie stets versteht.Vielleicht am nachvollziehbarsten ist es anhand eines Interviews, das mit einer jungen Nonne geführt worden ist.

Die Nonne erwählt, dass sie sich von Gott angesprochen gefühlt hatte. In dem Fall war es dann eher, das sie Gott geantwortet hatte “ja, ich komme gerne”.  Was sie dann gerne wollte war das Evangelium des Herrn weiterzugeben.

Von Paulus ist aus der Bibel bekannt, dass er zuerst in der Person des Saulus ein Ungläubiber gewesen war. Durch eine Erscheinung Gottes ist aus dem Saulus der Paulus geworden und es ist bekannt, dass er das Wort Gottes verbreiten wollte und viele Missionsreisen begangen hatte. So kann man auch sagen dass in ihm wohl eine Stimme gewesen war, die ihm sagte “Ich werde gehen, weil ich gehen sollte, nein soger gehen muss”.  Sehr interessant finde ich hier die Kommentierung von Frau Ruth Lapide, dass Saulus nicht plötzlich in einen neuen Menschen verwandelt wurde sondern dass er plötzlich viele Zusammenhängen verstanden hatte und er sich berufen fühlte unter einem anderen Namen in die Welt zu gehen und verschiedenste Reisen zu unternehmen. Allerdings behält dieser Mann weiterhin den Namen Saulus, ihn kennt man zusätzlich einfach noch unter dem Namen Paulus. Wenn ich das Gespräch mit Frau Lapide weiterverfolge gehe ich davon aus, dass in dem Songtext mit dem Ende sehen dass Entdecken des Messias und zwar das Wiederkommen des Messias zu erleben. Sie versteht es allerdings, dass der Mensch am Zuge ist entsprechenden Ballast, der zum Erreichen eines guten Endes im Weg legt beiseite zu räumen.

Walter Hawkins – Hintergründe zum Titel I’m going away

Sunday, September 4th, 2011

Schade, dass Walter Hawkins es im Frühjahr 2010 tatsächlich sagen musste “Ich gehe jetzt weg” als er leider verstorben ist. In dem Gospel wird allerdings ein anderes weggehen gemeint sein.

Ich gehe weg, ich bin weg
an einen Ort, an dem ich ewig lebe
ein Platz, der speziell für mich vorbereitet wurde
Ich gehe weg, ich gehe weg – weg

Ich gehe weg, ich bin weg
keine Träne mehr oder Trauer drüber
Wir werden frei leben ohne, dass sich jemand um uns kümmert (muss)
Ich gehe weg, ich gehe weg, weg

[Bridge:]
Einer dieser Morgen und es wird nicht mehr lange dauern,
(Ihr werdet mich suchen und ich werde weg sein).
Beginne um für die Ehre zu singen und zu schreien
(Es wird niemand da, der mich raus bringt);
(Ich gehe weg, ich bin weg).

[Vamp 1:]
Ich gehe weg,
Ich gehe weg,
Ich gehe weg,
Ich gehe weg.

[Ending:]
Ich gehe weg.

[Vamp 2:]
[Altos:]
Es wird nicht lange dauern.
Es wird nicht lange dauern.
[Tenors:]
Eines Tages werden wir weg sein.
[Sopranos:]
Bald, sehr bald
Wir werden den König sehen.

Bald, sehr bald
Wir werden den König sehen.

Bei dem Song bin ich überzeugt, dass es sich um ein Abschiedslied für gute Freunde handelt. In der Entstehungszeit des Gospels könnte das ein Sklave sein, der damit äußert, dass seine Zeit jetzt abgelaufen ist und er auf die Kugel in Kopf wartet, die ihm der Plantagenbesitzer verpasst. Er gibt damit zu verstehen, dass wir uns alle irgendwann im Himmel wiederfinden und dies ein Ort ist, der zeitlos ist und man für immer und ewig sich dort friedvoll aufhalten kann.

Auch ein syrischer Demonstrant, der vor der Hinrichtung steht kann sagen. “Assad hat meinen Körper jetzt bekommen, meine Seele hat er nicht und die wird jetzt an einen Ort wandern wo sie weiterlebt und wo wir uns alle wiederfinden werden und es ein sehr schöner Ort sein wird.

In der Bridge wird verdeutlicht, dass jemand geht, den viele schätzen und den man auch gerne zurückhaben möchte. Es ist die Rede davon, dass nach einem gesucht wird. Es wurde z. B. die Grabstätte besucht, nachdem man ihm vom Kreuz genommen hatte und in eine Grabhöle gelegt hatte. Man hatte es nicht verstanden, dass diese Höle plötzlich leer war und man versuchte das was da eigentlich liegen sollte zu suchen.

Warum die Menschheit gerne jemanden hat, der ihnen den Weg aufzeigt erklärt aus Glaubenssicht vielleicht nachfolgendes Video.

Der Grund warum die Fokolarbewegung entstanden ist, weil die Gründerin erkannte, dass Gott einen wahnsinnig liebt und sie es gerne weitergeben wollte. Vermutlich ist der Grund warum man weg möchte aus alte Dingen, dass man versucht den Willen Gottes besser zu verstehen oder manchmal auch, um sich selbst besser zu verstehen und zu was man eigentlich im Stande ist. Noch mehr verdeutlicht wird die Abkehr und der Aufbruch zu neuem das nachfolgende Video:

In dem Video geht es darum wie eine Muslima dazu kam plötzlich Christin zu werden und was sie an der Religion des Christentums irgendwie faszinierender gegenüber dem Islam fand, der eigentlich an den selben Gott glaubt nur etwas anders und der Gott dort auch einen anderen Namen hat.

Walter Hawkins – Hintergründe zum Titel Until I found the lord

Monday, July 18th, 2011

Es ist schade, dass Walter Hawkins im Frühjahrs 2010 leider verstorben ist. Und wenn man nach der Ankündigung den Song noch genießt begreift man die Wort “Es gibt eigentlich keine bessere Musik als die Gospelmusik” richtig.

Gut, ich schrie und ich schrie
(Die ganze Nacht lang durchgeschrieen)
Ich schrie und ich schrie
(Die ganze Nacht lang durchgeschrieen)
Ich schrie und ich schrie
Bis ich den Herrn gefunden hatte
(Wiederholung)

Gut betete ich und ich betete
(Gebetet und ich betete)
Die ganze Nacht lang gebetet
(Die ganze Nacht lang gebetet)
Ich betete und ich betete
Bis ich den Herrn gefunden hatte
(Wiederholung)

Gespräch / gesprochen: Als ich angebetet wurde, empfinde wir es manchmal, dass die Worte entgleiten
und wir wissen nicht was wir dem Herrn sagen möchten, das ist genau das , was ich tue.

Ich fing an zu ächzen und ich ächzte
(Geächzt und ich ächzte)
Die ganze Nacht lang geächzt
(Die ganze Nacht lang geächzt)
Ich ächzte und ich ächzte
Bis ich den Herrn fand

Ich fing an zu singen und ich sang
(Sang und ich sang)
Sang die ganze Nacht lang
(Sang die ganze Nacht)
Ich sang und ich sang
Bis ich den Herrn fand

Meine Seele…
(Könnte nicht überführt werden)
Nicht meine Seele
(Könnte nicht überführt werden)
Nicht die Seele, Herr
(Könnte nicht überführt werden)
Bis ich den Herrn gefunden hatte
Ich fing an zu schreien und ich schrie
(Ruf und ich schrien)
Ruf die ganze Nacht lang
(Ruf die ganze Nacht lang)
Ich schreie und ich schrie
Bis ich den Herrn fand

Meine Seele…
(Könnte nicht überführt werden)
Nicht meine Seele
(Könnte nicht überführt werden)
Meine Seele, Herr
(Könnte nicht überführt werden)
Bis ich den Herrn fand
(Wiederholung)

(Änderungstempo)
Ich erhielt.
(Sieg!)
Der Sieg!
Ich erhielt ihn.
(Der Sieg!)
In meinem Herzen…
(Der Sieg!)
In meiner Seele…
(Der Sieg!)
(Wiederholung, wie verwiesen)

Ich erhielt den Sieg
Ich erhielt den Sieg
Ich erhielt den Sieg
(Wiederholung, wie verwiesen)

Es wirkt so als ob Walter Hawkins vielleicht von den Eindrücken eines Afroamerikaners zu Zeiten der Plantagenarbeit in den Südstaaten erzählen möchte wie dieser von einem Plantagenbesitzer unterdrückt wurde und vielleicht schon zahlreiche gescheiterte Fluchtversuche hintersich hat und jetzt nach dem Herrn ruft, damit er endlich von seinen Leiden befreit wird. Aber bereits in der zweiten Strophe ist eigentlich nicht so recht zu erkennen, dass jemand sich vollkommen aufgibt. Es wird versucht zu beten, man hat also noch einen Stück Restglauben und es wird durch das Gebet versucht zu erreichen, dass Gott einen erhört.

In dem gesprochenen Teil bin ich der Meinung, dass Gott mal seinen Eindruck schildert und er beschreibt, dass sich die Menschen offensichtlich manchmal schwer tun ein Gebet zu formulieren. Er beschreibt, dass es ab und an vorkommt, dass hier nach Worten gesucht wird und ab und an wohl kein richtiges Wort gefunden wird. Und weiter habe ich den Eindruck, dass Gott einem einen Spiegel hingestellt hat und einem zeigt so wird gerade zu ihm gebetet. Wobei ich mir gut vorstellen kann, dass man, um zu Gott zu beten überhaupt gar keine perfekt ausgearbeitete Rede vortragen braucht. Jedenfalls merkt man plötzlich man betet zwar zu Gott, aber man schafft, das was man vortragen möchte gar nicht richtig zu formulieren und trotzdem wird man verstanden.

Der Weg zum Herrn schien schwierig zu sein. Es ist von ächzen die Rede. Das könnte fast so wirken als ob ein Drogen- oder Alkoholsüchtiger seinen Entzug beschreibt. Häufig wird von Enzugserscheinungen zu Beginn eines solchen Entzuges geredet und es ist für das Pflegepersonal meist schwierig den Entzug so durchzuführen, dass sich diese Entzugserscheinungen in Grenzen halten und einen Entzugspatienten nicht zu sehr belasten. Am Ende wird es vielleicht als Erlösung beschrieben, man ist endlich weg von dem Zeug und man möchte vielleicht dafür Gott danken, dass er zu einem gehalten hatte und er es war, der einen von dem Laster befreit hatte.

Die Strophe mit dem, dass man die ganze Nacht singt und dass die Sache mit der Seele lässt sich vielleicht schlecht im Einzelnen deuten. Mit Singen alleine kann man eigentlich schon viele Stimmungen ausdrücken. Es gibt Worshipsongs, die oftmals Leid beschreiben und oftmals, dass man Gott um Hilfe bittet. Es gibt aber auch häufig sehr rhythmische Titel, die Freude ausdrücken, denke ich z. B. an Kirk Franklins “lovery day”. Am besten kann man dies vielleicht mit der Seele verstehen und vielleicht auch seelische Gefühle, wenn man sich mal das Bibel-TV “Das Gespräch / Spezial” ansieht.

In dem Video ist aber auch etwas anderes zu erkennen. Das Glück und das Kinder plötzlich glücklich sind. Und wenn man sich jetzt in solch ein Kind versetzt, dann wird man die Strophe verstehen “Ich erhielt den Sieg”. Das werden aber auch die Israeliten von sich sagen können, als sie dank Moses in ihrer Heimat, dem jetzigen Staate Israel angekommen waren. Auch die ganzen geflohenen Sklaven, die in Kanada angekommen waren konnten sagen “Ich habe gesiegt – ich habe den Sieg erhalten – ich bin der Sklaverei entkommen”. Die Kinder, die ein solches Kindercamp besucht hatten werden sich auch sagen können, ich habe gesiegt und Glück erfahren.

Missisippi Mass Choir – Hintergründe zum Titel This morning when I rose

Saturday, April 23rd, 2011

Der ideale Gospel für den Ostersonntag, wenn man den Titel mal ins Deutsche übersetzt. Der Tag, an dem ich auferstand.

Vers 1:
(Heute morgen, als ich auferstand),
Ich hatte nicht keinen Zweifel.

(Heute morgen, als ich auferstand) ,
Ich hatte nicht keinen Zweifel.

(Heute morgen, als ich auferstand) ,
Ich hatte nicht keinen Zweifel.

(Ich kenne den Herren), kümmert sich um mich,
(Ich kenne den Herren), sorgt für mich,
(und ich weiß, dass er wird)
Begleite und führen mich den ganzen Weg,
ja stets.

Vers 2:
(Ich erwachte heute morgen, ich sah einen nagelneuen Tag) auf,
Ich hatte nicht keinen Zweifel.

(Ich erwachte heute morgen, ich sah einen nagelneuen Tag) auf,
Ich hatte nicht keinen Zweifel.

(Ich erwachte heute morgen, ich sah einen nagelneuen Tag) auf,
Ich hatte nicht keinen Zweifel.

(Ich kenne den Heren), kümmert sich um mich,
(Ich kenne den Herren), sorgt für mich,
(und ich weiß, dass er wird)
Begleite und führen mich vollständig,
ja vollständig.

Vers 3:
(Ich wachte heute morgen mit dem heiligen Geist) auf
Ich hatte nicht keinen Zweifel.

(Ich wachte heute morgen mit dem heiligen Geist) auf
Ich hatte nicht keinen Zweifel.

(Ich stand heute morgen mit dem heiligen Geist) auf
Ich hatte nicht keinen Zweifel.

Vamp 1:
Geglaubt wie das Gehen.

Vamp 2:
Geglaubt wie die Unterhaltung.

Vamp 3:
Geglaubt wie das Beten.

Vamp 4:
Geglaubt wie der Gesang.

Vamp 5:
Geglaubt wie das Laufen.

Vamp 6:
Geglaubt wie das Schreien.

Ende:
(Ich kenne den Herren), kümmert sich um mir,
(Ich kenne den Herren), sorgt für mich,
(Wiederholung, wie gewünscht)

(Und ich weiß, dass er kommen wird)
Begleite und führen mich den ganzen Weg lang,
ja die ganze Zeit.

In dem Gospelsong ist unschwer zu erkennen, dass es hier um die Auferstehung geht. So wie er textlich formuliert ist könnte man fast schon meinen, dass Jesus selbst von seiner Erfahrung erzählt, die er hatte als er plötzlich auferstanden war. Das kann allerdings auch von einem der Jünger sein, der in seinen Worten beschreibt, dass er plötzlich wieder Jesus vor sich gesehen hat und das so real, dass er keinen Zweifel mehr an seine Person und sein neues Leben hatte. Bibel-TV hat in seiner Sendereihe “Das Gspräch” mal hinterfragt, ob Jesus eigentlich wirklich auferstanden ist.

In dem Video kommt eine Kernbotschaft rüber. Es geht vorallem darum, dass die Auferstehung von Jesus den Menschen verändert. Und der gläubige Mensch erkennt, Jesus ist eben immer noch für einen da. Man kann es auch so interpretieren, dass der Tod ihm letzlich nichts ausgemacht hat.

Aber auch selbst kann man sich nach einer schweren Operation oder gar einer erforderlichen Transplantation neu geboren und auferstanden füheln.

In dem Video erzählt Marcel übers Telefon wie er sich nach einer komplizierten Transplantation fühlt. Vielleicht mag manch einer interpetieren, dass er sich wie auferstanden fühlt.