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Donnie McClurkin – Hintergründe zum Titel Just for me

Friday, August 9th, 2013

Schnell könnte man denken, dass dieser Gospel eigentlich in die Osterzeit gehört. Tut er mit Sicherheit auch. Aber vieles worum es in dem Gospel geht, passt auf das ganze Jahr.

[Vers 1]
Was wird das Kreuz von Jesus bedeuten?
Es ist mehr als nur Songs, die wir singen
viel mehr als das Emblem auf Ihrer Kette
aber es bedeutet, dass ich frei bin
von den Ketten der Sklaverei
und das Blut, das er vergoss
meine Sünden lässt er nicht bestehen.

[Vers 2]
Am Kreuz starb mein Retter
das Lamm wurde gekreuzigt
zeigte uns Liebe,
Diese Welt hat ihn nie gekannt
Oh, was Liebe göttliche
wahrer Liebe, die Sie nie finden
Ach, die wir möglicherweise Leben
Liebe kam und starb allein

[Bridge]
Für das Kreuz wird immer darstellen.
die Liebe hat Gott für mich
Wenn der Herr der Herrlichkeit es vom Himmel sandte
gab er alles auf Golgatha
(er hat es getan) nur für mich, nur für mich
Jesus kam und hat es nur für mich

(Chor kommt mit Haken)

[Chorus]
Nur für mich, nur für mich
Jesus kam und hat es nur für mich
nur für mich, nur für mich
Jesus kam und hat es nur für mich

Vielleicht muss man in der ersten Strophe des Gospels von Donnie McClurkin in der Bibelgeschichte sogar noch weiter zurückgegangen werden. Zu der Frage nach dem Kreuz habe ich ein Video gefunden, das sich auf Paulus und die Kolosser bezieht

Auch bereits in den Kolosserbriefen ist hier immer wieder die Rede von Satan und Schuld. Paulus spricht bereits davon, dass es sein musste, dass der Erlöser, in dem Fall wird es Jesus sein gekreuzigt werden und am Kreuz sterben musste, um überhaupt die Süden der Menschheit aufzunehmen und wegzutragen.  Ketten können hier vielleicht stellvertretend wirken. Fesseln engen einen ein, aber manchmal muss es nicht ein Abführmittel aus Metall sein, dass von der Poizei und dem Zoll eingesetzt wird, man kann sich auch durch äußere Einflüsse gefesselt sein. Sehr deutlich wird dies an einer Produktion zum Thema Rassismus an Schulen

noch deutlicher wird es, wie seelische Fesseln wirken können bei einem Kurzfilmprojekt zum Thema “Mobbing”, das an der Rudolf-Steiner-Schule produziert worden ist.

Die afroamerikanischen Sklaven müssen sich früher ähnlich gefühlt haben, vergleichbar auch mit den Israeliten als sie in Gefangenschaft in Ägypten leben mussten. Mit der Aussage, dass Jesus bei seinem Tod Blut vergoss sollen die Sünden weggewaschen worden sein. Auch heute wird beim Abendmal noch daran erinnern, dass das Blut von Jesus quasi als Waschmittel gewirkt hatte, um Sünden wegwaschen zu können.

Um den Inhalt der zweiten Strophe verstehen können, ist vielleicht diese Predigt gar nicht verkehrt, die über das “Lamm Gotes” handelt.

Im Prinzip erklärt die Predigt auch warum hier auch die Liebe und die Liebe zu dem Lamm bzw. zur Person Jesus erklärt wird.
In gewisser Weise wird auch durch die Ängste, die die Menschen haben auch damit erklärt, dass der Glaube an Gott den Menschen durchaus die Ängste nehmen kann.

Der Schwerpunkt der Bridge ist eigentlich die Liebe zu Gott. Das ist auch die Kernaussage im Gleichnis vom barmherzigen Samariter

Auch diese Aussage als Kernaussage der 10 Gebote ist die Liebe wie es im Titel “Liebe ist das Gebot” aus dem Poporatorium “Die 10 Gebote” besungen wird

Beim Chorus wird man sich vielleicht fragen – warum Jesus für mich. Warum soll Jesus etwas für mich getan haben.

Vielleicht ganz gut wird diese Frage mit dem grotesken Titel “Laufen mit Jesus” beantwortet. Der Interviewpartner ist überzeugt, dass man, wenn man im Hintergrund an Gott und Jesus glaubt, Jesus einen auch Kraft gibt etwas großes durchhalten zu können. Er ist sogar überzeugt, dass man mit Jesus etwas bewegen kann. Allerdings ist es dem Interviewpartner wichtig, dass man sich wohlfühlt. Es wird mit Sicherheit auch Momente geben wo man sagen kann, dass man gerade nicht mit Jesus ist und in dem Fall Jesus nicht immer etwas für einen macht. Er ist allerdings überrascht, dass immer mehr Begeisterte gibt, die den Marathon “Laufen mit Jesus” mitmachen. Viele setzen sich dabei auch ein Ziel und das kann auch in der Aussage stecken, dass Jesus ein Ziel hatte und das dahinter etwas in der Aussage steckt “Jesus hat es für Dich getan”.

Elisabeth Odegard Widmer – Hintergründe zum Titel Soon I will be home

Saturday, February 12th, 2011

Viele Jahre wurde dieser Titel immer wieder gerne bei den Konzerten gesungen. Vermutlich einfach deswegen weil es viele Stellen gab die schön mit Saxophon zu spielen waren. Im Video übernimmt dies eine Trompete. Der Titel Soon I will be home lässt einen nachdenken und man kommt auf Dinge wie das Gleichnis mit dem verlorenen Sohn aus der Bibel. Es können die Worte eines farbigen Sklaven sein, der dank der Underground Railroad sich sagen kann “Es dauert zum Glück nicht lange und ich werde endlich in Kanada und damit in Freiheit sein”. Genauso können es allerdings auch die Gedanken eines Sklaven sein, der aufgrund von Fluchtversuchen bereits gebrochene Knie hat, ausgepeitscht wurde, weil er zuwenig Erträge eingebracht hatte und schon fest davon überzeugt ist, dass er in Kürze erschossen wird und er aber weis, dann ist er endlich von seinen Qualen erlöst, er wird dann endlich beim Herrn im Himmel aufgenommen und wird es dort besser haben.

Der Liedtext:
Ich gehe einen Weg, folge einigen Schritten,
die Straße auf der ich gehe ist steinig, aber ich fühle mich sicher!
Denn du hast mich bei meiner Hand genommen
und deine Worte sind die Zeichen, denen ich folgen muss.
Du führst mich durch mein Leid.

Aber es werden Tage kommen, wo meine Augen verblendet werden;
ich werde stolpern und fallen.
Doch du wirst dann mein Herz mit Frieden erfüllen.
Du rührst meine Augen an, so dass ich sehen kann,
welchen Platz du für mich bereitest hast.

Bald werde ich zu Hause sein.
Bald werde ich das versprochene Land erreichen.
Bald stehe ich vor ihm von Angesicht zu Angesicht
und er wird sagen: Nun kannst du dich ausruhen!

Und wenn ich ihn sehe, kann ich frei singen:
gesegnet sei mein Vater, allmächtiger König!
Ich erhebe meine Stimme, singe und preise ihn,
weil er mich errettet hat durch seine liebende Gnade.

 

Zum Gleichnis des verlorenen Sohnes habe ich eine Predigt über Lukas 15,1 gefunden. Inhalt des Gleichnisses ist:
Der jüngere Sohn verlangt von seinem reichen Vater sein Erbteil. Sobald er sein Geld erhält, geht er ins Ausland und verprasst es. Zum Bettler herabgesunken, schlägt er sich als Schweinehirte durch und hungert dabei so, dass er reumütig zum Vater zurückkehrt, um sich zu seiner Sünde zu bekennen und ihn um eine Stelle als Tagelöhner zu bitten. Der Vater ist jedoch so froh über die Rückkehr des Sohnes, dass er ihn festlich einkleidet und für ihn ein großes Fest veranstaltet. Als sich der ältere Sohn über das Verhalten des Vaters beklagt, entgegnet dieser:
„Du bist immer bei mir gewesen, was mein ist, ist dein. Freue dich über die Rückkehr deines Bruders, der tot war und wieder lebendig geworden ist.“.

Wenn man den Text des Gospels jetzt mit dem Gleichnis vergleicht, dann trifft es auf die Gedanken des jüngeren Sohnes zu wie er sich als Schweinehirt gefühlt haben muss und dies kurz bevor er den Entschluss gefasste zu seinem Vater zurückzukehren.

Im Magazin USA befindet sich ein langer Bericht über die amerikanische Sklaverei Es wird in dem Beitrag auch beschrieben, dass man im Gegensatz zu römischen Sklaven die als Sklaven eingesetzten Afrikaner und Indianer als unterentwickelte Rasse ansah und man die wie Arbeitstiere betrachtete. Bei uns sind Arbeitstiere Pferde oder Kühe. Wenn man den Beitrag aus dem Geschichtsmagazin gelesen hat, dann wird man den Gospel vielleicht besser verstehen.

William Becton – Hintergründe zum Titel “Show me how to love again”

Thursday, December 16th, 2010

Im Jahr 2004 hatte ich diese schöne Ballade lernen dürfen. Und damals wurde sogar beim Konzert sogar das Experiment unternommen und 4 Geiger noch genutzt, die bei bestimmten Titeln für mehr Romantik sorgen sollten.

Ich hörte, dass es zu lieben mein ganzen Schmerzen wegnimmt. Aber die Liebe zu mir scheint für mich in der Arbeit an einem mir endlos erscheinenden Tag untergegangen zu sein.  Mein Leben soll wohl für mich ein einsames Leben sein. Aber zum Glück kamst Du daher und seit dem erinnere ich mich unentweg an Dich. Jemand, der einen verändert hat. Jetzt (endlich) bin ich in der Lage zu lieben.

Zeige mir wie man wieder liebt. Zeige mir wie ich Dir wieder vertrauen kann. Für mein Herz wirkt die Liebe hoffnungslos. Zeige mir wie ich wieder etwas von mir geben kann. Lehre mir wie (ich sie) wieder empfangen kann. Deshalb brauch ich Dir, der mir zeigt wie ich wieder lieben kann.

Die könnte von einem Feldarbeiter stammen, der sich in der Sklaverei in den Vereinigten Staaten befindet. Jemand, der von dem Plantagenbesitzer ausgenutzt wurde. Der vielleicht mit schruntig geschlagenem Rücken in der Ecke sitzt und sich und den Sinn seines Lebens nachdenkt. Jemand, der den Halt zu Gott verloren hat, aber nach irgendetwas sucht, dass ihm wieder Kraft gibt. Es ist eindeutig ein Titel, bei dem es darum geht “Gott helfe mir”.

Der Titel knüpft an in der Bibel an das Lukasevangelium 15:24 an.
denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an fröhlich zu sein.

Auf Bibel.tv gibt es unter der Reihe “Das Gespräch” eine Produktion mit der Theologin Ruth Lapide über das Gleichnis des verlorenen Sohn.

Sie erklärt zu Beginn warum in der damaligen Zeit überhaupt Gleichnisse genutzt wurden. Sie interpretiert im späteren Part der Produktion wie man das Gleichnis des verlorenen Sohnes in der heutigen Zeit verstehen könnte. Leider existiert in der Mediathek von Bibel-TV nicht mehr diese Sendefolge. Aus dem Grund hier mal ein Videomitschnitt einer Predigt mit dem Thema “Der verlorene Sohn”

Joe Cocker – Hintergründe zum Titel “Take me Home”

Thursday, September 23rd, 2010

Auch beim Freiburg Gospel Choir ist ein ausgeprägtes Saxophonsolo in dem Titel enthalten. Vielleicht ist das sogar ein Grund warum der Saxophonist einmal äußerte, dass er einen Titel von Dorinda Clark Cole nicht spielen wolle sondern “Take me home” als Konzerttitel haben wolle.

Es geht darum, dass man dasteht vielleicht sogar gut sichtbar und voreinem ein Fluss liegt. Ein Fluss bei dem man das andere Ufer nicht erlangt. In der Bibel wird damit der Jordan gemeint sein. Jordan Man kann sich allerdings auch in die Zeit versetzen in der dieser Song entstanden sein könnte oder an die dieser Gospel anlehnt. Man stelle sich Sklaven vor, die auf einer Plantage am Missisippi arbeiten. Sie stehen am Ufer des Flusses und stellen fest “mensch der Fluss ist ja so breit, wir werden nie auf die andere Seite kommen”. Und siehe da plötzlich gibt es da eine Brücke, eine Brücke die einen das Wasser überqueren lässt. Im Alten Testament kann man sich jetzt an die Stelle im Mosebuch erinnert fühlen wo von der Teilung des Roten Meeres die Rede ist. Gut über das Rote Meer wird es nie eine Brücke geben, das ist einfach eine zu große Distanz zu überbrücken und von den Kosten her zu teuer. Teilung Rote Meer In der Bibel schaffen es die Israeliten trockenen Fußes durch das Meer laufen zu können. Versetzt in die Sklavenzeit kann es tatsächlich sein, dass plötzlich einer von denen eine Brücke über den Missisippi gefunden hat oder auch die entsprechende Vernetzung der Sklaven, die einem Überquerungsmöglichkeiten für den Missisippi bot. Jedenfalls war das für den Sklaven so gigantisch schön solch eine Brücke zu sehen. Er beschreibt dieses Erlebnis, dass die Brücke wie ein Regenbogen gewirkt hatte, also was extrem schönes. Gleichzeitig erinnert er sich an die Sache mit dem “verlorenen Sohn”. verlorener Sohn Die Geschichte vom “verlorenen Sohn” wird Gott benutzt haben, um zu zeigen, dass man sich durchaus auch mal abwenden kann, dass Gott aber immer da ist, wenn man doch mal wieder zu ihm zurückkehren möchte. Und genauso ist es in dem Song, es wird genau auf diese Möglichkeit gewartet, denn man ist fest im Glauben, dass diese Brücke entstehen wird und man wie der verlorene Sohn vom Herrn zurückgeholt wird oder einem jedenfalls die Möglichkeit geboten wird von sich aus wieder zum Herrn zu finden. Und der Suchende sagt sich, wenn Gott mich liebt, dann wird er mir auch den Weg ebnen zu ihm zu gelangen. Man kann es auch so sehen, dass es ein Sklave war, der permanent ausgepeitsch wurde und sich sagt, ich bin gerne bereit zu sterben. Denn wenn ich gestorben bin, dann bin ich dem Herrn nahe und kann mir sicher sein, dass es keinen bösen Plantagenbesitzer geben wird, der mir noch was antun kann.

Die Underground Railroad der farbigen Sklaven

Friday, March 26th, 2010

Bei der sogenannten “Underground Railroad” handelt es sich um ein informelles Netz, das die Sklaven für ihre Flucht benutzen. Auf  der ersten Karte sind verschiedenen Fluchtverläufe im nördlichen Amerika eingezeichnet, über die eine Vielzahl von Sklaven geflohen waren.

Fluchtwegeplan Underground Railroad und hier nochmals eine genauere Karte, die die Flüchtlingsströme von Sklaven aus den Südstaaten Amerikas zeigt. Auf dieser Karte sind auch die Staaten markiert, bei denen Sklaven gehalten werden sowie die Staaten, die keine Sklaverei hatten.

Underground Railroads - Auschnittsplan

Inzwischen sind fast 250 Jahre vergangen als es dieses Informationsnetz der “Underground Railroad” gab. Um 1860 fingen die ersten afrikanischen Sklaven an wegzurennen und manchen gelang die Flucht in die Freiheit. Im Jahr 1850 waren es etwa 2 500 Sklaven, die Fluchtpläne hatten. Der Begriff von der Eisenbahn kam auf, da es viele Freiheitshelfer gab, die die Farbigen transportierten. Wenn einem Sklaven oder einer Sklavin die Flucht gelungen war und derjenige jetzt anderen bei der Flucht helfen wollte und Kontakte aufbaute, so wurde dieser automatisch ein Teil der “Underground Railroad”.  Zum Fliehen wurden sogenannte Stationen genutzt, die den Farbigen eine Herberge boten und von denen sie zur nächsten Etappe aufbrechen konnte. Eine solche Station war beispielsweise Catherine Harris. Die Railroad bestand etwa bis 1950, also fast 100 Jahre lang.

Sklaven bei einer Underground Railroad-Station

1842 brachte Willam Brown mit einem dampfbetriebenen Boot 69 fugitive Sklaven nach Kanada. Diese Farbigen bauten das Netzwerk der “Underground Railroad” auf und verschafften so etwa an die 70 000 Sklaven zur Flucht. Vor allem die Städte Buffalo, Rochester und deren Umgebung nahmen eine führende Positon bei dieser Untergrundsbewegung ein.

Hier die Autobiografie eines fugitiv Farbigen

Gegen Ende der Underground Railroad wurde die Sklaverei abgeschafft. Plakat gegen Sklavenhandel

Es war vorallem dem Präsidenten Abraham Lincoln zu verdanken, dass die Sklaverei abgeschafft wurde. Sicherlich vielen ist auch noch die berühmte Rede “I have a dream” von Dr. Martin-Luther King ein Begriff. Auch dieser bedeutende Farbige setzte sich für die Anrekennung der Farbigen ein und drang darauf, dass die Farbigen einen gleichen Stellenwert wie die hellhäutige Bevölkerung bekommen sollten und als Menschen ebenbürdig behandelt werden sollten.

Hier mal eine zeitgenössische Karrikatur zur Anti-Sklavereibewegung

zeitgenössische Karikatur