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Gospelchor Rheinfelden überraschte in der St. Josefskirche sogar mit Klassik

Thursday, April 12th, 2012

Foto: Wladyslaw Sojka (Wiki GFpL)

Alxs Heimspiel konnte es verstanden werden, dass der Gospelchor St. Josef das Frühjahrskonzert in seiner Gemeindekirche gab. Lange Zeit war man an dem Wochenende von einem Doppelkonzert ausgegangen, allerdings ging die Organisation für die Altweiler Kiche an die Stadt über und die hatte halt andere Pläne gehabt. Insofern auch kein Problem konnte man sich so mehr auf ein einziges Konzert konzentrieren. Der Projektchor im späten Frührjahr letzten Jahres war so gut angekommen, dass 1/3 der Projektler nach dem Abschlusskonzert in der Bogenhalle von Schloss Beuggen sich entschlossen hatten im Chor zu bleiben und so konnte sich der Gospelchor um weitere 10 Sängerinnen und Sänger erweitern.

Vielleicht hatten sich einige Fans vom Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden schon gewundert gehabt warum es im Jahr 2011 kein Herbstkonzert gegeben hatte. Das hatte man aus gutem Grund entfallen lassen, weil man sich sagte, dass man sich lieber etwas mehr Zeit lässt, die Neulinge dann gut einarbeitet und so wieder zu dem bewährten Chorsound und dem gehobenen Niveau, das man von den Rheinfeldener Gosplern gewohnt ist.

Es ist aussprachtechnisch in der Josefskirche von Rheinfelden das Singen von eher rhythmischen Liedern schon eine gewisse Herausforderung, den es heisst mit einer Hallzeit von 7 Sekunden, die die Kirche aufgrund ihrer Architektur einfach mal hat, klarzukommen.
Interessant mag für die Konzertbesucher gewirkt haben, dass für sie aus der Ferne das Konzert mit einem klassischen Titel begonnen hatte, ohne das sie eigentlich richtig wussten woher dieser wohl herkommt. Begonnen wurde nämlich in der Sakrestei bevor der Chor geschlossen in 2 Reihen aufmaschiert war.

Get together eigentlich alleine schon vom Namen her ein wirklich passender Titel, um ein Konzert zu beginnen. Wirkte der Titel doch etwas auflockernd für die zahlreichen Konzertbesucher, die in die Kirche gekommen waren, um das Gospelkonzert zu genießen. Auch wtas sie Soli anging wurde für Abwechslung gesorgt, da verschiedene aus dem Chor die Möglichkeit bekamen sich an einem Solo zu beteiligen.

Deeper than kennen vielleicht manche noch vom Gospelkirchentag, denn wie “Let us stand” stammt es aus der Feder von Hans-Christian Jochimsen. Auch ein weiterer Titel im mittleren Tempo fügte direkt an. Die Choreografie bestand uberwiegend aus dem Gospelschritt. Ein bisschen ein Problem dabei, wenn man sich nicht geeinigt in welcher Richtung man jetzt mit der Bewegung startet und so wirkte manchmal wie ein Vorhang der aufgeht und sich wieder schliesst. Doch zum Glück wurde zum Schluss mit den Bewegungen auch gezeigt von was da gerade gesungen wird.

Lift Jesus up eine christliche Rocknummer, so könnte der Titel bezeichnet werden, der dem Worshipsong im mittleren Tempo folgte. Und entsprechend äußerte sich auch das Puplikum und klaschte, schnipste oder wiegte einfach nur im Rhythmus mit. Sehr sehenswert war die Choreografie für den Schluss des Liedes. Die Hände plumpsten nicht einfach so nach unten – was auch irgendwie danach ausgesehen hätte “ich bin erschöpft” sondern liefen in einer Art Welle durch den Chor, als letztes Namen die Sängerinnen vom ersten Sopran ihre Hände runter. Zu dieser Idee kam der Chor auf dem Probewochenende in einem Pfadiheim in Oberdiegten (BL) wo extra sogar ein etwa 2stündiger Tanzworkshop eingebaut war. Jesus be a fence bei dem Esther Amagou und Julia Paletta die Soli sangen wirkte im Refrain sehr knackig. Für Auflockerung hatte vorallem der Zwischenpart gesogt, bei dem die Solistinnen und der Chor im Wechselgesang gesungen hatten und vom Chor immer nur Worteinwürfe kamen.

House of the Lord
auch wenn es schon seit Jahren in den Konzerten gesungen wird schafft man es einfach nicht ein Konzert mal ohne diesen Titel zu singen. Und man merkte auch bei diesem Konzert die Nummer zieht einfach. Beim Solo merkte man sofort, dass Martin Huber dem Wort auch ein gewisses Leben verpassen will und man merkte dierekt mit wieviel Freude er “joy” sang und dass er nicht nur von Frieden singen wollte sondern diesem am besten hier und jetzt gleich gehabt hätte.

Foto: Wladyslaw Sojka (Wiki GFpL)

We pray in the morning oder manchmal ist ein Gebet auch die einzigste Möglichkeit aus einer unlieben Situation wieder rauszukommen. Der Chor singt schon seit einiger Zeit diesen Titel, allerdings stets accapella. Unterstützt von rhythmischen Klatschen und wer auch noch noch den Schritt drauf hatte, stampfte dazu auch noch entsprechend. “Warum betest du”, “zu wem und warum” – man merkte direkt das Fragezeichen im Gesicht der Sänger bei diesem Fragen.

Never let me go
Im Gegensatz zu einem weiteren Titel vom Oslo Gospel Choir, is das Never let me go eher ein etwas flotterer Titel. Sicherlich gerade diese Kraft, Energie und Poesie sind Dinge, die das Puplikum gerne behalten möchte und man könnte natürlich es auch so sehen, bitte lass mich nicht ohne so einem tollen Eindruck gehen.
Thy word
Hier gab es eine besonders rührende Situation. Yvonne hatte sich gerade auf das Solistenprodium gestellt und wollte mit dem Lied anfing als ein kleines Mädchen zu ihr kam und eine Wasserflasche ihr reichte. Natürlich hatte sie diese dann entgegen genommen, einen Schluck drauf getrunken und dann dem kleinen Mädchen wieder in die Hand gedrückt. Später stellte sich heraus, dass es sich hierbei um die Tochter von Yvonne gehandelt hatte.

Thulaziswe Immer wieder schön zu hören war diese afrikanisch/englische Ballade, bei der Julia Paletta sehr gekonnt das Solo zu sang. Auf den Knacklaut beim osoku nobella wurde verzichtet, aber zugegeben die richtige Aussprache des Lautes ist auch Übungssache. Gewöhnlich haben die afrikanischen Lieder einen relativ einfachen religiösen Bezug, das Thulaziswe bezieht sich auf die Appartheid und wer sich mal mit dem Text beschäftigt kann hier erstaunliches im Text erkennen. Das afrikanische Feeling wurde dabei durch eine Djembe erzeugt, die vom Schlagzeuger gespielt wurde.

Never turn back auch hier überzeugte Romy mit ihrem Solo offensichtlich so sehr, dass die Journalistin der Badischen Zeitung es sogar erwähnte, dass hier offensichtlich spontane Bravorufe vom Puplikum erfolgt sind. “So muss es sein” wäre hier meine Äußerung gewesen, denn in den amerikanischen Gospelchurches sind Zwischenrufe, die zur Motivation von Solisten und Chor dienen ganz normal, zum Teil kommen die sogar aus dem Chor selbst. Die Botschaft des Titels eigentlich recht gut nachvollziehbar.

“Eigentlich gar kein Gospel, aber irgendwie hat es etwas” aber gerade die älteren Zuhörer waren vielleicht positiv erstaunt, dass Karl Gehweiler relativ spontan von Mendelsohn den Titel “Hebe deine Augen auf”, ein Werk das eher von klasischen Chören gesungen wird mit in das Konzertprogramm aufgenommen hatte.

Never gonna loose my way
dieser Titel wurde auch beim Projektchorkonzert im Sommer gesungen. Seit Sommer wurde noch etwas drann geschliffen und das Ergebnis war eine außerst gefühlvolle Ballade, die mit dem Solo von Julia Paletta die Vollendung gefunden hatte. Die Bewegungen dazu waren leicht wiegend und man so manche im Puplikum hörten hier ganz gespannt zu. Vielleicht konnte hier und da doch noch eine Träne unterdrückt werden, bevor der Titel zu sentimental geworden wäre.

Glory, glory ist eigentlich so ein gewisser Evergreen, obwohl er schon älter ist hat er auch diesmal wieder gesorgt, dass eine gewisse Fröhlichkeit in der Kirche entstand. Vielleicht hatte auch der eher etwas freiere Gesang von Martin Huber, der in dem Stück den Solopart gesungen hatte, den gewissen Pepp in das Lied reingebracht, der das ganze so einer richtig guten fetzigen Nummer gemacht hatte.

Mit einer ruhigeren Nummer sollte es weitergehen und Shine your light war eine solche. Sehr gefühlvoll hatte der Chor diesen Titel gesungen gehabt und auch bei Romy Marti, die das Solo für diesen Titel gesungen hatte, hatte man den Eindruck, sie wollte die Konzertbesucher gerne eintauchen lassen in das Gefühl, dass in einem selbst eine Lampe scheinen kann und dies das Licht des heiligen Geistes ist. Manche hätten es vielleicht lieber gehabt, wenn es draußen schon dunkel gewesen wäre und weniger Licht in die Kirche gefallen wäre und vielleicht wie bei vielen Openair-Konzerten üblich mit gezündeter Flamme mit dem Feuerzeug winken könnten.
Goin´ to the holy city
eingehen auf den Trauergesang der Männer zu Beginn des Titels. Allerdings war das nur die ersten Takte der Fall. Plötzlich merkte man doch, in dem Titel steckt ein gewisser Biss drinn und gleich fühlte man sich animiert mitzuschnipsen und mitzuklatschen. Vielleicht interessant war teilweise auch, dass die einen Stimmen sehr rhythmischen singen und die anderen eher langsam oder als Husummerchor.

Comin´ back

war dann wieder eine eher gefühlvolle Ballade vom Oslo Gospel Choir, die von den Gestiken sogar noch ausdrucksstärker vermittelt hätte werden können. Damit sie nicht zu monoton klingt hatten sich Yvonne Koller und (G)isela De Marbaix sich auch Zwischengesänge einfallen lassen, die durchaus gut rüberkamen. Allerdings im Original singen ja auch 2 die Soli.

Sweet Jesus Auch dieser Titel wurde bereits im Sommer gesungen und weil er bereits da sehr gut angekommen war, hatte man ihn auch ins Konzertprogramm aufgenommen gehabt als ein Grund. Der andere Grund war natürlich, die Titel waren nun sehr lange geprobt worden und auch die Neulinge, die sich nach dem Projektchor zum Weitermachen entschlossen hatten, hatten so Zeit gehabt die Stücke noch perfektionieren und mussten nicht ganz neue Titel von Grund auf lernen. Auch sehr toll fand ich hier ein Feedback einer Stuttgarterin, die auf Verwandtenbesuch war, vom Konzert erfahren hatte und extra noch ein bisschen länger geblieben war. “Sie singen mir von der Seele” so war ihr Kommentar gewesen, den ich in der Pressemitteilung in der BZ hatte lesen können.
Thy will be done hier hatte sich Karl Gehweiler ein bisschen von meinen Erzählungen inspirieren lassen wie der Titel jeweils beim Workshop mit Adrienne Morgan-Hammond in Kirchzarten (fand bereits 2 x schon statt) gesungen wurde und so wurde die Dynamik im Hauptpart von mittellaut zu richtig kräftig laut mit jedem Durchlauf gesteigert. Lediglich ich hatte mir gesagt, dass ich den Strophenteil bewusst wesentlich leiser gesungen habe, denn in Kirchzarten hatte ich dadurch gemerkt wie stark doch die Emotionen geweckt werden könnten, um ein Haar hätte dort eine Dame tatsächlich geschluchst. Hier wurde allerdings nicht ganz so leise gesungen und so konnte ich mir sagen, wenn ich meinen Nachbarn mit seiner Stimme sehr gut hören kann, dann bin ich leise genug.

Swing low with the saints
Ein Medley, das so wie “House of the lord” aus dem Konzerten fast nicht mehr wegzudenken ist. Von Karl Gehweiler ist es ein gelungenes Arrangement, das sich aus dem Titel “Swing low sweet chariot” und “When the saints go marchin in” zusammen setzt. Hierzu habe ich sogar eine kleine Annekdote. Ich hatte mir das Medley ausgesucht für eine Stunde Gesangstraining bei einem Workshop in Antalya neben einem weiteren rausgesucht gehabt. Rene hatte dann auch auf den Übersichtszettel geschrieben gehabt, dann und dann hat Ruprecht seine Stunde mit dem Titel “Oh when the saints”.
Als ich ihm dann die Noten (unglücklicherweise die Frauenstimmen) gezeigt hatte, um eine Orientierung für die Begleitung zu haben waren seine ersten Worte. “Ui, das ist ja alles vorgezogen” und offensichtlich hatte Rene damit nicht gerechnet gehabt, dass Karl Gehweiler in seinem Arrangement doch von der üblichen Weise es zu singen abgewichen war und es in dem Gospelmedley durchaus auch Phrasen gab, wo zwischen Frauen und Männern eine Art Wechselgesang stattfindet.

Als Zugabe war eigentlich nur “Let us Stand”, der Aktionssong von Gospel für eine gerechtere Welt aus dem Jahr 2010. Allerdings das Puplikum war so begeistert gewesen, dass auch noch “Goin to the holy city” und “Herr, hebe Deine Augen” gesungen werden musste. So konnte Yvonne Koller, die die Hauptmoderation für das Konzert übernommen hatte zum einen neben der Würdigung von Karl, dass der Chor es immer genießen würde mit ihm zu singen, zu arbeiten und gemeinsam Spaß zu haben auch ein großes Lob an das Puplikum aussprechen.

Gospelday und Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden gehörte zu den Gosplern in ganz Deutschland

Saturday, September 17th, 2011

Ursprünglich als Gospelchain durch ganz Deutschland angedacht wurde draus der Gospelday. Ein Tag, an dem möglichst viele Gospelchöre in Deutschland um 12:00 Uhr gemeinsam ein Lied singen sollten und sich für eine gerechtere Welt einsetzen sollten.

http://www.youtube.com/watch?v=-Y8hLFzLkcQ

Die Aktion “Gospel für eine gerechtere Welt”, die am Gospelkirchentag in Karlsruhe offiziell gestartet wurde und bei der am Abschlussgottesdienst mehrere Aktionsmitwirkende gesegnet wurden sind sollte weiterleben. Und so wurde aus der Idee der Gospelchain der Gospelday. Viele namhafte Künstler wie Dieter Falk, Nina Hagen, Miriam Schäfer, Joakim Arenius und nicht zuletzt Hans-Christian Jochimsen, aus dessen Feder der Aktionssong “Let us stand” stammt unterstützen die Aktion un den Gospelday.

Aufgerufen hatte die Creative Kirche aus Witten und recht schnell hatten sich 200 Chöre in 200 verschiedenen Städten gefunden, die alle an diesem Tag singen wollten. Da viele Chorleiter allerdings gesagt hatten, dass sie ohne viel Probeaufwand an dem Tag teilnehmen wollten wurde viel gehirnt.  Bereits vor den Sommerferein hatte sich eine stattliche Zahl an Gospelchören in ganz Deutschland gefunden, die sich alle am Gospelday beteiligen – hier die Standorte anhald von Googlemap.

Übersichtskarte der Gospelday-aktivitäten

Matthias Otto wollte schon am Start der Aktion gerne einen Aktionssong haben. Er saß mit Hans Christian Jochimsen zusammen und fragte ihn, ob er was komponieren konnte, bei dem zu erkennen ist, dass man die Welt wachrütteln muss, wenn man den Klimawandel aufhalten möchte, dann muss man jetzt ein Stopsignal setzen und der Welt sagen, dass man etwas ändern kann und vorallem, dass man in der Gemeinschaft etwas erreichen kann und man gemeinsam stark ist. Es dauerte einige Zeit, plötzlich gab es eine Email.

Foto: Badische Zeitung

“Ja ich hatte da mal so eine Songidee” kam Hans-Christian zurück und plötzlich war der Kampagnensong da.


Das entsprechende Video ist vorübergehend deaktiviert

Auch der Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden war von diesem Vorhaben begeistert. Eine kleine Deligation hatte sich zusammengeschlossen und waren im September 2010 gemeinsam zum Gospelkirchentag nach Karlsruhe gefahren. So stand bereits am Jahresanfang 2011 fest, in Rheinfelden wird sich am Gospelday der ansässige Gospelchor an dem Tag auf den Marktplatz stellen und aktiv sein.

Wer allerdings in Rheinfelden nach einem Platz sucht, der sich Marktplatz nennt, wird ein Problem haben. Es gibt zwar den Oberrheinplatz in Rheinfelden, aber keinen Marktplatz. Recht umständlich fand ich heraus, dass auf dem Rathausvorplatz immer der Wochenmarkt stattfindet und der Gospelchor St. Josef, der in Rheinfelden (Baden) beheimatet ist, wird wohl diesen als Marktplatz bezeichnen. Der Marktplatz von Rheinfelden sollte der Ort sein, an dem am Gospelday der Rheinfeldener Gospelchor auftrat. Auf den Plakaten wurde es teilweise genauer beschrieben mit Platz vor der Christuskirche, denn die kennt man in Rheinfelden (Baden) schon genauer.

Foto: Wladyslaw Sojka (Wiki GFpL)

Offensichtlich wollte man den Projektlern, die nach dem Sommerferien vermutlich noch weiter beim Chor singen möchten und vermutlich kommen da noch weitere hinzu die Möglichkeit bieten auch beim Gospelday mitsingen zu können. Aus diesem Grund wurde einfach beschlossen, dass man zum Eingrooven die Lieder vom Projektchorkonzert nimmt, die man damals zusammen mit den Projektlern einstudiert hatte.  Das “Deeper than” wurde von der Redakteurin der BZ bereits als sehr ausdruckstarkes Lied beschrieben und es von auszugehen, dass ihr offensichtlich die Choreografie (original von Hans-Christian Jochimsen leicht abgeändert, da man die Bewegungen langsamer und weicher wollte) gefallen hatte. Auch das “Get together” ist ein flotter Ohrwurm, der fast schon zum Mitsungen, Mitsingen oder sonstiges einläd.

Nach den Sommerferien wurde dann begonnen an den Feinheiten zu arbeiten. Es wurde mit der ersten Probe extra 1 Woche vor dem Ende der Sommerferien begonnen, wobei sich der Chorleiter die Zeit extra eingeräumt hatte, da er anderweitig noch viel Organisationsarbeit zu tun hatte. Begonnen wurde eine Choreografie zum Titel “Let us stand” einzustudieren und es dabei nicht los beim gegenseitigen Händereichen zu lassen. Auch das “Get together” wurde nochmal kurz durchgeprobt. Allerdings einige der Titel, die für den Tag vorgesehen waren wurden erst am 13. geprobt, der Probe zu der auch die Band hinzukam. Kurzfristig erfuhr man, dass noch 2 weitere Titel angedacht waren und dass man nun mit dem Aktionssong und dem “Amazing Grace” auf gute 10 Lieder kam und den Gospelday zu einem kleinen Benefizauftritt gemacht hatte.

Es wurde sich drauf eingestellt, dass das Puplikum durchaus häufig wechselt kann und möglicherweise unterschiedlich auf die verschiedenen Gospel reagiert wird. Aus dem Grund hiess in in der letzten Probe extra, dass es sein könnte, dass man den ein oder anderen Song vielleicht sogar weglässt, eben so wie das Puplikum reagiert. Ich selbst bin recht früh aufgebrochen, da ich wie beim Projektchorkonzert mich beim Aufbau beteiligte.

Da meiner Meinung nach eine Vortänzerin oder Vortänzer gefehlt hatte, hatte die Choreografie doch eher so ein gewisses Eigenleben gehabt – mehr oder minder stark eben. Ganz im Gegenteil die Leute, die sich zum Eintritt einfanden hatten sich dann auch alle Titel angehört und sogar beim Aktionssong “Let us stand” kräftig mitgesungen.


Video vorübergehend deaktiviert

Und immerhin meinen wir so um die 60 Personen gezählt zu haben, die sich den Auftritt  angehört hatten. Auch ein Infostand war aufgebaut, um auf die auf Punkte von der Aktion “Gospel für eine gerechtere Welt” was man selbst machen kann zu informieren. Einige Anregungen kamen auch von der ersten Vorsitzenden, Yvonne Koller, selbst, die den Puplikumstitel “Let us stand” gekonnt anmoderierte.


Video vorübergehend deaktiviert

Als ich mal auf dem Aktionsportal nachgeschaut hatte war ich ziemlich überrascht – Anmeldung für Gospelday 2012. So ein bisschen was hatte ich von Matthias Otto schon selbst gehört als ich ihn über einen Chor informiert hatte, der abgesagt hatte und gemeint hatte, dass er mal nachhaken könnte was die Crea vielleicht noch optimieren könnte. Auf dem Aktionsportal stand nämlich “krankheitsbedingt konnte unser Chor in diesem Jahr nicht auftreten, wir werden aber 2012 dabei sein”. Und offensichtlich hatte Matthias Otto und die ganze CREA-Belegschaft erst einmal ein ziemlich langes Gesicht gezogen, weil sie noch gar nicht an 2012 und eine Wiederholung gedacht hatten – es bleibt also spannend.

André Croach – Hintergründe zum Titel sweet Jesus

Friday, June 24th, 2011

Diesen Titel durfte ich im Frühjahr 2011 im Rahmen eines Projektchores neu lernen. Vom textlichen Inhalt werde ich irgendwie an Maria Careys Titel “Jesus, what a wonderful child” erinnert.

Im Gegensatz zu dem Titel von Maria Carey, der nach einem langsamen Intro ziemlich an Geschwindigkeit aufnimmt bleibt dieser Titel ruhig. Allerdings ist die Version im Video nicht exakt die Version von Andre Croach.

Süßer Jesus, oh wie ich Dich liebe. Keiner gleicht ihm.
Jesus, der süßeste Name, den ich kenne.
Ich nehme ihn überall hin mit, meinen Herrn.
Oh wie wunderbar, oh wie ehrenvoll,
oh welch mächtiger Name.

1. Er führt die Nationen.
Er starb, um uns zu retten.
Er ist der Erschaffer der Schöpfung.
Meine Probleme, egal ob groß oder klein,
berühren ihn, und er führt mich sicher hindurch.

2. Er ist der Fels, auf dem ich stehe.
er ist die Quelle, aus der ich trinke.
Jesus ist der Name, den ich rufe,
der einzige Name, der Sünden vergibt.
Welch wunderbarer Name.

Emmanuel; Prinz des Friedens;
König der Könige; Rose von Sharon;
mächtiger Gott; süßer Jesus;

Oh wie wunderbar …

Auch hier beginnt es wohl mit dem frisch geborenen Jesuskind wie es in der Krippe liegt. Und gerne bezeichnet man wie ein Baby auf einen wirkt als süß und goldig anzusehen. Aber im Gegensatz zu jedem anderen Baby ist dieses Kind bereits etwas ganz besonderes. Der Komponist findet es schon toll, dass dieses Kind nicht Hugo, Paul, Gustav oder mit einem für ihm möglicherweise recht belanglosen Vornamen benamst worden ist. Das man den Herren überall hin mitnehmen möchte zeugt von dem starken Glauben, den man an Jesus und folglich auch an Got hat. Man nimmt nicht einfach jemanden mit, von dem man nicht überzeugt ist. Vorallem ist man immer wieder von seinen guten Taten erstaunt, die Jesus vollbracht hat.  Mit der Zeile “Jesus, welch mächtiger Name” möchte man vielleicht auch zum Ausdruck bringen, dass Jesus für einen der Messias ist, derjenige von dem die Juden überzeugt sind, dass dieser der Erlöser/Erretter ist und dass dieser erst noch kommen wird.

Die Zeile “Er führt die Nationen” kann man meiner Meinung nach verschieden auslegen. Moses beispielsweise hat damals die Israeliten aus Ägypten heimgeführt. Folglich hat bereits er und damit ist Moses gemeint, eine Nation geführt. Man kann diese Zeile aber auch in der Zeit des neuen Testamentes deuten, er hatte seine 12 Jünger gehabt und viele, die ihm vertraut hatten und ihm auch gefolgt sind. Somit mag er durchaus ein großes Volk damals bewegt haben.
Und man kann diese Zeile sogar auf die heutige Zeit übertragen. Das Christentum und der Glaube an Gott hat sich inzwischen in der ganzen Welt ausgebreitet, denn nicht nur in Europa glaubt man an Gott und seinen menschlichen Stellvertreter Jesus. Bereits die ganzen Gospelsongs haben christliche Inhalte. Es gibt die koptischen Christen in Ägypten, in Syrien lebt eine kleine Minderheit Christen und soweit mir bekannt ist sogar auf den Phillipinen leben Christen. Im Islam ist Jesus ein Prophet und Alah ist mit unserem Gott vergleichbar.

Vermutlich “Prinz des Friedens” muss man als emotionales Empfinden nehmen. Recherchiert man in der Bibel und sucht nacht Prinz stößt man beispielsweise in Chroniken 17:7 . Ich nehme allerdings an, dass hier Bezug genommen wird auf die Stadt Samaria, das in Esra 4:10 beschrieben wird.

Gerne für Petrus mit einem Fels verglichen. Allerdings in diesem Gospel geht es um Jesus und da würde der direkte Bezug fehlen. Ich kann mich erinnern, dass Jesus in seiner Bergpredigt einen Vergleich anstellt, er beschreibt erst einmal ein Haus, das auf Sand gebaut ist. Er findet es zwar schön, dass sich Menschen da die Mühe gemacht hatten ein Haus zu errichten wobei er allerdings anmerkt, dass die offensichtlich nicht zuende gedacht hatten. Zum anderen erzählt er von einem Haus, das auf Fels gebaut wurde und somit einen festen Untergrund hat – es also nicht einfach davon getragen werden kann.  Zur Bergpredigt selbst gibt es verschiedenste Interpretationen. Hier kann man es mit dem Haus vergleichen, in dem in der Bergpredigt gesprochen wird. Man steht also auf einem festen Grund und hat in dem Fall etwas, an das man sich klammern kann / drann festhalten kann.

Wasser ist lebensnotwendig. Vorallem in den Ländern wie Israel, Jordanien und Syrien kann eine Quelle sogar das größte Glück für einen bedeuten, denn die Landschaft ist durchaus wüstenhaft und bei dem heissen Klima benötigt man um so mehr Flüssigkeit.  Als ich mal eine Wüstentour zum Euphrat gemacht hatte, merkte ich wie mitunter anstrengend solch ein Marsch durch eine Landschaft ist, die außer ein paar Steinen am Boden und vielleicht ein paar Hügeln als kleine Abwechslung absolut nichts bietet wie erlabend es ist, wenn man dann an einen Fluß kommt. Auch eine Oase ist traumhaft, denn hier konnten die Tiere getränkt werden, man konnte Getreide anbauen, Palmen wuchsen häufig und so konnte man mit unter auch fruchtbare Datteln, die auf den Palmen wuchsen, ernten.

Bei der “Rose of sharon” handelt es sich um den syrischen Hibiscus. Es wird beschrieben, dass dieser ein Busch sein soll. Und in der Tat im Mittelmeerraum blühen die Hisbisci durchaus als Busch. Auf einem anderen Foto erscheint mir diese Blume allerdings fast schon so wie ein Vergissmein-nicht und das hatte ich
sogar am Ausgangspunkt einer Wanderung zum Euphrat in Syrien tatsächlich
selbst so gesehen. Jesus wird gerne als König der Könige bezeichnet und man kann es so verstehen, dass er über allen Dingen steht und eine Art Anleiter für die ganzen
Könige sein könnte. In den Kaiserreichen hatte man es durchaus so aufgefasst,
dass der einzigste, der dem Kaiser noch etwas sagen könnte Gott ist und häufig Krönungen deshalb vom Papst durchgeführen ließ. Für den Songschreiber ist Gott einfach etwas erstaunliches und er bringt es mit Jesus in Verbindung, weil er vermutlich der Auffassung ist, dass Gott durch Jesus auf die Menschen wirkt.