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Gospelchor aus Rheinfelden gaben Herbstkonzert in der katholischen Kirche von Wyhlen

Sunday, November 18th, 2012

Nachdem im letzten Jahr das Herbstkonzert ausgefallen war, ist der Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden (Baden) wieder zu seinen Traditionen zurückgekehrt.

Foto: kath. Kirche, Grenzach-Wyhlen

Diemal als erster Auftritt für das eigentliche Herbstkonzert war die katholische Kirche St. Georg in Grenzach-Wyhlen ausgewählt worden.  Die spontane Meinung von meinem Kollegen aus dem Bass, als die Generalprobe für die zwei Herbstkonzerte in dieser Kirche stattfand “hervorragend für gregorianisch Gesänge – wegem dem Hall verschwimmt ja alles”.
Als Einzugslied hatte man sich für Sanna sananima entschieden gehabt und wegen der eher etwas schwierigeren Akustik wurde es so gehalten, dass die Instrumentalisten zu beginn etwas freier gespielt hatten und je mehr Sänger nach vorne kamen und sich aufstellen wurde auch rhythmischer gespielt.

Offensichtlich für die älteren Puplikumsteilnehmer war offensichtlich der Hinweis von Yvonne Koller gewesen, dass die gesungenen Lieder halt vorwiegend englisch seinen, da bei der Entstehung der Gospel die amerikanischen Plantagenbesitzer dies von ihren Sklaven halt so gefordert hatten.

Foto: Wladyslaw Sojka (Wiki GFpL)

Für die jungen Erwachsenen wird dies vermutlich eher selbstverständlich sein. Sehr ergriffen war das Puplikum gleich vom ersten Titel, einem perfekten Stück gleich für den Beginn mit dem treffenden Titel “Get together”, der ja auf deutsch “lasst uns zusammenkommen” heisst.

Dass der Chor allerdings nicht nur schmissige Songs wie “The house of the lord”, “Glory, glory” und “Swing low with the saints”, letzteres hatte Karl Gehweiler als Medley aus dem Stücken “Swing low sweet chariot” und “When the saints go marching in” selbst arrangiert und mit Elementen aus der Bigbandwelt und dem Jazz versehen auch ruhige Balladen vorbereitet hatte.

Richtig zur Geltung kam da vorallem der Kontrabass der von der Spielerin gestrichen worden war. Viele Gospelchöre nutzen als Bass häufig nur einen E-Bass. Aber eben ein richtiges akustisches Holzstreichinstrument hatte hier einfach den besonderen Kick ausgemacht gehabt.

Das Stück von Joakim Arenius, bei dem es um einen hilfesuchenden Menschen geht, dessen Augen auf einen Spatz gerichtet sind und der sich an Weggabelung befindet, einfach nicht mehr weiterweis und in seiner Verzweiflung zu Gott wurde allerdings in einer durchschnittlichen Lautstärke gesungen, ich hätte mir da wesentlich mehr Dynamik und vorallem kürzere Artikulation gewünscht.

Aber das das Puplikum immer nur still in den Bänken sitzen sollte, das ging auf Dauer eigentlich gar nicht. Aus dem Grund präsentierte der Gospelchor St. Josef den Gospel Yakana Vangheri

und plötzlich hieß es drei Schritte nach links und drei Schritte nach rechts und das immer schön im Wechselschritt und dazu noch klatschen. Beim Chor kam natürlich noch dazu, dass dazu auch noch gesungen wurde.

Vorallem bei den Titel “Glory, glory” und auch beim Jesus, be a fence merkte man, dass der Funke auf das Puplikum übergesprungen war – gerade da und mit unter doch mitgewuppt wurde

Allerdings wurde im Gegensatz zum Video die ältere Version von Sam Cook gesungen.  Allerdings gab es auch welche wo man sich als Chorsänger nur an eine Annekdote von Adrienne Morgan-Hammond erinnern konnte “… wir Deutschen freuen uns halt so”.

Go spell – Der Gospeltag Basel geht in die 5. Runde

Tuesday, October 30th, 2012

Jetzt zum 5. Mal hieß es am 28. Oktober 2012 wieder “Go spell” oder wie sich auch der Gospeltag von Basel nennt.

Der erste Chor “Let’s Gospel” ging eigentlich aus dem Basileia Gospel Chor aus Riehen hervor. Es handelt sich hierbei um eine kleine Abspaltung dieses Chores, die selber natürlich auch eine Band und Percussioninstrumente besitzen. Leider hatten sie diese allerdings nicht mitgebracht gehabt sondern sangen mit Unterstützung vom mp3.

“Whitney Houston, Michael Jackson und Bob Marley oder auch Sister Act – das ist so der Bereich wo wir uns bewegen”, so beschreibt sich der Chor auf seiner Homepage Kreacenter. Plötzlich entdeckt man dort auch, dass sie auch Projekte machen zu den sie jedermann, der singen kann oder vielleicht einfach noch nicht gewusst hatte, dass er singen kann und es dort entdecken möchte, einladen.

Ein weiterer Titel dieser Formation.

Als zweiter Chor war die Gospelformation aus Lörrach an der Reihe. Sie hatten sich selbst beschrieben, dass sie aus der Not heraus entstanden waren und es hätte mit dem Pfarrer zu tun. Der Leiter dieser Formation ist zugleich der Chorleiter des Chors New Formation, die sich allerdings eher vom Gospel abgewand haben und jetzt mehr Musicals und Songs aus den 60er und 70er Jahren singen. Viele der Chorsänger der Formation hatten selbst schon früher in Gospelchören gesungen, so singt z. B. die frühere Chorleiterin des Gospelchors Hohes C, die im Markgräfler Land zu hausen waren, sowie ein weiterer Sänger dieses Chores dort mit. Bei einer Sopranistin könnte es gut sein, dass diese sogar Gesang studiert hatte, jedenfalls hatte man entsprechende sängerische Fähigkeiten direkt spüren können.

Es kann gut sein, dass Sabine Bürgin den Titel Order my steps  der Formation vorgeschlagen hatte, da ich den Titel bereits selber bei der Gospelnacht in Badenweiler vor einigen Jahren gesungen hatte und dort meines Wissens sogar noch “Hohes C” mit aufgetreten war. Dieser Titel war damals der Abschlusstitel gewesen, der mit allen Chören und Musikern gemeinsam gesungen wurde.

Man kann eigentlich nur staunen und viele hatten sich in dem Gospelchor, in dem ich mitsinge gefragt wie schafft Christoph Kamper es eigentlich einen Chor zu leiten, wenn er zum einen gar nichts sieht und zum anderen nur dank seiner zwei Hörgeräte etwas von der Umwelt mitbekommt. Aber sobald er am Flügel saß war er ein anderer Mensch, quasi in seinem musikalischen Element.

Schon beim ersten Titel vom Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden (Baden) ging es schwungvoll zu und die passenden Armbewegungen beim zwischenhusummen fügten sich harmonisch in den Song ein und bewirkten, dass die Botschaft noch deutlicher wurde.

Nicht ganz so plakativ war lediglich die Choreografie beim zweiten Titel “Let us go into the house of the lord”, der anschließend vom Chor gesungen wurde.

Mit einem gewissen sängerischen Fingerspitzengefühl wurde das Solo von Isela gesungen. Die noch fehlenden Emotionen wurden dann von den restlichen Sängern des Chors hinzugefügt. Vielleicht konnte man sich geradenoch glücklich schätzen, dass der Saalboden noch trocken blieb und die Ergriffenheit von dem Song noch nicht auf die Tränendrüse beim Puplikum gedrückt hatte, was sonst ja durchaus hätte passieren können.

So richtig gewuppt wurde dann beim Glory, Glory

als auch beim Medley “Swing low by the saints”, bei denen die Spirituals “Swing low sweet chariot” und “Oh when the saints” gekonnt ineinander gefügt wurden und von Karl Gehweiler zum Teil sogar mit Jazzelementen versehen wurden.

Den Abschluss des Tages machte die Gospelchurch, die zum ersten Mal bei den ganzen Events Gospeltag “Go spell”  in dieser Form abgehalten wurde und das Masschoirsingen, bei dem alle Chöre nochmal zusammenkamen kombiniert mit einem freien Gottesdienst verbunden war durchgeführt wurde. Allerdings wer sich jetzt lange Gebete oder eine Predigt vorstellte hat hier falsch gedacht, die Wortpassagen waren eher kurze christliche Andachttexte.

Gospelchor Rheinfelden überraschte in der St. Josefskirche sogar mit Klassik

Thursday, April 12th, 2012

Als Heimspiel konnte es verstanden werden, dass der Gospelchor St. Josef das Frühjahrskonzert in seiner Gemeindekirche gab. Lange Zeit war man an dem Wochenende von einem Doppelkonzert ausgegangen, allerdings ging die Organisation für die Altweiler Kiche an die Stadt über und die hatte halt andere Pläne gehabt. Insofern auch kein Problem konnte man sich so mehr auf ein einziges Konzert konzentrieren. Der Projektchor im späten Frührjahr letzten Jahres war so gut angekommen, dass 1/3 der Projektler nach dem Abschlusskonzert in der Bogenhalle von Schloss Beuggen sich entschlossen hatten im Chor zu bleiben und so konnte sich der Gospelchor um weitere 10 Sängerinnen und Sänger erweitern.

Vielleicht hatten sich einige Fans vom Gospelchor St. Josef aus Rheinfelden schon gewundert gehabt warum es im Jahr 2011 kein Herbstkonzert gegeben hatte. Das hatte man aus gutem Grund entfallen lassen, weil man sich sagte, dass man sich lieber etwas mehr Zeit lässt, die Neulinge dann gut einarbeitet und so wieder zu dem bewährten Chorsound und dem gehobenen Niveau, das man von den Rheinfeldener Gosplern gewohnt ist.

Es ist aussprachtechnisch in der Josefskirche von Rheinfelden das Singen von eher rhythmischen Liedern schon eine gewisse Herausforderung, den es heisst mit einer Hallzeit von 7 Sekunden, die die Kirche aufgrund ihrer Architektur einfach mal hat, klarzukommen.
Interessant mag für die Konzertbesucher gewirkt haben, dass für sie aus der Ferne das Konzert mit einem klassischen Titel begonnen hatte, ohne das sie eigentlich richtig wussten woher dieser wohl herkommt. Begonnen wurde nämlich in der Sakrestei bevor der Chor geschlossen in 2 Reihen aufmaschiert war.

Get together eigentlich alleine schon vom Namen her ein wirklich passender Titel, um ein Konzert zu beginnen. Wirkte der Titel doch etwas auflockernd für die zahlreichen Konzertbesucher, die in die Kirche gekommen waren, um das Gospelkonzert zu genießen. Auch wtas sie Soli anging wurde für Abwechslung gesorgt, da verschiedene aus dem Chor die Möglichkeit bekamen sich an einem Solo zu beteiligen.

Deeper than kennen vielleicht manche noch vom Gospelkirchentag, denn wie “Let us stand” stammt es aus der Feder von Hans-Christian Jochimsen. Auch ein weiterer Titel im mittleren Tempo fügte direkt an. Die Choreografie bestand uberwiegend aus dem Gospelschritt. Ein bisschen ein Problem dabei, wenn man sich nicht geeinigt in welcher Richtung man jetzt mit der Bewegung startet und so wirkte manchmal wie ein Vorhang der aufgeht und sich wieder schliesst. Doch zum Glück wurde zum Schluss mit den Bewegungen auch gezeigt von was da gerade gesungen wird.

Lift Jesus up eine christliche Rocknummer, so könnte der Titel bezeichnet werden, der dem Worshipsong im mittleren Tempo folgte. Und entsprechend äußerte sich auch das Puplikum und klaschte, schnipste oder wiegte einfach nur im Rhythmus mit. Sehr sehenswert war die Choreografie für den Schluss des Liedes. Die Hände plumpsten nicht einfach so nach unten – was auch irgendwie danach ausgesehen hätte “ich bin erschöpft” sondern liefen in einer Art Welle durch den Chor, als letztes Namen die Sängerinnen vom ersten Sopran ihre Hände runter. Zu dieser Idee kam der Chor auf dem Probewochenende in einem Pfadiheim in Oberdiegten (BL) wo extra sogar ein etwa 2stündiger Tanzworkshop eingebaut war. Jesus be a fence bei dem Esther Amagou und Julia Paletta die Soli sangen wirkte im Refrain sehr knackig. Für Auflockerung hatte vorallem der Zwischenpart gesogt, bei dem die Solistinnen und der Chor im Wechselgesang gesungen hatten und vom Chor immer nur Worteinwürfe kamen.

House of the Lord
auch wenn es schon seit Jahren in den Konzerten gesungen wird schafft man es einfach nicht ein Konzert mal ohne diesen Titel zu singen. Und man merkte auch bei diesem Konzert die Nummer zieht einfach. Beim Solo merkte man sofort, dass Martin Huber dem Wort auch ein gewisses Leben verpassen will und man merkte dierekt mit wieviel Freude er “joy” sang und dass er nicht nur von Frieden singen wollte sondern diesem am besten hier und jetzt gleich gehabt hätte.

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We pray in the morning oder manchmal ist ein Gebet auch die einzigste Möglichkeit aus einer unlieben Situation wieder rauszukommen. Der Chor singt schon seit einiger Zeit diesen Titel, allerdings stets accapella. Unterstützt von rhythmischen Klatschen und wer auch noch noch den Schritt drauf hatte, stampfte dazu auch noch entsprechend. “Warum betest du”, “zu wem und warum” – man merkte direkt das Fragezeichen im Gesicht der Sänger bei diesem Fragen.

Never let me go
Im Gegensatz zu einem weiteren Titel vom Oslo Gospel Choir, is das Never let me go eher ein etwas flotterer Titel. Sicherlich gerade diese Kraft, Energie und Poesie sind Dinge, die das Puplikum gerne behalten möchte und man könnte natürlich es auch so sehen, bitte lass mich nicht ohne so einem tollen Eindruck gehen.
Thy word
Hier gab es eine besonders rührende Situation. Yvonne hatte sich gerade auf das Solistenprodium gestellt und wollte mit dem Lied anfing als ein kleines Mädchen zu ihr kam und eine Wasserflasche ihr reichte. Natürlich hatte sie diese dann entgegen genommen, einen Schluck drauf getrunken und dann dem kleinen Mädchen wieder in die Hand gedrückt. Später stellte sich heraus, dass es sich hierbei um die Tochter von Yvonne gehandelt hatte.

Thulaziswe Immer wieder schön zu hören war diese afrikanisch/englische Ballade, bei der Julia Paletta sehr gekonnt das Solo zu sang. Auf den Knacklaut beim osoku nobella wurde verzichtet, aber zugegeben die richtige Aussprache des Lautes ist auch Übungssache. Gewöhnlich haben die afrikanischen Lieder einen relativ einfachen religiösen Bezug, das Thulaziswe bezieht sich auf die Appartheid und wer sich mal mit dem Text beschäftigt kann hier erstaunliches im Text erkennen. Das afrikanische Feeling wurde dabei durch eine Djembe erzeugt, die vom Schlagzeuger gespielt wurde.

Never turn back auch hier überzeugte Romy mit ihrem Solo offensichtlich so sehr, dass die Journalistin der Badischen Zeitung es sogar erwähnte, dass hier offensichtlich spontane Bravorufe vom Puplikum erfolgt sind. “So muss es sein” wäre hier meine Äußerung gewesen, denn in den amerikanischen Gospelchurches sind Zwischenrufe, die zur Motivation von Solisten und Chor dienen ganz normal, zum Teil kommen die sogar aus dem Chor selbst. Die Botschaft des Titels eigentlich recht gut nachvollziehbar.

“Eigentlich gar kein Gospel, aber irgendwie hat es etwas” aber gerade die älteren Zuhörer waren vielleicht positiv erstaunt, dass Karl Gehweiler relativ spontan von Mendelsohn den Titel “Hebe deine Augen auf”, ein Werk das eher von klasischen Chören gesungen wird mit in das Konzertprogramm aufgenommen hatte.

Never gonna loose my way
dieser Titel wurde auch beim Projektchorkonzert im Sommer gesungen. Seit Sommer wurde noch etwas drann geschliffen und das Ergebnis war eine außerst gefühlvolle Ballade, die mit dem Solo von Julia Paletta die Vollendung gefunden hatte. Die Bewegungen dazu waren leicht wiegend und man so manche im Puplikum hörten hier ganz gespannt zu. Vielleicht konnte hier und da doch noch eine Träne unterdrückt werden, bevor der Titel zu sentimental geworden wäre.

Glory, glory ist eigentlich so ein gewisser Evergreen, obwohl er schon älter ist hat er auch diesmal wieder gesorgt, dass eine gewisse Fröhlichkeit in der Kirche entstand. Vielleicht hatte auch der eher etwas freiere Gesang von Martin Huber, der in dem Stück den Solopart gesungen hatte, den gewissen Pepp in das Lied reingebracht, der das ganze so einer richtig guten fetzigen Nummer gemacht hatte.

Mit einer ruhigeren Nummer sollte es weitergehen und Shine your light war eine solche. Sehr gefühlvoll hatte der Chor diesen Titel gesungen gehabt und auch bei Romy Marti, die das Solo für diesen Titel gesungen hatte, hatte man den Eindruck, sie wollte die Konzertbesucher gerne eintauchen lassen in das Gefühl, dass in einem selbst eine Lampe scheinen kann und dies das Licht des heiligen Geistes ist. Manche hätten es vielleicht lieber gehabt, wenn es draußen schon dunkel gewesen wäre und weniger Licht in die Kirche gefallen wäre und vielleicht wie bei vielen Openair-Konzerten üblich mit gezündeter Flamme mit dem Feuerzeug winken könnten.
Goin´ to the holy city
eingehen auf den Trauergesang der Männer zu Beginn des Titels. Allerdings war das nur die ersten Takte der Fall. Plötzlich merkte man doch, in dem Titel steckt ein gewisser Biss drinn und gleich fühlte man sich animiert mitzuschnipsen und mitzuklatschen. Vielleicht interessant war teilweise auch, dass die einen Stimmen sehr rhythmischen singen und die anderen eher langsam oder als Husummerchor.

Comin´ back

war dann wieder eine eher gefühlvolle Ballade vom Oslo Gospel Choir, die von den Gestiken sogar noch ausdrucksstärker vermittelt hätte werden können. Damit sie nicht zu monoton klingt hatten sich Yvonne Koller und (G)isela De Marbaix sich auch Zwischengesänge einfallen lassen, die durchaus gut rüberkamen. Allerdings im Original singen ja auch 2 die Soli.

Sweet Jesus Auch dieser Titel wurde bereits im Sommer gesungen und weil er bereits da sehr gut angekommen war, hatte man ihn auch ins Konzertprogramm aufgenommen gehabt als ein Grund. Der andere Grund war natürlich, die Titel waren nun sehr lange geprobt worden und auch die Neulinge, die sich nach dem Projektchor zum Weitermachen entschlossen hatten, hatten so Zeit gehabt die Stücke noch perfektionieren und mussten nicht ganz neue Titel von Grund auf lernen. Auch sehr toll fand ich hier ein Feedback einer Stuttgarterin, die auf Verwandtenbesuch war, vom Konzert erfahren hatte und extra noch ein bisschen länger geblieben war. “Sie singen mir von der Seele” so war ihr Kommentar gewesen, den ich in der Pressemitteilung in der BZ hatte lesen können.
Thy will be done hier hatte sich Karl Gehweiler ein bisschen von meinen Erzählungen inspirieren lassen wie der Titel jeweils beim Workshop mit Adrienne Morgan-Hammond in Kirchzarten (fand bereits 2 x schon statt) gesungen wurde und so wurde die Dynamik im Hauptpart von mittellaut zu richtig kräftig laut mit jedem Durchlauf gesteigert. Lediglich ich hatte mir gesagt, dass ich den Strophenteil bewusst wesentlich leiser gesungen habe, denn in Kirchzarten hatte ich dadurch gemerkt wie stark doch die Emotionen geweckt werden könnten, um ein Haar hätte dort eine Dame tatsächlich geschluchst. Hier wurde allerdings nicht ganz so leise gesungen und so konnte ich mir sagen, wenn ich meinen Nachbarn mit seiner Stimme sehr gut hören kann, dann bin ich leise genug.

Swing low with the saints
Ein Medley, das so wie “House of the lord” aus dem Konzerten fast nicht mehr wegzudenken ist. Von Karl Gehweiler ist es ein gelungenes Arrangement, das sich aus dem Titel “Swing low sweet chariot” und “When the saints go marchin in” zusammen setzt. Hierzu habe ich sogar eine kleine Annekdote. Ich hatte mir das Medley ausgesucht für eine Stunde Gesangstraining bei einem Workshop in Antalya neben einem weiteren rausgesucht gehabt. Rene hatte dann auch auf den Übersichtszettel geschrieben gehabt, dann und dann hat Ruprecht seine Stunde mit dem Titel “Oh when the saints”.
Als ich ihm dann die Noten (unglücklicherweise die Frauenstimmen) gezeigt hatte, um eine Orientierung für die Begleitung zu haben waren seine ersten Worte. “Ui, das ist ja alles vorgezogen” und offensichtlich hatte Rene damit nicht gerechnet gehabt, dass Karl Gehweiler in seinem Arrangement doch von der üblichen Weise es zu singen abgewichen war und es in dem Gospelmedley durchaus auch Phrasen gab, wo zwischen Frauen und Männern eine Art Wechselgesang stattfindet.

Als Zugabe war eigentlich nur “Let us Stand”, der Aktionssong von Gospel für eine gerechtere Welt aus dem Jahr 2010. Allerdings das Puplikum war so begeistert gewesen, dass auch noch “Goin to the holy city” und “Herr, hebe Deine Augen” gesungen werden musste. So konnte Yvonne Koller, die die Hauptmoderation für das Konzert übernommen hatte zum einen neben der Würdigung von Karl, dass der Chor es immer genießen würde mit ihm zu singen, zu arbeiten und gemeinsam Spaß zu haben auch ein großes Lob an das Puplikum aussprechen.