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Labi Siffre – Hintergründe zum Titel Something inside so strong

Thursday, May 21st, 2020

Bereits zu seiner Geburt war Labi Siffre zweistaatlich geprägt. Auf der einen Seite belgisch und auf der anderen Seite nigerianisch, geprägt durch seinen Vater, der aus Nigeria kam. Er wuchs zwar in London auf, lebte während seiner Musikerkarriere allerdings zeitweise in Amsterdam.  L. A. erwähnen und den Punkt, dass der Song 1986 geschrieben wurde. Im Jahr 2019 wurde dieser Song mit der silbernen Schallplatte ausgezeichnet.

Je höher Sie Ihre Barrieren bauen
Je größer ich werde
Je weiter du mir meine Rechte wegnimmst
Je schneller ich rennen werde
Sie können mich leugnen, Sie können entscheiden
Um dein Gesicht abzuwenden
Egal weil es gibt

Etwas in einem, das einen stark macht
Ich weiß, dass ich es schaffen kann
Obwohl du mich falsch machst, so falsch
Du hast gedacht, mein Stolz wäre weg, oh nein
Da ist etwas so Starkes drin
Oh, etwas in einem, das so stark ist

Je mehr Sie sich weigern, meine Stimme zu hören (ooh-weh ooh-weh ooh-weh ooh-weh)
Je lauter ich singen werde
Du versteckst dich hinter Mauern von Jericho (ooh-weh ooh-weh ooh-weh ooh-weh)
Deine Lügen werden fallen
Verweigere meinen Platz in der Zeit, du verschwendest Reichtum, der mir gehört
Mein Licht wird so hell scheinen, dass es dich blind macht
Weil es gibt
Etwas drinnen so stark, stark
Ich weiß, dass ich es schaffen kann
Obwohl du mich falsch machst, so falsch
Du hast gedacht, mein Stolz wäre weg, oh nein
Da ist etwas so Starkes drin
Oh, etwas drinnen so stark

Brüder und Schwestern
Wenn sie darauf bestehen, sind wir einfach nicht gut genug
Nun, wir wissen es besser
Schau ihm einfach in die Augen und sag
Wir werden es trotzdem tun
Wir werden es trotzdem tun
Da ist etwas so Starkes drin
Und ich weiß, dass ich es schaffen kann
Obwohl du mich falsch machst, so falsch
Du hast gedacht, mein Stolz wäre weg, oh nein

Da ist etwas so Starkes drin, oh
Etwas drinnen so stark

Brüder und Schwestern
Wenn sie darauf bestehen, sind wir einfach nicht gut genug
Nun, wir wissen es besser
Schau ihm einfach in die Augen und sag
Wir werden es trotzdem tun
Wir werden es trotzdem tun
Wir werden es trotzdem tun
Wir werden es trotzdem tun

Weil es gibt
Etwas in so starkem (etwas in so starkem)
Ich weiß, dass ich es schaffen kann
Obwohl du mich falsch machst, so falsch
Du hast gedacht, mein Stolz wäre weg, oh nein, oh nein
Da ist etwas so Starkes drin
Etwas drinnen so stark (oh oh yeah)
Ich weiß, dass ich es schaffen kann
Obwohl du mich falsch machst, so falsch
Du hast gedacht, mein Stolz wäre weg, oh nein, oh nein
Da ist etwas so Starkes drin

Vamp:
Oh oh, etwas in dir ist so stark
Oh oh, etwas in dir ist so stark
Oh oh, etwas in dir ist so stark

Bereits die erste Zeile “Je höher Du Deine Barrieren baust”.  Vielleicht salopp gesagt “je mehr Steine mir in den Weg gelegt werden” oder auch “je mehr Du mich abgrenzen möchtest”, … passt bereits zur Thematik Apartheid oder die gewisse Trennung oder Aufspaltung. Aber was ist überhaupt Apartheid.

Die Apartheid kennen wir heute als Rassentrennung, einer Periode, die es in Südafrika einmal gegeben hatte. Bereits Anfang der 20er Jahre hatte die Auftrettung der Rassen in Süd- aber auch Südwestafrika, dem heutigen Namibia, begonnen. Die Hochphase ersteckte sich von den 40ern bis Ende der 1980er Jahre. Sie endete 1994 mit dem Regierungswechsel und der Tatsache, dass Nelson Mandela der neue Präsident von Südafrika wurde. Ursprünglich war natürlich Südafrika nur von Farbigen besiedelt. Durch die Kolonialzeit waren es allerdings die Holländer und die Briten, die diesen Kontinent entdeckt hatten, Hellhäutige eben und ihnen gefiel diese Gegend sehr. Leider hatten sie dann angefangen die Orte und Einrichtungen aufzuteilen da wo sich eben nur Weiße aufhalten durften und Orte wo nur Schwarze sein durften. Auf diese Weise sind auch die Townships entstanden, da sich die Weißen dar Recht rausnahmen sich im Zentrum der größeren Städte anzusiedeln. Die Schwarzen sollten allenfalls am Stadtrand leben dürfen.

Die zweite Zeile passt hier in ein Ereignis, dass in den Zeiten des Civil Rights-Movement stattfand. “Desto größer werde ich” kann man auch so betrachten. “Ich werde es einfach damit zeigen, dass ich der Unterdrückung widerstehe”. So sagte es sich beispielsweise die Näherin Rosa Parks in einem Linienbus in Montgomery, Bundesstaat Alabama, dass sie den Platz für einen Weißen nicht räumt sondern einfach mal sitzen bleibt.

Wie bereits aus dem Video zu entnehmen ist hatten sich bereits vor Rosa Parks Farbige immer wieder widersetzt ihre Sitzplätze an Weiße freizugeben. Allerdings am bedeutsamsten war die Tat von Rosa Parks gewesen. Sie war auch Auslöser für den Busboykott im Dezember 1955, der Busse in Montgomery boykottiert hatte. Der Boykott hatte bis zum Dezember 1956 gedauert.  Die Schwarzen wurden von ihrem “Anführer” Martin-Luther King angehalten stattdessen Fahrgemeinschaften zu bilden, Taxis zu benutzen oder zu Fuß zu gehen.  Hintergrund war, dass man die Aktionen allerdings gewaltfrei durchführen wollte. Also schon damals eine Art zivilen Ungehorsams. Der Busboykott hatte allerdings auch bewirkt, dass in den Vereinigten Staaten einige Jahre danach die Rassentrennung aufgehoben worden war.

Jeder kennt sicherlich die Situation, die zu der Zeile passt “Du kannst mich leugnen, Du kannst Dich abwenden”. Zusammengefasst würde man es vielleicht nennen, man möchte der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen und trotzdem gibt es Dinge, die einfach so sind und an denen man nicht rütteln kann.

Ich denke, dass sich Sr. Isa Vermehren einfach ihrer Gesichte stellt und es verdeutlicht, dass es sicherlich viele Momente in dem Jahrhundert gegeben hatte, die man am liebsten nicht wahrgehabt hätte, die allerdings alle passiert waren. Von daher kann man sagen – die Dinge holen einen trotzdem ein. Es zeigt aber auch, was auch im weiteren Verlauf des Songs angesprochen wird “es ist da etwas, was mich innerlich starkt macht”. Es ist eben die Überwindung nicht wegzuschauen sondern sich dem Geschehenen zu stellen. Manchmal vielleicht auch der Mut wieder aufzustehen, manchmal auch aufzustehen, überdenken und die Dinge plötzlich anders machen.

Warum sich vielleicht mach stark fühlen und warum es auch nichts bringt wegzuschauen wird vielleicht in dem Rubikon-Interview deutlich. Im Jahr 2015 gab es eine große Völkerwanderung. Im Video wird davon gesprochen, dass die Muslime gegen Westen ziehen. Aber auch in früheren Zeiten gab es schon die Migration. Man denke beispielsweise an die Gastarbeiter, die in der Nachkriegszeit für den wirtschaftlichen Aufschwung gesorgt hatten. Auch beim Bosnienkrieg gab es hierzulande Migranten, die aus ihrem Land geflohen waren. Das Interview soll aufzeigen, dass es anderswo auch Menschen mit Schicksalen gibt, aber das die stark genug sind sich auf den Weg zu machen, um sich anderswo eine neue Zukunft aufzubauen und es dort möglicherweise besser zu haben. Aber Migration sollte die Menschen nicht spalten. Sonst hat man nur eine neue Form der Apartheid.

Christopher Tin – Hintergründe zum Titel Baba Yetu

Wednesday, February 18th, 2015

Ich wurde zufällig beim Durchblättern eines Gästebuchs wo Konzertbesucher Feedback geben können auf diesen Titel aufmerksam. Als ich mich ein bisschen mit den Inhalt beschäftigt hatte war ich dann der Meinung, dass es genau in die Zeit Aschermittwoch bis Ostern passt, wo sich viele Menschen gerne besinnen und etwas einschränken möchten.

Vater unser, der du
bist im Himmel. Amen!
Vater unser,
geheiligt werde dein Name.

Unser tägliches Brot gib uns heute,
Vergib uns
unsere Schuld,
wie auch wir vergeben
unsern Schuldigern.
Führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen!

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden. (Amen)

Erstaunlicherweise hatte man bei diesem Gospel, der in afrikanischer Sprache produziert wurde von vornherein vor eine Notenfassung in SATB rauszubringen.

Der Titel wurde die Titelmelodie des  Computer-Strategiespiels  Civilisation. Hier vielleicht eine kurze Vorstellung dieses Computerspiels.

Es ist eigentlich schon erstaunlich, dass in einem Computerspiel ein Gebet als Titelmelodie verwendet wird. Eigentlich ist es sogar das Grundgebet von Jesus, da “Baba Yetu” übersetzt heißt “unser Vater” oder eben “Vater unser”. Im christlichen Gottesdienst ist es fester Bestandteil.

Interessant meiner Meinung nach sind allerdings die Auslegungen des Grundgebets. Nach der Auslegung könnte man eigentlich sein, “Herr wir können stolz auf Dich sein. Du bist eigentlich immer für uns da sei es in Form einer Mutter oder als eine Art Vater, jedenfalls ist jeder von uns Dir wichtig und er steht Dir nahe”.

Wenn man nur so die Textstelle “geheiligt werde Dein Name” liest, dann denkt man in diesem Gebet vielleicht einfach nur nett. Erst richtig interessant wird es in einer Auslegung zum Matthäusevangelium warum man eigentlich den Namen Jesus heiligen sollte und plötzlich werden einem wieder die ganzen Wundertaten von Jesus in der damaligen Zeit vergegenwärtigt. Und man konnte es sich damals einfach nur damit erklären, dass Jesus für die Menschen einfach ein Übermensch war, weil er zu Dingen in der Lage war zu dem sie nicht selbst in der Lage waren oder aber worauf sie selbst einfach nicht gekommen waren. In der Auslesung zum “Vater unser” kommt zur Sprache, dass man auch an die guten Dinge von Jesus denken soll, wenn man seiner Mitwelt plötzlich vermitteln möchte, wenn es um Unfrieden, Unterdrückung, Kriegszustände und der gleichen geht, dass es da mal jemanden gab vor dem jeder gleich war und der jedem auch Hilfe angeboten hatte ohne zu fragen, ob dieser überhaupt im richtigen Lebensstand ist, ob er überhaupt berechtigt ist Hilfe zu erhalten, …

Das Reich Gottest ist für den Menschen vermutlich gar nicht vorstellbar. Im Gebet ist zwar davon die Rede “Dein Reich komme”. Nuw wie kann man sich dieses Reich sich überhaupt vorstellen. Damit die Menschheit das verstehen kann hatt Jesus wohl bewusst in Gleichnissen gesprochen. Der Sender Bibel-TV hat hier mal ein Interview produziert, was dies vielleicht verdeutlicht:

Auch schwer verständlich ist eigentlich was will eigentlich Gott. Schnell fällt einem ein “Nächstenliebe”. Aber ist das wirklich alles was er will oder will er das eigentlich was wir uns daraus abgeleitet haben. Interessant ist hier vielleicht das Leben über eine Reportage in der Diakonie:

Auch was das tägliche Brot und all die Nahrungsmittel, die wir so zur Verfügung haben sollten wir eigentlich mit Bedacht genießen.

Heute sieht es mit den Nahrungsmitteln eher so aus:

Da bekommt man eher gemischte Gefühle ob man da noch bewusst genießen kann, ob die Qualität noch stimmt oder ob dies inzwischen schon in der Form nötig wurde, weil wir eben stets unser Fleisch haben wollen und auch andere Lebensmittel, wann wenn wir sie brauchen. In der Zeit um Jesus war man sich diesem sicherlich mehr bewusst, da die Bauern auf dem Feld noch hart arbeiten mussten und man inder Bibel auch von Dürrekatrastophen lesen konnte.

Ungeklärt ist allerdings immer noch warum im Gebet “Vater unser” von Sündenvergebung gesprochen wird. In einem weiteren Bibelkommentar aus Bibelwissen wurde auf das Lukasevangelium verwiesen und so wie ich den Kommentar verstehe soll man dies mit der Sündenvergebung als Vergleich sehen. Es ist dort von Frommen die Rede, die weniger an Geld denken sondern eher an das, was man sich zu schulden hat kommen lassen, wo gesündigt wurde. Man sollte somit auch in der Lage sein verzeihen zu können.

Zum Ende des Gebets hin wird ja die Erlösung von dem Bösen gewünscht. Etwas, was durchaus in die heutige Zeit passt. Denkt man an die Probleme in der Ukraine, denkt man an die Aktivitäten in Syrien und dem Irak. In dem Bibelkommentar wird hier auf Matthäus Kapitel 6 Verwiesen, wo allerdings über die Bergpredigt geschrieben wird. In einem anderen Zusammenhang darf man es allerdings so verstehen, dass man auch Verständnis haben sollte, dass man nicht verloren ist. Im Bibelkommentar zu “Warten auf den Herren” , bei den im ersten Brief an die Thessalonier die Rede ist, ist von Verstandessache die Rede. Auch der Glaube an Gott ist quasi eine Herzensangelegenheit.

Mary Mary – Hintergründe zum Titel Shackles

Saturday, August 13th, 2011

Gospel ist sehr fassettenreich und ich war einfach mal wieder am recherchieren mit was für einen Titelhintergrund man sich beschäftigen kann. Ich suchte nach einer etwas lebhaften Musikrichtung und stieß hier auf Mary Mary, die so ein bisschen einen Hip hop-Stil haben was die Gospelmusik betrifft.

Es ist sicher hier am brodeln.

Yeah, wissen wir dies?
Ich habe nichts dagegen, wenn (dem so ist)
Nur froh, frei zu sein
Weisst Du, was ich sage, uh!)

Nehme die Fesseln von meinen Füßen, damit ich tanzen kann
Ich will nur dich loben
(Was sollen wir – / was möchtest Du tun?)
Ich will nur dich loben
(Yeah, yeah)
Du brachst die Ketten jetzt kann ich meine Hände heben
(Uh fühlst Du mich?)
Und ich werde dich preisen
(Was soll mit Dir werden?)
Ich werde dich preisen

In den Ecken meiner Seele
Ich kann einfach nicht scheinen, um einen Grund zum glauben, zu finden
Das kann ich brechen, um frei zu sein
Denn du siehst, ich habe mich so lange ehlend gefühlt
Fühlen Du wie all die Hoffnung verschwunden ist
Aber als ich meine Hände hebe, beginne ich zu verstehen
Dass ich Dich durch meinen Umstand lob

Nehme die Fesseln von meinen Füßen, damit ich tanzen kann
Ich will nur dich loben
Ich will nur dich loben
Du brachst die Ketten, jetzt kann ich meine Hände heben
Und ich werde dich preisen
Ich werde dich preisen

Alles, was schief gehen könnte
Alles ging auf einmal falsch
So viel Druck auf mich gefallen
Ich dachte, ich hätte meine Erinnerung verloren
Aber ich weiß, Sie sehen wollen,
Wenn ich will, halten sich über diese Studien
Aber ich brauche dich, um diese Last heben
Denn ich kann es nicht mehr

Nehme die Fesseln von meinen Füßen, damit ich tanzen kann
Ich will nur dich loben
Ich will nur dich loben
Du brachst die Ketten jetzt kann ich meine Hände heben
Und ich werde dich preisen
Ich werde dich preisen

Du warst bereits durch das Feuer und den Regen gegangen
In jeder Art und Weise gebunden
Aber Gott hat jede Kette gebrochen
Also lass mich jetzt gehen

Nehme die Fesseln von meinen Füßen, damit ich tanzen kann
Ich will nur dich loben
Ich will nur dich loben
Du brachst die Ketten jetzt kann ich meine Hände heben
Und ich werde dich preisen
Ich werde dich preisen
(Repeat x3)

Nehmen Sie sie weg
Was sollte ich getan haben, yeah

Nehme die Fesseln von meinen Füßen, damit ich tanzen kann
Ich will nur dich loben
Ich will nur dich loben
Sie brach die Ketten jetzt kann ich meine Hände heben
Und ich werde dich preisen
Ich werde dich preisen

Der allererste Satz vermittelt schon, es handelt sich wohl um eine Aufbruchstimmung. Und wenn man in der Verbindung “Nur froh, frei zu sein”, dann erinnert man sich an Bilder von den Demonstationen im Iran oder ganz aktuell die Geschehnisse in Syrien.

Der Satu “nimm die Fesseln von mir, damit ich tanzen kann” könnte sogar fast von einem Syrer stammen. Und damit könnte er meinen, er möchte sich gerne so sehen wie z. B. die Ägypter, die meiner Meinung nach einen Umbruch und ein politisches Neudenken erreicht haben. Viele Syrer werden sich eher in ihrem eigenen Regime gefangen fühlen und man bekommt aktuell mit wie Assad mit Personen umgeht, die in seinen Augen anders denken als wie er es gerne möchte. In dem Video sind immer wieder Hinweise auf die Bibel zu erkennen. Und ich denke hier ist genau der erste Hinweis genau richtig. Es ist vom Psalm 25:17 die Rede:

Die Angst meines Herzens ist groß; führe mich aus meinen Nöten!

Der Titel erzählt aber auch von einer Situation wo man es geschafft hatte. Man stelle sich beispielsweise den Tag nach dem Fall der Berliner Mauer vor, da konnten die Leute tatsächlich sagen, irgendwie wurden ihnen die Fesseln gelöst und sie können jetzt tatsächlich tanzen oder sie haben zumindest die Freiheit und können zu ihren Verwandten im Westteil. Auch hier wird direkt an eine Stelle in der Bibel angeknüpft, den Psalm 142:7

Führe meine Seele aus dem Kerker, daß ich danke deinem Namen. Die Gerechten werden sich zu mir sammeln, wenn du mir wohltust.

Man sucht einen Grund um wieder leben zu können. Entweder hatte der Komponist sich an eine Stelle von Matthäus erinnert oder die Macher vom Video haben bewusst versucht die Stelle zu beantworten, wie Gott einem hier antworten könnte, um leuchten zu können. Benutzt wird hier Matthäus 11:28

Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.

Wenn man sich ein bisschen weiter mit Matthäus beschäftigt, dann passt vielleicht diese Folge von Bibel-TV Emmaus:

Die Tatsache, dass Gott die Fesseln aufgebrochen hat, kann damit zusammenhängen, dass man erhört wurde. Diesen Eindruck können die lybischen Rebellen haben, die sich sagen können – ein Glück, dass die Nato und deren Bündnispartner und helfen, unser Beten also etwas genutzt hat. Hier passt aus der Bibel der Psalm 118:5

In der Angst rief ich den HERRN an, und der HERR erhörte mich und tröstete mich.

Man möchte gerne frei von den Fesseln sein. Vielleicht deswegen hatten die farbigen Sklaven in dem amerikanischen Südstaaten zum Schluss auch den Bürgerkrieg geführt, weil sie einen ganz sehnlichen Wunsch hatten. Johannes hatte dies im Kapitel 8:36 kaum trefflicher beschreiben können, wie man sich nach dem Sieg und der Abschaffung der Sklaverei gefühlt haben musste.

So euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr recht frei.

Der Song beweist, dass er von einem Unterdrückten stammen könnte. Hier geht man fest davon ausgeht, dass Gott die Menschheit zur Vernunft bringt, dass einem der Hunger gestillt wird. Das kann sein, dass plötzlich Regen kommt und das Getreide wächst oder wie es in Somalia der Fall ist, dass Hilfsorganisation sich der Hungersnot annehmen und Medikamente und Lebensmittel ins Land bringen, um dem Menschen vorort direkt helfen zu können. Auch hier ein direkter Bezug auf Psalm 146:7

der Recht schafft denen, so Gewalt leiden; der die Hungrigen speist. Der HERR löst die Gefangenen.

Vielleicht ein bisschen anders ausgedrückt wird sich hier im Psalm 28:6

Gelobt sei der HERR; denn er hat erhört die Stimme meines Flehens.

Man freht eigentlich nur, wenn man von einer Last befreit werden möchten. Und weiter oben wurde es ja bereits beschrieben, dass Gott einen frei macht.

Es ist eigentlich von vielem die Rede wo Gott zu bereit war einem zu helfen. Vielleicht klingt es direkt provokativ, aber das Johannesevangelium beginnt damit “Am Anfang war das Wort” und genau das behauptet eine Kommunikationsdesignerin – Gott ist Kommunikation.

Vielleicht genau dadurch teilt sich Gott mit und erinnert einen auch daran, dass er nicht weg ist. Vielleicht gerade, wenn man überzeugt ist, dass man den Glauben verloren hat, dass es vermutlich Gott gar nicht gibt. Und dadurch, dass Gott mit einem spricht oder man plötzlich auf Dinge aufmerksam wird, das mag in der Kommunikationswissenschaft durch das Medium Bibel erfolgen, dass man überzeugt ist, dass man ja nicht immer in seinem Trott leben braucht, sondern, dass man Dinge brechen kann und was dagegen unternehmen kann.


Shirley Caesar – Hintergründe zum Titel “Tear your kingdom down”

Sunday, October 10th, 2010

Ein schöner Titel, den sich gut als Accapellasong eignet.

Die Botschaft ist ähnlich dem “Shake the devil off” von Dorothy Norwood.
Satan, wir werden Dein Reich abreißen. Dieses wird sogar zwei mal geäußert.
Du hast Dein Reich inzwischen über das ganze Land hinweg ausgeweitet.
Satan, darum werden wir Dein Reich jetzt abreißen.

Man könnte sich jetzt fast an die Aktion “Gospel für eine gerechtere Welt” erinnert fühlen, bei der unter anderem auch an die Ungerechtigkeit in der Welt erinnert werden soll. Satan ist bei den Christen als Teufel bekannt. Ein Wesen, dass das Böse verkörpert. Im Lied wird zum Ausdruck gebracht, dass man das Gute bevorzugt und nicht möchte, dass sich das ganze Leid weiter ausbreitet. In der Bibel kommen immer wieder Szenen vor in denen Unheil über die Welt gebracht wurde. Sei es mit der Salzsäule zu der man erstarrt. Auch in der heutigen Zeit erleben Länder schwere Dürrekatastrophen. Man denke an den Hurrikan Kathrina wo sich die Leute in New Orleans fragen könnten, warum musste der Hurrikan über die Stadt einfallen. Das starke Erdbeeben auf Haiti zu dem Kirk Franklin den “Lovesong for Haiti” komponiert hatte. Oder man denke an die Talliban in Pakistan und Afghanistan, die für unser Verständnis die Einheimischen nicht gerade zu einem friedvollen Leben bringen sondern wo diese sich eher unterdrückt fühlen.

Als Bürger eines Landes möchte man keine Unterdrückung und nichts böses mehr haben. Man möchte friedvoll miteinander leben. Man möchte vielleicht auch, dass die Politik einen besser versteht und nicht ihre Vorhaben mit Knüppeln durchsetzt wie viele Demonstranten es Stephan Mappus beim Bauprojekt Stuttgart 21 vorgeworfen haben. Man denke an die Zeit von Sadam Hussein, der als Diktator das Land nach seinen Vorstellungen formen wollte und sogar einen Gasangriff gegen Kurden durchführe, weil der diese Menschen als Störfaktor betrachtete. Vielleicht kann man die Sache mit dem Teufel ganz gut mit Sadam vergleichen, der durch den Krieg in Irak schlussendlich gestellt, verurteilt und erhängt worden ist. Auch hier könnte man argumentieren “Sadam wir bringen Dein Ideologiegebilde und all das Böse was Du dem Irak angetan hast zum Einsturz. Du hast durch den Strick zu sterben”.