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Gesangsstunden, der große Renner bei Gospel und Wellness 2012

Saturday, February 11th, 2012

Schon Ende Janurar 2011 hatte Volker Dymel am Ende seines einwöchigen Gospelchorworkshops Gospel & Wellness sich geäußert “Irgendwie muss ich das Buchungskonzept umstellen, es hätten so viele den Flug und das Hotel selbst gebucht, er müsse wohl über nein neues Staffelpreissystem nachdenken”. Und genau das wurde dann auch umgesetzt. Im Sommer hatte ich dann von Volker den Preis genannt bekommen wieviel der Workshop bei Buchung über das TUI-Reisebüro mit dem er bislang gebucht hatte gekostet hätte. Das musste ich erst einmal verdauen. Durch eine schweizer Mitreisende hatte ich dann einen guten Tip genannt gekriegt und so konnte ich den Preis immerhin um einige Euros reduzieren ohne Abstriche in der Kategorie zu machen. Aber nicht nur mir ging es so dass ich über den inzwischen stolzen Preis gestöhn hatten, eine Mitreisende aus dem Rhein-Neckarraum meinte zu mir nur “dafür könnte man locker Urlaub in Deutschland machen”. Auch einigen, die bislang jährlich mitgereist waren war offensichtlich der Preis, den der Workshop in diesem Jahr insgesamt gekostet hatte zu hoch und sie waren einfach nicht mehr dabei.

Ich vermute allerdings, dass dies möglicherweise damit zusammenhängt dass die Hoteliers in der Türkei die Zimmerpreise aufgrund der Unruhen in Syrien, dem Reiserückgang in Ägypten, Tunesien und anderen Ländern in Nahost entsprechend angehoben haben. Zudem entsteht neben dem Delphin-Palace gerade das Delphin Imperial und einige Mitreisende und ich gehen davon aus, dass die Betreiber des Delphin-Palace gerne versuchen über die Preisanpassung die Baukosten für das Nachbarhotel ein stückweit wieder reinzubekommen.

Bereits beim letzten Workshop 2011 wurde das Konzept umgestellt und die Ausrichtung mehr auf den Gesang gelegt. In diesem Jahr gab es dann einen wahren Run auf das Angebot Einzelstunden in Gesang bei Rene nehmen zu können. Da ich zwischenzeitlich den Chor gewechselt hatte wurde diese Möglichkeit jetzt für mich interessant und gleich bei der Anmeldung zu dem Workshop Gospel & Wellness hatte ich angegeben, dass ich auch eine Gesangsstunde haben wolle. Im Dezember kam dann eine Mail an alle Teilnehmer dass sich 25 für Gesangsunterricht angemeldet hätten allerdings max. nur 17 Stunden in der ganzen Woche zur Verfügung stehen würde und man sich doch bitte zuzweit zusammen tun sollte, damit man dies mit den Stunden gehandled bekommt. Ich hatte mich dann mit einem Mitreisenden aus dem Kanton Aargau zusammengetan, der schon 2 x mit angesprochen hatte, dass er gerne mit mir mal zusammen gospeln möchte.

Einfach nur Tonleitern rauf und runter gibt es bei den morgentlichen Einsingübungen so gut wie gar nicht. Hier steht eher seine Stimme zu lockern und dabei noch Spaß zu haben. Manchen mag es vielleicht sogar wundern, dass es bespielsweise heisst man schmiert einen Ton, in dem man den etwas wellenartig singt. Ist die Übung allerdings gemacht merkt man recht schnell der Ton hat plötzlich so ein gewisses Schwirren bekommen was ihn weicher erscheinen lässt.

Volker Dymel zeigt ihm dabei so manches Potential was in einem steckt, was der ein oder andere vielleicht noch nicht so gemerkt hat. “Geh mal da hinten in die Ecke und sage mal laut 1, 2, 3″. Die Dame geht in die Ecke und sagt einfach mal “1, 2, 3″.  Und schon bekommt sie die nette Antwort “ja ich sehe Du machst Deinen Mund auf und möchtest mir eigentlich gerne etwas sagen, aber das verstehe ich noch nicht richtig – geht das vielleicht noch etwas lauter”. Ab und an passiert das morgens sogar mit einer ganzen Stimmgruppe.

Bei einer Woche gospeln kann man natürlich viel mehr trainieren als bei einem Wochenendworkshop bei dem vielleicht gerademal 5 Lieder einstudiert werden. Sehr geschätzt wird bei Gospel und Wellness vorallem das Kleingruppensingen, da man plötzlich viel mehr aufeinander höhren muss und sich Volker Dymel da auch mal die Zeit nimmt sich jeden Einzelnen mal anzuhören und ihm dann auch sagt was er selbst an sich noch verbessern kann. Gerade im Chor wo man sich mehr oder minder harmonisch in die Stimmenvielfalt einfügt fällt einem so manches selber gar nicht so auf.

Seit dem Jahr 2011 hat der Workshop ein neues Konzept bekommen. Volker erzählte bereits Ende Januar 2011 wie es dazu gekommen war. “Es kamen immer wieder die Klagen, das Schlagzeug sei zu laut und bereits beim ersten Hinstellen eines Schlagzeugteils, es wurde darauf noch überhaupt nicht gespielt hieß es gleich – zu laut”. Aus diesem Grund hätte er jetzt auf seine dreiköpfige Begleitband verzichtet und jetzt Rene Hargens, der als Solist in seiner Gospelformation Joyful Gospel ist, ausgebildeter Sänger ist und seine Ausbildung bei Roger Cicero genossen hatte. Schon beim ersten Mal waren viele von dem Gesangsstundenangebot, das Rene anbot sehr angetan und viele sagten, dass sie sehr viel gelernt hätten und auch Volker bestätigte beim Kleingruppentraining, dass er bei manch einem gemerkt hätte, dass er sich von Rene in die Mangel hat nehmen lassen und man das auch beim Ansatz und der Art und Weise wie er singen würde gemerkt hätte. Lediglich bei Bine, die bereits bei Volker die ein oder andere Stunde genommen hatte oder auch so bekommen hatte, äußerte er sich warum sie denn noch Gesangsstunden bei Rene bräuchte (sie singt ja schon lange und es existieren auch einige CDs mit ihr).

Da Bine bei diesem Workshop allerdings stimmlich angeschlagen war, hatte sie sehr wenig bis gar nicht gesungen gehabt. Am Montagabend hatte ich bei Rene meine Einzelstunde gehabt nachdem ich mit einer Dame meine ursprüngliche Stunde vom Samstag auf diesen Tag getauscht hatte, da es sonst zu Überschneidungen mit dem Kleingruppensingen gekommen wäre. Da in dem Ballsaal zu abendlicher Stunde von der Klimaanlage her Saunatemperatur herrschte sind wir in einem Nebenraum geflüchtet und hatten dort unsere Stunde gemacht. Ich war sehr begeistert von der Stunde, da wir viel am Ansatz gearbeitet hatten, es sich herausgestellt hatte, dass ich teilweise den Ton zu stark hauchen würde und wie manche dazu tendierte den Ton anzuschleifen. Auch die ein oder andere Rhythmusübung hatte er gemacht und gemeint, dass ich ruhig am Tag immer mal eine Zeit lang mit Metronom Beatboxübungen machen sollte, da ich so mehr in den Rhythmus reinkommen würde. Auch hatte er mir gezeigt, dass eine lockere Bewegung sich sogar auf die Stimme auswirkt und die Stimme plötzlich viel souliger klingt.

Für mich dann eher ein positiver Aspekt war die Tatsache, dass mein Singkollege aus der Schweiz beruflich zuvor so eingespannt war, will mans ihm gönnen, dass er nicht dazu kam festzulegen was er eigentlich singen möchte. Man kann ihn da sogar verstehen, dass er die Gesangsstunde, die wir zuzweit machen wollten dann aufgegeben hatte und meinte, dass ich diese dann alleine machen sollte. Wenn man diese alleine macht kann sich dann natürlich der Coach voll auf einen konzentrieren und bringt letztendlich sogar noch mehr.

Diesmal hatte ich nur 7 Tage gebucht, da ich zum Einen von der TUI-Dame, die jeden Mittag für eine Stunde ins Delphin-Palace kam eher enttäuscht war. Ein Ausflugprogramm für den Samstag war nicht zustande gekommen und irgendwie hatte sie sich auch nur drauf konzentriert den Gästen Fragen zu Rückflügen zu beantworten und zu schauen, dass sie die Stunde, die sie sich im Hotel aufhalten sollte wohl irgendwie rumbekommt. Zum anderen war der gestiegene Preis für die Workshopwoche und so sagte ich mir mit 7 Tagen liegt man noch unter der Grenze von 1000 € und kann immernoch in einem Einzelzimmer mit seitlichem Meerblick die Woche über wohnen.

Pit war diesmal bereits am Mittwoch hingeflogen, da an dem Tag ein Flug von Zürich aus ging. Ich war dann am Freitag zusammen mit Maggie und Renata hingeflogen, die allerdings beide bis Sonntag blieben. “In Allinklusiv-Hotels gibt es immer soviel zu essen” hatte schon eine Chorschwester zu mir gemeint. Und in der Tat mit etwa 4 Tischen mit Buffet jeweils, einer Bratstation, mittags einem separaten Stand, an dem Pasta zubereitet wird kann man sich alleine im Hauptrestaurant richtig wohlfühlen. Und immer wieder ein humorvoller Kellner, der kurz auf sich aufmerksam macht “die Tankstelle kommt”. Auch nachmittags gibt es warme Speisen für Neuankömmlinge, die noch Mittagessen möchten und etwa so um 15:30 Uhr Ortszeit gab es jeden Tag frisch zubereitete Waffeln. Wenn es ging war dies am Amphietheater, lediglich an wenigen Regentagen hatte man das in den Wintergarten des Hotels verlegt, der sich an einer Außenseite des Hotels befindet und verglast ist.

Der krönende Abschluss war natürlich das Abschlusskonzert wo ich mich sogar schon spaßeshalber auf Facebook geäußert hatte, dass ich nicht soviel “Higher and higher” mir anhören sollte, ich könnte sonst schon emotional high zum Workshop hinkommen. Normalerweise komme ich mit nachwirkender Extase immer von diesem Workshops zurück. Auch eine Mitreisende vom Nürnberg Gospelchoir äußerte sich schon, dass die Songs immer wochenlang bei ihr nachwirken würden. Allerdings waren die Stimmen in dem Arrangement sehr hoch gesetzt worden, so dass viele von den Sängern gestöhnt hatten, dass sie mit ihrer Stimme das nicht mehr hinbekommen. Es hatte dann aber doch geklappt.

Gespickt von vielen fetzigen, aber auch gefühlvollen Titel gestaltete sich das Abschlusskonzert, das wieder regen Anklang fand. Alle Plätze im Konferenzraum Orion, in dem auch das abendliche Animationsprogramm stattfindet waren besetzt und zum teil standen sogar noch einige vor den Saaltüren, um den Konzert zu lauschen.

Are you ready for a miracle

Dieser Titel wurde allerdings beim Abschlusskonzert nicht gesungen.

He reigns (Awesome god)

Dieser Titel war mir noch gut aus Freiburg her bekannt, leider wurde das Männerintro mit dem “Oo Ooo – Ooo Ooo..” weggelassen. Allerdings ließ ich es mir nicht nehmen nach dem Refrainteil jeweils den Einwurf “Like this show, like that show” zu sprechen was sogar dem Rene, der den Titel dirigiert hatte und der diesen Part ebenfalls gesungen hatte sehr gefallen hatte. Dafür gab es für mich dann einen Daumen hoch und er sagte mir, absolut präzise und im Rhythmus gewesen. Andere aus der Gruppe meinten dann zu mir, bei dem Titel wäre dann meine Stunde gekommen.

Friend of god

Higher and higher

I wanna be

Sehr schön anzusehen war der Titel “I wanna be” bei dem die einzelnen Parts “protected from the rain”, “praise all the paine”, “over again” und “I am the only one” durch jeweils veranschaulichte Choreografieelemente  verdeutlicht wurden und ne gewisse Lockerheit in den Gospel reinbrachten.

I open my mouth

Dieser Titel hatte der Workshopgruppe ebenfalls sehr gefallen und er wurde gern gesungen. Das kam vermutlich daher, dass der Text sehr gering war und sich die Stimmen dann in verschiedene Wampteile aufgeteilt hatten und man das Gefühl hatte, es würde durcheinander gesungen, wobei das gewisse Durcheinander vom Songwriter bewusst gewollt war.

Shackless

Ein Problem beim Workshop war, dass der technische Dienst des Hotels es leider nicht hinbekommen hatte über die Workshoptage ein Konstante. Man darf gespannt sein wie es im nächsten Jahr wird, da der Workshop in diesem Jahr einen sehr starken Preisanstieg hatte und viele Mitreisenden aus dem Grund an dem Workshop nicht mehr teilgenommen hatten. Eine Mitreisende, die offensichtlich Meerblick gebucht hatte, hatte sich auch über Ausbesserungsarbeiten im Außenpoolbereich geärgert, weil es ihr einfach zu laut war. Andererseits muss man sich überlegen wann man denn diese Arbeiten machen soll, da sie ja gemacht werden müssen.

Volker Dymel – Hintergründe zum Oldscool-Gospel-Medley (Antalya 2011)

Monday, January 31st, 2011

This is the day

Bei diesem Titel handelt es sich um eine ältere Nummer von Fred Hammond, wobei man es vermutlich fast nicht
erkannt hätte, dass hier ein Fred Hammondtitel verbundelt wurde. Von diesem Gospel wurde allerdings nicht alles verwendet sondern nur der Kern, der sich so übersetzen lässt.

Dieses ist der Tag, dieses ist der Tag
Den  der Herr, den der Herr gebildet hat, hat gebildet
Ich freue mich, ich mich freue
Und seien Sie in ihm froh, froh in ihm

Dieses ist der Tag, den der Lord gebildet hat
Ich freue mich und bin in ihm froh
Dieses ist der Tag, dieses ist der Tag
Den der Herr geschaffen hat

Dieses ist der Tag, dieser ist der Tag
Dass der Lord, das der Lord gebildet hat, hat gebildet
Ich freue mich, ich mich freue
Und seien Sie in ihm froh, froh in ihm

In dem Gospel geht so ein bisschen um die Apokalypse und wie Gott die Erde erschuf. Genau genommen um die Erschaffung von Tag und Nacht, physikalisch gesehen das Wahrnehmen der Erdrotation. Und der Komponist bringt hierbei zum Ausdruck, dass er sich freut, dass man einen Tag erleben kann, das man leben darf. Vielleicht muss man sich aber auch einen Schritt davor setzen und sich fragen wie ist es denn, wenn der Tag kommt. Genau diese Fragestellung hat sich Bibel.TV gestellt und hier ein Interview innerhalb der Sendereihe “Das Gespräch” geführt.

I will call upon the lord

Ich rufe wegen dem Herrn an
Welcher Wert ist gepriesen zu werden
Auf diese Art und Weise werde ich vor meinen Feinden beschützt werden.

(Männer singen vor, Frauen geben Echo)
Ich rufe wegen dem Herrn an (mich ersuche um den Lord)
Welcher Wert ist gepriesen zu werden(wer angemessen ist gepriesen zu werden)
Auf diese Art und Weise werde ich vor meinen Feinden beschützt werden. (also wird I von meinen Feinden gespeichert)

In diesem Gospel geht es vorallem darum, dass man Gott anruft und man sicher ist, dass Gott an der Seite von einem sich befindet und einen beschützt. Man kann sich gut vorstellen, dass dieser Gospel in der Sklavenzeit der Afroamerikaner enstand. Sie könnten zum Ausdruck hier bringen, dass sie dank Gott die harte Arbeit durchstehen konnten und Gott auch vielen Sklaven es ermöglichte zu fliehen. Wenn man sicher sein möchte und dann kann man es auch damit betrachten, dass man von sich aus sehr viel geben möchte und zwar einfach das, wozu man selbst in der Lage ist. Große Stars geben hier vielleicht ein 10tel ihrer Einnahmen für caritative Zwecke. Ein Obdachloser wird vielleicht ein paar Cent geben oder einem seine Wolldecke überlassen. Viele von denen sind vielleicht aber auch davon überzeugt, dass wenn sie viel geben sie von Gott auch viel erhalten werden. Bibel-TV hat im Rahmen der Sendereihe “Das Gespräch” auch hierüber eine Produktion

We will bring the sacrifies of the praise

Auch hier wurde das Tempo beschleunigt, um den Übergang zu diesem Gospel unmerklicher zu machen. Zudem war im Arragement von Volker viel Call & Response eingebaut, so dass der Titel mehr geshoutet hatte. Beim Titel geht es eigentlich um die Seligkeit oder das gewisse Etwas innerhalb des Lobpreises. Und man möchte einen daran erinnern, dass man es nicht als normal nehmen sehen sondern dass man Erntedank oder schlicht “Danksagung” feiern sollte und man einem es einem gerne anbieten möchte einfach mal danke zu sagen. Danke für die guten Gaben, die man erhält, danke dafür, dass man nicht krank ist oder einfach danke, dass man leben darf. Und vorallem möchte man gerne, dass man sich freuen kann und man die Freude auch als ein gewisses Erfolgserlebnis ansieht, dass man was erreicht hat.

Everytime I feel the spirit

wir hatten diesen Teil des Medleys allerdings nicht langsam gesungen wie auf dem Video sondern uns in der Geschwindigkeit etwa an das Tempo gehalten wie der Tostedt-Community-Gospel-Choir den Titel singt. Anfangs war ich hier sogar zuschnell gewesen und bin deswegen auf Abstand zur Reihe vor mir gegangen, um diese durch das schnellere Tempo nicht weiter zu stören. Im Tempo konnte ich mich allerdings noch runterschrauben.

In mein Herz sich bewegen, bewegend in mein Herz
In mein Herz sich bewegen, bewegend in mein Herz
Nach dem Berg bete ich.

Chor:
Jederzeit Zeit, wenn ich den Geist fühle, der sich in mein Herz begibt, werde ich beten.
Jederzeit Zeit, wenn ich den Geist fühle, der sich in mein Herz begibt, werde ich beten.

Vom Berg herunter (damit wird wohl der Ölberg gemeint sein) sprach der Herr
Aus seinem Mund heraus kamen Feuer und Rauch
Schaute ganz um mich, es schaute so fein
Bis ich meinen Lord fragte, ob alles meins war.

Chor:
Jederzeit Zeit, wenn ich den Geist fühle, der sich in mein Herz begibt, werde ich beten.
Jederzeit Zeit, wenn ich den Geist fühle, der sich in mein Herz begibt, werde ich beten.

Fluss Jordan, ist kühle an Kälte
Es kühlt den Körper aber nicht die Seele
Es gibt nicht aber ein Zug, nach dieser Schiene
Es läuft zum Himmel, an Recht zurück.

—-

Jordanfluss und der Verglöeich mit dem Missisippi. Heimführung aus Ägypten mit Verweis auf das Posting zur Underground Railroad.
Petrus an der Rechten gottes.

Chor:
Jederzeit Zeit, wenn ich den Geist fühle, der sich in mein Herz begibt, werde ich beten.
Jederzeit Zeit, wenn ich den Geist fühle, der sich in mein Herz begibt, werde ich beten.

Unten im Tal, wenn ich schwach mich fühle
Es ist, wenn der Teufel, gewöhnlich spricht
Weil er  kraftvoll ist, und von den Lügen
Ich benötige den Geist, mich klug zu halten.

Chor:
Jederzeit Zeit, wenn ich den Geist fühle, der sich in mein Herz begibt, werde ich beten.
Jederzeit Zeit, wenn ich den Geist fühle, der sich in mein Herz begibt, werde ich beten.

I will enter his gates

dieser Titel wurde schlussendlich weggelassen, da das Medley sonst zuviel Text gehabt hätte.

Workshop Gospel & Wellness, Antalya intensiver auf Gesang ausgerichtet

Monday, January 31st, 2011

Und wieder hat sich Volker Dymel ein neues Konzept für seinen Workshop “Gospel & Wellness“, den er seit 2007 in einem Luxushotel bei Antalya durchführt, einfallen lassen. Zuletzt hat er schon versucht gehabt als Ort mal Sharm el Sheik in Ägypten zu wählen, war jedoch gescheitert, da der Workshop so merklich teurer ausgefallen wäre als in der Türkei. In den letzten Jahren war immer seine dreiköpfige Band mit dabei gewesen. In diesem Jahr sollte es nun anders werden. Es gab nun keine Bandbegleitung mehr sondern nur noch Keyboardbegleitung und das Teile der Workshopeinheiten wurde von Rene übernommen, der ausgebildeter Gesangslehrer ist und auch als Solist in seiner Formation “Joyful Gospel” ist. Volker hatte den Grund genannt und in der Art und weise fanden wir es sogar sehr amüsant. Als ich zum ersten Mal Rene erlebte wie er einen Song vorstellte war meine erste Reaktion, ich sagte zu meinem Nachbarn “der singt ja wie ein Eunuch”. Aber im Endeffekt war das fantastisch, denn es gibt wenige Männer, die wirklich 1:1 alle Stimmen mitsingen können. Und genau das war bei Rene nämlich der Fall gewesen. Später stellte sich heraus, dass sein Gesangsvorbild Michael Jackson war und er deswegen die hohe Stimme entsprechend ausgebaut hatte. Er erzählte mir, dass Gesangslehrer später mit ihm Übungen gemacht hatten um auch seine Sprechstimme etwas abzusenken, da er sonst auch zu hoch gesprochen hätte. Volker erkläre den Verzicht der Band damit “Es reichte einfach das Schlagzeug auszupacken und zusammenzubauen, es wurde noch absolut kein Ton drauf gespielt – schon hiess es – viel zu laut”.
Am Hotel hat sich nichts geändert, seit 2008 ist es fest das Delphin Palace in Lara-Beach, dem aufstrebenden Feriengebiet von Antalya.

Delphin Palace

Ich hatte diesmal 9 Tage gebucht, da ich so nach dem Workshop noch einen Tag hatte, um die Umgebung von Antalya kennenzulernen. Dazu hatte ich mich dann entschlossen, da im letzten Jahr erstmals die Möglichkeit bestand auch länger zu bleiben und am Samstag ein Ausflugsprogramm angeboten wurde. Wie immer blieb es spannend, ob sich kurzfristig noch Änderungen bei der Flugroute und den Flugzeiten ergeben könnten. Und die gabs natürlich wieder. Am Hinflugtag hiess es beim Euroairport am Gate gleich wieder “ach, hallo Maggie, Renata, Pit & Co.”. Wobei Renata im Dezember leider verunfallt war und deswegen leider nicht mitkonnte. In Zürich flog am Freitag nämlich nichts und am Sonntag ging es über Stuttgart nach Basel. Bei der Ankunft in Antalya stießen wir dann noch auf Rosemarie (Rosi) und Wolfgang, die eigentlich von Hamburg aus fliegen, die jedoch mit dem Zwischenstop in Rostock nicht einverstanden waren und deswegen einen Flug von Hannover bevorzugten. Das Delphin Palace wurde immer wieder gerne genommen, weil Volker Dymel selbst argumentiert “Es gibt eigentlich kein Hotel wo nahezu alles stimmt. Entweder hat man Konferenzräume, die innenliegend sind und häufig nur Kunstlicht haben oder man hat immer extrem weite Wege zu laufen. Dadurch, dass das Delphin Palace so kompakt gebaut worden ist hat man alles bei sammen und hat noch dazu einen großen tageslichtdurchfluteten Konferenzraum, der von den Workshopteilnehmern immer sehr geschätzt worden ist. Einen kleinen Überblick was das Delphin-Palace in Larabeach so zu bieten hat zeigt das nachfolgende Video.

Wir hatten nicht schlecht gestaunt was das Hotel gegenüber dem letzten Jahr wieder alles verändert und verbessert wurd. Viel wurde im SPA-Center gemacht. In vielen Räumen war bereits der Teppichboden gegen Laminat ausgetauscht worden oder man war gerade im Gange diesen auszutauschen. Von den Verlegearbeiten hatten wir allerdings kaum was mitbekommen. Auch fanden die möglicherweise eintretende Lärmbelästung aufgrund eines Hotelneubaus für ein bisschen überzogen, da das Hotel fast direkt neben einem anderen Hotel gebaut wurde und immer noch ordentlich Abstand zum Delphin-Palace bestand. Für Geschäftsleute oder solche, die an einen Internetzugang gebunden sind – auch für diese gab es eine angenehme Überraschung nämlich einen kostenlosen Wlan-Zugang direkt im Zimmer. Lediglich eine Benutzerkennung hat man sich geben müssen.

Am Montagabend sollte es für eine gewisse Abwechslung zum sonst üblichen Abendprogramm des Hotels geben. Angesagt war ein filmischer Eindruck von Black Gospel und dies kann eigentlich nur eindrucksvoll eine DVD vom Misisippi Mass Choir vermitteln. Volker moderierte die DVD so an, dass bei den farbigen Chören die Solisten schon eine gewisse Bedeutung haben und diese durchaus bei einem Titel wechseln können. Nach einer Solistin, die bereits hervoragend gesungen hat kommt plötzlich eine Solistin, die noch korpolenter ist und noch lauter singen kann oder einen noch größeren Tonumfang hat.

Beim Gospel so wie es die Farbigen singen spielen viele Faktoren zusammen. Sei es religiöse Botschaft, sei es der Beat oder sei es vorallem die Ausstrahlung, die balladenhaften Titel das gewisse Gefühlvolle bringt oder bei schmissigen Titel das Puplikum wie von selbst aus den Stühlen hebt.

Oder auch die Power von dieser älteren Dame hat einfach nur beeindruckt

Von dieser 180 Grad Bewegung war Volker so begeistert, dass er dies prompt bei einem der Gospeltitel für das Konzert noch als Choreografie einplante.

So bot sich also Gelegenheit die Umgebung von Antalya mal genauer kennenzulernen und so schloss ich mich einer Gruppe an, die am Samstag einen Ausflug in die römischen Städte Perge und Aspendos unternahmen. Der Workshop selbst hat nur 7 Tage gedauert. Allerdings im letzten Jahr hatte ich von der Rückflugzeit zum ersten Mal das Glück gehabt, dass am Freitagnachmittag der Rückflug stattfand und nicht morgens um 6:15. Das hatte nämlich immer bedeutet um 3:30 war der Transfer und da am Donnerstag um 21:00 Uhr immer das Abschlusskonzert vor den Hotelgästen (gute 600 Gäste)Abschlusskonzert gegeben hatte. Die Gästebetreuung des Delphin-Palace bestätigte mir, dass es inzwischen viele Hotelgäste gibt, die ihren Urlaub auf die Zeit abstimmen in der Volker Dymel den Gospelworkshop stattfinden lässt, damit sie in den Genuß des Abschlusskonzertes kommen. Ob Volker schon bestimmte Verpflichtungsangebote gemacht wurden weis ich nicht, man könnte es fast meinen was gruppenintern so rumgeistert.

—–

Titel beim Konzert waren:
The lord keeps blessing me
I knew you are waiting
Lord prepare me
My help
He is just a prayer away
Lovery day
You’ve got a friend

Oldscool Gospel Medley (This is the day, …, I will sacrify the praise ,Everytime I feel the spirit)

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und natürlich danach Afterparty und Packen angesagt war wurde natürlich dann nichts mit Schlafen. Jetzt hatte man den Freitag und den Samstag als Tage, an denen man nochmals entspannen konnte und das All-Inklusivangebot des Hotels nutzen konnte.

Perge

Was Aspendos vorallem hervorhebt ist sein Theater.

Es gehört zu den mit am Besten erhaltenen römischen Theatern. In diesem Theater gab es bereits eine Sommerausgabe der ZDF-Sendung “Wetten das?”. Das Theater ist allerdings keineswegs nur ein schönes Museumsstück. Jedes Jahr findet dort das internationale Opern- und Balletfestival statt. Auch Konzerte werden in diesem Theater immer noch

veranstaltet. In diesem Jahr war ein Besuch von Perge allerdings nicht vorgesehen. Vielmehr hatte TUI den Ausflug in Kombination mit Side geplant gehabt.Apollontempel Das Problem war nur, dass das Wetter vermutlich einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, so dass sich niemand zu einem Ausflug entschließen konnte und 3 begeisterte Gruppenteilnehmer für TUI zuwenig waren und sie es erst ab 8 weiteren Teilnehmern gemacht hätten, dann allerdings mit einem exklusiven Bus für die Gospelgruppe. Wie ich aus der Wellcome-Broschüre entnommen hatte sind bei diesem Ausflügen die Reiseleitung und ein Mittagessen bereits mit inbegriffen.

Volker Dymel & Joyful Gopsel – Hintergründe zum Titel “He is just a prayer away”

Sunday, January 16th, 2011

Vor einiger Zeit vermutlich von Volker selbst geschrieben und zusammen mit seiner Formation “Joyful Gospel” gesungen der Titel “He is just a prayer away”. Beim Workshop Gospel & Wellness im Jahr 2011 auf dem Programm. Kurz und knapp – es ist nur ein Gebet entfernt.

Er ist nur ein Gebet weit entfernt, ein Gebet weit entfernt
Er hörte mein Rufen, Er sah meine Träne
Er heilte meinen Schmerz
Er ist nur ein Gebet weit entfernt, ein Gebet weit entfernt
Ruf Ihn an und Er wird dir seine Liebe zeigen.

Wenn due eine helfende Hand brauchst ruf ihn an – ruf ihn an.
Wenn Du einen Freund brauchst, mit dem Du reden kannst, ruf Ihn an – ruf Ihn an.
Wann immer du Ihn brauchst, Er ist da – Er ist da
Links und rechts, am Tage und bei Nacht.
Er ist Gott, der sich imer um dich kümmern wird.

Rufe ihn (an)
R-R-R-R-R-Ruf ihn (an)

Die Botschaft ist fast die gleiche wie bei “You’ve got a friend“. Es ist halt nicht die ganze Zeit in einem balladenhaften Rhythmus gehalten sondern legt dann einen Speed zu. Mit ruf ihn an ist gemeint, dass man ein Gebet sprechen soll und darin das Anliegen bei Gott vorträgt. Und das was ein Seelsorger oder Sanitäter vielleicht nicht unbedingt kann, er kann es. Er heilt einem den Schmerz. Vorallem ist Gott jemand an den man sich immer wenden kann und er nimmt sich auch die Zeit und coacht einen, sogar zeitlich nicht beschränkt. Und da muss man weder sein Versicherungskärtchen vorlegen noch eine Überweisung seines Hausarztes. Vielleicht ist man verblüfft, wenn der Empfang bildlich betrachtet einem zu Verstehen gibt “uns reicht ein Gebet aus”. Und man brauch sich nicht zu schämen, wenn man mal ein Gebet spricht, man kann es an jeden Ort, zu jeder Situation, man kann es ganz still oder ganz laut tun.

erneut zum Workshop ‘Gospel und Wellness’ nach Antalya

Friday, March 19th, 2010

Zum vierten Mal wird es für mich 2011 heissen, auf zum Gospelworkshop “Gospel & Wellness” nach Antalya. Dann, wenn es in Deutschland lausig kalt ist bietet es sich förmlich an an eine Stelle zu reisen, an der es einfach wärmer ist und bei der vorallem noch der Preis stimmt.  Aufmerksam wurde ich auf den Workshop als ich im Frühjahr 2008 plötzlich einen Eintrag von Volker Dymel im Gästebuch unseres Gospelchores fand. Und da ich im Herbst 2006 schon spontan einen Wochenendsworkshop in Hamburg, der von DeVine organisiert war mitgemacht hatte, hatte ich direkt Lust bekommen wieder mal zu workshoppen. Delphin Palace, Larabeach (Kundu bei Antalya) Von einigen Mitreisenden hatte ich erfahren, dass sie schon 2007 mit Volker in der Türkei waren, damals allerdings im Nachbarhotel, dem jetzigen Delphin Diva (ehemals Riva Diva). Von der Zuvorkommenheit waren sie allerdings nicht immer erbaut gewesen. Erst einmal üben in einem Raum mit Kunstlicht und irgendwann hiess es dann, dass in der Hoteldisco zu proben wäre (vermutlich weil sie den Raum für jemanden anderen haben wollten). Volker hatte dann noch ein besonderes Erlebnis am Abreisetag gehabt, aber Interessenten können ihn hierzu selbst ansprechen. Das Delphin-Palace hingegen hat einen großen Konferenzraum mit Tageslicht und die Möglichkeit von dort direkt zum Außenpool und an die frische Luft zu kommen. Auch sonst sind die Wege extrem kurz, da alles kompakt beisammen ist. Von Jahr zu Jahr wurde einem mehr geboten. 2009 staunte ich nicht schlecht über einen Wasserkocher im Zimmer, samt Instantkaffe, Tee, Kaffeeweisser und Zucker sowie diverses Gebäck im Proberaum, neben den Unmengen an stillem Wasser und im letzten Jahr über Musik in den Panoramaaufzügen. Natürlich kam dann der unweigerliche Wunsch nach Musik beim Duschen auf (im Feedbackzettel des Hotels vermerkt). Für einen, der schwerpunktmäßig nach Titeln von Kirk Franklin, Fred Hammond, Shirley Ceasar, Dorothy Norwood und vorallem Donnie McClurkin und Jessy Dixon gospelt ist es direkt eine Abwechslung mal Titel zu singen, die vielfach von Volker Dymel und Ruby Hagedorn selbst komponiert wurden. Gut im letzten Jahr waren es vorwiegend Titel von ihr, weil gerade die Joyfulgospel-CD “Because of you” produziert worden war und verständlicherweise die auch promoted werden sollte. Aber es wurde auch Hezika Walker der Titel “I am souled out” einstudiert. Im Jahr 2009 fand ich die Mischung mit Titeln wie “Jesus on the mainline”, das wir im Medley mit “May the lord blesses real good” sangen, sowie “You’re holy” sogar sehr gut. Richtig Spaß machen mir immer die morgentlichen Grooveübungen mit Atemtechnik, da man hier mal weich mal hart, mal shouting und mal smooth voice und mal eine Ton oder etwas eher wie eine Kojaksirene (auf und abschwellend) zu singen. Auch viel mitgenommen werden konnte immer bei den Kleingruppen, wo man auch mal die Möglichkeit hat Volker eine kleine Passage vorzusingen. Nein, eine Aufnahmeprüfung ist das jetzt nicht. Aber man weis wo man aktuell steht und Volker hatte uns gerade beim letzten Workshop gelobt, dass er bei vielen gemerkt hätte, dass vorallem das Kleingruppentraining bei vielen die Stimme sehr zum Positiven gebesser hätte. Im Jahr 2008 wurde mal die Rufübung am Strand ausgesetzt, das sing aber 2009 und 2010 nicht mehr. Da hiess es eine Mittags, auf an den Strand in 2 Gruppen 20 Meter auseinander, nachzudenken wie man wohl heisst, wo man nochmal wohnt und auf was man geschmacklich abfährt. Das ist dann immer eine Gaudi, vorallem, wenn Begriffe aus dem Dialekt fallen oder man als Deutscher plötzlich über typisch schweizerische Gerichte was wissen soll, aber dann antwortet man halt einfach mit “Kabums”, was es natürlich nicht gibt, aber den weissen Neger Wumbada gibts in Realität ja auch nicht. Zum Ende des Workshops gab es immer 2 Highlights, das eine einen Auftritt im Foyer am Donnerstag Nachmittag in der Hotelloby,

das sich durchaus so anhören kann. Und abends dann das etwa einstündige Abschlusskonzert, bei dem sich dann zeigt, ob man die ganzen Texte behalten hat, ob man mit der Choreografie klar kommt und wer dann die Ehre hat ein Solo singen zu dürfen. In der vergangenen Zeit war dieser Tag immer ziemlich stressig gewesen, da es morgens hing, Grooveübung, Singen in der Loby, eine Fotosession unterzubringen, Generalprobe, Soundcheck, Konzert, Afterparty und dann noch Packen und morgens in aller Herrgotsfrühe den Transfer zum Flughafen zu haben. Zum Glück war es 2010 in soweit besser, dass ich den Rückflug erst am Freitag nach den Workshop hatte. Nunja wie es 2011 vorallem mit den Flügen wird, bleibt wieder spannend. Vorallem welchen Mitreisenden man dann abholen darf – sind ja alle meganett.