Posts Tagged ‘what a mighty god we serve’

Voices of Unity starten Gospelworkshop in der Kornfeldkirche in Riehen (BS)

Saturday, March 14th, 2015

Ich wurde durch Werbung in unserem Gospelchor auf diesem Workshop aufmerksam und war wirklich froh, dass sies ein Workshop ist, der von Farbigen geleitet wird. Die Voices of Unity waren in Basel 3 Personen, zum einen Michael und Carmenda Crews sowie Floyd T. Myrie. Gemeinsam bei allen ist, dass sie schon jahrelang Erfahrung in und mit Gospelchören haben. Michael Crews ist nicht nur Gospelmusiker sondern auch Jazzmusiker, Komponist und Chorleiter. Floyd T. Myrie war zudem auf verschiedensten Tourneen mit den Harlem Gospel Singers unterwegs gewesen.

Foto: Christian Villoz

Für mich sind Workshop nichts neues. Allerdings so manch jemand, den ich am Abend angetroffen hatte erzählte, dass dies sein erster Workshop ist. So manch einer war dann etwas verblüfft, standen ja Stühle da und plötzlich erzählt einem ein Farbiger “ja heute Abend wird es noch ein Tanzabend werden”. Allerdings, wenn man Farbige so erlebt, so sind sie eben.

Bereits am ersten Tag wurden Gospels mit unterschiedlichem Tempo einstudiert. Mal ein bisschen worshipmaßig, dann hatte man den Eindruck, dass da ein Reaggyrhythmus drinn steckt oder es war ein Rhythmus wo einfach ein fetziger Gospelgroove drinn steckte.

Am ersten Abend wurden vielleicht gerademal 3 Titel einstudiert. Wäre allerdings auch schade, denn sonst wäre ja die gewisse Vorspannung auf den nächsten Tag schon verpulvert. Prompt hieß es nämlich “am 2. Tag gibt es dann noch mehr Gospels zu lernen.

Foto: Christian Villoz

Da der Mann am Keyboard in den Staaten ein Bishop ist, war es offensichtlich klar,  dass der Abend mit einer kurzen Gospelandacht abgeschlossen werden sollte. Die Workshopteilnehmer hatten einfach mal Pause gehabt und konnten genießen. Die Botschaft an die Teilehmer, einfach sich bei den Songs nicht auf den Kopf versteifen sondern es vom Herzen her singen können. Vorallem, wenn man einen Bewegungsdrann verspürt dem einfach nachkommen, nicht überlegen passen die Hände zu den Füßen. Dürfen die Füße überhaupt in Bewegung sein. Frei sein, schlicht die goldene Devise bei den Farbigen. Und das scheint auch irgendwie das Erfolgsrezept zu sein, ein Abend wo man eher den Eindruck hatte, es machte tierischen Spaß und ganz nebenbei hatte man was bei gelernt.

Foto: Ruprecht Helms

Der zweite Abend sollte nicht direkt damit starten, dass weitere neue Songs einstudiert werden sollten. Erst einmal gab es eine kleine Andacht. Immerhin sind die Gospel bei den Farbigen quasi Lieder, die in der Gemeinde gesungen werden und da es in vielen Inhalten um Gott geht, sollte ihm auch gedankt werden. Es können einem die Farbigen den Mitteleuropäern nicht oft genug bewusst machen, aber wenn man Gospel richtig vermitteln möchte, auch hier wieder die Erinnerung womit man Gospel singensollte – Herzenssache. Gemeint ist damit, wenn man sich berufen fühlt sich zu bewegen, dann soll man es einfach rauslassen und wenn man mal einen Jubelruf loswerden möchte, dann diesen auch einfach mal reinrufen.

Am zweiten Abend wurden einige neue Gospel noch beigebracht, allerdings in einer überschaubaren Menge. Mitunter wurde es damit begündet, dass manche einen anstrengenden Tag hinter sich hatten. Allerdings möchte man auch, dass nach dem ganzen Workshop, dem Abschlußkonzert und dem Gottesdienst die gelernten Songs durchaus noch einige Zeit nachwirken und quasi wie so eine Art Ohrwurm noch etwas im Kopf rumgeistern.

Am dritten Tag wurde dann auch “What a mighty god we serve” einstudiert. Und offensichtlich hatten sich die Workshopleader gedacht, die Melodie könnten sehr viele kennen – also nehmen wir doch direkt mal eine Melodie die von der in dem Video total abweicht.

Und heute wurde ich von meinem Chorleiter direkt mal auf die Stimmgewalt der Farbigen angesprochen. Seine Meinung “die schreien richtig”. Ich weis natürlich nicht ob das tatsächlich so ist, aber es hat mich an die Meinung eines früheren Chorleiters von mir erinnert, der immer sagte “die Farbigen haben so 2 Schnitzel an Stimmbändern in ihrem Kehlkopf”. Jedenfalls haben die eine Stimmgewalt, die wir Mitteleuropär mit unseren zarten Stimmlippen nicht ganz so in dem Umfang hinbekommen. Lang sollte der letzte Abend werden, denn es wurden nochmal wirklich alle Gospel wiederholt und so manch einer war verblüfft wie schnell man da schon in die Gospel reinfinden konnte und manch einer hatte sein Textblatt schon aus den Händen gelegt.  Auch eine kleine Stellprobe gab es, bei der allerdings gerademal 1 oder 2 Lieder gesungen wurden.

Allerdings die Sichtweise wie man die Gospels lernen soll begeistert und motiviert immer. Man beschäftigt sich nur an dem Abend mit den Song, danach geht man heim, schläft und lässt die Songs einfach Songs sein. Meiner Meinung der vollkommen richtige Ansatz, denn so macht man sich auch nicht verrückt und kann ganz relaxt an das Abschlußkonzert rangehen.

Und man hatte es förmlich gemerkt, die ganzen Workshopteilnehmer hatten Spaß bis zum letzten Ton gehabt.

Voices of Unity, die ein Verein sind machen immer 2 x im Jahr einen Workshop.  Im Jahr 2015 war der Frühjahrsworkshop in der Kornfeldkirche in Riehen gewesen. Im Herbst gibt es nochmal Workshops in der Thomaskirche in Basel sowie in Reinach in Baselland.

Der Workshop war in zweierlei hinsicht gut. Zum einen konnte man Erfahrungen im Gospel sammeln und vertiefen, zum anderen hat man vielleicht manch einen Teilnehmer begeistern können, der zum ersten Mal sich an einem Gospelworkshop ausprobiert hatte mit dem Gospeln weiter zu machen und vielleicht wird er direkt ein neuer Sänger beim in der Kornfeldkirche angesiedelten Gospelchor “Let’s Gospel”.

“feiert Jesus” kommt nach Karlsruhe – der große Event mit Chris Lass

Saturday, May 17th, 2014

Ja das ist Chris Lass

Gut da denkt man erst einmal vielleicht, ein junger Mann, der sehr aufgeweckt und vielleicht etwas durchgeknall ist. Aber auf alle Fälle interessant. Aber warum soll für ihn Jesus eine wichtige Person sein, wird erst einmal nicht beantwortet. Vielleicht gibt dieses Video etwas mehr Klarheit drüber.

Nun hat Chris Lass etwas neues vor. Seine Vision “Wäre es nicht toll, Dein Chor, Deine eigene Stimme mit 100 anderen Gleichgestinnten und Kollegen anderer Chöre gemeinsam eine CD produzieren”. Drann gedacht ist hier Songs wie “what a mighty god we serve”

Oder auch Songs wie “Trading my sorrow”

aber eben nicht auf die bekannte alte gesungen sondern speziell neu arrangiert und eben anders. Zusammenwachsen ist hier die Devise. In 12 verschiedenen Städten in Deutschland findet dieses Projekt statt unter anderem in Karlsruhe und dies bereits am 31. Mai.

Foto von: Stadtwiki KA, FEG Karlsruhe

In der Freien evangelischen Gemeinde in einem Außenbezirk von Karlsruhe wird für diese Region am 31. die Möglichkeit bestehen sich an dem Projekt als Chor oder auch als Einzelperson zu beteiligen. Noten muss man nicht lesen können und ein großes sängeres Talent brauch man auch nicht besitzen.

Bei der Anmeldung erhält jeder eine Übungscd mit allen Songs, Songbook mit Partitur und Playback CD, am Ende die CD “feiert Jesus” und natürlich einen Workshop mit Chris Lass.

Es besteht die Möglichkeit sich über diesen Link online anzumelden

Vickie Winans – Hintergründe zum Titel What a mighty god we serve

Tuesday, October 4th, 2011

Der Gospelpfarrer Hezekia Walker singt den Titel und auch Vickie Winans singt ihn, gemeint ist “What a mighty god we serve”. Ich hatte diesen Titel 2012 bei dem Workshop mit Adrienne Morgan-Hammond gelernt

Was für einem so mächtigem Gott wir doch dienen
Was für einem so mächtigem Gott wir doch dienen
Lasst die Engel vor ihm niederknien
Himmel und Erde werden ihn verehren
Was für einem so mächtigem Gott wir doch dienen

Alle Endel sagten es bereits
Erkläre es Himmel und Erde
Erhebe Deine Stimme und sage
Er ist ein mächtiger Gott

Der Pfarrer, der am 02.10.2011 am Sonntagmorgen den Gottesdienst in der evangelischen Kirche von Kirchzarten hielt hatte einen sehr tollen Bezug auf diesen Gospel genommen. Er beschrieb an einer Stelle nämlich sehr anschaulich was Gott eigentlich für ein tolles Wesen war und grief hierbei auf die Schöpfungsgeschichte zurück. Hier kommt einem gleich das Paradies wo es alles reichlich und vielleicht sogar im Überfluss gibt und in dem sich erst einmal Adam und Eva aufhalten. Vielleicht gerade mit der Verbannung Adams und Eva aus dem Paradies und dem Befehl künftig ein irdisches Leben zu führen wird es verständlich, das die Welt es vielleicht erst einmal verstehen muss, aber dass relativ schnell der Himmel als auch alle auf der Erde Gott verehren werden.

Gegen Ende des Jahres ist es in Amerika Brauch, dass Thanks givin gefeiert wird. Und hier ist es mehr ein Fest, um Gott “Danke für alles, was Du für uns getan hast” zu sagen. In Deutschland gibt es dies in etwas anderer Form und auch hier passte der Gospel in die Zeit, nämlich im Herbst wird Erntedankfest gefeiert. Hier dankt man Gott speziell für eine gute Ernte und praktisch, dass er unsere Ernährung sicherstellt – es genügend für uns an guten Gaben hat.

Vielleicht kann man sich allerdings auch die Frage stellen, warum ist Gott für mich ein mächtiger Gott und nicht irgend so ein Typ, der halt sehr fähig ist und schon fantastische Dinge gemacht hatte. Vielleicht wird es in diesem Interview sehr verständlich warum Gott mächtig ist oder vielleicht ist mächtiger Gott auch anders zu verstehen und zwar als jemand, der einem sehr, sehr wichtig sein kann.

Meiner Meinung nach kann man nächtiger Gott allerdings auch so verstehen, dass er einem auch sehr viel Zuversicht geben kann und man durch ihm vielleicht auch die Kraft erhält schlechte Zeiten durchzustehen. Vielleicht auch Situationen wo andere einen aufgeben oder wo andere von einem überzeugt sind, dass er dies im Leben meistern wird. Was vorallem Gott und auch der Engelschar sehr wichtig erscheint, dass die Menschheit begreifen soll, dass es eben Gott gibt und Gott für einen da ist.

Im heutigen Leben kann man vielleicht so verstehen, es gibt beispielsweise ein Unternehmen das so vor sich hinwirtschaftet und wo vielleicht von heut auf morgen geplant wird. Vielleicht ähnlich dem Bild, was man aktuell von den Griechen hat. Jetzt gibt es einen Coach, der sich sagt, dass er gerne bereit ist einen guten oder anderen Führungsstil beizubringen und vorallem die Zukunftsplanung des Unternehmens gerne optimieren möchte. Allerdings sagt er sich, dass er sich nicht aufdrängt sondern einfach zu erkennen gibt, wenn Bedarf besteht, dann ist er entsprechend da, ansonsten befindet er sich praktisch auf Parkposition und beobachtet lediglich passiv das ganze.

Gerade viele der farbigen Sklaven, die bei der Entstehung der Gospelmusik auf den Plantagen unter menschenverachtenden Zuständen gearbeitet hatten hatten sich die Entscheidung stellen können, dass es entweder einen sehr mächtigen Gott gibt, der einen da rausholt und irgendwie die Sache schon “dingsen” wird oder aber man gibt sich auf und wenn der Plantagenbesitzer halt meint, dass man verschlissen ist, dann wird man eben ausgewechselt. Und sehr viele hatten auf Gott vertraut, das war auch der Grund warum recht schnell sogenannte Praisehouses entstanden, weil man eben Gott ehren wollte und an seinem Glauben festhalten wollte.