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Gospelpower in Maxdorf erneut mit Chris Lass gewesen

Sunday, May 1st, 2016

Man staune, da gibt es doch tatsächlich einen Workshopbeitrag zu einer Workshopreihe, die in der Pfalz stattfindet. Allerdings liegt der Ort Maxdorf in der Pfalz gar nicht soweit vom Rhein und der Metropolen Mannheim und Ludwigshafen entfern und wird durchaus gerne von Gospelfreunden aus der Gegend von Karlsruhe, dem Enzkreis und auch von weiter Weg immer wieder gerne Besucht. Gestartet hatte die Workshopreihe 2003 kurz nachdem Pfarrer Stefan Fröhlich 2001 nach Maxdorf kam und dort auch als “Der Gospelpfarrer von der Pfalz” bekannt wurde. Das er natürlich einen eigenen Chor, GospelMaXX hat, ist da sicherlich selbstredend.

Foto: Ruprecht Helms

Eingeladen hatte Fröhlich in den letzten Jahren schon viele Workshopleiter darunter Angelika Rehaag, Volker Dymel, aus NRW welche und seit 2015 eben Chris Lass aus Bremen.

“Die größte Sorgen machen sich doch Erwachsene, dass sie sich über irgendetwas Sorgen machen müssen, dabei kann das Leben doch so schön sein und es bringt viel mehr, wenn man sich einfach freut”.

Bei Chris Lass merkt man sofort, er möchte lebendigen Gospel haben, man soll durchaus mit den Knien bouncen und es macht sich beim richtigen Singen ein gewisses Glücksgefühl breit. Vor allem soll man den Gospel vom Inhalt her nehmen und sich bewusst machen, dass es hier um Glaubensdinge geht und am unbekümmerten macht dies einfach ein Kind.

“Ein Kind fragt seinen Vater, was soll ich tun, wenn ich mal ins Klo falle. Und instinktiv sagt der Vater – dann rufst Du mich – und schon war für das Kind alles in Ordnung”

Man soll den Gospel einfach so singen wie es kommt und sich eigentlich weniger hinterfragen. Und genau hier stehen wir uns Erwachsene oftmals selbst im Weg, weil manches Mal die Dinge einfach hinterfragt werden.

Stefan Fröhlich hatte auch diesmal bei der Eröffnung von Gospelpower geäußert, dass er den Gospel wieder da haben möchte wo hingehört als Gemeindelieder in Kirchen. Und es hatte über das Wochenende schon einen Unterschied gemacht, die Kirche war voll, allerdings gefüllt von Workshopteilnehmern, die zum Teil auch von weiter weg herkamen.

Gar nicht sonderlich geübt, aber trotzdem mit ins Programm des Abschlußkonzertes wurde “Amazing grace”. Und Chris Lass erwähnt extra, es mag vielleicht ein abgedroschener Song für so manch einen sein. Aber man müsste an die Zuhörer denken und vielleicht der ein oder andere verbindet mit dem Song ein selbst erlebtes Schicksal. In dem Lied geht es darum mit etwas abschließen zu können und endlich seinen Frieden finden. Er meinte dann, dass es durchaus sein kann, dass zum Konzert frührere Frauenvergewaltiger kommen, vielleich sogar jemand, der mal jemanden umgebracht hat. Diese Menschen werden zwar immer die Last mit sich rumtragen, aber vielleicht schaffen diese gerade durch solche Musik endlich ihren eigenen Frieden finden zu können.

Stefan Fröhlich, Pfarrer der Christuskirche des pfälzischen Maxdorf ist sich sicher, dass Ende Apil 2017 es auch wieder Gospelpower geben wird, ob auch da wieder Chris Lass dabei ist muss im Team noch besprochen werden.

Gospelkirchentag – Ein Tag der Arbeit, der Gospelklänge und des Galakonzertes

Thursday, September 16th, 2010

Am nächsten Morgen stand erst einmal Arbeit auf dem Programm. Nach dem Frühstück hiess es Masschoirprobe

Schon recht früh ging das Songbook für den Gospelkirchentag ein. Das Heft aufgeschlagen und gleich
hiess es diesen Song zu lernen, allerdings in einer anderen Fassung. Der Song im Video hat einen anderen Text und ist schwungvoller (gefällt mir auch besser)

Beim Titel “You are” hatte ich es schon etwas leichter gehabt. Hier hatte ich das Glück, dass Hans Christian Jochimsen diesen am Kickoff zum Gospelkirchentag genau vor 1 Jahr in Karlsruhe mit mir und den damals Anwesenden bereits einstudiert hatte.

Dass ich “Brighter Day” von Kirk Franklin auch lernen sollte, da musste ich doch sehr grinsen. Mit dem Freiburgern singe ich diesen Titel nämlich schon seit einigen Jahren. Auch der Nürnberger Gospelchor hat diesen Titel im Repertoire. Allerdings kann ich mich noch erinnern als wir beim letzten Workshop in Antalya die DVD “The rebirth of Kirk Franklin” gesehen hatten ein Sänger gleich meinte, dass man diesen Titel doch mal neu einstudieren könnte (Volker Dymel singt diesen mit seinen Chören bislang noch nicht). Bei der Choreografie im Video hätte unser Carsten gleich gesagt “So und diese Choreografie studieren wir jetzt ein”. Bei den Jahreskonzerten haben wir allerdings für solchen Arobictanz einfach keinen Platz und bei 5000 Sängerinnen und Sängern bezweifele ich das ebenfalls.

Nachfolgender Titel “Deeper than” von Hans Christian Jochimsen war neu für mich. Zum Glück ist es nicht soviel Text gewesen zu lernen. Beim Abschlussgottesdienst hatten wir auch das Glück dass der komplette Opstand Gospel Choir mit dabei war und die Sängerinnen und Sänger hier nochmals kräftig unterstützen konnten. Im Video zum Song erklärt Hans Christian wie es zum Song kam und wie dieser Song gesungen werden sollte.

Ein weiterer Song, den uns Hans Christian beibrachte war der Titel “I have just heard a song”. Wie er selbst in seinem Video erklärt geht es um einen Gospeltitel, den man mal gehört hat und den man irgendwie nicht mehr aus seinem Kopf rauskriegt. Ist sogar durchaus möglich, dass dieses Phänomen genau bei diesem Titel eintritt.

Auch “My life is in your hands” wurde gesungen. Da ich diesen Titel allerdings schon an diversen Hochzeiten gesungen habe und es zu dem Song im Blog diverse Videos gibt, habe ich jetzt verzichtet erneut ein Video reinzustellen.

Gegen Mittag verteilte es sich wieder in der Stadt. Das Gefühl war, dass in ganz Karlsruhe gegospelt wurde. Sie waren auch vertreten und traten auf der Hauptbühne auf dem Marktplatz auf.

Da ich allerdings gerne ein paar Workshops besuchen wollte wie den Mouth- & Bodypercussion

Also mal in den Plan geschaut wo der stattfindet. “Ah im Tollhaus, direkt die Station hinter dem Gottenauer Platz”. Also rein in die Straßenbahn und erst einmal dahin. Aber dann fühlte ich mich erst einmal in der Wüste. Richtung Innenstadt gelaufen, da ich irgendwie meinte ein Schild von der Straßenbahn entdeckt zu haben. Dann plötzlich das Gebäude der Badischen Versicherung rückt näher – “Ne verkehrt” also wieder zurück. Und mein riesen Glück. Ich traf auf einen Kameramann von Bibel-TV, der mir erst einmal beichtete, dass ihm ein Stativteil verloren gegangen war und gerade vom Tollhaus kam. Freundlicherweise brachte er mich gleich dort hin. Im Nachhinein erfuhr ich, dass er das Teil gefunden hatte und voller Stolz natürlich in die Luft hob und es offensichtlich erst einmal allen vorbeikommenden gezeigt hatte, dass er was wiedergefunden hatte.

Am Samstag Abend stand ein Galakonzert mit dem Oslo Gospel Choir und Natually 7 an. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass alle gleichzeitig eine Eingebung hatten. Als ich mir sagte “Jetzt ist genau 19:00, solltest zur Europahalle aufbrechen” sagten sich dass aller noch zig andere. Ergebnis war – wir befanden uns in einer S1, die dann rappelvoll war und prompt wurde ein Gospel angestimmt. Nur das war dann so ein kompletter Gelenkzug mit bestimmt so 5 Gelenkgliedern sang von vorne bis hinten den Titel “Amen”. Was sich nur der Fahrer denken musste.

Von den beiden Gruppen etwas, was man als gegensätzlich bezeichnen kann. Der Oslo Gospel Choir hat sich von dem eigentlichen Gospelsingen distanziert und sich dem Worship verschieben, also eher gefühlvolle langsame Songs, sind aber ab und an auch noch Gospeltitel.

Natually 7 dagegen sind eine Acapellaformation, die auch durchaus Instrumente in Form von Mouthpercussion nachahmen. Da gibt es mal eine gefühlvolles “In the air tonight”, mal einen Gospel aber geht durchaus bin hin zu Hip hop. Allerdings wurde uns ganz frisch eine Neuigkeit verkündet. Das Konzert fing nämlich nicht gleich mit dem Oslo Gospel Choir an, sondern vorgeschaltet waren die Oslo Soul Children

Danach startete der Oslo Gospel Choir, in dessen Anmoderation ich erfahren hatte, dass Tore W. Aas vor 20 Jahren eine einfache Anzeige geschaltet hatte “Wir möchten gerne Gospel singen, wer hat Lust mit uns zu singen”. Die Resonanz soll so gewesen sein, dass eine ganze Schlage vor der Kirche sich befand und Tore erst einmal dachte, dass da was anderes staffinden würde. Aber nein, diese waren wegen seiner Anzeige gekommen. Und wie ich weiter hörte, manche von den Urmitgliedern, und den Chor gibt es jetzt 20 Jahre – sind immernoch dabei.

Nach etwa einer halbstündigen Pause in der Umgebaut und mal kräftig durchgelüftet wurde kamen dann Naturally 7 an die Reihe. Und immer wieder musste man sich zwingen und sich sagen, “nein – das ist alles menschliche Stimme, das Instrument existiert nicht”. Bei dem Mouth- und Bodypercussionsworkshop wurde beim Beatboxen kurz Naturally 7 erwähnt, dass das Beatboxen per Mikro auch einsetzen und hier natürlich auf höchstem Niveau.

Beim Galakonzert sah es dann so aus, hier eine Spezialversion vom Titel “In the air tonight”