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Gospelworkshop mit Adrienne Morgan-Hammond in Kirchzarten geht in die zweite Runde

Wednesday, April 27th, 2011

Ich erinnere mich an das erste Juliwochenende im Jahr 2010. Endlich hatte ich begriffen warum der “Höllentäler” eigentlich Höllentäler heisst. Verschwitzt und schweisgebadet war ich aus einen völlig überhitzten Doppelstockwagen in Kirchzarten ausgestiegen. Zur evangelischen Kirche in Kirchzarten war es zum Glück nicht weit, der Nase lang sich Richtung Schauinsland durchgeschlängelt mal links, mal rechts und schon war man stand man vor einem eher etwas modern wirkenden Kirchenbau am südlichen Ortsrand von Kirchzarten. In einem Seitenraum aufgebaut 1 lange Tischreihe, eine junge sympathische Dame lächelte einen an und bat einen noch um ein kurzes Autogramm. Relativ unscheinbar eine Farbige mit extrem kurzen Haaren.

Außer ihr und Workshopteilnehmern keiner da gewesen. “Marco, mein Mann ist heute Morgen mit dem Auto in Kölln gestartet, er wird wohl noch im Stau stecken” begann sie in etwa ihre Begrüßung. Das nächste was folge “hey, was ist das Problem – es scheint die Sonne, es ist ein toller Tag, wir fangen halt einfach mal so an”. Einstudiert wurde ein kleiner Kanon. Und wer jetzt meinte, er kriegt noch Noten dazu. Ein bisschen Text gab es. Hey, ihr Sopräner könnt das ja direkt super “komm schlag ein”. Die Melodie hatte sich schon verhältnismäßig gut eingeprägt. Auch Adrienne verfolgt den Weg, dass die Gospels lediglich per Textblatt einstudiert werden. Das ist auch die gängige Praxis in Lousianna, South Carolina und den amerikanischen Südstaaten, das die Gospels notenmäßig nicht niedergeschrieben werden.

Es folgten die Altstimmen, Tenor und die paar Bass-Stimmen. “Ruprecht, kannst Du vielleicht doch noch in den Tenor gehen und aushelfen”. Und die Dame hier, vielleicht wäre Tenorstimme auch noch günstig. Und schon war die Stimmstärke in etwa gegeben. “Aber Leute Liebe ist doch was gefühlvolles, die Liebe möchte da nicht angeröhrt werden”.  Und schon machte sie ein Beispiel “Die Liebe möchte es gerne so haben”. Leise und etwas soulig begann sie den ersten Textteil vorzusingen. Und man fühlte sich überwältigt. Da hatte man ja wirklich den Eindruck, die Sache ist gefühlvoll und der Horizont ist zwar erkennbar, liegt aber auf Distanz.

Am Samstag wurde gleich die Kühle des Morgens ausgenutzt. Da sie recht schnell gemerkt hatte, dass vorallem bei den etwas anspruchsvolleren Gospeln die Melodie noch nicht so schnell in den Kopf eindrang hatte sie eine tolle Idee. Es ging an die frische Luft  und jede Stimme bildete eine Kleingruppe für sich. Und sie war auch unter sich mit verhältnismäßig guten Abstand zu den anderen Gruppen. Man hatte am Freitagabend schon eine Ablaufänderung besprochen gehabt, am Samstag wirkte ein Deutschlandspiel rein und 2010 das Jahr der Fußball-WM in Afrika war, musste natürlich auf den Fußball rücksicht genommen werden.

Bereit am Samstagmittag gab es namentliche Deckung mit dem Titel “It was a great thing” von F.C. Barnes, der an diesem Workshop einstudiert wurde.

Auch dieser Titel wurde einstudiert.  Ich hatte ihn später bei einem Konzert in der Heilig-Kreuzkirche von Binningen gehört. Hier wurde er in einer mittleren Lautstärke kontinuiertlich gesungen.

“In einer Lautstärke – so möchte ich den Titel aber nicht haben” fing Adrienne an. Ihr fangt bitte flüsterleise an. Ich möchte den so haben, dass der Zuhörer gerade noch so wahrnehmen kann, dass hier ein Ton gesungen wird und nicht blos der Mund aufgemacht wird. Beim Singen merkte man plötzlich wie sich ein Spannungsbogen aufbaute und der Titel plötzlich eine gewaltige Dramatik kam. Dass Adrienne sich fast alle 5 Minuten über irgendetwas totlachen konnte, hat nach einiger Zeit gar nicht mehr gestört sondern vielleicht eher auflockernd gewirkt.

Und immer wieder gab es Alltagtipps. Beispielsweise “Ich war vor 2 Jahren bei einem Gospelkonzert von einem Chor aus Bonn – hatten an sich schön gesungen, alle Notenmappen vor ihrer Nase, aber jetzt kam die Schwierigkeit, an einer Stelle sollte geklatscht werden. Also was tun. Notenmappe wurde kurzfristig genommen, unter den Arm geklemmt, geklatscht, sofort Notenmappe wieder rausgekramt und vor die Nase gehalten – Leute aber soetwas geht gar nicht”. Und weiter “wie will man sich denn da richtig bewegen können”. Die allerbeste Annekdote von ihr, die mir eigentlich nochmal so richtig Kraft für Auftritte gegeben hatte war allerdings die wo Adrienne einen Auftritt hatte und vor ihr der Bürgermeister mit toternster Mine saß und zu ihr allen ernstes äußerte “ja wieso, in Deutschland freut man sich so (mit absolut toternster Mine)”.

In Jahr 2011 findet dieser Workshop am letzten Septemberwochenende statt. Es ist also damit nicht mehr zu rechnen, dass man beim Abschlusskonzert in seiner Galagadrobe schwitzen muss sondern die Temperaturen allenfalls noch angenehm warm sind.

Kontakt: Ina Saumer gospel.ws.kirchzarten[at]googlemail.com oder Telefon: (07661) 98 23 15

F.C. Barnes – Hintergründe zum Titel “It was a great thing”

Monday, December 20th, 2010

Gelernt hatte ich diesen Titel auf dem Gospelworkshop mit Adrienne Morgan-Hammond in Kirchzarten. Ein typischer Ostergospel, da hier auf Golgatha Bezug genommen wird.

Der Herr hatte mir all meine Sorgen genommen. Und als ich ihn verließ, war er trotzdem für mich da gewesen (hatte mich nicht fallen gelassen). Er hatte immer zu mir gestanden egal wieviele Probleme ich auch hatte. Als ich ihn verloren hatte, lies er mich nicht wie ein Umherirrender gehen. Er nahm mir meine Sünden und bewahrte meine Seele. Er säuberte mich und richtete mich auf.

Jesus starb auf Golgatha, so dass die ganze Welt ihn sehen konnte. Es war eine großartige Sache, dass er das für mich getan hatte.

Es war eine tolle Sache, dass er das für mich getan hat.
Es war eine tolle Sache, dass er mich auf diese Weise frei werden lies.
Jesus starb auf Golgatha, so dass die ganze Welt ihn sehen konnte. Es war eine großartige Sache, dass er das für mich getan hatte.
Es war eine tolle Sache, dass er das für mich getan hat.

Er war mein Arzt gewesen, er war mein Anwalt gewesen.
Mein Gott war gut zu mir gewesen, er war mein Freund gewesen.
Er war die Decke gewesen, in die ich mich kuscheln konnte, wenn ich mich alleine gefühlt hatte.
Und als ich verloren war, war er es, der mich aufgenommen hatte.

In dem Song geht es eigentlich um den Tod von Jesus und damit Verbunden die feste Meinung der Christen, dass in dem Moment Jesus die ganzen Sünden der Welt von den Menschen genommen haben soll und praktisch in den Himmel transportiert haben soll. Wenn man den Tod Jesus historisch betrachtet, dann wird man vielleicht davon ausgehen es gab hier jemanden, den gerade die römische Regierung als Scharlatan ansah und vielleicht als eine Art Sektenführer, der sein Volk auf eine bestimmte Sichtweise lenken wollte. Wie auch im Dritten Reich ist anzunehmen, dass man Schizofrene oder psychiatrisch auffällige Personen aus dem Verkehr ziehen wollte. In historischen Aufzeichnungen ist zu finden, dass Christus von Pontius Pilatus hingerichtet worden wäre, da es durch ihn zu Unruhen gekommen sei.

Dies wird im ersten Teil einer zweiteiligen Produktion im Rahmen der BibelTV-Sendereihe “Das Gespräch” erklärt

GolgathaGolgatha heisst übersetzt Schädelberg. Also eine Stätte, die für Hinrichtung stand. Zur damaligen Zeit benutzten die Römer gerne die Tötungsmethode der Kreuzigung. In der Bibel berichtet Matthäus in 28,11 von der Kreuzigung Jesus. Allerdings ist man uneins wo sich diese Stätte genau befunden hat, Matthäus sagt schlicht ausserhalb der Stadt und Johannes wiederum nahe der Stadt. Da an Gogatha viele vorbeigegangen sein sollen nimmt man an, dass diese sich in der Nähe eines Stadttores befand.

Um man den Tod Jesus aber komplett verstehen zu können, sollte man diesen auch unter theologischem Gesichtspunkt betrachten. Auch dies hatte BibelTV gemacht und dies im 2. Teil der Produktion im Rahmen der Sendereihe “Das Gespräch”.