Kirk Franklin – Hintergründe zum Titel Don’t cry


Kirk Franklin ist man in letzter Zeit durchaus häufig begegnet. In den Staaten ist er inzwischen ein mehrfacher Grammygewinner. Von ihm stammen neben diesem Song auch die Songs „Brighter day“, „Hosanna“, er hat auch an den Song von Bill Withers „Lovely day“ gecovert und mit anderen Gospelgrößen wie Donnie McClurkin oder Fred Hammond zusammengearbeitet.

Richard Smallwood wurde am 30. November 1948 in Atlanta, der Hauptstadt von Georgia geboren. Bereits im Jahre 1977 gründete er die Richard Smallwood Singers in Washington D.C. An der Howard Universität hatte er später Gesang und Klavier studiert. Ganz nebenbei hatte er dort den Howards First Gospel Choir gegründet. Erstaunlich zu lesen ist, dass er wohl schon in dieser Zeit mal in der Schweiz war und auf dem Jazzfestival in Montreux aktiv war.

Seine Karriere begann allerdings erst richtig 1982 mit dem Album „Richard Smallwood Singers“, das es auch in die Billboard Gospel Charts geschafft hatte. Mit vielen Musikern wie Destiny’s Child, Yolanda Adams, Karen Clark-Sherd, Chaka Khan und Tramaine Hawkins hatte er zusammengearbeitet. Für den Film „The preachers wife“ mit Whitney Houston schrieb er den Titel „I love the lord“. Bekannt ist von Richard Smallwood auch der Titel „Total Praise“.


Da beide, Kirk Franklin als auch Richard Smallwood schon mit vielen Gospelgrößen zusammengearbeitet hatten ist es naheliegend, dass diese auch mal gemeinsam arbeiten. Der Song ist solch eine Zusammenarbeit zwischen Kirk Franklin und Richard Smallwood.

Warum weinst du?
Er ist auferstanden
. Warum weinst du?
Er ist nicht tot

Warum weinst du?
Er ist auferstanden
. Warum weinst du?
Er ist nicht tot

Er hat alles auf diesem einsamen Schnellweg bezahlt (hey)
Und seine Salbung kann ich fühlen

Er hat sein Blut vergossen (oh oh oh)
Für meine Übertretungen (oh oh oh)
Und durch seine Wunden
sind wir geheilt

Warum weinst du?
Er ist auferstanden
. Warum weinst du?
Er ist nicht tot.

Also, während du durch die Lebensreise gehst (Reise)
Mach dir keine Sorgen, hebe deinen Kopf

Weine nicht
(oh oh oh)
Hör auf zu weinen
(oh oh oh)
Er ist auferstanden
Er ist nicht tot

Weine nicht
Wisch dir die Augen
Er ist nicht tot

(oh oh oh oh)
Weine nicht
Er schläft nicht
Jehova
Er ist es nicht tot

(oh oh oh oh)
Weine nicht
Wisch dir die Augen
Er ist nicht tot

(oh oh oh oh)
Weine nicht
Wisch dir die Augen
Er ist nicht tot

(oh oh oh oh)
Weine nicht
Wisch dir die Augen
Er ist nicht tot

(oh oh oh oh)
Weine nicht
Wisch dir die Augen
Er ist nicht tot

(oh oh oh oh)
Weine nicht
Wisch dir die Augen
Er ist nicht tot

Der Gospel passt von der Passionsgeschichte her direkt an den Songinhalt des Songs Calvery von Richard Smallwood. Es wird hier direkt Bezug auf die Momente der Osternacht genommen wo Maria Magdalena den Leichnam von Jesus besuchen möchte und plötzlich feststellt, dass der Stein bei Seite gerollt ist und von Jesus lediglich noch das Leichentuch zurückgeblieben ist. Und direkt erinnert man dann an den Engel, der sie aufklärt und sagt „Es gibt keinen Grund Trübsal zu blasen, zu weinen – denn er ist auferstanden“. Vor allem die Auferstehung von Jesus ist die Kernbotschaft des Titels „Celebrate Jesus celebrate“ oder auch „Celebrate, he lives„.

Im nächsten Block, „He pays it all on a highway“ kann man sagen, dass er alles bezahlt hat. In der Bibel wird wohl hier vorallem auf das Matthäusevangelium Kapital 18,15 Bezug genommen. Vermutlich auch an
die Leidensgeschichte von Jesus, dass dieser von Pilatus erst einmal in das Gefängnis gesteckt wurde und sich dort solange aufhalten sollte bis sein Schuld abgegolten wäre. Zu Schuld, Sünde und Vergebung gibt es auch eine interessanten Beitrag mit dem Titel „Die Grenze seiner Gnade„, erschienen in der Sinnsender.

In dem Song wird zwar kurz angesprochen, dass er sein Blut vergossen hat. Hier wird allerdings Bezug auf die Zeit nach der Kreuzigung auf Golgatha genommen. Genauso, dass man die Zeit jetzt gekommen sieht, dass er bereit für ein neues Leben ist, das dann nicht mehr auf der Erde stattfindet. Eine Predigt von Bischof Dr. Bätzing zur Osternacht im Limburger Dom beschreibt dies sehr gut.

Richard Smallwood – Hintergründe zum Titel Calvery

Golgatha, Golgatha, Golgatha, Golgatha
Golgatha, Golgatha

Sei gewiss, Jesus Er starb auf Golgatha
Sei gewiss, starb auf Golgatha

Kannst du die Hämmer nicht erklingen hören?
Hörst du nicht die Hämmer klingeln?

Hörst du nicht die Hämmer klingeln?
Hörst du nicht die Hämmer klingeln?

Hörst du nicht die Hämmer klingeln?
Hörst du nicht die Hämmer klingeln?
Gewiss, Jesus Er starb auf Golgatha
Sicher starb er auf Golgatha

Ah, Ah, Ah, Ah, Ah

Kannst du Ihn nicht Seinen Vater rufen hören?
Vater, Vater
Kannst du ihn nicht seinen Vater rufen hören?
Vater, Vater
Kannst du Ihn nicht hören… im Himmel?
Vater im Himmel

Ich weiß sicher, er starb auf Golgatha
Er starb auf Golgatha.

Sie steckten Nägel in seine Hände, Nägel in seine Füße,
aber er blieb am Kreuz. Nur für mich
Ich weiß, ich glaube, er starb
sicher, starb auf Golgatha,

eine Krone von Dornen auf seinem Haupt
Das Blut strömte herab
Er war am Kreuz
Sie verspotteten Ihn auf der Erde Gewiss starb
der Herr, ja Er starb
Gewiss, Starb auf Golgatha

Er hätte es nicht tun müssen
Er hätte sich befreien können
Er tat es nicht tun müssen
Aber Er blieb dort nur für mich
Sicher, sicher, sicher starb Er auf Golgatha
Gewiss, Starb am

Er starb, er starb, auf der Schädelhöhe

Der Gospelsong von Richard Smallwood passt genau zu dem was der Überlieferung nach am Karfreitag passiert war. Der Tod Jesus am Kreuz. In dem Song wird besonders der Moment beleuchtet an dem Jesus ans Kreuz genagelt wurde mit der Mahnung, dass dieser nicht auf natürliche Weise gestorben ist sondern dass sein Tod damals gewollt war. Immer wieder wird die Frage gestellt, ob man denn so gar nicht mitbekommen hat oder in dem Moment mitbekommt wie die Hämmer in der Umgebung zu hören sind wie diese auf die Nägel treffen, mit denen Jesus am Kreuz festgenagelt wird.

In der zweiten Strofe wird erwähnt, dass er zu seinem Vater, zu Gott ruft und praktisch um Gnade bittet. Jedenfalls hat man den Eindruck, dass er gerne möchte, dass dieser von seinem Vater erhöhrt wird. Ob dieser
ihn hört oder wie Gott über diesen Moment denkt, diese Fragestellung bleibt unbeantwortet. Oder viel mehr Richard Smallwood lässt in seinem Song diese Fragestellung erst einmal offen. Warum es so aussieht, dass er am Kreuz bleibt beantwortet der Gospel „It wasn’t the nails„. In der Kurzform heißt es dort, der Vertrag mit Gott würde ihm am Kreuz festhalten, ansonsten hätte er ja die Möglichkeit gehabt herunter zu steigen.

In der Beschreibung wie Jesus am Kreuz befestigt wurde und die Aussage „für mich gestorben“ erinnert an eine Predigt zum 9. Hebräerbrief.

Die Leiden, die Jesus am Kreuz mitunter durchmacht, aber vielleicht auch die Erlösung die Jesus durch Gott erfährt wird in der Predigt erwähnt. Im letzten Absatz wird nochmal hinterfragt warum sich Jesus so entschieden hatte, es so gekommen war. Wenn man es mit dem Leben und Wirken von Jesus in Vergleich gesetzt hätte, dann hätte er auch da sagen können dass er unsterblich ist und sich dementsprechend entscheiden können. So passt auch die Textfloskel bei der katholischen Eucharestiefeier „Er nimmt hinweg die Sünde der Welt“. Das Jesus sich selbst als Opfer hinstellt und mit seinem Tod die Sünden der Welt hinweg nimmt wird auch im Galaterbrief beschrieben.

Matisyahu – Hintergründe zum Titel one day

Für mich war der Musiker Matisyahu, der Ende Juni 1979 in West Chester im US-Bundesstaat Pennsylvania recht unbekannt. Der Begriff Matisyahu ist auch sein Künstlername, denn eigentlich heißt er Matthew Paul Miller. Er ist Sohn jüdischer Eltern und fand als Jugendlicher bei einem Aufenthalt in Israel zu einer besonderen Form des Judentums.

Das Lied, dass vermutlich so um 2015 entstanden sein könnte, könnte ursprünglich mit dem Spannungen in Nah-Ost und dem Konflikt Israel mit dem Westjordanland gestanden haben. Mit den jetzt ganz neuen Konflikten in der Ukraine und den durch Russland erfolgten Angriffskrieg denke ich hat der Song eine völlig neue Bedeutung erhalten und ist im Moment so aktuell wie nie zuvor.


[Intro]
Ooo-ahoo, ah-yah-ahha
Am-aba-ah-ah-oh-oh
(Eines Tages, eines Tages, eines Tages)
Am-ah-ah-ah-oh-oh

Manchmal liege ich unter dem Mond und danke Gott, dass ich atme. Dann bete ich : „Nimm mich
nicht bald, denn ich bin aus einem Grund hier“

[Pre-Chorus]

Manchmal ertrinke ich in meinen Tränen
Aber ich lasse mich nie davon unterkriegen
Wenn also Negativität umgibt
Ich weiß, dass sich eines Tages alles umdrehen wird, weil…

[Chorus]
Mein ganzes Leben lang habe ich darauf gewartet, ich habe dafür gebetet, dass die Leute sagen, dass wir Kämpfe nicht mehr wollen – nicht mehr, es wird keine Kriege mehr geben und unsere Kinder werden spielen. Eines Tages (eines Tages), eines Tages (eines Tages), eines Tages (Oh-oh-ohh)

Eines Tages (eines Tages), eines Tages (eines Tages), eines Tages (Oh-oh-ohh)

Es geht nicht um Sieg oder Niederlage, weil wir alle verlieren, wenn sie sich von den Seelen der Unschuldigen ernähren, von dem Blut durchnässte Fahrban
Bewegen Sie sich weiter, obwohl das Wasser tobt
In diesem Labyrinth können Sie sich verirren (Ihren Weg)
Es könnte Sie verrückt machen, aber lassen Sie sich nicht davon abbringen, auf keinen Fall
[Pre-Chorus]

[Alle]

Mein ganzes Leben habe ich darauf gewartet (Warten auf)
Ich habe gebetet (Beten für) Dass
die Leute sagen,
dass wir nicht mehr kämpfen wollen (Kämpfe nicht mehr)
Sie werden Sei kein Krieg mehr (Kein Krieg mehr)
Und unsere Kinder werden spielen
Eines Tages (eines Tages), eines Tages (eines Tages), eines Tages (Oh-oh-ohh, eines Tages)
Eines Tages (eines Tages), eines Tages ( Eines Tages), eines Tages (Oh-oh-ohh)

[Bridge]

Eines Tages wird sich das alles ändern, die Menschen gleich behandeln.
Hör auf mit der Gewalt, nieder mit dem Hass
Eines Tagen werden wir alle frei sein und stolz darauf,
unter derselben Sonne zu sein und Freiheitslieder singen wie:

warum – ooh, warum – ooh
eines Tages, eines Tages

Mein ganzes Leben habe ich darauf gewartet, dass
ich gebetet habe, dass
die Leute sagen (Ay-yay-yay-yay-yay-oh)
Dass wir nicht mehr kämpfen wollen (Ay-yay- yay-yay-yay-oh) Sie werden
keinen Krieg mehr sein
Und unsere Kinder werden spielen Oh-oh-ohh) (Warum-ohhh, warum-ohh-ohh-ohh) Eines Tages (eines Tages), eines Tages (eines Tages), eines Tages (Oh-oh-ohh) [Outro] Ooo-ahoo, ah -yah-ahha Am-aba-ah-ah-oh-oh (Eines Tages, eines Tages, eines Tages) Am-ah-ah-ah-oh-oh

———————————————-

Eigentlich würde man bei der ersten Zeile sich eher vorstellen – Ich liege unter der Sonne und genieße das Leben gerade. Viel eher könnte in der ersten Zeile gemeint sein, dass es bereits dunkel ist – man den Tag noch einmal revue passieren lässt, es ist soviel passiert an diesem Tag – Dinge, die man sehr warscheinlich nicht haben wollte und man das einzigste Gefühl hat jetzt mal Gott „danke“ zu sagen und zwar „danke, dass ich überhaupt atmen darf“. Und dies verbunden mit einem Wunsch, bitte einem am Leben lassen, man hat eine Mission und möchte noch etwas in Ordnung bringen, mal eben die Welt retten oder einfach nur hoffen, dass alles schnell vorbei ist und man die Chance auf ein neues und schönere Leben bekommt. So mancher Gedanke bei den Flüchtlingen aus der Ukraine.

Der nächste Textblock drückt direkt die Gefühle aus, die ein Kriegsopfer wohl durchmacht. Man könnte den ganzen Tag nur weinen. Man könnte vielleicht 1 Jahr durchweinen, aber was bringt es. Den Personen, die hier was angezettelt haben, denen ist das egal. Innere Stärke zeigen – jetzt nicht aufgeben. Und man spricht einen Apell an sich selbst aus „nein – ich werde mich von all dem nie runterkriegen lassen“.

Fotorechte: Tagesschau
Foto: Mary Ostrovska (dpa) für Badische Zeitung

Wenn ich mich erinnere wann der Song entstanden ist, so um das Jahr 2015 war der Syrienkrieg und die vielen Flüchtlinge, die aus Syrien kamen genug vom Krieg hatten. Sie hatten schon zu diesem Zeitpunkt sich herbeigesehnt, dass der Krieg vorbei ist. Bei den Bildern des gesprengten Baaltempels in Palmyras und all die Sehenswürdigkeiten aus der Antike hatte ich mir nur sagen können – ein Glück, dass ich die noch zu sehen bekommen haben wo noch alles heil war. Es wäre so schön, um wahr zu sein, wenn es auf der Welt keine Kriege mehr geben würden und sogar Kinder friedlich miteinander spielen können. Der Ukrainekonflikt zeigt uns im Moment, dass die Realität anders aussieht.

In dem Song ist auch von der duch Blut durchnässte Fahrbahn zu hören. Als ich auf der Suche war, wie man eigentlich die Erleichterung beschreiben kann und ob es hier vielleicht einen Bibelbezug findet, da stieß ich auf den Erzengel Michael und seine Botschaft. In dem Video gibt es Erzählungen wo die Michaelstatue in Kiew schwarz eingefärbt wurde und von einer Erscheinung des Engel Michaels, der aus dem Kopf blutete.

Der Erzengel Michael, der auch in dem Standbild des Videos kurz dargestellt wird hat für viele auch eine spirituelle Bedeutung. Sehr häufig wird dieser mit einer blutähnlichen Substanz dargestellt, die von seiner Stirn tropf. Die Bewandnis des Blutes und in welcher Verbindung sie mit Krieg, blutvergießen und Menschenleid steht wird in einem Beitrag im Magazin CNA, der katholischen Nachrichtenagentur gut beschrieben.

Die Gefühle jetzt endlich in Freiheit leben zu können, geachtet zu werden und das aus politischem und geschichtlichen Aspekt wird vielleicht anhand der Person F.W de Klerk anschaulich, der im Schatten von Nelson Mandela stand und in Südafrika der erste Präsident war, der sich gegen Appartheid aussprach. Und die Einwohner hatten davor jahrzehntelang, wenn nicht sogar fast ein Jahrhundert lang unter Unterdrückung gelitten und waren aufgeteilt in Personen weißer Hautfarbe, die so gut wie alles durften und eben den Schwarzen, die nach der Ansicht der Weißen lediglich geduldet waren. Dabei waren die dunkelhäufigen Menschen sogar die Ureinwohner der afrikanischen Stämme gewesen, die man damals kolonialisiert hatte.

Ein Satz aus De Klerks Antrittsrede war „Südafrika wird nie mehr das sein, was es einmal war“ und das sorgte natürlich für eine Überraschung und vielleicht sogar einen ordentlichen Rums. Hatte man Südafrika davor sogar mit internationalen Sanktionen belegt gehabt. Das kommunistische Gegime wurde aufgelöst, Inhaftierte freigelassen und genauso wurde der inhaftierte Nelson Mandela wurde freigelassen. Und es sollte später sich zeigen, dass De Klerk mit seine Worten „Und wir werden zeigen, dass wir es schaffen werden aus Südafrika einen friedlichen Staat zu bilden“. Andere Beispiele ist die Stimmung als die Ostdeutschen realisierten, dass das Ende der DDR verkündet wurde. Das die Grenzen geöffnet wurden und begonnen wurde erste Fragmente aus der Berliner Mauer zu entfernen. Auch was das Civil Rights-Movement bewegen konnte sind alles Zeichen wie man friedliches Miteinander entwickeln kann und was sich an Erleichterung bei den Menschen breitgemacht hat und breitmacht, wenn sie plötzlich wieder Dinge tun können, die sie auf eine geschätzte Ewigkeit nicht konnten.

Kirk Franklin – Hintergründe zum Titel The night that christ was born

Mehr bekannt von Kirk Franklin sind die fetzigen Titel wie „Hosanna“, „Brighter day“, „Lovely day“ oder auch „Love Theory“. Allerdings gibt es von ihm auch besinnliche Titel wie dieser Song beispielsweise.

[Chorus:]
Höre auf die Engel, die
sich so süß freuen
Die Herrlichkeit des Himmels empfangen
Die Nacht, in der Christus geboren wurde
[Repeat]

[Chorus II]
Kannst du nicht sehen, wie die Menschen
aus jeder Nation kommen
und um Erlösung bitten Die Nacht, in der
Christus geboren wurde?

[Repeat Chor I & II]

[Chorus III]
Oh so ein wunderbarer Retter
In einer Krippe geboren zu werden
, damit ich seine Gunst teilen kann
Und mein Herz neu gemacht werden

[Chorus IV]
Höre auf die Trompeten
Rufen durch die Dunkelheit
Schreie ‚heilig‘ , heilig‘
Die Nacht, in der Christus geboren wurde

[Wiederhole Chor III und IV] [Repeat Chorus

III]

Höre den Trompeten zu, die
durch die Dunkelheit
rufen „Heilig, heilig“
schreien (Nun, sieh den Retter)
Die Nacht, in der Christus geboren wurde

Wann genau Jesus, der gerne auch als Christus bezeichnet wird, geboren wurde weiß man eigentlich gar nicht genau. Die einen meinen, dass es gegen Ende Dezember sein müsste. Andere meinen, dass es gegen Anfang Januar sein könnte. Aus dem Grunde gibt es bei den Katholiken den 6. Januar, „Drei Könige“. An diesem Datum feiern auch die Orthodoxen ihr Weihnachtsfest.

Schon in der ersten Strofe wird auf eine Zentralstelle aus der Weihnachtsgeschichte Bezug genommen.
Engel verkünden „Euch wird heute der Heiland geboren. Dieser wird ein Kind sein, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Heiland wird häufig auch Erlöser oder Erretter gesehen. Da man ein Kind nicht einem großen Feldherren gleichsetzen kann, kann man ein solches nur stellvertretend betrachten und das erklärt für mich auch warum man hier von der Herrlichkeit des Himmels spricht. In der Bibel wird ja auch erwähnt, dass die junge Frau Maria mit Gott ein Kind gezeugt hatte und sozusagen gegenüber Josef auch fremd gegangen war, da sie in dem Moment ein Verhältnis mit Gott hatte.

Die zweite Strofe bezieht sich schon mehr auf die Predigt in dem Video oder auch der Predigt aus dem Kloster Engelport zum 6. Januar 2021. Es waren Astronomen oder hier einfacher ausgedrückt Sterndeuter, die erfahren hatten, dass der Messias geboren werden sollte. Eine Gestalt, die in der damaligen Zeit als jemand betrachtet wurde, der die Menschheit erlösen sollte. Der einen Wandel herbeiführen kann und zwar einen Wandel zum Guten und zu einem gewissen Glücksgefühl. Sie sahen es als Ehre an dieses kleine Kind zu huldigen. Auch heute ist es ja so, dass in der Weihnachtszeit viele Gläubige nach Jerusalem strömen, um die Geburtskirche zu besuchen. Jenen Ort, von dem man annimmt, dass dort Jesus das Licht der Welt erblickt hatte.

Die nächten 2 Strofen erklären sich auch durch die Bibelstelle Matthäus 2,1-12. Trompeten sind in der Bibel häufig Instrumente, um etwas mitzuteilen. In diesem Zusammenhang können diese als Botschafter der frohen Botschaft betrachtet werden. „Es ist soweit, jemand bedeutsames ist da“. Bei den Mauern von Jericho wurden sie sogar als Waffe oder als eine Art Überzeugungsmittel eingesetzt. Wenn es sein muß, dann schafft es auch der Lärm von Trompeten und Posaunen Mauern, die in den Wüstensand gesetzt wurden zu Fall zu bringen. Durch die Worte „heilig, heilig“ verkünden hier, hier ist nicht einfach ein Klaus Müller oder eine Petra Mustermann gerade geboren. Es ist der Messias, König der Juden. Jemand, der würdig ist als heilig bezeichnet werden zu können.

Die Trompeten sind auch Kernelement in der 4. Stofe, die zudem in dem Song auch wiederholt wird. Im Altertum und auch im Mittelalter. Im Mittelalterlexikon ist davon zu lesen, dass deren strahlender Klang von Macht und Pracht künden sollte. Das zweitere wird wohl beim Jesuskind gelten. Macht wird viel zu schnell militärisch gesehen und dabei ist der Sohn Gottes eher ein friedlicher Mensch. Die Macht nutzt er später eher in anderen Dingen, in Form von Wundern und Fähigkeiten die Sterbliche eher selten haben. Lange Zeit war das Trompetenspiel nur der Juristerei vorbehalten. So etwa im 15. Jahrhundert hatten auch Städte Trompeter eingesetzt.

John P. Kee – Hintergründe zum Titel It will be alright

„Es wird alles gut“, diese Worte hört man gerne von einem Mitmenschen, wenn dieser meint einen trösten zu müssen. Abgekürzt als „Alles gut“ benutzt man gerne, um in einer Situation zu beruhigen. Bereits in der Bibel benutzt der Prophet Jesaja die Worte „Alles wird gut“ und auch im Lukasevangelium ist solch eine Stelle zu finden. Es existiert eine Predigt zu Jesaja 29. In der Predigt wird auf viele Situationen im menschlichen Leben eingegangen. Zu Beginn wird allerdings eine landwirtschaftliche Situation vorgestellt, wie man sie in Nah-Ost durchaus begegnen kann. Sehr häufig ist dort das Land eher verkarstet, gerade in den Sommermonaten ist vieles vertrocknet und nicht sehnlicher wünscht man natürlich sich Land, was bearbeitet werden kann und von dem man mal Obst und Gemüse ernten kann.
Jetzt weiter betrachtet "Es wird alles gut, wenn ich es in die Stadt schaffe" lässt es im christlichen Bezug erkennen, dass hier wohl Jerusalem gemeint ist. Jerusalem die heilige Stadt für viele Religionen. Hier die Hintergründe zur heiligen Stadt.

"Jesus wird es richtig machen" - alleine das sehe ich als Glaubens- oder Vertrauenssache an. Von Menschen ansicht sagt man, jeder macht mal Fehler. Bei Jesus hingegen als Gottes Sohn ist er der einzigste Mensch, der unfehlbar ist. In der Bibel wird er als der Weise dargestellt, der gewisse Coach, der den Menschen von damals aufgezeigt hatte was wohl vernünftig ist, er hat Momente der Selbstreflektion den verschiedensten Menschen gegeben. Man hatte ihm vertraut, vorallem seine Jünger hatten dies getan. Leider nicht alle Juden, sonst wäre er nicht am Kreuz gestorben.



Jesus ist mein Freund oder in dem Fall Jesus wird mein Freund. In etwas anderer Form ist dies auch der Songinhalt des Gospel "I am a friend of god" von Israel Houghton. Es sagt viel aus, zum einen Jesus oder in dem Fall Gott liebt mich. Ein Freund ist allerdings auch eine Person, der man vertraut, von der man weiß sie ist für einen da, wenn sie gebraucht wird, man kann Zusammenhalt erwarten. Sie gibt einem häufig auch Kraft Dinge durchzustehen oder Dinge gemeinsam in die Hand zu nehmen und zu verwirklichen.

Zum Punkt "Gott behält immer Recht" habe ich einen interessanten Beitrag aus einer theologischen Zeitschrift gefunden, in dem eine kleine Aufzählung gemacht wird wie vielfältig es verstanden werden kann, warum Gott es wohl stets richtig macht. Der Text mag sich vielleicht etwas missionarisch lesen. 

Kontroverser und mehr hinterfragt ist der Beitrag "10 Lügen, die wir gerne glauben" der beispielsweise die These aufstellt mit "Gott ist ein Erbsenzähler" oder "Nur gute Menschen kommen in den Himmel". Ansichten, die viele Menschen von uns haben. Ob das so stimmt wird dann im entsprechenden Klappentext erläutert. 

In dem Abschnitt "kommen nur gute Menschen in den Himmel" wird auch Lukas 23,39 - 43 erwähnt.In dem Bibeltext wird Unterschied von zweier Ansichten deutlich. Herodes und Pilatus waren überzeugt, dass Jesus unschuldig ist. Allerdings das jüdische Volk war da anderer Ansicht und meinten, dass er das Volk aufwiegelt und er offensichtlich das Volk erziehen wollte in einer bestimmten Richtung zu handeln und Dinge in einer bestimmten Art zu sehen. Auch heute ist es in der Justiz eine Abwägung von guten und schlechten Dingen, die dann ein Urteil über "schuldig" oder "nicht schuldig" bilden.

Der Rest im Song ist meiner Meinung nach teilweise eigene Erzählung des Songwriters oder Elemente, die Kernaussagen des Songs einfach verstärken sollen. Dies ist auch durch die Platzierung der Vamps ganz geschickt gelöst.

2 Monate Gelegenheit für ein Farewell des Oslo Gospel Choirs

Wie sehr viele Gospelchöre, so wurde auch der Oslo Gospel Choir im Jahr 1988 gegründet. Es gibt nur wenige Gospelchöre, die älter sind. Den Gospeleinfluss hatte Tore W. Aas, Gründer und Leiter des Oslo Gospel Choirs allerdings 8 Jahre vorher gehabt und wurde stark von der amerikanischen Gospellegende Andre Crouch geprägt. Ursprünglich hatte er lediglich vorgehabt einmal im Jahr einen Workshop für gospelinteressierte Sänger anzubieten, stattdessen kam es zur Gründung des OGC.

Recht früh hatte sich Tore W. Aas der Stilrichtung Worship verschrieben. Also Lobpreislieder zu Ehren Gottes und Jesus. Charakteristikum der meisten Worshipsongs ist, dass sie eher ein langsames bis moderates Tempo haben und keine umfangreiche instrumentale Begleitung benötigen. Teilweise reicht hier bereits ein Klavier oder eine Akustikgitarre als Begleitung bereits aus. Neben der klassischen Gospelbandbesetzung aus Keyboard, E-Gitarre, E-Bass und Schlagzeug kam allerdings manchmal auch eine Hammond-Orgel oder auch mal ein Bläsersatz hinzu.

Mit vielen Tourneen bewiesen die Norweger, dass sie kein Gospelchor sind, der nur daheim bleibt.

So gastierte der OGC durchaus in der Schweiz wie oben in Wintertour, sangen zusammen mit Gospelchören wie den Goldenharps, dem Laki Popchor und anderen. Sogar an Workshopprojekten beteiligten sie sich. Ich kann mich erinnern, dass sie in Nürnberg ein Jubiläum gefeiert hatten und auch hier ein Workshopchor zusammen gestellt worden war.

Galakonzert 2010 beim Gospelkirchentag in Karlsruhe
Gerne hatte die Creative Kirche Tourneen des Oslo Gospel Choir begleitet oder den OGC bei ihren Großveranstaltungen wie beim Gospelkirchentag 2010, dem ersten in Karlsruhe, eingesetzt. Im Jahr 2010 waren sie zusammen mit Naturally 7 der feste Bestandteil des Galakonzertes gewesen.

Wohl einer der ersten Songs des Oslo Gospel Choirs war „Shine your light“. Dass sie allerdings auch schwungvoll können beweist der Titel „Born again“. So ziemlich der einzigste Titel, der es sogar ins Repertoire des Freiburg Gospel Choir geschafft hatte.

Der Titel „Breathe“ ist hier gegen zum fetzigen „Born again“ das totale Gegenteil. Eher insich gekehrt, verhalten und leise klingt der Song, wenn er ideal interpretiert wird. Das Wort ansich ist das selbstverständlichste der Welt Atem. Ja gut, ohne kein atmen gibts für einen auch kein Leben. Und genau darum geht es, spüren was man alles eratmen kann. Man riecht plötzlich die pure Natur, vielleicht das Nadel- oder Laubholz im Wald, Wiesenblumen, den Durft frisch aufgebrühten Kaffees morgens usw. Im Endeffekt wird allerdings das Bewußtsein geschäft und gerade in Verbindung mit dem christlichen Glauben ist Tore W. Aas wichtig.

Zuletzt hatte sich Tore W. Aas mit einer musikalischen Umsetzung des Messias-Oratorims beschäftigt. Zuvor hatten dies zwar auch Händel und Quincy Jones getan, Aas hatte hier allerdings seine eigenen Ideen gehabt und hier gefühlvolle Balladen mit fetzigen Songs, die durch mitreißen können gemischt. Das Musical endet mit dem Song „Halleluja! Christ is risen“.

Die Abschiedstournee des Oslo Gospel Choir geht vom 13.01. bis zum 21.03. in den verschiedensten größeren Städten in Deutschland. Tickets gibts u. a. im Shop der Creative Kirche.

Richard Smallwood – Hintergründe zum Titel Faith

[Vers 1:]
Es gibt Zeiten, in denen Widrigkeiten
scheint, Ihr Leben zu übernehmen.
Zweifel und Ängste scheinen den Kopf zu trüben
und Verwirrung ist alles drin.
Aber es gibt eine Nachricht für Sie, mein Freund
und ich weiß, dass dieses Wort wahr ist,
nur den Glauben eines Senfsamens haben
und es gibt nichts, was sie nicht tun können.

[Chor:]
(Wenn Du den Glauben hast) kannst du Berge versetzen.
(nur den Glauben bewahren) nichts ist unmöglich.
(Halten Sie an Ihrem Glauben) sie werden Sie überwinden
(nach eurem Glauben) nur glauben, und es wird geschehen.

[Vers 2:]
Ihr Fluss scheint zu schwer zu überqueren
und deine Berge zu schwer zu erklimmen,
aber du eroberst deine Umstände.
Wenn Sie diesen Gedanken im Hinterkopf behalten:
Glaube ist die Substanz des Erhofften
und die Beweise für Dinge, die nicht gesehen wurden;
wenn du durch Glauben und nicht durch Anblick gehst,
Sie können Ihren Traum verwirklichen.

[Chor]

[Brücke:]
(Glaube) Glaube,
(glaube) möchte es gerne haben.
(Glaube) Glaube,
(Glaube) braucht es wirklich.
(Glaube) ohne Glauben ist es unmöglich
(Es ist unmöglich, Ihnen zu gefallen)

[Chor]

[Vamp:]
Glaube, [x3]
Senfkorn

Gerne äußert man es gerne mal mit den Worten „es wächst mir gerade alles über den Kopf“ oder schlicht „es ist mir gerade zuviel“. Gemeint sind dann Umstände, bei denen man sich erst einmal sortieren muß. Sie machen einen erst einmal sprachlos, da man damit nicht gerechnet hat. Meist sind dies auch unschöne Dinge, bei denen man gar nicht damit gerechnet hatte, dass sie passieren. Aber sie sind nunmal da und es gilt auch diese zu lösen. Zuversicht und Vertrauen sind jetzt gefragt. So könnte man die ersten Zeilen des Songtextes beschreiben.

Der Pfarrer Jens Juninger hat dies in seiner Predigt über 5. Römerbrief, 1 bis 5 sehr schön zum Ausdruck gebracht. Zuversichtlich sein und sich seinen Problemen stellen, daran glauben dass man es schafft. Vor etwas resignieren, also den Kopf in den Sand stecken nur weil man jetzt verwirrt ist. Vielleicht verzweifelt an der Situation und erst einmal nicht mehr weiter weiß. In der Predigt wird auch auf Situationen aus dem zweiten Weltkrieg kurz eingegangen. Sich hinterfragen, einfach mal Ding die das damalige System einfach verlangt hatte zu hinterfragen ob diese gut sind – ob man diese für sich vertreten kann. Hier eben auch einmal einen Befehl verweigern.

Es ist manchmal vielleicht gar nicht viel verlangt. Das Senfkorn ist hier stellvertretend. Der Senfsamen ist klein. Alleine betrachtet vielleicht sogar unbedeutend. Setzt man diesen Samen allerdings in die Erde, gießt ihn an und lässt ihn wachsen entsteht vielleicht eine neue Senfpflanze. Genauso kann man es mit verschiedensten Dingen im Leben betrachten. Alleine kann man vielleicht nicht viel ausrichten. Wenn man aber an eine Sache glaubt und vielleicht sogar einige seiner Mitmenschen überzeugen kann, dann kann etwas bewegt werden.

Auf Angst eingehen – https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/psychologie/angst/index.html

Angst wird definiert, dass man das Gefühl hat es ist einem etwas unheimlich und man fühlt sich der Situation ausgesetzt, oft auch erst einmal hilflos. Es hat in gewisser Weise auch mit einem Schutzreflex des Menschen zu tun. Wenn man seine Angst besiegen will, dann muß man diese überwinden. Es gehört Mut dazu und auch ein gewisser Ansporn es einfach trotzdem zu tun. In dem Fall möchte man nicht, dass einem der Kopf getrübt wird, man möchte gerne den Durchblick haben und klar denken können.

Auch eine Vision hat mit Überwindung zu tun. Im übertragenen Sinne kann man hier das Senfkorn betrachten. Es fängt erst einmal mit einer Idee oder auch einem Gedankenspiel an. Wenn man jetzt gleich Angst hat, dann verwirft man sehr schnell diesen Einfall. Man kann es allerdings wie beim Senfkorn mit dem Gießen machen, man gibt seinem Einfall den Raum und die Zeit sich zu entwickeln. Es entsteht eine Vision, die verfolgt wird. Im Zusammenhang mit Führung wird es in obigem Video erklärt.

Im Refrain, den der Chor singt kommt es bereits zur Sprache Glaube kann Berge versetzten, es ist auch eine Textphrase der Predigt „Glaube, der Berge versetzt„. Es wird zu Beginn der Predigt auf den Placeboeffekt von Medikamenten gesprochen. Also Tabletten, die eigentlich gar keine Wirkung haben und trotzdem wirken, weil der Patient an seine Heilung dadurch glaubt. In der Predigt wurd ein Kernelement des Songs angesprochen, der der Bibelstelle Matthäus 17,20 entspricht.

„Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so könnt ihr sagen zu diesem Berg: Heb dich dorthin!, so wird er sich heben…“

Die Theologen sind überzeugt, dass Glaube im biblischen Sinne keine wage Hoffnung sondern eine feste Zuversicht ist. Wenn richtig geglaubt wird, dann ist man von den guten Ausgang also voll überzeugt.

Agst und ihre Überwindung im psychologischen Sinne wirsicherlich anschaulich in der SRF-Dou erklärt, in der ein Betroffener aus seinem Leben erzählt. Weiter oben wird die Überwindung in einem anderen Zusammenhang beleuchtet, da geht es um Visionen.

Heute hat man Visionen. In den Zeiten der Bibel waren es durchaus auch Voraussagen – es wird etwas eintreten. In einem der Hebräerbriefe ist man schon von der Kreuzigung Jesus davon fest überzeugt, dass dieser aufersteht. Ein Ereignis, das später auch eintraf. Im zweiten Korinterbrief steht beispielsweise eine Stelle „Schwachen mächtig ist“. Auch hier im übertragenen Sinne, auch ein Senfkorn kann was bewirken.

„Glaube ist die Substanz des Erhofften“ kann man vielleicht so deuten, vorallem wenn man es in Verbindung mit dem setzt „dass man Dinge erlebt, die man nicht sieht“, dass hier der lebendige Glaube gemeint ist. Damit ist auch gemeint, dass beim lebendigen Glauben auch die Zuversicht dahintersteckt. Beim toten Glauben stelle ich mir dann vor, dass man sagt man nimmt es halt mal so an, weil man dafür keine Erklärung findet und man es aber gerne einsortieren möchte.

In dem Video wurden schon verschiendenste Stellen aus der Bibel erwähnt. Zurückgesprungen auf den Songtext würde ich sagen, dass Richard Smallwood sich wohl auf Jakobus 2 bezieht. Hierzu gibt es eine schöne Predigt mit dem Titel „Wo der Glaube Hände und Füße erhält„. In dieser theologischen Abhandlung erklärt die weitere Aussage des Songtextes vielleicht ganz simpel mit dem christlichen Glauben so wie in den Gottesdiensten immer wieder angesprochen wird und dem Leben vor der Kirchentür. Soll man plötzlich all das in dem Kirchengebäude zurücklassen was man sich da vielleicht vorgenommen hat oder soll man vielleicht das ein oder andere im Umgang mit anderen Menschen beherzigen oder einfach tun. Vielleicht das ein oder andere Ding was in einer Predigt vermittelt wurde einfach in seinem Alltag umsetzen.

Barcley James Harvest – Hintergründe zum Titel Hymn

Das Tal ist tief und der Berg so hoch
Wenn du Gott sehen willst, musst du dich auf die andere Seite bewegen
Du stehst da oben mit deinem Kopf in den Wolken

Versuchen Sie nicht zu fliegen, Sie wissen, dass Sie möglicherweise nicht herunterkommen
Versuche nicht zu fliegen, lieber Gott, du kommst vielleicht nicht runter
Jesus kam vom Himmel auf die Erde herab
Die Leute sagten, es sei eine jungfräuliche Geburt
Jesus kam vom Himmel auf die Erde herab

Die Leute sagten, es sei eine jungfräuliche Geburt
Die Leute sagten, es sei eine jungfräuliche Geburt

Dafür haben wir ihn getötet, hochgenagelt

Er stand wieder auf, als wollte er uns fragen warum
Dann stieg er in den Himmel
Als ob du allein in Gott sagen willst, dass du aufsteigst

Wie um in Gott zu sagen, fliegen wir allein

Er erzählte großartige Geschichten vom Herrn
Und sagte, er sei der Retter von uns allen

Er erzählte großartige Geschichten vom Herrn
Und sagte, er sei der Retter von uns allen
Und sagte, er sei der Retter von uns allen

Das Tal ist tief und der Berg so hoch
Wenn du Gott sehen willst, musst du dich auf die andere Seite bewegen

Du stehst da oben mit deinem Kopf in den Wolken
Versuchen Sie nicht zu fliegen, Sie wissen, dass Sie möglicherweise nicht herunterkommen
Versuche nicht zu fliegen, lieber Gott, du kommst vielleicht nicht runter

Das Tal ist tief und der Berg so hoch

Wenn du Gott sehen willst, musst du dich auf die andere Seite bewegen
Du stehst da oben mit deinem Kopf in den Wolken
Versuchen Sie nicht zu fliegen, Sie wissen, dass Sie möglicherweise nicht herunterkommen
Versuche nicht zu fliegen, lieber Gott, du kommst vielleicht nicht runter

Barcley James Harvest hatte das Lied vorallem für den sogenannten Club 27 geschrieben. Zum Club 27 gehören folgende Personen:

Brian Jones, 3. Juli 1969 (†)
Jimi Hendrix, 18. September 1970 (†)
Janis Joplin, 4. Oktober 1970 (†)
Jim Morrison, 3. Juli 1971 (†)
Kurt Cobain, 5. April 1994 (†) – Tod durch Kopfschuss
Amy Winehouse, 23. Juli 2011 (†) – Alkoholvergiftung

Wie ich erfahren haben soll die Gruppe Barcley James Harvest diese Musiker immer bei ihren Auftritten erwähnt haben. Dazu kann ich schlecht was sagen, da ich von dieser Gruppe lediglich eine Maxi-Single besitze und mein Musikgeschmack zu dieser Zeit eher am Mainstream der Ende der 80er aktuellen Chartmusik, die vorallem durch die Video Hitparade „Formel 1“ geprägt war, orientierte.

Es mag der Leistungsdruck sein. Immer mehr geben zu müssen. Zuerst sind es die Berge, die man erklimmen mußte. Endlich steht man mit einem Hit oben und schaut auf seine Menge an Fans herunter. Doch nach einiger Zeit ist der Titel nicht mehr angesagt – „Ieh, das ist doch out heißt es“. Man sieht sich plötzlich in einem tiefen Tal, denn man muß nachliefern. Man will ja jemand sein.

Die Zeile „Wenn Du Gott sehen möchtest, dann mußt Du auf die andere Seite“ kann man verschiedentlich auslegen. In den Zeiten der Underground Railroad hätte man gesagt – „wenn Du Gott begegnen möchtest, dann mußt Du Dich auf den Weg ins gelobte Land nach Kanada aufmachen“. Oder ganz extrem hatte es Kurt Cubain gemacht, der sich das Leben genommen hatte, um ein besseres Leben zu haben, da er das Leben auf der Erde offensichtlich nicht mehr ausgehalten hatte. In seinem Abschiedsbrief soll gestanden haben „lieber in Flammen aufgehen als langsam verglühen“.

Fotorechte: National Geography, Washington DC

Man kann es auch aus der Sicht der Underground Railroad betrachten, die eine Art Kommunikation im Untergrund und Völkerwanderung der damals versklavten Afroamerikaner war. Die eine Seite wo sie als Sklaven auf den Baumwollplantagen arbeiten durften waren die amerikanischen Südstaaten, die andere Seite, was sie im Code auch als das gelobte Land bezeichneten waren die Nordstaaten und vorallem Kanada. Manchmal war es vielleicht auch einfach die Erlösung, da sie als Sklaven sehr unterdrückt waren. Den Songtitel „Take me home“ von Joe Cocker kann man sinngemäß auch damit deuten, dass man gerne in sein Reich aufgenommen sein möchte. Hier bezogen auf den Songtext von Hym kann man es so verstehen, man muß sich in Kanada schließlich befinden, um erkennen zu können wie sehr man in den Südstaaten unterdrückt wurde und sich jetzt freuen kann, dass man die Freiheit genießen kann.

„Du stehtst da oben mit den Kopf in den Wolken“ kann man direkt so betrachten, dass man jetzt zwar viel erreicht hat, aber jetzt eben nichts mehr sieht oder aber man bekommt einfach nicht mehr mit was unten eigentlich geschieht. Vielleicht auf die heutige Zeit übertragen – man ist einfach von sich überzeugt und auch so von sich überzeugt, dass man eh recht hat. Damit beginnen auch die ersten Sätze von Antonio Weil.

Eines macht seine Preditrede auch klar. Wir Menschen vergessen schnell etwas, wir übersehen sogar Dinge oder sehe über Dinge hinweg. Aber einer hat uns Menschen nicht vergessen und das ist Gott. Gott schickte Jesus, seinen Sohn in Gestalt eines Menschen damit die Menschen durch ihn auch besser verstehen können zu ihnen. Die Menschen sagten, dass es eine Geburt war, die jeglichen guten Sitten von damals wiedersprach. Es wurde da plötzlich eine Frau von irgendjemandem Schwanger und das war nicht einmal der eigene Ehemann. Natürlich hatte damals erst einmal der Ehemann angenommen dass seine Frau ihm fremd gehen würde, in der Bibel ist auch nachzulesen dass Gedanken bestanden dass Josef seine Frau verstoßen wollte.

Man mag es später vielleicht als Widerspruch sehen, dadurch das Gott eine Art Übersetzer zu den Menschen gesendet hatte wird es Gott von den Menschen später gedankt, in dem sein Sohn quasi hingerichtet hatte. Jesus wurde ins Gefängnis gesteckt und später sogar gekreuzigt.

„Er stand auf“ und das quasi mit der Fragestellung „warum mußte ich dafür extra sterben“. Wir Menschen haben die Auferstehung von Jesus vielleicht in unserem Hinterkopf. Allerdings dass zuvor jemand tot war, das wollen wir in aller Regel nicht wahrhaben und benutzen diesen Begriff häufig ganz anders.

Aber vielleicht möchte hier auch Barcley James Harvest sagen, dass man ruhig hinfallen darf – man sollte allerdings in der Lage sein dann wieder aufzustehen, Dinge vielleicht überdenken und dann möglicherweise anders einfach weitermachen.

Sich nicht überschätzen, eine weitere Aussage im Songtext. „Nicht zu hoch fliegen, man könnte nicht mehr runterkommen“. Aber auch beim Wandern muss nicht durch jeden Klettersteig auf einen felsigen Berggipfel. Hier eine Doku zum Thema Wandern und Überschätzung.

Weitere Situationen wo sich Menschen übersätzen findet man hier, für den ein oder anderen mögen die Szenen sogar lustig wirken.

Was wir Menschen in diesen Situationen spüren wo wir uns überschätzt hatten war oft genug eine Enttäuschung. Manches mal vermutlich auch eine Haltlosigkeit, der Grund warscheinlich warum viele Musiker aus dem Glub 27 zu Drogen oder Alkohol gegriffen hatten, weil sie darin ein Mittel suchten, um wieder Hoffnung zu sammeln. Was der Text allerdings auch sagen möchte. Es gab schon einen, der dieses ganze Leid durchgemacht hatte. Und Gott will einem immer wieder zeigen, auch wenn keiner mehr an einen glauben sollten. Es ist immer noch jemand da, der an genau diesen einem Menschen glaubt und für ihn da sein möchte. Man sollte allerdings auch an Gott glauben, denn sonst funktioniert dies nicht.

Kernaussage in der Predigt ist, dass wir Menschen erst einmal alle Sünder sind. Durch Gottes Sohn, den die Jünger als ihren König angesehen hatten wurde verdeutlich, dass dieser in der Lage ist die ganzen Sünden der Menschen zu vergeben. Sie davon zu erlösen und sie praktischen vor den Nachteilen, die sich oftmals ergeben zu retten. Die ganzen Taten wie Blinde wieder sehend zu machen, Lebrakranke zu heilen sogar Tote aufzuerwecken, all dies machen die Jünger kund als sie ihre Kleider in den Straßenstaub belegt hatten und darauf Palmzweige gelegt hatten.

Gospelchöre mußten Umdenken – Corona und alles wird plötzlich anders

Als Anfang des Jahres 2020 sich plötzlich von China her das Covid-19-Virus, hierzulande auch als Corona ausbreitete sollte das Jahr plötzlich ganz anders werden. Biblisch könnte man fast meinen die Sinnflut 2.0 ist über die Menschheit ausgebrochen. Mitte März hieß es plötzlich, über die Grenze in die Schweiz oder nach Frankreich darf man nicht mehr. Bauzäune wurden aufgestellt. Bei einem Workshop in Neustadt (Weinstraße/Pfalz) mußten die 2 Dozenten plötzlich sagen „Tja aus Dänemark dürfen wir nicht ausreichen, Grenze geschlossen“. Und plötzlich wurde das Singen zum Problem. Der Grund erklärt das erste Video.

„Gospel ist nicht tot zu kriegen“, so die Überzeugung von Ruprecht Helms und so manche Chöre sagten sich. Wenn es nicht in einem Raum geht und wegen der Aerosole viel frische Luft empfohlen wird, dann proben wir eben unter freiem Himmel. So machte es beispielsweise ein Chor in Jena in den Monaten kurz vor den Sommerferien. Im Herbst, gerade gegen Ende Oktober, im November sowie in der Winterzeit wird es mit der Chorprobe im Freien natürlich schwieriger. Aber viele Chöre wurden hier kreativ und so wurden Proben beispielsweise in leerstehende Parkhäuser verlegt. Oder aber wie in dem Video zu sehen, es wird einfach an der frischen Luft geprobt, wobei die Aufnahme wohl in der Zeit Frühjahr bis etwa Mitte Oktober entstanden sein wird.

Im Gesangsunterricht sind Methoden wie im Video „Chorprobe während Corona“ des BR zu sehen ist im Dialog problemlos über Skype möglich, mitunter sogar ziemlich synchron. Mit Videokonferenzsoftware wie Jitsi und Zoom ist es nicht möglich dass alle gleichzeitig singen, das würde dann sehr schnell übersteuern. So gilt es halt die Teilnehmer stumm zu schalten. Trotzdem ist es möglich die Proben mit Einsingübungen und Tipps zum sängerischen Ausdruck so zu gestalten, dass sie fast eine Chorprobe im realen Leben rankommen. Ein Gospelchorleiter hatte hier auch von sehr positivem Feedback berichtet, das er erhalten hatte als er auf die Idee gekommen war bedingt durch die Situation die Proben auch online oder als dort noch keine Ausgangssperre in Österreich bestand als Hybridform anzubieten.

Einen guten Gedanken hatte hier Georg Weilguny, Gründer und Leiter des Longfield Gospel Choir (Wien) gehabt und sogar einen Song mit dem Titel „As long as I can sing“ komponiert. Solange man singen kann, dann sollte man es auch tun.
Singen und vorallem Gospelt verbindet. Gerade in der Lockdownzeit werden viele Chöre davon betroffen sein plötzlich nicht mehr in gewohnter Weise auftreten zu dürfen. Neue Formen sind jetzt gefragt. Beispielsweise das Singen per Videokonferenz. So entstand beispielsweise die Corona-Version des Titels „Peace“.

Mark De-Lisser hatte den Gedanken des gemeinsamen Singens und die Möglichkeiten, die Socialmedia hier bietet weiter ausgebuat. Als Bill Withers, von dem neben „Lean on me“ auch die Songs „Lovely Day“, der auch von Kirk Franklin gecovert wurde oder der Jazztitel „Ain’t no sunshine“ stammt verstorben war, wittmete der Gründer und Leiter des ACM Gospel Choirs, London diesem Künstler einen Song. Und er sagte sich, dieser Song soll um die Welt gehen. Er fragte zu Anfang erst einmal um Audioaufnahmen. Später folgte ein Abend mit mehreren Zoom-Meetings. Aus den Ergebnissen wurde dieses Video zusammengeschnitten, dass beweist, dass die verschiedensten Sängerinnen und Sänger aus England, aus Nizza, aus dem basler Raum, aus Deutschland, aus Übersee, am virtuellem Sandstrand, aus dem Hotelzimmer oder sonst wo auf der Welt in der Lage sind ein Lied gemeinsam zu performen.

Bis Dezember 2019 kannte man es sehr oft, dass man sich zum Singen und Gospeln in einer Kirche, einem Klassenraum, einem Raum eines Gemeindezentrums oder häufig auch in einer Kultureinrichtung zum Proben getroffen hat und Konzerte in Kirchen, Hallen oder großen Sälen statt fanden. Plötzlich kam ein Umdenken, denn wie begegnet man der Tatsache, dass Singen gut für die eigene Psyche ist und auch nachgewiesen ist, dass es das Immunsystem stärken kann. Was tun nun gegen die Problematik der Aerosolverbreitung, aufkommenden Problemen wegen Lüfung der Räume, das ständige Desinzifieren und all die Dinge, die es plötzlich zu beachten gibt. In den eigenen 4 Wänden ist vieles möglich und dank der Cloudlösungen rückt die Welt wieder zusammen. So bieten sich plötzlich völlig neue Möglichkeiten über die Socialsinging-Community Smule. Hier finden sich schnell begeisterte Sänger, finden sich in einer Gruppe zuzsammen und performen einen Song, singen im Duett oder probieren sich auch mal solistisch aus.

Labi Siffre – Hintergründe zum Titel Something inside so strong

Bereits zu seiner Geburt war Labi Siffre zweistaatlich geprägt. Auf der einen Seite belgisch und auf der anderen Seite nigerianisch, geprägt durch seinen Vater, der aus Nigeria kam. Er wuchs zwar in London auf, lebte während seiner Musikerkarriere allerdings zeitweise in Amsterdam.  L. A. erwähnen und den Punkt, dass der Song 1986 geschrieben wurde. Im Jahr 2019 wurde dieser Song mit der silbernen Schallplatte ausgezeichnet.

Je höher Sie Ihre Barrieren bauen
Je größer ich werde
Je weiter du mir meine Rechte wegnimmst
Je schneller ich rennen werde
Sie können mich leugnen, Sie können entscheiden
Um dein Gesicht abzuwenden
Egal weil es gibt

Etwas in einem, das einen stark macht
Ich weiß, dass ich es schaffen kann
Obwohl du mich falsch machst, so falsch
Du hast gedacht, mein Stolz wäre weg, oh nein
Da ist etwas so Starkes drin
Oh, etwas in einem, das so stark ist

Je mehr Sie sich weigern, meine Stimme zu hören (ooh-weh ooh-weh ooh-weh ooh-weh)
Je lauter ich singen werde
Du versteckst dich hinter Mauern von Jericho (ooh-weh ooh-weh ooh-weh ooh-weh)
Deine Lügen werden fallen
Verweigere meinen Platz in der Zeit, du verschwendest Reichtum, der mir gehört
Mein Licht wird so hell scheinen, dass es dich blind macht
Weil es gibt
Etwas drinnen so stark, stark
Ich weiß, dass ich es schaffen kann
Obwohl du mich falsch machst, so falsch
Du hast gedacht, mein Stolz wäre weg, oh nein
Da ist etwas so Starkes drin
Oh, etwas drinnen so stark

Brüder und Schwestern
Wenn sie darauf bestehen, sind wir einfach nicht gut genug
Nun, wir wissen es besser
Schau ihm einfach in die Augen und sag
Wir werden es trotzdem tun
Wir werden es trotzdem tun
Da ist etwas so Starkes drin
Und ich weiß, dass ich es schaffen kann
Obwohl du mich falsch machst, so falsch
Du hast gedacht, mein Stolz wäre weg, oh nein

Da ist etwas so Starkes drin, oh
Etwas drinnen so stark

Brüder und Schwestern
Wenn sie darauf bestehen, sind wir einfach nicht gut genug
Nun, wir wissen es besser
Schau ihm einfach in die Augen und sag
Wir werden es trotzdem tun
Wir werden es trotzdem tun
Wir werden es trotzdem tun
Wir werden es trotzdem tun

Weil es gibt
Etwas in so starkem (etwas in so starkem)
Ich weiß, dass ich es schaffen kann
Obwohl du mich falsch machst, so falsch
Du hast gedacht, mein Stolz wäre weg, oh nein, oh nein
Da ist etwas so Starkes drin
Etwas drinnen so stark (oh oh yeah)
Ich weiß, dass ich es schaffen kann
Obwohl du mich falsch machst, so falsch
Du hast gedacht, mein Stolz wäre weg, oh nein, oh nein
Da ist etwas so Starkes drin

Vamp:
Oh oh, etwas in dir ist so stark
Oh oh, etwas in dir ist so stark
Oh oh, etwas in dir ist so stark

Bereits die erste Zeile „Je höher Du Deine Barrieren baust“.  Vielleicht salopp gesagt „je mehr Steine mir in den Weg gelegt werden“ oder auch „je mehr Du mich abgrenzen möchtest“, … passt bereits zur Thematik Apartheid oder die gewisse Trennung oder Aufspaltung. Aber was ist überhaupt Apartheid.

Die Apartheid kennen wir heute als Rassentrennung, einer Periode, die es in Südafrika einmal gegeben hatte. Bereits Anfang der 20er Jahre hatte die Auftrettung der Rassen in Süd- aber auch Südwestafrika, dem heutigen Namibia, begonnen. Die Hochphase ersteckte sich von den 40ern bis Ende der 1980er Jahre. Sie endete 1994 mit dem Regierungswechsel und der Tatsache, dass Nelson Mandela der neue Präsident von Südafrika wurde. Ursprünglich war natürlich Südafrika nur von Farbigen besiedelt. Durch die Kolonialzeit waren es allerdings die Holländer und die Briten, die diesen Kontinent entdeckt hatten, Hellhäutige eben und ihnen gefiel diese Gegend sehr. Leider hatten sie dann angefangen die Orte und Einrichtungen aufzuteilen da wo sich eben nur Weiße aufhalten durften und Orte wo nur Schwarze sein durften. Auf diese Weise sind auch die Townships entstanden, da sich die Weißen dar Recht rausnahmen sich im Zentrum der größeren Städte anzusiedeln. Die Schwarzen sollten allenfalls am Stadtrand leben dürfen.

Die zweite Zeile passt hier in ein Ereignis, dass in den Zeiten des Civil Rights-Movement stattfand. „Desto größer werde ich“ kann man auch so betrachten. „Ich werde es einfach damit zeigen, dass ich der Unterdrückung widerstehe“. So sagte es sich beispielsweise die Näherin Rosa Parks in einem Linienbus in Montgomery, Bundesstaat Alabama, dass sie den Platz für einen Weißen nicht räumt sondern einfach mal sitzen bleibt.

Wie bereits aus dem Video zu entnehmen ist hatten sich bereits vor Rosa Parks Farbige immer wieder widersetzt ihre Sitzplätze an Weiße freizugeben. Allerdings am bedeutsamsten war die Tat von Rosa Parks gewesen. Sie war auch Auslöser für den Busboykott im Dezember 1955, der Busse in Montgomery boykottiert hatte. Der Boykott hatte bis zum Dezember 1956 gedauert.  Die Schwarzen wurden von ihrem „Anführer“ Martin-Luther King angehalten stattdessen Fahrgemeinschaften zu bilden, Taxis zu benutzen oder zu Fuß zu gehen.  Hintergrund war, dass man die Aktionen allerdings gewaltfrei durchführen wollte. Also schon damals eine Art zivilen Ungehorsams. Der Busboykott hatte allerdings auch bewirkt, dass in den Vereinigten Staaten einige Jahre danach die Rassentrennung aufgehoben worden war.

Jeder kennt sicherlich die Situation, die zu der Zeile passt „Du kannst mich leugnen, Du kannst Dich abwenden“. Zusammengefasst würde man es vielleicht nennen, man möchte der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen und trotzdem gibt es Dinge, die einfach so sind und an denen man nicht rütteln kann.

Ich denke, dass sich Sr. Isa Vermehren einfach ihrer Gesichte stellt und es verdeutlicht, dass es sicherlich viele Momente in dem Jahrhundert gegeben hatte, die man am liebsten nicht wahrgehabt hätte, die allerdings alle passiert waren. Von daher kann man sagen – die Dinge holen einen trotzdem ein. Es zeigt aber auch, was auch im weiteren Verlauf des Songs angesprochen wird „es ist da etwas, was mich innerlich starkt macht“. Es ist eben die Überwindung nicht wegzuschauen sondern sich dem Geschehenen zu stellen. Manchmal vielleicht auch der Mut wieder aufzustehen, manchmal auch aufzustehen, überdenken und die Dinge plötzlich anders machen.

Warum sich vielleicht mach stark fühlen und warum es auch nichts bringt wegzuschauen wird vielleicht in dem Rubikon-Interview deutlich. Im Jahr 2015 gab es eine große Völkerwanderung. Im Video wird davon gesprochen, dass die Muslime gegen Westen ziehen. Aber auch in früheren Zeiten gab es schon die Migration. Man denke beispielsweise an die Gastarbeiter, die in der Nachkriegszeit für den wirtschaftlichen Aufschwung gesorgt hatten. Auch beim Bosnienkrieg gab es hierzulande Migranten, die aus ihrem Land geflohen waren. Das Interview soll aufzeigen, dass es anderswo auch Menschen mit Schicksalen gibt, aber das die stark genug sind sich auf den Weg zu machen, um sich anderswo eine neue Zukunft aufzubauen und es dort möglicherweise besser zu haben. Aber Migration sollte die Menschen nicht spalten. Sonst hat man nur eine neue Form der Apartheid.