Soulfamily bringt den Gospel auf Freiburgs Schienen

Eine Vision eines guten Freundes war es mal gewesen, sie wurde allerdings dann vom Chorleiter des in Freiburg befindlichen Gospelchors verworfen. Inzwischen wurde sie wieder aufgegriffen von der Freiburger Soul- und Gospelformation Soulfamily.

Zum großen Glück musste keine normale Stadtbahn dafür bestiegen werden, vielleicht hätte sich sonst der ein oder andere Fahrgast gestört gefühlt.  Extra für die unterschiedlichsten Veranstaltungen hält die VAG Freiburg den Erlebniswagen vor, ein umgestalteter Triebwagen diesen Fabrikates.

Gospel muss nicht unbedingt nur aus Amerika kommen. Das Markenzeichen der Soulfamily aus Freiburg ist die etwas bluesige Note in den Songs, das Soulige eben. So hatte die Formation neben den Balladen „Always“ und „I can’t live a day without you“ auch Titel aus Brasilien gebracht, die vom Gründer selbst gesungen wurden.

Gerade bei diesem Titel merkte man das Temperament der lateinamerikanischen Staaten und das gewisse innere Glühen was in diesen Landsleuten steckt. Und dass die Formation auch das gewisse Knistern versprühen kann, wurde direkt im Anschluss mit dem Titel „Magalenha“ bewiesen.

Was mit dem Jazzchor funktioniert hatte, warum soll das nicht auch mit der Soulfamily funktionieren. Vermutlich werden so manche Passanten, die irgendwo zwischen dem Industrie Haid und dem Stadtteil Vauban sich gewundert haben was den in diesem Straßenbahnwagen so abgeht, ob da vielleicht irgendwie eine Disco ist oder warum die Fahrgäste so ausgelassen tanzen. Aber wie kann man bei solchen Rhythmen auch ruhig bleiben.

Nach dem etwa einstündigen Rundkurs auf Linie 3, der abends um 19:00 Uhr  vom Freiburger Industriegebiet Haid, das etwas nördlich vom Stadtteil Sankt-Georgen liegt, aus losging vorbei an der pulsierenden Stadtmitte Freiburgs, dem Bertholdsbrunnen, der Johanneskirche in den verkehrsberuhigten Stadtteil Vauban und wieder zurück waren die Fahrgäste fasziniert von den  Gospeln und vorallem von dem Fassettenreichtum, den die Soulfamily ihrem Puplikum geboten hatte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.