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Gospelworkshop mit Micha Keding in Singen-Bohlingen

Thursday, May 19th, 2011

Jung und dynamisch kann man Michael Keding bezeichnen, der Jahrgang 76 ist und Dipl. Jazzmusiker. Anfangs hat er ja noch gerne an den langen Seiten des Kontrabasses und der etwas handlicheren Version in Form eines E-Basses gezupft. Aber inzwischen reicht das ihm nicht mehr, das zeigt sich an seinen 2 Gospelchören, einem Jazzchor und der Tatsache, dass er noch komponiert, arrangiert und Chor- und Klaviernoten herausbringt.

Das nachfolgende Video zeigt ihn zusammen mit Miriam Schäfer und einem Workshopchor, das anlässlich der Pogo in Witten entstanden ist.

Von 20. bis 22. Mai 2011 bietet er nun einen Workshop in der schönen Hegaulandschaft an.

Singen Das Foto zeigt die Stadt Singen aufgenommen vom Hohentwiel, einem Tafelberg am Rand von Singen. Er ist gleichzeitig auch das Wahrzeichen der Stadt. Die Tafelberge, die häufig aus Basalt sind sind ganz typisch für die Gegend und zeugen von einem ordentlichen Vulkanismus in früheren Zeiten. Im Gegensatz zu der Eifel sind die Hegauvulkane alle erloschen.

Ein Blick in die Workshops vom Gospelkirchentag zeigt, auch dessen Frau gab dort Workshops und so ist vorstellbar, dass der Workshop möglicherweise als Ehepaar gemacht wird, so wie es Adrienne Morgan Hammond auch praktiziert. Die Einsingübungen seiner Frau, die sie am Gospelkirchentag gelehrt hatten klangen schon fantastisch. Sterne greifen, Becken seitlich kippen, Congract (Schildkrötenrücken) bis hin zu eher sportlichen Übungen mit dem Knie anziehen. Erinnert doch einen sehr stark an die Körperübungen, die jeden Donnerstag beim einem Chor im Südwesten als Warmup gemacht werden. Aber wenn man so wie ich schon auf Workshops war wo diese nicht gemacht wurden merkt man, wie gut die Übungen sind und man plötzlich doch tiefer einatmen kann als lossingen wie ein “hanging around”.

In seinem Chorleiterworkshop hat er selbst sehr Intonation und auch Rhythmus betont. Auch Ausstrahlung kam etwas vor. Gut in solch einem Workshop muss natürlich auf die verschiedenen Stilrichtungen wie klassischer Chorgesang und Popularmusik eingegangen werden. Es bleibt also spannend wie er diese Theorien auf einen ausschließlich auf Gospelmusik zugeschnittenen Workshop hin anwendet. Aber viele Rhythmusübungen zum Offbeat kann ich mir hier durchaus vorstellen. Aber ich sage mir auch, solange man den Workshop nicht mitgemacht hat kann man im Vorfeld nur spekulieren und es ist viel spannender, wenn man unbelastet sich Neuem gibt.

Kontaktemail für den Workshop ist widurs, at, web-de

Schade nur, dass in diesem Jahr der Workshop sogar zu Beginn des Jahres mit gut 100 Teilnehmern bereits ausgebucht war. Spricht allerdings auch dafür Micha Keding kommt einfach an.

Gospelworkshop mit Adrienne Morgan-Hammond in Kirchzarten geht in die zweite Runde

Wednesday, April 27th, 2011

Ich erinnere mich an das erste Juliwochenende im Jahr 2010. Endlich hatte ich begriffen warum der “Höllentäler” eigentlich Höllentäler heisst. Verschwitzt und schweisgebadet war ich aus einen völlig überhitzten Doppelstockwagen in Kirchzarten ausgestiegen. Zur evangelischen Kirche in Kirchzarten war es zum Glück nicht weit, der Nase lang sich Richtung Schauinsland durchgeschlängelt mal links, mal rechts und schon war man stand man vor einem eher etwas modern wirkenden Kirchenbau am südlichen Ortsrand von Kirchzarten. In einem Seitenraum aufgebaut 1 lange Tischreihe, eine junge sympathische Dame lächelte einen an und bat einen noch um ein kurzes Autogramm. Relativ unscheinbar eine Farbige mit extrem kurzen Haaren.

Außer ihr und Workshopteilnehmern keiner da gewesen. “Marco, mein Mann ist heute Morgen mit dem Auto in Kölln gestartet, er wird wohl noch im Stau stecken” begann sie in etwa ihre Begrüßung. Das nächste was folge “hey, was ist das Problem – es scheint die Sonne, es ist ein toller Tag, wir fangen halt einfach mal so an”. Einstudiert wurde ein kleiner Kanon. Und wer jetzt meinte, er kriegt noch Noten dazu. Ein bisschen Text gab es. Hey, ihr Sopräner könnt das ja direkt super “komm schlag ein”. Die Melodie hatte sich schon verhältnismäßig gut eingeprägt. Auch Adrienne verfolgt den Weg, dass die Gospels lediglich per Textblatt einstudiert werden. Das ist auch die gängige Praxis in Lousianna, South Carolina und den amerikanischen Südstaaten, das die Gospels notenmäßig nicht niedergeschrieben werden.

Es folgten die Altstimmen, Tenor und die paar Bass-Stimmen. “Ruprecht, kannst Du vielleicht doch noch in den Tenor gehen und aushelfen”. Und die Dame hier, vielleicht wäre Tenorstimme auch noch günstig. Und schon war die Stimmstärke in etwa gegeben. “Aber Leute Liebe ist doch was gefühlvolles, die Liebe möchte da nicht angeröhrt werden”.  Und schon machte sie ein Beispiel “Die Liebe möchte es gerne so haben”. Leise und etwas soulig begann sie den ersten Textteil vorzusingen. Und man fühlte sich überwältigt. Da hatte man ja wirklich den Eindruck, die Sache ist gefühlvoll und der Horizont ist zwar erkennbar, liegt aber auf Distanz.

Am Samstag wurde gleich die Kühle des Morgens ausgenutzt. Da sie recht schnell gemerkt hatte, dass vorallem bei den etwas anspruchsvolleren Gospeln die Melodie noch nicht so schnell in den Kopf eindrang hatte sie eine tolle Idee. Es ging an die frische Luft  und jede Stimme bildete eine Kleingruppe für sich. Und sie war auch unter sich mit verhältnismäßig guten Abstand zu den anderen Gruppen. Man hatte am Freitagabend schon eine Ablaufänderung besprochen gehabt, am Samstag wirkte ein Deutschlandspiel rein und 2010 das Jahr der Fußball-WM in Afrika war, musste natürlich auf den Fußball rücksicht genommen werden.

Bereit am Samstagmittag gab es namentliche Deckung mit dem Titel “It was a great thing” von F.C. Barnes, der an diesem Workshop einstudiert wurde.

Auch dieser Titel wurde einstudiert.  Ich hatte ihn später bei einem Konzert in der Heilig-Kreuzkirche von Binningen gehört. Hier wurde er in einer mittleren Lautstärke kontinuiertlich gesungen.

“In einer Lautstärke – so möchte ich den Titel aber nicht haben” fing Adrienne an. Ihr fangt bitte flüsterleise an. Ich möchte den so haben, dass der Zuhörer gerade noch so wahrnehmen kann, dass hier ein Ton gesungen wird und nicht blos der Mund aufgemacht wird. Beim Singen merkte man plötzlich wie sich ein Spannungsbogen aufbaute und der Titel plötzlich eine gewaltige Dramatik kam. Dass Adrienne sich fast alle 5 Minuten über irgendetwas totlachen konnte, hat nach einiger Zeit gar nicht mehr gestört sondern vielleicht eher auflockernd gewirkt.

Und immer wieder gab es Alltagtipps. Beispielsweise “Ich war vor 2 Jahren bei einem Gospelkonzert von einem Chor aus Bonn – hatten an sich schön gesungen, alle Notenmappen vor ihrer Nase, aber jetzt kam die Schwierigkeit, an einer Stelle sollte geklatscht werden. Also was tun. Notenmappe wurde kurzfristig genommen, unter den Arm geklemmt, geklatscht, sofort Notenmappe wieder rausgekramt und vor die Nase gehalten – Leute aber soetwas geht gar nicht”. Und weiter “wie will man sich denn da richtig bewegen können”. Die allerbeste Annekdote von ihr, die mir eigentlich nochmal so richtig Kraft für Auftritte gegeben hatte war allerdings die wo Adrienne einen Auftritt hatte und vor ihr der Bürgermeister mit toternster Mine saß und zu ihr allen ernstes äußerte “ja wieso, in Deutschland freut man sich so (mit absolut toternster Mine)”.

In Jahr 2011 findet dieser Workshop am letzten Septemberwochenende statt. Es ist also damit nicht mehr zu rechnen, dass man beim Abschlusskonzert in seiner Galagadrobe schwitzen muss sondern die Temperaturen allenfalls noch angenehm warm sind.

Kontakt: Ina Saumer gospel.ws.kirchzarten[at]googlemail.com oder Telefon: (07661) 98 23 15

Workshop mit Adrienne Morgan-Hammond in Kirchzarten

Monday, May 24th, 2010

“Eine Frau mit Power” wurde sich über Adrienne Hammond schon geäußert. Sie selbst schreibt, dass die Gospelmusik es schafft die unterschiedlichsten Menschen miteinander zu verbinden. Da mag was drann sein, denn schon der dänische Chorleiter Hans Christian Jochimson meinte, dass im Gospel sehr viel Kraft steckt und das Gospel in einem durchaus was verändern kann.

Bei Adrienne wird die typische Art des Gospellernens praktiziert. Keine Noten, viel Rhythmus und vorallem jede Menge Spaß. Und hierbei gilt wirklich jeder ob nun Profi oder Laie kann sich ausprobieren und vielleicht das ein oder andere verborgene Talent entdecken. Immerwieder lockern humorvolle Annekdoten die Atemübungen und Übungen zur Gospelgesangstechnik den Workshoptag auf.

Adrienne Morgan-HammondSelbst kommt Adrienne Morgan-Hammond aus den Vereinigten Staaten und ist in Köln hängen geblieben. Sie gibt schon lange Workshops und benutzt hier teilweise Songs, die sie selbst in peppiger Art arrangiert hat. Die Kölner Rundschau meinte über ihr Werkeln “Man könnte natürlich eine großere Anzahl Laien hernehmen einen Gospelchor draus bilden und die einfach ‘Oh happy day’ singen lassen und dazu klatschen, was allerdings nicht ihrer Art entspricht, denn Frau Hammond ist einfach anders”.

Dass die Frau was drauf hat wüsste schon der Nürnberger Gospelchor, liess sich von Frau Hammond coachen und gab mit ihr im November das Jubiläumskonzert zum 40. Geburtstag wie im Archiv des Chors nachzulesen ist.

Termin: 02.07. bis 04.07. in Kirchzarten (bei Freiburg) Beginn am Freitag um 18:00, ab 17:00 ist das Checkin.
Der Workshop schließt mit einem Auftritt ab. Der Preis für das Wochenende liegt bei 60 Euro und beinhaltet einen Imbiss am Samstag, was ich direkt von Adrienne erfahren habe.

Kontakt: gospel.ws.kirchzarten[at]googlemail[dot]de und Telefonnr. von Frau Saumer (07661) 98 23 15

Adrienne Hammond bietet ein Quicktime-Movie, um einen Eindruck von Ihren Workshops zu bekommen, an.

Lesen Sie hier von einem Interview, das eine Moderation von Gospelradio mit ihr führte.

erneut zum Workshop ‘Gospel und Wellness’ nach Antalya

Friday, March 19th, 2010

Zum vierten Mal wird es für mich 2011 heissen, auf zum Gospelworkshop “Gospel & Wellness” nach Antalya. Dann, wenn es in Deutschland lausig kalt ist bietet es sich förmlich an an eine Stelle zu reisen, an der es einfach wärmer ist und bei der vorallem noch der Preis stimmt.  Aufmerksam wurde ich auf den Workshop als ich im Frühjahr 2008 plötzlich einen Eintrag von Volker Dymel im Gästebuch unseres Gospelchores fand. Und da ich im Herbst 2006 schon spontan einen Wochenendsworkshop in Hamburg, der von DeVine organisiert war mitgemacht hatte, hatte ich direkt Lust bekommen wieder mal zu workshoppen. Delphin Palace, Larabeach (Kundu bei Antalya) Von einigen Mitreisenden hatte ich erfahren, dass sie schon 2007 mit Volker in der Türkei waren, damals allerdings im Nachbarhotel, dem jetzigen Delphin Diva (ehemals Riva Diva). Von der Zuvorkommenheit waren sie allerdings nicht immer erbaut gewesen. Erst einmal üben in einem Raum mit Kunstlicht und irgendwann hiess es dann, dass in der Hoteldisco zu proben wäre (vermutlich weil sie den Raum für jemanden anderen haben wollten). Volker hatte dann noch ein besonderes Erlebnis am Abreisetag gehabt, aber Interessenten können ihn hierzu selbst ansprechen. Das Delphin-Palace hingegen hat einen großen Konferenzraum mit Tageslicht und die Möglichkeit von dort direkt zum Außenpool und an die frische Luft zu kommen. Auch sonst sind die Wege extrem kurz, da alles kompakt beisammen ist. Von Jahr zu Jahr wurde einem mehr geboten. 2009 staunte ich nicht schlecht über einen Wasserkocher im Zimmer, samt Instantkaffe, Tee, Kaffeeweisser und Zucker sowie diverses Gebäck im Proberaum, neben den Unmengen an stillem Wasser und im letzten Jahr über Musik in den Panoramaaufzügen. Natürlich kam dann der unweigerliche Wunsch nach Musik beim Duschen auf (im Feedbackzettel des Hotels vermerkt). Für einen, der schwerpunktmäßig nach Titeln von Kirk Franklin, Fred Hammond, Shirley Ceasar, Dorothy Norwood und vorallem Donnie McClurkin und Jessy Dixon gospelt ist es direkt eine Abwechslung mal Titel zu singen, die vielfach von Volker Dymel und Ruby Hagedorn selbst komponiert wurden. Gut im letzten Jahr waren es vorwiegend Titel von ihr, weil gerade die Joyfulgospel-CD “Because of you” produziert worden war und verständlicherweise die auch promoted werden sollte. Aber es wurde auch Hezika Walker der Titel “I am souled out” einstudiert. Im Jahr 2009 fand ich die Mischung mit Titeln wie “Jesus on the mainline”, das wir im Medley mit “May the lord blesses real good” sangen, sowie “You’re holy” sogar sehr gut. Richtig Spaß machen mir immer die morgentlichen Grooveübungen mit Atemtechnik, da man hier mal weich mal hart, mal shouting und mal smooth voice und mal eine Ton oder etwas eher wie eine Kojaksirene (auf und abschwellend) zu singen. Auch viel mitgenommen werden konnte immer bei den Kleingruppen, wo man auch mal die Möglichkeit hat Volker eine kleine Passage vorzusingen. Nein, eine Aufnahmeprüfung ist das jetzt nicht. Aber man weis wo man aktuell steht und Volker hatte uns gerade beim letzten Workshop gelobt, dass er bei vielen gemerkt hätte, dass vorallem das Kleingruppentraining bei vielen die Stimme sehr zum Positiven gebesser hätte. Im Jahr 2008 wurde mal die Rufübung am Strand ausgesetzt, das sing aber 2009 und 2010 nicht mehr. Da hiess es eine Mittags, auf an den Strand in 2 Gruppen 20 Meter auseinander, nachzudenken wie man wohl heisst, wo man nochmal wohnt und auf was man geschmacklich abfährt. Das ist dann immer eine Gaudi, vorallem, wenn Begriffe aus dem Dialekt fallen oder man als Deutscher plötzlich über typisch schweizerische Gerichte was wissen soll, aber dann antwortet man halt einfach mit “Kabums”, was es natürlich nicht gibt, aber den weissen Neger Wumbada gibts in Realität ja auch nicht. Zum Ende des Workshops gab es immer 2 Highlights, das eine einen Auftritt im Foyer am Donnerstag Nachmittag in der Hotelloby,

das sich durchaus so anhören kann. Und abends dann das etwa einstündige Abschlusskonzert, bei dem sich dann zeigt, ob man die ganzen Texte behalten hat, ob man mit der Choreografie klar kommt und wer dann die Ehre hat ein Solo singen zu dürfen. In der vergangenen Zeit war dieser Tag immer ziemlich stressig gewesen, da es morgens hing, Grooveübung, Singen in der Loby, eine Fotosession unterzubringen, Generalprobe, Soundcheck, Konzert, Afterparty und dann noch Packen und morgens in aller Herrgotsfrühe den Transfer zum Flughafen zu haben. Zum Glück war es 2010 in soweit besser, dass ich den Rückflug erst am Freitag nach den Workshop hatte. Nunja wie es 2011 vorallem mit den Flügen wird, bleibt wieder spannend. Vorallem welchen Mitreisenden man dann abholen darf – sind ja alle meganett.