Gospelszene jetzt im Wandel

2 Jahre Ungewissheit. Mal im Proberaum in Präsenz proben dürfen, dann plötzlich lediglich noch im Freien und mit Abstand, teilweise wegen Lockdown gar nicht mehr. Das hat dann plötzlich doch für Veränderung gesorgt. Erst jüngst hatte ich es gemerkt gehabt als ich mal das Forenportal Chorszene besuchen wollte, das ein Gospelchor aus Mainz noch auf deren Website verlinkt hatte. Website plötzlich offline – früherer Betreiber macht wohl jetzt was anderes. Ähnlich bei Gospelnetzwerk, was mal von Martina Böhmer betrieben wurde und Werbemöglichkeit für Workshops und Konzerte von Gospelchören geboten hatte. Portal dauerhaft geschlossen.

Fotorechte des nebenstehenden Bildes: Gospelchor Rheinfelden, Romy Marty

Von einem selbständigen Musiker, der in der Nachbarschaft einen Gospelchor geleitet hatte oder wohl in
den vergangenen 2 Jahren es vielleicht noch versucht hatte, habe ich auch mitbekommen, dass dieser den Chor als Leiter jetzt verlassen hat, da er sich neu orientieren möchte. Allerdings wurde im ersten Jahr der Pandemie auch ein Kind gezeugt. Möglicherweise ein Grund für die Umorientierung.

Rechte am Video: Helene Blixt, Schweden. Urheberrechte zu Text und Melodie im Video

Natürlich hat die Pandemiezeit sogar gezeigt, dass sich sogar etwas formen und entstehen kann. Hätte es
den Trouble mit Corona nicht gegeben, dann hätte sich auch der Jamulus Chamber(s) Choir gegründet, ein reiner Onlinechor, der sich spontan zu Projekten mit Teilnehmern aus fast der ganzen Welt immer wieder zusammenfindet. Zuletzt waren es 19 überwiegend aus Europa mit einem Teilnehmer, der sich aus den USA zugeschaltet gewesen. Voraussetzung hat hat neben dem Zoomclient auch den Client der Audiokommunikationssoftware Jamulus installiert und eine gute Internetverbindung, möglicht über LAN-Kabel.

Die Golden Harps, die teilweise per Zoom oder im Freien geprobt hatten, sind jetzt auch wieder mit Auftritten präsent. Allerdings weit aus weniger als noch 2019. Die offiziellen Termine reichen dort allerdings nur beis August und das Rahmenprogramm enthält noch einen Gottesdiensttermin im November.
Weiter wollte man erst einmal nicht planen. Das zweite Halbjahr ist was Planungssicherheit angeht auch noch etwas ungewiss. Man weis ja nie was da noch kommt.

Sehr kreativ in der Zeit im Frühjahr 2020 war der Münchener Musiker Bastian Pusch gewesen und hat hier einfach mal den PopupChoir, ein reiner Onlinechor gegründet.



Wie dieser funktioniert erklärt er am besten selber.



Den Spreu vom Weizen hatte es in dem vergangenen 2 Jahren mit Sicherheit getrennt. Viel von Schwund bei den Sängerinnen und Sängern in den verschiedensten Chören habe ich gehört. Eben solche, die halt eher einfach mal so gesungen hatten und dann gemerkt haben – was anderes macht ihnen eigentlich viel mehr Spaß. Dann lässt man das halt mit dem Chorsingen halt sein – eigentlich schade. Bei mir hat es sich eher gestärkt und ich selbst habe es gemerkt – das Gospeln, also Gospel mit der darin enthaltenen Energie, der verpackten Botschaft und den vielen Möglichkeiten was man als Choreografie hier integrieren kann brauch es halt einfach.

Sehr vorsichtigen gehen beispielsweise der Chor Resonance of Life ran, die lediglich sagen, dass es im Jahr 2022 im Oktober einen Auftritt zur Marktzeit gibt dann zur Adventszeit lediglich das Jahreskonzert. Auch Gottesdienste werden in diesem Jahr lediglich 2 mitgestaltet.


Fotorechte: Resonance of Life – Website

So gestaltete sich beispielsweise 2020 das virtuelle Adventssingen als wegen Lockdown halt nichts ging.

Seit März 2022 haben es sich Jo’s Voices aus Kehl gesagt, dass Sie jetzt den Schritt in die Präsenzprobe wagen. Auch hier gehlt man es langsam an. Lediglich einen Auftritt bei der Landesgartenschau in Neuenburg und 2 Konzertabende zusammen mit Calvin Bridges. Mehr steht erst einmal nicht auf dem Programm.

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