Sarah McLachlan – Hintergründe zum Titel World on fire

An Pfingsten wird nicht nur die Ausschüttung des heiligen Geistes gefeiert sondern auch, dass Moses zu dieser Zeit die 10 Gebote von Gott erhalten hatte. Hier ist vorallem vom brennenden Dornbusch die Rede. Vom Feuer ist allerdings auch im neuen Testament die Rede, nämlich, dass Zungen wie Feuer waren. Da ist eigentlich ein Titel „World on fire“ gar nicht mal so unpassend.

Herzen werden in diesem dunklem Zeitalter getragen
Du bist nicht in den Seiten dieser Geschichte allein
Nacht ist unter das Leben und dem Sterben gefallen
Und ich versuche, sie innen zu halten, yeah ich versuche, sie innen zu halten

[Chor]
Des Weltens Feuer und
Es ist mehr, als ich behandeln kann
Ich klopfe in das Wasser
(Ich versuche, mein Schiff zu ziehen)
Ich versuche, mehr zu holen
Mehr als ich behandeln kann
(Bringe  es auf den Tisch)
Hole mir, was ich in der Lage bin

Ich achte auf den Himmel und ich finde ein Benennen
Etwas, das ich tun kann, um diesen Moment zu ändern
Bleibe nah an mir, während der Himmel fällt
Möchten nicht allein zurückgelassen werden, möchten nicht allein sein

[Chor]

Herzen brechen, Herzen reparieren
Der Liebe Schmerzen noch
Anblicke, Zusammentreffen, Flächeabbruch
Noch gibt es Gespräch von
leeren Seelen und der Kälte
Schließt von innen her auf uns

Wir zerteilen den Schleier auf unserer Mördersonne
Laufen geradeaus weiter und auch wenn Du den Weg nur kurzfristig gehst
Mehr, die nehmen wir, kleiner, werden wir
Ein Vermögen von einem, einem weniger bedeutet.

Der Titel scheint sich aus einer Geschichte verhaus zu entwickeln, vielleicht einem Erlebnis, das mal zu früheren Zeiten gemacht wurde. Es ist vom dunklen Zeitalter die Rede. Eine Übersetzungsmaschine hatte mir schlicht Mittelalter vorgeschlagen.  Und in der Tat im Mittelalter hatte man durchaus nicht human gelebt wie man es heute tut. Da kam es durchaus mal vor, dass argumentiert wurde „hier hat einer böses angestellt, also sind wir jetzt auch böse zu ihm, hacken ihm eben mal die Hände ab“ oder ähnliche Methoden wurden praktiziert. Man erinnere sich beispielsweise an den Pranger.  Aber es soll auch etwas aufmunterndes hier zur Geltung kommen, man ist nicht alleine. Die Nacht scheint etwas Negatives in der Geschichte zu haben und spannt sich hier sowohl unter das Leben als auch unter den Tod. Vielleicht weil man sich früher nachts gerne mal gefürchtet hatte, da man nicht soviel sah und sich schlecht orientieren konnte.

In der Pfingstpredigt ist vom Feuer die Rede, aus dem Zungen kommen.  Beim Brennen wird zwar durch die Flammen Leben ausgelöscht, aber es bietet danach auch wieder die Möglichkeit für neues Leben. Das Brennen kann man auch positiv betrachten. Die Welt brennt, hier kann es dafür stehen, die Menschheit ist so begeistert und „brennt“ förmlich endlich kreativ zu sein und die verschiedensten Dinge machen zu können.

Allerdings die Tatsache, dass man ins Wasser klopft zeigt offensichtlich, dass man zwar gerne etwas erschaffen möchte, es einem aber nicht gelingt. Man haut seinen Nagel in eine nachgiebige Materie. Ein Nagel, den man in Wasser haut wird nie halten. Aber man hält inne und überlegt sich, was ist hier wohl an Material sinnvoll, nach welcher Methode werde ich wohl den besten Erfolg haben. Und man erkennt, man hat immer noch ein Problem, das man offenbar selbst aktuell nicht zu lösen schafft. Und man erhält die Aufforderung „sprich es aus, was Dich bedrückt, sage ganz offen wo es klemmt, denn nur so kann man Dir auch helfen“. Also einfach sein unfertiges Produkt auf den Tisch stellen und es den anderen zeigen.

In der Apostelgeschichte wird erwähnt, dass am Pfingsttag ein Brausen vom Himmel her kam. Das passt zur Zeile, man passt auf den Himmel auf und stellt fest, dass hier ein Ereignis stattfindet, das benannt werden kann. Weiter wird berichtet, dass der Himmel Zungen ausgesendet haben soll, die wie Feuer gewirkt hätten. Und hier wieder übertragen auf die Liedzeile – man stellt fest plötzlich kann man etwas, was man vorher nicht richtig konnte. Man konnte sich verständlich machen.

Die Zeile „wir zerteilen unseren Schleier auf unserer Mördersonne“ lässt sich vielleicht biblisch so verstehen. Es wurde Buße getan und möglicherweise ließ man sich im Anschluß taufen wie viele es zu Pfingsten in der Damaligen Zeit getan haben. In der Apostelgeschichte ist dies in Apostel 2,37-41 zu lesen. Und man soll sich nicht fürchten, sondern einfach mal seinen inneren Schweinehund bewingen und gerade loslaufen. Mag sein, dass man nach kurzer Zeit dann auf einen anderen Weg abbiegt, aber man ist vorwärts gekommen. Bezogen auf die farbigen Sklaven auf den Baumwollplantagen in den amerikanischen Südstaaten. Wer den Mut zur Flucht gepackt hatte, hatte vielleicht es geschafft nach Kanada und in die Freiheit zu gelangen. Wer allerdings gezögert hatte und auf der Plantage geblieben war, der hatte erst einmal weiter als Sklave arbeiten müssen und auf den Bürgerkrieg hoffen.

Allerdings soll man bescheiden sein, nicht zu hohe Ansprüche stellen, denn schnell kann man da auch verlieren. Je mehr wir nehmen wollen. Je mehr wir also von anderen gemacht haben möchten, desdo weniger ist die Achtung der Anderen uns gegenüber. Man wird nicht mehr als gleichwertig betrachtet sondern als Ausbeuter. Und nicht immer muß Vermögen in geldlichem Sinne betrachtet werden. Man kann auch ein beträchtliches Vermögen besitzen, wenn man viel erfahren konnte und dadurch sein eigenes Wissen entsprechend aufbauen konnte und nun in der Lage ist das Know how und seine Erfahrungen an andere weiterzugeben.

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