Celebration 20th – Hintergründe zum Titel Let everything that has breath

Als ich mich mit diesem Gospel befasst hatte dachte ich nur, dass der eigentlich hervorragend zu Pfingsten passt.

Mag sein, dass in dieser Version teilweise etwas anders gesungen wird. Zu dem Gospel selbst habe ich allerdings eine Lyrik gefunden, die ich übersetzt habe und das müsste auch weitgehend dem entsprechen was die Sängerinnen und Sänger singen:

„Lasse alles, was Atem hat …“

Lass alles,
alles,
Alles,
was Atem hat …, lobe den Herrn

Lass alles,
alles,
Alles,
was Atem hat …, lobe den Herrn

Lobe an dem Morgen
Lobe abends
Lobe ihn, wenn ich jung bin
und wenn ich alt bin

Lobe ihn, wenn ich lache, bin
Lobe ihn, wenn ich betrübt bin
Lobe jeden
Saison der Seele

Wenn wir sehen, könnte
wieviel du Wert bist
Deine Kraft,
Kraft,
Deine endlose Liebe
Dann wäre sicherlich wir
wir würden nie aufhören zu loben

Lobe in den Himmeln
Gemeinsam mit den Engeln
Lobe immer und den selben Tag

Lobe jetzt auf der Erde
Gemeinsam mit der Schöpfung
Aufruf aller Nationen, Ihr Lob

Wenn sie sehen könnten
wie viel du wert bist
Deine Kraft,
Kraft,
Deine endlose Liebe
Dann wäre sie sicherlich
nie aufhören zu loben

Ich werde ihn anbeten,
Ich werde ihn anbeten
Ich werde ihn anbeten
mit jedem Atemzug

Ich werde ihn anbeten,
Ich werde ihn anbeten
Ich werde ihn anbeten
mit jedem Atemzug

Im Prinzip geht es um den Psalm 150

Lobt den Herrn mit allen Instrumenten!
Halleluja – lobt den Herrn! Lobt Gott in seinem Tempel! Lobt ihn, den Mächtigen im Himmel!
Lobt ihn für seine gewaltigen Taten! Lobt ihn, denn seine Größe ist unermesslich!
Lobt ihn mit Posaunen, lobt ihn mit Harfe und Zither!
Lobt ihn mit Tamburin und Tanz, lobt ihn mit Saitenspiel und Flötenklang!
Lobt ihn mit Zimbelschall und Paukenschlag!
Alles, was lebt, lobe den Herrn! Halleluja!

Genauer gesagt – alles was lebt soll gepriesen werden. Denn alles was einen Atem hat, also ob Mensch oder Tier ist ein Geschenk von Gott und soll dem gedacht werden.

Es ist schon interessant wie Pfarrer versuchen den Psalm 150 für Kirchengemeinden begreibar zu machen. Zum einen wird auf die Musikinstrumente eingegangen. Man kann den Psalm zum einen natürlich für Weihnachten nutzen und hier an das Lied „Oh Du fröhliche denken“. Allerdings genauso passt er zu Pfingsten. Immerhin geht es am Pfingstfest darum, dass der heilige Geist ausgeschüttet wird und alle Menschen einander plötzlich verstehen. Leute suchen allerdings nicht die Kommunikation, wenn sie traurig sind – eher suchen sie das Gespräch und wollen einen überzeugen, wenn sie froh gestimmt sind und jemanden überzeugen möchten.

In einem schweizer Predigttext zum Psalm 150 und dem Bezug zum Pfingstfest wird sogar Bezug auf das „Halleluja“ von Leonard Cohen genommen.

Sinngemäß kann hier der Textpart übersetzt werden:

Wenn ich mal total versagen sollte,  ich werde trotzdem vor meinem Gott,
dem Gott der Lieder stehen und das mit einem einzigen Wort, einem sehr wichtigen Wort für mich
„Halleluja“.

Ebenfalls ein sehr guter Predigttext ist der Bibelkommentar von Alexander Seibel zum Thema was sagt die Bibel zum Tanzen. Weiter unten im Text erkennt man auch warum in mitteleuropäischen Gottesdiensten für viele alles so steif ist. Der Kommentor schreibt hier „die Bibel kennt kein Tanzen“. Und hier erkennt man auch, dass die afroamerikanischen Farbigen ursprünglich den Gospel gar nicht als Anbetungslieder gedacht hatten, sondern das sie hier immer etwas Festliches mit verbunden hatten und froh waren zumindest ihren Gott zu haben, an dem sie sich festhalten können – also etwas Fröhliches, das sie auch feiern können.

In seinem Text wird auch auf die Korinther eingegangen. Zu der Bibelstelle 1. Korinther gibt es noch eine andere Pfingstpredigt

Für den modernen Menschen von heute lassen sich die Geschehnisse an Pfingsten und warum man alles würdigen soll was einen Atem besitzt mit vielleicht folgendem Video verständlich machen:

http://www.youtube.com/watch?v=RByISdsLQQw

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